... gestaltet ihre Gottesdienste interaktiv. Man kann sich vorstellen, dass Jugendliche Gottesdienste mit gestalten, aktuelle Themen besprochen werden oder auch mal ein Konzert in der Kirche stattfindet. Interaktive Gottesdienste sollen dazu ermutigen, in der Gruppe über Sorgen und Ängste zu sprechen, so dass der Priester vom Vortragenden zum Beratenden wird.
... hat Priester an der Seite, die sich nicht allwissend darstellen, sondern auch zugeben können, dass ihnen bestimmte lebensweltliche Probleme der Gemeinde fremd sind.
... öffnet sich nach ihrer Ansicht mehr für Frauen und andere Religionen. Toleranz und Vertrauen sowie gegenseitiges Unterstützen und Verstehen anderer Menschen und Glaubensrichtungen liegt ihnen am Herzen und soll den Weg der gemeinsamen Sinnsuche begleiten. Die Abschaffung des Zölibat ist nach Ansicht einiger mehr als angebracht; für andere (meist Männer) ein wertvolles Erbe der Kirche.
... stellt aktuelle Bezüge in der Predigt her, die jedoch nicht erzwungen und konstruiert wirken
... lehrt verstärkt Werte wie Zivilcourage, Verantwortungsgefühl sowie Ehrfurcht vor dem Leben
... hat einen partnerschaftlichen Charakter und nicht den einer belehrenden, höhergestellten moralischen Institution.
... ist eine alltagsnahe, aktuelle Kirche, die nicht mit strafendem Blick, sondern mit Unterstützung und Hilfestellung bei schwierigen Alltagsproblemen zur Seite steht.
... beschäftigt Pfarrer, die auf die Leute zugehen und nicht wegschauen, wenn sie Probleme sehen.
... legt den Fokus nicht nur auf Predigten und Bibelarbeiten, sondern verstärkt auch auf Familienevents mit Wohlfühlatmosphäre.
... verlangt weniger oder keine Steuern ( Kirche auf Spendenbasis").
... ist selbstkritisch und transparent.
... hat keine Öffnungszeiten wie ein öffentliches Amt.
... sollte sich für andere Ansichten und Lebenskonzepte öffnen und menschlichere Züge zeigen.
... sollte Halt geben und in verschiedene Richtungen weisen; nicht nur vorgegebene Wege predigen, sondern Menschen unabhängig ihrer Lebenskonzepte und getroffenen Entscheidungen akzeptieren und willkommen heißen.
... treibt die Ökumene nach vorne. Man wünscht sich eine versöhnte Verschiedenheit unter einem gemeinsamen Dach".
... sollte die Zeigefinger- Moralapostel" - Attitüde ablegen und Überkommenes zur Disposition stellen. Wichtig ist es, den individuellen Glauben zuzulassen und mehr Toleranz zu fördern.
... sollte Spaß machen und nicht nur ernste und gewichtige Themen besetzen. Was passiert neben Kirchengängen an Gemeinschaftlichkeit, an Aktion, an Spendenaufrufen, was findet im Gemeindehaus statt?
... sollte aber nicht versuchen, zwanghaft jugendlich zu wirken und abseits vom Glauben sich anzubiedern und auf Kundenfang" zu gehen (z. B. durch peinliche Diskoabende").
... sollte für jugendliche Gemeindemitglieder attraktiver werden, die dann auch eine Vorbildfunktion für Kinder einnehmen können.
... befreit sich von ihrem elitären Anstrich und versucht, die Sprache des Volkes zu sprechen.
... nimmt überhaupt erst mal zur Kenntnis, dass es junge Erwachsene gibt: Sie macht Jugendarbeit und Altenarbeit, Frauenarbeit und Männerarbeit, soziale Projekte - und das ist auch gut. Aber sie müsste sich auf Entdeckungsreise zu den Lebenslagen, Perspektiven und Bedürfnissen von den Neuen Jugendlichen machen.
... ist eine offene, fröhliche Kirche, in der es menschelt". Priester sind nicht so sehr Würdenträger", sondern Menschen mit besonderen Kompetenzen.
... legt mitreißende Lebendigkeit an den Tag - und ist eine heilende Kirche". Man will sich in der Kirche aufgefangen fühlen und durch die Kirche einen Standort gewinnen, von wo aus man sein ganzes Leben überblickt. Während durch die eigenen Bedürfnisse und die fremden Leistungsherausforderungen das Leben nicht nur vielfältig ist, sondern auch zerfasert, sorgt die ideale Kirche dafür, dass man nicht abdriftet und sich nicht verliert. Sie bündelt das Leben, gibt Halt, Sinn und Identität.
... bietet einen flexibleren und spannenden Ablauf des Gottesdienstes an und bringt frischen Wind rein. Die Liturgie ist eine wichtige theologisch theoretische Spannung, aber wenn der Gottesdienst ständig nur nach Schema F abläuft", dann wird weder die existenzielle Spannung von Gott und Mensch, noch das Feiern" ( Gottesdienst heißt doch eigentlich Gottesdienstfeier- davon merkt man nie was") sinnlich sichtbar, spürbar, erlebbar.