Deutscher Wetterdienst

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1 Deutscher Wetterdienst GMES Thementage 2012 und Strategieforum Fernerkundung, Workshop Anpassung an extreme Wettereignisse im Bevölkerungsschutz, Düsseldorf, 14. November 2012 Ergebnisse des Extremwertprojektes der Behördenallianz Tobias Fuchs, Thomas Deutschländer, Klementine Dalelane Abteilung Klima- und Umweltberatung des Deutschen Wetterdienstes

2 Extremereignisse in 2011/ Juli 2011, Sautorn +++ Quelle:picture alliance /DPA

3 Extremereignisse in 2011/ Sep. 2011, A Quelle:picture alliance /DPA

4 Extremereignisse in 2011/ Nov. 2011, Deutschland +++ Quelle:picture alliance /DPA

5 EO für die Überwachung von Extremereignissen Hurrikan Isaac trifft am auf die Küstenregion des südöstlichen Louisianas Eyjafjallajökull Island: Die Aschewolke der Vulkaneruption erstreckt sich am über den Nord Atlantik mit einer Länge von km und einer Breite von km. Die westlichen irischen Flughäfen wurden daraufhin vorübergehend geschlossen. Feuerbrände in Texas: Mit Hilfe dieser Satellitenaufnahme vom konnte die Feuerwehr gezielt Brandlösch-Maßnahmen zur Eindämmung ergreifen. Tsunami-Katastrophe in Japan: Das Radarbild des deutschen Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X vom zeigt die Folgen des Tsunamis für den Flughafen Higashi-Matsushima sowie den Hafen Ishinomaki in der Region Sendai an der Ostküste Japans. Die blauen Flächen zeigen die Überflutung an, die magentafarbenen Gebiete zeigen das Ausmaß der zerstörten Infrastruktur. 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs 5

6 EO für die klimatologische Einordnung von Extremereignissen Potential der Fernerkundung für Bevölkerungsschutz -> s. Vortrag von Dr. Winterrath C C C 9 Grad C ca. 8.9 C 8 ca. 7.9 C C Dichte Abdeckung mit räumlich repräsentativen und quantitativ belastbaren Messdaten Für belastbare klimatologische Auswertungen ausreichend lange (> 30 a) homogene Datenreihen 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs 6

7 Beobachtete Entwicklung Temperatur Zahl der Heißen Tage Oktober 2012 Tobias Fuchs 7

8 Beobachtete Entwicklung Zahl der heißen Tage Höchsttemperatur mind. 30,0 C -- Flächenmittel Deutschland Zunahme von ca. 3 auf ca. 8 Tage 15 Tage Einzeljahre Linearer Trend R 2 =0,17 / Tage ~ Oktober 2012 Tobias Fuchs 8

9 Beobachtete Entwicklung Niederschlag Zahl der Tage mit Niederschlag über 30mm Sommer >15 Tage/Dekade Winter Oktober 2012 Tobias Fuchs 9

10 Beobachtete Entwicklung Trockentage Anzahl der Tage mit weniger Niederschlag als 1 mm für 10jährige Zeiträume Winter Quelle: DWD 2010 Sommer 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs 10

11 Beobachtete Entwicklung Wind Entwicklung 98. Perzentil des geostr. Windes Deutsche Bucht 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs 11

12 Projektion der zukünftigen Klimaentwicklung auf der Basis globaler Klimamodelle Lufttemperatur Je nach Entwicklung der anthropogenen Emissionen ergeben sich verschiedene Erwärmungs- Szenarien. Quelle: IPCC 2007 (WGI-AR4, Summary for Policymakers, Feb. 2007) 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs 12

13 Die regionalen Projektionen für das zukünftige Klima werden als Ensembles ausgewertet Der DWD betreibt Ensembles mit bis zu 19 Regionalen Klimaprojektionsläufen für Deutschland Ziele: Sammeln und Bewerten aller verfügbaren Klimaprojektionen numerische und statistische Regionalmodelle, angetrieben durch verschiedene Globalmodelle 11. Oktober 2012 Tobias Fuchs Aussagen zur Bandbreite der Klimaprojektionen für Deutschland Eingangsdaten für Klimaimpaktstudien mittels hoch aufgelöster Wirkmodelle 13

14 Auswertung regionaler Klimaprojektionen für Deutschland hinsichtlich der Änderung des Extremverhaltens von Temperatur, Niederschlag und Wind Behördenarbeitskreis Klimawandel und Bevölkerungsschutz Fachliche Bearbeitung Clementine Dalelane (DWD) Thomas Deutschländer (DWD) Laufzeit: Juni 2010 bis Februar 2012 (Abschlußbericht siehe unter -> 30.Oktober 2012) 14. November 2012 Tobias Fuchs 14

15 Projektion Temperatur Änderung der Zahl der Heißen Tage auf Basis von 19 Klimaprojektionsläufen (A1B-Szenario) 14. November 2012 Tobias Fuchs 15

16 Gebietsunterteilung Deutschland Region Repräsentanzstandort 1) Küstenstreifen Rostock-Warnemünde 2) Norddeutsches Tiefland Potsdam 3) Mittelgebirge Bad Marienberg 4) Mittelgebirgsvorland Kassel 5) Rheingraben Mannheim 6) Bayern Roth bei Nürnberg 7) Alpenrand Garmisch-Partenkirchen Gebietsmittel der Überschreitungswahrscheinlichkeiten ausgewählter Quantile (90%, 95%, 99%) 14. November 2012 Standortbezogene Änderungen von 4 Regionale Klimaprojektionen Jährlichkeiten und Wiederkehrwerten (CLM-Konsortial, REMO-UBA, WettReg2010, STAR) Antrieb: ECHAM5-A1B Lauf 1 Tobias Fuchs 16

17 Projektion Temperatur Temperaturextreme Entwicklung der Überschreitungswahrscheinlichkeit 100-tägiger Höchsttemperaturanomalien (99%-Quantil) bis 2100 im Sommer (JJA) CLM REMO WettReg STAR Insbesondere nach 2050 Zunahme um das 5- bis 20-fache der aktuellen Häufigkeit 14. November 2012 Tobias Fuchs 17

18 Projektion Temperatur Temperaturextreme Jährlichkeiten der aktuell 25-jährigen Wiederkehrwerte der Tageshöchsttemperaturanomalien um 2090 (STAR 2060) In ganz Deutschland Rückgang auf zumeist < 3 Jahre, in der Mitte im Sommer z. T. unter 1 Jahr 14. November 2012 Tobias Fuchs 18

19 Projektion Niederschlag Niederschlagsextreme Entwicklung der Überschreitungswahrscheinlichkeit 100-tägiger Niederschlagsmengen (99%-Quantil) bis 2100 im Winter (DJF) CLM REMO WettReg STAR Zunahme der Häufigkeit um etwa 50% bis 2100 Ausnahmen Küstenstreifen: Zunahme um ca. 200% Alpenrand: keine Änderung oder leichte Abnahme 14. November 2012 Tobias Fuchs 19

20 Projektion Wind Windextreme Entwicklung der Überschreitungswahrscheinlichkeit 100-tägiger Spitzenwindböen (99%-Quantil) bis 2100 im Winter (DJF) CLM REMO Zunahme der Häufigkeit von Winterstürmen um bis zu 100% bis 2100 Jährlichkeit heute 25-jähriger Ereignisse um das Jahr 2090 herum vermutlich etwa 5 Jahre aber: beide Simulationen liegen am oberen Rand der projizierten Änderungssignale 14. November 2012 Tobias Fuchs 20

21 Zusammenfassung 14. November 2012 Tobias Fuchs 21

22 Deutsche Anpassungsstrategie (2008) -> Aktionsplan Anpassung (2011) Wasserwirtschaft, Hochwasserschutz Raumentwicklung und Bevölkerungsschutz Menschliche Gesundheit Potential der Fernerkundung Energiewirtschaft Bodenschutz Industrie u. Gewerbe Landwirtschaft Biodiversität u. Naturschutz Bauwesen DAS für Bevölkerungsschutz -> Vortrag von Fr. Krings Fischerei Forstwirtschaft Finanzwirtschaft Verkehr, Verkehrsinfrastruktur Tourismus 14. November 2012 Tobias Fuchs 22

23 Deutscher Wetterdienst Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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