4 Installation und Verwaltung



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Transkript:

Installation und Verwaltung 4 Installation und Verwaltung 4.1 Installation der Microsoft Internet Information Services 8.0 IIS 8.0 ist Bestandteil von Windows 8 und Windows Server 2012. Windows 8 Professional und Enterprise enthalten alle Features mit Ausnahme der Remoteadministration; Windows Server 2012- Editionen enthalten alle IIS 8.0-Features. Die IIS-Dienste müssen mit dem Server-Manager installiert werden: 19

Windows Server 2012: Internet Information Services 8.0 Kontrollieren Sie nach der Installation, ob folgende Netzwerkdienste vorhanden und gestartet sind: WWW-Publishingdienst (Dienstname: W3SVC) IIS-Verwaltungsdienst (Dienstname: iisadmin) 20

Installation und Verwaltung 4.2 Internetinformationsdienste-Manager Rufen Sie das MMC-Snap-In Internetinformationsdienste-Manager auf. Es wird die Microsoft Management Konsole (MMC.EXE) aufgerufen. Die MMC ist ein allgemeines Werkzeug zur Verwaltung von Serverdiensten; sie ist seit Windows 2000 ein zentrales Administrationstool. Ruft man den Internet-Dienstmanager auf, so wird bereits eine vorkonfigurierte Einstellung (Datei IIS.MSC) aufgerufen, die die Administration der Internet-Serverdienste stark vereinfacht. Die Internet-Diensteverwaltung beruht auf der Datei InetMgr.exe. Damit ein Webserver wie erwartet funktioniert, muss eine Basiskonfiguration vorhanden sein, die folgende Elemente umfasst: eine Site: Darunter versteht man einen Container für Anwendungen und virtuelle Verzeichnisse. Jede Site weist Bindungen auf, die aus dem verwendeten Protokoll (HTTP oder HTTPs) und den Bindungseigenschaften (IP-Adresse, TCP-Port und optionaler Hostheader) bestehen. Nach der Installation steht bereits eine Default Web Site zur Verfügung. ein virtuelles Verzeichnis: Darunter versteht man einen virtuellen Pfad, der mit einem physischen Ordner im Dateisystem des Webservers verknüpft wird. Jede Anwendung benötigt ein eigenes virtuelles Verzeichnis. eine Anwendung (application): Darunter versteht man eine Gruppe von Dateien, die Content (Inhalt) oder Dienste über Protokolle (wie HTTP) zur Verfügung stellen. Wird eine Anwendung erzeugt, so wird der Anwendungspfad Teil der URL. IIS 7.0 enthält nach der Installation eine Stamm-Anwendung, die dem Pfad %systemdrive%\inetpub\wwwroot zugeordnet ist. ein Anwendungspool (application pool): Darunter versteht man eine Sammlung aus einer oder mehreren Anwendungen, die von einem oder mehreren Arbeitsprozessen (worker process) bedient wird. Die mitgelieferte Webapplikation gehört zu einem Standard- Anwendungspool mit der Bezeichnung DefaultAppPool. Allgemeine Diensteigenschaften: Klicken Sie auf das Symbol für Ihren Server (im Beispiel SRV07). 21

Windows Server 2012: Internet Information Services 8.0 ISAPI- und CGI-Einschränkungen: 4.3 Die Standardwebsite Microsoft stellt eine bereits vorkonfigurierte Website zur Verfügung, die als Standardwebsite (engl. Default Web Site) bezeichnet wird. An Hand dieser bereits bestehenden Website ist es besonders einfach, die wesentlichsten Konfigurationsparameter für IIS-Websites kennen zu lernen. Unter Bindungen sind die TCP/IP-Basiseinstellungen zu finden: 22

Installation und Verwaltung Grundeinstellungen : 23

Windows Server 2012: Internet Information Services 8.0 Wenn Sie die Standardwebsite von einem Browser aus anzeigen lassen, so sehen Sie folgendes Bild: 4.4 Verwalten mehrerer virtueller Websites Der IIS ist in der Lage, mehrere Websites zu verwalten. Dazu gibt es folgende unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten: a) Unterschiedliche IP-Adressen Jeder Website wird eine unterschiedliche IP-Adresse zugewiesen. Vorteil: einfache Konfigurierbarkeit Nachteil: oft ist die Anzahl vorhandener public IPs begrenzt; dieses Verfahren wird daher oft nur im Intranet-Bereich Verwendung finden können. b) Gleiche IP-Adresse, unterschiedlicher TCP-Port Die IP-Adresse wird für alle Websites einheitlich genommen, als Unterscheidungsmerkmal werden TCP-Ports aus dem frei verwendbaren Bereich ab Nr. 1024 genommen. Nachteil: Um eine Website mit einem Nicht-Standard-TCP-Port zu erreichen, muss die Portnummer bekannt sein und in der Adresszeile des Browsers mit angegeben werden. c) Host-Header-Name Hier verwendet man ein Feld im HTTP-Header, in welchem ohnehin der nicht aufgelöste DNS-Name mitgesendet wird. Der IIS ist in der Lage, den DNS-Namen als Unterscheidungsmerkmal zu verwenden, sofern dies konfiguriert wurde. Voraussetzung ist die korrekte DNS-Konfiguration. Es ist also denkbar, ein und dieselbe Webseite mit mehreren Domain-Namen aufzurufen. 24

4.5 Einrichten einer neuen Website Schritt 1: Einrichten eines Basisverzeichnisses ( Webspace ) Installation und Verwaltung Richten Sie auf dem Webserver einen Ordner ein, in welchem die gesamte Website gespeichert werden soll. Schritt 2: Konfigurieren der DNS-Namensauflösung Richten Sie in der Forward-Lookup-Zone auf dem zuständigen DNS-Server einen A- oder CNAME- Eintrag für den von Ihnen gewünschten Namen ein. 25

Windows Server 2012: Internet Information Services 8.0 Schritt 3: Anlegen eines virtuellen Webservers: Zunächst legt man für den Kunden einen virtuellen Webserver (Website) an: 26

Installation und Verwaltung 4.6 Anlegen eines virtuellen Verzeichnisses Virtuelle Verzeichnisse können eigenständige Webanwendungen enthalten. Der Aufruf erfolgt von Clientseite allerdings als untergeordnetes Verzeichnis. Als Voraussetzung ist wieder die Anlage eines geeigneten Basisverzeichnisses nötig. Beispiel: 27

Windows Server 2012: Internet Information Services 8.0 Obwohl das Basisverzeichnis E:\subhaslinger heißt, ist die Webanwendung, die in diesem Verzeichnis gespeichert ist, aus Clientsicht unter der URL http://www.haslinger.at/kunden erreichbar. Hinweise: Virtuelle Verzeichnisse verwenden immer denselben TCP-Port wie die Hauptanwendung selbst. 4.7 Standarddokument und Durchsuchen von Verzeichnissen Die Einstellung Standarddokument bewirkt, dass der Anwender beim Browsen einer Website auf die exakte Angabe der angeforderten Datei verzichten kann. Der Webserver sucht dann nach im Basisverzeichnis der Website nach einem Standarddokument. Der Eintrag Geerbt bedeutet, dass die Einstellung auf IIS-Server-Ebene konfiguriert wurde. Die Einstellung Verzeichnis durchsuchen bewirkt, dass der User eine Liste von Dateien in einem Website-Verzeichnis abrufen kann, sofern kein darstellbares Standarddokument gefunden wird. Standardmäßig ist das Durchsuchen von Webverzeichnissen deaktiviert. 28