Verlust der Arbeitskraft ein existenzielles Risiko Das sollten Sie wissen: Ursachen Auswirkungen Vorsorge
Inhalt Vorwort 3 Berufsunfähigkeit das unterschätzte Risiko 5 Die Ursachen für Berufsunfähigkeit 9 Die Folgen einer Berufsunfähigkeit 13 Geeignete Vorsorgemaßnahmen 17 Die private Berufsunfähigkeits-Versicherung 21 Vorwort Die eigene Arbeitskraft ist für die meisten Menschen die Grundlage, um den Lebensunterhalt für sich und die Familie zu sichern. Denn eine Berufsunfähigkeit stellt ein existenzielles Lebensrisiko dar: Das Familieneinkommen ist nicht mehr gesichert, das Haus kann nicht mehr abbezahlt werden, die Altersvorsorge kann nicht mehr finanziert werden. Die daraus resultierende Folge: Jeder, der von seiner Arbeit lebt, benötigt eine Berufsunfähigkeits-Vorsorge. Denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente - sofern sie überhaupt gezahlt wird - reicht bei Weitem nicht aus, den erreichten Lebensstandard während einer Berufsunfähigkeit zu halten. Es ist jedoch verwunderlich, dass sich die wenigsten Gedanken über das Risiko einer Erwerbsminderung machen. Die Angst vor dem Verlust von materiellen Dingen, wie zum Beispiel dem Hausrat, ist höher als vor dem Verlust der eigenen Arbeitskraft und des Einkommens. So verfügen fast 80 Prozent der Bevölkerung über eine Hausratversicherung, aber nur jeder Vierte verfügt über eine Berufsunfähigkeits-Vorsorge. Seit Jahren sind sich Verbraucherschützer, Experten und Medien einig und weisen verstärkt auf die Notwendigkeit einer privaten Berufsunfähigkeits- Vorsorge hin. Trotz aller Aufklärungsarbeit hat ein Großteil der Bevölkerung nur geringe Kenntnisse über die Berufsunfähigkeits-Vorsorge und damit über die Einkommenssicherung. Das bestätigt auch eine von der Continentale Lebensversicherung a. G. in Auftrag gegebene repräsentative Befragung von knapp 1.000 berufstätigen Personen durch TNS Infratest. Impressum Informationsbroschüre zur Einkommenssicherung 1. Auflage, August 2008 Herausgeber: 2008 Continentale Lebensversicherung a. G. Baierbrunner Straße 31-33, 81379 München www.continentale.de Was ist Berufsunfähigkeit? Was passiert, wenn sie eintritt? Zahlt der Staat? Wie kann ich vorsorgen? Auf den Folgeseiten finden Sie objektive Informationen rund um das Thema Berufsunfähigkeit. Die Continentale - August 2008 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers. 3
Berufsunfähigkeit - das unterschätzte Risiko Mich trifft es schon nicht, und wenn, dann erst im Alter: Nur 13 Prozent der Bevölkerung halten es für wahrscheinlich, selbst berufsunfähig zu werden. 4 5
Das Risiko, berufsunfähig zu werden Zahlen und Fakten: Das Risiko, berufsunfähig zu werden Erwerbsminderungsrenten Wahrscheinlichkeit der Betroffenheit Jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte scheidet frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus. Quelle: Statistisches Bundesamt, 2007 Berufsunfähigkeit kann jeden treffen Berufsunfähigkeit und die finanziellen Folgen sind keine Frage des Alters, Geschlechts oder des Berufs, sie können jeden treffen. Laut den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes scheidet bereits jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus. Damit ist fast jeder fünfte Versicherte rund 1,7 Millionen Menschen von einer Erwerbsminderung vor Beginn der Altersrente mit 65 betroffen. Das Alter spielt dabei keine Rolle Erwerbsminderungsrenten Alter bei Rentenbeginn bis 30 Jahre 2,4 % 60 Jahre und älter 6,6 % 30-39 Jahre 9,8 % 40-49 Jahre 27,4 % 50-59 Jahre 53,8 % Quelle: Deutsche Rentenversicherung - Rentenzugang 2006 (Basis: 158.351 Renten) Das durchschnittliche Rentenzugangsalter für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit lag im Jahr 2006 für Frauen bei 49,3 und für Männer bei 50,5 Jahren. Dabei steigt die Anzahl jüngerer Menschen, die von einer Berufsunfähigkeit betroffen sind, kontinuierlich. Seit 1995 haben sich so die Rentenneuzugänge im Durchschnitt bereits um ein bis zwei Jahre verjüngt. Bundesweit war 2006 fast jeder Vierte der Betroffenen noch nicht einmal 45 Jahre alt. Unterschätzen Sie also bitte nicht das Risiko, selbst berufsunfähig werden zu können. Nicht umsonst weisen Verbraucherschützer und Medien immer wieder darauf hin, dass die Berufsunfähigkeits-Versicherung neben der Privathaftpflicht-Versicherung die wichtigste Absicherung überhaupt ist. Gut zu wissen Definition Berufsunfähigkeit Allgemein ausgedrückt ist berufsunfähig, wer durch Krankheit, die Folgen eines Unfalls oder durch Kräfteverfall so weit in seiner Arbeitskraft eingeschränkt ist, dass er seinen Beruf auf Dauer nicht mehr ausüben kann. 6 7
Die Ursachen für Berufsunfähigkeit Ich bin körperlich nicht tätig, da kann mir doch kaum was passieren: Als häufigste Ursache für Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit wurden Rückenleiden (52 %) und Unfälle (43 %) vermutet. 8 9
Die Ursachen für Berufsunfähigkeit Zahlen und Fakten: Ursachen für Berufsunfähigkeit Ihre Arbeitskraft ist Ihre Existenz Männer, bis 29 Jahre Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten Nervensystem 10,6 % Sonstige Krankheiten 17,5 % 2,9 % Krebs 8,2 % Herz, Kreislauf 2,8 % Skelett, Muskeln, Bindegewebe 2,6 % Psychische Erkrankungen 55,4 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Männer, 35 bis 39 Jahre Skelett, Muskeln, Bindegewebe 6,7 % Krebs 7,4 % Nervensystem 8,9 % Sonstige Krankheiten 26,2 % Herz, Kreislauf 4,2 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Männer, 45 bis 49 Jahre Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten 5,4 % Nervensystem 6,7 % Herz, Kreislauf 11,8 % Krebs 13,0 % Skelett, Muskeln, Bindegewebe 14,9 % Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten 3,3 % Psychische Erkrankungen 43,2 % Psychische Erkrankungen 32,0 % Sonstige Krankheiten 16,2 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Frauen, bis 29 Jahre Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten 4,7 % Skelett, Muskeln, Bindegewebe 6,1 % Krebs 9,5 % Sonstige Krankheiten 12,1 % Nervensystem 14,2 % Herz, Kreislauf 2,7 % Frauen, 35 bis 39 Jahre Herz, Kreislauf 3,2 % Skelett, Muskeln, Bindegewebe 7,7 % Krebs 10,6 % Nervensystem 12,3 % Sonstige Krankheiten 18,7 % Frauen, 45 bis 49 Jahre Herz, Kreislauf 5,7 % Nervensystem 7,6 % Sonstige Krankheiten 11,6 % Skelett, Muskeln, Bindegewebe 13,2 % Krebs 16,6 % Psychische Erkrankungen 50,8 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten 2,9 % Psychische Erkrankungen 44,6 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Verdauungssystem und Stoffwechselkrankheiten 3,5 % Psychische Erkrankungen 41,8 % (Quelle: DRV Bund, Rentenzugang 2006) Das Risiko, aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden, besteht in jedem Job. Besonders gefährdet ist allerdings, wer körperlich oder seelisch stark belastende Tätigkeiten ausübt. So ist das Risiko, als Bauarbeiter, Feuerwehrmann oder Krankenpfleger aber auch als Lehrer vorzeitig berufsunfähig zu werden, höher als bei kaufmännischen Angestellten, Verwaltungsbeamten, Ärzten oder Architekten. Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind häufig gleich, meist sind es Krankheiten und nicht die Folgen eines Unfalls, die zu einem Verlust der Arbeitskraft führen. Hauptursache für Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen Bereits jeder fünfte Berufstätige kann heute aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr bis zum Rentenalter ausüben. Die Krankheitsbilder, die den Erwerbsminderungsrenten zu Grunde liegen, haben sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Waren früher noch Herzund Kreislauferkrankungen die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, so werden heute hauptsächlich Anträge auf Erwerbsminderung wegen psychischer Erkrankungen gestellt. Psychische Erkrankungen sind mit 33 Prozent die Hauptursache für Berufsunfähigkeit. Von 1995 bis 2006 hat sich ihr Anteil an den Hauptdiagnosen mehr als verdoppelt. Psychische Erkrankungen sind weitestgehend unabhängig vom ausgeübten Beruf und der Erwerbsbiographie. Sie können bereits in jungen Jahren auftreten - anders als beispielsweise Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat. Für einen Angestellten mit sitzender Tätigkeit ist die Gefahr, den Beruf wegen einer psychischen Erkrankung nicht mehr ausüben zu können, somit tatsächlich viel höher als wegen eines Rückenleidens oder eines Unfalls. 10 11
Die Folgen einer Berufsunfähigkeit Mit meiner Qualifikation ist eine Berufsunfähigkeit nicht so schlimm: Für den Fall einer Berufsunfähigkeit befürchten 41 Prozent der Bevölkerung nur den Verlust von Lebensqualität. 12 13
Die Folgen einer Berufsunfähigkeit Zahlen und Fakten: Gesetzlicher Schutz Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente im Überblick Einkommensverlust durch dauerhafte Arbeitslosigkeit Der bedeutendste Vermögensposten der Deutschen ist weder ihr Geld, noch ihre Wohnungen oder Häuser, sondern ihre Arbeitskraft. Erwerbsfähigkeit unter 3 Stunden Erwerbsfähigkeit 3 bis 6 Stunden Erwerbsfähigkeit mehr als 6 Stunden Ein Verlust der eigenen Arbeitskraft durch Berufsunfähigkeit bedeutet für Sie ein enormes finanzielles Risiko. Denn Berufsunfähigkeit bedeutet in der Regel, nicht mehr arbeiten zu können und dadurch nichts zu verdienen. volle Erwerbsminderungsrente = max. 38 % vom letzten Bruttogehalt halbe Erwerbsminderungsrente = max. 19 % vom letzten Bruttogehalt keine Erwerbsminderungsrente Den Wert der eigenen Arbeitskraft kann man sich durch ein einfaches Rechenbeispiel vor Augen führen: Beispielhafte Versorgungslücken im Falle einer Berufsunfähigkeit Beispiel: Situation eines ledigen 24-jährigen Berufstätigen mit über 5 Jahren Erwerbstätigkeit (alte Bundesländer) Mögliche Versorgungslücke in Euro Bruttogehalt Ein verheirateter 30-jähriger Familienvater bekommt 13 Monatsgehälter und verdient dabei ein monatliches Bruttogehalt von ca. 3.500 Euro. Das entspricht einem Nettoeinkommen von rund 2.350 Euro. Bei einer angenommenen jährlichen Steigerung des Einkommens um 1 Prozent erreicht das Gesamteinkommen in diesem Fall der Wert, den man mit der eigenen Arbeitskraft erwirtschaftet bis zum 67. Lebensjahr eine Höhe von über 1,4 Millionen Euro netto. Quelle: Schallöhr, 2008 *) für einen Single, Statistisches Bundesamt 2006 2.500 EUR Bruttogehalt 724 EUR volle Erwerbsminderungsrente 362 EUR halbe Erwerbsminderungsrente Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. 2.500 1.571 Nettogehalt Versorgungslücke 847 724 volle Erwerbsminderungsrente 1.209 362 Armutsgrenze *) 856 EUR halbe Erwerbsminderungsrente Was erhalten Sie vom Staat im günstigsten Fall? Für alle, die nach dem 01.01.1961 geboren sind, gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr, sondern nur noch die Erwerbsminderungsrente. Anspruch darauf hat nur, wer mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war: also keine Chance für Berufseinsteiger. Quelle: Schallöhr, 2008 *) für eine Familie mit Kind unter 14 Jahren, Statistisches Bundesamt 2006 Beispiel: Anspruch eines verheirateten 35-jährigen Angestellten (Steuerklasse IV, alte Bundesländer) 3.500 EUR Bruttogehalt 937 EUR volle Erwerbsminderungsrente 468 EUR halbe Erwerbsminderungsrente Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Mögliche Versorgungslücke in Euro 3.500 Bruttogehalt 2.030 Nettogehalt volle Erwerbsminderungsrente Versorgungslücke 1.093 937 1.562 468 Armutsgrenze *) 1.540 EUR halbe Erwerbsminderungsrente Die Höhe der Erwerbsminderungsrente richtet sich nur noch nach dem verbleibenden Restleistungsvermögen, also der Anzahl Stunden, die Sie noch arbeiten können. Mehr noch: Werden Sie berufsunfähig, müssen Sie jede andere Tätigkeit am Arbeitsmarkt annehmen, ohne Rücksicht auf Status, Qualifikation und Zumutbarkeit. Im günstigsten Fall erhalten Sie durch die volle Erwerbsminderungsrente maximal 38 Prozent Ihres letzten Bruttogehaltes. In der Regel ist dies weniger als die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Armutsgrenze von 856 Euro. Das zeigt überdeutlich, dass die gesetzlichen Leistungen bei Weitem nicht ausreichen, um Ihre Existenz zu sichern und den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. 14 15
Geeignete Vorsorgemaßnahmen Für den Fall der Fälle bin ich bereits bestens abgesichert: Als geeignete Vorsorgemaßnahme halten 70 Prozent der Bevölkerung eine Unfallversicherung für die richtige Wahl. 16 17
Geeignete Vorsorgeformen Zahlen und Fakten: Geeignete Vorsorgeformen Dauer der Einkommenssicherung Vergleich von Vorsorgeformen: Eintritt einer Berufsunfähigkeit im Alter von 30 Jahren. 30 40 50 60 67 Welche Vorsorge eignet sich? Private Vorsorge für den Fall einer Berufsunfähigkeit ist unerlässlich. Aber welche Vorsorgemaßnahmen sind besonders gut geeignet, um sich vor den finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit zu schützen? Die Antwort scheint naheliegend: natürlich eine Berufsunfähigkeits-Versicherung. Einmalkapital, z. B. : Gesparte Mittel, Lebensversicherung, Immobilie 100.000 EUR Kapital 1)... und dann? 200.000 EUR Kapital 2) Krankenzusatzversicherung Berufsunfähigkeits-Versicherung Keine Leistung bei einer Berufsunfähigkeit! 1.000 EUR monatliche Berufsunfähigkeits-Rente 3)... und dann? 1) Bei 4 % Verzinsung und 1.000 EUR monatlicher Entnahme ist das Kapital nach ca. 9 Jahren verbraucht. 2) Bei 4 % Verzinsung und 1.000 EUR monatlicher Entnahme ist das Kapital nach ca. 26 Jahren verbraucht. 3) Zahlung der monatlichen Rente während der gesamten Dauer der bedingungsgemäßen Berufsunfähigkeit bis zum vereinbarten Leistungsendalter, in der Regel das 67. Lebensjahr. Gut zu wissen Bedingungsgemäße Definition Berufsunfähigkeit: Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, außerstande gewesen ist, in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, tätig zu sein. Berufsunfähigkeit liegt auch vor, wenn die sechs Monate noch nicht erreicht sind, aber voraussichtlich erreicht werden. Versichert ist bereits ab einer 50%igen Berufsunfähigkeit die volle Beitragsbefreiung und die volle Rentenzahlung, wenn der Versicherungsfall innerhalb der vereinbarten Versicherungsdauer eintritt. (Quelle: Auszug Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung BU-Vorsorge Premium der Continentale Lebensversicherung a. G., Stand 05/2008) Jedoch geben in einer repräsentativen Umfrage durch TNS Infratest 53 Prozent der Bevölkerung an, sie hätten auf andere Art gegen Berufsunfähigkeit vorgesorgt. Allerdings stellen andere Vorsorgemaßnahmen als die Berufsunfähigkeits-Versicherung keinen wirksamen Schutz dar: Unfallversicherungen sind als Vorsorgeform denkbar ungeeignet. Denn Unfälle sind nur in 5 Prozent aller Fälle der Grund für Berufsunfähigkeit. Damit bieten Unfallversicherungen nur einen gefährlich kleinen Teilschutz. Gesparte Mittel und Lebensversicherungen sind bei Verlust des Einkommens schnell verbraucht und helfen damit nicht, den finanziellen Bedarf dauerhaft zu decken. Bei frühzeitigem Eintritt einer Berufsunfähigkeit helfen Sparen, Lebensversicherungen und die eigene Immobilie nicht. Denn in der Regel stehen noch keine ausreichenden Mittel für langfristige Zahlungen zur Verfügung. Krankenzusatzversicherungen decken das Risiko der Berufsunfähigkeit überhaupt nicht ab und sind so ebenfalls ungeeignet. Richtig vorsorgen mit einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung Eine geeignete Vorsorge muss eine ausreichende und langfristige finanzielle Absicherung bieten, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen also berufsunfähig sind. Genau dies gewährleistet eine Berufsunfähigkeits-Versicherung: Sie orientiert sich am konkreten finanziellen Bedarf der versicherten Person. Die individuelle Versorgungslücke lässt sich so effektiv schließen. Sie leistet bei bedingungsgemäßer Berufsunfähigkeit ab Vertragsbeginn und deckt so auch eine frühzeitige Berufsunfähigkeit ohne Wartezeiten ab. Die monatliche Rente wird während der gesamten Dauer einer Berufsunfähigkeit bis zum vereinbarten Leistungsendalter, in der Regel das 67. Lebensjahr, gezahlt. Damit wird eine langfristige finanzielle Absicherung sichergestellt. 18 19
Die private Berufsunfähigkeits-Versicherung Schön und gut, aber private Vorsorge kann ich mir nicht leisten: 58 Prozent der Bevölkerung glauben, dass eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung zu teuer ist. 20 21
Private Berufsunfähigkeits-Versicherung Tipps für einen bezahlbaren Berufsunfähigkeits-Schutz: 1. Sichern Sie sich so früh wie möglich ab Je früher Sie sich für eine Berufsunfähigkeits-Absicherung entscheiden, desto besser. Denn in jungen Jahren sind die Beiträge besonders niedrig und die Gesundheitsprüfung stellt in der Regel wegen fehlender Vorerkrankungen kein Problem dar. Insbesondere für junge Menschen gibt es zudem interessante Einsteiger-Produkte mit besonders günstigen Beiträgen. 2. Vergleichen Sie die Angebote Die Preis- und Leistungsunterschiede der am Markt angebotenen Berufsunfähigkeits-Produkte sind erheblich. Ein Marktvergleich lohnt sich auf jeden Fall. Für eine 30-jährige Frau z. B. liegt der Monatsbeitrag für eine Berufsunfähigkeits-Versicherung mit hervorragenden Bedingungen und 1.000 Euro garantierter monatlicher Rente zwischen 57,27 Euro und 88,23 Euro*. 3. Nutzen Sie staatliche Fördermöglichkeiten Der monatliche Beitrag für eine Berufsunfähigkeits-Versicherung kann durch steuerliche Fördermöglichkeiten deutlich gesenkt werden, zum Beispiel für Selbständige im Rahmen der sogenannten Rürup-Rente oder für Arbeitnehmer im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. 4. Ziehen Sie sinnvolle Alternativen in Betracht Kommt letztendlich eine qualitativ hochwertige Berufsunfähigkeits-Absicherung aus finanziellen Gründen nicht in Frage, stellen Berufsunfähigkeits- Versicherungen mit Basisschutz bzw. Erwerbsunfähigkeits-Versicherungen bezahlbare und sinnvolle Alternativen dar. Denn dies ist immer noch besser, als ganz auf die zusätzliche Einkommens-Absicherung zu verzichten oder eine viel zu niedrige Rentenhöhe zu vereinbaren. hoch Möglichkeiten der Einkommens-Absicherung Ihre individuelle Situation ist maßgebend Die Auswahl einer individuell passenden Berufsunfähigkeits-Vorsorge erfordert Sorgfalt und muss Ihren individuellen Bedarf, Ihre Lebensplanung und Ihren finanziellen Spielraum berücksichtigen. Eine qualitativ hochwertige Berufsunfähigkeits-Absicherung hat ihren Preis, sie muss aber nicht teuer sein. Tipps für einen guten und bezahlbaren Versicherungsschutz haben wir für Sie nebenstehend zusammengestellt. Unsere Empfehlung: Lassen Sie sich von einem Versicherungsexperten Ihres Vertrauens ausführlich beraten. Er hilft, Ihren konkreten Bedarf zu ermitteln und aus der Vielzahl der Angebote die für Sie richtige und finanzierbare Lösung zu finden. Ein guter Versicherungsschutz darauf sollten Sie achten Welche Lösung ist die für Sie richtige? Wichtig ist, dass sie Ihren ermittelten individuellen Bedarf gut und umfassend abdeckt. Des Weiteren sollte erörtert werden, wie zuverlässig und leistungsfähig Produkt und Versicherer auch in Zukunft sind. Folgende Anhaltspunkte können Ihnen hierbei helfen: Produktmindestanforderungen Verzicht auf die abstrakte Verweisung, d. h. versichert ist der ausgeübte Beruf. Rückwirkende Leistung ab Eintritt der Berufsunfähigkeit, ohne Meldefrist. Verkürzung des Prognosezeitraums auf voraussichtlich sechs Monate. Leistungsanspruch grundsätzlich unabhängig von der Befolgung ärztlicher Anordnung (keine Arztanordnungsklausel). Möglichkeit zur Erhöhung der Berufsunfähigkeits-Rente während der Vertragslaufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung (sog. Nachversicherungsgarantie). Grad der Risikovorsorge Erwerbs- unfähigkeits- Vorsorge Berufsunfähigkeits- Vorsorge Basis Berufsunfähigkeits- Vorsorge Komfort Qualität des Versicherers Stabile Entwicklung der Beiträge und Überschüsse. Faire Annahmepolitik, z. B. konkrete, zeitlich begrenzte Antragsfragen. Erfahrung des Versicherers und Leistungsverhalten. Verständliche und nachvollziehbare Unterlagen. Gute Erreichbarkeit und professionelle Ansprechpartner. 22 niedrig Höhe des Beitrags * Quelle: Morgen & Morgen, LV-WIN 7.35, Frau, 30 Jahre, kaufmännische Angestellte, Selbständige Berufsunfähigkeits-Versicherung, Versicherungs- und Leistungsendalter 67 Jahre, 1.000 EUR garantierte BU-Monatsrente, Überschuss-System Sofortrabatt, Versicherungsbeginn 01.07.2008, 5 Sterne im Gesamtrating und Teilrating BU-Bedingungen, mindestens 4 Sterne in den übrigen Teilratings. hoch Auf dieser Grundlage können Sie dann das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Angebote vergleichen. 23
3022/08.2008