PFT EXZENTER- SCHNECKENPUMPEN- PROGRAMM.

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Transkript:

PFT EXZENTER- SCHNECKENPUMPEN- PROGRAMM. WIR SORGEN FÜR DEN FLUSS DER DINGE

DAS PFT-EXZENTER-SCHNECKENPUMPEN-PROGRAMM 196 wurde zum ersten Mal eine Exzenter-Pumpe mit maschinengängigem Gipsputz in Deutschland eingesetzt. Diese Art einer Verdrängerpumpe wurde von dem Franzosen Professor Moineau erfunden. Ihr Einsatz bei pumpfähigen Mörtel- oder Dickstoffmassen ist heute unbestritten. DAS PRINZIP In einem ausgummierten Gehäuse (Stator) dreht sich ein verschleißfester Stahlrotor. Aufgrund der exzentrischen Rotorbewegung entstehen Förderräume zwischen der Innenstatorwand und der Rotoroberfläche, die sich fast pulsationsfrei von der Saugseite zur Druckseite hin öffnen und schließen. DIE TECHNISCHEN PARAMETER Die Exzenter-Schneckenpumpen besitzen folgende geometrische Abmessungen: Rotor-Durchmesser d [dm], Exzentrizität e [dm], Steigung des Stators s [dm] siehe Bild 1. Die Leistung der Pumpe ist von der Drehzahl n [1/min] proportional abhängig; somit beträgt die theoretische Leistung der Pumpe: Q th =. e. d. s. n [l/min]. Die Statoren werden heute zu 70 % in der nachspannbaren Ausführung geliefert. Die Außenhülle des Stators ist in diesem Falle entweder ein geschlitztes Stahl- oder ein hartes Kunststoffrohr. % der übrigen Statoren besitzen ein ungeschlitztes Stahlrohr als Außenhülle und werden mit der Bezeichnung wartungsfrei verkauft. Ein Vorteil der Verwendung von Exzenter-Schneckenpumpen in Verbindung mit Drehstrommotoren liegt darin begründet, daß bei Verstopfungen in der Förderleitung die Pumpe rückwärts gefahren werden kann, um den Mörteldruck abzubauen. Der maximale Förderdruck einer Exzenter-Schneckenpumpe wird durch die Wirkung der Dichtlinien begrenzt. Hierbei spielt die Härte der Gummimischung beim Stator sowie die Art der Dichtlinien, die bei vorgespannten Statoren zu Dichtflächen ausarten, eine wichtige Rolle. PFT-Exzenter-Schneckenpumpen besitzen eine Vorspannung von ca. 2 mm. Die Anzahl der Förderstufen gilt als Maß für die möglichen Nennförderdrücke. Im PFT-Pumpen-Programm gibt es sowohl einstufige als auch fünfstufige Exzenter-Schneckenpumpen. Die maximalen Nennförderdrücke reichen von ca. bar bis bar.

Die spezielle Gummimischung des PFT-Stators ist auf eine lange Lebensdauer ausgelegt und trotzt auch harten Verschleißbeanspruchungen. Die außerordentlich hohe Verschleißfestigkeit der PFT-Rotoren liegt darin begründet, daß dichtgepackte Chromcarbide in einer austenitischen martensitischen Matrix eingebettet sind. Die Oberflächenhärte liegt bei ca. 65 HRC siehe Bild 2. Obwohl der PFT-Rotor außerordentlich widerstandsfähig ist, wird durch ein spezielles Härteverfahren der Antriebskopf gegenüber schlagartigen Belastungen unempfindlich. PFT-Exzenter-Schneckenpumpen werden mit unterschiedlichen Antriebsleistungen und Drehzahlen betrieben. Das Diagramm Nr. 1 zeigt die Abhängigkeit zwischen der Motorantriebsleistung [kw], der Motordrehzahl [l/min], der Pumpenförderleistung [l/min] und dem maximalen Betriebsdruck [bar]. Einstufige Pumpen, z. B. die Type D 1,5, sollten bis maximal bar eingesetzt werden, zweistufige Pumpen, z. B. D 72,5, sollten bis maximal bar eingesetzt werden. Dreistufige Pumpen, z. B. D 6, sollten bis maximal bar eingesetzt werden. Weitere Daten sind dem Diagramm Nr. 1 zu entnehmen. KENNZEICHNUNG DER PFT-EXZENTER-SCHNECKENPUMPEN Der erste Buchstabe der Kennzeichnung steht für den Außendurchmesser der PFT-Statoren. D steht für einen Außendurchmesser von ca. mm, R steht für einen Außendurchmesser von ca. 11 mm und T steht für einen Außendurchmesser von ca. 1 mm. Die erste Zahl in der Kennzeichnung stellt einen Hinweis auf die Exzentrizität der PFT-Exzenter-Schneckenpumpe. So steht z. B. die Sieben für eine Exzentrizität von ca. 7 mm. Die zweite Ziffer, z. B. die Drei, steht für die Anzahl der Exzenter- Schneckenpumpen-Stufen. So besitzt die Pumpe Typ D 6 drei Stufen, die auf einen Betriebs-druck von ca. bar schließen lassen. Die Ziffer 1,5 steht somit für eine Pumpe, die nur eine in sich geschlossene Stufe besitzt. In der Tabelle 1 (siehe Seite 6) sind die technischen Daten der PFT-Exzenter-Pumpen dargestellt. Bei dem Einsatz von PFT-Exzenter-Schneckenpumpen stellt sich oft die Frage, wie weit können entsprechende Mörtel gefördert werden? Die Förderentfernung hängt vom Durchmesser der verwendeten Mörtelschläuche ab. Aus Erfahrung gelten je nach Konsistenz die in Tabelle 2 (siehe Seite 7) dargestellten Reibungsbeiwerte. Der Betriebsdruck der Mörtelpumpe ist von dem Schlauchquerschnitt, der Schlauchlänge, der Mörtelgeschwindigkeit und dem Fließverhalten des Mörtels abhängig. Zu dem Reibungswiderstand im Schlauch muß der zusätzliche statische Mörteldruck addiert werden, sobald senkrecht gefördert wird: auf m senkrechte Förder-

höhenüberwindung sind ca. 2 bar zusätzlicher statischer Druck hinzuzurechnen. Im Diagramm Nr. 1 (siehe Seite 9) sind die entsprechenden PFT-Pumpen zur Drehzahl und Antriebsleistung der Mörtelpumpe gegenübergestellt. Im Diagramm Nr. 2 (siehe Seite ) sind die Förderdrücke in Abhängigkeit der Schlauchlänge und der Schlauchquerschnitte dargestellt. Erhöht man die Förderleistung durch Einbau der entsprechenden PFT-Pumpen oder durch Drehzahlveränderung, so entsteht ein höherer Förderwiderstand. Werden beispielsweise statt der üblichen l/min Maschinenputzgips (z. B. mit D 6 Pumpe) ca. 5 l/min (z. B. mit D 1,5 Mörtelpumpe) mit denselben Randbedingungen an Förderentfernung und Schlauchquerschnitt gefördert, so wird sich der Förderdruck um % erhöhen. Die Erfahrung lehrt, daß bei den meisten Mörtelarten und üblichen Mörtelschläuchen bei doppelter Förderleistung mit dem ca. 1,fachen Förderwiderstand zu rechnen ist. Werden Schlauchlängen verändert, so sind die Reibungswiderstände zur Schlauchlänge direkt proportional. Beispiel: Bei einem Druck von ca. bar auf m Förderentfernung ergibt sich bei der Verwendung von einer Schlauchlänge von m ein Druck von ca. bar. 5

TABELLE 1 Technische Daten der PFT-Exzenter-Pumpen Pumpenkurz- Farbe Art.-Nr. Art.-Nr. Art.-Nr. Länge Durch- Korngröße Leistung Leistung Betriebs- bezeichnung Stator Rotor ohne Rotor mit messer max. l/min bei l/min bei druck Zapfen Zapfen (mm) (mm) (mm) 0U/min 0U/min bar A2L silber 00 0 7 9 00 0 7 92 160 2 2 B1,5 L grauweiß 00 0 5 66 00 0 5 65 160 50 2 B2 blutorange 00 00 62 00 00 6 2 51 2 C 2 blutorange 00 0 71 6 00 0 71 7 59 2 D schwarz 11 61 00 11 9 11 9 27 2,5 D2LP schwarz 11 52 11 00 11 2,5 D2 blau 11 52 00 11 00 11 2,5 D grün 11 5 11 27,5 12 TWISTER D grün 00 01 09 0 11 11,5 12 TWISTER D P grün 00 01 05 11 11 12 D52,5wf silber 00 00 71 00 02 1 99 00 00 70 22 TWISTER D 52,5 silber 00 01 05 5 00 02 1 99 00 00 70 22 TWISTER D52,5P silber 00 01 09 0 00 02 1 99 00 00 70 22 D6 weiß/blau 11 55 00 11 00 11 27 D6wf orange 11 55 11 00 11 D6P wf pink 11 55 12 11 00 11 TWISTER D 6 orange 00 00 62 11 00 27 TWISTER D 6 P orange 00 00 7 99 11 00 11 27 11 D62L weiß/blau 11 55 01 11 1 0 D62L wf blau 11 55 07 11 1 0 D72,5 lila 11 55 50 11 5 00 11 5 27 1 D72,5wf lila 11 55 51 11 5 00 11 5 27 1 D72wf rubinrot 11 55 11 16 00 00 16 27 5 17 D1,5 gelb 11 6 00 11 7 00 11 7 5 D1,5wf gelb 11 6 11 7 00 11 7 27 5 TWISTER D 1,5 gelb 00 01 05 11 7 00 5 TWISTER D1,5P gelb 00 01 09 05 117 00 11 7 5 R7Swf orange 00 0 2 5 11 21 5 11 7 60 R7S ocker 11 6 01 11 21 5 11 7 60 R72,5 braun 11 6 50 11 51 11 50 11 7 R71,5 ocker 11 62 00 11 00 11 11 7 60 R schwarz 11 6 11 5 11 R1,5 schwarz 11 62 11 11 60 11 0 T 1,5 orange 11 66 00 11 9 70 5 1 9 2L6 gelb 11 56 01 11 5 0 6 60 50/7R grün 00 01 92 97 00 01 92 9 55 6

TABELLE 2 Reibungsbeiwerte Innendurchmesser (mm) Mörtelschlauch 5 50 Innenputz/Außenputz 1 ) 9 11 bar 5 7 bar bar Fließestrich 2 ) 1 1 bar 7 11 bar 6 bar 1 ) Reibungsbeiwerte für einen m langen Mörtelschlauch und l/min Mörtelleistung 2 ) Reibungsbeiwerte für einen 26 m langen Mörtelschlauch und 0 l/min Mörtelleistung TABELLE PFT RONDO Art.-Nr. Innen Ø Länge Betriebs- Besonderheiten (mm) (m) druck max. 00 02 11 00,0 LW 2 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 02,0 LW 2 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 0 5,0 LW 2 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 19 5 1, LW 5 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 06 5, LW 5 freier Kupplungsdurchgang 00 02 12 7 5,0 nur V-Teil als Gießschlauch 00 02 11 2 5 1, 5 M Teil und 50 V-Teil 00 02 11 0 5,0 LW 5 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 05 5,0 LW 5 freier Kupplungsdurchgang 00 02 11 50 1, 50 M Teil und 50 V-Teil 7

BILD 1 Aufbau einer Mörtelpumpe (Schneckenpumpe) mit den wichtigsten geometrischen Abmessungen. Mörtelpumpe Q th =.e.d.s.n [l/min] Spannschelle Statorsteigung s [dm] Excentrizität e [dm] Durchmesser d [dm] Antriebsdrehzahl n [1/min] BILD 2 Schnittbild eines PFT-Rotors in mikroskopischer Aufnahme. Die weißen Stellen sind die dichtgepackten Chrom Carbide.

DIAGRAMM 1 Drehzahlbezogene Volumenleistung verschiedener Exzenterschneckenpumpen sowie druck- und mengenbezogene Antriebsleistung in Verbindung mit den üblichen Betriebsdrücken mehrstufiger Pumpen. Pumpenkennzeichnung Fördervolumen Antriebsleistung Mörtelpumpe R 91,5 T 2 T 1,5 V (l/min) R 1,5 R 71,5 Leistung mit Wasser bei mittlerer Beanspruchung 1 1 0 0 70 R 72,5 60 50 D 1,5 D 72,5 D 6 D D D 5 7,5 kw 5,5 kw,0 kw,0 kw 2,0 kw Drehzahl U/min 50 50 0 0 50 0 p 50 (bar) Betriebsdruck D 1,5; R 1,5; R 91,5; T 1,5 1stufig D 2; D 72,5; R 72,5; R 2; R 92; T 2 2stufig D 6; R ; R 7 stufig D stufig D 5 5stufig Beanspruchung max. PFT Kennzeichnung Druckstufen Weitere PFT Exzenter-Schneckenpumpen siehe Seite 6 9

DIAGRAMM 2 Reibungswiderstand bei einer Leistung von l/min Innen- oder Außenputzmörtel Beispiel: MG,5,5 kw 0 U/min mit D 6 Pumpe und m er-, 1, m 5er-, 26,6 m 50er Mörtelschlauch (insgesamt 50 m Schlauchlänge) Betriebsdruck ca. 27 bar Schlauchquerschnitt Förderdruck p (bar) mm Ø 5 mm Ø 50 mm Ø 27,0 m 1, m 26,6 m 0 50 60 70 l(m) Entfernung

WIR SORGEN FÜR DEN FLUSS DER DINGE Knauf PFT GmbH & Co. KG Postfach 60 97 Iphofen Einersheimer Straße 5 976 Iphofen Deutschland Telefon +9 92 1-760 Telefax +9 92 1-770 E-Mail info@pft-iphofen.de Internet www.pft.de Alle Rechte und technische Änderungen vorbehalten. Unsere Gewährleistung bezieht sich nur auf die einwandfreie Beschaffenheit unserer Maschinen. Verbrauchs-, Mengen-, Ausführungsangaben und Leistungsdaten sind Erfahrungswerte, die im Falle abweichender Gegebenheiten nicht ohne weiteres übertragen werden können. Des Weiteren gelten immer die Richtlinien des Materialherstellers. Änderungen, Nachdrucke und fotomechanische Wiedergaben, auch auszugsweise, bedürfen der Genehmigung der Knauf PFT GmbH & Co. KG. PFT Rotor/StatorDokuD/07.0/PFT