Leistungskonzept für das Fach Deutsch

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1 Antoniuskolleg Neunkirchen-Seelscheid Leistungskonzept für das Fach Deutsch Leistungsanforderung und Leistungsbewertung

2 1. Gesetzliche Vorgaben und Beschlüsse der Lehrerkonferenz Für die Sekundarstufe I regelt der 48 des Schulgesetzes und 6 der APO-SI die Leistungsbewertung. Die Grundsätze werden ergänzt durch den Hausaufgaben-Erlass der Sek I, den LRS-Erlass und den Erlass zur Lernstandserhebung. /mat_11-12/erlass_zentrale_lernstandserhebungen_stand_ pdf Für die Sekundarstufe II regelt die APO-GOSt die Leistungsbewertung pdf 2. Allgemeine Grundlagen für die Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung des Faches Deutsch am Antoniuskolleg Die Beurteilung von Leistungen erfolgt gemäß 48 des Schulgesetzes NRW in den Bereichen Schriftliche Arbeiten und Sonstige Leistungen im Unterricht. In beiden Bereichen müssen die Kriterien der Bewertung für Schüler 1 und Eltern transparent sein. Die Bewertung bezieht sich auf Umfang und Selbstständigkeit der im Unterricht erbrachten Leistung, die richtige Anwendung der erworbenen Kenntnisse sowie auf Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Art der Darstellung. Das folgende Konzept wird auf der Grundlage der geltenden Lehrpläne für das Fach Deutsch zentrale Kriterien aufführen, die für die Arbeit der Fachschaft Deutsch im Bereich der Leistungsbewertung verbindlich sind. 1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird hier und im Folgenden Schüler als generisches Maskulinum verwendet. Gleiches gilt für Lehrer.

3 Ziel dieses Konzeptes ist es, die Leistungsbewertung und deren Kriterien für alle Beteiligten, insbesondere für Schüler und Eltern transparenter und nachvollziehbarer zu machen. 3. Sekundarstufe I Mit dem Ziel eines einheitlichen Standards fließen grundsätzlich alle Kompetenzbereiche ( Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen Umgang mit Texten und Medien, Reflexion über Sprache ) 2 in die Leistungsbewertung ein. Die Beurteilungsbereiche Schriftliche Arbeiten und Sonstige Leistungen im Unterricht werden bei der Notenfindung (zunehmend) 3 zu gleichen Teilen berücksichtigt. Die Zeugnisnote wird jedoch nicht rechnerisch, sondern pädagogisch ermittelt. In Einzelfällen kann diese vom mathematischen Durchschnitt abweichen. Für den Schüler sollen Lernerfolgsüberprüfungen eine Hilfe für weiteres Lernen darstellen. Eine individuelle Diagnose von Stärken und Schwächen soll daher mit Hinweisen zum Weiterlernen verbunden werden. Eltern sollen in diesem Zusammenhang Lern- und Förderstrategien aufgezeigt werden, die ihnen helfen, ihr Kind zu unterstützen. Um die Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Zuhören sowie Lesen- Umgang mit Texten und Medien zu fördern, findet in der Jahrgangsstufe 6 ein Vorlesewettbewerb statt. Gemäß dem Kernlehrplan lassen sich hier mündliche Aufgabentypen anbinden Schriftliche Arbeiten Für Klassenarbeiten im Fach Deutsch gelten spezielle Aufgabentypen, die im schulinternen Curriculum gemäß den Vorgaben der Kernlehrpläne vorgesehen sind. Im Regelfall werden am Ende der Jahrgangsstufen 6. 8 und 9 (G9:10) alle Aufgabentypen 5 abgedeckt. Die Schüler werden im Unterricht mit den verschiedenen Aufgabentypen vertraut gemacht und haben Gelegenheit zum Üben. Korrektur und Rückgabe der Klassenarbeiten sollten zeitnah geschehen. Die Kenntnisnahme der Erziehungsberechtigten ist durch eine Unterschrift zu bestätigen. 2 Schulinterner Lehrplan/KLP Deutsch. 3 Mit dem Ziel einer Gleichstellung schriftlicher und sonstiger Leistungen in der Oberstufe, nehmen sonstige Leistungen in der Sekundarstufe I immer mehr an Bedeutung zu, wodurch die Gewichtung von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe zunimmt. 4 Vgl. KLP Deutsch, SI, S Vgl. KLP Deutsch, SI, S.53ff.

4 In Hinblick auf die Anforderungen der Lernstanderhebungen (LSE) und der Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase wird in der Regel eine Bewertung anhand der aus der Oberstufe bekannten Bewertungsraster angestrebt und soll mindestens einmal pro Schuljahr stattfinden. Neben diesen ist es möglich, individuelle Hinweise für die weitere Lernentwicklung und eventuelle Hilfestellungen zusätzlich in Form eines Kommentars beizufügen. Bei der Beurteilung einer Klassenarbeit gilt, dass von Beginn an nicht nur die Richtigkeit der Ergebnisse und die inhaltliche Qualität, sondern auch die angemessene Form der Darstellung (Aufbau, die Ausdrucksfähigkeit, angemessene Stilebene, korrekte Orthographie und Grammatik) ein wichtiges Kriterium der Bewertung ist. Die Darstellungsleistung geht dabei mit mindestens einem Viertel, maximal aber einem Drittel der Gesamtnote in die Bewertung ein. Besondere Stärken bzw. Schwächen hinsichtlich der sprachlichen Richtigkeit können zur Auf- bzw. Abwertung der Note um bis zu einer Notenstufe führen. Die Möglichkeit, eine Klassenarbeit einmal im Schuljahr durch eine andere gleichwertige schriftliche Form der Leistungsüberprüfung (z.b. Lesebegleitheft, Portfolio, Freiarbeits- oder Lyrikmappe) zu ersetzen 6, kann wahrgenommen werden. Das folgende Punkteraster orientiert sich an den zentralen Prüfungen und stellt die Grundlage der Bewertung von Klassenarbeiten in der Sek I dar. Da eine auf rein rechnerischer Basis begründete Notengebung der Endnote nicht zulässig ist, können pädagogische Erwägungen bei der Notenbildung berücksichtigt werden. Erreichte Punktzahl in Prozent Notenstufe % sehr gut 70-84% gut 55-69% befriedigend 39-54% ausreichend 20-38% mangelhaft 0-19% ungenügend 6 Vgl. KLP Deutsch, SI, S.58.

5 Es wird darauf Wert gelegt, dass bei Klassenarbeiten die Schüler Gelegenheit haben, Vorarbeiten im Sinne einer Schreibplanung (Markieren des Textes, Gliederung des eigenen Textes, Entwurf einzelner Passagen u. Ä.) zu leisten. Bei der zeitlichen Vorgabe ist dies zu berücksichtigen. Gemäß des Kernlehrplanes besteht die Möglichkeit, zur Überprüfung der Rechtschreibkompetenz Diktate und gleichwertige Überprüfungsformen als Teile von Klassenarbeiten einzusetzen. 7 Besondere Regelungen gelten überdies für Schüler, die eine Lese- und Rechtschreibschwäche haben. Gemäß dem Runderlass des Kultusministeriums zur Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) besteht unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, die Rechtschreibung nicht in die Bewertung einfließen zu lassen. 8 Verteilung der Klassenarbeiten in der Sekundarstufe I: Jgst Anzahl der KA (1.HJ+2.HJ) Dauer der KA in Min. Bemerkungen (mind. eine KA 90 Min.) 10 (nur G9) Sonstige Mitarbeit Bei der Bewertung der Sonstigen Mitarbeit werden sowohl die Qualität als auch die Kontinuität mündlicher und schriftlicher Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang berücksichtigt. 9 Zu den sonstigen Leistungen zählen Beiträge zum Unterricht, eingebrachte Elemente zur Unterrichtsarbeit (z. B. Protokoll, Referat, Hausaufgaben, Lesetagebuch), szenisches Spiel, Präsentation und schriftliche Übungen. 7 Vgl. KLP Deutsch, SI, S Vgl. BASS Nr Vgl. KLP Deutsch, SI, S. 59.

6 "Mündliche Leistungen, wie sie in den Aufgabenschwerpunkten Sprechen, Gestaltend sprechen/szenisch spielen und Gespräche führen aufgelistet sind, werden durch Beobachtung während des Schuljahres festgestellt. Dabei ist zwischen Lern- und Leistungssituationen im Unterricht zu unterscheiden." 10 In der Regel bezieht sich die Bewertung auf längere und zusammenhängende Beiträge. Wie bei den schriftlichen Leistungen wird sowohl die Verstehens- als auch die Darstellungsleistung berücksichtigt. 4. Sekundarstufe II Die Beurteilungsbereiche Schriftliche Arbeiten und Sonstige Leistungen im Unterricht werden bei der Notenfindung zu gleichen Teilen berücksichtigt Schriftliche Arbeiten Die vom Lehrplan vorgesehenen Aufgabentypen werden im Unterricht eingeübt, sodass sich die Schüler hinreichend mit diesen vertraut machen können. Die Aufgabenstellung der Klausuren in der Qualifikationsphase orientiert sich an den für das jeweilige Zentralabitur vorgesehenen Aufsatzformen. Die erste Klausur im zweiten Halbjahr der Q1 muss in einem vom Schüler frei gewählten Fach durch eine Facharbeit ersetzt werden. Ziel dieser, über einen Zeitraum von mehreren Wochen angelegten, schriftlichen Hausarbeit ist es, sich mit den Prinzipien selbständigen, wissenschaftspropädeutischen Arbeitens vertraut zu machen. Die Facharbeit ist von der Besonderen Lernleistung ( 17, APO-GOSt) zu unterscheiden und erhebt nicht den Anspruch, ein bestimmtes Thema umfassend und wissenschaftlich zu erarbeiten. Im Fokus steht die Umsetzung der formalen Ansprüche und des wissenschaftlichen Arbeitens an einem fachbezogenen Thema. Um die Schüler bestmöglich auf das Zentralabitur vorzubereiten, wird die in Q2.2 stattfindende Klausur unter Abiturbedingungen geschrieben. Es stehen zwei Themen zur Auswahl, es wird ausreichend Auswahlzeit gegeben. Das Bewertungssystem schriftlicher Arbeiten in der Sek II orientiert sich an dem vorgegebenen Punkteraster des Zentralabiturs. 10 KLP Deutsch, SI, S. 59.

7 Note Von bis (Punkte von 100) sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend 19-0 Verteilung der Klausuren in der Sekundarstufe II: Jgst Anzahl der Klausuren (1.HJ+2.HJ) Dauer der Klausuren in Min. Bemerkungen EF Q1 2+2 Gk: 135 Lk: 180 Die erste Klausur im 2. HJ kann durch eine Facharbeit ersetzt werden Q2 2 (12 I) 1 (12 II) Gk: 135 LK: 180 Orientierung in Q2.2 an Abiturbedingungen Bei der Bewertung der Rechtschreibung darf die Arbeit nicht pauschal abgewertet werden. Statt dessen ist die Bewertung in das Kriterienraster für die Darstellungsleistung integriert und bei der Anzahl der zu vergebenen Punkte berücksichtigt.

8 4.2. Sonstige Mitarbeit Im Bezug auf die Gesamtbewertung hat die "Sonstige Mitarbeit" den gleichen Stellenwert wie der Klausurbereich. Neben Klausuren und Facharbeiten sind alle Leistungen zu bewerten, die in schriftlicher oder mündlicher Form in den Unterricht eingebracht werden. Es wird hierbei sowohl die Verstehens- als auch die Darstellungsleistung bewertet. Im Bereich "Sonstige Mitarbeit" können gemäß dem Kernlehrplan unter anderem folgende Leistungen zum Tragen kommen 11 : Beiträge im Unterrichtsgespräch : fachliche Qualität (Kenntnisse, Methoden, Begriffe) Kontinuität der Mitarbeit Bezug auf den Unterrichtszusammenhang Initiative und Problemlösung Kommunikationsfähigkeit Hausaufgaben: Aufgabenverständnis Selbstständigkeit Regelmäßigkeit Fehlerfreiheit korrekte Lösung - Qualität Angebot und Vortragsleistung Referat: Verstehensleistung: sachliche Richtigkeit eigenständige Auswahl und Zuordnung der Aspekte sichere und selbständige Beurteilung der Zusammenhänge Darstellungsleistung: Gliederung und Formulierung Abgrenzung von referierten Positionen eigene Stellungnahme Präsentation und Vortrag Protokolle: sachliche Richtigkeit Arbeitsmappe(1 mal pro Hj. beurteilt): Aufbereitung von Arbeitsblättern, Mitschriften, eigenen Texten... selbstständige Anlage Ordnung Ausgestaltung individuelle Verbalisierung Schriftliche Übungen (benotet): begrenzte Aufgabe (begründete Stellungnahmen, Lösung einer begrenzten Aufgabe) besonders zu fachlichen Methoden unmittelbar aus dem Unterricht (ca. letzte 6 Stunden) [...] Mitarbeit in Gruppen: Kooperation in Planung, Arbeitsprozess und Ergebnis Selbstständigkeit in Planung, Organisation und Steuerung Methodensicherheit Arbeitsintensität Teamfähigkeit Präsentationskompetenz Mitarbeit in Projekten: Selbstständigkeit in Planung, 11 s2.htm (zuletzt eingesehen am )

9 Auswahl und Zuordnung von Aussagen zu Gegenständen und Verlauf Gliederung und zielorientierte Formulierung Organisation und Steuerung Methodensicherheit Arbeitsintensität Teamfähigkeit Präsentationskompetenz

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