Die Früchte des Waldes

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Transkript:

Die Früchte des Waldes

Editorial Die Früchte des Waldes. Die Bereiche Holz und Forst erfüllen entlang der Wertschöpfungskette viele wichtige Funktionen für unsere Umwelt, für die Wirtschaft und für unsere Gesellschaft. Der Wald trägt also zahlreiche Früchte, an denen wir uns erfreuen können. In diesem Heft werden viele davon, vom Forst als Rohstoffquelle bis zur Papierindustrie als High-Tech Verarbeiter des Holzes vorgestellt.»oberösterreich ist eines der waldreichsten Gebiete Europas. Aus dieser Stärke und aus diesem enormen Potential erwächst uns auch eine große Verantwortung für den nachhaltig wachsenden Roh- und Werkstoff.«(Georg Adam Starhemberg, Obmann von proholz Oberösterreich)»Die Forst- und Holzwirtschaft ist in Oberösterreich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Beinahe 70.000 Arbeitsplätze sind in den mehr als 42.000 Betrieben entlang der Wertschöpfungskette angesiedelt.«(dr. DI Markus Hofer, Geschäftsführer von proholz Oberösterreich)

Inhaltsverzeichnis Holz arbeitet. Holz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 4 5 Holz ist Natur. Der Wald ist Rohstoffquelle und Naturraum in einem. 6 7 Holz kommt von der Säge. Die oö. Sägeindustrie bringt Holz in Form. 8 9 Holz baut auf. Holz ist ein Baustoff mit Tradition und Zukunft. 10 11 Holz schafft Möbel. Möbelbau auf höchstem Niveau. 12 13 Papier ist Holz. Papier wird aus Holz gemacht. 14 15 Holz ist nachhaltig. CO 2-Speicher aus reiner Sonnenenergie. 16 17

Holz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Alleine in Oberösterreich sind ca. 67.000 Menschen in der Forst-und Holzwirtschaft beschäftigt. Die Produkte reichen vom Säge-Schnittholz bis hin zum hochwertigen Designermöbel und sind über unsere Landesgrenzen hinaus sehr beliebt. Mit einer Exportquote von 70 % ist die österreichische Forst- und Holzwirtschaft der zweitwichtigste Devisenbringer, gleich hinter dem Tourismus.

Holz arbeitet. 4 5

Der Wald ist Rohstoffquelle und Naturraum in einem. Holz ist der einzige Rohstoff, bei dessen Erzeugung im Wald ein Naturraum geschaffen und nicht zerstört wird. Und unser Wald wächst. Nur etwa die Hälfte des jährlichen Zuwachses von 4,7 Mio. m 3 Holz wird genutzt. So entsteht alle 3 1/2 Minuten in unseren heimischen Wäldern in Oberösterreich genug Holz für den Bau eines Hauses.

Holz ist Natur. 6 7

Die oö. Sägeindustrie bringt Holz in Form. Die oberösterreichischen Sägewerke verarbeiten jährlich 3,5 Mio. Festmeter Rundholz zu ca. 2,3 Mio. m 3 Schnittholz. Der Rest ist kein Abfall sondern daraus werden z.b. Pellets, Spanplatten und Rindenmulch erzeugt! Oberösterreich liegt damit im Bundesländervergleich hinter Niederösterreich an zweiter Stelle. Nicht nur in der Heimat sondern auch in anderen Ländern ist Oberösterreichs Holz sehr beliebt, so werden 60% der heimischen Schnittholzproduktion auf den internationalen Märkten abgesetzt. Die oberösterreichischen Sägewerke sind mit ihren über 1.000 Mitarbeitern ein bedeutender Wirtschaftszweig. Neben der klassischen Schnittholzproduktion beschäftigen sich immer mehr Sägebetriebe auch mit der Weiterverarbeitung von Holz zu Holzhalb- und -fertigprodukten, wie z.b. Terrassendielen und Fußböden.

Holz kommt von der Säge. 8 9

Holz ist ein Baustoff mit Tradition und Zukunft. Der Holzbau erlebt derzeit, ausgehend vom Westen Österreichs eine wahre Renaissance. Man besinnt sich wieder der vielen positiven Eigenschaften, die der natürliche Baustoff aufweist. Nicht nur bei Einfamilienhäusern, auch bei der Errichtung von öffentlichen Gebäuden, Gewerbe- oder mehrgeschoßigen Wohnbauten gewinnt Holz zunehmend an Bedeutung. In den etwa 300 oberösterreichischen Holzbauunternehmen sind mehr als 1.500 Menschen beschäftigt. Ein großer Teil von ihnen ist im ländlichen Raum angesiedelt und damit ein wichtiger Arbeitgeber in vielen Landgemeinden.

Holz baut auf. 10 11

Tischlerhandwerk und Möbelindustrie. Oberösterreich ist ein Möbel- Bundesland. Durchschnittlich sind 3 4 Tischlereibetriebe in jeder oö. Gemeinde angesiedelt. Insgesamt sind es fast 1.600 Tischlereibetriebe, in denen 7.600 Menschen arbeiten. Das zeigt eindrucksvoll auf, wie in unserem Bundesland Holz regional weiterverarbeitet wird. Auf dieser handwerklichen Basis konnte sich eine, auch am internationalen Markt überaus erfolgreiche Möbelindustrie entwickeln.

Holz schafft Möbel. 12 13

Papier wird aus Holz gemacht. Einer der wichtigsten Ausgangsstoffe für die Herstellung von Papier ist Holz, aus dem Fasern gewonnen werden. In Österreich werden jedes Jahr rund 7,8 Mio. Festmeter Holz zur Papierherstellung eingesetzt. In Oberösterreich wird überdurchschnittlich viel Papier hergestellt und verarbeitet. In den16 oö. Papier und Pappe verarbeitenden und erzeugenden Unternehmen sind ca. 4.000 Menschen beschäftigt. Durch die hohe Exportquote von über 80% ist die Papierindustrie außerdem ein wichtiger Devisenbringer. Mit dem Papier ist der Einsatz von Zellstoff aber längst nicht erschöpft. Zellstoff bildet die Grundlage für die Produktion von Textilien (Viskosefaser).

Papier ist Holz. 14 15

CO 2 Speicher aus reiner Sonnenenergie. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. In der Holzwirtschaft setzt man schon seit Jahrhunderten auf diese erfolgreiche Bewirtschaftungsstrategie. Nachhaltigkeit bedeutet, dass man mit den Ressourcen, die uns heute zur Verfügung stehen so umgeht, dass sie auch zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen. Umgelegt auf den Wald bedeutet das, dass man nur soviel Holz aus dem Wald herausnimmt, wie wieder nachwächst. In einem Kubikmeter Holz sind ca. 800 kg CO 2 aus der Atmosphäre langfristig eingespeichert. Wenn man Holz für langlebige Produkte, wie beispielsweise im Baubereich einsetzt, trägt man deutlich zum Schutz unseres Klimas bei.

Holz ist nachhaltig. 16 17

Die Früchte des Waldes

proholz Oberösterreich ist eine Initiative der oberösterreichischen Forstund Holzwirtschaft. Unsere Mitglieder sind Vertreter aus allen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette, so zu sagen vom Baum bis zum Möbelstück. Hauptziel von proholz ist es, den Einsatz des nachhaltig wachsenden Werkstoffes Holz in Oberösterreich zu forcieren. Wir verstehen uns als kompetentes Sprachrohr, Kommunikations- und Informationsplattform für das Holz. Die Darstellung der Wertschöpfung Holz als Baum eignet sich sehr gut um die Wertschöpfungskette Holz begreifbar zu machen. Genauso wie ein Baum ohne seine Blätter oder seine Wurzeln nicht wachsen und gedeihen könnte, so können die einzelnen Bereiche der Wertschöpfungskette Holz - der Forst, die Sägewerke, die holzverarbeitende Industrie, die Tischler, der Holzbau und die Papierindustrie - nur gemeinsam als Forst- und Holzwirtschaft zum Wohle aller Früchte tragen. pgm_pixelio UPM Steyrmühl Team7 proholz Obmann Georg Adam Starhemberg (2. v. l.), Obmann Stv. DI (FH) Johannes Hanger (l.), Geschäftsführer DI Dr. Markus Hofer (2. v. r.), Holzfachberater DI (FH) Stefan Leitner (r.) 18 19

Kontaktdaten proholz Oberösterreich Hessenplatz 3, 4020 Linz T +43 (0) 5-90909-4111 F +43 (0) 5-90909-4119 E info@proholz-ooe.at www.proholz-ooe.at