Begleitmaterial zum Screencasting / Video. CMS Betrachtung

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1 R a l f B e c k e r I T- B e r a t u n g Begleitmaterial zum Screencasting / Video. CMS Betrachtung B E T R A C H T E N D E R 4 F Ü H R E N D E N O P E N S O U R C E C M S : T Y P O 3, J O O M L A, W O R D P R E S S, D R U PA L. Die Weitergabe dieser Anleitung ist für alle Anwendungsbereiche gestattet, jedoch ohne Inhaltliche Veränderungen vorzunehmen und bitte mit Nennung des Autoren by Ralf Becker

2 Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Einleitung Hintergrund Endscheidungshilfe Vorabüberlegungen Funktionalitäten Kosten / Budget...8 Kapitel 2: Welche CMS gibt es? Kapitel 3: Welches CMS ist besser? Welche Ebenen gibt es denn noch? Besser und Schlechter Mit oder ohne Unterstützung? Empfehlungen...16 Kapitel 4: Welche Unterschiede? Unterschiedliche Fakten Usabillity / Benutzerfreundlichkeit Aspekte bzgl. Web-Designs /-Templates...21 Kapitel 5: Konzeptionelle und visuelle Unterschiede Backend Screenshots TYPO Wordpress Joomla Drupal...27 Kapitel 6: Templating-Konzepte (Web-Design) TYPO Fluid-Templates...29 Templavoila Wordpress...30 Kapitel 7: Notwendiges Know-How Installation Know-How Webserver Know-How Datensicherung Know-How Designer - Know-How...32

3 7.5 Allgemeines IT Know-How...32 Kapitel 8: Fazit Viel Erfolg...33 Kapitel 9: Weitere Screencastings Kapitel 10: Links Hersteller-Websites Zum Thema CMS-Vergleiche Vergleiche gegenüber TYPO3, von AOE...38

4 1 Einleitung 1.1 Hintergrund Der Hintergrund für das Entstehen dieses Screencastings ist das Thema Web-Design (s. a. Linkliste am Ende dieses Skriptes), welches ich noch in einem andern Screencasting behandle. Es ist nun mal Fakt, dass ein Web- Desgin heutzutage selten noch als statische Website verwendet wird. Also Inhalte werden nicht mit einem Editor direkt in die HTML-Seiten geschrieben und gespeichert und die einzelnen Seiten auf dem Server übertragen. Auch wenn dies für sehr kleine und sehr überschaubare Websites durchaus seine Berechtigung und Vorteile hat, so sind solche Websites aus guten Grund eher sehr selten geworden. Es geht also vorrangig um das Thema Web-Desgin und in welches CMS ich dieses wie einbauen und anpassen kann. Doch ist das Design eben nicht alles. Auch hier ist es ähnlich wie beim Autokauf, denn bei einem neuen Auto zählt auch oft zunächst wie schön es aussieht. Erst danach interessiert, wie sich der Wagen fahren lässt und wie viel Sprit er braucht, etc. Wie beim Auto zählen jedoch auch beim CMS weitere Anforderungen. Ich kann Ihnen nicht sagen was das richtige Auto für Sie ist, genauso wenig kann ich Ihnen sagen, mit welchen CMS Sie nachher glücklich werden. Nur was viele weise Menschen schon gesagt haben, kann ich hier wiederholen: Alle Köche kochen mit Wasser. Die Unterschiede liegen im Detail und sind eben auch Geschmackssache. Manche Details kenne ich aus meiner langjährigen IT-Erfahrung heraus und gebe sie hier gerne an Sie weiter. 4

5 Endscheidungshilfe 1.2 Endscheidungshilfe Mehr als eine Endscheidungshilfe, kann dieses Skript nicht sein. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit. Alle IT-Systeme auf diesem Planeten entwickeln sich rasend schnell und sind oft sehr dynamisch. Daher finde ich persönlich, dass ich gut beraten bin, wenn ich Software wähle, mit welcher ich möglichst lange gut zurecht komme und welche mit möglichen neuen Anforderungen mit wächst. Ich vergleiche hier nicht ausschließlich direkt die technischen Möglichkeiten der hier erwähnten Content Management Systeme (CMS), sondern versuche Sie auf verschiedene Aspekte aufmerksam zu machen. Ich mag TYPO3 deswegen, weil es mir maximale Möglichkeiten gibt. Das heißt jedoch nicht, dass es deswegen auch immer TYPO3 sein muss. Wordpress und andere Systeme haben durchaus auch ihre Vorteile, was ich hier ebenfalls beschreiben werde. Ich habe nun viel mehr geschrieben bzw. gesagt, als ich ursprünglich wollte. Weil eben sehr viele Aspekte zu dem umfangreichen Thema zu erläutern sind, was mir jedoch dennoch einfach nicht in allen Details möglich ist. Ich habe einige Aspekte auf Basis meiner eigenen Erfahrungen angesprochen und verweise darauf, dass ich keinen Anspruch erhebe, dem Leser seine eigene persönliche Entscheidung abzunehmen. Das Web- Desgin und die Integration in ein CMS wird in diesem Kontext auch besprochen. Ich möchte Niemanden von einem bestimmten CMS überzeugen, denn ich verdiene niemals an der Software, sondern mit meiner Dienstleistung. Es ist mir in diesem Kontext also Gleich-Gültig im Sinne des Wortes, für welches System Sie sich entscheiden. 1.3 Vorabüberlegungen Vielleicht spielen Sie mit den Gedanken eine neue Website für Ihr Unternehmen zu beauftragen oder vielleicht sogar selbst zu erstellen. Doch welche Software dafür benutzen? Es ist eben nicht sehr einfach, bei der Vielzahl der verfügbaren Systeme, das beste beziehungsweise das passendste auszuwählen. In diesem Text und den zusätzlich dazu angebotenem Screencasting, in dem ich einige praktische Aspekte am Bildschirm zeigen werde, geht es darum die verschiedenen Content Management Systeme (CMS), also die Software zur Erstellung und zur Pflege einer Website zu beschreiben. Dabei geht es um keinen Detailvergleich, sondern darum die wichtigsten Unterschiede, sowie die jeweiligen Vorteile aufzuzeigen. Wie hoch ist Ihr 5

6 1 Einleitung Budget und was für Funktionen soll die Website beinhalten. Auch, ob jemand alleine die Inhalte eingeben und pflegen soll, oder ob ein Team mit unterschiedlichen Zugriffsrechten diese Arbeiten übernehmen sollen, ist eine solche Überlegung. 1.4 Funktionalitäten Es gilt Vorabüberlegungen anzustellen, was überhaupt für eine Website, respektive was für Software Sie benötigen. Funktionen mit den selben Bezeichnungen unterscheiden sich dabei oft in ihrer Handhabung, Installationsaufwand und Anpassungsmöglichkeiten. Die Mehrsprachigkeit einer Website kann zum Beispiel die Handhabung und Pflege einer ganzen Website komplizierter machen und aufwendig in der Handhabung sein (aus Redakteursicht), je nach CMS stellen sich diese Funktionen teilweise unterschiedlich dar. Einfach nur in einer Featurelist zu schauen, ob Mehrsprachigkeit möglich ist, ist vielleicht nicht ausreichend und kann später zu viel Ärger führen. Hier einige Funktionalitäten, wie sie häufiger gewünscht werden, wenn auch sehr selten alle auf einmal. Mehrsprachigkeit (separat Frontend / Backend) Verschiedene Seitenlayouts pro Seite News (mit RSS und gfs. mit Bildern) Newsletter-System Social Network Anbindungen (Facebook und Co.) Foto-Galerien Online-Shop Blog Frontend-Login (Mehrwert für Besucher) Seiten-Teaser (Inhalte anschneiden ) Leistungsfähige Seitensuche Seiten Bewertungssystem Kommentarfunktionen Kontaktformular Lexikon Tagcloud Fragen & Antworten System Freigabesystem / Workspace (Backend) Benutzergruppen und -rechte (Backend) SEO, Metadaten (Backend) Das sind nur einige Funktionen, wie ich sie schon häufiger installieren durfte. Manche Funktionen werden im Frontend sichtbar und erlauben 6

7 Funktionalitäten oder erfordern Handeln im Backend. Z. B. bei Shops, Newsletter-Systeme, etc. Etwas lediglich irgendwie auf die Website bringen zu können, ist daher vielleicht zu oberflächlich betrachtet. Ich betrachte hierbei TYPO3 als größten gemeinsamen Nenner, weil es einfach als Enterprise System die meisten Möglichkeiten bietet. Das bedeutet nicht, dass viele der üblichen Website-Funktionen nicht auch in den anderen Systemen vorhanden sind oder realisierbar wären. Und es bedeutet auch nicht, dass manche dieser Funktionen vielleicht in einem anderen CMS komfortabler zu bedienen oder leichter zu installieren sind. Viele Funktionen werden vielleicht als Spielerei empfunden, haben jedoch oft einen SEO-Hintergrund, also dienen der Verbesserung der Trefferliste bei den Suchergebnissen. Google bewertet zum Beispiel Seiten mit einem Bewertungssystem höher, als Seiten ohne. Über den Sinn und Unsinn vieler Funktionalitäten und Erweiterungen lässt sich natürlich teilweise unterschiedlicher Ansicht sein und dies soll hier auch gar nicht das Hauptthema sein. 1.5 Kosten / Budget Die Kosten sind nach meiner Erfahrung oft eine Frage des Funktionsumfangs und daher nur indirekt für die Wahl des CMS relevant, denn je mehr spezielle Funktionalitäten gewünscht werden, desto höher sind auch die Kosten. Da alle hier vorgestellten CMS kostenlos sind, ist hier bei diesem Punkt bei der Wahl für ein CMS kein Kostenunterschied festzustellen. Die Basis-Installationen sind bei allen Systemen sehr ähnlich, was auch nicht weiter verwundert, basieren sie alle auf die gleichen Softwaresysteme wie PHP und MySQL. Jedoch gibt es Unterschiede in den Erweiterungen, beziehungsweise im Umfang der nötigen Erweiterungen, um eine gewisse Grundinstallation zu erhalten. Was die Systeme direkt nach der Grundinstallation schon alles können, unterscheidet die verglichenen Systeme. Der größte Kostenfaktor kann jedoch das Web-Design sein, wenn es um kleinere Standard-Installationen geht. Bei größeren Installationen fällt dies nachher in der Relevanz zurück. Für TYPO3 gibt es die wenigsten fertigen Web-Designs von der Stange, jedoch sind diese in der Qualität oft auf einem sehr hohen Niveau, was nicht bedeutet, dass die Designs für andere CMS dies nicht sein können. 7

8 1 Einleitung Kostenlose TYPO3 Web-Designs gibt es deutlich seltener, als bei den anderen Systemen. Die Gründe dafür sind sicherlich zum einen eine andere differenzierte Zielgruppe (Industrie, Wirtschaft, etc.), als dies bei den anderen Systemen oft der Fall ist und vielleicht die komplexere Struktur des kompletten Web-Designs. Durch diesen Faktor ist eine TYPO3 Installation mit individuellen Design oft teurer als bei Wordpress oder Joomla. Obwohl auch bei den anderen CMS die meisten Designs auch nicht kostenlos zu haben sind und sich technische Probleme ergeben können, wenn eine Erweiterung der Website erfolgen soll und das Web-Desgin dieses nicht berücksichtigt. Ich kann an dieser Stelle daher nur sagen, dass eine einfache Website mit einem gekauften Web-Desgin Ihrer Wahl aus einem der vielen Shops für Wordpress, Joomla oder Drupal, in der Regel bis zu ein paar hundert Euro günstiger sein kann, als eine vergleichbare Installation unter TYPO3. Möchte jedoch jemand selbst Hand anlegen und ein professionelles Grundlayout (z. B. Twitter Bootstrap oder YAML) selbst seinem Geschmack anpassen, sieht das schon wieder anders aus. Wie so was geht, zeige ich in meinem anderen Video (Screencasting), wie auch viele andere Aspekte zum Thema Web-Desgin. Denn Web-Desgin ist nicht gleich Web-Desgin und besonders viel ist auch nicht immer besonders gut. Einfache Standard-Installationen biete ich für alle hier vorgestellten CMS ab 600,- Euro an. Mit jeweils einem einfachen Standard-Design. Die individuelle Anpassung dieses oder eines gekauften Designs ist immer vom Umfang der gewünschten Änderungen abhängig und ebenfalls wieder für alle CMS im Kern gleich. Wer also wenige Funktionen benötigt und den Fokus auf eine große Design-Auswahl günstiger Web-Templates legt, landet wahrscheinlich nicht bei TYPO3. Wordpress bietet neben Joomla und Drupal die meisten Web- Designs. Doch wenn weitere Funktionen hinzugefügt werden sollen, ist das Templating-Konzept von TYPO3 schon vielleicht wieder im Vorteil, ist es auch hier am flexibelsten anpassbar ist, was nicht einfacher bedeuten muss. TYPO3 ist daher nicht pauschal das teuerste System. Lediglich die Auswahl von Standard-Designs ist für die anderen CMS größer und zeigt sich als Vorteil für einfache und schnell zu realisierende Websites. 8

9 2 Welche CMS gibt es? Die führenden Open Source CMS, also die Software mit der größten Verbreitung und Bekanntheit, sind: TYPO3 Joomla WordPress Drupal Natürlich gibt es noch viel mehr Systeme, jedoch sprengt das den Rahmen sie alle aufzulisten, denn es sind mindestens 300 mehr oder weniger etablierte und sogar mehrere Tausend exotische. Die hier aufgeführten dominieren jedoch den Markt mit Abstand (über 80% Marktanteil sagt man). Zunächst einmal basieren alle hier aufgeführten CMS über die selbe Softwarebasis. Alle benutzen dass Datenbanksystem MySQL. Lediglich TYPO3 ist auch in der Lage alternativ zum Beispiel Oracle, PostgreSQL oder Maria DB zu benutzen. Maria DB kann auch Drupal alternativ benutzen. Diese Datenbank-Aspekte sind jedoch für mind. 99% aller Anwendungen irrelevant und ich führe sie nur der Vollständigkeit halber mit auf. Alle Systeme benutzen die Programmiersprache PHP. Damit ist klar, dass alle CMS MySQL und PHP als Hauptsoftware verwenden. 9

10 2 Welche CMS gibt es? Im Gleichnis mit einem Auto bedeutet die in etwa: Alle CMS haben einen Ottomotor, vier Räder und ein Getriebe und dies sogar noch von dem gleichen Lieferanten. Alle Daten die ich hier aufführe sind geschätzte Daten, die ich aus einem großen Pol von unterschiedlichen Quellen und unterschiedlichen Informationen und Meinungen gemittelt habe. Es gibt keine neutralen und unabhängigen Informationsquellen, auch wenn dies oft so scheint. Ich bin sicher, dass es die meisten Autoren auch ehrlich meinen und selbst glauben, dass sie objektiv und ehrlich berichten, doch das kann nicht so sein, wären die Angaben nicht so extrem unterschiedlich. Auch ich bin nicht 100% objektiv und neutral, wie könnte ich auch. Schon vor über 10 Jahren habe ich mir verschiedene CMS angesehen und habe mich damals schon für TYPO3 als Hauptsystem entschlossen, war es von den Möglichkeiten am umfangreichsten und habe ich gerne noch Reserven in der imaginären Hinterhand, falls ich meine ursprünglichen Ideen erweitern will. Das hat sich bis heute nicht geändert, TYPO3 ist immer noch sehr leistungsfähig. Ich finde den Aufbau und die Logik hinter TYPO3 einfach klarer und daher für mich deutlich einfacher zu verstehen, als die Strukturen anderer CMS, auch wenn die Komplexität etwas umfangreicher ist. Doch das bedeutet nicht, dass ich andere Software deswegen nicht verstehen, benutzen oder sogar empfehlen kann, wenn es einfach besser zum Kunden und seinen Aufgabenstellungen passt. Sich für eine Software zu entscheiden ist sehr schwer, wenn man nicht versteht, wo die wirklichen bzw. die entscheidenden Unterschiede sind. Dieser Bericht soll ihnen diese Aspekte etwas näher bringen. In erster Linie ist dieser Text, bzw. dieses Screencasting jedoch dafür gedacht zu verstehen, wo ein Web-Desgin letztendlich seinen Einsatz finden kann, bzw. wie sich die Web-Designs bezüglich ihrer Datenstruktur für die jeweiligen CMS unterscheiden. Ich kann es schon mal vorne weg nehmen, das Hauptargument für Wordpress oder Joomla ist das größere Angebot fertiger Design-Vorlagen. Doch es ist eben auch nicht alles Gold was glänzt und deswegen zeige ich hier einige weitere Details, damit Sie Ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Dieser Exkurs soll vor allem Designer/und Grafiker verdeutlichen, wo die Unterschiede bzgl. dem Web-Desgin in dem jeweiligen CMS liegen, ohne dabei in die Details zu gehen, denn jedes CMS-PROJEKT verfügt über sehr umfangreiche eigene Dokumentationen. Hier geht es lediglich darum, einen kleinen Eindruck zu gewinnen. 10

11 3 Welches CMS ist besser? Diese Frage ist gegebenenfalls ebenso schwierig zu beantworten, wie die Frage, welches das beste Auto sei. Ist Audi besser als Mercedes oder BMW? Ich gebe zu, dass die Qualitäten und Leistungsmerkmale aller Automarken wesentlich näher bei einander sind, als es bei Software der Fall ist. Dennoch ist es oft eine Gefühl- und/oder Geschmackssache, für welches Auto man sich entscheidet. Bei Software sind die Unterschiede in der Benutzung, Kompatibilität und Funktionsumfang sehr Unterschiedlich. Wenn beim Auto das Lenkrad plötzlich in der Mitte des Autos, hinter den Vordersitzen angebracht wäre und das Gaspedal mit dem Kupplungspedal vertauscht würde, hätten wir alle ein Problem damit. Nicht so bei Software. Bei den hier vorgestellten CMS ist die Benutzerführung schon sehr unterschiedlich. Auch wenn TYPO3 sicher komplex sein kann, so ist es gleichzeitig auch sehr übersichtlich. Die intuitive Benutzung auf der obersten Ebene mag vielen bei Wordpress einfacher vorkommen, doch bei komplexen Aufgabenstellungen kippt dieser Eindruck jedoch schnell wieder. In diesem Sinne gibt es kein besser. Am besten ist das, was am besten für einen selber passt. Das bekommt man jedoch nur heraus, wenn man sich selbst auf den Weg macht und schaut, wie die einzelnen CMS funktionieren bzw. wie sie sich benutzen lassen. 11

12 3 Welches CMS ist besser? Bedenken Sie, dass es verschiedene Ebenen bei diesem Thema zu betrachten gibt, welche sehr oft in einen Topf geworfen werden, was ich besonders schade finde, weil es oft wichtige Aspekte unbeachtet lässt. 3.1 Welche Ebenen gibt es denn noch? Ich unterteile aus meiner Erfahrung mit größeren Firmen in drei Haupt- Ebenen, was den CMS-Einsatz angeht Die Administration und Redaktion kann in weitere Ebenen bzw. Gruppen aufgeteilt sein. Installationen Administration Redaktion Die Installation muss keinen Website-Betreiber selbst interessieren. Das kann man einfach einem Dienstleister überlassen. Die Installation ist bei allen System unter dem Strich Standard-Wissen von Profis. Wenn ich das für den selben Preis anbieten kann, kann dies auch jeder andere, der sich auskennt, also abhaken. Manche Hoster bieten das sogar schon als Service in ihren Hosting-Paketen mit an. Die Administration könnte vielleicht auch der Websitebetreiber mit übernehmen, je nach dem wie die Installationen aussehen. Hierzu zählen Updates durchführen und auf Fehlermeldungen reagieren und auch neue Redakteure, also User-Accounts anlegen. Statistiken anschauen und auswerten gehören auch dazu. Es könnte jedoch auch sinnvoll sein, diesen Bereich aufzuteilen, damit es für einen alleine nicht zu viel wird. Datensicherungen überwachen könnten auch hier rein fallen. Die Redaktion ist der wichtigste Bereich einer Website, denn ohne interessanten Inhalt, also Content, nützt die schönste und modernste Website nicht viel. Also sollte hier das Hauptaugenmerk des Entscheiders liegen. Ob das die jeweiligen CMS unterscheiden können (Rechte-, Gruppenund Benutzerverwaltung) oder ob Sie solche Möglichkeiten überhaupt benötigen, steht auf einem anderen Blatt, welches Sie beschreiben müssen. 12

13 Besser und Schlechter 3.2 Besser und Schlechter Das ist so eine Sache mit Besser und Schlechter. Manche Artikelschreiber behaupten zum Beispiel, dass die Installation von Erweiterungen per FTP, wie es bei Drupal nötig ist, ein großer Nachteil sei und ziehen dafür Bewertungspunkte ab oder schreiben dies in die Negativspalte. Für IT-Profis ist dies kein Nachteil, sondern oft sogar ein Vorteil. Mit FTP, SSH, Terminals und weiteren solchen administrativen Programmen zu arbeiten, ist so normal für sie, wie für den Elektriker mit einem Schraubendreher oder eine Zange umzugehen. Deswegen sind die Erweiterungen von Drupal nicht per se schlechter als die von anderer Software. Mich würde viel mehr interessieren, was diese Erweiterungen leisten, darüber verlieren diese Autoren dann jedoch oft kein Wort. An anderer Stelle wird TYPO3 oft negativ angekreidet, dass man mehr lernen muss, wenn man es installieren oder benutzen will. Auch dies entspricht nicht der Wahrheit beziehungsweise stimmt dies nicht in diesem Kontext. Denn wenn ich all die zusätzlichen Funktionen und Feature von TYPO3 nicht nutzen will, brauche ich auch nicht mehr lernen, als bei anderen Systemen. Erst wenn ich mehr in die Tiefe gehen möchte und das Mehr an Möglichkeiten nutzen möchte, benötige ich auch mehr Wissen, als bei Systemen, welche diese Möglichkeiten schlicht gar nicht erst bieten. Mehr Möglichkeiten nutzen wollen bedeutet also auch mit unter mehr Wissen, sprich mehr lernen zu müssen. So etwas Negativ zu bewerten ist nicht korrekt, zumindest jedoch unlogisch. Diese kontroverse Darstellung von Sachverhalten kenne ich auch von anderen Diskussion über Software. Ist die Software X oder Y besser? Die Wahrheit ist oft, weder das eine noch das andere, denn es kommt darauf an, was man erreichen will und was die Aufgabenstellung ist. Glaubenskriege gibt es hier sehr viele und sie verwirren mehr, als das sie aufklären. Zu erkennen, wie sachlich und objektiv ein Artikelschreiber wirklich ist, kann ein Vorteil für Sie bei der Entscheidungsfindung sein. Es wird oft versucht, CMS-Software aus dem Blickwinkel von IT-Laien zu bewerten und dies birgt die Gefahr, dass dadurch nicht die wichtigen Aspekte zur Entscheidungsfindung gesehen werden. Ich empfehle daher unbedingt den Blickwinkel dieser Berichte und Vergleiche zu berücksichtigen und sich zu fragen, welche Aspekte für einen 13

14 3 Welches CMS ist besser? selber vordergründig sind. Also für wen wird da geschrieben? Für andere CMS-Dienstleister und -Anbieter? Für den Laien, der alles selbst machen will und auch die Zeit dafür hat? Oder für denjenigen, der nur Inhalte pflegen möchte und sonst nichts mit den technischen Details zu tun haben möchte? Letztgenannter vielleicht auch als Entscheider für ein größeres Unternehmen, in welchem im Team Inhalte der Website bearbeitet werden sollen? 3.3 Mit oder ohne Unterstützung? Es sollte zumindest klar sein, ob ich das Projekt als IT-Laie komplett alleine umsetzen möchte, oder ob ich die Installation einem Profi überlasse. Wenn letzteres zutrifft, dann brauche ich bei allen Systemen nicht viel lernen, bzw. sieht dann die Schulung oder Einweisung bei allen ähnlich aus. Weitere Fragen sind, ob ich regelmäßige Updates und weitere Arbeiten von einen Dienstleister verrichten lasse oder das alles alleine machen möchte. Diese administrativen Arbeiten kosten meist auch nicht viel Geld und werden von vielen Agenturen und Dienstleistern angeboten. Möchte ich an meiner Design-Wahl selbst noch rum basteln oder kann ich mit meinem jetzigen Design gut leben? Möchte ich selbst Hand anlegen, sollte mir klar sein, dass dies umfangreiches Wissen voraussetzt, denn neben CSS und HTML-Wissen ist auch oft PHP- oder ähnliches erweitertes IT-Wissen Voraussetzung. Im Screencasting zeige ich auch noch, wie man ein fertiges Design einbinden kann, denn darum geht es mir primär in diesem Video, dem das Thema Web-Design Erstellung voraus ging. 3.4 Empfehlungen Eine einfache Empfehlung von mir könnte sein, Wordpress zu nehmen, wenn Sie alles selbst machen wollen und es sich um eine einfache Website-Struktur handelt, oder wenn ein Blog das zentrale Feature ist. Bei komplexen Aufgabenstellungen mit Mehrsprachigkeit oder mehreren Domains in einer Installation und ähnlichen Anforderungen, empfehle ich TYPO3 in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus empfehle ich das zu nehmen, was vielleicht schon ein Freund oder Bekannter erfolgreich benutzt, der ihnen vielleicht helfen kann. Wie ich in diesem Kapitel oben schon gesagt habe, es gibt kein Besser oder Schlechter, sondern nur passend oder weniger passend. 14

15 4 Welche Unterschiede? Bezüglich der Haupt- beziehungsweise Standardfunktionalitäten, bieten alle CMS ebenfalls mittlerweile die selben Möglichkeiten. Alle CMS besitzen: Multisprachfähigkeit Multisitefähigkeit (mehrere Websites in einer Installation) SEO-Funktionen Shop-Erweiterungsmöglichkeiten Blog-Erweiterungsmöglichkeiten Doch wir vergleichen vielleicht Weintrauben mit Melonen (beides ist Obst) oder große Lkws mit kleinen Smarts (beides Kraftfahrzeuge). Diese Aufzählungen sind nicht unbedingt direkt vergleichbar. Das WIE ist hier ebenfalls von Bedeutung, sprich wie leistungsfähig und/oder komfortabel lassen sich diese Funktionalitäten einrichten, konfigurieren und warten? Sind es Core- bzw. Grund-Funktionen oder müssen Plugins/Extensions installiert werden und wenn ja, gibt es davon verschiedene? In einem Kapitel weiter unten, beschreibe ich die grundsätzlichen Fähigkeiten, die Sie mitbringen sollten, wenn Sie sich selbst ein CMS installieren möchten. Auch hier spielen diese Fähigkeiten bezüglich der unterschiedlichen Content Management Systeme keine große Rolle, sprich, für alle CMS braucht man das selbe allgemeine Know-How und Verständnis im Umgang mit solchen Systemen, sprich mit Software. 15

16 4 Welche Unterschiede? Wenn Sie sich das CMS nicht selbst installieren wollen, können Sie dieses Kapitel natürlich überspringen, wobei ich es eh nur aufgeführt habe, um zu verdeutlichen, dass sich auch hier keine signifikanten Unterschiede ergeben. Es spielt eben in der Praxis keine so große Rolle, ob ich eine halbe Stunde brauche oder 4 Stunden, wenn ich eine neue Website einrichte. Wobei selbst dies nicht oder nur schwer objektiv messbar ist, beachten wir alle Variablen in diesen Prozessen. Soll das nun heißen, dass es keine wirklichen Unterschiede gibt? Natürlich gibt es Unterschiede. Diese liegen zum einem in den Details, den Philosophien und zum anderen im visuellen Bereich. Schauen wir uns also mal die prägnanten Bereiche eines CMS an, doch zuvor noch einige Argumente, welche so in der CMS-Szene oft zu lesen sind und den vielen verschiedenen und teilweise auch widersprüchlichen Informationen. 4.1 Unterschiedliche Fakten Ich habe in verschiedenen Artikeln, verschiedene Daten gefunden. Ebenso waren die Interpretationen und Darstellungen oft sehr unterschiedlich. Ich möchte dieses Wirrwarr mit diesen Exkurs nicht versuchen zu entwirren und auch nicht in diesen scheinbaren Glaubenskriegen mitmischen. Stattdessen versuche ich einige strukturelle und visuelle Unterschiede Ihnen einfach mal zu zeigen, in dem wir gemeinsam kurz in die jeweiligen Backends gehen und ich etwas dazu sage. In dem zugehörigen Screencasting werde ich das visuell zeigen. Ich finde es nicht wirklich wichtig, ob Wordpress nun Fünf Millionen ( ) Installationen aufweist, wie es in der einen Quelle gesagt wird, oder ob es Einundsechzig Millionen ( ) waren, wie es in einer anderen Quelle behauptet wird. Dies alleine sagt wenig bis gar nichts aus, denn wir kennen nicht die Aufgabenstellungen, welche sich dahinter verbergen (Blog oder Website, mehrsprachig oder einsprachig, mit oder ohne Newslettersystem, usw.) und wie es zu diesen Entscheidungen kam. Nur weil es die meisten Benutzer hat, ist etwas nicht zwangsläufig auch immer die beste Wahl. Nur weil die meisten Menschen in einem Land eine Fastfood-Kette regelmäßig aufsuchen, bedeutet dies auch nicht automatisch, dass es dann auch gesund sein muss, nur weil es eben schlicht die meisten Menschen auch so machen. Am Ende des Dokumentes befinden sich einige Links, in denen man schön erkennen kann, wie unterschiedlich manche Dinge interpretiert und eingeschätzt werden. 16

17 Usabillity / Benutzerfreundlichkeit 4.2 Usabillity / Benutzerfreundlichkeit Bei einer Software interessiert mich die Benutzerfreundlichkeit für den Admin UND für den Redakteur (oft auch der Website-Betreiber). Also wie kann ich das System pflegen (Admin) und wie kann ich meine Daten pflegen (Redakteur). Manchmal übernehmen beide Rollen dieselbe Person. Die dritte Rolle könnte die Web-Desgin Entwicklung sein, wenn wir nicht einfach ein fertiges Design übernehmen wollen. Ob diese Rolle nun zur Administration (Admin) gehört oder doch eher zu einem Programmierer oder zu einem Web-Designer (Medien-Designer), ist schwer zu sagen. Irgendwie werden alle Fähigkeiten mehr oder weniger benötigt. Deswegen sind in diesem Prozess bei größeren Projekten auch meistens mindestens zwei Experten involviert. Der Medien-Designer entwickelt dabei das Design als normale HTML-Vorlage mit CSS und JavaScript und der Administrator (oder ein Programmierer) integriert dieses Design dann in das CMS. Dieser Vorgang ist bei allen Systemen Handarbeit und wenig komfortabel. Genauso wie das Entwickeln des Designs selbst, auch Handarbeit ist, welche in der Regel mit ASCII-Editoren umgesetzt wird. Auf dieser Ebene ist bei allen CMS nicht von Benutzerfreundlichkeit zu sprechen. Abgesehen von diesem sensiblen Bereich der manuellen Integration einer HTML-Vorlage, unterscheiden sich die CMS bezüglich der Usabillity jedoch schon. Wie ich schon unter 3.2 geschrieben habe, empfinden manche Autoren welche verschiedene CMS vergleichen, viele Aspekte anders, als ich es tue. Zum Beispiel die Erweiterungen-Verwaltung in TYPO3 finde ich sehr benutzerfreundlich im Vergleich zu anderen CMS. Das sieht jedoch nicht jeder so. Auch die Möglichkeit in TYPO3 mehrere Konfigurations-Templates (nicht mit Design-Templates verwechseln) anlegen und miteinander verbinden zu können, empfinde ich als ein sehr komfortables Feature, denn so kann ich beim Konfigurieren einzelne Teile auch einzeln ein- und ausschalten, was die Entwicklung erleichtert. Ansonsten muss man sich bei allen Systemen mit PHP und/oder mit Typoscript auskennen oder sich da reinarbeiten. Das ist aus Sicht eines Laien auch nicht komfortabel. Dies waren jetzt jedoch bis hier hin alles Argumente aus Sicht des Administrators/Programmierers. Aus Sicht eines Redakteurs sieht es ähnlich aus, denn was benutzerfreundlich ist und was nicht, fällt im Empfinden der Menschen sehr unterschiedlich aus. 17

18 4 Welche Unterschiede? Deswegen ist wichtig zu schauen, von welcher Aufgabenstellung wir reden. Es ist schwer verschiedene Systeme ohne eine definierte Ausgangssituation zu vergleichen. Deswegen unterscheide ich hier zwischen sehr einfachen Aufgabenstellungen und komplexeren. Benutzerfreundlichkeit bedeutet nicht unbedingt eine triviale Umgebung vorzufinden, sondern Funktionen und Strukturen zu haben, welche mir helfen, den Überblick zu behalten und das System Steuern zu können. Wenn ich also eine einfache Website mit überschaubarer Seitenanzahl und wenigen Zusatzfunktionen umsetzen möchte und über kein oder wenig Fachwissen verfüge, dann ist vielleicht Wordpress das benutzerfreundlichste CMS, wenn ich ein fertiges Web-Design finde, das ich kaufen und übernehmen kann. Und ich pflege meine Seiten selbst und brauche keine weiteren Funktionen. Solange alles nach Plan läuft, Voila. Die Leistungsmerkmale von TYPO3 fangen hinter solchen Aufgabenstellungen erst an. Wenn ich mit einer komplexeren Website-Struktur mit vielen zusätzlichen Funktionen, wie ich sie unter 1.4 exemplarisch aufgezählt habe, zu tun habe, ist TYPO3 benutzerfreundlicher, weil es die Strukturen übersichtlicher und logischer darstellt. Natürlich ist der Einarbeitungsaufwand auch höher, logisch. Die Benutzerfreundlichkeit für einen Redakteur, der Seiten-Inhalte editieren möchte, empfinde ich in allen Systemen vergleichbar, wenn dieser Mensch verstanden hat, wie er die zu ändernden Seiten und Inhalte finden und bearbeiten kann. Verschiedene Inhalts-Elemente und verschiedene Seiten-Layouts stehen ebenfalls in allen CMS zur Verfügung, wenn die Web-Desgins dieses vorsehen und das CMS entsprechend konfiguriert wurde. Was nun als Benutzerfreundlich empfunden wird, hängt oft davon ab, was der User schon kennt und wie hoch seine Lernbereitschaft ist. Wenn eine bestimmte Komplexität erreicht oder überschritten wird, kann sich das Empfinden der anfänglichen Benutzerfreundlichkeit ändern. Anfangs sehr einfache Vorgänge können nun unübersichtlich und komliziert wirken. Vielleicht muss einfach jeder seine diesbezüglichen Erfahrungen selbst machen. 18

19 Aspekte bzgl. Web-Designs /-Templates 4.3 Aspekte bzgl. Web-Designs /-Templates Bei einer CMS-Software interessiert mich ferner, wie ich Web-Designs integrieren kann, wenn ich mir eine Design-Vorlage gekauft habe, oder ein kostenloses Exemplar irgendwo herunter geladen habe. Wenn ich vor habe, mir ein eigenes Web-Design zu entwickeln, interessiert mich zusätzlich, wie so ein Template aufgebaut ist, denn ein CMS Web- Desgin hat einen anderen Aufbau, als ein einfaches statischen Web- Design, auch wenn beide im Frontend meist gleich aussehen. Für Wordpress, Joomla und Drupal gibt es mehr fertige Templates, als zum Beispiel für TYPO3. Warum das so ist, liegt wahrscheinlich daran, dass TYPO3-Installationen ein höheres Maß an individuellen Designs aufweisen, als bei anderen CMS. Große Kunden wie die Lufthansa und viele andere TYPO3-Anwender aus der Industrie, Wirtschaft, Medizin und Politik benötigen keine fertigen Design-Vorlagen aus einem Onlineshop, sondern lassen diese meist von Agenturen individuell anfertigen, zumal sie wegen ihrem CI (Corporate Identity, siehe auch mein Screencasting zu diesem Thema unten in der Linkliste) daran ein größeres Interesse haben. Zusätzlich ist es jedoch auch vielleicht manchen zu kompliziert oder zu aufwendig, ein Web-Design in TYPO3 zu integrieren, weil dies zu einem gewissen Teil auch in Typoscript, der eigenen TYPO3-Scriptsprache, erfolgen muss. Zum Beispiel müssen die Menüs in Typoscript, der eigenen Script- und Konfigurations-Sprache von TYPO3, definiert werden. Das Ausliefern eines kompletten Designs inklusive der Typoscript-Definitionen ist jedoch auch kein kompliziertes Hexenwerk, wie ich in diesem Screencasting gleich zeigen werde. Ab Version 6 ist es unter TYPO3 möglich, Web- Designs als Extention zu erzeugen, was die Installation stark vereinfacht. Auch in den anderen CMS-Systemen ist das Erstellen eines neuen Web- Design nicht trivial, denn die Grundstrukturen sind immer sehr ähnlich. Nur die Umsetzung erfolgt auf verschiedener Weise. Weiter unten zeige ich in einem sparaten Kapitel noch einmal wie ein Web-Design für Wordpress (dort Themes genannt) aufgebaut ist und wie ein Design-Template für TYPO3 aufgebaut ist (dort Web-Template genannt). Für Joomla und Drupal ist dieser Aufbau noch mal anders. Wie genau, erfahren Sie auf den jeweiligen Hersteller-Websites. Mir geht es hier nur darum zu erklären, wo die gemeinsamen Nenner sind, denn prinzipell kann man jedes Design für jedes CMS anpassen. 19

20 5 Konzeptionelle und visuelle Unterschiede Wie sieht es nun also im Backend der verschiedenen CMS aus? Die Backends unterscheiden sich schon teilweise sehr von einander, was die Aufteilung der primären Zuständigkeitsbereiche, wie zum Beispiel Installation/Konfiguration von Plugins/Extensions und dem Core angeht. Auch die Logik und Struktur für das Anlegen/Editieren und Pflegen von Inhalten (Content) unterscheidet sich bei den Systemen teils erheblich. Wir sehen unten jeweils ein Screenshot, was natürlich keinen vollständigen Eindruck vermitteln kann. Ich empfehle daher unbedingt die angebotenen Testinstallationen der jeweiligen Hersteller aufzusuchen und dort live auszuprobieren, wie Sie mit den Systemen klar kommen. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit und machen Sie sich zuvor eine Liste mit Punkten/Aspekten, welche Sie testen wollen, damit Sie sich nicht in die (Un)Tiefen der Systeme verlieren. Wenn Sie mehrere Sprachen benötigen, schauen Sie gezielt danach, genauso für andere Anforderungen. Einfach nur einen Inhalt (Content) anzulegen und im Frontend zu bestaunen, ist vielleicht nicht ausreichend. Die Links zu den Herstellern finden Sie weiter unten in der Linkliste. Ich kann Ihnen auch zu einem geringem Entgelt eine Demoinstallation inkl. Live Vorführung anbieten. Per Telefon, Skype oder Teamview. 20

21 Konzeptionelle und visuelle Unterschiede 5.1 Backend Screenshots Nachfolgend ein paar Screenshots der jeweiligen CMS. 5.2 TYPO3 Hier sehen wir das Backend von TYPO3. Ich finde den logischen Aufbau sehr gut, welcher sich über all die Jahre nicht verändert hat. TYPO3 Backend in der aktuellen Version LTS Links (1) sind die Funktionen übersichtlich in Kategorien/Module gegliedert. Zum Bearbeiten der Inhalte sind die oberen Funktionalitäten im Modul Web zu finden. Darunter finden sich die administrativen Funktionen, wie das Setup (Installation) und die Erweiterungsverwaltung (Extensions). Unter (2) sehen Sie die Baumstruktur aller Seiten der Website. Und unter (3) ist immer die Bearbeitungsebene, entweder der Seitenstrukturen, der Seiteninhalte oder für administrative Arbeiten. Die drei Spalten sind in der Breite veränderbar. 21

22 5 Konzeptionelle und visuelle Unterschiede 5.3 Wordpress Hier sehen Sie das Backend von Wordpress. Im Gegensatz zu TYPO3 sind hier die Anzeigen in nur zwei Ebenen aufgeteilt. Die Seiten- und Inhaltsstruktur ist dadurch nicht so einfach und direkt zu erkennen, ist hier keine Seiten- und Baumstruktur permanent vorhanden, über welche ich mich schnell und direkt in die zu bearbeitende Seite einwählen kann. Dennoch sieht das Backend übersichtlich gestaltet aus und man findet sich schnell zurecht. 22

23 Joomla 5.4 Joomla Hier sehen Sie das Backend von Joomla in der aktuellen Version 3. Hier gibt es auch drei permanente Ebenen, auch wenn diese anders aufgeteilt sind als in TYPO3. Das Backend macht auch ein relativ übersichtlichen Eindruck. Wie schon bei Wordpress, vermisse ich den Seitenbaum, wenn man sich erstmal an dieses Feature von TYPO3 gewöhnt hat. Ansonsten muss man sich einfach nur an die andere Aufteilung und Struktur gewöhnt haben, um damit arbeiten zu können. 23

24 5 Konzeptionelle und visuelle Unterschiede 5.5 Drupal Hier sehen Sie das Backend von Drupal. Hier gibt es eigentlich nur eine permanente Ebene (3), wenn auch zwei Bereiche (1) und (2), in welchen die Ansichten umgeschaltet werden können. Geschmacksache. Das Backend von Drupal gefällt mir am wenigsten, jedoch ist dies natürlich reine Geschmacksache. Über die tatsächliche Funktionalität sagt dies natürlich überhaupt nichts aus. 24

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