KLIMAATLAS REGION STUTTGART

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Klimaanalyse (C 6.1, C 6.2) Ein wesentlicher Bestandteil des Klimaatlasses für die Region ist die Erstellung einer Klimaanalyse-Karte, die die lokalklimatischen Gegebenheiten in diesem Gebiet als flächenhafte Übersicht darstellt (Karte 6.1). Das bereits beschriebene Datenmaterial, topographische Karten, Stadtkarten, Flächennutzungsplan und Luftbildplan bilden hierzu wesentliche Grundlagen. Auf GIS-Ebene liegt das Kartenmaterial als Shapefiles vor. Ergänzend zur Übersichtskarte gibt es die Klimaanalysenkarten und Planungshinweiskarten in Einzelkarten im Maßstab 1:25 000 auf der Grundlage der Topografischen Karte TK 25 (Abb. C-8). Dies ist in Karte C6.2 beispielhaft dargestellt Die Ausweisung der Klimatope und der Kaltluftsammelgebiete ist nicht parzellenscharf; es ergeben sich Toleranzen bis zu 100 m, da sowohl die inhaltliche Festlegung der Grenzen unter Berücksichtigung von Übergangsbereichen als auch die Zeichengenauigkeit aufgrund der verwendeten Arbeitsmaterialien einkalkuliert werden muss. Für genauere Aussagen sind fachliche Detailgutachten notwendig. Die in den Karten verwendeten Signaturen und Symbole entsprechen weitgehend der VDI Richtlinie 3787, Blatt 1. Klimatope Klimatope beschreiben Gebiete mit ähnlichen mikroklimatischen Ausprägungen. Diese unterscheiden sich vornehmlich nach dem thermischen Tagesgang, der vertikalen Rauhigkeit (Windfeldstörung), der topographischen Lage bzw. Exposition und vor allem nach der Art der realen Flächennutzung. Als zusätzliches Kriterium spezieller Klimatope wird das Emissionsaufkommen herangezogen. Da in besiedelten Räumen die mikroklimatischen Ausprägungen im wesentlichen durch die reale Flächennutzung und insbesondere durch die Art der Bebauung bestimmt werden, sind die Klimatope nach den dominanten Flächennutzungsarten bzw. baulichen Nutzungen benannt. Abb. C-8: Kartenschnitt für die Einzelkarten im GIS Gewässer-Klimatop Das Gewässer-Klimatop (insbesondere großflächige Gewässer) hat gegenüber der Umgebung einen ausgleichenden thermischen Einfluss durch schwach ausgeprägte Tages- und Jahresgänge; dort sind die Lufttemperaturen im Sommer tagsüber niedriger und nachts höher als in der Umgebung. Das Gewässer-Klimatop zeichnet sich durch hohe Luftfeuchtigkeit und Windoffenheit aus. 148

Freiland-Klimatop Das Freiland-Klimatop weist einen extremen Tages- und Jahresgang der Temperatur und Feuchte sowie sehr geringe Windströmungsveränderungen auf. Damit ist eine intensive nächtliche Frisch- und Kaltluftproduktion verbunden. Dies trifft insbesondere auf ausgedehnte Wiesen- und Ackerflächen sowie auf Freiflächen mit sehr lockerem Gehölzbestand zu. Wald-Klimatop Das Wald-Klimatop zeichnet sich durch stark gedämpfte Tages- und Jahresgänge der Temperatur und Feuchte aus. Während tagsüber durch die Verschattung und Verdunstung relativ niedrige Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit im Stammraum vorherrschen, treten nachts relativ milde Temperaturen auf. Zudem wirkt das Blätterdach als Filter gegenüber Luftschadstoffen, so dass die Waldklimatope als Regenerationszonen für die Luft und als Erholungsraum für den Menschen insbesondere auch in Stadtnähe geeignet sind. Grünanlagen-Klimatop Innerörtliche, parkartige Grünflächen wirken aufgrund des relativ extremen Temperatur- und Feuchte-Tagesganges und der damit verbundenen Kalt- und Frischluftproduktion ausgleichend auf die bebaute und meist überwärmte Umgebung. Größere Grünflächen dienen als Ventilationsschneisen. Innerörtliche Grünflächen mit dichtem Baumbestand stellen durch Verschattung tagsüber kühle Ausgleichsflächen mit höherer Luftfeuchtigkeit gegenüber der stark erwärmten Umgebung in der bebauten Struktur dar. Gartenstadt-Klimatop Das Gartenstadt-Klimatop umfasst bebaute Flächen mit offener, ein- bis dreigeschossiger Bebauung und reichhaltigen Grünflächen. Gegenüber dem Freiland-Klimatop sind alle Klimaelemente leicht modifiziert, wobei eine merkliche nächtliche Abkühlung stattfindet und Regionalwinde nur unwesentlich gebremst werden. Speziell in den Hanglagen wie z.b. in Stuttgart haben diese Flächen eine wichtige klimatische Bedeutung (Rahmenplan Halbhöhenlagen, 2008) Abb. C-9: Freiland-Klimatop Abb. C-10: Grünanlagen-Klimatop 149

Stadtrand-Klimatop Das Stadtrand-Klimatop wird durch dichter stehende, maximal dreigeschossige Einzelgebäude, Reihenhäuser oder Blockbebauung mit Grünflächen oder durch maximal 5-geschossige freistehende Gebäude mit Grünflächen bestimmt. Die nächtliche Abkühlung ist stark eingeschränkt und im wesentlichen von der Umgebung abhängig. Die lokalen Winde und Kaltluftströme werden behindert, während Regionalwinde stark gebremst werden. Stadt-Klimatop Mehrgeschossige geschlossene Bebauung mit wenig Grünflächenanteilen und freistehenden Hochhäusern prägen das Stadt-Klimatop. Bei starker Aufheizung am Tage ist die nächtliche Abkühlung sehr gering. Dadurch entsteht gegenüber der Umgebung ein Wärmeinseleffekt mit relativ niedriger Luftfeuchtigkeit. Die dichte und hohe Bebauung beeinflusst die regionalen und überregionalen Windsysteme in erheblichem Umfang, so dass der Luftaustausch eingeschränkt ist und eine insgesamt hohe Schadstoffbelastung besteht. In den Straßenschluchten sind sowohl hohe Luftschadstoff- und Lärmbelastungen als auch böenartige Windverwirbelungen anzutreffen. Abb. C-11: Stadtrand-Klimatop Stadtkern-Klimatop Dichte und hohe innerstädtische Bebauung mit sehr geringen Grünanteilen führt tagsüber zu starker Aufheizung und nachts zur Ausbildung einer deutlichen Wärmeinsel bei durchschnittlich geringer Luftfeuchtigkeit. Die massive Bebauung führt zusammen mit der ausgeprägten Wärmeinsel zu bedeutender Beeinflussung der regionalen und überregionalen Winde. Insgesamt besteht eine hohe Schadstoffbelastung. In den Straßenschluchten treten neben böenartigen Windverwirbelungen hohe Luftschadstoff- und Lärmbelastungen auf. Gewerbe-Klimatop Das Gewerbe-Klimatop entspricht im wesentlichen dem Klimatop der verdichteten Bebauung, d.h.: Wärmeinseleffekt, geringe Luftfeuchtigkeit, Abb. C-12: Stadtrand-Klimatop (mit Kaltluftsee) 150

erhebliche Windfeldstörung. Zusätzlich sind vor allem Zufahrtsstraßen und Stellplatzflächen sowie erhöhte Emissionen zu nennen. Im nächtlichen Wärmebild fällt teilweise die intensive Auskühlung im Dachniveau großer Hallen auf (insbesondere mit Blechdächern), während die von Gebäuden gesäumten Straßen und Stellplätze weiterhin stark erwärmt bleiben. Industrie-Klimatop Das Industrie-Klimatop ist mit dem Stadtkern- und Stadt-Klimatop vergleichbar, weist aber großflächige Verkehrsflächen und weit höhere Emissionen auf (immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen). Bei intensiver Aufheizung am Tage bildet sich auch nachts aufgrund der Ausdehnung versiegelter Flächen eine deutliche Wärmeinsel aus, obwohl die Dächer der Hallen teilweise bemerkenswert auskühlen. Die am Boden befindlichen Luftmassen sind erwärmt, trocken und mit Schadstoffen angereichert. Die massiven Baukörper und die bodennahe Erwärmung verändern das Windfeld wesentlich. Bahnanlagen-Klimatop Das Bahnanlagen-Klimatop ist durch eine intensive Erwärmung am Tag und eine rasche nächtliche Abkühlung gekennzeichnet; allerdings liegen die Oberflächentemperaturen dort höher als im Freiland. Die Gleiskörper sind aufgrund ihrer geringfügigen Überbauung windoffen und dienen in bebauten Gebieten oftmals als Luftleitbahnen bzw. Luftaustauschflächen. Ihre Berücksichtigung als Klimatop erfolgt ab einer Breite von ca. 50 m, d.h. nur im Falle mehrgleisiger Bahnstrecken. Kaltluftbereiche, Besonderheiten der Reliefstruktur Die Belüftung der Siedlungsgebiete durch Kaltluftfluss hat eine wesentliche Funktion insbesondere während austauscharmer Wetterlagen. Deshalb sind die Kaltluftentstehungs- und Kaltluftsammelgebiete, welche die nächtliche Frischluftzufuhr bewirken, in dieser Karte besonders gekennzeichnet. Weitere Darstellungen sind Kaltluftstaubereiche, Verengungen in Tälern, Hangabwinde, Berg- und Talwinde und Luftleitbahnen für regionale Winde sowie Angaben zur Luftbelastung. Abb. C-13: Bahnanlagen-Klimatop Abb. C-14: Kaltluftentstehungsflächen beim Nassachtal 151

Belastungen durch Verkehrsemissionen Die Hauptverkehrsstraßen wurden anhand der durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärken (DTV), die aktuellen Zählungen und Berechnungen entnommen sind, in drei Gruppen unterteilt und durch die Breite der Rasterbänder differenziert dargestellt. Piktogramme Mittels Piktogrammen (nur in den Karten mit hoher Auflösung im GIS!) sind Gebiete erhöhter Hausbrand- bzw. Verkehrsemissionen, intensiv emittierender Betriebe in den jeweiligen Klimatopflächen gekennzeichnet. Weitere Piktogramme weisen auf lokale Besonderheiten hin, die für die betreffenden Flächen Bedeutung haben. Die Windrose stellt die prozentuale Verteilung der Windrichtungshäufigkeit im Jahresmittel an einem Messpunkt dar. Abb. C-15: Verkehrsadern (Echterdinger Ei) 152

Klimaatlas Region Stuttgart C Analysekarte Landkreis Ludwigsburg 6.1 Klima-Analyse Die Übersichtskarte der Klimaanalyse zeigt die Klimatope, Kaltluftbereiche, Luftaustauschbahnen sowie durch Verkehrsemissionen belastete Gebiete. Die Klimatope besitzen auf Grund ihrer Nutzung unterschiedliche Klimarelevanz. Legende Klimatope Rems-Murr-Kreis Bahnanlagen Industrie Gewerbe Stadtkern Stadt Stadtrand Gartenstadt Grünanlagen Stadtkreis Stuttgart Wald Freiland Gewässer Belastung durch Emission extreme Verkehrsbelastung sehr hohe Verkehrsbelastung hohe Verkehrsbelastung Kaltluftbereiche Kaltluftproduktionsgebiete Kaltluftsammelgebiete Landkreis Böblingen Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Kaltluftstau Luftaustausch Berg-/Talwindsystem Luftleitbahn unbelastet Luftleitbahn belastet Regionsgrenze Kreisgrenze Datengrundlage: Klimatope; Büro Lohmeyer, Karlsruhe, 2007. DHM, Verwaltungsgrenzen; Verband Region Stuttgart, 2005. Bearbeitung und Kartographie: Dipl.-Geogr. Heide Esswein, 2007. 0 2,5 5 10 15 Kilometer 153

Klimaatlas Region Stuttgart Analysekarte 6.2 Klima-Analyse TK7121 Legende Klimatope Bahnanlagen-Klimatop: extremer Termperaturtagesgang, trocken, windoffen, Luftleitbahn. Industrie-Klimatop: intensiver Wärmeinseleffekt, z.t. starke Windfeldstörung, problematischer Luftaustausch, hohe Luftschadstoffbelastung (großräumig bedeutend). Gewerbe-Klimatop: starke Veränderung aller Klimaelemente, Ausbildung des Wärmeinseleffektes, teilweise hohe Luftschadstoffbelastung. Stadtkern-Klimatop: intensiver Wärmeinseleffekt, geringe Feuchte, starke Windfeldstörung, problematischer Luftaustausch, Luftschadstoffbelastung. Stadt-Klimatop: starke Veränderung aller Klimaelemente gegenüber dem Freiland, Ausbildung einer Wärmeinsel, Luftschadstoffbelastung. Stadtrand-Klimatop: wesentliche Beeinflussung von Temperatur, Feuchte und Wind; Störung lokaler Windsysteme. Gartenstadt-Klimatop: geringer Einfluss auf Temperatur, Feuchte und Wind. Grünanlagen-Klimatop: ausgeprägter Tagesgang der Temperatur und Feuchte, klimatische Ausgleichsfläche in der Bebauung. Wald-Klimatop: stark gedämpfter Tagesgang von Temperatur und Feuchte, Frisch-/Kaltluftproduktion, Filterfunktion. Freiland-Klimatop: ungestörter stark ausgeprägter Tagesgang von Temperatur und Feuchte, windoffen,starke Frisch-/Kaltluftproduktion. Gewässer-Klimatop: thermisch ausgleichend, hohe Feuchtigkeit, windoffen. Kaltluftbereiche Kaltluftproduktionsgebiete: nächtliche Kalt-/Frischluftproduktion auf Freiflächen. Kaltluftsammelgebiete: Kaltluftsammlung in relativen Tieflagen, Kaltlufttransportbahnen. Kaltluftstau durch Strömungshindernis. Bodeninversionsgefährdete Gebiete. Luftaustausch Berg-/Talwindsystem: intensiver Kaltluftstrom. Hangabwinde: flächenhafter Kaltluftabfluss. Luftleitbahn unbelastet: Täler, Sattellagen. Luftleitbahn belastet: Emittenten in Tälern, Sattellagen. Windrose: Windrichtungshäufigkeiten. Belastung durch Emissionen Straße mit extremer Verkehrsbelastung: extreme Luft-/Lärmbelastung. Straße mit sehr hoher Verkehrsbelastung: sehr hohe Luft-/Lärmbelastung. Straße mit hoher Verkehrsbelastung: hohe Luft-/Lärmbelastung. Gewerbe und Industrie: relativ hohe Schadstoffemissionen. Wohnen: relativ hohe Hausbrandemissionen. Fachliche Bearbeitung: T.Nagel, Büro Lohmeyer, Karlsruhe; J.Baumüller, Abteilung Stadtklimatologie, Amt für Umwelt, Stadt Stuttgart, 2007. Datengrundlage: Thermalbefliegung; Firma Spacetec, 29./30. August 2005. Kaltluftmodellierung, Windfeldmodellierung; Büro Lohmeyer, Karlsruhe, 2007. Luftbildplan; ATKIS-DOP @ Landesvermessungsamt Baden-Württermberg (www.lv-bw.de) Az: 2851.9-1/19, 2002/2003 Klimaelementekarten; DWD, Büro Lohmeyer, Karlsruhe, 2007. Verkehrsdaten; Wirtschaftsverkehrsmodell, PTV, Karlsruhe, im Auftrag des Verband Region Stuttgart, 2007. Emissionskataster; Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, 2004. Kartengrundlage: ATKIS-DTK25 @ Landesvermessungsamt Baden-Württermberg (www.lv-bw.de) Az: 2851.9-1/19, 2005. GIS-Bearbeitung u. Kartographie: H. Esswein, 2007. 7218 0 154 250 500 1.000 1.500 Meter TKÜbersicht 6919 6920 6921 6922 6923 7019 7020 7021 7022 7023 7024 7119 7120 7121 7122 7123 7124 7219 7220 7221 7222 7223 7224 7225 7324 7325 7424 7425 7318 7319 7320 7321 7322 7323 7418 7419 7420 7421 7422 7423