Szenen von AbschiedLiebe &
Susanne Oehm-Henninger wurde in Boxberg/ Baden geboren und war zunächst Realschullehrerin. Es folgten ein Studium an der Hochschule für Kirchenmusik Bayreuth als Kantorin und ein Gesangstudium bei Anneliese Meyer-Adam in Bayreuth sowie Prof. Barbara Dyer in Los Angeles. Von 1996 bis 2002 war sie Mitglied im Extrachor der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Daneben Meisterkurse u. a. bei Klaus D. Jung. Als Mitglied des Opernstudio Oberfranken in Bayreuth sang sie zahlreiche Partien ihres Fachs, z. B. Gräfin ( Wildschütz ), Carmen, Frau Reich ( Die lustigen Weiber von Windsor ), Mutter ( Hänsel und Gretel ), Dorabella ( Cosi fan tutte ) und Nancy ( Martha ). Zu ihrem Repertoire gehören auch Orfeo ( Orfeo et Euridice ), Dido ( Dido und Aeneas ) und Orlowski ( Fledermaus ). Sie gibt regelmäßig Opern- und Kirchenkonzerte sowie Liederabende in Deutschland, Italien und Spanien. Der lyrische Bariton Michael Wolfrum erhielt seine sängerische und dramatische Ausbildung während eines privaten Gesangsstudiums bei Anneliese Meyer-Adam und beim Opernstudio Oberfranken Bayreuth. Zusätzliche wichtige Impulse bekam er bei Meisterkursen des Dirigenten Klaus D. Jung, Hamburg und von Thomas Dobmeier, München, welcher ihn nun stimmlich betreut. Als Solist ist er sowohl im Konzert- und Oratorienfach als auch auf der Opernbühne zu erleben. Herausragende Partien sind u.a. Figaro in "Der Barbier von Sevilla", Graf Almaviva in "Le nozze di Fugaro", Vater in "Hänsel und Gretel", Guglielmo in "Cosi fan tutte".
Klaus D. Jung wurde in Weimar geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er an der dortigen Hochschule für Musik Franz Liszt, später absolvierte er ein Dirigentenstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Engagements führen ihn über verschiedene deutsche Theater nach Österreich, wo er elf Jahre Musikdirektor des Landestheater Niederösterreich in St. Pölten ist. Daneben Engagements als Chorleiter an der Wiener Staatsoper und der Wiener Sängerknaben, den Salzburger Osterfestspielen, den Wiener Festwochen, der Academia Vocalis Tirol. 2004 übernimmt er die musikalische Leitung der Hamburger Kammeroper. Seine Art der musikalischen Arbeit mit Sängern beschert ihm zahlreiche Einladungen zu Gesangswettbewerben, Opernakademien und Meisterkursen auf der ganzen Welt.. Gerhard Pohl wurde an der Musikhochschule in Lübeck und in London bei Prof. George Cunelli zum Opernsänger ausgebildet. Nach Auftritten auf verschiedenen Bühnen und Konzertpodien u. a. in Köln, Hamburg, Hannover, Kopenhagen, Kiel, Barcelona und London sowie Rundfunkaufnahmen in Holland und Deutschland, übernahm er ab 1986 erste Regieaufgaben. Ab 1990 leitete er als Regisseur mehrere Opernproduktionen der Deutsch-Französischen-Musikwerkstatt. Er inszenierte u. a. beim Deutschen Mozartfest und bei den Brunecker Sommerfestspielen, aber auch auf ungewöhnlichen Plätzen wie Hauptbahnhöfen in Stuttgart und Nürnberg oder in der Carlsberg Glyphothek in Kopenhagen. Jetzt ist er szenischer Leiter im Opernstudio Oberfranken in Bayreuth und an der Opernschule in Kopenhagen und gibt internationale Kurse.
Johannes Brahms (1833-1897) Therese Da unten im Tale Erlaube mir, feins Liebchen Vergebliches Ständchen Wo gehst Du hin, du Stolze Dein blatues Auge In Waldeseinsamkeit Nachtigal Oh, wüsst ich doch den Weg zurück Die Mainacht Wir wandelten Von ewiger Liebe Gustav Mahler (1860-1897) Starke Einbildungskraft Rheinlegendchen Der Schildwache Nachtlied Revelge Tambourgsell Wo die schönen Trompeten blasen Urlicht
Johannes Brahms (1833-1897) Gustav Mahler (1860-1897) & Meine geliebte Clara, ich möchte, ich könnte dir so zärtlich schreiben, wie ich dich liebe, und so viel Liebes und Gutes tun, wie ich dir's wünsche. Du bist mir so unendlich lieb, dass ich es gar nicht sagen kann. In einem fort möchte ich dich Liebling und alles mögliche nennen, ohne satt zu werden, dir zu schmeicheln. Deine Briefe sind mir wie Küsse. Wenn mein Schatz Hochzeit macht, Froehliche Hochzeit macht, Hab' ich meinen traurigen Tag! Geh' ich in mein Kaemmerlein, Dunkles Kaemmerlein, Weine, wein' um meinen Schatz, Um meinen lieben Schatz!
Über das Konzert Wahrscheinlich war Brahms Unfähigkeit zu einer festen Bindung, wie bei vielen anderen Künstlern auch, die Quelle, die Liebe in so vielen und unterschiedlichen Facetten darzustellen. U. a. als qualvollen Zustand, als glückliche Vereinigung oder als Trennung; all diese Formen begegnen uns in den ausgewählten Liedern. Goethe hatte über die Sammlung volkstümlicher Dichtungen, die Achim von Arnim und Clemens Brentano unter dem Titel Des Knaben Wunderhorn 1806 veröffentlichten, sinngemäß Folgendes geäussert: Dieses Büchlein sollte in jedem Hause zu finden sein. Am besten allerdings auf dem Klavier eines Meisters der Tonkunst, um den darin enthaltenen Werken neue bedeutende Melodien hervorzulocken. Knapp ein Jahrhundert später folgte Gustav Mahler diesem Rat und nimmt sich 12 dieser Texte an. Herausgekommen sind in der Tat bedeutende Melodien, die auch Mahlers symphonisches Schaffen beeinflusst haben. Seine Umsetzung der Texte ist zuweilen so plastisch, dass der Schritt von der akkustischen Welt über eine visuelle Phantasie zu realen Bildern nur allzu nahe liegt.in dieser Inszenierung wird dieser Schritt mit den folgenden Liedern unternommen. Es ist kein Zufall, dass die Tournee am Wörthersee beginnt. Beide Komponisten haben über einige Jahre ihres Lebens dort die Sommermonate verbracht und bedeutende Werke geschaffen.