GRUND HINTERGRUND HINTERGRUND - HINTERG 9. April 2003 Norddeutsche Leukämie- und Lymphomstudie Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein April 2003 Inhalt: Seite Warum eine Fall-Kontroll-Studie Leukämie? 2 Welche Zusammenhänge sollten geklärt werden? 3 Wie sind die Wissenschaftler vorgegangen? 4 Zu welchen Ergebnissen kommt die Studie? 5 Wie bewerten die Wissenschaftler die Ergebnisse? 5 Welche Schlussfolgerungen sind zu ziehen? 6
- 2 - Warum eine Fall-Kontroll-Studie Leukämie? Zwischen Dezember 1989 und Mai 1991 erkrankten in der näheren Umgebung des Kernkraftwerks Krümmel auffällig viele Kinder an Leukämie: Fünf Kinder unter 15 Jahren sowie ein 21-Jähriger litten an verschiedenen Leukämien. Bis Anfang 2001 stieg diese Zahl im Nahbereich von Krümmel (fünf Kilometer Umkreis) auf neun Fälle an. Seit dem wurden zwei weitere Fälle bei Kindern unter 15 Jahren gemeldet. Aufgrund der zeitlich und räumlich ungewöhnlichen Häufung von Leukämien bei Kindern in der Region um die Kernkraftanlagen in Geesthacht, richteten die schleswigholsteinische und die niedersächsische Landesregierungen die Wissenschaftliche Untersuchungskommissionen zur Ursachenaufklärung der Leukämie-Erkrankungen in der Elbmarsch ein. Aufgabe der Kommissionen war und ist es, die Landesregierungen bei der Ursachen-Aufklärung der Leukämieerkrankungen im Raum Geesthacht / Elbmarsch zu beraten. Vorschläge für ein Untersuchungs- und Messprogramm zu erarbeiten, das strahlenbiologische und epidemiologische Erkenntnisse insbesondere über Leukämie- Erkrankungen durch radioaktive Belastungen und andere Ursachen berücksichtigt. die Ergebnisse dieses Programmes und weitere neue Erkenntnisse zu bewerten. Die Kommissionen schlugen vor, verschiedene radioökologische Untersuchungen, beispielsweise Tritiummessungen in Holzscheiben sowie Chromosomenuntersuchungen durchzuführen. Sie regten an, das Kernkraftwerk Krümmel durch das Ökoinstitut begutachten zu lassen, um gegebenenfalls unerkannte Störfälle erkennen zu können. Des weiteren empfahlen sie epidemiologische Untersuchungen. Im Rahmen der epidemiologischen Untersuchungen wurde zunächst eine so genannte Inzidenzstudie durchgeführt: Das heißt, es wurde die Zahl aller neu aufgetretenen Leukämie-Erkrankungen zwischen 1984 und 1993 im Gebiet um die Atomanlagen in Geesthacht ermittelt. Das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) stellte bei dieser Studie fest, dass auch die Rate der Leukämie- Erkrankungen bei Erwachsenen im Umkreis von fünf Kilometern um Krümmel erhöht war.
- 3 - Mitte der 1990er Jahre stellte eine Epidemiologische Task-Force im Auftrag des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums fest, dass es im Umkreis der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop im Landkreis Pinneberg eine erhöhte Erkrankungsrate an Leukämien und Lymphomen gibt. Die Gemeinde liegt im europaweit größten zusammenhängenden Baumschulgebiet. In beiden Fällen erlaubten die verwendeten Studienformen keine Rückschlüsse auf mögliche Ursachen für die höheren Erkrankungsraten. Aus diesem Grund beauftragten die Landesregierungen Schleswig-Holsteins und Niedersachsens im Jahr 1996 das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), die Norddeutsche Leukämie- und Lymphomstudie (NLL) durchzuführen. Um die Studie fachlich zu begleiten, wurde ein international besetzter epidemiologischer Fachbeirat unter Vorsitz von Professor Dr. Karl-Heinz Jöckel berufen. Die Kosten der Studie beliefen sich auf rund drei Millionen Euro - zwei Drittel finanzierte Schleswig-Holstein und ein Drittel Niedersachsen. Die Ergebnisse dieser europaweit größten Studie zu umweltbezogenen Risikofaktoren liegen den auftraggebenden Landesregierungen nunmehr vor. Sie wurden in einem wissenschaftlichen Workshop am 8. und 9. April 2003 in Kiel von einem internationalen Expertengremium bewertet. Welche Zusammenhänge sollten geklärt werden? In der Umgebung des Kernkraftwerkes Krümmel wurden wie in der Region Pinneberg umweltbedingte Risikofaktoren als mögliche Ursachen der lokalen Häufung der Leukämien vermutet. Deshalb sollten in der Studie drei Haupthypothesen überprüft werden: Verursachen radioaktive Emissionen aus Atomkraftwerken im Normalbetrieb ein erhöhtes Risiko für Leukämien und Lymphdrüsenkrebs? Verursachen Pestizide ein erhöhtes Leukämie- und Lymphomrisiko? Können Belastungen aus niederfrequenten elektromagnetischen Feldern (50 Hz, 16 2/3 Hz) aus Hochspannungs- oder Bahnstromleitungen erhöhte Leukämieoder Lymphomraten bewirken? Bei der Studie handelt es sich um eine Fall-Kontroll-Studie, bei der erkrankte Personen (Fälle) mit ausgewählten, nicht erkrankten Vergleichspersonen (Kontrollen) ver-
- 4 - glichen werden. Ein aufwändiges Ziehungsverfahren stellte sicher, dass die Kontrollpersonen die Wohnbevölkerung des Studiengebietes repräsentieren. Die Aussagen der Studie sind daher auf die Gesamtbevölkerung übertragbar. Ziel der Fall-Kontroll-Studie war es, Zusammenhänge zwischen potenziellen Risikofaktoren und Erkrankungsrisiken zu ermitteln. Es sollte abgeschätzt werden, wie groß der jeweilige Anteil der genannten Risikofaktoren an der Leukämie- oder Lymphdrüsenkrebsbelastung der Bevölkerung ist. Wie sind die Wissenschaftler vorgegangen? In der Fall-Kontroll-Studie sollten alle relevanten Risikofaktoren und sonstige Einflussgrößen berücksichtigt werden. Das sind ionisierende Strahlung von Kernkraftwerken, Röntgenuntersuchungen sowie Strahlentherapie einschließlich Radio- Jodtherapien. Das umfasst ebenso Belastungen durch Arzneimittel, mit Benzol, mit elektromagnetischen Feldern und Bioziden. Bei der Untersuchung des möglichen Risikos durch Pestizide wurde erfasst, ob die Studienteilnehmer während oder unmittelbar nach der Anwendung kurzfristig diesen Stoffen ausgesetzt waren oder ob sie dauerhaft Kontakte zu Ausdünstungen durch Verunreinigungen (in Gebäuden) hatten. Der Untersuchungszeitraum umfasste die Jahre 1986 bis 1998. Zum Studiengebiet gehörten die Kreise Lüneburg, Harburg, Herzogtum Lauenburg, Pinneberg sowie die südlichen Teile der Kreise Stormarn und Steinburg. In die Fall-Kontroll-Studie wurden 1.430 Leukämie- oder Lymphdrüsenkrebserkrankte und 3.041 Vergleichspersonen einbezogen. In etwa zweistündigen Interviews wurden die Studienteilnehmer nach ihrem Wohnort und Arbeitsplatz, ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie möglichen Kontakten mit Insektenbekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln gefragt. Dabei versuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Belastungen mit den genannten Risikofaktoren über die gesamte Lebenszeit der Studienteilnehmerinnen und teilnehmer zu erfassen. Die Vertraulichkeit und Anonymisierung der Daten wurde gewährleistet. Die Vorgehensweise und Instrumente der Studie entsprachen dem internationalen wissenschaftlichen Standard. Die Arbeiten wurden laufend durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat begleitet.
- 5 - Zu welchen Ergebnissen kommt die Studie? Die Wissenschaftler der Norddeutschen Leukämie- und Lymphomstudie (NLL) kommen zu folgenden Ergebnissen: Für keine der untersuchten Leukämie- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen wurde ein signifikant höheres Risiko für die Exposition gegenüber radioaktiven Belastungen aus den norddeutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb festgestellt. Erwachsene, die Insektizide und Holzschutzmittel in ihren privaten Haushalten einsetzen, haben ein erhöhtes Leukämie- und Lymphom-Risiko. Bei Erwachsenen, die in der Nähe von Baumschulen wohnen, steigen die geschätzten relativen Risiken (Odds Ratios - OR) einer Lymphomerkrankung. Männer, die in der Nähe von Baumschulen leben, haben ein leicht erhöhtes Risiko, an einem speziellen Lymphdrüsenkrebs (hochmalignes Non-Hodgin-Symptom) zu erkranken. Die Belastungen gegenüber Pestiziden sind unabhängig von der Belastung gegenüber radioaktiven Strahlungen aus Kernkraftwerken im Normalbetrieb. Das heißt: Die Belastungen beeinflussen sich in ihrer Wirkung auf das Erkrankungsrisiko nicht gegenseitig. Bezüglich der Belastungen durch elektromagnetische Felder von Hochspannungsleitungen und Bahntrassen gibt es keine einheitlichen Befunde für Männer und Frauen. Es wurde ermittelt, dass für Männer, die im Nahbereich (100 Meter) von Hochspannungsleitungen leben, ein Risiko besteht, an einem bestimmten bösartigen Lymphdrüsenkrebs zu erkranken für Frauen dagegen nicht. Wie bewerten die Wissenschaftler der Studie ihre Ergebnisse? In die Norddeutsche Leukämie- und Lymphomstudie wurden sämtliche Leukämie- und Lymphom-Patienten einbezogen, die zwischen 1986 und 1998 in den Landkreisen um die Geesthachter Atomanlagen, sowie in den schleswigholsteinischen Landkreisen der Umgebung der Kernkraftwerk-Standorte Brunsbüttel, Brokdorf und Stade erkrankt sind. Diese ist daher die größte mögliche Fall- Kontroll-Studie, die in der Studienregion zu den untersuchten Diagnosen durchgeführt werden kann.
- 6 - In diesem Studienansatz wurden für keine der untersuchten Krankheitsbilder systematisch erhöhte Risiken für die Exposition gegenüber radioaktiven Nukliden aus Emissionen von Atomanlagen im Normalbetrieb festgestellt. Die Ergebnisse der Norddeutschen Leukämie- und Lymphomstudie sprechen insgesamt für ein erhöhtes Leukämie- und Lymphomrisiko für Erwachsene durch Anwendungen von Insektiziden und Holzschutzmitteln in privaten Haushalten. Diese Studie bestätigt damit Hinweise aus früheren Studien des Bremer Institutes für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) und stimmt mit der internationalen Literatur überein. Angesichts der weiten Verbreitung der Selbstanwendung besteht aus Sicht eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes Handlungsbedarf. Die Norddeutschen Leukämie- und Lymphomstudie liefert Hinweise dafür, dass Männer, die in der Nähe von Baumschulen leben, ein leicht erhöhtes Risiko haben, an einem speziellen Lymphom zu erkranken. Für Frauen wurde dieses Risiko in der Studie nicht nachgewiesen. Im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes gibt es weiteren Klärungsbedarf. Ein Risiko durch Exposition niederfrequenter elektromagnetischer Felder im Nahbereich (bis zu 100 Meter) von 50 Hz-Hochspannungsleitungen für maligne Lymphome bei Männern kann auf der Basis der Norddeutschen Leukämie- und Lymphomstudie nicht ausgeschlossen werden. Dieser Befund steht in einem gewissen Widerspruch zur internationalen epidemiologischen Datenlage, nach der eine Risikoerhöhung eher bei den nicht-lymphatischen Krankheitsbildern zu erwarten gewesen wäre. Die Inkonsistenz zwischen den Geschlechtern spricht zusätzlich gegen eine kausale Interpretation dieses Befundes. Welche Schlussfolgerungen sind zu ziehen? Die Fall-Kontrolle-Studie klärt nicht, warum es im Umkreis von fünf Kilometern um das Kernkraftwerk Krümmel nach wie vor mehr Kinder-Leukämien gibt, als an anderen Orten. Die Fachkommission Leukämie wird bis Juni eine Bewertung der Ergebnisse der in den vergangenen elf Jahren durchgeführten Untersuchungen zu diesem Themenkomplex vornehmen.
- 7 - Das Bundesamt für Strahlenschutz hat im Januar 2003 die Studie Kindliche Tumoren in der Umgebung westdeutscher Leistungsreaktoren beim Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz beauftragt. Dort wird in der Umgebung von 15 westdeutschen Kernkraftwerken untersucht, ob deren radioaktive Abgaben ursächlichen Einfluss auf die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern haben. Die Ergebnisse werden für Ende 2004 erwartet. Bezüglich der festgestellten Leukämie-Risiken durch Insektizide und Holzschutzmittel gibt es weiteren Handlungs- und Forschungsbedarf. Da es sich dabei nicht um ein lokales oder geografisches Problem handelt, ist hier die Bundesebene gefordert. Dazu werden bereits Gespräche mit Verbraucherschutzministerin Renate Künast, Bundesumweltminister Jürgen Trittin sowie Vertreterinnen und Vertretern des Umweltbundesamtes, des Bundesamtes für Strahlenschutz, des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und des Bundesinstitutes für Risikobewertung geführt. Des Weiteren sind die Ergebnisse der Hausstaub-Studie abzuwarten, die von der niedersächsischen Landesregierung und dem Umweltbundesamt beauftragt wurde. Dabei werden die Inhalte von 2.600 Staubsaugerbeuteln untersucht, die im Rahmen der Norddeutschen Leukämie- und Lymphomstudie gesammelt wurden. Die Wissenschaftler versprechen sich weitere Aufschlüsse über die Wirkstoffe, die als Insektizide oder Holzschutzmittel in den Wohnungen eingesetzt wurden und die möglicherweise das Leukämie- und Lymphomrisiko erhöhen. Die Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr vorliegen. Nach dem Biozid-Gesetz, das seit rund einem Jahr den Umgang mit Holzschutzmitteln in der Bundesrepublik regelt, müssen Holzschutzmittel und Insektizide, die neue Wirkstoffe enthalten, ein Zulassungsverfahren durchlaufen, in dem sie auf Anwendersicherheit, Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit geprüft werden. Ein Großteil der Stoffe war allerdings schon vorher auf dem Markt und somit keinem einheitlichen Zulassungsverfahren unterworfen. Sie können damit potenzielle Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Umwelt bergen. Die Wirkstoffe dieser alten Produkte sollen deshalb in der Europäischen Union nachträglich auf ihre Unbedenklichkeit geprüft werden. Dieses Untersuchungsprogramm wird für Holzschutzmittel frühestens in vier bis fünf Jahren, möglicherweise sogar deutlich später abgeschlossen sein. Für die Analyse der Insektizide muss man mit einem ähnlichen Zeitraum rechnen. Der Deshalb sind Übergangsregelungen erforderlich, die für diese Produkte eine Meldepflicht vorsehen und so vor Risiken schützen sollen. Sollten sich nach weiterer Auswertung der Studie die Ergebnisse bezüglich elektromagnetischer Felder und der Nähe zu Baumschulen bestätigen, sei der Bund auch
- 8 - hier gefordert. Aus Vorsorgegründen sei dann zu prüfen, ob als Konsequenz aus der Studie, Abstandswerte festgelegt werden sollten. In Schleswig-Holstein gibt es seit Ende 1997 einen Erlass an die Kreise und kreisfreien Städte, in dem differenzierte Mindestabstände zwischen elektromagnetischen Feldern und Wohn- oder sonstiger sensibler Bebauung empfohlen werden. Ziel des Erlasses ist es, unter anderem die direkte Überquerung von Hochspannungsfreileitungen von Wohn- und ähnlich genutzten Gebäuden zu vermeiden. Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse gewinnen verschiedene Projekte des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein besondere Aktualität. In der im Januar 2001 eingerichteten Koordinationsstelle für Ökologische Baumschulwirtschaft in Bordesholm werden mit finanzieller Unterstützung des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums realistische Lösungen entwickelt, um Baumschulbetrieben ökologisches Wirtschaften zu ermöglichen. Erste Erfolge: Inzwischen gibt es in Schleswig-Holstein vier ökologisch wirtschaftende Baumschulen. Die Koordinationsstelle bietet Arbeitsgruppen, Seminare und Informationsveranstaltungen, in denen technische Fragen zur Umstellung, Forschungsergebnisse und Fördermöglichkeiten erörtert werden. Um den Absatz der Bäume, Sträucher und Kräuter aus ökologischen Baumschulen zu steigern, stießen das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und die Koordinationsstelle für Ökologische Baumschulwirtschaft ein weiteres Projekt an: In Heist, Kreis Pinneberg, wurde im vergangenen Jahr der bundesweit zweite - für Schleswig-Holstein der erste - Fachgartenmarkt mit einer Abteilung mit ökologischen Gehölzen, Stauden und Kräutern eröffnet. Des Weiteren gibt es die Umweltberatung für Baumschulen, bei der alle Baumschuler, konventionell, integriert oder ökologisch, Informationen für eine umweltgerechte Bewirtschaftung erhalten. Verantwortlich für diesen Hintergrund: Michael Rittmeier, Claudia Viße Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft Mercatorstraße 3, 24106 Kiel Tel.: 0431/988-7201, 0431/988-7182, Fax: 0431/988-7137 e-mail: Pressestelle.munl@munl.landsh.de Im Internet: Pressedienst Aktuelles und Informationen der Landesregierung: www.landesregierung.schleswig-holstein.de