DeLaval International AB DeLaval swinging cow brush DLG-Prüfbericht 5502 Kurzbeschreibung 05/05 bestanden Anmelder DeLaval International AB P.O. Box 39 SE-14721 Tumba/Schweden Telefon: 0049 40 727 425 47 Telefax: 0049 40 727 428 47 E-Mail: erik.pel@delaval.com Internet: www.delaval.com Kuhbürste bestehend aus Elektromotor mit Steuerelektronik und gelber Bürste mit Borsten aus Kunststoff. Die Bürste besteht aus einem Element. (Technische Daten siehe Seite 4.) Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft e.v. DLG Testzentrum Technik & Betriebsmittel Bild 2 und 3: DeLaval swinging cow brush mit Halterung
Beurteilung kurzgefasst Prüfmerkmal Prüfergebnis Bewertung Eignung zur Reinigung und Fellpflege von Rindern geeignet. Voraussetzung für eine gefahrlose Funktion ist, dass die Haare der Schwanzquaste der Tiere nicht länger als 5 cm sind. TECHNISCHE KRITERIEN Montage in Eigenleistung möglich Stromzufuhr Außerhalb der Reichweite der Kühe + Haltbarkeit und Verschleiß Verschleiß gering + Haltbarkeit gut, keine Schäden + Betriebssicherheit gut, Störungen traten nicht auf + Wartung Wartungsaufwand gering + Wechseln Bürste einfach + Reinigung einfach, aber selten notwendig + Energieverbrauch Montage und Betriebsanleitung Garantie gering + ausführlich und verständlich + 1 Jahr TIERBEZOGENE KRITERIEN Tierbeobachtungen die Tiere lernen schnell und ohne Schwierigkeiten die Kuhbürste in Betrieb zu setzen. + Annahme sehr gut + + Verletzungen keine Bei Widerstand Sauberkeit der Tiere Stoppt automatisch und dreht danach in andere Richtung. + an exponierten Stellen gut + ARBEITSSICHERHEIT Bestätigt durch DPLF Bewertungsbereich: ++ / + / / / ( = Standard) DLG-Prüfbericht 5502 2
Prüfungergebnisse I. EIGNUNG Die DeLaval swinging cow brush eignet sich zum Reinigen und zur Fellpflege von Rindern. Da die Kuhbürste über eine automatische Steuerung verfügt, können die Tiere die Bürste durch Anstoßen selbst in Betrieb setzen. Die Kuhbürste ist ähnlich einem Kardangelenk gelagert und lässt Bewegungen der Bürste in drei Ebenen zu. Aufgrund dieser Bauart und Funktionsweise können durch die Kuhbürste der Schwanz, der Kopf-/Halsbereich und vor allem der Flanken- und Rückenbereich gut erreicht werden. Voraussetzung für eine gefahrlose Funktion ist, dass bei den Rindern die Haare, vor allem die Schwanzhaare, nicht länger als 5 cm sind. Gegebenenfalls müssen diese gekürzt werden. II. TECHNISCHE KRITERIEN Montage Die Montage der Kuhbürste kann in Eigenleistung mit geeigneten Hilfsmitteln durchgeführt werden. Die Kuhbürste wird vormontiert angeliefert und kann direkt an eine Wand oder einen Pfosten montiert werden. Zur weiteren Vereinfachung wird vom Hersteller eine detaillierte Montageschablone mitgeliefert. Das Stromkabel ist außerhalb der Reichweite der Kühe verlegt. Die Montagehöhe ergibt sich aus der durchschnittlichen Widerristhöhe des Tierbestandes. Als Anhaltspunkt wird vom Hersteller eine durchschnittliche Montagehöhe von 100 cm zwischen Boden und Unterkante Bürste angegeben. Die Bürste ist IP 55 geschützt und kann nach Angabe des Herstellers auch draußen installiert werden. Haltbarkeit und Verschleiß Der Verschleiß an der Bürste war nach einjährigem Praxiseinsatz gering. Die Haltbarkeit ist gut. Schäden sind an der Kuhbürste nicht aufgetreten. Im Verlauf der Prüfung wurde die Steuerungsplatine gegen die neueste Version ausgetauscht. Betriebssicherheit Die Betriebssicherheit ist gut. Störungen traten nach Austausch der Steuerungsplatine nicht mehr auf. Wartung Der Wartungsaufwand ist gering. Er beschränkt sich auf die regelmäßige Kontrolle der Bürste, aller Schrauben und Befestigungsmuttern und der Schmierstellen. Das Wechseln der Bürste ist einfach. Verschmutzung und Reinigung Ein Ablagern von Haaren unter der Kuhbürste konnte beobachtet werden. Die Reinigung ist einfach. Aufgrund der Konstruktion kann auf eine regelmäßige Reinigung der Kuhbürste aber weitestgehend verzichtet werden. Energieverbrauch Der Energieverbrauch ist gering und beträgt bei den festgestellten durchschnittlichen 179 Betätigungen (bei etwa 60 Kühen) ca. 0,7 kw je Tag. Bei laufender Bürste beträgt die elektrische Leistungsaufnahme ca. 180 Watt und im Ruhezustand ca. 2,5 Watt (Eigenverbrauch der Steuereinheit). Bei erhöhtem Widerstand (Bürste wird blockiert) kann die Leistungsaufnahme kurzfristig bis auf 330 Watt ansteigen. Montage- und Betriebsanleitung Die Montage- und Betriebsanleitung ist ausführlich und verständlich. Die Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Pflege werden anschaulich durch Fotos erläutert. Die Montage- und Betriebsanleitung enthält auch wichtige Hinweise zum Betrieb der Kuhbürste, wie z.b. richtige Montagehöhe, Verlegen des Stromkabels und den Hinweis, dass die die Bürste nicht benutz werden sollte bei Rindern deren Haare (inklusive der Schwanzhaare) länger als 5 cm sind. Eine Skizze in der Betriebsanleitung weist darauf hin (siehe Bild 4). Garantie Der Hersteller gewährt eine Garantie von einem Jahr für die Kuhbürste. III. TIERBEZOGENE KRITERIEN Tierbeobachtungen Bild 4: Maximale Haarlänge für DeLaval SCB Die Tiere lernen schnell und ohne Schwierigkeiten die Kuhbürste zu bedienen. Wenn die Bürste von einem Tier aus der vertikalen Ruheposition gedrückt wird, beginnt sich die Bürste zu drehen. Die Bürste stoppt erst etwa 10 Sekunden nachdem sie wieder ihre vertikale Position erreicht hat. Danach kann die Kuhbürste durch erneutes Anstoßen sofort wieder in Betrieb gesetzt werden. DLG-Prüfbericht 5502 3
Die Tiere nehmen die Kuhbürste sehr gut zur Fellpflege an, insbesondere am Kopf, Hals, Rücken und Schwanzansatz. Durch Videobeobachtung konnte festgestellt werden, dass die Kuhbürste durchschnittlich 179-mal pro Tag (0 bis 24 Uhr) bei einem Tierbesatz von etwa 60 Kühen eingeschaltet wurde. Verletzungen In den drei Einsatzbetrieben, die die Kuhbürste für ein Jahr im Einsatz hatten, wurden keine Verletzungen, wie z. B. Schwanzverletzungen, Hautabschürfungen oder Ausreißen von Ohrmarken, festgestellt. Bei erhöhtem Widerstand an der Bürste (z.b. durch Aufwickeln des Schwanzes) stoppt die Bürste automatisch und ändert die Drehrichtung. Um mögliche Verletzungen am Schwanz zu verhindern, müssen die Haare der Schwanzquaste, gemäß der Betriebsanleitung gekürzt werden. Messungen haben ergeben, dass die Kuhbürste bei einer Kraft von etwa 250 N stoppt und dann in die andere Richtung dreht. Sauberkeit der Tiere Bei richtig eingestellter Montagehöhe werden die Tiere an den exponierten Stellen gut gereinigt. IV. UMFRAGEERGEBNIS Eine Umfrage in 17 landwirtschaftlichen Betrieben, die die Kuhbürste bis zu 2 Jahren im Einsatz hatten, bestätigte die in der Prüfung gemachten Erfahrungen. Der Einbau erfolgte bei 82 % der Befragten in Eigenleistung und alle gaben an, dass der Einbau einfach und praktikabel zu realisieren sei. In allen Betrieben wird die Kuhbürste von den Tieren gut angenommen. Von den Befragten gaben alle an, dass nach dem Einbau der Kuhbürste keine Verletzungen beobachtet wurden, die auf die Kuhbürste zurückzuführen sind. 94 % der Befragten gaben der Kuhbürste ein gutes bis sehr gutes Gesamturteil und würden sie im Bedarfsfall wieder anschaffen. V. ARBEITSSICHERHEIT Die DeLaval swinging cow brush ist durch die Deutsche Prüfstelle für Land- und Forsttechnik (DPLF) einer nach dem Gerätesicherheitsgesetz benannten Prüfstelle auf Arbeitssicherheit überprüft worden. Beschreibung und Technische Daten (gemessene Werte) Bauart Elektromotor mit 0,12 KW und 230 V Netzspannung. Bürste aus einem Element vertikal pendelnd aufgehängt. Die Bürste dreht ca. 22 Umdrehungen je Minute. Gewährleistung 1 Jahr CE-Kennzeichnung: Konformitätserklärung des Herstellers liegt vor. Hauptabmessungen und Gewicht Höhe Breite Tiefe Gewicht Bürste, Durchmesser Bürste, Länge 820 mm 900 mm 900 mm ca. 35 kg 500 mm 600 mm DLG-Prüfbericht 5502 4
Prüfung Für die Prüfung wurden drei Kuhbürsten in drei Praxisbetrieben eingesetzt. Der DLG-SignumTest stützt sich auf die technischen Messungen in den Einsatzbetrieben, die Verhaltensbeobachtungen und eine Umfrage in Praxisbetrieben. In den Einsatzbetrieben wurde die Leistungsaufnahme, der Energieverbrauch, die Anzahl der Betätigungen pro Tag und die Kraft, bei der die Kuhbürste stoppt, gemessen. Prüfungsdurchführung DLG Testzentrum Technik und Betriebsmittel, Max-Eyth-Weg 1, 64823 Groß-Umstadt Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, 59505 Bad Sassendorf Praktischer Einsatz Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, 59505 Bad Sassendorf Schäfer-Wolf GbR, 64739 Höchst Reiner Schmidt, 63549 Ronneburg Berichterstatter Dipl.-Ing. agr. Harald Reubold, Groß-Umstadt DLG-Prüfungskommission Dr. agr. Steffen Pache, Köllitsch Dipl.-Ing. Andreas Pelzer, Bad Sassendorf Reiner Schmidt, Ronneburg Dipl.-Ing. agr. Klaus-Werner Wolf, Höchst Dr. med. vet./dipl.-ing. agr. Univ. Wilfried Wolter, Giessen DLG-Fachausschuss für Tiergerechtheit Frau Dr. sc. agr. Christiane Müller, Trenthorst Herausgegeben mit Förderung durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. ENTAM European Network for Testing of Agricultural Machines, ist der Zusammenschluss der europäischen Prüfstellen. Ziel von ENTAM ist die europaweite Verbreitung von Prüfergebnissen für Landwirte, Landtechnikhändler und Hersteller. Mehr Informationen zum Netzwerk erhalten Sie unter www.entam.com oder unter der E-Mail-Adresse: info@entam.com 6/2005 DLG Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.v. DLG Testzentrum Technik & Betriebsmittel Max-Eyth-Weg 1, D-64823 Groß-Umstadt, Telefon: 06078 9635-0, Fax: 06078 9635-90 E-Mail: Tech@DLG.org.de, Internet: www.dlg-test.de Download aller DLG-Prüfberichte unter: www.dlg-test.de! DLG-Prüfbericht 5502 5
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