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Transkript:

Gebrauchsinformation: Information für Anwender Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn Sie enthält wichtige Informationen. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist und wofür wird es angewendet? 2. Was müssen Sie vor der Anwendung von beachten? 3. Wie ist anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen 1. Was ist und wofür wird es angewendet? ergänzt den Proteinanteil der Ernährung, wenn ein erhöhter Bedarf besteht. Es wird Ihnen als Infusion (IV) verabreicht. wird normalerweise als Teil einer bilanzierten intravenösen und/oder enteralen Ernährung, zusammen mit Elektrolyten, Spurenelementen und Vitaminen, verwendet. 2. Was sollten Sie vor der Anwendung von beachten? darf nicht angewendet werden, - wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung haben - wenn Sie eine metabolische Azidose haben ein Zustand, in dem der ph-wert des Blutes niedrig ist - wenn Sie allergisch gegen dieses Arneizmittel oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstige Bestandteile sind. Symptome einer allergischen Reaktion können erhöhte Temperatur, Schüttelfrost, Rötungen oder Kurzatmigkeit sein. - wenn Sie schwanger sind oder stillen muss vor Verwendung verdünnt werden. wird einer anderen Lösung zugesetzt, bevor es Ihnen verabreicht wird. Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird sicherstellen, dass die Lösung korrekt zubereitet wird, bevor Ihnen eine Lösung, die enthält, verabreicht wird. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um Ihren Zustand zu überwachen und sicherzustellen, dass Ihr Körper richtig verwertet. Erfahrungen über die Anwendung von über einen längeren Zeitraum als 9 Tage sind begrenzt.

Einnahme von zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittle eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker zu Rat. Dieses Arzneimittel sollte Ihnen in diesen Fällen nicht verabreicht werden. Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat keine Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen. 3. Wie ist anzuwenden? Das Arzneimittel wird Ihnen als Infusion (IV Tropf) in eine Vene gegeben. Die Dosis ist abhängig von Ihrem Körpergewicht in kg, von der Fähigkeit Ihres Körpers, Nährstoffe zu verwerten, sowie von Ihrem Aminosäurenbedarf. Ihr Arzt legt die richtige Dosierung fest, die Sie erhalten. Wenn Sie eine größere Menge von erhalten haben als Sie sollten Es ist unwahrscheinlich, dass Sie eine größere Menge des Arzneimittels erhalten als Sie sollten, da Ihr Arzt oder Pflegepersonal die Behandlung überwacht. Wenn Sie glauben, zu viel erhalten zu haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Pflegepersonal. Die Symptome einer Überdosierung können Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen sein. Sollten Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn Sie zuviel von angewendet haben, sollen Sie sofort mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem Antigiftzentrum (Tel. 0032/70/245 245) Kontakt aufnehmen. 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Nebenwirkungen mit sind sehr selten und unwahrscheinlich. Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Artz oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen über: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte Abteilung Vigilanz EUROSTATION II Victor Hortaplein, 40/40 Website: www.fagg-afmps.be E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden. Page 2 of 5

5. Wie ist aufzubewahren? Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Ihr Arzt und Krankenhausapotheker sind für die sachgemäße Lagerung, Nutzung und Entsorgung von verantwortlich. Nicht über 25 C aufbewahren! In der Originalverpackung aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht verbrauchte Lösung ist nach standardisierten Krankenhausverfahren zu verwerfen. 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was enthält: 50 ml enthalten: 10 g (N2)-L-Alanyl-Glutamin (= L-Alanin 4,10 g, L-Glutamin 6,73 g) 100 ml enthalten: 20 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin (= 8,20 g L-Alanin, 13,46 L-Glutamin) enthält auch Wasser für Injektionszwecke. Wie aussieht und Inhalt der Packung ist eine klare, farblose Lösung. Es ist erhältlich in Glasflaschen mit Gummistopfen, die 50 ml oder 100 ml des Konzentrates enthalten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Pharmazeutischer Unternehmer Fresenius Kabi Deutschland GmbH 61346 Bad Homburg v.d. H. Deutschland Hersteller Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36 8055 Graz Österreich Zulassungsnummer BE177301 (50 ml) BE177283 (100 ml) Verkaufsabgrenzung Verschreibungspflichtig. Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen: Belgien Dänemark Deutschland Dipeptamin Finnland 200 mg/ml Page 3 of 5

Frankreich Griechenland Irland Italien Luxemburg Niederlande Österreich Portugal Schweden Spanien Vereinigtes Königreich, solution a diluer pour perfus Dipeptamin 200 mg/ml Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im 01/2015. Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 04/2015. Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung Für eine sichere Anwendung sollte die Maximaldosierung von 2,5 ml (entsprechend bis zu 0,5g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin) pro kg Körpergewicht und Tag nicht überschritten werden. sollte nur im Rahmen der klinischen Ernährung eingesetzt werden. Die Dosierung ist limitiert durch die Menge an Protein/Aminosäuren, die durch die Ernährung bereit gestellt werden. Sollte die klinische Situation eine Ernährung nicht erlauben (Kreislaufversagen, Hypoxie, schwere metabolische Azidose), sollte nicht verabreicht werden. Bei der Verabreichung von Glutamin durch parenterale Ernährung sollte die orale/enterale Aufnahme von Glutamin-haltigen Präparaten mit berücksichtigt werden. Bei Vorliegen einer kompensierten Leberinsuffizienz sind die Leberwerte regelmäßig zu kontrollieren. Serumelektrolyte, Serumosmolarität, Wasserbilanz, Säure-Basen-Status sowie die Leberfunktionstests (alkalische Phosphatase, GPT, GOT) sind regelmäßig zu kontrollieren. Es ist auf das mögliche Auftreten einer Hyperammonämie zu achten. Die Wahl der periphervenösen bzw. der zentralvenösen Applikation hängt von der Osmolarität der zu infundierenden Mischlösung ab. Die allgemein anerkannte Obergrenze für die periphervenöse Infusion ist 800 mosmol/l. Sie hängt jedoch erheblich vom Alter und dem allgemeinen Zustand des Patienten sowie von der Beschaffenheit der peripheren Venen ab. Erfahrungen über die Anwendung von über einen längeren Zeitraum als 9 Tage sind begrenzt. Art der Anwendung Lösung zur Infusion nach Mischung mit einer kompatiblen Infusionslösung. Mischlösungen mit einer Osmolarität über 800 mosmol/l sollten zentralvenös verabreicht werden. Erwachsene wird im Rahmen einer parenteralen oder enteralen Ernährung oder in Kombination von beidem verabreicht. Page 4 of 5

Die Dosierung richtet sich nach der Schwere des katabolen Zustandes und nach dem Aminosäuren-/Proteinbedarf. Eine maximale Dosierung von 2 g Aminosäuren und/oder Protein pro kg Körpergewicht und Tag sollte im Rahmen einer parenteralen oder enteralen Ernährung nicht überschritten werden. Die Zufuhr von Alanin und Glutamin über ist bei der Berechnung zu berücksichtigen; der Anteil der durch zugeführten Aminosäuren sollte nicht mehr als ca. 30 % der Gesamtzufuhr an Aminosäuren/Protein betragen. ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, das nicht direkt verabreicht werden darf. Patienten mit vollständiger parenteraler Ernährung Die Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach derjenigen der Trägerlösung und sollte 0,1 g Aminosäuren/kg Körpergewicht und Stunde nicht überschreiten. sollte vor der Anwendung mit einer kompatiblen Aminosäurenlösung als Trägerlösung oder einem aminosäurenhaltigen Infusionsregime gemischt werden. Patienten mit vollständiger enteraler Ernährung wird kontinuierlich über 20-24 Stunden pro Tag infundiert. Für die periphervenöse Infusion sollte auf eine Osmolarität von 800 mosmol/l verdünnt werden (z.b. 100 ml + 100 ml Kochsalzlösung) Patienten mit kombinierter enteraler und parenteraler Ernährung Die vollständige Tagesdosis von sollte mit parenteraler Ernährung verabreicht werden, das heißt, vor der Anwendung mit einer kompatiblen Aminosäurenlösung oder einem aminosäurenhaltigen Infusionsregime gemischt werden. Die Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach derjenigen der Trägerlösung und sollte entsprechend der Anteile der parenteralen und enteralen Ernährung angepasst werden. Dauer der Anwendung Die Dauer der Anwendung soll 3 Wochen nicht überschreiten. Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung Vor der Anwendung sind das Behältnis und die Lösung visuell zu überprüfen. Nur verwenden, wenn die Lösung klar und partikelfrei und das Behältnis unbeschädigt ist. Nur zum einmaligen Gebrauch. Nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen. Kompatibilität Die Zugabe des Konzentrates zu einer Trägerlösung vor der Verabreichung sollte unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Gründliches Durchmischen und Kompatibilität müssen gewährleistet sein. Haltbarkeit Angebrochene Behältnisse sind zum sofortigen Verbrauch bestimmt. Haltbarkeit nach Mischen Auf keinen Fall darf nach dem Zusatz anderer Komponenten gelagert werden. Page 5 of 5