Multimedia und Kommunikationsdesign



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Multimedia und Kommunikationsdesign I. Farbenlehre Additives Farbmodell Durch Mischung der Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) ergeben sich alle anderen Farben. Nach diesem Prinzip funktioniert z. B. ein Fernsehgerät. Subtraktives Farbmodell Cyan, Magenta und Gelb (CMYK) ergänzen sich zu Schwarz (theoretisch). Nach diesem Prinzip funktioniert z. B. ein Farbdrucker. Farbspektrum Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 1 von 7 SC 2002

II. Typografie Der Begriff Typografie geht zurück auf die griechischen Worte typos (Abdruck, Abbild, Form) und graphein (schreiben, einritzen). Man versteht darunter die Lehre von der Form und Gestaltung von Schriftzeichen, im weiteren Sinne auch der Gestaltung von Druckwerken. Die Typografie beschäftigt sich im Gegensatz zum Layout mit den Grundelementen der Textgestaltung. Man könnte auch sagen: mit den Mikroelementen. Layout: Der Begriff Layout kommt von dem englischen to lay und meint so etwas wie Entwurf, Planung, Anordnung aller Seitenelemente wie Text, Bilder, Fotos, Logos, Symbole usw. Damit beschäftigt sich das Layout im Gegensatz zur Typografie mit den Makroelementen der Textgestaltung. Wird das Layout am PC erstellt, spricht man von Desktop Publishing. Satzspiegel: Der Satzspiegel ist die Festlegung einer Nutzfläche auf dem ausgewählten Seitenformat, die mit dem Satz (das heißt mit Texten und Bildern etc.) gefüllt werden soll. So gesehen ist der Satzspiegel ein gedachtes Rechteck, das die bedruckten Teile einer Seite umgibt. Die nicht bedruckten Ränder nennt man Stege. Versalien und Gemeine: Während umgangssprachlich die Begriffe Großund Kleinbuchstaben benutzt werden, lauten die Fachbegriffe Versalien und Gemeine. Schriftgrad: Der Schriftgrad, fälschlicherweise auch manchmal Schriftgröße genannt, erstreckt sich von der Oberkante eines Buchstabens mit Oberlänge bis zur Unterkante eines Buchstabens mit Unterlänge. Der Schriftgrad wird in Punkt angegeben. Dickte, Fleisch und Punze: Die Breite eines Buchstabens wird als Dickte bezeichnet. Den freien Raum rund um den Buchstaben nennt man Fleisch, dein innerhalb des Zeichens Punze. Serife: Serifen sind die Häkchenartigen Enden an Buchstaben. Serifen verbessern die Lesbarkeit, da sie das Auge lenken bzw. in der Zeile halten. Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 2 von 7 SC 2002

Laufweite: Unter der Laufweite versteht man die relative Länge einer Schrift. Sie wird einerseits bestimmt durch den Wortabstand, primär jedoch durch den Buchstabenabstand. Stehen Buchstaben zu eng beieinander, sind sie schlecht lesbar. Unterschneidung: Unterschneiden bedeutet, dass das nachfolgende, meist kleinere Zeichen an das größere nach links herangerückt wird, so dass entstandene Lücken geschlossen werden. Schusterjungen und Hurenkinder: Die bekanntesten typografischen Setzfehler sind das so genannte Hurenkind und der Schusterjunge. Ein Hurenkind ist eine einzelne, letzte Zeile eines Absatzes, die am Anfang einer neuen Seite oder Spalte steht. Ein Schusterjunge ist die erste Zeile eines neuen Absatzes, die als letzte, einzelne Zeile einer Seite oder einer Spalte erscheint. Blocksatz: Blocksatz füllt die gesamte Spaltenbreite mit Text aus, indem die Wortabstände verändert werden. Blocksatz vermittelt durch das in sich geschlossene Satzbild Ruhe und Ausgeglichenheit und wirkt sich somit positiv auf die Lesbarkeit aus. Andererseits entstehen manchmal übergroße Wortzwischenräume. Goldener Schnitt: Der Goldene Schnitt bezeichnet mathematisch gesehen zunächst einmal ein Teilungsverhältnis. Der Goldene Schnitt besagt, dass der Mensch die Aufteilung einer Fläche oder Strecke im Verhältnis von etwa 3 : 5 als besonders harmonisch empfindet. In Malerei, Zeichnung und Grafik Design bezieht sich der Goldene Schnitt sowohl auf die Relationen von Bild- oder Seitenformaten als auch auf die Anordnung des Motivs innerhalb des Bildformates. Einfacher gesagt, Motive sollten nicht in die Mitte des Blattes gesetzt werden, sondern mehr nach links oder rechts außen oder mehr ins obere bzw. untere Bilddrittel. Schriftschnitt: bezeichnet eine von mehreren Variationsmöglichkeiten des Schriftbildes einer Schriftfamilie. Standardmäßig hat fast jede Schriftfamilie einen kursiven, einen fetten und einen fettkursiven Schnitt. Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 3 von 7 SC 2002

Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 4 von 7 SC 2002

III. Grafiken am PC Ein Computer kann ein Bild (= Grafik) in zwei verschiedenen Arten abspeichern. Pixelgrafik Dateiformate: *.bmp, *.pcx : Paintbrushbilder *.tif, *.jpg : eingescannte Bilder / Fotos Das Bild entsteht auf einem feinen Raster und der Computer speichert es Punkt für Punkt (jedes Pixels). Das Bild ist also so zusammengesetzt wie auf einem Fernsehschirm. Zum Abspeichern eines Bildschirms benötigt man also 1024 x 768 = 786.432 Punkte. Für jeden Punkt muss außerdem die Farbe abgespeichert werden. Bei einem Rechteck wird also jeder Punkt der Zeichenfläche abgespeichert, die leere Zeichenfläche als weiße Punkte, das Rechteck als schwarze Punkte. Das Zeichnen in so einem Programm erfolgt wie auf einem Zeichenblatt. Das Bild kann Punkt für Punkt bearbeitet werden (Vergrößerung), gezeichnete Linien können radiert oder übermalt werden. Es lassen sich auch Teile aus einem Bild ausschneiden, verschieben, kopieren, usw. Gezeichnete Objekte können aber nur schwer nachträglich verändert werden, da die Änderung Punkt für Punkt stattfinden muss. Beim Abspeichern benötigen solche Bilder viel Platz und beim Vergrößern werden sie ungenau (Treppeneffekt). Wir verwenden für diese Bilder und ihre Bearbeitung das Programm Corel Photopaint. Vektorgrafik y (1/3) Dateiformate: *.wmf - Clipart für Windows *.cdr - Zeichenprogramm Corel Draw Das Zeichnen in einem Vektorgrafikprogramm gleicht dem Zeichnen auf Folien. Jeder Bildteil (Objekt) wird auf eine eigene Folie gezeichnet, welche dann übereinander gelegt werden. Bei x einem Rechteck werden z.b. nur die Koordinaten der 4 Eckpunkte, die Farbe der Linien, die Linienstärke und die Füllfarbe gespeichert. Ein neues Objekt (z.b. ein Kreis) wird dann wie auf eine neue Folie gezeichnet. Die einzelnen Objekte sind somit klar getrennt und können anschließend leicht in ihrer Größe und Farbe verändert werden. Da der Computer nicht die Punkte einer Linie sondern nur den Anfang und den Endpunkt einer Linie speichert, kann das Bild vergrößert werden, ohne dass es ungenauer wird. Außerdem benötigt es beim Speichern wesentlich weniger Platz. Diese Art der Grafik eignet sich aber nur für Zeichnungen aus einfachen Objekten (Linien, Rechtecke, Kreise, Text), Fotos oder ähnliche Bilder können so nicht erfasst werden. Wir verwenden für diese Bilder und ihre Bearbeitung das Programm Corel Draw. Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 5 von 7 SC 2002

Ein Vergleich macht den Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafik deutlich: Pixelgrafik Orginial-Größe Pixelgrafik stark vergrößert Bei der Vergrößerung wird das Bild ungenau und man erkennt sehr gut den so genannten Treppeneffekt. Pixelgrafiken sind daher ungeeignet, um vergrößert zu werden. Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 6 von 7 SC 2002

Vektorgrafik Orginial-Größe Vektorgrafik stark vergrößert Bei der Vergrößerung bleibt die Qualität des Bildes unverändert. Vektorgrafiken sind daher sehr gut geeignet, um vergrößert zu werden. IV. Grafiken im Web Im Internet müssen Grafiken und Bilder vor allem schnell geladen werden. Aus diesem Grund gibt es speziell für s Web komprimierte Grafikformate, die es ermöglichen, auch bei kleiner Dateigröße eine halbwegs annehmbare Qualität zu behalten. Gif-Format: eignet sich für Grafiken mit maximal 256 Farben, also z. B. für Logos. Eine spezielle Form des Gif-Formats ist das animierte Gif damit lassen sich kleinere Animationen recht gut darstellen. Jpeg-Format: Fotos, also Bilder mit mehr als 256 Farben müssen im jpeg-format dargestellt werden. Png-Format: ähnlich wie jpeg, wird aber nicht von allen Browsern unterstützt. Spielt in der Praxis kaum eine Rolle. Jpeg2000-Format: eine Weiterentwicklung von jpeg. Die Dateien werden stärker komprimiert und haben dennoch eine bessere Bildqualität. Derzeit wird dieses Format aber noch nicht von den Standard-Browsern unterstützt. Man benötigt ein spezielles PlugIn. Swf-Format: in diesem Format werden Flash-Animationen abgespeichert. Die Dateien sind verhältnismäßig klein und haben eine ausgezeichnete Qualität. Der Nachteil von Flash ist, dass dafür ein spezielles PlugIn geladen werden muss. Doch ist Flash ein weit verbreitetes Format und der Download des PlugIns ist rasch passiert. Multimedia und Kommunikationsdesign Seite 7 von 7 SC 2002