Allgemeines Seminar Studienseminar Koblenz Textbearbeitungsstrategien Die folgenden 15 Strategien werden kurz beschrieben und jeweils an Hand eines Beispiels erläutert. 1. Texte bildlich und grafisch veranschaulichen (Darstellungsformen wechseln) 2. Textteile zu anderen Darstellungsformen in Beziehung setzen 3. Vorwissen und Weltwissen einbinden 4. Fachbegriffe, Objekte, Personen, Orte, Zeiten, farborientiert markieren 5. Zusammenfassen, Kernaussagen und Schlüsselwörter suchen 6. Anreicherung (Extraktion) des Textes durch Beispiele, Erläuterungen, Ergänzungen 7. Begriffsnetz herstellen 8. Komplexe Prozesse zerlegen und neu zusammensetzen 9. Textteile kategorisieren 10. Texte vergleichen 11. Entschlüsselungsstrategien nutzen 12. Paraphrasieren 13. Formulieren von W-Fragen an den Text und zum Text 14. Vorhersagen zum Inhalt nachfolgender Abschnitte 15. Fünf-Phasen-Schema 10. Texte vergleichen Liegt ein Sachtext aus einem Lehrbuch vor, so kann eine sinnvolle Strategie darin bestehen, vergleichende Texte aus anderen Lehrbüchern anderer Verlage, aus Lexika, Broschüren, Sachbüchern oder aus dem Internet hinzuzuziehen. Durch den Vergleich von Texten werden die Wirkung, der Adressatenbezug und die Textart thematisiert. Es bietet sich als weitere Aufgabe eine adressatenorientierte Textproduktion an. Schreibe einen Text über (z.b. das Eichhörnchen) für:? Deine Schwester im 1. Schuljahr? Deinen Mitschüler, der krank ist und den Stoff nachholen will? Für deinen Opa, der ein kluger Mann ist, aber aus seiner Schulzeit viel vergessen hat.
Beispiel: Eichhörnchen Vergleicht die drei Artikel über das Eichhörnchen miteinander und bearbeitet folgende Aufgaben: 1. In welchem der drei Artikel erfährt man insgesamt am wenigsten über das Eichhörnchen? 2. In einem Artikel erfährt man genau, was das Eichhörnchen frisst? 3. Welcher der Artikel beschreibt am ausführlichsten die Größe des Eichhörnchens? 4. In welchem Artikel erfährt man am besten, wo und woraus das Eichhörnchen sein Nest baut? 5. In welchem Artikel steht etwas über die Jungen des Eichhörnchens? 6. Sucht aus den Artikeln folgende Informationen und notiert sie übersichtlich! a) Körperlänge:... b) Der Schwanz dient zum... c) Das Nest des Eichhörnchens nennt man... d) Seine Hauptfeinde sind... e) Ab wann können Eichhörnchen selbst Nahrung suchen? 1 Eichhörnchen??Im Park beobachten wir ein Eichhörnchen. Sicher hast auch du dieses rotbraune Nagetier schon einmal im Wald gesehen. Geschickt klettert es immer höher in den Baum und springt vom Ast eines Baumes zum Ast eines anderen. Seinen buschigen Schwanz benutzt es dabei als Steuer. Er ist fast so lang wie das ganze Eichhörnchen. Von unten sieht man deutlich den weißen Bauch des Tieres. Es frisst Beeren, Baumsamen, Körner, Nüsse, Eicheln und Vogeleier. Sein Nest baut es in meist hochgelegenen Astgabeln aus Zweigen, Gras und Moos. Eichhörnchen sind manchmal so zutraulich, dass sie Menschen aus der Hand fressen. 2 Eichhörnchen, das; etwa 25 cm langes Nagetier mit langem Schwanz und langen Haarpinseln an den Ohren. Das Fell ist rot bis rotbraun, seltener grau oder schwarz. Das E. klettert schnell und springt sehr geschickt, wobei der Schwanz zum Steuern benutzt wird. Sein Nest (Kobel) wird meist in Astgabeln angelegt und mit Moos gepolstert. Das E. hält eine oft unterbrochene Winterruhe. Neugeborene Eichhörnchen junge sind nackt und blind. Erst nach etwa zehn Tagen bekommen sie ein feines Haarkleid. Sie werden ungefähr acht Wochen lang vom Muttertier gesäugt und können dann selbstständig Nahrung suchen und harte Schalen aufnagen. Die Hauptfeinde des E. sind Marder und Greifvögel. 3 Eichhörnchen: Es gehört zur Gattung der Baumhörnchen mit zahlreichen Arten in den Wäldern Europas, Asiens sowie Nord- und Südamerikas. Sein Körper ist etwa 20 bis 32 cm lang, mit meist ebenso langem Schwanz. Die Färbung ist unterschiedlich, das Fell dicht, der Schwanz mehr oder weniger stark buschig behaart. Die bekannteste Art ist unser einheimisches Eichhörnchen, das in ganz Europa und weiten Teilen Asiens vorkommt. Seine Körperlänge beträgt etwa 20 bis 25 cm, der Schwanz ist etwas kürzer, sehr buschig und behaart, die Ohren (besonders im Winter) mit deutlichem Haarpinsel (fehlt bei den Jungtieren). Die Färbung variiert je nach geographischem Vorkommen. Bei uns ist das Fell mit Ausnahme des abgesetzten weißen Bauchs meist hellrotbraun, im Winter dunkelrostbraun mit mehr oder weniger grauem Anflug. Nach Osten hin nimmt die Graufärbung des Winterfells zu. So sind zum Beispiel die ostsibirischen Tiere an der Oberseite rein grau und liefern das als Feh bekannte Pelzwerk. Das E. lebt in selbst gebauten Nestern (Kobel) aus Zweigen, Gras und Moos.
Beispiel: Lorentzkraft in der Bildröhre 1. Überfliege die drei Texte. 2. Notiere an die entsprechenden Abschnitte passende kurze Überschriften 3. Beurteile die drei Texte ganz kurz mit (+ + o - --) oder Worten: Text ist verstehbar Informationen hat Niveau ist präzise Bilder sind gefällt mir 1 2 3 4. Studiere den Textteil über die Strahlsteuerung. Nutze die Abbildungen. 5. Bearbeite folgende Aufgaben und Fragen: Warum wird mit der Lorentzkraft (magnetischen Feldern) und nicht mit der elektrischen Kraft (elektrischen Feldern) abgelenkt? Wie ist ein Bild zusammengesetzt? Welche Funktion hat der Kippstrom? Warum wird ein Bild in zwei Hälften geschrieben? Wer steuert hell/dunkel auf dem Bildschirm? Warum wird in den Zeiten 1/25 bzw. 1/50 geschrieben? Warum haben die Spulen eine gebogene Form? Zeichne zu den Zeiten 2,3,4,5 den Leuchtpunkt und das Magnetfeld ein. 6. Referiere einem Mitschüler die Strahlablenkung in der Bildröhre nach folgender Gliederung. Nutze Bilder oder Zeichnungen zur Erklärung. Thema Bildzusammensetzung (625/800) Strahlablenkung (Spulen, Kippstrom, Richtungen,1/50, links nach rechts, 1/625x50, Zeilensprung,..) Halbbildverfahren (1/50 + 1/50 =1/25, Flimmerfreiheit) ggf. Ergänzungen, Details
Dorn-Bader: Physik Mittelstufe. Berlin: Schroedel 1980, S.340
Impulse Physik 1. Stuttgart: Klett, S. 113
Physik3. München: BSV, S.