Die zehn Gebote Ex 20,1- Gebote Kommentar 1 Und Gott redete alle diese Worte: (Präambel) 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. -------------------------- I. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Nikolas --------------- Gott hat die Menschen befreit. Sie brauchen nicht mehr die magische Abhängigkeit von den Göttern, wie sie im Umfeld Israels gelebt wurde, die Angst, den Göttern gegenüber ein Tabu zu brechen, dass nur durch schwere Strafen gesühnt werden kann. Magisches Denken verschiebt die Maßstäbe. Marcel Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 1 von 7
II. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, diemich hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. III. 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 2 von 7
IV. 8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Philipp In einer Zeit, in der immer mehr Menschen den Bezug zur Sieben-Tage-Woche verlieren, einer Zeit, in der Arbeit, möglichst in Schichtarbeit, den Menschen in ein Korsett der Fremdbestimmung zwängt, ihn dadurch vielseitig isoliert, ist das biblische Geschenk des Sabbats eine Befreiung. Der Mensch wird frei für die Begegnung mit der Schöpfung, mit den Mitmenschen und nicht zuletzt mit Gott. Das biblische Menschenbild der Schöpfung wird deutlich: Der Mensch ist kein blinder Sklave der Arbeit, sondern ein in Freiheit und Verantwortlichkeit Handelnder. Marcus V. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 3 von 7
VI. 13 Du sollst nicht töten. Kenji Das Töten eines Menschen beendet unwiderruflich die Freiheit des Opfers. Aber auch die Freiheit des Täters, er bleibt mit dieser Tat mit dem Opfer verbunden, wie auch schon die Geschichte von Kain und Abel deutlich macht. In der Bergpredigt Jesu wird der Begriff Töten noch vertieft: es beginnt schon mit dem Mobben. Denn jede Tat beginnt im Kopf... Jan VII. 14 Du sollst nicht ehebrechen Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 4 von 7
VIII. 15 Du sollst nicht stehlen. Anna-Katharina So mancher hat es schon erlebt, ein Einbruch macht Angst, lässt die eigene Wohnung unsicher scheinen, das Vertrauen in die Mitwelt leidet. Aber auch die Aneignung fremden oder gemeinsamen Eigentums, das Ausbeuten von Menschen, macht unfrei. Es gibt Länder, da muss die korrupte Oberschicht eingemauert wie im Gefängnis und in besonders bewachten Vierteln leben, jeder Schritt der Familie braucht Bewacher. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hat in Artikel 14, Absatz 2, das biblische Menschenbild der Verantwortung aufgenommen: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Max IX. 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 5 von 7
X. 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat. Lukas Jede Tat beginnt im Kopf. Das Begehren engt das Gesichtsfeld ein, das Objekt der Begierde wird immer größer und übermächtiger. Eben war man noch zufrieden, doch jetzt merkt man, was andere haben. Da muss man doch mitziehen. Ohne die Gier, ohne das Begehren nach großem Reichtum, gäb es heute keine Banken- und Finanzkrise. Gier macht blind und unfrei. Tino 18 Und alles Volk wurde Zeuge von dem Donner und Blitz und dem Ton der Posaune und dem Rauchen des Berges. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen 19 und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben. 20 Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr's vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt. 21 So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wiederholung der 10 Gebote in: Dtn. 1-22 (5. Mose) 1 Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und bewahrt sie, dass ihr danach tut! 2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb 3 und hat nicht mit unsern Vätern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 6 von 7
sind und alle leben. 4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. 5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, um euch des HERRN Wort zu verkündigen; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg. Und er sprach: 6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft. 7 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 8 Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. 9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 10 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 12 Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat. 13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 14 Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du. 15 Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. 16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 17 Du sollst nicht töten.1 18 Du sollst nicht ehebrechen. 19 Du sollst nicht stehlen. 20 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 21 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist. 22 Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel mit großer Stimme, und tat nichts hinzu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. Zur Freiheit befreit - LK Religion Q3 Gottesdienst Marienhöhe 05.11.2011. Text Gebote: Seite 7 von 7