6304 5195 05/2006 DE/CH/AT Für das Fachhandwerk Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Solarmodul für EMS Bitte vor Inbetriebnahme oder Servicearbeiten sorgfältig lesen
Inhaltsverzeichnis 1 Sicherheit..................................... 3 1.1 Zu dieser Anleitung............................. 3 1.2 Bestimmungsgemäßer Gebrauch.................... 3 1.3 Beachten Sie diese Hinweise....................... 3 1.4 Entsorgung.................................. 4 2 Produktbeschreibung............................ 5 2.1 Ein- und Ausgänge sowie Anschlüsse................. 6 2.2 Hydraulik Anlagenbeispiel....................... 7 3 SM10 in Betrieb nehmen.......................... 8 3.1 Hinweise zur Inbetriebnahme der Solaranlage............ 8 3.2 Funktionsmodul SM10 im EMS einbinden............... 9 3.3 Betriebsart wählen.............................11 3.4 Solarkreisregelung einstellen......................13 3.4.1 Maximale Speichertemperatur einstellen................14 3.4.2 Nachladeoptimierung einstellen.....................14 3.4.3 Minimale Pumpenleistung einstellen..................16 4 Diagnose......................................17 4.1 Funktionstest (Relaistest).........................17 4.2 Monitorwert (Monitordaten)........................20 4.3 Fehlermeldung (Fehlerliste)........................22 5 Störungen beheben..............................24 6 Stichwortverzeichnis.............................26 2 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Sicherheit 1 1 Sicherheit 1.1 Zu dieser Anleitung Die vorliegende Anleitung enthält wichtige Informationen für sichere und fachgerechte Servicearbeiten zum Funktionsmodul SM10. Die Serviceanleitung richtet sich an den Fachhandwerker, der aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung Kenntnisse im Umgang mit Heizungs- und Solaranlagen sowie Wasserinstallationen hat. Diese Serviceanleitung ergänzt die Montage- und Serviceanleitung der Bedieneinheit RC30/RC35. 1.2 Bestimmungsgemäßer Gebrauch Das Funktionsmodul SM10 darf nur in Verbindung mit Heizungsanlagen mit Energie-Management-System (EMS) von Buderus eingesetzt werden. Mit dem Funktionsmodul SM10 ist die Heizungsanlage zur solaren Trinkwassererwärmung geeignet. Das Funktionsmodul SM10 läßt sich ausschließlich über die Bedieneinheit RC30/RC35 betreiben, einstellen und bedienen. 1.3 Beachten Sie diese Hinweise Das Funktionsmodul SM10 wurde nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln konzipiert und gebaut. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 3
1 Sicherheit Bei unsachgemäßer Anwendung können dennoch Gefahren oder Sachschäden nicht ganz ausgeschlossen werden. Betreiben Sie die Heizungsanlage daher nur bestimmungsgemäß und in einwandfreiem Zustand. Lesen Sie diese Anleitung sorgfältig durch. Beachten Sie die Sicherheitshinweise, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden. LEBENSGEFAHR WARNUNG! durch elektrischen Strom bei geöffnetem Regelgerät. Bevor Sie das Regelgerät öffnen: Schalten Sie die Heizungsanlage mit dem Heizungsnotschalter stromlos oder trennen Sie sie über die Haussicherung vom Stromnetz. VERBRÜHUNGSGEFAHR WARNUNG! Bei solarer Trinkwassererwärmung können im Solarspeicher Temperaturen > 60 C entstehen. Installieren Sie einen Warmwassermischer als Verbrühungsschutz. ANWENDERHINWEIS Wenn Sie bivalente oder Thermosiphon-Speicher verwenden, ist die Funktion der thermischen Desinfektion nicht möglich und in der Regel nicht erforderlich (siehe Bedienungsanleitung Bedieneinheit RC30/RC35). Falls Sie dennoch die Funktion der thermischen Desinfektion wünschen, sind weitere, bauseitige Komponenten erforderlich, die nicht an die Regelung angeschlossen werden. 1.4 Entsorgung Eine Komponente, die ausgetauscht werden soll, ist durch eine autorisierte Stelle umweltgerecht zu entsorgen. 4 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Produktbeschreibung 2 2 Produktbeschreibung Sie können mit Hilfe des Funktionsmoduls SM10 eine Solaranlage mit einem solaren Verbraucher (Solarspeicher) zur Trinkwassererwärmung regeln. Folgende Funktionen können Sie nach dem Einbau des Funktionsmoduls SM10 nutzen: Betriebsart wählen Solarkreisregelung einstellen Funktion Nachladeoptimierung nutzen (siehe Kapitel 3.4.2 Nachladeoptimierung einstellen, Seite 14) 3 4 5 2 1 6 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 5
2 Produktbeschreibung Dieses Produkt entspricht in seiner Konstruktion und in seinem Betriebsverhalten den zutreffenden europäischen Richtlinien sowie ggf. ergänzenden nationalen Anforderungen. Die Konformität wurde nachgewiesen. Die Konformitätserklärung steht Ihnen im Internet unter www.heiztechnik.buderus.de zur Verfügung oder kann alternativ bei der zuständigen Buderus-Niederlassung angefordert werden. 2.1 Ein- und Ausgänge sowie Anschlüsse Am Funktionsmodul SM10 stehen Ihnen Niederspannungsklemmen und 230-V-Ausgänge zur Verfügung. Die Anschlüsse sind farbig, entsprechend den zugehörigen Steckern gekennzeichnet. Bezeichnung Netz PSS Beschreibung Netzversorgung Solarkreispumpe, zulässige Anschlussleistung maximal 575 W (I = 2,5 A) ANWENDERHINWEIS Achten Sie auf phasenrichtige Installation des Netzanschlusses, damit die Absicherung gegeben ist. Der Netzanschluss über einen Schutzkontakt-Stecker ist nicht zulässig. Fühler EMS Bezeichnung FSS FSK EMS Beschreibung Solarspeicherfühler unten (NTC) Kollektortemperaturfühler (NTC) Zwei Kommunikationsanschlüsse zum EMS-Bussystem bzw. zu anderen Funktionsmodulen 6 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Produktbeschreibung 2 2.2 Hydraulik Anlagenbeispiel Das Anlagenbeispiel zeigt eine über das Funktionsmodul SM10 geregelte Solaranlage mit bivalentem Solarspeicher und Komplettstation Logasol KS0105. Bei den Wandheizkesseln Logamax plus (z. B. GB132, GB142) erfolgt die Trinkwasser-Nachheizung über das integrierte Dreiwegeumschaltventil. AW EK FSK FSS FW PSS RK RS VK VS WWM Austritt Warmwasser Eintritt Kaltwasser Kollektortemperaturfühler Solarspeicherfühler unten Warmwasser-Temperaturfühler Solarkreispumpe Rücklauf Heizkessel Rücklauf Solarspeicher Vorlauf Heizkessel Vorlauf Solarspeicher thermostatischer Warmwassermischer Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 7
3 SM10 in Betrieb nehmen 3 SM10 in Betrieb nehmen In den folgenden Abschnitten wird Ihnen erklärt, wie Sie die Solaranlage mit Funktionsmodul SM10 in Betrieb nehmen und über die Bedieneinheit RC30/RC35 einstellen können. ANWENDERHINWEIS Die Bedieneinheiten RC30 und RC35 unterscheiden sich in der Art der Bedienung. Daher wird die Vorgehensweise jeweils separat beschrieben. 3.1 Hinweise zur Inbetriebnahme der Solaranlage Wenn Sie die Solaranlage in Betrieb nehmen, müssen Sie die technischen Unterlagen der Komplettstation, der Kollektoren und des Solarspeichers beachten. ANLAGENSCHADEN VORSICHT! durch gefrorenes Wasser oder durch Verdampfungen im Solarkreis, wenn die Anlage in Betrieb genommen wird. Nehmen Sie die Anlage nur in Betrieb, wenn die Sonne nicht auf die Kollektoren scheint, also bei stark bedecktem Himmel, am frühen Morgen, am Abend oder bei abgedeckten Kollektoren. Bei Frost darf die Anlage ebenfalls nicht in Betrieb genommen werden. Beachten Sie besonders im Zusammenhang mit der Komplettstation diese Arbeitsschritte: Luftfreiheit der Anlage prüfen. Durchflussmenge kontrollieren und einstellen. Einstellungen der Solarregelung in das Inbetriebnahme- und Wartungsprotokoll eintragen. 8 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
SM10 in Betrieb nehmen 3 3.2 Funktionsmodul SM10 im EMS einbinden In der Montage- und Serviceanleitung der Bedieneinheit RC30/ RC35 wird Ihnen erklärt, wie Sie diese bedienen. Funktionsmodul wie in der Montageanleitung xm10 beschrieben montieren und elektrischen Anschluss herstellen. Nachdem Sie das Funktionsmodul SM10 eingebaut haben (siehe Montageanleitung xm10), wird es nach dem Einschalten automatisch von Ihrer Bedieneinheit RC30/RC35 erkannt. Öffnen Sie zunächst die Serviceebene, um die Solarfunktion zu aktivieren (siehe unten). SERVICEMENÜ BKurzbedienung Einstellungen Diagnose Wartung RC35: Vorgehensweise Solarfunktion aktivieren Klappe öffnen (links an der Griffmulde ziehen). Tasten + + gleichzeitig drücken, um das Menü SERVICEMENÜ zu öffnen. Taste drücken, um das Menü Kurzbedienung zu öffnen. Drehknopf drehen, bis Haben Sie ein Solarmodul installiert? angezeigt wird. Taste gedrückt halten (der Wert blinkt) und gleichzeitig den Drehknopf drehen, um den Wert auf Ja zu ändern. Taste loslassen: Der geänderte Wert wird gespeichert. Taste mehrmals drücken oder die Klappe schließen, um die Standardanzeige wieder anzuzeigen. ANWENDERHINWEIS Informationen zur grundlegenden Bedienung finden Sie in der Serviceanleitung RC35. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 9
3 SM10 in Betrieb nehmen SERVICEMENUE SPRACHE RC30: Vorgehensweise Solarfunktion aktivieren Klappe der Bedieneinheit RC30 öffnen. Tasten Anzeige, Heizkreis und Zurück gleichzeitig drücken, um die Serviceebene aufzurufen. Im Display erscheint das Hauptmenü der Serviceebene, das durch SERVICEMENUE SPRACHE gekennzeichnet ist. Drehknopf in eine beliebige Richtung drehen, um das Hauptmenü durchzublättern. SERVICEMENUE SOLARANLAGE Serviceebene aufrufen. SERVICEMENUE SOLARANLAGE auswählen. Taste Anzeige gedrückt halten und Drehknopf drehen, bis SO- LARANLAGE EIN erscheint. SOLARANLAGE EIN Taste Anzeige loslassen. Eingabebereich Werkseinstellung Solaranlage Ein/Aus Aus 10 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
SM10 in Betrieb nehmen 3 3.3 Betriebsart wählen Sie können die Betriebsart der Solarregelung wählen. Ihnen stehen dabei drei Betriebsarten zur Verfügung: Automatik (Standardeinstellung) Ständig aus (manuell ausgeschaltet) Ständig ein (manueller Dauerbetrieb). Die Solaranlage befindet sich im Dauerbetrieb, für 30 Minuten mit voller Pumpenleistung. Nach 30 Minuten wechselt die Solaranlage automatisch zurück in den Automatik-Betrieb. Die Betriebsart Dauerbetrieb bewirkt eine manuelle Ansteuerung der Solarkreispumpe, jedoch schaltet sich die Solaranlage aus, wenn das Kollektorfeld oder der Solarspeicher die maximal zulässigen Temperaturen überschritten haben (Kollektorschutzfunktion). ANWENDERHINWEIS Achten Sie darauf, zu welchem Zeitpunkt Sie den Dauerbetrieb aktivieren. Wenn diese Betriebsart aktiviert ist, kann der Solarspeicher dadurch entladen (ausgekühlt) werden, dass: das warme Wärmeträgermedium (z. B. Glykol-Wasser-Gemisch) der Solaranlage vom Solarspeicher zum Kollektorfeld fließt. das kalte (z. B. Temperatur < 0 C oder bei Dunkelheit) Wärmeträgermedium der Solaranlage (z. B. Glykol-Wasser-Gemisch) vom Kollektor zum Solarspeicher fließt die Speichertemperatur sinkt, so dass z. B. die Nachheizung einsetzen muss. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 11
3 SM10 in Betrieb nehmen SERVICE\EINSTELLUNGEN Kesseldaten Warmwasser Heizkreis 1 BSolardaten RC35: Vorgehensweise Betriebsart wählen Servicemenü \ Einstellungen öffnen. Solardaten auswählen und bestätigen. Eine der zuvor erklärten Betriebsarten einstellen, normalerweise Automatik (Werkseinstellung). RC30: Vorgehensweise Betriebsart wählen Taste Heizkreis gedrückt halten und Drehknopf drehen, bis HEIZKREIS SOLARANLAGE erscheint. HEIZKREIS SOLARANLAGE Taste Heizkreis loslassen, um die Einstellung zu speichern. Automatik-Betrieb (Standardeinstellung): Taste AUT drücken, um die Solarregelung auf Automatik-Betrieb zu stellen. Die LED der Taste AUT leuchtet. Dauerbetrieb (ständig ein): Taste Tagbetrieb drücken. Die LED der Taste Tagbetrieb leuchtet. Die Solaranlage ist für 30 min im manuellen Dauerbetrieb. Manuell AUS (ständig aus): Taste Nachtbetrieb drücken. Die LED der Taste Nachtbetrieb leuchtet. Die Solaranlage ist abgeschaltet. Betriebsart Eingabebereich Automatik Dauerbetrieb Aus Werkseinstellung Automatik 12 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
SM10 in Betrieb nehmen 3 3.4 Solarkreisregelung einstellen Sie können einen Verbraucher (z. B. Solarspeicher) zur Trinkwassererwärmung über das Funktionsmodul SM10 in die Regelung einbinden. SERVICE\EINSTELLUNGEN Kesseldaten Warmwasser Heizkreis 1 BSolardaten RC35: Vorgehensweise Solarkreisregelung einstellen Servicemenü \ Einstellungen öffnen. Solardaten auswählen und bestätigen. Drehknopf drehen, bis der gewünschte Parameter angezeigt wird. Taste gedrückt halten (der Wert blinkt) und gleichzeitig den Drehknopf drehen, um den Wert zu ändern. RC30: Vorgehensweise Solarkreisregelung einstellen EIN/AUS Max. Speichertemp. Pumpenleistung Solaranlage Min. Speichertemp. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 13
3 SM10 in Betrieb nehmen SERVICEMENUE SOLARANLAGE Serviceebene aufrufen. SERVICEMENUE SOLARANLAGE auswählen. Taste Anzeige drücken. Drehknopf auf den gewünschten Menüpunkt der Solaranlage drehen. Taste Anzeige gedrückt halten und Drehknopf drehen. Geben Sie den gewünschten Wert ein. 3.4.1 Maximale Speichertemperatur einstellen Die Temperatur wird am Warmwasserfühler in der Speichermitte (FW) gemessen. SOLARANLAGE MAX SPEICHER 60 Parameter: RC35: Was ist die maximale Speichertemperatur der Solaranlage? auswählen. RC30: SOLARANLAGE MAX SPEICHER auswählen. Eingabebereich Werkseinstellung Maximale Speichertemperatur 30 C 90 C 60 C 3.4.2 Nachladeoptimierung einstellen Durch die Funktion Nachladeoptimierung wird der solare Energieertrag gegenüber herkömmlichen Temperaturdifferenz-Solarregelungen optimiert. Die kombinierte Heizkessel-Solarregelung erfasst dabei ob ein solarer Energieertrag vorhanden ist und ob die gespeicherte Wärmemenge zur Versorgung mit Warmwasser ausreicht. 14 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
SM10 in Betrieb nehmen 3 Abhängig von beiden Größen senkt die Regelung die vom Heizkessel zu erzeugende Warmwasser-Solltemperatur ab. Bei ausreichendem solarem Energieertrag entfällt somit das Nachheizen mit dem Heizkessel, die Anzahl der Brennerstarts wird deutlich reduziert. Dies spart Primärenergie und senkt die Schadstoffemission. Um die Nachladeoptimierung zu aktivieren, stellen Sie den Parameter minimale Speichertemperatur ein. Der Parameter bestimmt, wie stark die Warmwassertemperatur abgesenkt werden darf. Damit ist die Regelung einstellbar zwischen optimalem solarem Energieertrag bei geringfügig eingeschränktem Warmwasserkomfort und optimalem Warmwasserkomfort bei Warmwasserbereitung über den Heizkessel und die Solaranlage. Beispiel Dem Nutzer soll mindestens 40 C warmes Trinkwasser jederzeit zur Verfügung stehen. Minimale Speichertemperatur in der Bedieneinheit RC30/ RC35 auf 40 C einstellen. SOLARANLAGE MIN SPEICHER 40 Parameter: RC35: Unter welche Temperatur darf der Speicher nicht fallen? auswählen. RC30: SOLARANLAGE MINSPEICHER auswählen. Minimale Speichertemperatur Eingabebereich 30 C 54 C Aus (entspricht 55 C) Werkseinstellung Aus Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 15
3 SM10 in Betrieb nehmen 3.4.3 Minimale Pumpenleistung einstellen Hiermit wird die Pumpenmindestleistung bei Bedarf an die Heizungsanlage angepasst, z. B. bei großen Anlagenwiderständen. SOLARANLAGE MIN PUMPE 30 Parameter: RC35: Was ist die minimale Pumpenleistung? auswählen. RC30: SOLARANLAGE MINPUMPE auswählen. Eingabebereich Werkseinstellung Pumpenleistung 20 100 30 16 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Diagnose 4 4 Diagnose 4.1 Funktionstest (Relaistest) Mit dem Menü Diagnose \ Funktionstest (bzw. RC30: Relaistest ) können Sie gezielt die Solarkreispumpe ansteuern, um deren Funktion zu prüfen. ANLAGENSCHADEN VORSICHT! Für die Dauer des Funktions-/Relaistests ist die Funktion der gesamten Heizungs- und Solaranlage nicht sichergestellt. Alle Schutzfunktionen sind regelungstechnisch deaktiviert. Verlassen Sie am Ende des Tests dieses Menü, um Schäden an der Heizungs-/Solaranlage zu vermeiden. Wenn die Funktion Funktions-/Relaistest aktiviert ist, kann der Solarspeicher dadurch entladen (ausgekühlt) werden, dass: das warme Wärmeträgermedium (z. B. Glykol-Wasser-Gemisch) der Solaranlage vom Solarspeicher zum Kollektorfeld fließt. das kalte (z. B. Temperatur < 0 C oder bei Dunkelheit) Wärmeträgermedium der Solaranlage (z. B. Glykol-Wasser-Gemisch) vom Kollektor zum Solarspeicher fließt die Speichertemperatur sinkt, so dass z. B. die Nachheizung einsetzen muss. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 17
4 Diagnose SERVICEMENÜ Kurzbedienung Einstellungen BDiagnose Wartung RC30: Vorgehensweise Relaistest EMS Relaistest Hydr. Weiche RC35: Vorgehensweise Funktionstest Tasten + + gleichzeitig drücken, um das Menü SERVICEMENÜ zu öffnen. Drehknopf nach links drehen, bis Diagnose ausgewählt ist (mit markiert). Taste drücken, um das Menü SERVICE \ DIAGNOSE zu öffnen. Menü DIAGNOSE \ Funktionstest öffnen. Eine beliebige Taste drücken, um die Meldung zu betätigen. Solar auswählen und öffnen. Taste gedrückt halten (der Wert blinkt) und gleichzeitig den Drehknopf drehen, um die Solarpumpe ein- oder auszuschalten. Solaranlage Mischermodul 18 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Diagnose 4 SERVICEMENUE RELAISTEST Serviceebene aufrufen. SERVICEMENUE RELAISTEST auswählen. Taste Anzeige drücken. Drehknopf auf Menüpunkt SOLAR drehen. Taste Anzeige drücken. Taste Anzeige gedrückt halten und Drehknopf z. B. auf AN drehen. Taste Anzeige loslassen, um die Solarkreispumpe anzusteuern. Gerät Eingabebereich Werkseinstellung PUMPE An/Aus Aus Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 19
4 Diagnose 4.2 Monitorwert (Monitordaten) Mit dem Menü Monitorwert (bzw. RC30: Monitordaten ) können Sie sich die Soll- und Istwerte der Solaranlage anzeigen lassen. SERVICEMENÜ Kurzbedienung Einstellungen BDiagnose Wartung RC35: Vorgehensweise Monitorwert Tasten + + gleichzeitig drücken, um das Menü SERVICEMENÜ zu öffnen. Drehknopf nach links drehen, bis Diagnose ausgewählt ist (mit markiert). Taste drücken, um das Menü SERVICE \ DIAGNOSE zu öffnen. Menü DIAGNOSE \ Monitorwert öffnen. Eine beliebige Taste drücken, um die Meldung zu betätigen. Solar auswählen und öffnen. Drehknopf drehen, um weitere Werte anzuzeigen. RC30: Vorgehensweise Monitordaten Kessel Hydr. Weiche Warmwasser Busstatus Solaranlage Monitordaten Heizkreis 1 Heizkreis 2 20 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Diagnose 4 Serviceebene aufrufen. SERVICEMENUE MONITORDATEN auswählen. Taste Anzeige drücken. Drehknopf auf den Menüpunkt SOLARANLAGE drehen. Taste Anzeige drücken. Folgende Daten finden Sie in dem Bereich Solar : Monitordaten Solar Darstellung im Display Ist-Werte (Einheiten) Bedeutung KOLLTEMP C Kollektortemperatur (Fühler FSK) GESPERRT Der Solarspeicher wird nicht geladen, weil: Kollektortemperatur zu hoch Speichertemperatur zu hoch Fehler des Funktionsmoduls SM10 STILLSTAND Solarer Ertrag des Kollektors ist nicht ausreichend, um den Solarspeicher zu laden. HIGH FLOW Solarspeicher wird mit niedriger Temperaturdifferenz (hohem Volumenstrom) geladen. LOW FLOW Solarspeicher wird mit hoher Temperaturdifferenz (niedrigem Volumenstrom) geladen. SP MITTE C Speichertemperatur, Mitte (Warmwassertemperatur, Fühler FW) SP UNTEN C Speichertemperatur, unten (Fühler FSS) PUMPE % Leistung der Solarpumpe Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 21
4 Diagnose 4.3 Fehlermeldung (Fehlerliste) Mit dem Menü Fehlermeldung (bzw. RC30: Fehlerliste ) können Sie sich die zuletzt aufgetretenen Fehler aus dem Fehlerspeicher anzeigen lassen, z. B., um einen Fehler zu untersuchen. Fehler der Solaranlage sind in der Kategorie Anlagenfehler eingeordnet. Die Heizungsanlage arbeitet während des Fehlerzustandes soweit möglich weiter, ein Reset ist nicht erforderlich. ANWENDERHINWEIS Welche Störungen im Zusammenhang mit dem Funktionsmodul SM10 angezeigt werden können, finden Sie im Kapitel 5 Störungen beheben, Seite 24. SERVICEMENÜ Kurzbedienung Einstellungen BDiagnose Wartung RC35: Vorgehensweise Fehlermeldung Tasten + + gleichzeitig drücken, um das Menü SERVICEMENÜ zu öffnen. Drehknopf nach links drehen, bis Diagnose ausgewählt ist (mit markiert). Taste drücken, um das Menü SERVICE \ DIAGNOSE zu öffnen. Menü DIAGNOSE \ Fehlermeldung öffnen. Anlagenfehler auswählen und öffnen. Drehknopf drehen, um die nächste Meldung anzuzeigen. 22 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Diagnose 4 SERVICEMENUE FEHLERLISTE RC30: Vorgehensweise Fehlerliste Serviceebene aufrufen. Drehknopf drehen, bis im Display SERVICEMENUE FEHLERLIS- TE erscheint. FEHLERLISTE ANLAGE Taste Anzeige drücken. Drehknopf drehen, bis im Display FEHLERLISTE ANLAGE erscheint. Taste Anzeige gedrückt halten und Drehknopf drehen. Sie können nun die Fehler auslesen. Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 23
5 Störungen beheben 5 Störungen beheben BITTE KLAPPE OEFFNEN FEHLER Störungen der Solaranlage und des solaren Verbrauchers (Solarspeicher) werden im Display Ihrer Bedieneinheit RC30/RC35 angezeigt. Das Display zeigt die Meldung BITTE KLAPPE OEFF- NEN FEHLER an. Öffnen Sie die die Klappe der Bedieneinheit RC30/RC35. Wenn mehrere Störungen anstehen, drehen Sie den Drehknopf, bis Ihnen die Störungen angezeigt werden, die die Solaranlage oder den solaren Verbraucher (Solarspeicher) betreffen. ANWENDERHINWEIS In der Spalte Störung sind alle Störungen aufgelistet, die im Zusammenspiel zwischen dem Funktionsmodul SM10 und dem solaren Verbraucher auftreten können. Die Beschreibung anderer Fehler finden Sie in den technischen Unterlagen der Bedieneinheit bzw. des Heizkessels. Störung Kollektortemperaturfühler FSK Solarspeicherfühler unten FSS Auswirkung auf das Regelverhalten Pumpe wird abgeschaltet. Der Solarspeicher wird nicht solar beladen. Die Pumpe wird abgeschaltet. Mögliche Ursachen der Störung Kollektortemperaturfühler FSK defekt. Kollektortemperaturfühler FSK nicht oder nicht korrekt angeschlossen. Solarspeicherfühler unten FSS defekt. Solarspeicherfühler unten FSS nicht oder nicht korrekt angeschlossen. Abhilfe Fühleranschluss prüfen. Fühler am Kollektor auf Bruchstellen oder falsche Einbauposition prüfen. Fühleranschluss prüfen. Fühler am Solarspeicher auf Bruchstellen oder falsche Einbauposition prüfen. 24 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Störungen beheben 5 Störung Keine Kommunikation Solarkreisregelung läuft mit der ihr bekannten Einstellungen im Normalbetrieb weiter, aber ohne Warmwasser-Optimierung. LED am Funktionsmodul SM10 blinkt. LED am Funktionsmodul SM10 ist aus. Falsche Solareinstellung Auswirkung auf das Regelverhalten Keine Kommunikation oder Fühler ist defekt. Solaranlage ist nicht in Betrieb. Solaranlage läuft energetisch nicht optimal. Mögliche Ursachen der Störung Es besteht keine Kommunikation zwischen dem RC30/ RC35 und dem SM10. Funktionsmodul defekt/fehlt. Kommunikationsleitungen zwischen Funktionsmodul und EMS sind defekt/fehlen. Es besteht keine Kommunikation zwischen dem RC30/ RC35 und dem SM10. Fühler ist defekt. Funktionsmodul defekt. Kommunikationsleitungen zwischen Funktionsmodul und EMS sind defekt/fehlen. Keine Betriebsspannung vorhanden. Gerätesicherung ist durchgebrannt. Falsche Eingabe der Anlagendaten z. B. minimale Speichertemperatur ist größer als die maximale Speichertemperatur. Abhilfe Betriebsspannung prüfen/wiederherstellen. Kommunikationsleitungen zwischen Funktionsmodul und EMS prüfen. Gerätesicherung 1 prüfen/ ersetzen. Funktionsmodul austauschen. Kommunikationsleitungen zwischen Funktionsmodul und EMS prüfen. Fühler prüfen. Funktionsmodul austauschen. Betriebsspannung wiederherstellen. Gerätesicherung 1 ersetzen. Einstellwerte prüfen und ggf. korrigieren. ANWENDERHINWEIS Welche Fehler zuletzt aufgetreten sind, können Sie mit der Fehlerliste auslesen (Kapitel 4.3 Fehlermeldung (Fehlerliste), Seite 22). Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 25
6 Stichwortverzeichnis 6 Stichwortverzeichnis A Ausgänge................ 6 Automatik................ 11 B Betriebsart................ 11 E Eingänge................ 6 Entsorgung............... 4 F Fehlermeldung (Fehlerliste)....... 22 Funktionstest (Relaistest)........ 17 G Gesperrt................. 21 H High Flow................ 21 Hydraulik................ 7 N Nachladeoptimierung..........14 Netzanschluss.............. 6 P Pumpenleistung.............21 R Relaistest................17 S Solarfunktion aktivieren......... 9 Solarkreispumpe........... 7, 19 Solarspeicher....... 11, 13, 17, 21 Solarspeicherfühler unten FSS... 7, 24 Speichertemperatur...........21 Stillstand.................21 Störungen................24 T thermische Desinfektion......... 4 K Keine Kommunikation.......... 25 Kollektorschutzfunktion......... 11 Kollektortemperatur........... 21 Kollektortemperaturfühler FSK... 7, 24 L Low Flow................ 21 M Manueller Betrieb............ 11 Maximale Speichertemperatur..... 14 Minimale Pumpenleistung........ 16 Minimale Speichertemperatur....14, 15 Monitorwert (Monitordaten)....... 20 26 Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006
Notizen Serviceanleitung Funktionsmodul SM10 Ausgabe 05/2006 Buderus http://www.heiztechnik.buderus.de 27
Heizungsfachbetrieb: Deutschland BBT Thermotechnik GmbH Buderus Deutschland, D-35573 Wetzlar www.heiztechnik.buderus.de info@heiztechnik.buderus.de Österreich Buderus Austria Heiztechnik GmbH Karl-Schönherr-Str. 2, A-4600 Wels www.buderus.at office@buderus.at Schweiz Buderus Heiztechnik AG Netzibodenstr. 36, CH-4133 Pratteln www.buderus.ch info@buderus.ch