Hummel Bella Brummel

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Transkript:

Hummel Bella Brummel Etwas kitzelt in der Nase. Hatschi hatschi! Bella Brummel muss niesen. Etwas hat ihren Winterschlaf gestört. Ein gar nicht mehr so kalter Wind pustet in ihr Astloch. Den ganzen Winter hat sie hier verschlafen. Ja, ist es denn schon Frühling? fragt sich Bella. Ja, meine liebe Hummel säuselt der Wind es ist März. Also Zeit zum Aufstehen! Bella reckt und streckt sich. Das ist wichtig nach einigen Monaten im Traumland. Vorsichtig steckt Bella Brummel ihr Köpfchen aus dem Winterquartier. Der Himmel ist blau mit ein paar weißen Wattewölkchen. Ist ja alles noch ganz kahl! beschwert sich Bella. Na ja der Wind ist ganz geknickt Aber ein paar Blümchen gibt es schon. Schau mal : weiß und gelb und

blau. Bella sieht sich um. Langsam kommt sie ganz aus ihrer Höhle. Ganz vorsichtig bewegt sie ihre Flügel und ordnet ihren schwarzgelben Pelz. Ein wenig Körperpflege ist sicher nicht verkehrt. Bella weiß, ihr Name verpflichtet. Bella ist italienisch und heißt: Die Schöne. Unsere schöne Bella ist nun endlich richtig wach und nach einem so langen Winterschlaf unglaublich hungrig. Es bleibt ihr nichts Anderes übrig als loszufliegen und nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Also wird die nächste Wiese angeflogen. Oh, oh! Da ist ja wirklich noch nicht viel los sagt sich Bella. Aber besser als nichts. Bella Brummel nascht ein wenig von den weißen, den gelben und von den blauen Blumen. Viel Mitnascher sind auch noch nicht da. Die schlafen immer etwas länger als Bella.

Unter einer blauen Blume begegnet Bella ein graues Wesen mit einem langen Schwanz. Wer bist denn du? fragt sie Und hast du auch solchen Hunger? Ich bin Freddy Maus. wird Bella informiert Und Hunger hab ich fast immer. Bella fliegt zur nächsten Blüte. Ich hab den ganzen Winter nichts gegessen, weil ich geschlafen habe. Winterschlaf weißt du. Machst du auch Winterschlaf? Nee. Freddy schnüffelt mit seinem Näschen so wie Mäuse das nun mal tun. Dazu hab ich gar keine Zeit. Ich hab eine große Familie mit sieben Kindern! Da hast du wirklich keine Zeit zum Schlafen. Aber ich muss jetzt weiter. Ich hab ja solchen Hunger! Bella Brummel hebt ab. Ein ganzer Teppich gelber kleiner Blümchen taucht am Wiesenrand auf. Wie ganz viele winzige Sonnen stehen sie nebeneinander und wiegen sich ganz leicht im Wind.

Komm zu uns Bella. Wir haben schon auf dich gewartet. Wir haben was gegen deinen Hunger! Bella landet auf der nächsten Blüte. Ein wenig Blütenstaub fliegt auf. Bella muss niesen. Hatschi hatschi! Es wird ein richtiges Fest für die kleine Hummel. Von Blüte zu Blüte und überall wird sie freudig begrüßt. Endlich ist Bella wirklich pappsatt. Ich danke euch allen! Bis zum nächsten Mal! Unsere kleine Hummel fliegt weiter. Die Wiese ist ja so groß! Kleine braune Hügel wecken Bellas Neugierde. Uui! Wie komisch! Was sind das für Sandberge?! Plötzlich bewegt sich ein Hügel. Erde fliegt nach oben und zur Seite. Zwei kleine Schaufeln erscheinen und eine ziemlich spitze Nase folgt ihnen. Schnaubende und grummelnde Laute begleiten das Ganze. Hallo, sagt Bella wer bist denn du?

Grumpf, grumpf! Wer spricht denn da? Bella fliegt ein wenig näher. Ich bin Bella Brummel die Hummel. Kannst du mich nicht sehen? Bella wedelt noch ein wenig mit dem Flügeln. Sehen kann ich nicht viel. Nur hören. Ich bin Bonzo Bagger der Maulwurf. Weißt du nicht, dass Maulwürfe fast blind sind? Wir wohnen unter der Erde. Dort ist es stockfinster. Aber wir können sehr gut riechen und hören! Bella ist ganz verwirrt. Siehst du nie die Sonne? Kannst du die ganzen bunten Blumen nicht sehen? Das ist aber sehr schade. Bonzo Bagger wiegt den Kopf mir der spitzen Nase. Weißt du Bella, wenn man etwas nie gesehen hat, dann vermisst man es auch nicht. Du brauchst also nicht traurig sein, weil ich fast blind bin. In meiner Welt unter der Erde brauche ich nichts zu sehen. Ich habe eine riesige Wohnung mit ganz vielen Zimmern und sehr langen Gängen. Und diese Hügel, die du

überall siehst, das ist meine Klimaanlage. Da kommt frische Luft rein. Du siehst, es ist also alles ganz richtig so. Bella schaut Bonzo Bagger ein wenig mitleidig an: Ich bin froh, dass ich kein Maulwurf bin. Aber ich muss jetzt weiter. Die Wiese ist noch so groß! Leb wohl, lieber Bonzo Bagger! Bella Brummel fliegt über die kleinen Erdhügel davon. Plötzlich kreuzt etwas Buntes ihre Flugbahn. Wunderschöne Farben, zarte Flügel was das wohl ist? He du! ruft Bella Flattertier, wer bist denn du? Das bunte Wesen ist richtig empört. Ich bin kein Flattertier! Ich bin Isidor Pfauenauge. Ich bin ein Schmetterling! Und was bist du für ein gestreiftes Etwas? Bella ist doch sehr verwundert. Ich bin Bella Brummel, die Hummel. Kennst du mich nicht? Nein, Isidor kennt Bella nicht. Er will sie wohl auch nicht kennenlernen. Er fliegt einfach davon.

Bella ist ziemlich verwundert. Ist der aber unhöflich. Na ja, vielleicht ist heute nicht sein Tag. Kann jedem mal passieren. Bella lässt sich ihre gute Laune nicht verderben. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und Bella ist endlich nicht mehr hungrig. Und die Wiese ist noch so groß. Mit lautem Brummen hebt Bella ab und fliegt weiter. Trockene Gräser vom letzten Jahr und immer wieder weiße, gelbe und blaue Blumen. Eigentlich sieht es doch schon ein bisschen wie Frühling aus denkt Bella. Ja nur ein wenig wärmer könnte es sein. Aber unsere kleine Hummel hat ja ihren gelb-schwarz gestreiften Pelz. Der hält warm. Am Rand der Wiese fließt ein kleiner Bach. Bella hört ihn schon von weitem plätschern und ein lautes Geschnatter.

Viele Enten und Gänse schwimmen im Bach oder hocken im Gras, das Köpfchen unter den Flügeln versteckt und schlafen. Hallo, hallo! Ist das nicht furchtbar kalt im Wasser? Bella muss sich richtig schütteln bei der Vorstellung. Aber nein, wir sind doch Enten und Gänse! Wir lieben das Wasser. Und die Kälte macht uns nichts aus. Zustimmendes lautes Geschnatter aus vielen Schnäbeln ist zu hören. Aber wir sind aber auch froh, dass der Winter vorbei ist. Zugefrorene Bäche mögen wir nicht. Und zu fressen gibt es dann auch nicht viel.

Da hab ich das ja viel besser. Ich verschlafe den Winter. In meinem Astloch ist kuschelig warm und Hunger hab ich erst beim Aufwachen. Bella freut sich, dass sie keine Ente ist. Und wenn ich aufwache gibt es schon weiße, gelbe und blaue Blumen. Ich brauche nicht hungern. Plötzlich fährt ein Windstoß über die Wiese. Das Wasser im Bach kräuselt sich zu richtigen Wellen. Bella schaut nach oben. Der Himmel hat sich bezogen. Kein bisschen blau, nur noch dicke graue Wolken sind zu sehen. Und dann fängt es auch noch an zu regnen!

Die Enten sind begeistert von so viel Wasser nass von oben und nass von unten. Besser geht`s gar nicht. Nur unsere kleine Bella findet das nicht so toll. Sie sucht sich ein trockenes Plätzchen im Astloch eines Baumes. Der Wind pustet die letzten Vorjahrsblätter vom Baum. Bella macht sich ganz klein in ihrem Loch. Na, meine liebe Hummel Bella hört die Stimme des Windes Wie war denn dein erster Frühlingstag? Bist du immer noch der Meinung, ich hab dich zu früh aus dem Winterschlaf geweckt?

Bella überlegt eine Weile. Nein, eigentlich nicht. Meine Freunde, die gelben Blumen haben schon auf mich gewartet. Ich habe also keinen Hunger mehr. Es war auch nicht langweilig. Besonders dieser nette Abschluss. Hättest du mit dem Regen nicht noch ein wenig warten können? Das war so gar nicht nett von dir! Bella gähnt ganz herzhaft. Aber jetzt bin ich müde. Ich glaube, ich bleibe heute Nacht in diesem Astloch. Kann ja sein, dass du noch mehr Regen her- pustest. Und hier ist es warm und trocken. Der Wind schmunzelt. Ja, ja meine kleine Bella. So ein Frühlingstag auf der Wiese kann ganz schön anstrengend sein. Also gute Nacht und schlaf schön! Bella schläft sofort ein. Sie wacht auch nicht auf als ein weiterer Baumbewohner seine abendliche Arie schmettert.

Hummel Bella Brummel Autor: Moni Stender