RTU560 Produktlinie Switch Datenblatt Merkmale Zu Dokumentationszwecken sind die Ports mit den Ziffern 1-4 beschriftet. Es gibt keinen speziellen Uplink Port. Alle Ports sind in ihrer Funktion gleich. Der SDSL Port ist über die Backplane bzw. einen Erweiterungsstecker nach Außen geführt. Der Verbindungs- (Link) und Geschwindigkeitsstatus aller und des SDSL Ports wird über LEDs an der Frontplatte angezeigt. Anwendung Bei der Baugruppe handelt es sich um einen managed Layer-2-Switch. Dieser stellt 4 Fast -Schnittstellen (Verteilswitch) mit Auto MDI/X (Automatische Crossover Erkennung und Korrektur) sowie eine 2-Draht SDSL-Schnittstelle zur Verfügung. Der Einsatz ist in den Baugruppenträgern 560MPR01, 560MPR03 und 560SFR02 möglich. Der Switch ist für das zur Verfügung stellen von innerhalb einer Station über -Schnittstellen (Verteilswitch) konzipiert. Die SDSL-Schnittstelle kann für das Zusammenschalten von Stationen mit einem Abstand von bis zu 20 km (Kupferkabel, Durchmesser 0,8 mm) genutzt werden. Der Switch ist durch das (Rapid) Spanning Tree Protokoll in der Lage, redundante Topologien zu realisieren. Der Switch lernt -Adressen, indem er eingehende Rahmen analysiert. Die so erlernten Adressen werden in einer Adresstabelle (max. 2048 Einträge) gespeichert und genutzt, um Rahmen an die korrekte Schnittstelle weiterzuleiten. Ein empfangener Rahmen wird nur dann an alle Schnittstellen weitergeleitet, wenn es sich um eine Broad- oder Multicastadresse handelt oder die Zieladresse in der Adresstabelle nicht gefunden wird. Werden Einträge in der Tabelle nicht durch entsprechend empfangene Rahmen bestätigt, so werden diese nach max. 304 Sekunden entfernt (voreingestellter Wert). Eine VLAN Konfiguration nach IEEE 802.1Q wird unterstützt. Rahmen können transparent weitergeleitet oder einem (Access oder Trunk) VLAN zugeordnet werden. Quality-of-Service wird vom Switch unterstützt wenn ein IEEE 802.1p kompatibles Rahmenformat verwendet wird. Der Switch kann die ausgehenden Rahmen in bis zu vier prioritätsgesteuerte Warteschlangen aufteilen. Die nutzt eine Versorgungsspannung von 5 V. Die Spannungsversorgung kann von interner RTU-Versorgung auf eine externe Spannungsquelle durch eine Steckbrücke umgeschaltet werden. Port 1 Port 2 Port 3 Port 4 Übertrager Übertrager Übertrager Übertrager Switch Alarm logik SDSL Management Bus/Spannung -Verbinder Sowohl die Schnittstellen als auch die SDSL Schnittstelle, sowie die Baugruppe selbst können im laufenden Betrieb gesteckt werden (hot-plug). Größere Distanzen können erreicht werden, wenn man das Gerät 560NMS24 als Repeater verwendet. Stecker & Indikatoren Abbildung 1: Prinzipschaltbild der Baugruppe Der Switch stellt vier gleichwertige Schnittstellen mit RJ-45 Anschlüssen, eine SDSL Schnittstelle sowie eine RS232 Schnittstelle für die Konfiguration und das Tunneln von
seriellen Daten zur Verfügung. Jeder der RJ-45 Ports kann für hausinterne Kommunikation über Cat.3 (für 10Mbps) oder Cat.5 (für 100Mbps) Netzwerkkabel mit einer maximalen Länge von 100 m verbunden werden. Durch die Unterstützung von MDI/ X besteht keine Notwendigkeit für eine Nutzung von gekreuzten kabeln. Die SDSL Schnittstelle kann über 2-Draht Kupferleitungen verbunden werden. Die maximal überbrückbare Distanz beträgt 20 km bei der Verwendung von Kupferleitungen mit einem Durchmesser von 0,8 mm und einer Übertragungsrate von 192 kbps. In Abhängigkeit von der Entfernung kann die Übertragungsrate auf bis zu 11 Mbps erhöht werden. Topologie Der Switch stellt insgesamt 5 Ports für die Verbindung von Endgeräten, Switches, Bridges, Hubs und zur Verfügung. Der Switch findet vor allem in Stern- (Punktzu- Punkt) bei Linientopologien Anwendung. Redundante Topologien werden automatisch erkannt und mit Hilfe des Rapid Spanning Tree Protokolls (RSTP) betrieben. Dieses ist voll abwärtskompatibel zum weit verbreiteten Spanning Tree Protocol (STP). SDSL Der Status aller Schnittstellen kann mittels zweier LEDs überwacht werden. Für die schnittstellen sind diese im unteren und oberen Teil der Buchse angebracht. Switch Gerät () Eine grüne LED (Beschriftung: L) im oberen Teil der Buchse signalisiert eine aktive verbindung. Zustände Activity: Aus - Keine Verbindung Ein - Verbindung (Link) Blinkend - Aktivität (Empfang oder Senden von Rahmen) Eine gelbe LED (Beschriftung: S) im unteren Teil der Buchse signalisiert eine Verbindung mit 1o oder 100 Mbps. Zustände Speed: Aus - Übertragungsrate 10 Mbps Ein - Übertragungsrate 100 Mbps DSL (über Backplane) Der Zustand der DSL Schnittstelle kann über die LEDs, beschriftet mit A (Aktivität) und L (Verbindung), überwacht werden. Diese sind mit A1 und L1 beschriftet. Zustände L1: Aus - keine DSL Verbindung Ein - DSL lverbindung besteht Zustände A1: Aus - keinse DSL Verbindung Blinkend - DSL Aktivität (Übertragung oder Empfang von Rahmen). DSL connection negotiation if Link is off. RS232 (über Backplane) Für die Überwachung der RS232 Signale sind keine LEDs vorgesehen. Allgemein Im Falle eines schwerwiegenden Fehlers signalisiert der Switch diesen Zustand mit einer roten LED (Beschriftung: ERR). Der Alarmzustand kann ebenfalls über einen potentialfreien Relaiskontakt signalisiert werden. Das Relais kann über eine Steckbrücke deaktiviert werden. Die Faktoren die zu einem Alarm führen sind konfigurierbar. SDSL Abbildung 2: Typische Netztopologie für den Switch Management und Konfiguration Das Management und die Konfiguration des Switches können über Telnet, SNMP oder eine Web-Schnittstelle erfolgen. Alle Methoden können zum Lesen und Schreiben von Parametern des Gerätes verwendet werden. Standardmäßig ist die IP Adresse eines Switches auf 10.0.0.2, Subnetzmaske 255.0.0.0 und Gateway IP 10.0.0.1 gesetzt. Die SNMP Zeichenketten sind public für Nur-Lese Zugriff und private für Lese-Schreib Zugriffe. Jeder kann mit Hilfe einer Steckbrücke in diesen Zustand zurückversetzt werden. Telnet Verbindungen sind über jeden Port möglich. Alle Ports sind im voreingestellten Zustand aktiv. Ports Alle Ports können aktiviert bzw. deaktiviert werden. Geschwindigkeit und Duplex Modus (bei ) eines Ports können manuell gesetzt werden. Die Einstellmöglichkeiten bei sind 10 oder 100 Mbps, sowie Voll- oder Halbduplexbetrieb. Bei der DSL Schnittstelle sind Geschwindigkeiten von 192 kbps bis zu 11 Mbps, bei einem Schrittabstand von 8 kbps einstellbar. Es ist auch möglich, eine automatische Erkennung zu nutzen. Für die SDSL Schnittstellen ist es empfehlenswert, die Geschwindigkeit des lokalen oder nahen Gerätes auf einen festen Wert einzustellen, während die entfernten Kommunikationspartner auf auto-detect einzustellen sind. Ports die mit einer RTU der RTU500 Serie verbunden werden, sollten auf auto-detect eingestellt werden. 2 1KGT 150 755 V004 0 - Switch
Alle Ports besitzen einen Rahmenzähler, welcher über die Managementsoftware auslesbar ist. Alarmzustände, Meldungen und Protokollierung Der Switch stellt Syslog und SNMP zur Verfügung, um Warnungen und Meldungen an ein oder mehrere vordefinierte Ziele zu senden. Ein Alarmrelais kann auf unerwartete bzw. konfigurierbare Systemzustände reagieren. Für jeden Syslog Server kann ein Schweregrad (Severity) der Fehlermeldung vorgegeben werden, um ausgehende Nachrichten zu filtern. Ein System Log speichert kritische Meldungen. Diese können über Telnet oder die Weboberfläche abgerufen werden. Jeder Logeintrag enthält einen Zeitstempel, der entweder die Standzeit oder die Datums- und Zeitinformationen eines Zeitservers beinhaltet. Für Syslog oder lokales Logging kann ein SNTP (Simple Network Time Protocol) Zeitserver genutzt werden. Das Gerät synchronisiert sich mit dem Server und ist somit in der Lage, einen Zeitstempel mit Datum und Uhrzeit, anstelle der Standzeit zu generieren. Redundante Verbindungen Die redundanzprotokolle Spanning Tree Protocol (STP) und Rapid Spanning Tree Protocol (RSTP) werden voll unterstützt. Im Auslieferungszustand ist RSTP für alle Ports aktiviert. Das Umschalten von RSTP zu STP geschieht automatisch, um die Kompatibilität zu bestehenden STP Installationen zu gewährleisten. Für jeden Port können die (R)STP Parameter seperat eingestellt werden. Dies beinhaltet die Port-Priorität zur Steuerung der Verbindungen ebenso wie die Einstellungen für Point-to-Point oder Edge Verbindungen. Eine globale Bridge Priorität ist ebenfalls einstellbar. Authentifizierung Der Zugang zur Telnet-Schnittstelle des Switches ist durch ein zweistufiges Passwortverfahren geschützt. Die erste Stufe berechtigt den Benutzer, Parameter des Gerätes auszulesen und muss eingegeben werden sobald eine Verbindung hergestellt ist. Um Parameter verändern zu können, muss das Gerät in einen Konfigurationsmodus versetzt werden, welcher ein zusätzliches Passwort verlangt. Beide Passwörter können abgeschaltet werden. Einige sicherheitsrelevante Informationen wie z.b. die Konfigurations- oder Logdaten sind im Nur-Lese -Modus nicht verfügbar. Switch - 1KGT 150 755 V004 0 3
Technische Daten Neben den generellen technischen Daten der RTU500 Serie gelten: Elektromagnetische Verträglichkeit Gedämpft schwingende Wellen IEC 61000-4-18 2.5 / 1 kv (Klasse 3) Stromaufnahme für die Energieversorgung über die RTU560-Rückwandplatine 5 V DC Typ. 6.00 W, max. 8.00 W (All ports active) 24 V DC Verbinder Status Indikatoren 4 x RJ-45 Geschwindigkeit (10/100 Mbps): Gelbe LED Verbindung/Aktivität: Grüne LED Alarm Status Indikator Rote LED, Beschriftung: ERR Kabeltyp EIA/TIA Kategorie 3 oder ISO/IEC Klasse C Kabel oder besser für 10 Mbps Relaiskontakt Potentialfreier Wechselkontakt EIA/TIA Kategorie 5 oder ISO/IEC Relais, max. Schaltspannung / -strom DC 60 VDC / 0,5 A AC 250 VAC / 0,24 A Klasse D Kabel oder besser für 100Mbps Max. Kabellänge 100 m Mechanische Ausführung Abmessungen Gehäusetyp Montage Gewicht 160 mm x 100 mm, 3HE Europakartenformat 4R (20 mm) Frontplatte Leiterplatte zum Einbau in RTU560-Baugruppenträger 180 g Protokoll Fast- nach IEEE 802.3-2005 Cl. 25 und IEEE 802.3u-1995 nach IEEE 802.3-2005 Cl. 14 Auto- Negotation (NWAY) nach IEEE 802.3 2005 CL 28 Auto- Crossover (Auto MDI/X) Serielle Schnittstellen Verbinder 1 x über Backplane Anschlusstechnik RTU560 Backplane-Steckverbinder 48-polig Typ F DIN 41612 Status Indikatoren Max. Kabellänge Protokoll keine 5 m RS232 Umgebungsbedingungen Nomaler Betriebstemperaturbereich: EN 60068-2-1, 2-2, 2-14 Relative Feuchte EN 60068-2-30-25 C... 70 C 5... 95 % (nicht kondensierend) Switching Flusssteuerung Voll Duplex Flusssteuerung nach IEEE 802.3-2005 An. 31B und IEEE 802.3x-1997 Halb Duplex Back Pressure Elektromagnetische Verträglichkeit Entladung statischer Elektrizität 8 kv Luft / 6 kv Kontakt (Klasse 3) IEC 61000-4-2 Hochfrequente elektromagnetische 10 V/m (Klasse 3) Felder IEC 61000-4-3 Max. Rahmengröße Quality of Service MAC Adresstabelle Switching Modus 1552 Bytes IEEE 802.1p Tag basie-rende Prioritätssteue-rung Max. 2048 Einträge Max. 304 s Haltezeit Store and Forward Schnelle transiente elektrische Störgrößen IEC 61000-4-4 4 kv (Klasse X) Digital Anschlussleitung Verbinder 1 x über Backplane Stoßspannungen 4 kv (Klasse 4) IEC 61000-4-5 Leitungsgebundene Störgrößen, indu- 10 V (Klasse 3) ziert durch hochfrequente Felder IEC 61000-4-6 4 1KGT 150 755 V004 0 - Switch
Digital Anschlussleitung Protokoll ETSI SDSL (ETSI TS 101 524 V 1.2.1) ETSI SDSL.bis (ETSI TS 101 524 V 1.2.2) ITU G.shdsl (ITU-T G.991.2) ITU G.shdls.bis (ITU-T G.991.2) ITU G.hs (ITU-T G.994.1) IEEE EFM (IEEE 802.3) Unterstützte Protokolle Telecontrol Comm. IEC 60870-5-101 IEC 60870-5-104 Link Layer Discovery Spanning Tree IEEE 802.1AB-2009 IEEE 802.1D-2004 Class of Service IEEE 802.1p VLAN Tagging Network Access Ctrl. UDP IP ICMP TCP ARP Telnet SNMP SNMP MIB-II TFTP CIDR RIP HTTP L2TP RADIUS Syslog SSHv2 SNTP IEEE 802.1Q-2005 IEEE 802.1X-2001 RFC-768 RFC-791 RFC-792 RFC-793 RFC-826 RFC-854 RFC-1155 bis RFC-1157 RFC-1901 bis RFC-1908 RFC-1213 RFC-1350 RFC-1519 RFC-2453 RFC-2616 RFC-2661 RFC-2865 RFC-3164 RFC-4254 und RFC-5251 RFC-4330 Bestellangaben R0001 1KHW023538R0001 Switch - 1KGT 150 755 V004 0 5
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