Flurreglement. der. Einwohnergemeinde Walterswil SO



Ähnliche Dokumente
I. Allgemeine Bestimmungen 3. II. Organe und Zuständigkeiten 3. III. Weganlagen und Vermarkungen 4. IV. Entwässerungen 5. V. Bäume und Hecken 6

FLURREGLEMENT. Einwohnergemeinde Schnottwil

- 56 lit. a) des Gemeindegesetzes vom 16. Februar die Verordnung über das kantonale Bodenverbesserungswesen vom 27.

F L U R R E G L E M E N T DER EINWOHNERGEMEINDE BIBERIST

Einwohnergemeinde 4512 Bellach. Flurreglement. vom 10. Dezember 2008

F L U R R E G L E M E N T

Gemeinde Kienberg. Flurreglement

I. Allgemeine Bestimmungen

Flurreglement. vom 19. September Die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Oensingen, gestützt auf

F L U R R E G L E M E N T

Flur- und Wegereglement

F L U R R E G L E M E N T

GEMEINDE HORNUSSEN. Strassenreglement

BÜRGERGEMEINDE NUNNINGEN ALLMENDREGLEMENT

GEMEINDE GIPF-OBERFRICK STRASSENREGLEMENT. Juni Entwurf 8. Juni 200

Reglement. über das. Parkieren auf öffentlichem Grund

Gemeinde Wiliberg STRASSENREGLEMENT

- 2 - Inhaltsverzeichnis. Strassenreglement 3

Gemeinde Unterlunkhofen

Privatstrassen und (Fuss-) Wege sind von Privaten erstellte Strassen und Wege, die nicht dem Gemeingebrauch zugänglich sind.

Gemeinde Gansingen. Strassenreglement

Strassenreglement

Gemeinde Laufenburg STRASSENREGLEMENT

Organisationsverordnung für das Tagungszentrum Rügel (Organisationsverordnung Rügel)

Gemeinde Leibstadt STRASSENREGLEMENT

Verordnung über die Investitionshilfen in der Landwirtschaft

Hundeverordnung. vom 10. Januar 2006

Verordnung der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn betreffend die obligatorische Krankenversicherung

Gemeinde Zuzgen STRASSENREGLEMENT

Strassenreglement H:\JBEN\Reglemente\Aktuell\Strassenreglement\ strassenreglement.doc

Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Stromversorgung (Kantonales Stromversorgungsgesetz, kstromvg)

Reglement. Entlastungsleistungen bei der Pflege zu Hause

Einführungsgesetz zum Nationalstrassengesetz (EGzNSG) 1

Reglement zum Vollzug des Parkierreglements srs vom 24. September

EINWOHNERGEMEINDELAUSEN REGLEMENT KINDER- UND JUGENDZAHNPFLEGE

Einwohnergemeinde Wimmis. Verordnung Fachkommission Lawinenschutz

Kurtaxen- und Beherbergungsreglement vom 24. November 2008

Stadt Stein am Rhein StR

Reglement über die Vermietung der Festbänke

Gemeinde Othmarsingen. Antennenanschlussreglement

Datenschutzreglement. Einwohnergemeinde Kandersteg

Gesetz über den Natur- und Heimatschutz im Kanton Schaffhausen

Politische Gemeinde Arbon. Reglement über das Landkreditkonto

GEMEINDE JONEN. Strassenreglement. der Gemeinde Jonen

Reglement über Gemeindebeiträge an die schulergänzenden Betreuungsangebote der Gemeinde Allschwil

Personal- und Besoldungsreglement der. Einwohnergemeinde Beromünster

III. Förderprogramm Gebäude

EINWOHNERGEMEINDE SISSACH. Reglement über die Organisation der Sozialhilfe der Einwohnergemeinde Sissach

Feuerwehrreglement 9. Dezember 1996

Dieses Gesetz regelt die Aktenführung, die Archivierung und die Benutzung der Unterlagen

Gemischte Gemeinde Aeschi. Reglement über die Benützung der öffentlichen Parkplätze der Gemischten Gemeinde Aeschi

Gemeinde Remigen STRASSENREGLEMENT. Mai 2015 / Gemeindeversammlung

Reglement über den Schulzahnarztdienst

Reglement für die Schiff-Standplätze

E I N W O H N E R G E M E I N D E R Ö S C H E N Z. Reglement über die. Kinder- und Jugendzahnpflege

Verordnung über die Aufnahme von Kindern zur Pflege und zur Adoption (Pflege- und Adoptionskinderverordnung, PAKV) 1)

REGLEMENT ÜBER DIE ORGANISATION DER SOZIALHILFE

Reglement über die. Finanzierung von. Strassen

Satzung über den Anschluss der Grundstücke an die öffentliche Wasserversorgungsanlage und deren Benutzung in der Stadt Freiburg i. Br.

Reglement der Stromversorgung

Reglement über die Gebühren für das Parkieren auf öffentlichem Grund

Vom 2. Oktober 1937 (Stand 2. Oktober 1937)

Politische Gemeinde Eschenz. Reglement über das Bestattungswesen

Berieselungsreglement der GEMEINDE Törbel

1 Das Strassenreglement gilt für alle öffentlichen Strassen; für Privatstrassen nur soweit, als diese erwähnt sind.

Die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Riedholz, gestützt auf das kantonale Gesetz über die Schulzahnpflege 1, beschliesst:

Kurtaxen-Reglement Inhaltsverzeichnis. vom 12. November 1986

Reglement über die Organisation der Sozialhilfe

Gemeinde Oberrohrdorf-Staretschwil STRASSENREGLEMENT

Nr 231 REGLEMENT ÜBER DIE VERWENDUNG VON MEHRWERTABGABEN

Reglement über die Organisation der Sozialhilfe der Einwohnergemeinde Dittingen

GEMEINDE VILLIGEN. Reglement der Elektrizitätsversorgung Villigen

Stadt Frauenfeld. Datenschutzreglement

Statuten. der Elektrizitätsgenossenschaft Aristau

Gemeinde Walchwil. Verordnung zum Gesetz über die Beherbergungsabgabe

Schulzahnpflegereglement EINWOHNERGEMEINDE RODERSDORF

Betriebs- und Benützungsreglement für Sportanlage Bachmatten Muri inkl. Skateboard-Anlage

Reglement über die Organisation der Sozialhilfe der Gemeinde Rothenfluh

15-9. Reglement über die Organisation der Sozialhilfe der Einwohnergemeinde Birsfelden

Synopse. Teilrevision Grundeigentümerbeitragsverordnung Änderung der Kantonalen Verordnung über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren (GBV)

I. Verfahren bei der Handelsregistereintragung A. Sitzverlegung an einen bestimmten Ort in der Schweiz (Art. 4 Abs. 1 des BRB) vom 12.

17. Mai Verordnung über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV)

Personal- und Besoldungs-Verordnung. erordnung der Einwohnergemeinde Schüpfheim. vom 2. Februar 2012

INTERNES REGLEMENT DER GEMEINDE NATERS

Kanton Zürich Gemeinde Dietlikon. Verkehrsberuhigungs- und Parkierungskonzept. Parkkartenreglement. Suter von Känel Wild AG

Schulzahnpflegereglement der Einwohnergemeinde Gunzgen

vom 26. November 2004

Reglement. zum. Öffentlichkeitsprinzip. und. Datenschutz

G E M E I N D E U N T E R K U L M. Strassenreglement

Abfallentsorgungsgebührensatzung Mitteilungsblatt

Reglement Anstellungsbedingungen Gemeindeammann und Gemeinderäte v

Stadt Frauenfeld. Reglement über die Bodenpolitik

Reglement Mediator SAV / Mediatorin SAV

RICHTLINIE über die Strassenbenennung und Gebäudenummerierung. vom 05. März 2003

Reglement. über die Benützung der Räume im Werkhof. (vom )

Transkript:

Flurreglement der Einwohnergemeinde Walterswil SO

Inhaltsverzeichnis Seite I. Allgemeine Bestimmungen 3 II. Organe und Zuständigkeiten 3 III. Weganlagen und Grenzzeichen 4 IV. Entwässerungen 6 V. Bäume und Hecken 6 VI. Bestimmungen über die Haftpflicht 7 VII. Erstellung und Ausbau von Fluranlagen 7 VIII. Vollstreckung und Bestrafung 8 IX. Übergangs- und Schlussbestimmungen 9

Flurreglement der Einwohnergemeinde Walterswil Die Einwohnergemeinde Walterswil, gestützt auf die Verordnung über das Bodenverbesserungswesen vom 7. Dezember 1960, das Kant. Planungs- und Baugesetz vom 3. Dezember 1978 und die Kantonale Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 14. November 1980, beschliesst: I. Allgemeine Bestimmungen 1 Zweck und Geltungsbereich Dieses Reglement regelt die Benützung, den Unterhalt und die Erneuerung sämtlicher der landwirtschaftlichen Nutzung dienenden und der Einwohnergemeinde gehörenden Fluranlagen, d.h. a) der Wege und Brücken (Flurwegnetz) b) der Entwässerungsanlagen im Gemeindegebiet (alles) c) der Hecken und Biotope unter Berücksichtigung allfälliger Vereinbarungen gemäss Kant. Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft d) Grenzzeichen Allgemeine Pflichten Benützung Zur Erhaltung der Funktionstüchtigkeit haben die Bewirtschafter die Fluranlagen sorgfältig zu benützen. 3 Orientierung Die Grundeigentümer sind verpflichtet, die Bewirtschafter ihres Landes auf die Vorschriften dieses Reglements aufmerksam zu machen. 4 Ersatzvornahme Kommen die Pflichtigen den in diesem Reglement aufgeführten Bestimmungen nicht nach, trifft die Einwohnergemeinde auf Kosten der Säumigen nach erfolgloser Mahnung die erforderlichen Massnahmen. II. Organe und Zuständigkeiten 5 Gemeinderat Der Gemeinderat hat die Oberaufsicht über die in 1 genannten Fluranlagen. 6 Bau- und Werkkommission 1 Die Bau- und Werkkommission behandelt in erster Instanz alle die Fluranlagen betreffenden Geschäfte. Sie erteilt Aufträge im Rahmen ihrer Finanzkompetenz. Alle übrigen Geschäfte leitet sie mit Bericht und Antrag zur Beschlussfassung an den Gemeinderat weiter. 3

7 Ressortverantwortliche Der jeweilige Ressortverantwortliche der Bau- und Werkkommission kontrolliert regelmässig alle Fluranlagen und erstattet der Bau- und Werkkommission Bericht. 8 Gemeindeverwaltung Die Gemeindeverwaltung wird, sofern nötig, zur Erledigung der administrativen Arbeiten beigezogen. 9 Zutrittsrecht Die zuständigen Organe haben zur Ausübung der Kontrollen und zur Vornahme der erforderlichen Reparatur- und Unterhaltsarbeiten jederzeit das Recht auf Zutritt. Dem Bewirtschafter, bzw. dem Eigentümer ist vor der Ausübung dieses Rechtes rechtzeitig Mitteilung zu machen. 10 Kontrolle durch den Kanton Das Amt für Landwirtschaft überwacht den sachgemässen Unterhalt der Anlagen. Bei grösseren baulichen Massnahmen ist das Amt für Landwirtschaft zu orientieren. III. Weganlagen und Grenzzeichen A. Aufgaben der Gemeinde 11 Unterhalt und Neuanlagen 1 Ordentlicher Unterhalt, die Wiederherstellung sowie die Erstellung von neuen Anlagen sind Sache der Gemeinde. Diese kann für die Wiederherstellung sowie für neue Anlagen Beiträge gemäss 34 und 35 erheben. Für die aus den Unterhaltsarbeiten resultierenden Nachteile und Beeinträchtigungen besteht kein Anspruch auf Entschädigung. 1 Kontrolle der Wege Der Wegmacher hat die Wege auf ihre Sauberkeit, den Zustand und die ordnungsgemässe Entwässerung zu prüfen. Verschleissschichten sind rechtzeitig mit geeignetem Material zu erneuern. Strassenschächte sind stets frei zu halten und periodisch zu reinigen. 13 Schneeräumung auf Bewirtschaftungswegen Zum Schutze des Strassenkoffers vor Frost ist das Salzen und die Schneeräumung zu unterlassen, ausgenommen sind Strassen die ganzjährig bewohnte Liegenschaften erschliessen. B. Pflichten der Bewirtschafter und Grundeigentümer 14 Schutz und Sauberhaltung 1 Flurwege dürfen bei der Bewirtschaftung der Felder nicht beschädigt und nicht als Wendeplatz benützt werden. Entlang der Wege ist nach Möglichkeit ein Anhaupt zu pflügen. 4

Wege und Schächte, die bei Feldarbeiten mit Erde, Mist, etc. verschmutzt werden, sind jeden Tag durch den Verursacher zu reinigen. Im Unterlassungsfalle wird solches Material von der Einwohnergemeinde auf Kosten des Verursachers entfernt. 15 Schutz der Wegbankette 1 Wegbankette müssen ausreichend bewachsen sein, dürfen nicht gedüngt und nicht mit Pflanzenbehandlungsmitteln abgespritzt werden. Sie müssen in zweckdienlicher Art gepflegt werden. Auf 50 cm Abstand zum Strassenrand sind sie weder umzupflügen noch sonst wie zu beschädigen (vgl. 51 Kant. Bauverordnung). Die Wegbankette sind durch die Bewirtschafter zu mähen. 16 Unterhalt der Wegränder Das Abhacken der Wegränder geht nach Anweisung der Bau- und Werkkommision auf Kosten der Einwohnergemeinde. 17 Grenzzeichen Grenzzeichen sind zu beachten und müssen dauernd sichtbar gehalten werden. Bei Beschädigungen besteht sofortige Meldepflicht an die Bau- und Werkkommission. Für die Instandstellung durch den Nachführungsgeometer ist der Verursacher kostenpflichtig. 18 Äste 1 Äste von Hecken und Bäumen, die über die Grenze von öffentlichen Wegen hinausragen, sind vom Eigentümer oder Bewirtschafter bis auf eine Höhe von 4,0 m über Terrain sachgemäss zurück zu schneiden. Der Eigentümer hat keinen Anspruch auf Entschädigung. 19 Zäune Im Landwirtschaftsgebiet dürfen Zäune höchstens bis 50 cm zum Fahrbahnrand erstellt werden (vgl. 49 Kant. Bauverordnung). 0 Gesteigerter Gemeingebrauch Für aussergewöhnliche Inanspruchnahme der Wege und Brücken, wie beispielsweise durch Transporte von Holz, Baumaterialien, usw., kann die Gemeinde entsprechende Entschädigung für vermehrten Unterhalt oder vermehrte Reinigung fordern. 1 Wasserabfluss Die Bewirtschafter sorgen für einen ungehinderten Wasserabfluss von der Wegoberfläche. 5

IV. Entwässerung A. Aufgaben der Gemeinde Kontrolle Der Wegmacher hat die Entwässerungsanlagen der Flurwege periodisch zu kontrollieren. 3 Unterhalt Reinigung und Unterhalt der Haupt- und Sammelleitungen mit den dazugehörigen Schächten übernimmt die Gemeinde. Mangelhaft schliessende Schachtdeckel werden instandgestellt, beschädigte ersetzt. 4 Neue Anlagen 1 Die Wiederherstellung von Entwässerungsanlagen und die Erstellung von neuen Anlagen ist Sache der Gemeinde. Diese kann hiefür Beiträge gemäss 34 und 35 erheben. Neuerstellte Leitungen sind vor dem Eindecken durch die Bau- und Werkkommission zu kontrollieren und einzumessen sowie in den Ausführungsplänen nachzutragen. B. Pflichten der Bewirtschafter und Grundeigentümer 5 Meldepflicht Die Bewirtschafter haben jeden bemerkten Schaden an Schächten, Ausmündungen von Leitungen oder an anderen Teilen von Entwässerungsanlagen in ihren Grundstücken dem jeweiligen Ressortverantwortlichen der Bau- und Werkkommission und dem Grundeigentümer zu melden. 6 Schächte und Saugerleitungen 1 Schächte müssen jederzeit zugänglich sein. Sie dürfen weder tiefer gesetzt noch überdeckt werden. Der Unterhalt der Saugerleitungen ist Sache der Bewirtschafter und der Grundeigentümer. 7 Bäume Im Bereich von Entwässerungsanlagen dürfen keine Bäume und Sträucher angepflanzt werden, die für die Leitungen nachteilige Folgen haben. V. Bäume und Hecken 8 Neupflanzung Für Neupflanzung von Bäumen ist ein Abstand von 3 m zur Grundstückgrenze oder öffentlicher Strasse, für Sträucher ein solcher von m einzuhalten (EG zum ZGB). 6

9 Schutz Feldgehölze, Hecken, Bachufer, Wald und Waldränder dürfen nicht beweidet werden und sind beim Weidgang so abzuhagen, dass die Böschung, die Sträucher und Bäume nicht beschädigt werden. VI. Bestimmungen über die Haftpflicht 30 Haftung der Gemeinde 1 Für Schäden, die infolge mangelhaften Bauens, Unterhaltes oder Betriebes der Fluranlagen entstehen, haftet die Gemeinde als Werkeigentümer. Die Gemeinde haftet indessen nicht für durch höhere Gewalt verursachte Schäden und deren Folgen an oder auf privatem Eigentum. 31 Haftung des Verursachers 1 Für Schäden an Fluranlagen haftet der Verursacher nach den Regeln des Zivilrechtes. Für Schäden, verursacht durch schädliche Abwässer, haftet der Verursacher nach den eidgenössischen Gewässerschutzbestimmungen. VII. Erstellung und Ausbau von Fluranlagen 3 Neuanlagen - Begriff 1 Unter Leitungsbau fallen das vollständige Erneuern oder Verlegen von bestehenden Haupt-, Sammel- und Saugerleitungen sowie der Bau von neuen Haupt-, Sammel- und Saugerleitungen. Unter Wegebau fallen das vollständige Erneuern, der Einbau des Hartbelages, die Verbreiterung sowie das Verlegen von bestehenden Wegen und Brücken und auch die Erstellung von neuen Wegen. 33 Neuanlagen - Verfahren 1 Für Planung und Bau von neuen Fluranlagen gelten die Vorschriften der Baugesetzgebung. Für neue Einleitungen in einen Vorfluter bedarf es der Bewilligung des Amtes für Umwelt. 34 Erhebung von Beiträgen für Anlagen innerhalb der Bauzone Für den Leitungs- und Wegebau innerhalb der Bauzone werden Beiträge nach Massgabe der kommunalen Bau- und Erschliessungsvorschriften erhoben oder, wo solche fehlen, sinngemäss nach 35. 35 Erhebung von Beiträgen für Anlagen ausserhalb der Bauzone Ausserhalb der Bauzone erhebt die Gemeinde für den Leitungs- und Wegbau folgende Beiträge: 7

Ausbau a) Flurwege Bewirtschaftungswege 50 % Hauptwege 40 % b) Haupt- und Sammelleitungen sowie Schächte 50 % c) Saugerleitungen 70 % Neubau d) Flurwege Bewirtschaftungswege 60 % Hauptwege 50 % e) Haupt- und Sammelleitungen sowie Schächte 60 % f) Saugerleitungen 70 % 36 Festsetzung der Beiträge und Verfahren Für die Festsetzung der Beiträge und das Beitragsverfahren gelten sinngemäss die Bestimmungen des Kant. Planungs- und Baugesetzes und der Kantonalen Verordnung über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren. 37 Erhebung von Gebühren Die Erhebung von Anschluss- und Nutzungsgebühren richtet sich nach den kommunalen Bau- und Erschliessungsvorschriften, wobei im Einzelfall auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen ist. VIII. Vollstreckung und Bestrafung 38 Vollstreckung Die Vollstreckung richtet sich grundsätzlich nach dem Gesetz über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen vom 15. November 1970. 39 Einstellung der Bauarbeiten Werden bauliche Anlagen ohne Bewilligung oder nicht entsprechend den genehmigten Plänen ausgeführt, so sind die Bauarbeiten auf Verfügung der Bauund Werkkommission einzustellen. 40 Bestrafung 1 Die Bestrafung für Verletzungen der Bauvorschrift und der gestützt darauf erlassenen Einzelverfügungen richten sich nach dem kantonalen Planungs- und Baugesetz. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Reglements werden mit Busse durch den Friedensrichter bestraft. 8

IX. Übergangs- und Schlussbestimmungen 41 Rechtsschutz 1 Bei Streitigkeiten über die Anwendung und Auslegung dieses Reglements entscheidet der Gemeinderat auf Antrag der Bau- und Werkkommission. Gegen Entscheide des Gemeinderates in meliorationstechnischen Belangen kann beim Regierungsrat und in baurechtlichen Belangen beim Bau- und Justizdepartement innert 10 Tagen Beschwerde geführt werden. 3 Bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten kann gegen den Entscheid des Gemeinderates Beschwerde bei der kantonalen Schätzungskommission geführt werden. 4 Aufhebung bisherigen Rechts Mit dem Inkrafttreten dieses Reglements werden alle ihm zuwiderlaufenden Bestimmungen früherer Reglemente aufgehoben. 43 Inkrafttreten Dieses Reglement tritt nach der Genehmigung durch das Volkswirtschaftsdepartement rückwirkend auf das Datum des Beschlusses der Gemeindeversammlung in Kraft. Genehmigungsvermerke An der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 006 beschlossen. Anpassungen gemäss Amt für Landwirtschaft an der Gemeindeversammlung vom 8. November 008 beschlossen. Yvonne von Arx Gemeindepräsidentin Cornelia Hunziker Gemeindeschreiberin Vom Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Solothurn mit Verfügung vom 5. März 009 genehmigt. 9

Sachregister Seite: Allgemeine Bestimmungen...3 Allgemeine Pflichten...3 Äste...5 Aufgaben der Gemeinde, Entwässerung...6 Aufgaben der Gemeinde, Weganlagen und Grenzzeichen...4 Aufhebung bisherigen Rechts...9 Bau- und Werkkommission...3 Bäume und Hecken...6 Bäume...6 Beiträge und Verfahren, Festsetzung...8 Beiträge, Erhebung für Anlagen ausserhalb Bauzone...7 Beiträge, Erhebung für Anlagen innerhalb Bauzone...7 Benützung - allgemeine Pflichten...3 Bestimmungen über die Haftpflicht...7 Bestrafung und Vollstreckung...8 Bestrafung...8 Bewirtschafter, Pflichten Entwässerung...6 Bewirtschafter, Pflichten Weganlagen und Grenzzeichen...4 Schächte und Saugerleitungen...6 Einstellung der Bauarbeiten...8 Entwässerung...6 Ersatzvornahme - allgemeine Pflichten...3 Festsetzung der Beiträge und Verfahren...8 Fluranlagen, Erstellung und Ausbau...7 Gebühren, Erhebung...8 Gemeinderat...3 Gemeindeverwaltung...4 Gemeingebrauch, gesteigerter...5 Genehmigungsvermerke...9 Grenzzeichen...5 Haftpflicht, Bestimmungen über die...7 Haftung der Gemeinde...7 Haftung des Verursachers...7 Hecken und Bäume...6 Inkrafttreten...9 Kontrolle der Wege...4 Kontrolle durch den Kanton...4 Kontrolle der Entwässerung...6 10

Meldepflicht...6 Neuanlagen, Begriff...7 Neuanlagen, Verfahren...7 Neue Anlagen, Entwässerung...6 Neupflanzung, Bäume und Hecken...6 Organe und Zuständigkeiten...3 Orientierung - allgemeine Pflichten...3 Pflichten allgemein - Benützung...3 Pflichten allgemein - Ersatzvornahme...3 Pflichten allgemein - Orientierung...3 Pflichten der Bewirtschafter und Grundeigentümer, Entwässerung...6 Pflichten der Bewirtschafter und Grundeigentümer, Weganlagen und Grenzzeichen...4 Recht, Aufhebung bisheriges...9 Rechtsschutz...9 Ressortverantwortliche...4 Sauberhaltung und Schutz, Weganlagen und Grenzzeichen...4 Schächte und Saugerleitungen...6 Schluss- und Übergangsbestimmungen...9 Schneeräumung auf Bewirtschaftungswegen...4 Schutz, Bäume und Hecken...7 Schutz der Wegbankette...5 Schutz und Sauberhaltung, Weganlagen und Grenzzeichen...4 Übergangs und Schlussbestimmungen...9 Unterhalt, Entwässerung...6 Unterhalt und Neuanlagen, Weganlagen und Grenzzeichen...4 Unterhalt, Wegränder...5 Grenzzeichen und Weganlagen...4 Vollstreckung und Bestrafung...8 Vollstreckung...8 Wasserabfluss...5 Weganlagen und Grenzzeichen...4 Wegbankette, Schutz...5 Wege, Kontrolle...4 Zäune...5 Zuständigkeiten und Organe...3 Zutrittsrecht...4 Zweck und Geltungsbereich...3 11