Hautschädigung Leitlinie

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Transkript:

Hautschädigung Leitlinie Empfehlungen der Fachgesellschaft zur Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen

Herausgeber DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.v. Alexanderplatz 1 10178 Berlin Geschäftsführender Vorsitzender: Prof. Dr. med. Mathias Freund Telefon: +49 (0)30 27 87 60 89-0 Telefax: +49 (0)30 27 87 60 89-18 info@dgho.de www.dgho.de Ansprechpartner Prof. Dr. med. Bernhard Wörmann Medizinischer Leiter Quelle www.onkopedia.com Die Empfehlungen der DGHO für die Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen entbinden die verantwortliche Ärztin / den verantwortlichen Arzt nicht davon, notwendige Diagnostik, Indikationen, Kontraindikationen und Dosierungen im Einzelfall zu überprüfen! Die DGHO übernimmt für Empfehlungen keine Gewähr.

Inhaltsverzeichnis 1 Definition... 2 2 Risikofaktoren... 2 3 Anzeichen... 2 4 Differenzierung... 2 4.1 Gefahr einer Hautschädigung... 2 5 Unterdifferenzierungen... 2 5.1 Trockene Haut... 2 5.2 Hautausschlag... 3 5.3 Schleimhaut... 3 5.4 Trockene Schleimhaut... 3 5.5 Geschädigte Mundschleimhaut... 3 5.6 Haar... 3 5.7 Nagel... 3 6 Literatur... 4 7 Anschriften der Verfasser... 4 1

Hautschädigung Stand: August 2012 Autoren: Harald Bielitz 1 Definition Veränderte Epidermis (Oberhaut) und/ oder Dermis (Lederhaut). (00046) [2] 2 Risikofaktoren [2] Medikamente Körperliche Immobilität Mechanische Faktoren (z. B. Scherkräfte, Druck, freiheitseinschränkende Maßnahmen) Feuchtigkeit Strahlung Veränderungen des Flüssigkeitshaushaltes Immunologische Defizite 3 Anzeichen [2] Schädigung der Hautoberfläche Zerstörte Hautschichten 4 Differenzierung 4.1 Gefahr einer Hautschädigung Risiko einer nachteiligen Hautveränderung. (00047) [2] 5 Unterdifferenzierungen 5.1 Trockene Haut Trockene Haut ist eine Art von Haut mit den spezifischen Merkmalen: raue, schuppige oder fade Epidermis, geringe Feuchtigkeit mit dem Risiko des Reißens besonders an den Händen, Füßen und an hervorstehenden Knochen wie Ellenbogen und Knien. (1A.1.1.1.10.1.1) [1] 2

5.2 Hautausschlag Hautausschlag ist eine Art von Haut mit den spezifischen Merkmalen: Ausbruch oder Auftreten einer Hautrötung mit verschiedenen Farben und Protuberanzen, lokalen Ödemen, Urtikaria, Bläschen und Juckreiz. (1A.1.1.1.10.1.3) [1] 5.3 Schleimhaut Schleimhaut ist eine Art von Integument mit den spezifischen Merkmalen: dünne keratinfreie Schichten zum natürlichen Schutz der inneren Oberfläche des Körpers, ein Schutzüberzug von Hohlräumen und Kanälen, die sich vom Körper nach außen öffnen, einschließlich der Hohlräume von Mund, Nase, Vagina, Verdauungskanal, Luftwege und dem urogenitalen Trakt; die Schleimhaut schützt die unterliegende Struktur, sondert Schleim ab, der verbundene Strukturen schmiert, absorbiert Wasser, Salze und anderes Gelöstes. (1A.1.1.1.10.2) [1] 5.4 Trockene Schleimhaut Trockene Schleimhaut ist eine Art von Schleimhaut mit den spezifischen Merkmalen: geringe Feuchte, Trockenheit, Fehlen der Sekretion mit dem Risiko von Abnutzung und Aufreißen besonders in den Deckschichten. (1A.1.1.1.10.2.1) [1] 5.5 Geschädigte Mundschleimhaut Schädigung der Lippen und/oder des weichen Gewebes der Mundhöhle. (00045) [2] 5.6 Haar Haar ist eine Art von Integument mit den spezifischen Merkmalen: feine fadenartige Strähnen, welche von der Körperoberfläche wachsen wie das Haar der Kopfhaut und das Gesichtshaar einschließlich Bart und Körperhaar. ( ) Intaktheit und Funktion besonders des Kopf- und Gesichtshaares stehen in Beziehung zur Elastizität, Textur und Dicke; Länge, Farbe und zum Erscheinungsbild einschließlich Sauberkeit, Vorhandensein oder Fehlen von Haar. (1A.1.1.1.10.5) [1] 5.7 Nagel Nagel ist eine Art von Integument mit den spezifischen Merkmalen: abgeflachte, elastische Struktur mit einer hornigen Textur am Ende eines Fingers oder einer Zehe, bestehend aus Wurzel, Körper und freiem Rand an den distalen Extremitäten. Die Intaktheit und die Funktion von Fingernägeln und Fußnägeln steht in Beziehung zu: Textur, Länge und Dicke, zum Schutz der Finger- und Zehenenden und als Hilfe beim Aufnehmen von kleinen Objekten; und ( ) der Farbe und des Aussehens einschließlich der Sauberkeit. (1A.1.1.1.10.6) [1] 3

6 Literatur 1. Hinz M, Dörre F, König P, Tackenberg P: ICNP Internationale Klassifikation für die Pflegepraxis. Verlag Hans Huber, Bern 2003. 2. NANDA International (Hrsg.): Pflegediagnosen Definitionen und Klassifikation 2009 2011. S. 323-325. S. 178-180/185. Recom, Kassel 2010. 7 Anschriften der Verfasser Harald Bielitz BSZ für Gesundheit und Sozialwesen Karl August Lingner Maxim-Gorki-Str. 39 01127 Dresden Tel: 0351 2069340 hbielitz@web.de 4