Christian Scholz & Lisa Grotefend Internationales Personalmanagement Sommersemester 2017 1
Vorlesung: Logik Interkulturelle Wettbewerbsstrategien Grundlagen Typen Strategien Internationales Personalmanagement Bedarfsplanung Beschaffung Entwicklung Einsatz Kostenmanagement Führung Landeskontext (Schwerpunkt Europa) Was passt in ausgewählten Ländern am besten? Gibt es Besonderheiten in Europa? Konvergieren oder divergieren personalwirtschaftliche Aktivitäten in Europa?
Eichhörnchenpunkte Bonus: Bis zu 20 anrechenbare Zusatzpunkte auf die bestandene Klausur Aufgabestellung: Präsentieren Sie die wichtigsten Fakten Ihres Landes und veranschaulichen Sie die Unterschiede zu Deutschland. In der Art Ihrer Präsentation sind Sie frei! Dauer mindestens 30 Minuten. Verwenden Sie ansprechende Medien! Gruppeneinteilung (Reihenfolge der Länder wurde gelost): Italien Mexiko Großbritannien Polen Dänemark Australien USA China
Vorlesung: Semesterplan Datum Thema Dozent 19.04. Interkulturelle Wettbewerbsstrategien Scholz 26.04. Internationalisierungsstrategie + Italien Scholz 03.05. Internationaler Personalbedarf + Mexiko Grotefend 10.05. Internationale Personalbeschaffung + Großbritannien Grotefend 17.05. Internationale Personalentwicklung + Polen Scholz/Grotefend 24.05. Internationale Personalfreisetzung + Dänemark Grotefend 31.05. Tätigkeitsoptimierung Räumlich: Entsendesystem + Grotefend Australien 07.06. Klausurübungswoche Grotefend 14.06. Konvergenz & Divergenz Scholz 21.06. Internationale Generation Z Scholz 28.06. International: Entlohnungsstrategie + USA Grotefend 05.07. Evtl. Gastvortrag t.b.a. 12.07. Internationale Personalführung / Interkulturelle Führung Scholz + China 19.07. Fallstudientag Grotefend 26.07. Klausurvorbereitung Grotefend
Aufbau Veranstaltung Datum Land Thema Literatur Dozent PMG IWS EAPM Andere 26.04. Italien Internationalisierungsstrategie 2.2.1.4 105-108 (Italien) 227-251 Scholz
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Internationalisierungsstrategie der Muttergesellschaft Im Mittelpunkt stehen dabei im Regelfall zwei zentrale Aspekte: Zeitliche Perspektive: Hier wird von einem Entwicklungspfad (beginnend bei reinem Export über Auslandsniederlassung bis zu einem das Ausland voll integrierenden Modell) ausgegangen Aktivitätsbezogene Grundstrategie: Hier lassen sich drei Formen unterscheiden internationale Strategie mit begrenzten Auslandsaktivitäten und dominanter Geschäftsabwicklung im Mutterunternehmen die multinationale Strategie mit starker Auslandsorientierung und vollständigem Aktivitätsspektrum auch im Ausland und die globale Strategie mit einer faktischen Aufhebung von Ausland und Inland in Verbindung mit einer weltweiten Verteilung von Verantwortung
complexity rigor.relevance @ orga.uni-sb.de Internationalisierungsstrategie zeitlich / Globalisierungsstufen 5.Stage 4.Stage Newpositioning of Europe 3.Stage Euro-Management AND Globalisation 1.Stage 2.Stage Internationalisation as competitive strategy Battle along the Triade Export of goods and services 1960 1975 1985 1995 2005
Internationalisierungsstrategie aktivitätsbezogen / Perlmutter Ethnozentrische Strategien: legen ihre Aktivitäten primär in den heimischen Markt Polyzentrische Strategien: gehen davon aus, dass die ausländischen Töchter zunehmend an Bedeutung und gleichzeitig auch an Autonomie gewinnen Geozentrische Strategien: abstrahieren von nationalen Besonderheiten und streben eine weltweite Integration aller Unternehmensaktivitäten an
Internationalisierungsstrategien im Personalbereich
Neun Internationalisierungsstrategien im PM
Strategiekonzepte 1. Der derivative Bedarfsansatz 2. Der originäre Entwicklungsansatz 3. Der Kulturanpassungsansatz 4. Der Kulturstrategieansatz 5. Der Stimmigkeitsansatz 6. Der situative Effektivitätsansatz
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rigor.relevance Strategiekonzepte @ orga.uni-sb.de Leitidee Aktionsdominanz 1 derivativer Bedarfsansatz derivative Personalplanung Bedarfsbestimmung Personalbeschaffung 2 originärer Entwicklungsansatz originäre Entwicklungsplanung Personalbestandsanalyse Personalentwicklung 3 Kulturanpassungsansatz Adaption Personalentwicklung Personaleinsatz 4 Kulturstrategieansatz originäre Personalstrategie, Organisationsentwicklung Personalführung Personalentwicklung 5 Stimmigkeitsansatz strategischer Fit Personalentwicklung Personalführung 6 situativer Effektivitätsansatz Adaption, Fit, Effektivität Personaleinsatz Personalkosten
Italien Lokal differenzierte Wertvorstellungen Design / Branding Verzahnung der Unternehmen Ineffizienz des politischen Systems & der staatlichen Bürokratie Anpassen: Optimismus (Nationalstolz / kulturelles Selbstvertrauen / Maskulinität) bella figura Gegensteuern: Regelrelativismus Kleinere Abweichungen zu eigenen Gunsten 15
Proud of... The history, the culture and the fantastic art treasures. Typical for... On the positive side, creativity and flexibility are certainly typical for Italians. On the negative side, lack of collective consciousness and lack of respect for rules are also typical. For the economy, this means a highly individualistic approach to business problems (small enterprises account for more than 90 per cent of Italian economic output). Dont s Don ts have mainly to do with respect for other people. Never show a sense of superiority in any way (management methods, culture and so on). That attitude will only create a lot of enemies. Advices for manager Understand local culture without any preconceived idea about Italians. Trying to impose external methods without open discussion could be very dangerous. Another word of advice: Be interested in more than just sun, food and arts. Read Italian writers; a lot can be learned from them about Italian culture and mentality.
Die Competitive-Acceptance-Matrix (für Italien) Ausprägung der Kulturdimension niedrig hoch stark positiv Gegensteuern --- Anpassen Maskulinität Optimismus Bella Figura Bezug zum Geschäftserfolg stark negativ Anpassen --- Gegensteuern Regelrelativismus Nach Scholz, Christian/Stein, Volker, From Cultural Chameleons to Cultural Intelligence: Teaching International Business in the Real World, Paper presented at the Annual Academy of Management Conference, Boston/MA, August 07, 2012. 17 17