Clemens Brentano ( )

Ähnliche Dokumente
Johann Wolfgang Goethe

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur

Inhalt. Prolog August Wilhelm Schlegel: Gespräche eines Autors mit seinen Lesern. Grüner Wald im deutschen Lande..." - Natur und Leben

Grundbegriffe der romantischen Poesie

Professorinnenprogramm III. im 1. Einreichungstermin erfolgreiche Hochschulen. Baden-Württemberg

Detlef Kremer. Romantik. Lehrbuch Germanistik. 3., aktualisierte Auflage. Verlag J. B. Metzler Stuttgart Weimar

Gottfried Keller ( )

Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff

Der Tannhäuser - eine deutsche Sage

Heidelberger Romantik

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur... 89

Romantik. Lehrbuch Germanistik. Bearbeitet von Kremer, Detlef Kremer, Detlef

THEMA: Lyrik der Romantik

BETTINE BRENTANO ACHIM VON ARNIM

RICHARD WAGNER SÄMTLICHE BRIEFE

Heinrich von Kleist. Moritz Carmesin. 8. Juli Heinrich von Kleist. Moritz Carmesin. Bild. Familie. Die frühen Jahre. Erste Schaffensperiode

Liste der Kandidierenden für die DFG-Fachkollegienwahl 2015

Schwermut macht Herzen zu Tode betrübt

GEDENKEN ZUM 159. TODESTAG ( ) DES DICHTERS JOSEPH VON EICHENDORFF

Staatsarchiv Hamburg 622-1/512. Wächter. Findbuch

Clemens Engling. Die Wende. im Leben Clemens Brentanos. Folgen der Begegnung mit Anna Katharina Emmerick. echter

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur

Lehrveranstaltungen. 1. Literaturwissenschaftliche Methoden 2. Zeitung und Rundfunk im Unterricht

INHALT. DEM SCHÖNEN WERD' ICH IMMER ANGEHÖREN Gedichte und Phantasien 11

INVENTARE SCHILLERBESTAND

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lehrerhandreichungen zum Unterrichtsfilm: Literaturepochen: Romantik

Romantik (ca ca. 1835)

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur

ROMANTIK offene Formen in Gedichten und Texten. Es waren Helden gesucht Gefühle, Individualität und Leidenschaft und die Seele.

...nach Italien! Das Bild Italiens in "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

INHALTSVERZEICHNIS.

Skizzen Darstellungen und Charakteristiken. Garlieb Helwig Merkel

Geschwisterbeziehungen in Märchen

Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen. Thomas Mann

GOETHE UND SEINE FREUNDE

RICHARD WAGNER SÄMTLICHE BRIEFE

Verzeichnis der Musiknachlässe in Deutschland

Inhalt. Einleitung Das Genie

Nachlass Familie von Neumayr

Münster Neu-Ulm Nordhausen

Inhalt. 1. Das Genie. JOHANN KASPAR LAVATER: Physiognomische Fragmente Der Mensch und sein Herz

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Bayern Hochschule Deggendorf Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg Hochschule München Julius-Maximilians-Universität Würzburg Ludwig-Maximil

Heller Glanz in allen Häusern

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur... 87

Christian Gottfried Nees von Esenbeck

FRIEDRICH SCHILLER BRIEFE II

Integra - Integration von Flüchtlingen ins Studium

Heinrich v. Kleist Das große deutsche Novellenbuch

- siehe Nr. 31 (Thierbach)

Nachkommen von: Georg, Heinrich von Berenhorst

Heid. Hs Nachlass August Boeckh ( )

Koch Management Consulting

Leseverstehen: Fichte, Novalis und Caroline Schlegel.

Paul Klee und Wassily Kandinsky in Leichter Sprache

Regentin per Staatsstreich?

Besser zusammen als allein: Studenten sparen in einer WG bis zu 36 Prozent der Miete

Einleitung 11. II. Kttnstlehre 46 Christian Thomasius 47 Von dem Studio der Poesie (Aus: Höchstnötige Cautelen für einen Studiosus juris, Kapitel

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: "Die Räuber" von Friedrich von Schiller - Inhaltserläuterungen

Die, Witteisbacher in Lebensbildern

PD Dr. Frank Almai Epochenschwellen im Vergleich: 1550, 1720, 1800, 1900

Deutscher Juristen-Fakultätentag 2018 Gesamtstatistik 2016/2017

Landgerichte und Oberlandesgerichte in Deutschland

Das große deutsche Novellenbuch

Tod und Unsterblichkeit

SCHILLERS WERKE NATIONALAUSGABE NEUNUNDDREISSIGSTER BAND TEIL I BRIEFWECHSEL BRIEFE AN SCHILLER (TEXT) Herausgegeben von

Katharina Elisabeth Goethe 1. Briefwechsel.

Deutsche Biographie Onlinefassung

Anhang VI 50 getestete Bibliothekswebsites

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Akademiebibliothek. Ausgewählte Literaturnachweise aus dem Bestand der Akademiebibliothek

Landgerichte und Oberlandesgerichte in Deutschland. (alphabetisch sortiert)

Inhalt. Einleitung 9. digitalisiert durch: IDS Basel Bern. Gedichte des Sturm und Drang und der Klassik 1997

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte/Materialien Literatur

Deutscher Juristen-Fakultätentag 2017 Gesamtstatistik 2015/2016

Unistädte im Check: Fast 23 Euro pro Quadratmeter Luxus-Apartments werden zum Problem für Studenten

LITERATUR II. Lehrstuhl für Germanistik, Päd. Fakultät der Karls-Universität in Prag PhDr. Tamara Bučková, Ph.D.

Die Fenster auf, die Herzen auf]

Deutsche Biographie Onlinefassung

Berufsfeuerwehren - Deutschland - Stand 2016

Herausgegeben von Wolfgang Grünberg und Wolfram Weiße. (Hamburger Universitätsreden Neue Folge 8. Herausgeber: Der Präsident der Universität Hamburg)

QUELLEN UND ABHANDLUNGEN ZUR MITTELRHEINISCHEN K I RCHENGESCH I CHTE IM AUFTRAGE DER GESELLSCHAFT FÜR MITTELRHEINISCHE KIRCHENGESCHICHTE

Ich fühle, was ich muss, weil ich fühle, was ich kann Romantikerinnen

CarSharing-Städteranking 2017

Lyriktheorie. Philipp Reclam jun. Stuttgart. Texte vom Barock bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Ludwig Völker

Hartwig Schultz Clemens Brentano. Reclam

SCHILLERS WERKE NATIONALAUSGABE VIERUNDDREISSIGSTER BAND TEIL I BRIEFWECHSEL BRIEFE AN SCHILLER (TEXT)

Friedrich Spee Priester, Mahner und Poet

Übersetzungen deutschsprachiger literarischer Werke ins Japanische

Wohnbaugipfel der Groko: Mieten in deutschen Großstädten seit 2013 um bis zu 52 Prozent gestiegen

Weitere Kinder siehe Kirchenbuch von Wenigenauma. 1 Im KB von Wenigenauma steht der als Trauungsdatum.

Analyse und Interpretation von J. von Eichendorffs "Das zerbrochene Ringlein"

Inhalt. Vorwort Themen und Aufgaben Rezeptionsgeschichte Materialien Literatur

Frühromantik Epoche - Werke - Wirkung

<60 % 60 % < 80 % 80 % < 100 % alle < 100 % UV-Grad* in Prozent

Ihre Fachkräfte von morgen nutzen FuturePlan! Sie auch?

Transkript:

Clemens Brentano (1778-1842) Gemälde von Emilie Linder um 1835 Clemens Brentano (1778 1824) 1778 9. September: Clemens Maria Wenzeslaus Brentano wird in Ehrenbreitstein bei Koblenz als Sohn des italienischen Kaufmanns Pietro Antonio Brentano und Maximiliane von La Roche, der Tochter von Sophie von La Roche, geboren. Die Kindheit und Jugend verbringt er in Frankfurt am Main und Koblenz. 1787 Frühjahr und Sommer: Erziehung im Heidelberger Pensionat eines ehemaligen Jesuiten. Herbst: Rückkehr nach Koblenz, wo er mit Joseph Görres das Jesuitengymnasium besucht (bis Ende 1790). 1791 Eintritt in das Mannheimer Philanthropin, ein christliches»erziehungsinstitut«(bis 1793). 1793 19. November: Tod der Mutter. Dezember: Beginn eines bergwissenschaftlichen Studiums in Bonn (bis Anfang 1794). 1794 Brentano tritt in das Geschäft des Vaters ein, wo er gegen seinen Willen zum Kaufmann ausgebildet werden soll. 1

1796 Juni bis August: Kaufmännische Ausbildung in Langensalza (Thüringen). Anschließend wieder im Kontor des Vaters tätig. 1797 9. März: Tod des Vaters. Mai: Brentano geht als Student der Berg- und Kameralwissenschaft nach Halle. 1798 Brentano siedelt nach Jena über. Juni: Er schreibt sich an der Universität für das Studium der Medizin ein. Kontakte zu Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang Goethe, August Wilhelm und Friedrich Schlegel, Johann Gottlieb Fichte, Ludwig Tieck und Sophie Mereau. Brentano beginnt mit der Arbeit am»godwi«. 1799 Mai: Brentano lernt Minna Reichenbach kennen. Juli: Mit Sophie Mereau Besuch bei der Großmutter Sophie von La Roche und der Schwester Sophie. August: Beginn der Freundschaft mit Friedrich Karl von Savigny. Dezember: Wieder in Jena, verkehrt Brentano im Schlegel-Tieck-Kreis. 1800»Satiren und poetische Spiele von Maria«, eine im Sinne der Romantiker gegen August von Kotzebue gerichtete Satire, erscheint als erste selbständige Buchpublikation Brentanos unter Pseudonym. Juni: Reise nach Leipzig und Altenburg. August: Zerwürfnis mit Sophie Mereau. 19. September: Tod der Schwester Sophie. 1801 Der»verwilderte RomanGodwi oder Das steinerne Bild der Mutter«(1801-02) erscheint. Januar: Übersiedlung nach Marburg zu Savigny. Der Briefwechsel mit der Schwester Bettina beginnt. Mai: Übersiedlung nach Göttingen zum Studium der Philosophie. Juni: Bekanntschaft mit Achim von Arnim. Juli: Scheidung Sophie Mereaus. Oktober: Rheinreise mit Savigny. 1802 Januar: Brentano besucht Savigny in Marburg. Juni: Rheinreise zusammen mit Achim von Arnim. Juli: Rückkehr nach Frankfurt am Main. Reisen nach Marburg, Frankfurt, Koblenz und Düsseldorf. Dezember: Brief an Sophie Mereau, mit dem die Beziehung wieder aufgenommen wird. 1803 April: Das im November 1802 in nur vier Tagen verfaßte Singspiel»Die lustigen Musikanten«wird in Düsseldorf aufgeführt und erscheint wenig später als Buch. Mai: Versöhnung mit Sophie Mereau in Weimar. Das 1801 für Goethes und Schillers»Dramatische Preisaufgabe«geschriebene Intrigenstück»Ponce de Leon«erscheint. 2

29. November: Heirat mit Sophie Mereau in Marburg. Umgang mit Savigny und den Brüdern Jakob und Wilhelm Grimm. 1804 11. Mai: Der Sohn Archim Ariel Tyll wird geboren, er stirbt bereits am 19. Juni des gleichen Jahres. August: Umzug nach Heidelberg. Oktober: Besuch bei Arnim in Berlin (bis Dezember). Zusammen besuchen sie Tieck in Ziebingen nahe Frankfurt an der Oder. Erste Pläne zur Herausgabe des»wunderhorns«. 1805 April: Aufenthalt in Frankfurt am Main. Mai: Arnim kommt nach Heidelberg. 13. Mai: Geburt der Tochter Joachime Elisabeth, die wenig später, am 17. Juni, stirbt. Herbst: Der erste Band der Sammlung deutscher lyrischer Volksdichtung»Des Knaben Wunderhorn«erscheint (vordatiert auf 1806). 1806 September: Aufenthalt in Frankfurt am Main. Joseph Görres kommt als Philosophiedozent nach Heidelberg. 31. Oktober: Sophie Brentano stirbt bei einer Totgeburt in Heidelberg. 1807 April:»Wunderbare Geschichte von BOGS dem Uhrmacher«, eine zusammen mit Görres verfaßte Satire, erscheint. Mai/Juni: Reise nach Holland. Juli: Liaison mit Auguste Bußmann. 21. August: Ehe mit der sechzehnjährigen Auguste Bußmann. Oktober: Reise nach Giebichenstein, dort Treffen mit Arnim. November: Mit Arnim Reise nach Weimar und Begegnung mit Goethe. Anschließend mit Arnim Aufenthalt in Kassel und gemeinsame Arbeit am»wunderhorn«. 1808 April: Brentano fährt nach Heidelberg, gemeinsame Wohnung mit Arnim. Die zusammen mit Arnim gegründete»zeitung für Einsiedler«beginnt zu erscheinen (bis August). August: Reise zu Savigny nach Landshut. September: Der zweite und dritte Band von»des Knaben Wunderhorn«erscheinen. 1809 Februar: Nach Auseinandersetzungen mit seiner Frau reist Brentano nach München. März: Nachdem Auguste die Wohnung in Landshut verlassen hat, kehrt Brentano dorthin zurück. Frühjahr:»Der Goldfaden eine schöne alte Geschichte wieder herausgegeben«. Juli-September: Reise nach Berlin über Nürnberg, wo er Georg Wilhelm Friedrich Hegel trifft, Jena, Weimar (Zusammentreffen mit Goethe) und Giebichenstein. In Berlin Kontakte zu Adelbert Chamisso, Joseph von Eichendorff, Wilhelm von Humboldt, Adam Müller, Heinrich von Kleist und Friedrich de la Motte Fouqué. 1810 Januar: Beginn des Briefwechsels mit Philipp Otto Runge (bis zu Runges Tod Ende des Jahres). Oktober-Dezember: Mitarbeit an Heinrich von Kleists»Berliner Abendblättern«. 3

1811 Januar: Gründung der Christlich deutschen Tischgesellschaft mit Arnim, Kleist, A. Müller, Chamisso, Fouqué. 11. März: Arnim heiratet Brentanos Schwester Bettina.»Der Philister vor, in und nach der Geschichte«(Satire). Juli: Aufenthalt auf dem Familiengut Bukowan (Böhmen) und in Prag (bis Juli 1813). Oktober: Freundschaft mit Karl August Varnhagen. 1812 Scheidung von Auguste Bußmann. April: Bruch mit Varnhagen. August: Brentano fährt nach Teplitz, wo er Arnim und Bettine sowie die Schwester Gunda und Savigny, mit dem sie seit 1804 verheiratet ist, trifft. 1813 Juli: Aufenthalt in Wien (bis 1814). Die Aufführung seines patriotischen Festspiels»Viktoria und ihre Geschwister mit fliegenden Fahnen und brennender Lunte«wird von der Zensur verboten (Buchausgabe 1817). 1814»Die Gründung Prags«, ein historisch-romantisches Drama, erscheint (vordatiert auf 1815). September: Besuch bei Arnim in Wiepersdorf. November: Gemeinsame Reise nach Berlin. 1815 Januar: In der Zeitschrift»Friedensblätter«erscheint die Erzähung»Die Schachtel mit der Friedenspuppe«. In Berlin verkehrt Brentano in den verschiedenen Salons und pflegt die Bekanntschaften mit Fouqué, Müller, Chamisso und E. T. A. Hoffmann. Februar-März: Lebens- und Schaffenskrise. Oktober-November: Mitarbeit bei den»berliner Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen«. Januar: Brentano gründet mit Freunden die»maikäferei«, eine politisch-literarische Abendgesellschaft. Mai-Juni: Zusammen mit Wilhelm Grimm Besuch bei Arnim in Wiepersdorf. Juni-Juli: Brentano erhält Berichte über die Erweckungsbewegung in Bayern. Oktober: Bekanntschaft mit Luise Hensel, der er im Dezember einen Heiratsantrag macht. Gedichte an Luise Hensel. 1817 Februar: Generalbeichte Brentanos und Rückkehr zum katholischen Glauben. In den von Friedrich Wilhelm Gubitz herausgegebenen»gaben der Milde«erscheint Brentanos»Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl«. Juli: Erzählungen und andere Beiträge Brentanos erscheinen in der Berliner Zeitschrift»Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz«(bis August 1818). Dezember: Der Bruder Christian berichtet von seinem Aufenthalt bei der stigmatisierten ehemaligen Nonne Anna Katharina Emmerick in Dülmen. Gemeinsam mit Luise Hensel veröffentlicht Brentano Friedrich Spees»Trutz Nachtigall ein geistlich poetisches Lustwäldlein. Wörtlich treue Ausgabe vermehrt mit den Liedern aus dem güldenen Tugendbuch desselben Dichters«. 1818»Aus der Chronika eines fahrenden Schülers«erscheint als Fragment in dem Almanach»Die Sängerfahrt. Eine Neujahrsgabe für Freunde der Dichtkunst und Malerei«. 4

September: Brentano reist von Berlin nach Dülmen zu A. K. Emmerick, wo er mit der Aufzeichnung der»visionen«emmericks beginnt. Dezember: Luise Hensel konvertiert zur katholischen Kirche. 1819 Januar: Reise nach Berlin. Mai: Rückkehr nach Dülmen. August: Die Stigmata A. K. Emmericks werden gerichtlich-polizeilich untersucht. Inzwischen reist Brentano nach Bocholt, wo er bis September bei der Familie Diepenbrock bleibt. Dezember: Brentano läßt seine Bibliothek in Berlin versteigern. Der Bruder Christian kommt nach Dülmen (bis August 1821). 1820 Juli-August: Brentano beginnt mit der Arbeit an den Protokollen über die»reliquien- Erkenntnis«Emmericks. November: Arnim zu Besuch in Dülmen. 1821 April: Luise Hensel kommt nach Dülmen. Mai: Gemeinsam reisen sie nach Bocholt. 1822 März: Weiterer Besuch Luise Hensels in Dülmen. Mai-Juni: Reise nach Köln und Bonn. 1823 Mai: Schwere Krankheit Emmericks. Juli-September: Aufenthalt in Frankfurt am Main, wo er sich mit dem Historiker Johann Friedrich Böhmer anfreundet. Zwischendurch Reise nach Regensburg. 1824 9. Februar: Tod A. K. Emmericks. Brentano beginnt mit der Bearbeitung seiner umfangreichen Notizen. März-Juli: Besuch bei Johann Christian von Bostel in Bocholt. Weitere Reisen nach Bonn, Wiesbaden und Frankfurt am Main. Oktober: Aufenthalt in Koblenz. 1825 Mai: Übersiedlung nach Koblenz zu Hermann Joseph Dietz, einem Koblenzer Fabrikanten. Herbst: Reisen nach Straßburg und in die Schweiz. 1826 Dezember: Im Almanach»Iris«erscheint anonym und ohne Wissen Brentanos ein Teil seines»märchens vom Rhein«. 1827 Januar: Weitere Märchen werden in der»iris«ohne Genehmigung Brentanos veröffentlicht, wogegen Brentano im Februar protestiert. März: Mit Dietz reist Brentano nach Paris und Lothringen, um den Orden der Barmherzigen Schwestern kennenzulernen. Beginn der Arbeiten an einer Geschichte des Ordens der Barmherzigen Schwestern. August-September: Reisen nach Mainz, Koblenz, Köln, Bocholt, Düsseldorf und Bonn. 1828 5

August-Dezember: Reise nach Luzern, wo er sich mit dem Bruder Christian trifft. Mehrere Beiträge in der Zeitschrift»Der Katholik«. 1829 Sommer: Übersiedlung nach Frankfurt. Im»Geistlichen Blumenstrauß aus spanischen und deutschen Dichter-Gärten«, einem von Melchior Diepenbrock herausgegebenen Almanach, erscheinen Gedichte von Brentano und Luise Hensel.»Friedrich Spee's goldenes Tugendbuch«(Bearbeitung zusammen mit Anna von Hertling). 1830»Das Mosel-Eisgangs-Lied«. 1831 21. Januar: Der Freund Arnim stirbt in Wiepersdorf.»Die Barmherzigen Schwestern in Bezug auf Armen- und Krankenpflege«. 1832 17.April: Freitod Auguste Bußmanns. Oktober: Übersiedlung nach Regensburg. 1833»Das bitteren Leiden unseres Herrn Jesu Christi. Nach den Betrachtungen der gottseligen Anna Katharina Emmerich, Augustinerin des Klosters Agnetenberg zu Dülmen nebst dem Lebensumriß dieser Begnadigten«. September: Umzug nach München. Freundschaft mit dem Kreis katholischer Spätromantiker um Görres. Enge Beziehung zu der Malerin Emilie Linder. 1834 Religiöse Liebesgedichte an Emilie Linder. Briefwechsel mit der Schwester Bettina. 1837»Gockel, Hinkel, Gackeleja«(Märchen, vordatiert auf 1838). 1839 Reise nach Regensburg zu den Diepenbrocks. November: Beginn der Vorbereitungen für eine Gesamtausgabe der Werke. 1840 Brentano arbeitet am»leben der heiligen Jungfrau Maria. Nach den Betrachtungen der gottseligen Anna Katharina Emmerich, Augustinerin des Klosters Agnetenberg zu Dülmen. Aufgeschrieben von Clemens Brentano«(veröffentlicht postum 1852). 1841»Legende von der heiligen Marina«(Gedicht). Umgang mit Justinus Kerner, gemeinsame Fahrt nach Augsburg. August-November: Aufenthalt beim Bruder Christian in Aschaffenburg und in Frankfurt am Main. 1842 Brentano erkrankt schwer. Juli: Der todkranke Brentano wird vom Bruder nach Aschaffenburg gebracht. 6

28. Juli: Brentano stirbt in Aschaffenburg. Autorin: Sylvia Zirden [Brentano: Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur, S. 14368] 7