Multimedia und Computer Schmidt Breitistrasse 12 8185 Winkel 043 466 02 02 info@mucs.ch www.mucs.ch Vortrag Windows 10 (Upgrade) Seite 1 von 14
Inhaltsverzeichnis 1. Wer bin ich?... 3 2. Vorwort... 3 3. Entwicklungsgeschichte Windows... 3 3. Windows 10... 6 4. Systemsteuerung / Einstellungen... 7 5. Windows Explorer /File Explorer... 8 6. Internet Explorer / Edge... 9 7. Cloud von Microsoft... 10 8. Apps und Desktop-Programme... 10 9. Microsoft Store... 11 10. Microsoft Konto... 11 11. Problematik der Datensammlung durch Microsoft und deren Weiterverkauf... 11 12. Was gibt es bei Windows 10 nicht mehr?... 12 13. Was gibt s bei Windows 10 Neues?... 13 14. Installationsmöglichkeiten... 13 15. Lizenzen... 13 16. Vorbereitung... 14 17. Mögliche Probleme während oder nach der Installation... 14 18. Nachbearbeitung... 14 Seite 2 von 14
MUCS 1. Wer bin ich? Name: Firma: In der IT seit: Microsoft-zertifiziert: Kundenkreis: Aufgabenbereich: Spezialisiert: Stefan Schmidt MUCS in 8185 Winkel 1988, also bald 28 Jahre ja (MCP) KMU und Privatpersonen Informatik und Multimedia Vorort-Betreuung: PC, Laptop, NAS, Server, Netzwerk, Firewall, TV, Multimedia etc. 2. Vorwort Ziel dieses Vortrages: Ihnen eine Entscheidungshilfe bieten, ob Sie einen Upgrade auf Windows 10 vornehmen sollen oder nicht. Falls ja, zeigen wir Ihnen das Vorgehen auf. Dieser Vortrag soll gewichtungsneutral sein, so dass Sie selbst entscheiden und werten können, was Ihnen wichtig ist und was nicht. Daher versuche ich nicht von Vor- und Nachteilen zu sprechen, sondern von vorher (bis Windows 8.1) und nachher (Windows 10). Die Dokumentation dieses Vortrags können Sie gerne am Ende dieser Veranstaltung mitnehmen oder in wenigen Tagen von der Computeria-Homepage herunterladen. 3. Entwicklungsgeschichte Windows Windows als Betriebssystem war bis zu Version 7 (95, 98, 2000, XP, Vista) ein Betriebssystem nur für Personal Computer. Als in den Jahren um 2010 / 2011 Smartphones das digitale Zeitalter in der Telefonie einläuteten, kam auch eine ganz neue Benutzerphilosophie auf den Markt. Programme mussten nicht mehr kompliziert installiert werden, sondern konnten als App hinzugefügt werden. Diese Apps konnten mit einem Finger-Tipp geöffnet werden und vieles mehr war viel einfacher zu bedienen. Microsoft spürte einen entsprechenden Gegenwind und die Umsatzzahlen fielen in den Keller. Seite 3 von 14
Dies bewegte Microsoft, ein neues Betriebssystem (Version 8) im Jahr 2012 auf den Markt zu bringen, dass auf PC, Laptop, Tablet und Smartphone gleichermassen lief und die einfache Benutzerphilosophie der Smartphones übernahm. Die grösste Veränderung damals war der Wegfall des Startknopfs und des Startmenüs hin zur Kachel-Oberfläche: Seite 4 von 14
Somit gab es gewissermassen zwei Oberflächen, die eine wie der bisherige Desktop (aber ohne Startknopf) und die andere mit Kacheln und Apps. Darunter litt die Benutzerfreundlichkeit, einerseits, da sich viele gewohnt waren, über den Startknopf / Menü zu arbeiten und zum anderen da auf einem PC / Laptop mit einer Maus und nicht wie auf einem Smartphone mit einem Finger gearbeitet wurde. Laptops mit Touchscreen konnten das Problem nicht wirklich wettmachen. Das Bedürfnis nach dem beliebten und vermissten Startknopf wurde immer grösser. Microsoft wehrte sich lange dagegen, so dass andere Zusatzprogramme die gewohnte Desktop-Oberfläche zurückbrachten. 2014 merkte Microsoft, dass sie doch besser ein Betriebssystem auf den Markt bringen sollte, dass der Kundschaft wieder zusagte und die Grundidee von Windows 10 war geboren. Seit Juni 2015 kann man nun Windows 10 für alle Versionen von Windows 7 und 8.x kostenlos herunterladen und installieren. Seite 5 von 14
3. Windows 10 Die Idee von Windows 10: Das Beste von Windows 7 und 8.x zusammen zu bringen. So kam der Startknopf inkl. Startmenü zurück, doch die Apps und die Kacheloberfläche wurden beibehalten und beides fügte sich ineinander. Windows 7 / 8 (mit ClassicShell) Windows 10 Seite 6 von 14
4. Systemsteuerung / Einstellungen Die meisten Einträge aus der früheren [Systemsteuerung], [Geräte und Drucker] und [Standardprogramme] finden sich neu unter [Einstellungen]. Systemsteuerung Geräte und Drucker und Standardprogramme Seite 7 von 14
5. Windows Explorer /File Explorer Neu heisst der [Windows Explorer], mit dem man seinen Dateien verwalten kann [File Explorer] und sieht natürlich auch etwas moderner aus: Seite 8 von 14
6. Internet Explorer / Edge Der Nachfolger vom Internet Explorer heisst Edge. Er sollte etwas schneller und sicherer sein als der bisherige Internet Explorer. Ihre Favoriten vom Internet Explorer können in Edge importiert werden. Wenn Sie jedoch neue Favoriten speichern, geschieht dies nicht mehr in Ihrem bisherigen Favoriten-Ordner unter den persönlichen Daten, sondern versteckt im System. Falls Sie gewohnt sind, mit dem [Internet Explorer] zu arbeiten und möchten nicht auf Edge umsteigen, haben Sie noch die Möglichkeit, mit der aktualisierten Version 11 vom [Internet Explorer] weiterzuarbeiten. Allerdings sind die Tage vom [Internet Explorer] gezählt. Dieser muss über eine Verknüpfung zur Verfügung gestellt werden. Internet Explorer Edge Seite 9 von 14
7. Cloud von Microsoft Microsoft stellt Ihnen eine eigene Cloud-Lösung zur Verfügung: Bekannte weitere Clouds sind: Google Drive, Dropbox, icloud etc. Unter Cloud versteht man, das Speichern von Dateien und Einstellungen nicht mehr nur auf dem lokalen, eigenen Gerät, sondern auch im Internet, so dass man mit einem weiteren Gerät auf dieselben Daten und Einstellungen zugreifen kann. Dazu bedarf es einer Anmeldung mit einem Microsoft-Konto: Anmerkung: Mit der Zustimmung zu den AGBs gewähren Sie den Cloud-Anbietern Zugriff auf Ihre Daten. 8. Apps und Desktop-Programme Die Programme, die Sie im Laden oder via Internet kaufen, sind sogenannte Desktop-Programme. Sie müssen nach Erwerb auf dem PC mit einem Menü installiert werden. Fast alle Programme die Sie bis jetzt haben, sind Desktop-Programme. Die meisten Programme, die unter Windows 7 oder Windows 8.x lauffähig sind, funktionieren auch mit Windows 10. Programme, die Sie über den Store kaufen, sind sogenannte Apps und werden automatisch installiert und bedürfen keiner Konfiguration mehr. Apps sind vor allem von Smartphones bekannt. Seite 10 von 14
9. Microsoft Store Microsoft hat sich die einfache Installation von Apps auf den Smartphones zum Vorbild genommen und bietet unter Store dasselbe an. Sie müssen sich hier mit einem Microsoft-Konto anmelden, um Apps zu installieren. Anmerkung: Weiterhin gibt es die Desktop-Programme und können genauso wie bisher installiert werden. 10. Microsoft Konto Viele der angebotenen Dienste verlangen eine Verbindung zu einem Microsoft-Konto. Dies ist eine persönliche Identifikation von Ihnen und den Diensten. Anmerkung: Auch hier hat Microsoft Zugriff auf diverse Informationen! 11. Problematik der Datensammlung durch Microsoft und deren Weiterverkauf Mit Windows 10 möchte Microsoft ihr Geschäftsfeld erweitern und hat daher beschlossen, Daten über Microsoft-Benutzer zu sammeln, um daraus ein Nutzer-Persönlichkeitsprofil zu erstellen, das dann weiterverkauft oder anderweitig genutzt wird. Seien Sie sich folgender Punkte bewusst: - Der gläserne Mensch wird real. - Dauernde Überwachung des Kunden - Mit jeder Tastatureingabe können Daten an Microsoft übermittelt werden. Somit besteht die Gefahr, dass u. a. private Daten an Dritte weitergegeben werden können - Welche Daten bleiben bei Microsoft, welche gehen weiter? - So lange die Daten bei Microsoft verbleiben, kann man damit leben. Aber was passiert bei einem Hackerangriff auf Microsoft? Man erhält noch mehr Spam und Werbung. Seite 11 von 14
Um dem entgegen zu wirken, ist es sinnvoll zu wissen, wie Microsoft ein Persönlichkeitsprofil erstellt. Die Daten werden aus folgenden Applikationen zusammengetragen: - Mail-Adresse bei outlook.com, Hotmail etc. - Eingaben im Edge (neuer Internet Explorer) - Store - OneDrive - etc. Daraus lässt sich ableiten, dass möglichst viele Zusammenhänge zwischen Eingabe und Microsoft- Konto vermieden werden sollten. Microsoft vertritt hierzu die Meinung, dass nur der vollständige Zusammenhang etwas Gutes ist. Aber auch einzeln klappt es bestens (z.b. mit lokalem Konto, unabhängigem Store, etc.). Wer diese Einstellung nicht selber durchführen möchte oder noch mehr blockieren möchte, kann sich das eine oder andere Tool zu Hilfe nehmen. 12. Was gibt es bei Windows 10 nicht mehr? Microsoft hat unter Windows 10 das eine oder andere Programm oder Funktionalität weggelassen. So gibt es keine Möglichkeit mehr mit einem USB-Diskettenlaufwerk zu arbeiten, Desktop-Gadgets (z.b. die Uhr etc.) und das Media Center zu nutzen. Seite 12 von 14
13. Was gibt s bei Windows 10 Neues? Revolutionär ist das Windows 10 bestimmt nicht, aber es gibt schon Punkte die neu oder besser sind: - Startgeschwindigkeit ist spürbar schneller - Weniger ressourcenhungrig - Vollwertiges Startmenü - Edge - Benachrichtigungs-Center - Cortana (vorläufig nicht in der Schweiz) - Optimiertes Touch-Screen - Optimiert für die Verwendung mit einer SSD - DirectX 12 14. Installationsmöglichkeiten Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie zu Windows 10 gelangen: Upgrade oder Neuinstallation Upgrade Neuinstallation Verfahren Über Ihre bestehende Installation wird Windows 10 darüber Alles wird komplett neu installiert installiert Vorteil keine Konfiguration, alles wird Fehlerlose schlanke Installation übernommen Nachteil Bereits bestehende Probleme und sehr aufwendig Fehler werden übernommen Voraussetzung: Windows 7 oder 8.x Mindestens Windows 7 Treiber müssen zu Verfügung stehen Aufwand ca. 1:30 2:30 Std. ca. 4:00 6:00 Std. 15. Lizenzen Egal, ob Sie Windows 10 upgraden oder eine Neuinstallation durchführen, Sie brauchen eine Lizenz für Windows 10. Bei einem Upgrade (nur von Windows 7 / 8.x aus möglich) oder einer Neuinstallation bis Juni 2016 wird automatisch eine neue Lizenz generiert, die kostenlos ist (Angebot von Microsoft). Danach muss im Handel eine Lizenz gekauft werden (ca. CHF 140. für Home-Anwender). Seite 13 von 14
16. Vorbereitung Obwohl die Installation von Windows 10 sehr zuverlässig ist, kann es zu Abstürzen kommen. Darum: - Backup aller Ihrer Daten auf einen externen Datenträger (absolut zwingend) - Wenn möglich erstellen Sie ein Image (Backup Ihrer Installation / Festplatte) - Internetverbindung muss vorhanden sein - Genügend Zeit - Freier Platz auf der Festplatte (mindestens 20GB) - Lizenzen, die vom Betriebssystem abhängig sind müssen deaktiviert sein - Virenschutz für mindestens 3 Std. deaktivieren 17. Mögliche Probleme während oder nach der Installation Während der Installation kann es geschehen, dass sich die Installation aufhängt. Falls dies passiert, können Sie einen Neustart erzwingen. Hilft dies ebenfalls nicht, sind Sie auf ein Image angewiesen oder Sie müssen eine Neuinstallation durchführen. Microsoft sieht bei der Installation verschiedene Programme als nicht kompatibel an und löscht sie während der Installation. Leider wird dies nur kurz mitgeteilt welche Programme dies betrifft. Gelegentlich kann es dazu kommen, dass nach der Installation die Bildschirmauflösung nicht stimmt und auch nicht angepasst werden kann. Laden Sie den vorgängigen Grafikkartentreiber neu. 18. Nachbearbeitung Nach dem Windows 10 vollständig installiert wurde, sollten Sie folgende Punkte kontrollieren: - Virenschutz wieder starten und kontrollieren - Sind alle Programme noch da? Falls nicht neu installieren - Ihre persönlichen Daten überprüfen - Konfiguration so anpassen, dass die Datensammlung durch Microsoft weitgehend eingeschränkt ist - Konfigurieren Sie Edge und den Store nach Ihren Bedürfnissen - Wir hoffen, dieser Vortrag hat Ihnen beim Entscheid Windows 10 ja oder nein? geholfen. Bei Fragen steht Ihnen die Firma MUCS oder jede andere Informatikfirma sowie die Mitglieder der Computeria Bülach gerne zur Verfügung. Seite 14 von 14