Klimawandel Wer ist schuld?

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Transkript:

Klimawandel Wer ist schuld?

Es ist öffentlicher Konsens, dass für den aktuellen Klimawandel der Mensch mit seinen CO2-Ausstoß und seiner Umweltzerstörung die Schuld trägt. Ohne anthropogene Einwirkungen sollte danach das Klima auf den Stand verharren, wie es vor dem industriellen Zeitalter war. (Seit der Industrialisierung hat sich der CO2-Gehalt um 43% erhöht) Als Beweis wird die Korrelation zwischen der stetigen Erhöhung der CO2-Konzentration aufgrund der Verbrennung fossiler Rohstoffe und dem nicht ganz so stetigen Anstieg der globalen Jahresmitteltemperatur genannt. (Stichwort: Keeling-Kurve) Dieser öffentliche Konsens war bis vor wenigen Jahren auch wissenschaftlicher Konsens zumindest unter den Klimaforschern (und darunter besonders unter denjenigen, die Klimaprozesse mittels Computer simulieren). Gegenwärtig ist eine Aufweichung dieses wissenschaftlichen Konsens zu beobachten, insbesondere auch deshalb, weil a) die maximale Klimasensitivität des CO2 immer weiter nach unten korrigiert wird b) die gegenwärtige Entwicklung der globalen Jahrestemperatur nur noch bedingt den Vorhersagen der meisten Klimamodelle folgt c) sich die Erkenntnis durchsetzt, das simuliertes Klima nicht unbedingt das eintretende oder bereits eingetretene Klima richtig wiederspiegelt (z. B. Problem der Reproduzierbarkeit der Kleinen Eiszeit in den Klimamodellen) d) man verstärkt Augenmerk auf den Strahlungsantrieb der Sonne richtet, denn bis dato wurde ein wesentlicher Einfluss der solaren Aktivität auf das Klimasystem der Erde verneint e) das Problem der Wolkenbildung und wie man diesen wichtigen Rückkopplungsprozess in die Klimamodelle einbaut, erst rudimentär gelöst ist

Gibt es Anzeichen für einen Klimawandel? Diese Frage ist eindeutig mit ja zu beantworten. Die Frage, die sich aber immer noch stellt, ist die Frage, wie viel davon ist natürliche Klimavariation und wie viel durch menschliche Tätigkeit bedingt. Gegen natürliche Klimavariationen kann man nichts unternehmen Gegen anthropisch verursachte Klimavariationen kann man nur bedingt etwas unternehmen Andererseits: Der alarmierende Klimawandel der Zukunft findet nur in den Computer- Klimamodellen statt. Da Klimasimulationen, die Vorhersagen für die Zukunft machen, auch erst durch die Zukunft verifiziert werden können, kann man entweder an ihre Vorhersagen glauben oder auch nicht Zwei Lager: Der Klimawandel ist im Wesentlichen menschengemacht (öffentlicher Konsens) Der Klimawandel hat im Wesentlichen natürliche Ursachen, die mit der Sonnenaktivität zusammenhängen (Klima-Skeptiker)

Ein paar Worte zu Klimamodellen Ein Klimamodell ist ein Computer-Modell zur Berechnung und Projektion des Klimas für einen bestimmten Zeitabschnitt.

Mathematisch stellt ein Klimamodell ein gekoppeltes System nichtlinearer, partieller und gewöhnlicher Differentialgleichungen sowie einiger algebraischer Gleichungen dar, die auf einem Gitter in Zeitschritten mittels eines Computers numerisch gelöst werden.

Klimaprognosen unterliegen einer großen Unsicherheit. Das liegt daran, dass die für das Klima (laut Definition Mittelwert des Wetters über 30 Jahre) maßgeblichen Prozesse a) komplex miteinander verbunden sind b) sich (noch) nicht adäquat in Klimamodelle integrieren lassen, weil ihre Entstehung und Wirkung nur ungenügend erforscht ist (Stichwort Wolkenbildung, Änderung der Oberflächenvegetation, unvorhergesehene Klimafaktoren wie Vulkanausbrüche, Einfluss der Sonnenaktivität etc.) Dazu kommen noch modellinhärente Probleme, die mit den verwendeten mathematischen Methoden, der verwendeten Rastergrößen, den Rand- und Anfangsbedingungen und nicht zuletzt von der zur Verfügung stehenden Rechenkapazität zusammenhängen. Temperaturkarte der Erde für das Jahr 2100

Vorhersagen der Entwicklung der globalen Jahresmitteltemperatur nach verschiedenen Klimamodellen

Könnte die Sonne nicht vielleicht doch ein wesentlicher Faktor des Klimawandels sein? Es scheint keine wesentliche Korrelation zwischen Sonnenfleckenzahl (=solare Aktivität) und Temperaturkurve zu geben Wikipedia

Problem: Als ein Maß für die magnetische Aktivität der Sonne wird i. d. R. die sogenannte Sonnenfleckenrelativzahl verwendet, weil sie leicht bestimmt werden kann und weil sie mit den magnetischen Zyklen der Sonne korreliert ist. Aber sagt sie auch etwas über die Änderung der Solarkonstante (Energie-Input der Erde) aus? Neuere Untersuchungen zeigen, dass es bessere Proxis zur Ermittlung der Sonnenaktivität in der Vergangenheit gibt. Sonnenaktivität erhöht a) kurzwellige Strahlung (UV, Röntgen, Gamma) b) Partikelstrahlung (Sonnenwind) c) Magnetfeld der Erde (geomagnetische Stürme) (verringert den hypothetischen Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung) Diese Prozesse führen in der Erdatmosphäre zur Bildung spezifischer Isotope. Ihre Konzentration z. B. in Eisbohrkernen lässt sich als Sonnenaktivitätsproxi verwenden. Damit ergeben sich im Unterschied zum Wikipedia-Bild folgende aktuelle Rekonstruktionen der Sonnenaktivität abseits der Fleckenrelativzahl:

Damit ist das Argument, die Sonnenaktivität sei mit dem beobachteten globalen Erwärmungstrend nicht korreliert, wiederlegt. Man sollte dem Einfluss der Sonne auf das irdische Klimasystem also wieder mehr Beachtung schenken.

Nach den Untersuchungen der Sonnenforscher erreichte die Sonnenaktivität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen besonders hohen Wert, der sich im aktuellen Zyklus merklich abzuschwächen beginnt. Russische Astronomen gehen mittlerweile sogar von einem Einstiegsszenarium in ein neues Maunder-Minimum aus. Wenn sich das bewahrheitet, dann sollte in den nächsten Jahren der Erwärmungstrend weiter stagnieren und u. U. sogar seine Richtung umkehren (also immer fleißig Zeitung lesen, wenn sie überrhaupt darüber berichten dürfen). Oder anders ausgedrückt, das nächste Jahrzehnt wird zeigen, ob mehr anthropische Faktoren oder mehr natürliche Faktoren das Klimageschehen dominieren. Zur Zeit ist dazu m. E. noch keine definitive Aussage möglich. Der alarmierende Klimawandel findet jedenfalls zur Zeit nur in den Modellen der Klimawissenschaftler statt. So gesehen ist es zumindest einen Gedanken wert, ob man das viele Geld, welches man heute punktuell in den Klimaschutz steckt, nicht besser für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der ständig wachsenden Weltbevölkerung und den Umweltschutz verwenden sollte. Denn eher werden wir hier in DE von Armuts- Flüchtlingen überrannt, als das wir irgendwann unter den Klimaverhältnissen des heutigen Marseille am Mittelmeer braten Übrigens, die Sahel-Zone in Afrika ist im letzten Jahrzehnt deutlich grüner geworden, wie Satellitenbilder zeigen. Der Trend zur Austrocknung, der in den 1970 und 1980er Jahren zu Missernten und Hungersnöten riesigen Ausmaßes geführt hat, hat sich umgekehrt