Information der Öffentlichkeit

Ähnliche Dokumente
Information der Öffentlichkeit

Information der Öffentlichkeit

Unterrichtung der Öffentlichkeit nach 23 der 17. BImSchV. Jahresbericht der. Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH (BKF)

Unterrichtung der Öffentlichkeit über Emissionen. Immissionsschutzbeauftragter Tel.: 0831/

Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbh

Information der Öffentlichkeit gemäß 23 der 17. BImSchV über den Betrieb des Biomasseheizkraftwerks Wiesbaden der ESWE Bioenergie Wiesbaden GmbH

Unterrichtung der Öffentlichkeit über Emissionen

Unterrichtung der Öffentlichkeit nach 23 der 17. BImSchV. Jahresbericht der. Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH (BKF)

Emissionsjahresbericht für die thermische Klärschlammverwertungsanlage im Rahmen des Projektes sludge2energy am Standort Kläranlage Straubing

Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbh

Anforderungen des Emissionsschutzes - Novelle 17. BImSchV -

Emissionsbegrenzungen und deren Überwachung

PROBENAHME- UND ANALYSEVERFAHREN FÜR EMISSIONSMESSUNGEN

b) Antimon und seine Verbindungen, angegeben als Sb Arsen und seine Verbindungen, angegeben als As Zinn und seine Verbindungen, angegeben als Sn

Verlängerung der Frist nach 18 Abs. 3 BImSchG für die Wiederinbetriebnahme des Lepolofens 3 im Zementwerk Schelklingen der HeidelbergCement AG

Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen (IED) Großfeuerungsanlagen, Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen 13. und 17.

EMISSIONSBERICHT 2014

B E S C H E I D: a) kein Tagesmittelwert die folgenden Emissionsgrenzwerte überschreitet:

Fachtagung. Betriebsmittel in der Rauchgasreinigung. Auswahl eines Verfahrens und der notwendigen Betriebsmittel für Waste to Energy Projekte

REGIERUNG VON SCHWABEN

abh Abfallbehandlungsgesellschaft Havelland mbh

Messverfahren. 1. Die Messungen sind für folgende Stoffe nach den Regeln der Technik durchzuführen:

der Sekundärbrennstoffrate des Drehrohrofens auf bis zu 100 % der Feuerungswärmeleistung B e s c h e i d :

Gemeinderatssitzung. Werk Wössingen Stephan Schenk - Werkleiter Tino Villano - Leiter Umwelt, Genehmigung und Öffentlichkeit

Beurteilung der Luftqualität 2012 in Deutschland Bericht an die EU-Kommission in Brüssel. Warum berichten wir an die EU-Kommission?

27. BImSchV. Ausfertigungsdatum: Vollzitat:

CEN/TR Neue Leitlinie zur Ergänzung der DIN EN QAL2

Anhang A: Verordnungen zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Einsatzgebiete für Gasanalytik Überblick

Austropellets Anhang 1: Messverfahren entsprechend IPPC:

UMWELTDATEN. Müllheizkraftwerk der Abfallwirtschaftsgesellschaft mbh Wuppertal

Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen

Regierung von Niederbayern

3.1 Allgemeine Verwaltungsvorschriften zum Bundesimmissionsschutzgesetz VwV-BImSchG

Immissionsschutzrechtliche Genehmigung

Aktualisierte UMWELTERKLÄRUNG 2004

DIN EN Geschichte, Umsetzung, Zukunft

Emissionsüberwachung in Deutschland

PRESSEMITTEILUNG 3. Juni 2016

Stand Vollzugsempfehlung Herstellung Organischer Feinchemikalien (OFC) - 1 -

Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Ergebnisse von Emissionsmessungen gemäß 18 der 17. BImSchV.

Bezirksregierung Köln

Gießerei-Emissionen und ihre Wirkung auf die Immission. Beispiele auf der Grundlage von Messungen in Sachsen

Spurenelemente. in deutschen Normzementen Verein Deutscher Zementwerke e.v.

Stand /11

Umweltdaten. Gesamtanlagenstillstand Mai Wuppertal 24 Stunden live 17. September 2004

VORTRAG VERBRENNUNGSTECHNIK

Prüfstelle. Prüfstelle der Österreichischen Staub-(Silikose-) Bekämpfungsstelle

für den Landkreis Teltow-Fläming 22. Jahrgang Luckenwalde, 10. April 2014 Nr. 13

WAS IST AUS MCP-D UND NOVELLE DER TA LUFT / 43. BUNDESIMMISSIONSSCHUTZ-VERORDNUNG ZU ERWARTEN?

MinDir. Dr. Uwe Lahl. Emissionen aus der Abfallwirtschaft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

REGIERUNGSPRÄSIDIUM TÜBINGEN

Die Entwicklung der Luftqualität in M-V er Jahre bis heute - Dr. Meinolf Drüeke

Änderungsgenehmigung:

Anhang 3: Kapitel , Brennstoff Altholz A II

Emissionen von Biomassefeuerungen <1 MW Entstehung, Überwachung, Minderung

Stadt Pulheim Rathaus, Koordinierungsstelle Umweltschutz Alte Kölner Straße Pulheim. Staubniederschlag, Deposition

Die angepasste TA Luft: Anforderungen an eine bekannt gegebene Messstelle nach 29 b BImSchG. ANECO Institut für Umweltschutz GmbH & Co.

17. BImSchV - Siebzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes...

Die Auswirkungen der BVT- Schlussfolgerungen auf die Überarbeitung der TA Luft am Beispiel der NE- Metallindustrie Christian Lehmann

Elfte Verordnung zur Durchführung des Bundes- Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Emissionserklärungen) (11. BImSchV)

Vollzugsempfehlungen für bestimmte Anlagenarten zur Herstellung von Roheisen oder Stahl. Stand

Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-PL nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005

Transkript:

Information der Öffentlichkeit Die Dow Olefinverbund GmbH betreibt auf ihrem Betriebsgelände im Werk Böhlen zwei Produktionsanlagen mit integrierten Verbrennungsanlagen in denen flüssige Reststoffe ausschließlich der jeweiligen Produktionsanlage verbrannt werden, ohne Fremdbezug. Diese Verbrennungsanlagen unterliegen den behördlichen Auflagen zur Überwachung und Kontrolle der Emissionen und Verbrennungsbedingungen nach der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen - 17. BImSchV). Über die von der zuständigen Behörde, der heutigen Landesdirektion Sachsen, Standort Leipzig, in den Genehmigungsbescheiden festgelegten Verbrennungsbedingungen, Grenzwerte der Schadstoffe sowie die Einhaltung dieser Grenzwerte ist gemäß 23 der 17. BImSchV die Öffentlichkeit jährlich zu informieren. Die Information des Jahres 2013 erfolgt hiermit über das Internet. 1. Kurzbeschreibung der Anlage Anlage zur Herstellung von Acrylaten (Acrylsäure) Die Anlage dient der Herstellung von Acrylaten (Rohacrylsäure, Reinacrylsäure und n-butylacrylat). Einsatzstoffe sind Propylen, Luft und Butanol. Reine Acrylsäure findet vielfältige Verwendung in der Industrie. Hauptsächlich wird sie bei der Herstellung von hochsaugfähigen Polymeren (z. B. Wegwerfwindel und Hygieneartikel), Klebstoffen (z. B. für selbstklebende Notizzettel und Briefmarken) und Körperpflegeartikeln (zur Verhinderung der Phasentrennung in Zahnpaste, Shampoo, Haarspray und Pflegemitteln) eingesetzt. Butylacrylat findet zum überwiegenden Teil Verwendung in der Kunststoff-, Farben- und Klebstoffherstellung. So wird Butylacrylat z. B. für Autoteile, wie Lenkräder, Armaturenbretter usw., Klarlacke für Automobile und Dichtungsmaterial im Hausbau z. B. für Fenster und Türen verwendet. Die Acrylsäureanlage gliedert sich im Wesentlichen in 4 Anlagenteile. Dabei handelt es sich um die: 1. Betriebseinheit Acrylsäure, wo die Rohacrylsäure durch katalytische Oxidation von Propylen mit Luft bzw. Acrolein in einem Vielrohrreaktor hergestellt wird. Seite 1 von 7

2. Betriebseinheit Butylacrylat, wo Butylacrylat durch Veresterung von Acrylsäure mit n-butanol in einer Reaktionskolonne hergestellt wird. 3. Betriebseinheit Reinacrylsäure, wo die Herstellung der verkaufsfähigen Reinacrylsäure durch Abtrennung von Verunreinigungen der Rohacrylsäure und Aufkonzentration mit Hilfe eines mehrstufigen Kristallisationsverfahrens erfolgt. 4. Abgas- und Rückstandsverbrennungssystem, einem Anlagenteil, wo alle Abgase und flüssigen Rückstandsströme der verschiedenen Betriebseinheiten thermisch verwertet werden. Emissionen der Acrylsäureanlage, Teil THROX, für das Jahr 2013 1. Emissionsgrenzwerte und Messwerte für die kontinuierlich gemessenen Schadstoffe Die kontinuierliche Emissionsmeß- und -auswertetechnik wird jährlich von einer behördlich bekannt gegebenen Meßstelle auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Die Meßstelle bescheinigte wiederholt eine korrekte Funktions- und Arbeitsweise auf Grundlage der geltenden Vorschriften. Schadstoff Emissionsgrenzwert Emissionsgrenzwert Monatswert Monatswert (Tagesmittelwert) (Halbstundenmittelwert) Mittelwert Maximum Kohlenmonoxid 50 100 23,15 28,84 Stickstoffdioxid 200 400 171,27 193,86 Gesamtkohlenstoff 10 20 0,69 1,43 Schwefeldioxid 50 200 1,36 2,95 Im Jahre 2013 wurde beim Schadstoff Schwefeloxide die Überschreitung eines Halbstundenmittelwertes registriert, was auf den Ausfall einer Absorberpumpe zurückzuführen war. Seite 2 von 7

2. Emissionsgrenzwerte und Messwerte für Schadstoffe, die durch Einzelmessungen zu überwachen sind. 2013 Schadstoff Emissionsgrenzwert Emissionsgrenzwert Mittelwert der Maximum der (Tagesmittelwert) (Halbstundenmittelwert) Einzelmessungen Einzelmessungen Gesamtstaub 10 30 2,82 5,71 Chlorverbindungen, als Chlorwasserstoff 10 60 u. NWG u. NWG Fluorverbindungen, als Fluorwasserstoff Quecksilber und seine Verbindungen Cadmium (Cd) und Thallium (Tl) Schwermetalle Sb, As, Pb, Cr, Co, Cu, Mn, Ni, V und Sn As, Benzo(a)pyren, Cd, Co und Cr Dioxine und Furane 1 4 u. NWG u. NWG 0,03 0,05 u. NWG u. NWG Emissionsgrenzwert (gemäß Probenahmezeit) mg/nm³ u. NWG = unterhalb der Nachweisgrenze insgesamt 0,05 0,0045 0,0062 insgesamt 0,5 0,237 0,289 insgesamt 0,05 0,021 0,031 0,1 ng/nm³ 0,0009 0,0009 Seite 3 von 7

2. Kurzbeschreibung der Anlage - Anilinanlage Anilin ist ein Grundstoff, der im Wesentlichen zur Herstellung von Polyurethanen eingesetzt wird. Polyurethane finden Anwendung im Automobilbau, in der Möbelindustrie, sowie in der Schuh- und Bekleidungsindustrie. Die Anilinanlage dient der Herstellung von Anilin in einem mehrstufigen kontinuierlichen Prozess. Dazu kommen in den einzelnen Verfahrensstufen die Rohstoffe Ammoniak, Luft, Benzol, Wasserstoff und Wasser zum Einsatz. Die Anilinanlage gliedert sich im Wesentlichen in 4 Anlagenteile. Dabei handelt es sich um die: 1. Salpetersäure-Herstellung, einem Anlagenteil, wo aus den Einsatzstoffen Ammoniak, Luft und Wasser über eine katalytische Reaktion und anschließender Absorption das Zwischenprodukt Salpetersäure erzeugt wird. 2. Mononitrobenzol-Herstellung, einem Anlagenteil, wo aus der erzeugten Salpetersäure und Benzol über einen Nitrier- und Waschprozess das Zwischenprodukt Mononitrobenzol erzeugt wird. 3. Anilin-Herstellung, einem Anlagenteil, wo aus dem erzeugten Mononitrobenzol und Wasserstoff über eine katalytische Reaktion und anschließender Reinigung das Endprodukt Anilin erzeugt wird. 4. Aufarbeitung, einem Anlagenteil, wo die anfallenden Prozessabwässer für die anschließende Wasseraufbereitung am Standort vorbehandelt werden und Verwertung, einem Anlagenteil, wo die im Prozess anfallenden Restgase und Rückstandsströme einer thermischen Verwertung zugeführt werden. Seite 4 von 7

Emissionen der Anilinanlage, Teil Incinerator, für das Jahr 2013 1. Emissionsgrenzwerte und Messwerte für die kontinuierlich gemessenen Schadstoffe Die kontinuierliche Emissionsmeß- und -auswertetechnik wird jährlich von einer behördlich bekannt gegebenen Meßstelle auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Die Meßstelle bescheinigte wiederholt eine korrekte Funktions- und Arbeitsweise auf Grundlage der geltenden Vorschriften. Schadstoff Emissionsgrenzwert Emissionsgrenzwert Monatswert Monatswert (Tagesmittelwert) (Halbstundenmittelwert) Mittelwert Maximum Kohlenmonoxid 50 100 2,41 9,14 Stickstoffdioxid 200 400 77,57 161,84 Gesamtkohlenstoff 10 20 0,47 1,74 Im Jahre 2013 wurden beim Schadstoff Stickstoffdioxide 100 % der Tagesmittelwerte und 99,75 % der Halbstundenmittelwerte eingehalten. Im Falle des Schadstoffes Kohlenmonoxid wurden zwei Halbstundenmittelwerte aufgrund einer defekten Messgaspumpe überschritten. Seite 5 von 7

2. Emissionsgrenzwerte und Messwerte für Schadstoffe, die durch Einzelmessungen zu überwachen sind. 2013 Schadstoff Emissionsgrenzwert Emissionsgrenzwert Mittelwert der Maximum der (Tagesmittelwert) (Halbstundenmittelwert) Einzelmessungen Einzelmessungen Gesamtstaub 10 30 0,35 0,61 Chlorverbindungen, als Chlorwasserstoff 10 60 u. NWG u. NWG Fluorverbindungen, 1 4 u. NWG u. NWG als Fluorwasserstoff Schwefeldioxid 50 200 u. NWG u. NWG Quecksilber und seine Verbindungen 0,03 0,05 0,003 0,004 u. NWG = unterhalb der Nachweisgrenze Cadmium (Cd) und Thallium (Tl) Schwermetalle Sb, As, Pb, Cr, Co, Cu, Mn, Ni, V und Sn As, Benzo(a)pyren, Cd, Co und Cr Dioxine und Furane Emissionsgrenzwert (gemäß Probenahmezeit) mg/nm³ insgesamt 0,05 0,006 0,007 insgesamt 0,5 0,097 0,135 insgesamt 0,05 0,066 0,096 0,1 ng/nm³ 0,001 0,002 Seite 6 von 7

Die Meßberichte wurden vom zuständigen Fachbereich der Landesdirektion Sachsen geprüft. Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist: Falk L ö s c h e r, Dow Olefinverbund GmbH, Olefinstraße 1, D-04564 Böhlen Telefon (034206) 8-1335, Fax (034206) 8 8276, E-Mail FLLOESCHER@dow.com Seite 7 von 7