Backuptest mit Oracle RMAN



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Transkript:

Backuptest mit Oracle RMAN Ein Product Whitepaper der Firma ASPICON www.aspion.de Bitte nutzen Sie auch unser Antwortfax auf der letzten Seite. Vielen Dank. Inhaltsverzeichnis 1. Vorbereitungen...2 2. Schritt 1: Installation der ORACLE-Software und Anlegen der Datenbank-Umgebung...3 3. Schritt 2: Anlegen der Datei {ORACLE_HOME}/dbs/init[ORACLE_SID].ora...4 4. Schritt 3: Starten der Datenbank, ohne eine Datenbank zu mounten...4 5. Schritt 4: Rücksicherung der Datenbank-Control-Files sowie des spfiles...5 6. Schritt 5: Umschalten der Datenbank in den 'mount' Modus...5 7. Schritt 6: Rücksicherung der Datenbankfiles...6 8. Schritt 7: Rückspielen der Archiv-Logfiles...6 9. Schritt 8: Öffnen der Datenbank...6 10. Weitere Informationen...7 11. Kontakt...7 Oracle_RMAN_10g_Backuptest_ASPICON_Whitepaper_2012-03-28, copyright by ASPICON alle Rechte vorbehalten Seite 1 / 8

1. Vorbereitungen Das folgende Tutorial beschreibt die notwendigen Schritte, um ein mit dem ORACLE Recovery Manager (RMAN) erstelltes Backup einer Produktivdatenbank in eine Clone-Datenbank zurückzuspielen. Dazu wird zunächst ein von der Produktiv-Umgebung abgekoppeltes Test-System benötigt, auf dem eine ORACLE Datenbank 10g installiert ist. Die folgenden Skripte sind für ORACLE Datenbank Version 10g erstellt, da der erst mit Version 10g verfügbare Befehl "CLONE DATABASE" geliefert wurde. Prinzipiell sollte es jedoch auch mit Version 9i funktionieren. Es ist zu empfehlen, dass das Test-System weitgehend identisch installiert wird. Dass heißt bis auf notwendige Unterschiede in Netzwerk- und Systemkonfiguration sollte die gleiche ORACLE Version (inklusive evtl. eingespielter Patches) wie im Produktiv-System installiert sein. In den folgenden Skripten bezeichnet [ORACLE_SID] den eindeutigen Datenbank System-Identifier (SID) des Produktiv-Systems. Sollen die Daten in ein anderes Verzeichnis als im Produktiv-System eingespielt werden, so ist vorher die Datei init[oracle_sid].ora entsprechend anzupassen. Es wird empfohlen, das Backup über ein Netzlaufwerk am Test-Rechner so verfügbar zu machen, dass ein versehentliches Löschen nicht möglich ist. Dies kann z.b. über NFS oder andere Netzwerk-Filesysteme erreicht werden. Nähere Informationen dazu finden sich im NFS-Manual.

2. Schritt 1: Installation der ORACLE-Software und Anlegen der Datenbank-Umgebung Dazu ist eine normale ORACLE Installation ohne Datenbank-Erzeugung durchzuführen. Im folgenden wird der Installations-Pfad /u01/app/oracle/ als angenommen. Anschließend sind die Verzeichnisse für die Datenbank-Files in einer Shell des Nutzers oracle anzulegen (Shell-Skripte werden für eine POSIX-Shell, z.b. bash oder sh gegeben): # das ORACLE-HOME Verzeichnis (ORACLE_HOME) export ORACLE_HOME=/u01/app/oracle/product/10.2/db mkdir -p ${ORACLE_HOME} # Verzeichnis für Datenbank- und Alert-Logs mkdir -p /u01/app/oracle/admin/[oracle_sid]/bdump # Verzeichnis zum Speichern von Core-Dumps mkdir -p /u01/app/oracle/admin/[oracle_sid]/cdump # Verzeichnis für User-Dumps mkdir -p /u01/app/oracle/admin/[oracle_sid]/udump Als nächstes ist ein TNSAlias anzulegen. Im folgenden Beispiel wird der alias 'CLONE' zur Datenbank 'prod.world' angelegt. Dazu ist die Datei ${ORACLE_HOME}/network/admin/tnsnames.ora zu editieren und folgender Eintrag hinzuzufügen: CLONE = ( DESCRIPTION = (ADDRESS = (PROTOCOL = TCP) (HOST = localhost) (PORT = 1521) ) (CONNECT_DATA = (SERVER = DEDICATED) (SERVICE_NAME = prod.world) ) )

3. Schritt 2: Anlegen der Datei {ORACLE_HOME}/dbs/init[ORACLE_SID].ora Dazu müssen die im Schritt 1) angelegten Pfade für die rückzuspielenden Daten eingetragen werden, falls diese vom Produktiv-System abweichen. Alle Pfadnamen sollten als absolute Pfade angegeben werden. Im folgenden wird die zu erzeugende Instanz 'prod' benannt. instance_name = prod control_files = <Pfad_zu_db_control_file(s)> background_dump_dest = <Pfad_zu_bdump> core_dump_dest = <Pfad_zu_cdump> user_dump_dest = <Pfad_zu_udump> log_archive_dest_1 = <Pfad_zu_archiv_dump_location> Als nächstes ist die Datei orapwd anzulegen: orapwd file=$oracle_home/dbs/orapw$oracle_sid \ password=change_on_install Bei der weiteren Verfahrensweise gehen wir von einer zum Produktiv-System identischen Verzeichnisstruktur aus. Ist dies nicht der Fall, können in den im Anhang aufgeführten Meta-Link Notes Hinweise zu weiteren Verfahrensweisen nachgelesen werden. 4. Schritt 3: Starten der Datenbank, ohne eine Datenbank zu mounten. Dazu ist in einer Shell des Nutzers oracle das sqlplus Tool zu starten: export ORACLE_SID=prod sqlplus "sys/<sys_passwd> as sysdba" <sys_passwd> ist durch das gültige Password zu ersetzen. Anschließend wird am sqlplus-prompt die Datenbank im nomount-modus gestartet: sqlplus> startup nomount

5. Schritt 4: Rücksicherung der Datenbank-Control-Files sowie des spfiles. Dazu muss im ORACLE Recovery Manager (RMAN) eine Rücksicherung gestartet werden. Dazu startet man zunächst den RMAN vom Shell-Prompt rman target sys/<sys_passwd>@clone und führt dann das folgende Skript am RMAN-Prompt aus: RMAN> run { } allocate channel c1 type disk; restore controlfile until time "to_date('13-12-2005 15:34:38','DD-MM-YYYY HH24:MI:SS')"; release channel c1; Das erste Kommando öffnet eine Kanal zum Backup-Medium (im Beispiel 'disk'). Das zweite Kommando veranlasst eine Rücksicherung der Control- und spfiles bis zum angegebenen Datum DD- MM-YYYY HH24:MI:SS. Das letzte Kommando schließt den Kanal zum Backup-Medium. 6. Schritt 5: Umschalten der Datenbank in den 'mount' Modus Dazu muss im sqlplus als Kommando sqlplus> alter database mount; ausgeführt werden.

7. Schritt 6: Rücksicherung der Datenbankfiles Analog zu Schritt 4) kann nun die Rücksicherung der Datenbank-Files erfolgen. Je nach Volumen der gesicherten Daten kann dies mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Im RMAN ist dazu das Skript RMAN> run { allocate channel c1 type disk; restore database until time "to_date('13-12-2005 15:34:38','DD-MM-YYYY HH24:MI:SS')"; release channel c1; }... auszuführen. Die Rückspieldaten für control- und Datenbank-Files müssen dabei identisch gewählt sein. Das obige Skript spielt die Daten des letzten vollständigen Backups zurück. 8. Schritt 7: Rückspielen der Archiv-Logfiles Nun fehlen noch die Archiv-Logfiles, welche die noch fehlenden Transaktionen seit dem letzten vollen Backup vor dem gewünschten Wiederherstellungsdatum enthalten. Aus diesen kann ausgehend von den Datenbank-Files der Stand exakt zum angegebenen Zeitpunkt wieder hergestellt werden. RMAN> run { allocate channel c1 type disk; recover database until time "to_date('13-12-2005 15:34:38','DD-MM-YYYY HH24:MI:SS')"; release channel c1; } 9. Schritt 8: Öffnen der Datenbank Nun sollten alle Datenbank-Files auf den gewünschten Stand zurück gespielt worden sein. Jetzt kann die Datenbank in sqlplus geöffnet werden: sqlplus > alter database open resetlogs; Anschließend steht die Clone-Datenbank mit dem Datenbestand zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung.

10. Weitere Informationen Weitergehende Informationen zu RMAN sind in folgenden ORACLE Metalink Artikeln zu finden: Metalink Note 228257.1 Metalink Note 73912.1 Metalink Note 73974.1 ASPICON wünscht Ihnen viel Erfolg beim Test. Gern stehen wir Ihnen mit weiterem Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns jederzeit über Feedback und konstruktive Kritik. 11. Kontakt ASPICON GmbH - Support - Hartmannstraße 7 09111 Chemnitz Fon: 0371.909 515100 Fax: 0371.909 515199 Mail: support@aspicon.de Web: www.aspicon.de Skype: ASPICON

FAXANTWORT an 0371.909515199 Wir möchten gern wissen, ob Ihnen die bereitgestellten Informationen geholfen haben und freuen uns auf Ihr Feedback. Bitte kurz ankreuzen und an ASPICON zurückfaxen. O O O JA, das vorliegende Dokument hat mir geholfen, ich habe keine weiteren Fragen JA, das vorliegende Dokument hat mit zumindest geholfen meinen Lösungsansatz voranzutreiben, aber ich brauche weitere Informationen. NEIN, das vorliegende Dokument, hat mir nicht weiter geholfen (Bitte spezifizieren) O Ich hätte gern weitere Informationen / Dokumente zu folgenden Themen Bitte für Rückfragen angeben. Name, Vorname Firma Telefon Email Vielen Dank für Ihre Unterstützung, nur so können wir zukünftig unseren Service weiter verbessern.