Vorlesung: Software Engineering

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Vorlesung: Software Engineering 3.1 Dipl.-Wirt.Inf. Sebastian Neuhaus Wintersemester 2006/2007 Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research Prof. Dr. Peter Chamoni 87 Gliederung 1. Einführung 2. Vorgehensmodelle 3. Softwareprozesse 88 1

Gliederung 3 Softwareprozesse 3.1 3.2 Definitionsphase 3.3 Entwurfsphase 3.4 Implementierungsphase 3.5 Abnahme- und Einführungsphase 3.6 Wartungs- und Pflegephase 89 Durchführbarkeitsuntersuchung Prüfen der fachlichen Durchführbarkeit (software-technische Realisierbarkeit, Verfügbarkeit geeigneter Entwicklungs- und Zielmaschinen) Prüfen alternativer Lösungsvorschläge (Kauf und Anpassung von Standardsoftware/ Individualentwicklung) Prüfen der personellen Durchführbarkeit (Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte für die Entwicklung) Prüfen der Risiken Aufwands- und Terminschätzung Wirtschaftlichkeitsrechnung [Balzert (2001), S.60] 90 2

Durchführbarkeitsstudie Lastenheft (grobes Pflichtenheft) Glossar (Begriffslexikon) Projektkalkulation Projektplan [Balzert (2001), S.61] 91 Lastenheft Das fachliche Ergebnisdokument der wird oft als Lastenheft oder grobes Pflichtenheft bezeichnet, ergänzt um ein Glossar Das Lastenheft enthält eine Zusammenfassung aller fachlichen Basisanforderungen, die das zu entwickelnde Software-Produkt aus der Sicht des Auftraggebers erfüllen muss 92 3

Glossar In einem Glossar sind alle wichtigen Begriffe definiert, die zur Beschreibung des Produkts benötigt werden Dadurch soll eine einheitliche Terminologie zwischen den Beteiligten sichergestellt werden Das Glossar ist in den späteren Phasen zu ergänzen 93 Software-Metrik definiert, wie eine Kenngröße eines Software-Produktes oder eines Software-Prozesses gemessen wird. werden ermittelt, um dem Software- und Qualitätsmanagement quantitative Angaben über den Software-Entwicklungsprozess und das Software-Produkt zur Verfügung zu stellen. [Balzert (1998), S.225] 94 4

Kenngröße [Balzert (1998), S.226] 95 Messung Definition der Messziele Ableitung der Messaufgaben aus den Messzielen Bestimmung der Messobjekte Festlegen der Messgröße und Messeinheit Zuordnung der Messmethoden und Messwerkzeuge zu den Messobjekten und Messgrößen Ermittlung der Messwerte Interpretation der Messwerte [Balzert (1998), S.226] 96 5

Beispiel einer Messung (1/2) Messziel: Bestimmung der Anzahl der nichtkommentierten Quellanweisungen (NCSS); Messaufgabe: Zählen der Anzahl der nichtkommentierten Quellanweisungen; Messobjekt: Auswahl eines zu vermessenden Programms; Kenngröße: Anzahl Quellanweisungen einschließlich Compiler-Anweisungen, Datendeklarationen, ausführbaren Anweisungen, aber ohne Leezeilen oder Zeilen, die vollständig aus Kommentaren bestehen. Jede Codezeile und jede enthaltene Datei wird einmal gezählt. [Balzert (1998), S.226f.] 97 Beispiel einer Messung (2/2) Messeinheit: 1000 NCSS Messmethoden/-werkzeuge: automatischer Zeilenzähler Interpretation: repräsentiert den Umfang der produzierten Software 98 6

Erfassungsformular für die Metrik Mitarbeiter/Zeit/Kosten (HP) [Balzert (1998), S.230] 99 Erfassungsformular für die Metrik Umfang (HP) [Balzert (1998), S.232] 100 7

Gütekriterien für Software-Metriken [Balzert (1998), S.227] 101 Literatur Basis-Literatur Balzert, Helmut: Lehrbuch der Software-Technik: Software- Entwicklung, 2. Auflage, 2001 S. 53-66 (: Lastenheft und Glossar) Balzert, Helmut: Lehrbuch der Software-Technik: Software- Management - Software-Qualitätssicherung Unternehmensmodellierung, 1. Auflage, 1998 S. 225-233 (Software-Metrik) 102 8