von Manfred Kratzl Der Super-GAU für jeden Anwender tritt ein, wenn sein PC nach einem totalen Systemcrash nicht mehr startet. In diesem Zustand kommen Sie nicht einmal an Ihre Datensicherung heran, denn das Backup-Programm benötigt ebenfalls die Windows-Oberfläche und bei einer Neu-Installation gehen höchstwahrscheinlich alle Daten verloren. Wohl dem, der eine Boot-CD sein Eigen nennt. Damit vermeiden Sie eine Neu- Installation oder können zumindest noch wertvolle Daten retten. Wie Sie Ihre eigene Boot-CD brennen und was Sie dazu brauchen, lesen Sie in diesem Beitrag. Was Ihnen eine Boot-CD für Windows 95/98/Me bringt 3 Checkliste: Alle Voraussetzungen für eine Boot-CD 4 So stellen Sie die Dateien für die Boot-CD zusammen 5 Installieren Sie ein neues Windows für die Boot-CD 7 So brennen Sie sich Ihre eigene Boot-CD 12 Eine Boot-CD für Windows XP 12 Seite 2
Was Ihnen eine Boot-CD für Windows 95/98/Me bringt Mehr Sicherheit nach einem Total- Crash Vorzüge der Boot- CD im Notfall Einsatzbereites Windows Zum Sichern bereit Extrahieren möglich System auf einem anderen PC laufen lassen Viren-Schutz Die Boot-CD in Abhängigkeit von den Windows- Versionen Eine Boot-CD mit allen Service-Packs Stürzt Windows komplett ab, so können Sie in der Regel mit einer Installation über das bestehende System die Konfiguration retten bzw. wiederherstellen. Unter Umständen ist die alte Installation aber so beschädigt, dass Windows bei der Neu-Installation das System komplett neu einrichtet. Daten und Programme gehen dadurch verloren. Haben Sie eine Boot-CD zur Hand, können Sie damit das System starten und auf die Daten der Festplatte zugreifen. Doch das ist längst nicht alles. Der Windows-Start von einer Boot-CD bietet weitere Vorzüge: Eine Boot-CD bietet Ihnen im Notfall ein funktionierendes Windows-System. Im Falle eines Systemcrashes kommen Sie nur schwer an die Daten der Festplatte, da die langen Dateinamen unter DOS, also beim Start mit der Start-Diskette, nicht gesichert werden. Nur mit einem laufenden Windows können Sie die langen Dateinamen sichern. Ein funktionsfähiges Windows ist meist auch erforderlich, um eine Datei aus einem Backup-Archiv oder aus einem verschlüsselten Dateisystem zu extrahieren. Von Vorteil ist auch die Möglichkeit, das eigene System mit speziellen Programmen auf einem fremden Rechner laufen zu lassen. Wird der PC von mehreren Anwendern genutzt, oder steht der PC gar in einer Schule bzw. einem Internet-Cafe, bietet die Boot- CD Schutz vor Viren und Systemmanipulationen. Eine Boot-CD kann auf unterschiedliche Weise erstellt werden. Im Gegensatz zu Windows 2000/XP bringen Sie unter Windows 95/98/ Me das komplette Windows-System auf einer CD unter und können somit das System wie gewohnt hochfahren. Unter Windows 2000/XP reicht die CD-Kapazität zwar nicht aus, aber auch hier können Sie eine wesentliche Vereinfachung vornehmen, indem Sie die Service Packs gleich mit auf die Boot-CD brennen. Diese werden bei der Installation gleich eingepflegt und Sie sparen sich somit viel Zeit. Seite 3
Das brauchen Sie für eineboot-cd Voraussetzungen für eine Boot-CD Bitte prüfen Sie anhand der folgenden Checkliste, ob Ihr System für den Start von einer Boot-CD geeignet ist bzw. ob Sie alle notwendigen Utensilien zur Verfügung haben. Voraussetzung Hinweis Award Bootfähiges CD- ROM-Laufwerk Startdiskette Windows-CD 800 MB freie Festplattenkapazität CD-Brenner mit Brennsoftware Normalerweise bootet ein System von der Festplatte C. Bei einem Start von der Boot-CD müssen Sie die Startreihenfolge ändern. Zur Erstellung der Boot-CD benötigen Sie Daten von der Startdiskette. Zur Erstellung der Boot-CD benötigen Sie Daten von der Windows-CD. Um die Dateien für die Boot-CD zusammenzustellen, benötigen Sie ca. 800 MB freie Festplattenkapazität. Die Brennsoftware muss bootfähige CDs herstellen können. Über das BIOS ändern Sie die Bootreihenfolge (Boot- Sequenz) so, dass das CDROM-Laufwerk an erster Stelle steht. Sie erstellen eine Startdiskette über Start, Einstellungen, Systemsteuerung, Software über das Register Startdiskette. Halten Sie die Windows- CD bereit. Schaffen Sie Platz auf der Festplatte bzw. prüfen Sie die freie Kapazität mit dem Windows-Explorer. Je nach Brennsoftware finden Sie eine entsprechende Option bei Ausführung des Brennvorgangs. So stellen Sie das BIOS um Die Voraussetzungen für eine Boot-CD sind schnell erledigt. Um herauszufinden, ob sich Ihr Computer von CD booten lässt, reicht die Windows 98/Me-CD aus. Legen Sie diese ein und starten den PC. Kommt ein Auswahlmenü, das den Start von Festplatte oder CD- ROM anbietet, bzw. startet der PC direkt von der CD, so ist Ihr System bereits richtig konfiguriert. Andernfalls müssen Sie die BIOS-Einstellungen ändern: Seite 4
1. Starten Sie den PC neu und drücken Sie die Taste Entf. Menüpunkt Boot-Device Zusätzlich von CD booten 2. Am Bildschirm erscheint das Menü zum BIOS-Setup. Unter Advanced finden Sie einen oder mehrere Menüpunkt mit Boot-Device zum Einstellen der Bootreihenfolge. 3. Gibt es neben Diskettenlaufwerk und Festplatte auch einen Eintrag für CD-ROM, reicht eine Veränderung der Reihenfolge für das Starten von CD. Setzen Sie dazu das Diskettenlaufwerk an die erste und das CDROM-Laufwerk an die zweite Position ( First Boot Device und Second Boot Device ). Sonderfall SCSI Normalerweise stellen Sie das SCSI-Device im BIOS des Rechner als First Boot Device ein. Bei alten SCSI-Laufwerken werden die Einstellungen im SCSI-BIOS vorgenommen. In diesem speziellen Fall wird dem BIOS vorgegaukelt, dass der SCSI-Adapter von Diskette bootet. Daher muss im BIOS des Rechners das Booten von Diskette mit der höchsten Priorität eingestellt sein. Ein eigener Ordner für die Boot-CD So stellen Sie die Dateien für die Boot-CD zusammen Sie müssen als erstes die Dateien für die Boot-CD vorbereiten. Wichtigstes Werkzeug dabei ist der Windows-Explorer. Öffnen Sie diesen, und legen Sie über Datei und Neu am besten einen eigenen Ordner für die zu erstellende CD an. Benennen Sie diesen z. B. mit Boot-CD. 1. Als nächstes erstellen Sie einige Verzeichnisse im Ordner Boot- CD auf der Festplatte: Ordner Inhalt \W Dient zur Vorbereitung des Boot-Images für die CD- ROM (siehe nachfolgende Detailbeschreibung). \CDROM Speichern der Daten für die spätere Boot-CD. \CDROM\RAMDISK Daten für die spätere RAM-Disk. \CDROM\RAMDISK\W Das Windows-Verzeichnis der RAM-Disk. \BACKUP Kopieren Sie die Dateien MSDOS.SYS, IO.SYS, CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT von C:\ in diesen Ordner. Seite 5
Der Ordner C:\W Vergessen Sie nicht den CD- ROM-Treiber XMSDSK auf der CD zur Ausgabe 2. In das Verzeichnis C:\W kopieren Sie die Dateien DBLBUFF. SYS, HIMEM.SYS, IFSHLP.SYS und SETVER.EXE aus Ihrem Windows-Verzeichnis sowie ATTRIB.EXE, KEYB.COM, KEY- BOARD.SYS, MSCDEX. EXE, SUBST.EXE, XCOPY.EXE, XCOPY32.EXE. Bei Windows 98/Me kopieren Sie zusätzlich XCOPY32.MOD aus dem Ordner \WINDOWS\COMMAND. 3. Zuletzt kopieren Sie die DOS-Treiber Ihres CD-ROMLaufwerks und einen RAM-Disk-Treiber in den Ordner C:\W. Verwenden Sie dazu den Standard-CD-ROM-Treiber von der Windows-Bootdisk. Er nennt sich OAKCDROM. SYS. Wir empfehlen das Utility XMSDSK.EXE, das Sie auch auf der CD zu dieser Ausgabe finden. Im Gegensatz zum Windows-eigenen RAMDRIVE können Sie mit diesem Utility der RAMDRIVE eine feste Laufwerkskennung zuordnen. Damit haben Sie alle notwendigen Daten für die Boot-CD zusammen. Diese Systemdateien sollten Sie unbedingt sichern Sichern Sie zuletzt die Registrierungsdatenbank Anpassen der Systemdateien Auch wenn Sie Windows Me im Einsatz haben, benötigen Sie für den Systemstart von CD die Systemdateien CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT. Unter Windows 95/98 sichern Sie die Dateien C:\CONFIG.SYS und C:\AUTOEXEC.BAT am besten mit dem Windows-Explorer auf Diskette. Zudem sollten Sie die Dateien WIN.COM und SYSTEM.INI aus dem Windows-Verzeichnis ebenfalls auf Diskette kopieren. Zuletzt sollten Sie noch die Registrierungsdatenbank sichern. Dafür gibt es mittler-weile kostenlose Tools, die Sie auf der CD zu dieser Ausgabe finden. Jetzt können Sie die Systemdateien anpassen: Seite 6
Die neue AUTOEXEC.BAT 1. Starten Sie den Systemeditor über Start, Ausführen und geben Sie EDIT ein. 2. Geben Sie die folgenden Zeilen ein und sichern Sie die Datei mit Datei und Speichern unter dem Dateinamen AUTOEXEC.BAT. c:\w\subst.exe x: c:\cdrom path c:\;c:\w c:\w\keyb gr,,c:\w\keyboard.sys Anpassen der Startdiskette Startdiskette einlegen Die Änderungen in der CONFIG.SYS... Die Startdiskette wird für den späteren Bootvorgang benötigt. Legen Sie diese also in das Diskettenlaufwerk ein und öffnen Sie die Dateien AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS mit dem Editor (über den Windows-Explorer die Datei mit rechts anklicken und Bearbeiten wählen). devicehigh=c:\w\himem.sys devicehigh=c:\w\ifshlp.sys devicehigh=c:\w\dblbuff.sys devicehigh=c:\w\setver.exe... und in der AUTOECXEC.BAT Die Minimalausstattung der AUTOEXEC.BAT sieht so aus: c:\w\subst.exe x: c:\cdrom path=c:\w; x:\w; x:\w\command;...... x: \w\system c:\w\keyb gr,, c:\w\keyboard.sys Das neue Windows für die Boot-CD installieren Achten Sie auf das richtige Verzeichnis Nach Abschluss der Vorbereitungen können Sie Windows neu installieren und für die Boot-CD vorbereiten: 1. Legen Sie die Windows-CD sowie die geänderte Startdiskette in den Rechner ein und starten den PC dann neu. Seite 7
Windows- Installation wählen Startdiskette nicht entfernen CONFIG.SYS öffnen Individuell anpassen Nächster Neustart erforderlich Systemeinstellungen vornehmen 2. Wählen Sie im Startmenü die Windows-Installation, übergehen die Fehlermeldung, dass SUBST.EXE geladen ist, und achten Sie darauf, dass Sie als neuen Installationspfad das Laufwerk X:\W angeben. 3. Sie werden nun aufgefordert, den Rechner neu zu starten. Entgegen der Aufforderung entfernen Sie die Startdiskette nicht, denn der erste Neustart bei der Installation muss unbedingt von der Bootdiskette aus erfolgen. 4. Nach erfolgtem Start öffnen Sie mit dem Systemeditor (über Start Ausführen EDIT die Datei CONFIG.SYS und prüfen folgende Eintragungen: devicehigh=c:\w\himem.sys devicehigh=c:\w\ifshlp.sys devicehigh=c:\w\dblbuff.sys devicehigh=c:\w\setver.exe 5. Ändern Sie diese bei Bedarf entsprechend ab und sichern die Datei mit Datei und Speichern. 6. Entfernen Sie die Startdiskette und starten Sie den Rechner neu. Führen Sie die Installation bis zum Ende fort. 7. Nach Abschluss der Installation nehmen Sie die restlichen Einstellungen vor (z. B. Bildschirmauflösung, Drucker, Modem, Internet). Damit haben Sie Ihr Windows nun fertig für die Boot-CD konfiguriert. Bitte beachten Sie, dass alle nachträglichen Änderungen für die Boot-CD nicht mehr berücksichtigt werden, denn im nächsten Schritt wird die Registry in eine RAM-Disk verschoben. Deshalb sollten Sie auch jetzt sämtliche benötigten Treiber installieren (etwa für Ihre Grafik oder Soundkarte) und eventuelle weitere Programme einrichten, die mit auf die CD kopiert werden sollen. Seite 8
Aufbau der RAM-Disk für die Boot-CD Zur Vorbereitung der RAM-Disk, die die Registry aufnehmen soll, kommt wieder der DOS-Befehl SUBST zum Einsatz. 1. Öffnen Sie mit dem Systemeditor über Start, Ausführen und EDIT die Datei C:\AUTOEXEC.BAT. 2. Fügen Sie folgende Zeile als zweite Zeile ein: c:\w\subst.exe w: c:\cdrom\ramdisk Windows erwartet die Dateien der Registry in einem bestimmten Verzeichnis, das in der Datei MSDOS.SYS des Boot-Laufwerks eingetragen wird. 3. Starten Sie über Start und Programme die MSDOS Eingabeaufforderung. 4. Um die MSDOS.SYS zu editieren, geben Sie diesen Befehl ein: ATTRIB MSDOS.SYS -s -h r. Passen Sie die Pfadangaben für das neue Windows an Startmenü in die RAM-Disk kopieren 5. Anschließend können Sie die Pfadangaben in den ersten vier Zeilen anpassen: [Paths] WinDir=w:\w WinBootDir=w:\w HostWinBootDrv=w 6. Damit der nächste Windows-Neustart reibungslos läuft, kopieren Sie nun noch den Startmenü-Ordner von C:\CDROM\W nach C:\CDROM\RAMDISK\W. 7. Zur Fertigstellung des vorläufigen RAM-Disk-Ersatzes beenden Sie Windows und starten mit F8 in die MDDOS Eingabeaufforderung. Kopieren Sie die Dateien SYSTEM.DAT, SYSTEM.INI, USER.DAT und WIN.INI von C:\CDROM\W nach C:\CDROM\RAMDISK\W, nachdem Sie diese mit ATTRIB zugänglich gemacht haben. Die Befehle im Detail attrib c:\cdrom\w\system.dat s r -h attrib c:\cdrom\w\system.ini s r h Achtung: Die Punkte gehören nicht zum jeweiligen Befehl! Seite 9
attrib c:\cdrom\w\user.dat s r h attrib c:\cdrom\w\win.ini s r h copy c:\cdrom\w\system.dat...... c:\cdrom\ramdisk\w\system.dat copy c:\cdrom\w\system.ini...... c:\cdrom\ramdisk\w\system.ini copy c:\cdrom\w\user.dat...... c:\cdrom\ramdisk\w\user.dat copy c:\cdrom\w\win.ini...... c:\cdrom\ramdisk\w\win.ini Falls Sie unter Windows 95 die Änderung an der IO.SYS durchgeführt haben, benennen Sie im Zielverzeichnis die Datei SYSTEM.DAT in SYSTEM.TAT um ( RENAME c:\cdrom\ramdisk\w\ system.dat c:\cdrom\ramdisk\w\system.tat ). Wenn Sie nun Windows neu starten, verwendet es die Registry auf Laufwerk W:. Das System braucht nicht nur Schreibzugriff auf die Registry, sondern auch auf das Windows-Verzeichnis. Daher sollte auch dieses nach einem CDBoot in der RAM-Disk liegen. 8. Starten Sie über Ausführen und Eingabe von REGEDIT den Registrierungseditor. 9. Wechseln Sie auf den Schlüssel HKLM\Software\Microsoft\ Windows\CurrentVersion. 10. Ändern Sie den Wert systemroot auf w:\w. Um die RAM-Disk zu aktivieren, ist wieder ein Neustart in die DOS-Ebene fällig: 11. Starten Sie den PC neu und drücken die Taste F8. 12. Mit dem Befehl ATTRIB -s -h -r c:\cdrom\ramdisk\*.*/s entfernen Sie die Flags der Dateien, die in der RAM-Disk landen sollen. 13. Starten Sie nun mit EDIT autoexec.bat den Editor und löschen Sie folgende Zeile: subst w: c:\cdrom\ramdisk Seite 10
AUTOEXEC.BAT anpassen 14. Geben Sie dafür diese Zeilen ein: c:\w\xmsdsk 8000 w: /y copy c:\command.com w:\ set COMSPEC=w:\command.com c:\w\xcopy c:\cdrom\ramdisk\*.* w:\ /s System bereinigen Statt eines SUBST-Laufwerks wird nun beim Systemstart eine RAM- Disk von 8.000 KB Größe eingerichtet. Läuft nach einem Neustart alles einwandfrei, können Sie alle Dateien und Verzeichnisse in C:\CDROM\RAMDISK\W bis auf SYSTEM.INI, USER.DAT, WIN.INI, CONTROL.INI und SYSTEM.TAT bzw. SYSTEM.DAT löschen. So brennen Sie sich Ihre eigene Boot-CD CD muss bootfähig sein Nachdem alle Dateien auf der Festplatte vorbereitet wurden, können Sie die Boot-CD nun brennen. Diese muss aber bootfähig sein, was einige Vorarbeiten vor dem eigentlichen Brennen erfordert. Eine bootfähige CD erstellen Neue Brennersoftware benötigt keine Boot- Disketten mehr So erstellen Sie die Boot-Diskette Zum Erzeugen einer bootfähigen CD brauchen Sie eine Bootdiskette oder, je nach Brennersoftware, ein Image einer solchen. 15. Öffnen Sie über Start und Ausführen mit Eingabe von COMMAND die MS-DOS Eingabeaufforderung. 16. Legen Sie eine leere Diskette in Laufwerk A: ein und geben folgenden Befehl ein: FORMAT a: /s. Drücken Sie nach jeder Zeile _. Führen Sie nun ebenso die folgenden Befehle aus: COPY C:\IO.SYS A: COPY C:\MSDOS.SYS A: COPY C:\CONFIG.SYS A: COPY C:\AUTOEXEC.BAT A: COPY C:\W\*.* A: Ändern Sie die Pfadangaben in den Dateien auf der Diskette 17. Mit EDIT a:\config.sys müssen Sie nun die Pfade korrigieren und den CD-ROM-Treiber einbinden. Das Ergebnis sollte etwa so aussehen: Zuerst in der CONFIG.SYS... Seite 11
devicehigh=a:\w\himem.sys devicehigh=a:\w\ifshlp.sys devicehigh=a:\w\dblbuff.sys devicehigh=a:\w\setver.exe device=a:\w\aspi8dos.sys device=a:\w\aspicd.sys /D:CD001 a:\w\mscdex.exe /D:CD001 /L:X /M:50 a:\w\xmsdsk 4000 w: /y copy a:\command.com w:\ set COMSPEC=w:\command.com a:\w\xcopy x:\ramdisk\*.* w:\ /S path w:\;x:\w;x:\w\command; x:\w\system a:\w\keyb gr,,a:\w\keyboard.sys x: Stellen Sie das altes System wieder her Kopieren Sie die gesicherten Dateien der ursprünglichen Windows- Konfiguration von Diskette bzw. einem anderen Medium wieder zurück. So brennen Sie eine Boot-CD Sie können jetzt mit Ihrer Brenner-Software die Boot-CD erstellen. Starten Sie die Brenner-Software und suchen den Befehl zum Einlesen einer Bootdiskette. Legen Sie dazu die soeben erstellte Bootdiskette ein. Kopieren Sie anschließend die Dateien für die Boot-CD von der Festplatte auf die CD. Fertig! Eine Boot-CD für Windows XP Auch unter Windows XP lassen sich komfortable Boot-CDs erstellen. Damit Sie bei einer Neu-Installation nicht immer die bisher erschienenen Service Packs nachträglich installieren müssen, können Sie diese auch direkt auf die Boot-CD brennen. Seite 12
Voraussetzungen für die CD Die Voraussetzungen für die Boot-CD sind ähnlich wie bei der Windows 9x/Me-Boot-CD. Abweichend dazu benötigen Sie logischerweise die Windows XP-CD und die dazu passende Seriennummer, sowie das Service Pack 1 in der richtigen Sprachversion (auf der CD zu dieser Ausgabe). Und so gehen Sie vor: 1. Öffnen Sie den Windows-Explorer und legen Sie über Datei und Neu am besten einen eigenen Ordner für die zu erstellende CD an. Benennen Sie den Ordner z. B. mit Boot-CD. Alle Dateien und Ordner anzeigen Windows XP-CD einlegen 2. Vor dem Kopieren aktivieren Sie unter Extras, Ordneroptionen und Ansicht die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen. 3. Legen Sie die Windows XP-CD ein und kopieren Sie alle Dateien inkl. Unterverzeichnisse in den neu erstellten Ordner \Boot-CD. 4. Erstellen Sie über Datei und Neu einen zweiten Ordner für das Service Pack 1 an, z. B. Win-XP-SP1. Dateien überspielen 5. Kopieren Sie in diesen Ordner alle Dateien aus dem Ordner von der CD zu dieser Ausgabe (Ordner \Update\Win-XP-SP1). 6. Geben Sie über Start und Ausführen folgenden Befehl ein: C:\Win-XP-SP1\UPDATE\UPDATE.EXE...... -S:C:\Boot-CD\ wobei C:\Boot-CD\ für das Verzeichnis steht, in das Sie die komplette Windows XP-CD kopiert haben. Die Vorgehensweise zur Integration von Service Packs funktioniert nach diesem Prinzip auch bei den Microsoft Programmen Windows 2000, Office 2000 und Office XP. Damit können Sie auf eine Boot- CD ein oder gleich mehrere Service Packs integrieren. Seite 13
Vorbereitung der Boot-Dateien So brennen Sie die XP-Boot-CD Wie unter Windows 9x benötigen Sie zum Erstellen einer bootfähigen CD ein Boot-Image von Windows XP, das Sie mit der Brenn- Software direkt von der Original-CD einlesen können. Die CD sollte ein Joliet-Dateisystem erhalten und Sie übernehmen den gesamten Inhalt des Ordners \Boot-CD. Was auf den ersten Blick nach großen Aufwand aussieht, ist bei zügiger Vorgehensweise oft in einer Stunde erledigt. Das ist kein Aufwand, wenn man bedenkt, wie mühsam es ist, seine Daten nach einem Total-Crash wiederherzustellen. Aber Vorsicht: Sie ändern damit elementare Einstellungen in Ihrem System. Fertigen Sie deshalb vorher am besten eine Komplettsicherung an. Seite 14
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