NC-Programmierung, Postprocessing, Simulation. von Michael Hoffmann, Oliver Hack, Sven Eickenberg

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Transkript:

CAD/CAM mit CATIA V5 NC-Programmierung, Postprocessing, Simulation von Michael Hoffmann, Oliver Hack, Sven Eickenberg 1. Auflage Hanser München 2005 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 446 22959 4 Zu Inhaltsverzeichnis schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG

CAD/CAM mit CATIA V5 Michael Hoffmann, Oliver Hack, Sven Eickenberg NC-Programmierung, Postprocessing, Simulation ISBN 3-446-22959-0 Leseprobe Weitere Informationen oder Bestellungen unter http://www.hanser.de/3-446-22959-0 sowie im Buchhandel

1 Einleitung 1.1 CAD/NC-Kopplung Die Entwicklung von CAD- Systemen und NC-Programmiersystemen der ersten Generation erfolgte völlig autark. So entstanden Insellösungen, was dazu führte, dass identische Daten in verschiedenen Funktionsbereichen eines Unternehmens mehrfach erzeugt und gepflegt werden mussten. Auch die Verwendung von Schnittstellenformaten zum Datenaustausch zwischen CAD- und CAM-Systemen brachte Probleme wie Übertragungsfehler und Datenverluste mit sich. Die aktuellen Entwicklungen moderner CAE-Systeme im Hinblick auf eine digitale Begleitung des Produktlebenszyklus bieten die Möglichkeit, fachlich, organisatorisch und auch geografisch getrennte Unternehmensbereiche zu verbinden und durch die gemeinsame Datenbasis eine redundanzfreie Datenhaltung zu gewährleisten. So bieten z.b. die Methoden CAD-System NC- Programmier- System APT/CLDATA (DIN 66125) Postprozessoren NC-Programm (DIN 66025) CAE-System mit integriertem NC-Modul APT/CLDATA (DIN 66125) Postprozessoren NC-Programm (DIN 66025) des Digital Mockup (DMU), ein Produkt virtuell im Rechner darzustellen und bereits im Vorfeld Prozessabsicherungen in Form von Berechnungen, Simulationen oder Einbauuntersuchungen durchzuführen. Auch der gesamte Fertigungsprozess kann mit den Möglichkeiten der integrierten Fertigungslösungen im Rechner abgebildet werden. CATIA Version 5, als Nachfolger der Version 4 seit Mitte der 90er Jahre völlig neu entwickelt, gehört zu den weltweit mächtigsten CAD/CAM-Systemen und ist bei vielen Unternehmen der Automobil-, Schiffbau- und Flugzeugindustrie das System der Wahl. Bild 1.1: Modelle der CAD/NC-Kopplung 11

1 Einleitung Wie in Bild 1.1: Modelle der CAD/NC-Kopplung dargestellt, werden die Fertigungsinformationen grundsätzlich in einem neutralen APT-Format (Automatically Programmed Tool) ausgegeben. Dieses Format enthält alle für die Fertigung des Bauteils erforderlichen Informationen (Werkzeuge, Technologiedaten, Verfahranweisungen) für ein spezifisches Fertigungsverfahren (z.b. Fräsen, Drehen, Drahterodieren). Diese Daten werden dann über einen Postprozessor für die spezifische Werkzeugmaschinensteuerung konvertiert. 1.2 Assoziative Datenbasis Durch die Integration von CAD und CAM in einem durchgängigen CAE-System entsteht im Idealfall der gewaltige Vorteil, dass eine Geometrieänderung im CAD eine unmittelbare Anpassung der betroffenen NC-Programme zur Folge hat. Das folgende Bild zeigt die parametrisierte Skizze der Grundkontur eines Flaschenöffners, die darauf verknüpfte 3D-Geometrie des Bauteils und einen Fertigungsprozess der abgeleiteten Stempelgeometrie. Bild 1.2: Anwendungsbeispiel Flaschenöffner 12

1.3 Fertigungslösungen in CATIA V5 Über die parametrisierte Skizze wird nun eine Änderung (Länge und Griffradius) eingebracht. Diese beeinflusst unmittelbar die 3D-Geometrie des Bauteils und des Stempels. Außerdem wird der Fertigungsprozess nach einer Neuberechnung automatisch aktualisiert. Bild 1.3: Automatisierte Änderung bis zum NC- Programm 1.3 Fertigungslösungen in CATIA V5 Mit den CATIA Manufacturing Solution stehen eine Vielzahl von Fertigungslösungen zur Verfügung. Die folgende Grafik gibt einen Überblick der verfügbaren NC- Produkte in CATIA V5. 13

1 Einleitung Bild 1.4: Übersicht der Fertigungslösungen in CATIA V5 NC Manufacturing Infrastructure / Toolpath Management Lathe Machining Prismatic Machining Surface Machining Multi-Axis Surface Machining Advanced Machining STL Rapid Prototyping CUT4Axes, FastTrim,... Postprocessing / Simulation Cenit (cpost/mik), ICAM, IMS VNC / MPS (DELMIA) Technologie / Verfahren Drehen 2,5 D Bohr und Fräsbearbeitung 3 Achs Flächenfräsen 2,5-5 Achs Bohr- und Fräsbearbeitung 5 Achs Flächenfräsen Stereolithografie Drahterodieren, Laserschneiden,... CATIA V5 NC Produkte und Technologien CATIA V5 CAA-Applikationen Add-On Produkte von Drittanbietern Neben den Standardprodukten für die Technologien Drehen, Fräsen/Bohren und Stereolithografie stehen weitere integrierte Produkte von Entwicklungspartnern, z.b. für das Drahterodieren oder das 3D-Laser- und Wasserstrahlschneiden zur Verfügung. Im Bereich des Postprocessing werden Lösungen von der Firma CENIT AG, ICAM oder IMS unterstützt. Aus dem Produktportfolio der Fa. DELMIA stehen für die Werkzeugmaschinensimulation die Produkte VNC, MPS und IGRIP zur Verfügung. In den folgenden Kapiteln werden die oben genannten Produkte und Technologien detailliert vorgestellt und deren Nutzung in Anwendungsbeispielen Schritt für Schritt erläutert. 14

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte 2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte In diesem Kapitel soll die generelle Vorgehensweise im Bereich der 2,5 Achs-Fräsund Bohrbearbeitung anhand einer Werkzeugplatte erläutert werden. Prismatic Machining Bild 2.49: Werkzeugplatte Übungsbauteil IBM Die Vorgehensweise bei der prismatischen Bearbeitung kann sehr unterschiedlich sein. Im ungünstigsten Fall erzeugt sich der Anwender für jedes Feature, wie z. B. eine Tasche oder Bohrung, eine dazugehörige Bearbeitungsoperation (bearbeitungsorientiert). Dies kann bei einfachen, nicht in der Serienproduktion zu fertigenden Bauteilen auch oft der einfachste Weg sein. Sind jedoch immer wiederkehrende Features oder Bearbeitungsmuster vorhanden, ist es ratsam, mit der automatischen Musterauswahl und Feature-Erkennung (bereichsorientiert) zu arbeiten. In ersten Fall wird die Werkzeugplatte Operation für Operation gefertigt, um die generelle Vorgehensweise der Arbeitsumgebung zu vermitteln. Voraussetzungen: Ziel: Startdokument: Zieldokument: CATIA Workbench Prismatic Machining Das oben abgebildete Bauteil soll offline programmiert werden. Setup Werkzeugplatte.CATProduct Setup Werkzeugplatte.CATProcess Laden Sie das Startmodell: Setup Werkzeugplatte.CATProduct Dieses Produkt enthält alle benötigten Einzelteile wie Werkzeugplatte, Rohteil, Spanntisch und Spannelemente. 51

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Bild 2.50: Strukturbaum Wechseln Sie in die Arbeitsumgebung (Workbench) Prismatic Machining Jetzt wird eine neuer CATProcess geöffnet und damit das Produkt in die ProductList eingebettet. Über Datei > Neu > Process ist es ebenfalls möglich, eine neue CATProcess-Datei zu erzeugen. Jedoch muss dann in der Aufspannung das zu bearbeitende CATPart oder CATProduct über das Icon Produkt oder Teil in der Aufspannung neu zugewiesen werden. Bild 2.51: Dialogfenster Datei Neu 52

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte 2.3.1 Definition der Aufspannung (Werkzeugplatte) In der Aufspannung werden nun wie in Kapitel 2.2.3 beschrieben folgende Einstellungen vorgenommen: Aufspannung > Kann nach Belieben benutzerdefiniert ausgerichtet werden! (Kapitel 2.2.3) > Setup Werkzeugplatte (standardmäßig definiert) > Werkzeugplatte\Hauptkörper * > Rohteil\Hauptkörper * > Keine Spannvorrichtung ausgewählt (nur für Simulation) > 1 Sicherheitsebene (Hilfselemente von Rohteil) * * werden im Kontext zwischen Dialogfenster und der Arbeitsumgebung ausgewählt Im Maschineneditor wird eine 3-Achsmaschine_Standardmaschine ausgewählt. Im Register Numerische Steuerung werden der Postprozessor und die Postprozessor-Worttabelle definiert. Maschineneditor Bild 2.52: Einstellung zur numerischen Steuerung Hier gilt es nochmals zu erwähnen, dass die Einstellungen im Maschineneditor und die Einstellung zur Numerischen Steuerung restriktiv sind. In diesen Anwendungsbeispielen werden die individuell erstellten Postprozessoren des Maschinenparks der FH Trier verwendet. 53

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Planfräsoperation 2.3.2 Erzeugung einer Planfräsoperation Selektieren Sie im Strukturbaum das Herstellungsprogramm.1 und danach das Untermenü des Icons Werkzeugwechsel aus der Symbolleiste Hilfsoperationen und fügen einen Werkzeugwechsel wie in Kapitel 2.2.8 beschrieben mit einem Planfräser ein. Die Parameter des Werkzeuges und der Aufnahme können wieder benutzerdefiniert geändert werden. Selektieren Sie nun im Strukturbaum den Werkzeugwechsel und danach das Icon Planfräsen. Eine Planfräsoperation wird nun automatisch dem Werkzeugwechsel zugeordnet, und es öffnet sich das Register Geometrische Komponenten. Es ist auch möglich, eine Operation sofort ins Herstellungsprogramm einzufügen und im Register Werkzeugdaten die Werkzeugparameter zu bearbeiten. Wird jedoch eine Aufnahme definiert, wird erst der Werkzeugwechsel erzeugt. Ab CATIA V5 R13 ist es möglich, die komplette Werkzeugdefinition im Register Werkzeugdaten der eigentlichen Operation durchzuführen. Im Register Geometrische Komponenten wird nun im Kontext zwischen Dialogfenster und Benutzeroberfläche die Geometrie zugewiesen. Im folgenden Beispiel wird intuitiv die obere Fläche der WKZ-Platte im Kontext zwischen Dialogfenster und Arbeitsumgebung der repräsentativen Geometrie zugewiesen. Werden Aufmaße vergeben (z. B. Aufmaß zum Schleifen oder für eine Nachbearbeitung), verlaufen die Werkzeugbahnen später automatisch mit einem Abstand über der eigentlichen geometrischen Komponente. Bild 2.53: Geometrische Komponenten 54

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte Im Register Bearbeitungsstrategie können nun wie in Kapitel 2.2.6.1 beschrieben alle wichtigen benutzerdefinierten Parameter, wie z.b: Strategie Schnittrichtung Toleranz Bahnabstand Schnitttiefe usw. festgelegt werden. Bild 2.54: Bearbeitungsstrategie Wie in Kapitel 2.2.6.1 beschrieben, sind viele Parametereinstellungen mit einem Fragezeichen versehen. Durch die Anwahl des Fragezeichens erscheint eine erläuternde Grafik wie in Bild 2.55 dargestellt. Im ersten Beispiel werden jedoch alle Standardeinstellungen übernommen. Bild 2.55: Beispielhafte Erläuterung des Gegenlauffräsens 55

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Bild 2.56: Werkzeuggeschwindigkeiten Im Register Werkzeuggeschwindigkeiten werden die Vorschubwerte und Drehzahlen festgelegt. Durch die Anwahl von Automatische Berechnung aus Werkzeuggeschwindigkeiten und Zuführungen können die Vorschubwerte automatisch errechnet werden. Dies geschieht jedoch nur, wenn im Register Werkzeugdaten, wie in Kapitel 2.2.6.3 oder Kapitel 2.2.9.1 aufzeigt, die Schnittwerte festgelegt worden sind. Da die Schnittwerte jedoch sehr von Material, Maschine und Werkzeug, abhängig sind, werden in unserem Beispiel die Standardeinstellungen übernommen. Wichtig zu erwähnen ist lediglich, dass der Anwender die Möglichkeit hat, die maschinen- und materialspezifischen Werkzeuggeschwindigkeiten im Vorfeld bei der Werkzeugdefinition oder diese in dem Register Werkzeuggeschwindigkeiten festzulegen. Werden die Werkzeuge verwaltet wie in Kapitel 2.2.11 beschrieben und sofort mit Schnittdaten, Vorschubwerten und Drehzahlen definiert, ist das sicherlich die effizienteste Art der Werkzeugverwaltung und Schnittdatenberechnung. Da die Verwaltung der Werkzeuge sehr anwenderspezifisch ist, wird an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen. 56

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte Im Register Makrodefinition werden wie in Kapitel 2.2.6.5 dargelegt alle nicht auf die Geometrie bezogenen Werkzeugbewegungen definiert, wie z. B. Zustellung und Rückzugsbewegung. Dem Anwender stehen vordefinierte Makros zur Verfügung, es können aber auch benutzerdefinierte Makros erzeugt werden. Bei der Makrodefinition können Sie den gewünschten Makrotyp (Zustellung, Rückzugsbwegung etc.) auswählen. Bild 2.57: Makrodefinition Das zu erzeugende Makro kann im Pulldown-Menü zur Bearbeitung freigegeben werden. Verwendung von vordefinierten Strategien zur Erzeugung von benutzerdefinierten Makros. Die Einstellung der Makrodaten ist sehr wichtig. Es darf z.b. mit einem Fräswerkzeug, welches keine Schneiden an der Stirnseite besitzt, niemals in Achsrichtung in ein Bauteil eingetaucht werden. Bei der Bearbeitung von Hinterschneidungen darf die Rückzugsbewegung nicht axial zur WKZ-Achse stattfinden, solange das Werkzeug sich im Eingriff befindet. Auch besteht die Gefahr, dass ein Werkzeug nach oder vor einem Werkzeugwechsel oder bei den Verbindungswegen zwischen den zu bearbeitenden Komponenten ungewünscht mit dem Bauteil in Kontakt kommen könnte. 57

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Bild 2.58: Links: Zustellung Bild 2.59: Rechts: Rückzugsbewegung bei der Planfräsoperation Bild 2.60: Kontextmenü Makrokomponenten Bild 2.61: Vordefinierte Makros In unserem Falle werden ein Zustell- und ein Rückzugsmakro definiert. Über das Kontextmenü mit der rechten Maustaste können die einzelnen Makros noch weiter bearbeitet werden. Sie können z. B. Vorschubwerte festlegen oder das Makro oder einzelne Komponenten daraus wieder löschen. Mit der rechten Maustaste oder einen Doppelklick können die gewünschten Makrokomponenten weiter bearbeitet werden. Für die Zustellbewegung aus Bild 2.58 wurde ein vordefiniertes Makro verwendet und eine Komponente des Makros gelöscht. Für die Rückzugsbewegung aus Bild 2.59 wird ebenfalls ein vordefiniertes Makro verwendet. Bild 2.62: Werkzeugbahnwiedergabe der Planfräsoperation Nun sind alle relevanten Parameter in den einzelnen Registern definiert, und durch die Anwahl von Werkzeugbahnwiedergabe kann die Werkzeugbahn berechnet und simuliert werden. 58

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte 2.3.3 Erzeugung einer Taschenfräsoperation Selektieren Sie im Strukturbaum die Operation Planfräsen.1 und danach das Icon Werkzeugwechsel aus der Symbolleiste Hilfsoperationen und fügen wie in Kapitel 2.2.8 beschrieben einen Werkzeugwechsel mit einem Schaftfräser ein. Die Parameter des Werkzeuges und der Aufnahme können wieder benutzerdefiniert geändert werden. Selektieren Sie im Strukturbaum den Werkzeugwechsel und danach das Icon Taschenfräsen. Taschenfräsen Im Register Geometrische Komponenten wird nun im Kontext zwischen Dialogfenster und Benutzeroberfläche wieder die Geometrie zugewiesen. Im folgenden Beispiel werden die Grundfläche der Tasche und die obere Ebene zugewiesen. Bild 2.63: Geometrische Komponenten Durch Anwählen des mittleren Quadrates mittels der rechten Maustaste erscheint ein Dialogfenster, in dem verschiedene Einstellungen vorgenommen werden können. Im Auswahlmenü wird nun Alle Inseln entfernen angewählt. Bild 2.64: Kontextmenü Taschenfräsen 59

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Im Register Bearbeitungsstrategie werden nun folgende Einstellungen vorgenommen. Bearbeitungsstrategie: Von innen nach außen Bild 2.65: Bearbeitungsstrategie Bild 2.66: Maximale Schnitttiefe Im Unterregister Axial: Modus: Maximale Schnitttiefe Maximale Schnitttiefe: 5 mm Alle weiteren Standardeinstellungen werden übernommen oder können benutzerdefiniert geändert werden. 60

2.3 Anwendungsbeispiel 1: Werkzeugplatte Bei der Definition der Makros wird die Zustellung und Rückzugsbewegung wie in Kapitel 2.3.2 beschrieben definiert. In diesem Fall jedoch wird ein benutzerdefiniertes Makro erzeugt. Nach der Auswahl des Icons Zur Erstellung des Benutzermakros eröffnen sich weitere Möglichkeiten zur Makrodefinition. Bild 2.67: Makrodefinition In unserem Falle wird nun jeweils für das Zustell- und das Rückzugsmakro eine Axiale Bewegung bis zu einer Ebene hinzufügen ausgewählt. Bild 2.68: Erzeugung eines Benutzermakros Da im Vorfeld in der Aufspannung eine Sicherheitsebene definiert wurde, finden die Zustellung und die Rückzugsbewegung nun automatisch bis zu dieser Ebene statt, andernfalls kann auch eine andere Ebene gewählt werden. Ab CATIA V5 R13 ist das Register zur Definition von Makrodaten anders aufgebaut. Hier werden eine Vielzahl von Makros angeboten, welche aktiviert oder inaktiviert werden können. Die Vorgehensweise zur Erstellung von Benutzermakros und vordefinierten Makros ist jedoch fast identisch und dürfte für den Anwender daher kein Problem darstellen. 61

2 Bohr- und Fräsbearbeitung Bild 2.69: Werkzeugbahnwiedergabe Durch die Anwahl von Werkzeugbahnwiedergabe kann die Werkzeugbahn nun berechnet und simuliert werden. Bei der Werkzeugbahnwiedergabe besteht die Möglichkeit, den Farbmodus zu wechseln. Werkzeugbahnen können in der selben Farbe oder in unterschiedlichen Farben in Bezug auf Zustell-, Eilgang- oder Rückzugsbewegungen dargestellt werden. Bild 2.70: Farbmodus Bei der Simulation mit unterschiedlichen Farben erkennt man die farblich hervorgehobenen Makrobewegungen. Man erkennt, dass die blaue Rückzugsbewegung und die gelbe Zustellbewegung jeweils von bzw. bis zur Sicherheitsebene verlaufen. 62