Wasserfachtagung 2017

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Transkript:

Wasserfachtagung 2017 1

Nachweis über die Einhaltung der a.a.r.d.t Hinweise aus der Praxis zur Inbetriebnahme und Übergabe nach DIN EN 806-5 Betrieb und Wartung Fachverband SHK Sachsen-Anhalt M.Eng. Martin Schrills Technischer Berater 2

Themenschwerpunkte 1. Was soll erreicht werden? 2. Welche Maßstäbe / Zertifizierungen gibt es? 3. Was muss der Handwerker tun? 3

Grundlegendes 4 TrinkVO - Allgemeine Anforderungen an die Beschaffenheit des Trinkwassers Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein. Diese Anforderung gilt als erfüllt, und der Wasserverteilung mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den Anforderungen der 5 bis 7 entspricht. 4

Grundlegendes 5 TrinkVO Mikrobiologische Anforderungen (1) Im Trinkwasser dürfen Krankheitserreger im Sinne des 2 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes, die durch Wasser übertragen werden können, nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen. (2) Im Trinkwasser dürfen die in Anlage 1 Teil I festgelegten Grenzwerte für mikrobiologische Parameter nicht überschritten werden. (3) Konzentrationen von Mikroorganismen, die das Trinkwasser verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können, sollen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung von Einzelfällen möglich ist. 5

Grundlegendes 6 TrinkVO Chemische Anforderungen (1) Im Trinkwasser dürfen chemische Stoffe nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen. (2) Im Trinkwasser dürfen die in Anlage 2 festgesetzten Grenzwerte für chemische Parameter nicht überschritten werden. z.b. für Blei 0,010 mg/l oder Kupfer 2,0 mg/l (Prüfen nur wenn PH-Wert kleiner 7,8) (3) Konzentrationen von chemischen Stoffen, die das Trinkwasser verunreinigten oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können, sollten so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung von Einzelfällen möglich ist. 6

Grundlegendes Betreiber öffentlich genutzter Trinkwasserinstallationen müssen in der Regel jährlich durch zugelassene Labors nachweisen, dass es einwandfreies Trinkwasser ist, das dem System entnommen wird Für privat genutzte Installationen kann das Gesundheitsamt Kontrollen anberaumen. Die einwandfreie Qualität des TW ist oftmals vom Rohrmaterial abhängig, hier wird der Betreiber in die Pflicht genommen. Für die Materialauswahl ist der Installateur verantwortlich. Seine werkvertragliche Pflicht ist es dafür zu sorgen, dass am Ende der Leitung auch tatsächlich Trinkwasser ankommt. 7

Grundlegendes In Deutschland vorwiegend verwendete Rohrwerkstoffe Kupfer innen verzinntes Kupfer Edelstahl feuerverzinkter Stahl Kunststoffe Je nachdem wie das örtliche Wasser beschaffen ist, sind unterschiedliche Rohrmaterialien geeignet. 8

Grundlegendes Kupfer Die Verwendung von Kupferrohren in der Hausinstallation hat eine lange Tradition Die roten Kupferrohre findet man in etwa 60 % aller Häuser. Kupfer ist erst in hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich (GW: 2 mg/l) Jedoch unkritisch durch natürliche Ausbildung einer Kupfercarbonat-Schicht (Probleme bei saurem Wasser PH-Wert kleiner 7,0) Innenverzinnte CU-Rohr sind uneingeschränkt verwendbar Quelle: hausjounal.net 9

Grundlegendes Edelstahl werden in der Regel aus Kostengründen nur dort eingesetzt, wo besondere Anforderungen an die Trinkwasserqualität gestellt werden z.b. in Krankenhäusern oder Labors Verbindung der Rohre hauptsächlich durch Pressverbindungen an Armaturen Schraubverbindungen, bei großen Verteilern Schweißverbindungen Edelstahlrohre sind gesundheitlich unbedenklich sofern sie durch Pressfittings verbunden werden Achtung: Schweißnähten können sich durch Korrosion Chrom und Nickel lösen Quelle: viega.de 10

Grundlegendes (Feuer)verzinkter Stahl anfällig für Korrosion (Rost) und mineralische Ablagerungen wie Kalk Schnelles Wachstum eines Biofilm in der rauen Zinkschicht Im Warmwasserbereich bei Neuinstallationen nicht mehr zulässig Bei geforderten Betriebstemperaturen von 60 C wird der Zink durch Potenzialumkehr edler als Stahl, was zur Korrosion des Rohrmaterials führt Zinkschicht der feuerverzinkten Stahlrohre ist herstellungsbedingt mit Blei verunreinigt. Dadurch kann es zur Verunreinigung des Trinkwassers mit Blei kommen. 11

Grundlegendes (Feuer)verzinkter Stahl anfällig für Korrosion (Rost) und mineralische Ablagerungen wie Kalk Schnelles Wachstum eines Biofilm in der rauen Zinkschicht Im Warmwasserbereich bei Neuinstallationen nicht mehr zulässig Bei geforderten Betriebstemperaturen von 60 C wird der Zink durch Potenzialumkehr edler als Stahl, was zur Korrosion des Rohrmaterials führt Zinkschicht der feuerverzinkten Stahlrohre ist herstellungsbedingt mit Blei verunreinigt. Verunreinigung des Trinkwassers mit Blei möglich Kombination von Cu und verzinktem Stahl nicht möglich, da Reaktion beider Werkstoffe mit einander und Lösung von Zink und Cadmium 12

Grundlegendes Kunststoff bei allen Trinkwasserarten Einsetzbar unempfindlich gegen Korrosion. bei der Auswahl des Materials müssen die jeweilige Temperaturbeständigkeit und die Druckstufe des Rohres berücksichtigt werden. Verbindungen von Rohrstücken erfolgen meist mittels Pressfittings, durch Schrauben, Kleben oder Stecken Große Längenausdehnung bei Wärme 13

Zertifizierung / Bewertungsgrundlagen 17 Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser (5) Es wird vermutet, dass Produkte und Verfahren die Anforderungen nach den Absätzen 1 bis 3 erfüllen, wenn dies von einem für den Trinkwasserbereich akkreditierten Zertifizierer durch ein Zertifikat bestätigt wurde. 14

Zertifizierung / Bewertungsgrundlagen 17 Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser Wenn kein Zertifikat vorliegt, sollte der Hersteller veranlasst werden zu bestätigen, dass die Produkte a.a.r.d.t. und die Werkstoffe der Positivliste des UBA entsprechen. 15

Zertifizierung / Bewertungsgrundlagen UBA Positivliste vier EU-Mitgliedstaaten (4MS) Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien haben eine freiwillige Harmonisierung der nationalen hygienischen Anforderungen für Produkte im Kontakt mit Trinkwasser vereinbart. Umsetzung in Deutschland durch da UBA unter dem Titel: Empfehlung Trinkwasserhygienisch geeignete metallene Werkstoffe Dort sind alle Werkstoffe gelistet, die aus hygienischer Sicht in Kontakt mit Trinkwasser als unbedenklich gelten Jeder Werkstoff wurde entsprechend geprüft. 16

Zertifizierung / Bewertungsgrundlagen UBA Positivliste Die Positivliste bezieht sich nicht direkt auf Produkte, sondern auf Metalle und Legierungen, aus denen Produkte für die Verwendung in Kontakt mit Trinkwasser gefertigt werden. Die UBA-Liste definiert einen neuen Stand der a.a.r.d.t. für zulässige Materialien in Trinkwasserinstallationen Metallische Legierungen, die in der UBA-Liste nicht aufgeführt sind, entsprechen nicht den a.a.r.d.t. 17

Zertifizierung / Bewertungsgrundlagen UBA Positivliste Die Bewertungsgrundlage wurde am 10. April 2015 wirksam Nach 24 Monaten d.h. seit 10. April 2017 gilt die Bewertungsgrundlage verbindlich Keine Verwendung mehr von Produkten bei denen Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser kommen, die nicht in der Liste des Umweltbundesamtes enthalten sind. 18

Was ist die Lösung? 1. Möglichkeit Herstellererklärung Liste der Herstellererklärungen ist online! Der ZVSHK hat auf seiner Webseite die Herstellererklärungen nach 3 Kategorien aufgeteilt den Mitgliedsbetrieben zur Verfügung gestellt. Zugang zu der Liste unter www.zvshk.de im Login-Bereich möglich. 19

Was ist die Lösung? 1. Möglichkeit Herstellererklärung 1. Kategorie Hersteller erklärt für die angegebenen Produkte, dass diese ausschließlich aus trinkwasserhygienisch geeigneten Werkstoffen hergestellt/produziert sind und den Vorgaben des 17 Abs. 2 der Trinkwasserverordnung entsprechen, weil nur Werkstoffe der Metall-Bewertungsgrundlage des UBA (Stand 10. April 2015) oder der 4MS-Werkstoffliste (Stand 20.1.2015) verwendet werden. 20

Was ist die Lösung? 1. Möglichkeit Herstellererklärung 2. Kategorie Hersteller erklärt für die angegebenen Produkte, dass diese ausschließlich aus trinkwasserhygienisch geeigneten Werkstoffen hergestellt/produziert sind und damit den Vorgaben des 17 Abs. 2 der Trinkwasserverordnung entsprechen, obwohl zwar Werkstoffe verwendet werden, die nicht in der Metall- Bewertungsgrundlage (Stand 10. April 2015) des UBA oder der 4MS- Werkstoffliste (Stand 20.1.2015) gelistet sind. Deren Verwendung in Kontakt mit Trinkwasser führt bei ordnungsgemäßer Produktanwendung nicht zur Überschreitung der durch die TrinkwV vorgegebenen Grenzwerte. 21

Was ist die Lösung? 1. Möglichkeit Herstellererklärung 3. Kategorie Hersteller erklärt für die angegebenen Produkte, dass diese nicht ausschließlich aus trinkwasserhygienisch geeigneten Werkstoffen hergestellt / produziert sind. Bei Beachtung der technischen Installationsregeln in Deutschland sind die vorgenannten Produkte / Produktgruppen, die nicht ausschließlich aus trinkwasserhygienisch geeigneten Werkstoffen hergestellt / produziert sind, jedoch mit den jeweils hinterlegten Beschränkungen / zusätzlichen Maßnahmen in Trinkwasserinstallationen in Deutschland einsetzbar. 22

Was ist die Lösung? 2. Möglichkeit Werkstoffabfrage beim Großhändler Die Fachverbände empfehlen den Betrieben, von den Großhändlern und den beliefernden Herstellern eine Erklärung zum Einsatz von Produkten und Produktgruppen in Trinkwasserinstallationen abzufordern. Mit dieser schriftlichen Hersteller-bzw. Liefererklärung soll sichergestellt werden, dass die gelieferten Produkte und Produktgruppen für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser vorgesehen sind und dem Kontakt mit Trinkwasser geeignet sind. (Blei, Nickel usw.) Download unter: shk-lsa.de/fachbesucher/informationen/fachinfos-formulare-merkblaetter/ 23

VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! 24