[RICHTWERTE SOLARTECHNIK]

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1 [RICHTWERTE SOLARTECHNIK] SOLARTHERMIE. 2 BRAUCHWASSERANLAGEN.VORDIMENSIONIERUNG HEIZUNGSUNTERSTÜTZENDE ANLAGEN.VORDIMENSIONIERUNG WARMLUFTKOLLEKTOREN. 3 FAUSTFORMELN.DIMENSIONIERUNG FOTOVOLTAIK... 4 FAUSTFORMELN.DIMENSIONIERUNG ALLGEMEINE VERGÜTUNG BATTERIESPEICHERSYSTEME + VERGÜTUNG ENTSCHEIDUNG ZWISCHEN SOLARTHERMIE UND FOTOVOLTAIK. 6 STAND: HAMBURG,

2 SOLARTHERMIE Nutzung der Wärmeenergie der Sonnenstrahlung - besonders zur Wassererwärmung. In Kollektoren, meistens auf dem Dach montiert, wird die Sonnenwärme aufgenommen und an den Solarkreislauf abgegeben. Der geschlossene Solarkreis ist mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel gefüllt und überträgt die gesammelte Wärme durch Rohrleitungen in den Warmwasserspeicher. Sollte die Sonnenwärme nicht ausreichen, heizt der Heizkessel das obere Drittel des Speichers auf die gewünschte Brauchwassertemperatur. BRAUCHWASSERANLAGEN -VORDIMENSIONIERUNG Reine Brauchwasseranlagen decken über das Jahr etwa 60% der Energie zur Trinkwassererwärmung. Besondere Einsparmöglichkeiten beim Ersatz von Strom z.b. im Geschirrspüler oder der Waschmaschine. Kollektorfläche: 1..1,5 m² pro Person. Speichervolumen: 1,5<<2 x Tagesbedarf aller Personen (Warmwasserbedarf pro Person: ca. 40l/d). Jährlicher Energieertrag: kwh/m² Kollektorfläche BEISPIEL: 4 Personen: 2 Kollektoren = 4,4 m², 300 l Speicher Ersparnis: bis zu 2000 kwh, entspricht ca. 200 l Öl oder 200 m³ Gas. Kosten (fertig, inkl. MWSt.): ca ohne Abzug von Förderungen (s.u.) HEIZUNGSUNTERSTÜTZENDE ANLAGEN - VORDIMENSIONIERUNG Bei heizungsunterstützenden Anlagen ist die Kollektorfläche größer ausgelegt und neben dem Trinkwasser wird auch Heizungswasser solar erwärmt. Dimensionierung grob: 1 m² Kollektorfläche und l Speichervolumen pro 10 m² Wohnfläche, mindestens 40 l pro m² Kollektorfläche. BEISPIEL: 15 m² Kollektorfläche, 800 l Speicher Energieertrag: ca. 350 kwh pro m² und Jahr. Der Energieertrag pro m² Kollektorfläche ist hier kleiner, da die Anlage im Sommer nicht voll ausgenutzt wird. Bei Abgabe der Überschussenergie an ein Schwimmbad verbessert sich der Wert. Ersparnis: ca kwh/a, entsprechend 525 l Öl bzw. 525 m³ Gas. Kosten: ca nach Abzug der Fördergelder. Solarthermische Anlagen müssen immer nach Bedarf ausgelegt werden. Festbrennstoffkessel (Holz, Pellets oder wasserführender Kamin) benötigen 70 l Pufferwasser pro kw Heizleistung. Der Pufferspeicher kann gemeinsam mit der Solaranlage genutzt werden. Bund (BAFA): Land Hamburg: Brauchwasser: gestrichen! Heizungsunterstützung ( 9 m²): 90 /m² Bei Heizungsunterstützung und gleichzeitiger Heizkesselerneuerung zusätzlich 500 pauschal (Kesseltauschbonus). Bestimmte Biomasse oder Wärmepumpe: 500 pauschal. Förderung des Fachhandwerks: 100 /m², in Verbindung mit Brennwertheizung, Pelletkessel oder Wärmepumpe plus 40 /m² (d.h. insgesamt 140 /m²). Weitergabe an Kunden: 60%. Fazit: bei Heizkesselerneuerung in HH immer über die Kombination mit einer Solaranlage nachdenken! Land Niedersachsen: zinsgünstiger Kredit Land Schleswig-Holstein: keine Zur Finanzierung bieten sich verschiedene Kreditprogramme der KfW an. Tageskonditionen erfragen. 2

3 WARMLUFTKOLLEKTOREN FAUSTFORMELN DIMENSIONIERUNG Solar erwärmte Frischluft wird in das Gebäude geblasen. Belüftet, entfeuchtet und beheizt, teils ohne Netzanschluss und aufwändige Installation. Grobe Auslegung: 1 m² Kollektorfläche für 10 m² Wohnfläche. Materialkosten ca pro m² Kollektorfläche. Installationskosten immer individuell. Kleinere Anlagen sind speziell für nicht ständig bewohnte Gebäude wie Ferienhäuser, Gartenlauben geeignet. Großanlagen werden z.b. in Sporthallen und Industriehallen eingebaut. Spezifische Kosten hier deutlich günstiger. Ist eine Verteilung der Luft im Gebäude notwendig, müssen große Querschnitte für die Luftleitungen eingeplant werden. Bund (BAFA): Marktanreizprogramm. - Gültig für Anlagen bis einschließlich 40 m² Kollektorfläche (keine Mindestbegrenzung) - Fördersatz: 90 je m² Kollektorfläche Land Hamburg: Förderung des Fachhandwerks: 100 /m², Weitergabe an Kunden: 60%. Die Anträge sind in der Regel nach Inbetriebnahme der Anlage zu stellen. Zur Finanzierung bieten sich verschiedene Kreditprogramme der KfW an. Tageskonditionen erfragen! Nutzen sie auch die Möglichkeit der Kombination Ihrer bevorstehenden Haussanierung (Energieausweis nach EnEV) mit dem Bau einer solarthermischen Anlage und profitieren Sie von den günstigen KfW-Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren als Zuschuss- oder Kreditvariante. 3

4 FOTOVOLTAIK [PV] FAUSTFORMELN DIMENSIONIERUNG Direkte Umwandlung des Sonnenlichts in elektrische Energie. Funktion: In Solarzellen (meistens aus Silizium) wird eine Gleichspannung von ca. 0,5 V erzeugt. Um auf eine nutzbare Spannungshöhe zu kommen, sind in einem Modul viele solcher Zellen in Reihe geschaltet. Der Solarstrom wird also in Solarmodulen erzeugt. Die Leistung eines Moduls wird in Watt-peak (Wp) angegeben. Das p steht für Spitzenleistung, die nur unter Laborbedingungen erreicht wird. Wp hat sich dennoch als Kennzahl durchgesetzt. Um auf brauchbare Leistungen zu kommen, werden wiederum mehrere Module in Reihe geschaltet. Der erzeugte Gleichstrom wird in einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Der Anteil des Solarstroms, der nicht im gleichen Moment im Haus selbst verbraucht wird, fließt ins öffentliche Stromnetz. Dabei wird er von einem Einspeisezähler erfasst. Die meisten Module leisten zwischen 180 und 260 Wp und sind in der Regel 0,80 m x 1,60 m bzw.1,00 m x 1,70 m groß. Die benötigte Dachfläche beträgt 8 10 m² / kwp. Die Mindestgröße ist 1kWp. Die Aufstellfläche (Dachfläche) sollte nach Süden zeigen (SO SW sind o.k.). Der optimale Aufstellwinkel beträgt 30. Wichtig ist Schattenfreiheit. Mit einer gut aufgestellten Anlage kann man in Hamburg mit einem Jahres-Energieertrag von ca. 850 kwh pro installiertem kwp rechnen. Faustformel: 10 m² Dachfläche erlauben die Installation von 1 kwp, die im Jahr ca. 850 kwh Strom erzeugen (Region Hamburg). ALLGEMEINE VERGÜTUNG Da 2012 der Strompreis erstmals höher wurde als der Vergütungssatz für eine eingespeiste kwh, werden PV-Anlagen nun mittels Überschusseinspeisung betrieben. Das heißt: Nur der nicht selbst genutzte Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Darum gilt: So viel wie möglich Ihres eigenen Bedarfs an Strom durch die Fotovoltaikanlage abdecken - z.b. durch Benutzung der Waschmaschine o.a. Haushaltsgeräten zu Tageszeiten mit hoher Solarstromerzeugung. Je höher der Eigenverbrauch desto wirtschaftlicher wird die PV-Anlage betrieben. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG wird der ins Netz eingespeiste Solarstrom für 20 Jahre zu dem Satz vergütet, der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt. Die Vergütung wird abhängig von den neu errichteten Anlagen und kwp nur einige Monate im Voraus festgesetzt. Folgende Sätze gelten zurzeit: Anlagen bis 10 kwp Ab = 14,80 Cent Ab = 14,54 Cent Ab = 14,27 Cent danach 1,8 % monatliche Abstufung Anlagen 10 bis 40 kwp Ab = 14,04 Cent Ab = 13,79 Cent Ab = 13,54 Cent danach 1,8 % monatliche Abstufung Stand:

5 Durch die Einspeisung des Überschusses ist eine Solarstromanlage unabhängig vom eigenen Verbrauch, d.h. Großverbraucher an Strom können auch mit einer kleinen PV Anlage einen Beitrag leisten, und Stromsparer können auch sinnvoll in eine große PV Anlage investieren. Günstige Kredite z.b. der KfW, GLS Bank und Umweltbank sind verfügbar. Kosten (fertig installiert, exkl. MWST.): ca pro kwp. Seit ist auch ein sogenanntes Einspeisemanagement gesetzlich vorgeschrieben. Damit wird dem Netzbetreiber die Möglichkeit gegeben, bei Netzüberlastung die Einspeiser ferngesteuert zu drosseln. Die Kosten für die notwendigen Geräte hat der Anlagenbetreiber zu tragen. Sie belaufen sich auf mindestens 300. Alternativ kann bei kleinen Anlagen die Einspeiseleistung am Wechselrichter dauerhaft auf 70% der Anlagenleistung begrenzt werden. Durch die gesetzlichen Regelungen ist Fotovoltaik nicht mehr so lukrativ wie früher, eine Anlage amortisiert sich aber immer noch deutlich innerhalb der 20jährigen Laufzeit. Unterstützen können Sie dies durch den Einsatz eines Batteriespeichersystems. Es gilt: Je stärker der aktuelle Strompreis ansteigt, umso lukrativer ist die Anlage bei Eigenverbrauch. BATTERIESPEICHERSYSTEME + VERGÜTUNG Batteriesysteme durch die ein höherer Eigenverbrauch von bis zu 70 % (herkömmliche Fotovoltaikanlage 20 %) erreicht werden kann, werden seit Mai 2013 ebenfalls gefördert. Generell gilt: - Förderung von Batteriespeichern wenn zugehörige Fotovoltaikanlage ab installiert wurde - Der Zuschuss beträgt bis zu 660 pro kwp (abhängig von den Kosten des Batteriespeichers sowie der Größe der Fotovoltaikanlage) BEISPIEL 5 kwp-photovoltaik-anlage + Lithium-Batteriesystem (3,3 kwh) gleichzeitig installiert Gesamtkosten: pro kwp der PV-Anlage: Speicherkosten: Euro Euro Euro Euro = Euro Fördersatz für Speicher pro kwp: Euro / 5 (kwp) x 0,3 = 690 Euro. Gefördert werden jedoch maximal 600 Euro je kwp bei Kombiinstallation PV + Batterie. Also: 5 [kwp] x 600 = kwp-photovoltaik-anlage + Lithium-Batteriesystem (3,3 kwh) - Nachrüstung Gesamtkosten: pro kwp der PV-Anlage: Speicherkosten: Euro Euro Euro Euro = Euro Fördersatz für Speicher pro kwp: Euro / 5 (kwp) x 0,3 = 690 Euro. Gefördert wird der Maximalsatz von 660 [Nachrüstung des Batteriespeichers]. Also: 5 [kwp] x 660 = 3.300,00 Weitere Informationen sowie genauere Ausführungen dazu im Merkblatt BSW Solar INFORMATIONEN ZUR VON SOLARSTROM-SPEICHERN 5

6 ENTSCHEIDUNG ZWISCHEN SOLARTHERMIE (ST) UND FOTOVOLTAIK (PV) Aus Sicht der Energieeinsparung und CO2 Vermeidung ist der ST Vorzug zu geben, da ein Quadratmeter Kollektorfläche ca. 4mal mehr Sonnenenergie im Jahr sammelt als ein Quadratmeter PV Modul. Speziell bei Modernisierungen der Heizungs- und Warmwasseranlage und/oder des Daches sollte unbedingt über ST nachgedacht werden. Auch eine kleine ST Brauchwasseranlage erlaubt das vollständige Abschalten der Heizungsanlage im Sommer. Rein ökonomisch betrachtet, rechnet sich eine PV Anlage dank der hohen Einspeisevergütung besser. Eine Kilowattstunde Solarstrom ist mit 14,80 Ct. immer noch rund 2 mal teurer als die eingesparte Kilowattstunde Öl oder Gas zu ca. 8 Ct.. Andererseits ist mit stark steigenden Preisen für Öl und Gas zu rechnen. Persönliche Einschätzung: Jedes Haus sollte nach Möglichkeit eine thermische Solaranlage haben. Je nach Verfügbarkeit von Dachfläche und Investitionsmitteln ist eine zusätzliche PV Anlage eine sinnvolle und sichere Geldanlage. Verfügt Ihr Haus über eine Wärmepumpenheizung, so bietet sich besonders eine PV-Anlage an. Der Eigenverbrauch von Solarstrom wirkt aufgrund des hohen Stromverbrauchs einer Pumpe kostensenkend. Für Fragen und natürlich auch Auslegungen spezifischer Anlagen stehen wir gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen SolarFuchs Ulrich Fuchs ULRICH FUCHS Bramfelder Straße 95c Hamburg Tel.: Fax.:

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