Hollywood (engl.: Stechpalmenwald) ist ein Stadtteil von Los Angeles im US- Staat Kalifornien mit 167 664 Einwohnern (Volkszählung 2000). Weltbekannt ist Hollywood als Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie, weshalb der Name oft auch als Synonym für die gesamte Branche steht. Schriftzug in den Hollywood Hills
Die Wurzeln der Filmmetropole Hollywood liegen in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit flohen viele Kleinunternehmer vor der Motion Picture Patents Company (MPPC). Dieser Trust, gegründet vom Erfinder des Kinetoskopes, Thomas Edison, verlangte für die Aufnahme oder die Wiedergabe eines Filmes Geld. Thomas Edison
Um unabhängig produzieren zu können, sahen die Filmschaffenden ihre Zukunft in Hollywood. Dieses verfügte wegen seiner langen Sonnenscheindauer und des angenehmen Klimas über ideale Bedingungen für Filmproduktionen. In unmittelbarer Nähe waren grandiose Kulissen wie die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, die Strände des Pazifischen Ozeans und die ausgedorrten Landstriche der Mojavewüste. Landschaft in der Sierra Nevada
1911 eröffnete an der Ecke Sunset Boulevard Goer Street das erste Filmstudio der Nestor Company. Binnen Jahresfrist siedelten sich weitere 15 sogenannt unabhängige Studios im Vorort von Los Angeles an. 1912 gründete Mack Sennett die Keystone Studios. Sennett führte mit Cohen at Coney Island den Slapstickfilm ein. Eine fabelhafte Komödientruppe mit Schauspielern wie Fatty Arbuckle, Mary Pickford, Ben Turpin und Larry Semon gehen ebenso auf sein Konto wie die Entdeckung von Charlie Chaplin.
Hollywood veränderte sich Anfang der 20er Jahre. Neue Studios wurden aus dem Boden gestampft, und die Produktion von Filmen, anfangs noch belächelt, wurde eine echte und ernst zu nehmende Wirtschaftsgrösse im amerikanischen System. In diesen Zeiten bildeten sich die verschiedenen Genres, wie wir sie heute kennen. Ob Slapstick, Western, Abenteuer, Krimi, Horror, Science-Fiction oder Monumentalfilm, in den neu entwickelten Studios war nichts unmöglich. Grosse Regisseure und Produzenten gründeten in den 20er Jahren den bis heute legendären Ruf der Filmmetropole. Greta Garbo Filmstar aus den 20er Jahren
Mit Einführung des Tonfilms konnte auch der Broadway auf der Leinwand Einzug halten. Ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Filmtechnologie war die Erfindung des Farbfilms. Somit hatten die Regisseure noch mehr Möglichkeiten, die farbenfrohe Realität auf Leinwand zu bannen. Hollywood wurde mit seinem Aufstieg zur Filmmetropole auch gleichzeitig der Inbegriff für Glamour und Stars.
Das Wahrzeichen Hollywoods ist das HOLLYWOOD-Zeichen in den Hollywood Hills, das über dem Stadtteil thront. Jeder Buchstabe des Zeichens ist 12 Meter hoch. Das 1923 aufgestellte Schild (der Schriftzug war damals Hollywoodland) diente ursprünglich als Werbung für Immobilien am Beachwood Canyon. Heute ist der Schriftzug ein dauerhaftes Denkmal der cineastischen Traumfabrik und Weltberühmt.
Was von den Glanztagen Hollywoods übrig geblieben ist, findet man auf dem Hollywood Boulevard. Auf einem Abschnitt des Hollywood Boulevards verläuft der Walk of Fame zu beiden Seiten der Trottoirs. Mehr als 2500 sternenförmige Messingplatten, die in die Trottoirs eingelassen sind, erinnern an die grössten Stars der Unterhaltungsbranche.