Baubiologische Messtechnik Messung von gesundheitlich relevanten Umwelteinflüssen im Innenraum Bewertung nach dem Standard der baubiologischem Messtechnik (SBM), den AGÖF Orientierungswerten und auch den Richtwerten und Grenzwerten der Bundesämter Beratung in Bezug auf Sanierungsmaßnahmen und Baustoffauswahl 1
A Felder, Wellen, Strahlen 2
B Wohngifte, Schadstoffe, Raumklima 3
C Pilze, Bakterien, Allergen 4
Übersicht Elektrosmog Niederfrequente elektrische Wechselfelder Niederfrequente magnetische Wechselfelder Hochfrequente elektromagnetische Wellen Elektrische Gleichfelder Magnetische Gleichfelder Gesundheitliche Relevanz Feldquellen Maßnahmen zur Reduzierung 5
Elektrosmog elektromagnetische Strahlung, die von elektrischen Leitungen, Geräten, Sendern o.ä. ausgeht Quelle: Duden Negativ besetztes Kunstwort für die Verschmutzung der Umwelt durch künstlich erzeugte Felder, Wellen, Strahlen Alle Leitungen, Geräte und Funktelefone im Haushalt strahlen diese Felder, Wellen, Strahlen ab wenn Spannung anliegt oder Strom fließt Kritisch wenn dies unmittelbar am Schlafplatz stattfindet Es gibt kaum noch einen Quadratmeter ohne! Jede machbare Risikoreduzierung ist anzustreben Quelle: Standard der baubiologischen Messtechnik SBM 6
Die Stressfaktoren im Einzelnen 1. Niederfrequente elektrische Wechselfelder Entstehen wenn Spannung in elektrischen Leitungen, Steckdosen, Schaltern, Verteilerdosen anliegt Frequenz 50 Hz Messung der Feldstärke in Volt pro Metern V/ m Messung der kapazitiven Ankopplung in mv können relativ leicht reduziert oder abgeschirmt werden 7
Gesundheitliche Relevanz Gerade niedrige Frequenzen der Stromversorgung ähneln den körpereigenen bioelektrischen Funktionen Jeder Körper individuell Resonanzfähig Es gibt verhältnismäßig wenig Forschung zu der gesundheitlichen Relevanz der elektrischen Wechselfelder Es wurden biologische Effekte nachgewiesen u.a. Anstieg des Leukämierisikos Grenzwert reguliert nur akute körperinterne Reizströme die zu Muskelkrampf und Herzkammerflimmern führen viele individuelle Berichte und Beobachtungen bei langfristig einwirkenden schwächeren Feldern: Nervosität, Schlafstörung, Zellstörung, Störung des Hormonhaushalt, Migräne, Depressivität, Hyperaktivität, Schwindel 8
Grenz-und Empfehlungswerte im Vergleich DIN/VDE 0848: Arbeit 20.000 V/m Bevölkerung 7000 V/m BImSchV: 5000 V/m TCO: 10 V/m US-Kongress /EPA: 10 V/m Kinderleukämie-Studien: 10 V/m Studien oxidativer Stress, Bildung freier Radikale, Melatoninabsenkung: 20 V/m Baubiologie SBM 2008: < 1 V/m BUND: 0,5 V/m Natur: < 0,0001 V/m 9
Die Stressfaktoren im Einzelnen 2. Niederfrequente magnetische Wechselfelder Entstehen wenn Geräte eingeschaltet werden, d.h. Strom fließt: Installationen, Kabeln, Geräten, Trafos, Motoren, Frei- und Erdleitungen, Hochspannungsleitungen, Bahn... Frequenz 50 Hz aber auch 16,7 Hz Bahnstrom Messung der magnetischen Flussdichte in Nanotesla nt können durch Abstand oder Abschaltung reduziert werden Abschirmung schwer oder nicht möglich 10
Gesundheitliche Relevanz Potenziell Krebserregend (WHO) Müdigkeit Kopfschmerzen Allergien Atemnot Genereller Einfluss auf das vegetative Nervensystem 11
Grenz-und Empfehlungswerte im Vergleich DIN/VDE 0848: Arbeit 5.000.000 nt Bevölkerung 400.000 nt BImSchV: 100.000 nt Schweiz 1000 nt WHO/IARC 300-400 nt potentiell krebserregend TCO: 200 nt US-Kongress/EPA: 200nT DIN 0107 (EEG): 200 nt Bioinititative: 100 nt Baubiologie SBM 2008: 10 nt BUND: 10 nt Natur <0,0002 nt 12
Die Stressfaktoren im Einzelnen 3. Hochfrequente elektromagnetische Wellen Mobilfunk, Daten-, Bündel-, Flug-, Richt-, Rundfunk, Radar, Militär, Schnurlostelefone, drahtlose Netzwerke, Funkgeräte... Entstehen im Frequenzbereich über 300 khz Messung der Strahlungsdichte in Mikrowatt pro Quadratmeter µw/m² Können reduziert und abgeschirmt werden 13
Gesundheitliche Relevanz Sehr gute Datenlage durch enormen Forschungsaufwand, aufgrund Institutionelle Korruption (Prof. Adlkofer 2012, Harvard) schützten die gesetzlichen Grenzwerte bisher die Strahlen und nicht den Bürger Tumorbildung Stress, Burnout Depressionen Agressivität Hyperaktivität Elektrohypersensibilität 14
Grenz-und Empfehlungswerte im Vergleich DIN/VDE 0848: Arbeit bis 1.000.000.000 µw/m² Bevölkerung bis 10.000.000 µw/m² BImSchV: bis 10.000.000 µw/m² Mobilfunk : Schweiz bis 100.000 µw/m² Salzburger Resolution/ Ärztekammer :1000 µw/m² BioInitiative 1000 µw/m², außen EU-Parlament STOA 100 µw/m² Salzburg 10 µw/m² außen, 1 µw/m² innen EEG-Immunstörungen: 1000 µw/m² Handyfunktion: >0,001 µw/m² Natur :< 0,000.001 µw/m 15
Die Stressfaktoren im Einzelnen 4. Elektrische Gleichfelder Elektrostatik Synthetikteppiche, -gardinen, -textilien, Kunststofftapeten, Lacke, Oberflächenbeschichtungen, Stofftiere, Bildschirme... Messung der statischen elektrischen Oberflächenspannung (V) sowie deren Entladezeit (s) Können durch Materialwahl oder Erdung reduziert werden 16
Die Stressfaktoren im Einzelnen 5. Magnetische Gleichfelder Magnetostatik Stahlteile in Betten, Matratzen, Möbeln, Geräten, Baumasse...; Gleichstrom von Straßenbahn, Photovoltaikanlagen... Messung der Erdmagnetfeldverzerrung als statische räumliche Flussdichteabweichung (μt, Stahl) bzw. zeitliche Flussdichteschwankung (μt, Strom) sowie der Kompassabweichung ( ) Können durch Materialwahl oder Entmagnetisierung reduziert werden 17
Feldquellen elektrische Wechselfelder am Schlafplatz 18
Maßnahmen zu Reduzierung Solide Qualität der Elektroanlage Netzfreie Bereiche schaffen Netzabkoppler, Funkschalter, schaltbare Steckdosenleisten Verbraucher direkt an der Steckdose abschalten Abgeschirmte Elektroleitungen verlegen Abgeschirmte Lampen am Nachtisch und Schreibtisch verwenden Abgeschirmte Steckdosenleitungen und Kaltgerätestecker verwenden Für großflächige Abschirmungsmaßnahmen vorab immer einen baubiologischen Messtechniker kontaktieren 19
Feldquellen magnetische Wechselfelder am Schlafplatz 20
Maßnahmen zur Reduzierung Dauerstromverbraucher nicht in der Nähe des Schlafplatz 1-2 m Abstand zu stromführenden Leitungen und Geräten Funkschalter oder schaltbare Steckdosenleiste für Niedervoltgeräte Verzicht auf elektrische Fußbodenheizung Einwandfreie Erdung der elektrischen und sanitären Installation Überprüfung des Schlafplatz durch Baubiologin Überprüfung der Immissionen bei Kauf-oder Mietentscheidung 21
Feldquellen Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz) 22
Maßnahmen zur Reduzierung Gespräche kurz halten Schnurgebundene Telefone bevorzugen Beim Versenden von SMS das Handy vom Körper fernhalten Handy während des Gesprächsaufbaus nicht an den Kopf halten: Es strahlt in dieser Phase in der Regel mit maximaler Leistung Nachts Handy ausschalten Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren: Das Handy wählt sich in jede neue Funkzelle ein und strahlt mit voller Leistung Nicht bei schlechtem Empfang telefonieren oder Daten laden- am besten in Flugmodus schalten In Schulen und Kindergärten zumindest Flugmodus einschalten Apps mit dauerndem Datenverkehr abschalten Emails anfordern und nicht automatisch laden 23
Lesen Wolfgang Maes: Stress durch Strom und Strahlung Diagnose Funk: Elektrosmog im Alltag IBN Büchershop: www.baubiologie.net Diagnose Funk: www.diagnose-funk.org Verband Baubiologie: www.verband-baubiologie.de Biologa Shop: www.biologa.de 24
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