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1 an.schläge03/2006 an.schläge DAS FEMINISTISCHE MAGAZIN märz k ultur HerPosition Das erste Internationale Künstlerinnenfestival findet nun endlich in Wien Raum! thema HerDecision Schwule und Lesbische PartnerInnenschaften im internationalen Vergleich e 3,5 (Ö) e 4, (D) sfr 8,

2 Fr Di CHOREOGRAFISC HER NACHWUCHS MIT GANZER KRAFT VORAUS Doris Uhlich (A), NadaGambier (B/SF), Krõõt Juurak (A/EST), Anna MacRae (A/NEW ZEALAND), united dancers of ZUGA/Kaja Kann (EST), visualart proyektil (A/VENZ), Ingrid Reisetbauer/Maja Slattery (A), TURBO Plattform junger Tanz in Wien imagetanz Projekt- und Unternehmensberatung für Frauen Brigitte Siegel Marie Sichtermann Franziska Bessau Münstereifeler Str Euskirchen Tel dietheater Künstlerhaus dietheater Konzerthaus Bellariakino & MAK Karten: 01/ ,

3 auf.takt Der erste internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, der Schweiz und Österreich statt. In Wien zogen fast Frauen und Männer über die Ringstraße am Parlament vorbei zum Rathausplatz, mit roten Fahnen zu der Melodie eines eigens gedichteten Frauenwahlrechtsliedes. Die Einrichtung dieses Tages erfolgte auf Initiative Clara Zetkins ( ) im Rahmen der Sozialistischen Internationale In Zeiten wie den unseren scheinen viele Forderungen zur Gleichbehandlung und Gleichstellung umgesetzt, erreicht und nicht mehr diskussionswürdig. Vielleicht auch ein Grund, warum frau sich der Demo am 8. März nicht mehr anschließt und stattdessen die wenigen Mitmacherinnen rufen müssen: Hallooo, hallohoh, is da wear? Nicht so die an.schläge: Wir sind unternehmungslustig und wollen unsere Demofreiheit auf jeden Fall mit Aktion und Stimmgewitter nutzen. Das Wesentliche feministischer Kritik und Theorie bestand schließlich immer in der Weigerung einen Status Quo zu bedienen, oder? Apropos Status Quo: Unsere Gabi Horak hat sich über die Homo-Ehe im internationalen Vergleich schlau gemacht und die wichtigsten Informationen zusammengestellt. (ab S. 16) Fiber-Frau Beate Hausbichler verschwendet ihr schreiberisches Talent diesmal an die an.schläge und hat mit ihrem kritischem Blick (ab S. 32) über die gehypte Doku Inside deep Throat den Nagel auf den Kopf getroffen. Neuigkeiten aus der Februar-an.schläge Redaktion wollen wir Euch auch gern unter die Nase reiben: Zwei neue Mädels, Tina Wimmer und Bettina Enzenhofer, sind beim Sammeln von journalistischer Erfahrung ins kalte Wasser gesprungen und haben ihre ersten Artikel verfasst. (S. 28 und S. 42) Jenny Unger gibt nicht nur unseren Erwartungshaltungen für das lang-ersehnte erste Künstlerinnenfestival in Wien her position in transition, Nahrung. Zukünftig wird sie ihre Gedanken über das Lesbendasein als Nachfolgerin von Anahita Lucojannakis in nun ihrer Glosse bekannt geben, deshalb liebe Anahita: Wir wünschen dir auch an dieser Stelle alles Gute für die Zukunft. Uns noch was: Ein Screening von an.schläge tv wird nun monatlich als Preview im Frauencafé, immer einen Tag vor der Sendung auf OKTO gezeigt. Feministisches Fernsehen, die vielleicht beste Antwort auf weibliche Unsichtbarkeit???, fragt sich Eure an.schläge-redaktion an.schläge a n.spruch thema politik forum arbeit kultur Mundtot? Wir lassen uns auch von der Frauenministerin nicht mundtot machen! interview.heinisch-hosek Untragbare Zustände Die SPÖ-Frauensprecherin über frauenpolitische Träume und Machbares a ids.frauen AIDS ist nicht geschlechtsneutral Wer meint, AIDS sei keine politische Frage, irrt sich avantgarde.oper Downtown Diva Die Norwegerin Kristin Norderval präsentierte ihre Solo Opera in Wien an.sage Hamas: Hoffnung oder Sorge? Was bedeutet ein Wahlsieg von Radikalislamisten in Palästina? gleichgeschlechtliche.partnerinnen PartnerInnen mit beschränkten Rechten Die rechtlichen Möglichkeiten der EU-Länder sind sehr unterschiedlich forum.wissenschaft Stichwort: Nachhaltigkeit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb wurde Wissenschafterin des Jahres portrait.goldschmiedin Schmucke Lebenswege Die Suche nach sich selbst und dem beruflichen Ideal linda.lovelace Dokumentationsporno?! Deep Throat weniger Erregung als Aufregung! künstlerinnen.festival Im Wandel ihrer Position Über 80 Künstlerinnen brechen das Kunst-Ghetto auf armenien.kunst Arrogante kleine Krytoys Alternative Visionen untersucht das Frauenbild in Armenien an.klang Mary, Mari! Zwei Generationen weiblicher Soul & R nb lese.zeichen Der Gipfel des Grauens Zur Vernichtung asozialer Mädchen im KZ Uckermark ge.sehen Kasperl Gefangen Wie Punch sich seiner Existenz als Handpuppe bewusst wird

4 an.an.schläge an.schläge Herausgeberinnen und Verlegerinnen: CheckArt, Verein für feministische Medien und Politik A-1030 Wien, Untere Weißgerberstr. 41, T. 01/ Fax: 01/ , Redaktion: Renate Billeth/reb, Paula Bolyos/pabo, Karin Eckert/keck, Daniela Fohn/DF, Verena Fabris/vab, Svenja Häfner/svh, Gabi Horak/GaH,Kerstin Kellermann/kek, Sabine Klein/bik, Martina Madner/mad (Gesamtkoordination), Katharina Nagele/kana, Zoraida Nieto, Petra Öllinger/PÖ, Helga Pankratz/pan,Silke Pixner/pix, Sara Paloni/sapa, Saskya Rudigier/s-r (Gesamtkoordination), Eva Steinheimer/ESt, Bettina Surtmann/besu, Lea Susemichel/les, Jenny Unger/jung Inserate, PR: Saskya Rudigier, Praktikantin: Tina Wimmer/tiwi Mitarbeiterinnen dieser Nummer: Helga Haiden/haid, Beate Hausbichler, Kathrin Ivancsits/kaiv, Christine Klapeer/klap, Eva Melnik/eme, Burgi Pirolt/Burgi, Nicole Rummel, Marion Steinfellner/MaS, Leni Wiebach an.sage: Magda Seewald & Karin Wilfingseder neu.land: Tyma Kraitt heim.spiel: Eva Steinheimer lesben.nest: Anahita Lucojannakis ge.sehen: Bettina Enzenhofer an.klang: Vina Yun plus.minus: Eva Steinheimer Unsere Werbung: Magdalena Blaszczuk Comic: nic., Cover: The Secret Face von Pálína Jónsdóttir, Foto: Bjarni Grímsson Fotos: Aktionsradius Augarten, an.schläge-archiv, Magdalena Blaszczuk, Carola Dertnig, Sabine Geisler, Elke Groens, Diana Hakobian,W. Hansen, Gabi Horak, Ina Ivanceanus, Jukl- Comics, Martina Madner, oegb-online, Gisela Ortner, pixelquelle.de, Saskya Rudigier, Eva Steinheimer, Christiane Stephan, Bettina Surtmann, Andrea Wallner,Tina Wimmer, an.schläge Schrift: Martha Stutteregger Grafisches Konzept: Beate Schachinger für Layout: Gabriele Artmann Druck: Reha Druck, Graz an.schläge: Titel, Vorspänne und Zwischentitel von der Redaktion. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht unbedingt der Auffassung der Redaktion entsprechen. Kürzungen vorbehalten. Betrifft: Frauenortediskussion Transgenderinnen Liebe an.schläge-frauen! Ich möchte mir gerne einmal öffentlich von der Seele schreiben, wie sehr mich diese leidige Diskussion rund um die Transgender-Frage mittlerweile nervt. Viele Transsexuelle sind nämlich in Wirklichkeit Lesben, die sich für verkrachte Männer halten, weil sie bereits als Kind die gängige FrauenROLLE nicht übernehmen konnten. Außerdem kommt es doch keiner Invasion männlicher Eindringlinge gleich, wenn wechselgeschlechtliche Personen Räume bzw. Veranstaltungen besuchen dürfen, die eigentlich REINEN Frauen vorbehalten sind also solchen, die von Geburt an biologisch einwandfrei (?) weiblich sind UND sich auch innerlich eindeutig (?) als vollwertige (?) Frau identifizieren... Wer außerhalb dieser wenigen geschützten Orte der Frauenszene und LesBiSchwulen-Gemeinschaft einer enormen Diskriminierung ausgesetzt ist, darf nicht mittels pseudofeministischer Scheinargumentation aus jenen Freiräumen zusätzlich ausgegrenzt werden. Obwohl manche Transgenderinnen sich massiv danebenbenehmen, sollten wir nicht allen Betroffenen gleichermaßen und von vornherein die Tür weisen, sondern zunächst allesamt herzlich einladen und selbstverständlich auch dabei unterstützen, in Zukunft eventuell eine eigene Anlaufstelle zu gründen. Unter der Flagge des Feminismus grüßt Eure Gabriele aus Mondsee, O.Ö. an.schläge werden gefördert von: FRAUEN BURO MAGISTRAT DER STADT WIEN Foto: oegb-online Am 2.2. gab es in der an.schläge-redaktion wieder mal was zu feiern. Der Österreichische Gewerkschaftsbund hat erstmals die Solidariät -Journalismuspreise für engagierte Berichterstattung über die Arbeitswelt verliehen. Auszeichnet wurden die ORF-Journalisten Georg Motylewicz und Alfred Schwarz (ganz links im Bild), Falter-Redakteurin Nina Horaczek (links), Ö1-Redakteurin Elisabeth Ohnemus (ganz rechts), und der Nachwuchspreis ging an an.schläge-redakteurin Martina Madner (rechts). Besondere Anerkennung fand dabei auch die Schwerstarbeiterinnen-Serie in den an.schlägen im vergangenen Frühjahr, bei der mit verschiedenen Arbeitsportraits gezeigt wurde, dass auch Frauen Schwerstarbeit leisten. 04 an.schlägemärz 2006

5 an.spruch Martina Madner Mundtot? Sechs Jahre Blau-Schwarz-Orange. Sechs Jahre neues Jahrtausend. Eigentlich kein klassischer Zeitpunkt für ein Resümee. Wohl aber Zeit für Fragen, wo sich frauenpolitische Grundsätze hinentwickeln sollen: Frau Bundesministerin Rauch-Kallat, welcher Weltanschauung folgt Ihre Frauenpolitik? Laut Postenbeschreibung müssen Sie neben Gesundheit auch Frauenspezifisches Ihr Anliegen nennen, was aber helfen uns Lippenbekenntnisse, Geldverschwendung und Schweigen als Teil Ihres Programms? Lippenbekenntnisse in Form von Forderungen nach Gendermainstreaming und Genderbudgeting sind nicht glaubwürdig, wenn man zugleich Frauenorganisationen, die sich gegen Diskriminierung, Ungleichbehandlung und für mehr Selbstbestimmungsrechte von Frauen einsetzen, finanziell ausbluten lässt. Lippenbekenntnisse und zahnlose Maßnahmen zur Verbesserungen der Situation der Frauen am Arbeitsmarkt und dem Schließen der Einkommensschere bringen nichts, wenn zugleich mit Kindergeld-Aktionen eine angebliche Wahlfreiheit als allumfassender Heilsbringer verkündet wird. Dass damit Kinder wieder als Frauensache gehandelt werden und Probleme wie der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, Karriereunterbrechungen erst erzeugt werden und Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden, scheint nebensächlich. Plakatkampagnen, die Unsummen verschlingen und Frauen ermutigen sollen, den männlichen Partner an unbezahlter Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit zu beteiligen, sind bereits ein halbes Jahr später wieder vergessen und damit reine Geldverschwendung. Sie laufen ins Leere, wenn zugleich das konservative Zweikindfamilienmodell als Ideal gepredigt wird. So wird eine traditionelle Rollenverteilung manifestiert und jegliche andere Form sozialen Zusammenlebens diskriminiert. Das Schweigen, ein mittlerweile wohlbekanntes politisches Instrument des Bundeskanzlers, zu kopieren, wenn es um die Aushöhlung von Selbstbestimmungsrechten geht, kann nicht als frauenpolitisches Engagement verstanden werden. Wo blieb Ihr Aufschrei vergangenen Herbst, als sich die Wiener VP eine als Abtreibungsgegnerin bekannte Politikerin auf ihre Liste holte? Wo bleiben Forderungen und Maßnahmen, die Frauen vor Abtreibungskliniken vor dem Aktionismus selbsternannter Lebensschützer schützen? Wo blieb ein Missbilligen des Abstimmungsverhaltens ihrer Wiener ParteikollegInnen im Stadtrat, als diese gegen Dreijahresförderungen zahlreicher Frauenvereine stimmten? Sie sollten sich tatsächlich Gedanken machen, wo Gelder hin verschwinden. Ihr Vorgänger ließ sich, als er in einer parlamentarischen Anfrage auf die ministeriellen Förderungen von Burschenschaften, die sich mit sexistischen Aussagen kaum zurückhalten, hingewiesen wurde, immerhin zu einem Kommentar hinreißen: Ich darf Sie auch darauf hinweisen, dass es auch eine Reihe von Korporationen für weibliche Studentinnen gibt. Die Mädelschaften Freya, Edda und Barbara also. In Ihrer Amtszeit als Frauenministerin fließt Geld in eben genanntes Milieu ab. Warum ist es notwendig in der Aula ein Inserat des Bundesministeriums für Frauen und Gesundheit zu schalten, wie das im April 2004 der Fall war? Sie unterstützen damit das Gedankengut eines Mediums, in dem Schwule und Lesben als Sittenstrolche oder das andere Geschlecht bezeichnet werden. Ein Medium, in dem die gesetzlichen Bestimmungen zu Abtreibung schon mal als mörderische Fristenlösung und menschenvernichtende Alternative bezeichnet werden. Über das Verhältnis des Mediums zu Rassismus, Antisemitismus und Holocaust kann frau auf der Homepage des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands im Übrigen auch einiges nachlesen. Sie hätten von dem Inserat nichts gewusst, lassen Sie uns und die Parlamentsabgeordneten wissen. Warum aber ist das überhaupt möglich? All diese Antworten werden Sie uns wohl schuldig bleiben. Darum ein Appell an alle anderen Frauen: Lasst euch das nicht gefallen, lasst euch nicht mundtot machen! Lasst uns trotz aller finanzieller, tagtäglicher Schwierigkeiten in den Projekten wie im Privaten aufschreien. Ein gemeinsamer Aktionismus muss über alle Differenzen des jeweiligen Hintergrunds der Einzelnen hinweg, ob hetero, lesbi oder Transgender, Migrantin oder Österreicherin möglich sein. Versteckt euch nicht hinter Sachzwängen und Detailproblemen, mit denen wir zugegebenermaßen alle tagtäglich zu kämpfen haben. Lasst uns unsere Arbeit noch sichtbarer machen, sichtbar für MinisterInnen und sichtbar für alle Frauen. Lasst uns gemeinsam auftreten, das nächste Mal am 8.3., dem internationalen Frauentag. märz 2006an.schläge 05

6 österreichan.riss Fo t o : W. H a n s e n l iteratur LINZ(W)ORTE genitalverstümmelung FGM soll Asylgrund werden Weltweit sind etwa 130 Millionen Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Jedes Jahr werden geschätzte weitere zwei Millionen Mädchen Opfer dieser Tortur. Anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar richteten sich zahlreiche Appelle an Frauenministerin Maria Rauch-Kallat das im September angekündigte Maßnahmenpaket endlich umzusetzen. Sandra Breiteneder, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreichs, fordert von der Bundesregierung, dass weibliche Genitalverstümmelung als Asylgrund anerkannt wird. Unterstützung findet sie dabei von Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Sie schlägt in diesem Zusammenhang weitere Maßnahmen vor. So soll im Asylverfahren das Recht verankert werden, nur von weiblichen Beamtinnen einvernommen zu werden. Auch das geltende Neuerungsverbot dürfe keine Anwendung finden. MitarbeiterInnen der Asylbehörde sollen durch Schulungen besser über Genitalverstümmelung informiert werden. Da der Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) ein frauenpolitischer Schwerpunkt während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft ist, hofft Weinzinger auf eine baldige Umsetzung dieser Forderungen. haid Was die Nachhaltigkeit in Bezug auf Kulturhauptstadt-Sein anbelangt, genügt ein Blick nach Graz viel geblieben ist nicht. Linz will sich 2009 auch so nennen es wird spannend, wie viel in Oberösterreich davon übrig bleibt. Spannend ist allemal, wie ein aufgeblasenes Kulturgetöse auf das schon seit vielen Jahren sehr rege und sehr unterschiedliche Kulturschaffen aufmerksam machen wird. Ein Teil dieser Mannigfaltigkeit sind die Frauen von LISA & CO. und ihr neues Projekt: LINZ(W)ORT. In ihrem 2004 erschienen Buch Linzer Stadtführerin Frauengeschichtliche Rundgänge wurden Orte mit Frauen und ihren Leben verknüpft, in LINZ(W)ORT werden Frauen und ihre literarischen Texte mit Orten verbunden.vom Frauentag 2006 bis zum Frauentag 2007 lesen jeweils am 8. des Monats Autorinnen mit einem besonderen Bezug zu Linz an einem Ort ihrer Wahl. Den Beginn liest Eugenie Kain am 8.3. um im Restaurant Urbanides.Weitere Lesende sind u.a. Andrea Starmayr im Cinematograph Kino Café (Juni 06), Patricia Josefine Machart im Bildungshaus St. Magdalena (November 06) oder Brita Steinwendtner in der Café Bar Walker, die dann im März 2007 den Kreis schließt. PÖ Weitere Informationen: autonomes FRAUENzentrum, 4020 Linz, Humboldtstr. 43, T. 0732/ , integration PreQual: eine Chance für Migrantinnen Seit Anfang des Jahres lernt in Österreich ein interessantes Projekt fliegen. In Zusammenarbeit mit Leonardo da Vinci, dem Berufsbildungsprogramm der Europäischen Kommission, wurde vom Verein Maiz ein PreQual-Kurs entwickelt. Migrantinnen bekommen sechs Monate zwanzig Stunden pro Woche die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung im Gesundheits- und Pflegebereich zu qualifizieren. Ziel ist es, interessierten Frauen Orientierung im Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die gültigen Regeln respektieren und befolgen [...] für den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft. So der Wortlaut des Olympischen Eids, den die SportlerInnen ablegen müssen. Die Athletinnen sind sicher mitgemeint. Ruhm und Ehre auch toll. Die Version stammt übrigens von 1999, da wurde der Passus im ritterlichen Geist gestrichen. plus.minus gestern Pro Unter gibt es die Möglichkeit, ein Statement zum Ortstafelstreit abzugeben. Während sich in der Regierung niemand zuständig fühlt und Haider in Kärnten immer weiter provoziert, bekennt sich die Plattform Pro Kärnten dazu, im Sinne eines geeinten, demokratischen Europas die Gültigkeit der Verfassung als Selbstverständlichkeit zu betrachten und die Gleichberechtigung von Kulturen und Sprachen durchzusetzen. Durch einen Eintrag auf der Site kann eine PatInnenschaft für die zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten mitgetragen werden. Die Liste der Unterzeichnenden wird täglich länger. Ein positives Zeichen im rauen Klima. + plus.minus Reaktionen und Anregungen an die Redaktion per Brief oder , mit dem Betreff: plus.minus heute Contra Ebenfalls online unterschreiben kann frau eine BürgerInnen-Initiative zur Entfernung der Nacktfotos in der Gratis-Zeitung Heute, die in den Wiener U-Bahnen aufliegt: Der Initiator der Aktion, Johannes Unosson, sieht in den Fotos eine falsche Beeinflussung der Gesellschaft, wo Frauen nur als Sexobjekte behandelt werden. Der Zusatz, dass auch Kinder und Jugendliche durch diesen alltäglichen Sexismus beeinflusst werden, ruft unter den Postings leider viele auf den Plan, die sich auf moralische Argumente stützen. Dabei bräuchten wir viel mehr Anti-Sexismus-Aktionen mögliche AdressatInnen an jedem Zeitungsstand!!! + 06 an.schlägemärz 2006

7 an.rissösterreich Tätigkeitsfeld der Gesundheitsberufe zu bieten, was den Einstieg in eine einschlägige Ausbildung erleichtern und spezifische Vorkenntnisse vermitteln soll. Angestrebt wird vor allem das Empowerment von Migrantinnen durch die Stärkung des sozialen Dialogs und die aktive Konfrontation mit Diskriminierung und Rassismus am Arbeitsmarkt. Um einen Erfolg zu garantieren, werden Migrantinnen in alle Phasen des Projekts miteinbezogen. Nach Abschluss der Projektlaufzeit soll PreQual, nach länderspezifischer Adaption, auch in anderen Staaten Europas zum Einsatz kommen. kaiv asyl Unmenschliche Verhältnisse Vor einem Jahr wurde eine junge Moldawierin vom Fremdenpolizeilichen Büro Hernalser Gürtel zur Überprüfung der Aufenthaltsgrundlage vorgeladen. Trotz eines Antrags auf Verfahrenshilfe beim Verwaltungsgerichtshof wurde ihr mitgeteilt, dass negative Asylbescheide vorliegen würden und man setzte sie unter Druck, einer freiwilligen Rückkehr zuzustimmen. Da sie dies ablehnte, wurde sie inhaftiert. Dass sie ein drei Monate altes Baby hatte, das sie auch stillte, interessierte niemanden. Noch weniger, dass sie nach stundenlanger Anhaltung, ohne Möglichkeit zu stillen, starke Brustschmerzen bekam. Nach sechs Stunden kam die Amtsärztin, nach weiteren vier Stunden bekam sie schließlich eine Milchpumpe. Die physischen und psychischen Repressalien führten dazu, dass sie am nächsten Tag aus gesundheitlichen Gründen als haftunfähig entlassen wurde. Asyl in Not legte beim Unabhängigen Verwaltungssenat Beschwerde ein, der nun Mitte Februar stattgegeben wurde. Die Schubhaft war rechtswidrig. Der Fremdenpolizei wurde unmenschliches Verhalten bescheinigt. Ein kleiner Erfolg, aber derartige Skandale passieren jeden Tag. ESt gender housing Wohnen nach Wunsch Räumliche Strukturen sind ein Abbild sozialer Strukturen, zugleich reproduzieren sie durch ihre Anordnung und Ausstattung diese sozialen Strukturen. Das war Kerstin Dörhöfers Ausgangspunkt für ihren Vortrag am Symposium gender housing geschlechtergerechtes bauen, wohnen, leben, das Ende Jänner im Linzer Design-Center stattfand. Neben historischen und theoretischen Inputs zum Thema wurde auch die Evaluation des ersten oberösterreichischen Projekts zum alltagsund frauengerechten Wohnen präsentiert wurde der Remisenhof Urfahr bezogen, letztes Jahr befragte die Soziologin Claudia Hahn die BewohnerInnen. Die Ergebnisse waren großteils positiv. Die Entschärfung von sogenannten Angsträumen durch eine helle und freundliche Gestaltung der Anlage hielten über neunzig Prozent der Befragten für gelungen. Barrierefreiheit, Kinderfreundlichkeit und Sicherheit wurden von ca. siebzig Prozent bestätigt. Die angestrebte soziale Durchmischung der BewohnerInnen ist gut gelungen: Singles, Paare mit Kindern und Alleinerzieherinnen wohnen dort gemeinsam mit Studierenden und PensionistInnen. Vor allem für die Bewohnerinnen war das gendersensible Konzept des Projekts Entscheidungsgrundlage für den Einzug in den Remisenhof. Hoffentlich eine Ermutigung für andere Bauprojekte. ESt an.ruf Tina Wimmer sprach mit Karin Ballauff Feministisches Echo Der Milena-Verlag wurde 1980 als Wiener Frauenverlag im Kontext der Frauenbewegung als Verein gegründet und im Herbst 1996 in Milena-Verlag umbenannt. Wie reagierte 1980 die Verlagsszene und das Umfeld? Da ich nicht von Anfang an dabei war, kann ich nur auf Archivordner und Erzählungen meiner Ex-Kolleginnen zurückgreifen. Die Palette an Reaktionen reichte von Neugierde bis Amüsement, wobei das Interesse groß war und mit zunehmenden Publikationen wuchs, so wie der Respekt. Die Notwendigkeit eines Frauenverlages wurde damals auch durchaus von einzelnen männlichen Kollegen gesehen. Auch das Echo innerhalb der Frauenszene war grundsätzlich positiv. In der Folge haben viele Frauen aus der Szene im heutigen Milena-Verlag veröffentlicht, sowohl im Sachbuchbereich als auch in der Belletristik. Mit dem Wertschätzen stiegen auch die Erwartungen und damit auch die Kritik. Und die Erwartungen an einen Frauenverlag sind innerhalb der Frauenszene besonders hoch, damals wie heute. Auf der Homepage wird die oft praktizierte Benachteiligung weiblicher Autorinnen angesprochen. Wie äußert sich diese? Ein Blick in zwanzig österreichische Verlagsprospekte zeigt, dass de facto mehr Bücher von Autoren verlegt werden. Sicher auch deshalb, weil die meisten Programmverantwortlichen in den Verlagen Männer sind. Es mag auch mit dem Selbstbewusstsein zusammenhängen, dass sich Frauen weniger trauen ihre Manuskripte anzubieten, dass Männer in dieser Hinsicht kühner sind und viel eher davon überzeugt sind, dass ihre Texte gut sind. Es mag direkt oder indirekt auch an der Lobby der Männer liegen. Wieviele Manuskripte bekommen Sie zugesendet? Wieviele würde der Milena-Verlag gerne veröffentlichen? Monatlich bekommen wir etwa 15 bis zwanzig Manuskripte, bisweilen mehr. Die meisten können wir leider nicht verwenden, da viele dem feministischen Anspruch, so undogmatisch wir ihn fassen, nicht gerecht werden. Viele widmen sich Lyrik, die wir nicht verlegen, und experimenteller Prosa, die wir nur selten veröffentlichen können, beides hängt mit der Verkäuflichkeit zusammen. Leider sind doch auch immer wieder literarisch uninteressante Angebote dabei, was in allen Verlagen ähnlich ist. Im Jahr bringen wir zehn bis 15 Bücher heraus. Karin Ballauff ist seit 1996 für die Bereiche Lektorat und Lizenzen zuständig und war bis 2003 auch für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Milena Verlag verantwortlich. märz 2006an.schläge 07

8 interviewheinisch-hosek Fo t o s : M a r t i n a M a d n e r u. G a b i H o ra k Untragbare Zustände Die Frauensprecherin der SPÖ, Gabriele Heinisch-Hosek, im Interview mit Martina Madner und Gabi Horak über frauenpolitische Träume und Machbarkeiten. FeminisMUSS sein steht über dem Schreibtisch von SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. Der Spruch, angeregt durch einen Buchtitel, ist eine Schöpfung ihrer Mitarbeiterin. Und die Nationalratsabgeordnete, die die Bezirke Mödling und Wien-Umgebung im Parlament vertritt, hat ihn stolz in ihrem Büro drapiert. an.schläge: Welche Maßnahmen sind notwendig, um gegen Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeitsverhältnis vorzugehen? Heinisch-Hosek: Grundsätzlich mangelt es an den Rahmenbedingungen, die Frauen vorfinden. Es braucht genügend Kinderbetreuungsangebote, sowohl flächendeckend als auch bedarfsorientiert und das gilt auch für Frauen, die rund um die Uhr arbeiten müssen. Da muss man sich halt bei Großbetrieben überlegen, ob man nicht auch den Betriebskindergarten von Bundesseite forciert. Nach dem sogenannten Lissabonprinzip (der EU, Anm.) sollte jedes dritte Kind unter drei Jahren untergebracht werden. Das haben andere Länder schon erreicht. Wir haben nur zehn Prozent der Kinder in Betreuung. Es geht auch um Nachmittagsbetreuung für Kinder über sechs Jahren. Obwohl wir letztlich ein Modell anstreben, das eine verschränkte Form des Unterrichts anbietet und ganztägige Schulen forciert. Das geht nicht von heute auf morgen und man muss sich das auch finanziell anschauen. Man kann nichts versprechen, was dann nicht einzulösen ist. Wird die SPÖ als Regierungspartei die Einkommensschere schließen? Unsere klare Ansage ist: In fünf Jahren wollen wir die Einkommensschere um drei Prozent verringern. Da gibt es eine Studie aus dem Jahr 2000 dazu, wo annähernd berechnet wurde, um wieviel es überhaupt möglich ist. Ich kann nicht sagen, ich werde sie schließen: Das geht nicht. Sie fordern, verpflichtende Frauenförderpläne auch auf die Privatwirtschaft auszudehnen. Wie kann das konkret passieren? Frauenförderpläne und Gleichstellungspläne funktionieren im öffentlichen Bereich ja einigermaßen, aber das müsste man auch in Unternehmen fixieren, die privatwirtschaftlich orientiert sind. Wir haben diesen freiwilligen Zusammenschluss, den Corporate Government Codex, wonach börsennotierte Unternehmen gewisse Dinge freiwillig offen legen können, die Gehälter zum Beispiel. Ich würde es begrüßen, wenn z.b. einmal im Jahr Frauenförderpläne offen gelegt würden. Oder warum kann man nicht öffentliche Förderungen daran binden, ob in einem Unternehmen Frauen gefördert werden? Neben BetriebsrätIn- 08 an.schlägemärz 2006

9 heinisch-hosekinterview nen müsste man auch Gleichstellungsbeauftragte installieren. Wird Frauenpolitik im kommenden Nationalratswahlkampf eine Rolle spielen? Sowohl für die SPÖ-Frauen als auch für Alfred Gusenbauer wird das eines der Hauptthemen sein. Nicht nur, weil Frauen eine große Wählerinnengruppe sind, sondern weil Frauen in den letzten sechs Jahren zu spüren bekommen haben, wie gering geschätzt ihre Arbeit wird. Ich glaube, das sollten wir uns nicht mehr gefallen lassen. Wird es einfacher, Frauenpolitik als Priorität parteiintern durchzusetzen? Wir werden mehr, daher wird s einfacher. Vielleicht ist es manchen Männern nicht geheuer, dass wir Landesparteivorsitzende haben, eine Landeshauptfrau aber diese Männer gibt s in jeder Partei. Barbara Prammer forderte kürzlich, dass die in den Statuten schon länger festgeschriebene 40-Prozent-Frauenquote bei SP-ParlamentarierInnen nach der nächsten NR-Wahl endlich Wirklichkeit werden muss. Ist das realistisch? Nachdem noch nicht alle Bundesländer ihre Listen bestellt haben, kann ich s noch nicht genau sagen. Ob sich tatsächlich alle daran halten, ist die Frage und wenn sie sich nicht daran halten, was passiert dann? Was kann die Konsequenz sein? Wie schaut die Liste in ihrem Heimatbundesland Niederösterreich aus? Da ist es von Platz eins bis acht im Reißverschluss und dann nicht mehr, dann sind nur mehr Männer auf den wählbaren Stellen. Wir sind jetzt vier Frauen von zwölf und werden das auch bleiben, was mich nicht glücklich macht. Wie ist es um die Akzeptanz von Frauenanliegen und Politikerinnen im Nationalrat bestellt? Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass sich Männer der Regierungsparteien sehr provokant aufgeführt haben, wenn sich Frauen zu Wort gemeldet haben. Wir haben das dann beim Nationalratspräsidenten deponiert und es wurde in einer Präsidiale besprochen. Dann ist es zu einer völlig entgleisenden Wortmeldung des Staatssekretärs Schweitzer gegenüber einer Kollegin gekommen, wo wir schwer protestiert haben. Es ist besser geworden. Frauen bereiten sich besser vor, gehen nie blank ans RednerInnenpult. Männer gehen manchmal ohne Zettel hin und glauben, die Welt gehört ihnen. Ich glaube, der Wissenszugewinn von uns bedroht manche Männer. Und wie leben sie es dann aus? Indem sie uns lächerlich machen. Hat sich die Kommunikationskultur zwischen AbtreibungsgegnerInnen und VerteidigerInnen der Fristenlösung in den letzten Jahren radikalisiert? Ich glaube, dass von konservativer Seite Probeballons gestartet werden, um zu schauen, wie reagieren wir auf ein Recht, das seit dreißig Jahren besteht. In Wien gibt es Schutzzonen (Anm.: um Schulen) und wir wollen das auch auf Bundesebene für Abtreibungskliniken. Der Antrag ist eingebracht, er wurde nur noch nicht behandelt. Ich bin wie Barbara Prammer der Meinung, man sollte diesen Passus ganz aus dem Strafrecht nehmen. Unsere ExpertInnen sagen aber, dass man sich das im Gesamtkontext anschauen muss, was da alles mit dran hängt, wenn man diesen Paragrafen wegnimmt. So einfach ist das offenbar nicht. Sie kritisierten den Gastinger-Umfaller in der Frage der Gleichstellung von homosexuellen Paaren. Wie weit gehen ihre Forderungen? Wie stehen Sie zu Adoptionsrechten oder einer Freigabe auch von reproduktionsmedizinischen Möglichkeiten für lesbische Paare? Im allerersten Schritt wollen wir natürlich die Eingetragene Partnerschaft, das haben wir als Gesetzesantrag eingebracht. In unserem Modell haben wir die Stiefkindadoption drinnen, aber noch nicht die Fremdkindadoption, schlichtweg weil es so jetzt nicht zu einer Mehrheit kommen würde. In einem nächsten oder übernächsten Schritt will ich auf jeden Fall, dass lesbische und schwule Paare Kinder adoptieren können oder mithilfe von Reproduktionstechniken Kinder bekommen können. Aber es geht auch um die Durchsetzbarkeit der Maßnahme. Das wird dann auch auf die Mehrheiten ankommen. Für ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl ist das Kindergeld ein Meilenstein der Frauen- und Familienpolitik. Wie würde eine rote Regierungspartei damit umgehen? Wir würden das Kindergeld nicht abschaffen, es aber mit unserem Kindergeld Plus Modell sofort verbessern. Auf lange Sicht würden wir natürlich ein einkommensabhängiges Karenzgeld einführen wollen. Was wir jetzt fordern wäre einkommensneutral. Gehst du kürzer, kannst du dasselbe Geld pro Monat höher beziehen. Wenn du es teilst, kannst du die 2,5 Jahre bleiben. Wenn du Alleinerzieherin bist, bekommst du einen Zuschuss, damit du auch davon leben kannst. Das kann man sofort umsetzen, das ist leistbar. Würden Sie prinzipiell als Bundeskanzlerin zur Verfügung stehen? Nachdem ich prinzipiell als Politikerin zur Verfügung stehe und gern Politikerin bin, sag ich: Ja, warum nicht. Aber die Zeit ist sicher nicht jetzt. Es ist Zeit für einen sozialdemokratischen Bundeskanzler und ich unterstütze Alfred Gusenbauer auf allen Ebenen. Frauenpolitisch betrachtet: In welcher Koalition wäre für die SPÖ mehr möglich? Es kommt auf das Verhandlungsgeschick an. Mehr frauenpolitische Möglichkeiten gäbe es auf jeden Fall zwischen Rot und Grün. In welchem frauenpolitischen Bereich sehen Sie das größte Konfliktpotenzial zwischen SPÖ und Grünen? Ich sehe keines. Obwohl in letzter Zeit, wenn wir Aussendungen machen, die Grünen immer ein bissl Kontra-Aussendungen machen, obwohl wir alle das gleiche Ziel haben. Ich denke, dass wir uns bildungspolitisch sehr nahe sind, auch arbeitsmarktpolitisch und im gesamten Sozialbereich. In der Asylpolitik sind wir uns nicht so nahe. Und das größte Konfliktpotenzial mit der ÖVP? Die Stellung der Frau in der Gesellschaft, wie sie von der ÖVP betrachtet wird. Nämlich das 50er-Jahre- Modell der vielleicht Dazuverdienerin, besser noch Hausfrau und Mutter zuhause, diese Rückschritte, die Schuldgefühl-vermittelnde Politik in Bezug auf Schwangerschaftsabbruch und und und. Frau ist bei denen kein eigenständiger Mensch. Haben Sie angesichts dessen überhaupt Lust, mit der ÖVP Koalitionsverhandlungen zu führen? märz 2006an.schläge 09

10 aidsfrauen Fo t o : p i xe l q u e l l e.de AIDS ist nicht geschlechtsneutral Wer versucht, AIDS über einen Kamm zu scheren, wird scheitern. Wer meint, AIDS sei ausschließlich ein Auseinandersetzungsfeld der Medizin und keine politische Frage, irrt sich. Leni Wiebach über die Konstruktion eines Mythos Aidshilfe Wien wurde ein Virus entdeckt und löste beinahe unmittelbar danach eine große Hysterie aus. Eine bislang unbekannte Krankheit bedroht die gesamte sexuell aktive Menschheit, die Medizin ist machtlos, die Politik ist machtlos. So präsentierte sich das Bild von AIDS in der Öffentlichkeit. Eine Broschüre der deutschen Aidshilfe analysiert die damalige Situation: Die Medien hatten schnell ihre Schuldigen gefunden: die personifizierte Promiskuität. Prostituierte, DrogengebraucherInnen und schwule Männer. Auf diese Weise wurde AIDS schnell zur Lustseuche oder Schwulenpest stilisiert. Zusätzlich schufen die Medien zwei Kategorien HIV-positiver Menschen. Die schuldig und die unschuldig Infizierten, eine Gruppe der TäterInnen und eine der Opfer. So wurden zum Beispiel im deutschen Magazin Der Spiegel grausame Geschichten von genusssüchtigen schwulen Män- 10 an.schlägemärz 2006

11 frauenaids nern erzählt und nicht zuletzt auch Geschichten von promiskuitiven Prostituierten, die das Virus an ihr Kind weitergaben, dessen Geschichte dann in allen Facetten ausgebreitet wurde. Die Rabenmutter die Täterin, das Kind das Opfer. Der harten Arbeit einzelner PolitikerInnen und diverser Organisationen, wie zum Beispiel der Aidshilfe, ist es zu verdanken, dass sich dieser Mythos langsam auflöst. Teile davon halten sich allerdings bis heute in der gesellschaftlichen Meinung. Und solange gesellschaftliche Rollenbilder existieren, solange sind Frauen die Täterinnen oder zumindest selbst schuld. Hexe wird immer Hexe bleiben? Normalisierung. Heute gilt es europaweit als schick eine Aidsschleife zu tragen, der Aidsball ist praktisch Pflicht. HIV-positive Menschen haben heute das Mitleid der breiten Masse auf ihrer Seite. Aber auch die Solidarität? AIDS wurde erfolgreich normalisiert, die Medizin kann den Krankheitsverlauf mehr oder weniger steuern, es existieren präventive Medikamente. Die Sicherheit ist wieder eingekehrt in den Köpfen. An dieser Stelle beginnen zwei Problematiken: Es entsteht die Illusion, die Politik in Europa habe ihre Schuldigkeit getan. AIDS hat sich von der politischen Ebene auf die medizinische begeben. Längst stellt sich niemand mehr die Frage, wie die Politik auf AIDS zu reagieren hat, vielmehr haben nun Pharmakonzerne freie Hand mit Therapiemöglichkeiten und Patenten auf Medikamente beliebig zu jonglieren. Freilich muss dabei Profit gemacht werden. Es wird Zeit einzusehen, dass AIDS durchaus eine politische Frage ist. Auf Kosten der Frau. Es ist zum Vorteil eines Konzernes bei der Konzeption eines Medikaments von einer Norm auszugehen. In unserem System ist diese Norm weiß und männlich. Frauen sprechen auf Medikamente und Therapien vermutlich anders an als Männer, dieses Problem reicht von der Dosierung bis zu den Inhaltsstoffen. So bedauert auch Gerlinde Balluch, Ärztin und Mitarbeiterin der Aidshilfe Wien, dass es viel zu wenig Forschung in diese Richtung gäbe und eigentlich so gut wie keine Studien, die die gechlechtsspezifischen Unterschiede von Medikamenten und Therapien untersuchen. Es würden zwar zunehmend Frauen in Studien mit einbezogen, aber konkrete vergleichende Untersuchungen gebe es nicht. Die meisten HIV-infizierten Frauen in Österreich sind zwischen 25 und 30 Jahre alt, durchschnittlich befinden sie sich in einer sehr schwachen sozialen Situation, weiß Elisabeth Berber, Frauenbeauftragte der Aidshilfe Wien. Sie beklagt, dass viele Frauen erst sehr spät mit der Therapie beginnen, oft auch aus Angst vor gesellschaftlicher Diskriminierung. Gerlinde Balluch hat beispielsweise von Fällen gehört, wo Frauen von behandelnden ÄrztInnen hören mussten, sie hätten nicht so herumhuren sollen. Unterschiedlich ist auch das Verhalten von Frauen und Männern in Beziehungen, in denen ein PartnerInnenteil HIV-positiv ist. Elisabeth Berber führt aus, dass in den meisten Fällen Frauen zu ihren HIV-positiven Ehemännern oder Freunden stehen, eine HIV-positive Frau hingegen werde von ihrem Mann oder Freund häufig verlassen. Die betroffene Frau bleibt oftmals mit einem Kind zurück. Gerlinde Balluch nimmt an, dass das auch Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben kann, vermisst aber auch hier entsprechende Studien. Diese Missstände zeigen klar und deutlich, dass sich die Politik nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen und AIDS zur rein medizinischen Frage erklären kann. Hier und an dieser Stelle haben politische Forderungen nach Aufklärungsmaßnahmen und sozialer Unterstützung anzusetzen. Südafrika. In Südafrika sind von 25 Millionen EinwohnerInnen, fünf Millionen HIV-positiv, jedes Jahr sind Neuinfektionen und Aidstote zu beklagen. Damit im Zusammenhang stehen auch registrierte Vergewaltigungen pro Jahr, die südafrikanische NGO Rape Crisis Cape Town schätzt, dass die Dunkelziffer etwa zwanzigmal so hoch ist. Von 17,5 Millionen infizierten Frauen weltweit, sind 13,5 Millionen Afrikanerinnen. Hier wird deutlich, dass frau sich in der Bekämpfung von AIDS nicht auf die Pharmakonzerne verlassen kann, zumal 2003 der Passus, Vergewaltigungsopfer würden Medikamente zur HIV-Infektionsprophylaxe erhalten, wieder aus dem südafrikanischen Gesetz gestrichen wurde. Vergewaltiger hingegen erhalten meist umfassende medizinische Behandlung, nicht nur gegen eine HIV- Infektion, sondern auch bedarfsweise gegen Alkohol- und Drogensucht. Charlene Smith sieht in einem Artikel in le Monde diplomatique sehr starre Normen von Männlichkeit, gemischt mit sozialer Perspektivenlosigkeit als einen der Hauptgründe von Gewalt gegen Frauen und damit auch für die rasche Verbreitung von AIDS. Sie beschreibt auch das ambivalente Verhältnis von Jugendlichen zu Sexualität. So geben über 25 Prozent der Jugendlichen an, Mädchen würden es mögen vergewaltigt zu werden, nach einer Studie der südafrikanischen Forschungsgruppe CIET wird die Vergewaltigung einer Person die man kennt oder unerwünschtes Anfassen gar nicht als sexuelle Gewalt verstanden. Fast 75 Prozent der Mädchen sind schon zu sexuellen Handlungen gezwungen worden. Elisabeth Berber meint dazu, dass nach neuesten Studien neuinfizierte Frauen global gesehen immer jünger sind. Auch auf einer Veranstaltung von amnesty international im Rahmen von 16 Tage gegen Gewalt an Frauen wurde festgestellt: Gewalt gegen Frauen fördert Aids. Forderungen. Studien zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Medikamenten und Therapien sind deshalb dringend notwendig. Auch die Auswirkungen der sozialen Situation auf den Krankheitsverlauf sollte erhoben werden, da nur dann vorbeugend Maßnahmen gesetzt werden können. Da ein freier Zugang zu Medikamenten und Therapien weltweit gesichert werden müsste, ist die Unterstützung, die Pharmakonzerne bei der Patentierung von Medikamenten von der Welthandelsorganisation (WTO) erhalten, alles andere als hilfreich. Kostengünstige medizinische Versorgung steht eben wirtschaftlichem Profitdenken entgegen. märz 2006an.schläge 11

12 internationalan.riss In einem Jahr wählt Frankreich einen neuen Präsidenten oder eine Präsidentin! Glaubt frau den Umfragen, dann hätte die immer populärer werdende Sozialistin Ségolène Royal gute Aussichten auf die Nachfolge von Jacques Chirac. 94 Prozent der Franzosen und Französinnen würden es begrüßen, eine Präsidentin zu haben, 21 Prozent würden einer Kandidatin auch den Vorzug geben. Royal ist seit zwanzig Jahren in der Politik, war Beraterin von Präsident François Mitterand und dann Familien- und Umweltministerin. Bevor sie Präsidentschaftskandidatin für die Wahl im Frühjahr 2007 werden kann, muss sie sich intern in der Sozialistischen Partei (PS) durchsetzen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, auch wenn sie sich in letzter Zeit so manchen sexistischen Spruch gefallen lassen musste. Reaktionen von Parteikollegen auf die mögliche Kandidatur wie Und wer hütet dann zu Hause die Kinder? oder Das ist kein Schönheitswettbewerb hatten aber nur den Effekt, dass Ségolène Royal noch populärer wurde. Frankreich hat in punkto gleicher Chancen für Frauen in der Politik auch einiges nachzuholen: Frauen hatten bis zum Jahr 1944 kein Wahlrecht und waren bis 1974 in keiner Regierung vertreten. Derzeit beträgt die Frauenquote im Parlament gerade einmal 21 Prozent. Die bekannte Journalistin Sylvie Kauffmann beschreibt in Le Monde den Paradigmenwechsel der französischen Politik: In dieser Männerwelt habe erstmals eine Frau die Rolle der Statistin gesprengt. Eine Politikerin, die nicht nur mitmache, sondern auch wirklich gewinnen könne. GaH mexico Comandanta Ramona gestorben Wer war diese kämpferische emanzipierte Frau von kleiner zierlicher Statur, deren Gesicht von einer schwarzen Maske verdeckt wurde? Über sie ist bekannt, dass sie unverheiratet, kinderlos, indigener Herkunft, Analphabetin und ihre Muttersprache Tzotzil war. Sie sprach nur ein paar Brocken Spanisch. Comandanta Ramona war die bekannteste und eine der wichtigsten Frauen in der neozapatistischen Bewegung in Chiapas, Mexico. Sie war die Begründerin der Rebellenarmee Ejercito Rebelde. Comandanta Ramona setzte sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in den zapatistischen Gemeinden ein und setzte das Mitspracherecht für Frauen als Basisrecht in den zapatistischen Dörfern durch: Frauen leben noch immer in einer sehr schwierigen Situation, denn wir sind sehr ausgebeutet, noch immer stark unterdrückt. Warum? Frauen haben seit so vielen Jahren, seit 500 Jahren, weder das Recht zu sprechen, noch an einer Versammlung teilzunehmen. Sie haben weder das Recht auf Bildung, noch irgendein Amt im Dorf einzunehmen durchbrach sie die militärische Absperrung, um die EZLN (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) im nationalen indigenen Kongress in Mexico Stadt zu vertreten. Die Regierung unter Ernesto Zedilla betrachtete sie als eine scharfe Waffe und reagierte mit ihrer Verfolgung. Sie war bedroht von vielen Seiten: etwa durch die gefürchtete Paramilitäreinheit paz y justicia (Friede und Gerechtigkeit), die 2005 eine antizapatische Untergruppierung gebildet hat. Todesangst ist der Gesundheit nicht förderlich: Comandanta Ramona starb am 6. Jänner 2006 mit 47 Jahren an Nierenversagen. MaS frankreich Präsidentschaftskandidatin? Foto: Saskya Rudigier un-konvention Sexuelle Orientierung fehlt Vom 16. Jänner bis 3. Februar fand in New York die entscheidende Verhandlungsrunde zur UN-Menschenrechtskonvention zur Förderung und zum Schutz der Rechte und Würde von Menschen mit Behinderung statt. Diese Konvention ist als Instrument zur Wahrung der Rechte von Menschen, die als behindert klassifiziert werden im Sinne des Gleichheitsprinzips und der Menschenrechte gedacht und hat die völlige Gleichstellung in allen Lebensbereichen zum Ziel. Im Herbst 2007 soll der Text der UN-Generalversammlung zur Begutachtung vorgelegt werden. Zum ersten Mal sind in diversen Verhandlungsrunden auch NGOs miteingebunden. Von ihnen kommt nun auch Kritik: Diskriminierungsgründe, die zu einer Mehrfachdiskriminierung führen können, wie sexuelle Orientierung werden nämlich nicht explizit aufgelistet. Die Annahme dieser Schutzkategorie war ein zentrales Ziel vieler NGOs. Die UN-Konvention wird daher wohl auch bei der Weltkonferenz der Internationalen Lesben- und Schwulenvereinigung (ILGA), die vom 27. März bis 3. April in Genf stattfinden wird, ein Thema sein. Zur gleichen Zeit findet auch die Sitzung der UN Menschenrechtskonvention statt und die hat, so kritisiert ILGA, sexuelle Orientierung und Gender Identity noch immer nicht ausdrücklich als Menschenrecht anerkannt. Burgi 12 an.schlägemärz 2006

13 an.rissinternational mensetzen. Ein historischer Schritt für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, sagt Michelle Bachelet. Auch in Finnland bleibt die nächsten sechs Jahre weiterhin eine Frau an der Spitze des Staates: die sozialdemokratische Präsidentin Tarja Halonen wurde Ende Jänner mit 52 Prozent der Stimmen wieder gewählt. Auch sie ist die erste Frau in dieser Position und leitet gemäß den in der Verfassung festgelegten Aufgaben der Staatschefin auch die Außenpolitik. GaH k anada Sisters in Spirit finnland chile Wieder zwei Präsidentinnen Foto: Andrea Wallner Michelle Bachelet hat sich in der Stichwahl gegen den konservativen Mitbewerber durchgesetzt: Die Sozialdemokratin wird am 11. März zur ersten Präsidentin Chiles vereidigt. Die Wahl der Ex-Verteidigungsministerin zur mächtigsten Frau im konservativen Chile ist durchaus überraschend. Sie ist geschieden, hat drei Kinder von zwei Männern und bezeichnet sich als Agnostikerin eine Mischung, die viele für ein Karriere-Hindernis hielten. Von Beginn an hat sie auch klargestellt, dass sie als Präsidentin angesprochen werden will und nicht als Präsident. Ihr Vater starb 1974 an den Folgen der Haft unter Diktator Pinochet und auch Bachelet selbst ist eine Überlebende, wie sie sagt: Sie wurde 1975 verhaftet und misshandelt, danach ging sie ins Exil in die DDR, wo sie Medizin studierte kehrte sie nach Chile zurück und leistete ihren gewichtigen Beitrag dazu, das Land politisch umzukrempeln. Ihre erste Tat nun als Präsidentin: Genau so, wie ich es im Wahlkampf versprochen habe, wird sich ihr Regierungskabinett aus je zehn Frauen und Männern zusam Im März 2004 startete die Organisation Native Women s Association of Canada (NWAC) die Aktionskampagne Sisters in Spirit in der Hauptstadt Ottawa und zehn weiteren kanadischen Städten. Mit der Unterstützung von amnesty international und anderen Organisationen versucht die Initiative auf die Situation der indigenen Frauen aufmerksam zu machen, die mit Rassismus und Sexismus zu kämpfen haben. In den letzten zwanzig Jahren wurden mehr als 500 indigene Frauen als vermisst oder ermordet gemeldet, ohne dass die kanadischen Behörden darauf angemessen reagiert hätten. Oft werden nicht einmal Untersuchungen eingeleitet. NWAC hat zahlreiche Fälle systematischer Diskriminierung durch die kanadische Justiz belegt. Mit der Sisters in Spirit -Kampagne will die Organisation auf diese Missstände aufmerksam machen. Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März werden Unterstützungs- und Menschenrechtsorganisationen in Europa dazu aufgefordert, auch hier über die erschütternde Situationen der indigenen Frauen in Kanada zu informieren, die fünfmal häufiger eines gewaltsamen Todes sterben als nichtindigene Kanadierinnen. In Österreich beteiligt sich der Arbeitskreis Indianer Nordamerikas (AKIN) mit einer Protestbriefaktion an der Kampagne, zu finden auf ihrer Homepage: Eine der vielen Möglichkeiten, unseren Schwestern am internationalen Frauentag 2006 solidarisch zur Seite zu stehen! GaH Vereinstreffen in Österreich: Arbeitskreis Indianer Nordamerikas, Amerika Latina, 6., Mollardgasse 17, Kellerraum, jeden Mo ab wyber.space Eine Schweizer Webdatenbank bietet allen, die sich auf der Suche nach Fachfrauen befinden, Unterstützung. Angeboten werden Kontaktmöglichkeiten zu Spezialistinnen aus Wissenschaft, Privatwirtschaft, Verwaltung und Kunst sowie eine Liste aus diversen Berufswelten stammender Mentorinnen. Für alle, die es noch nicht wissen: Beim Mentoring findet ein Austausch zwischen einer bereits berufserfahrenen, erfolgreichen Frau mit einer am Beginn ihrer Kariere stehenden statt. femdat.ch ist eine Schnittstelle zwischen Suchenden und Fachfrauen, der Ablauf und das Ausmaß des Mentorings ist den Teilnehmerinnen selbst überlassen, jedoch werden auch Links zu moderierten Programmen angeboten. Die Seite ist übersichtlich gestaltet, die Navigation einfach, auch kann zwischen vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) gewählt werden. Die Linksammlung scheint ebenfalls nützlich zu sein: Dort findet man u.a. Datenbanken über Frauen in Führungspositionen in der EU. Also, bei Interesse einfach hinsurfen. femdat.ch ist eine gute Möglichkeit, auf bereits bestehende Frauennetzwerke aktiv zuzugreifen und Einblicke zu gewinnen, wie Frauen von den formellen und informellen Beziehungen profitieren können. tiwi märz 2006an.schläge 13

14 avantgardeoper Fo t o : A k t i o n s ra d i u s Au g a r t e n Downtown Diva Die norwegische Sopranistin Kristin Norderval ist Performancekünstlerin, Komponistin und Improvisatorin zwischen Renaissance- und Avantgarde Musik. Ihre Solo-Opera in Wien organisierte Hemma von der schönen Au. Eine Zusammenfassung von Saskya Rudigier. Die Solo-Performance von Kristin Norderval im Aktionsradius Augarten war der Auftakt eines musikalischen Experiments, die ehrnste (mit stummen H bitte sehr) Musik aus ihren elitären Tempeln zu führen und an Orten hörbar zu machen, die sonst eigentlich der U-Musik verpflichtet sind. Hemma Geitzenauer hat die ungewöhnliche EH-Musikreihe kuratiert und den persönlichen musikalischen Werdegang ihrer Gästin aufgezeichnet. Kristin Norderval wird 2006 als künstlerische Direktorin für die norwegische Theater Akademie in Fredrikstad arbeiten: Ausbildung. Ich studierte zuerst Komposition an der Universität Seattle in Washington und nebenbei Gesang und Klavier. Die sehr begabte Pianistin Diane Thome war meine Lehrerin und zugleich die einzige Frau in diesem Kompositionsstudium. Sie beherrschte auch elektroakustische Musik, virtuelles Klavier mit Musik und Cello. Von Anfang an bestimmte diese Mixtur aus klassischer und neuer Musik, elektronischer Musik und Gesang mein musikalisches Empfinden. Was mir damals aber fehlte, war die politische Auseinandersetzung in Performances oder im Theater. Ich war immer auf der Suche, versuchte auch eigene Kompositionen, aber es war weder die richtige Zeit, noch der entsprechende Rahmen, innerhalb dieser Institutionen vorhanden. Danach studierte ich Gesang in San Francisco weiter, aber erst gegen Ende meines Masterstudiums habe ich die Werke von Susan McClary gelesen. Ihre Arbeit Feminine Endings integrierte Gender in das Verständnis der klassischen Codes von Musikern wie Schubert, Beethoven usw. und das war sehr neu. Es war das erste Buch über die Verbindung von Musik und Gender. 14 an.schlägemärz 2006

15 operavantgarde Musterprobe. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich sehr klassisch als Sopransolistin mit Barockmusik, Opern, Kammermusik, neuer Musik.Während meiner Audition Tournee im Frühling/Sommer 1990 hab ich mir aber gedacht:will ich das wirklich immer machen? Durch den Dirigenten und den Regisseur war die Arbeit sehr hierarchisch, verbunden mit wenig Ensemblearbeit und fast keinen Möglichkeiten, sich selber auszuprobieren. Ich fühlte mich fast wie eine kleine Sklavin. In Deutschland habe ich bemerkt, dass die neue E-Musik bekannter war als in Amerika, aber ich hatte auch den Eindruck, dass die Opern von den gleichen alten Geschichten mit Männern und Frauen handelten. Frauen als Opfer, Männer als Täter und kein kritischer Blick über den Rahmen, kein Blick von der Opferposition weg. Diese Wiederholung des alten Musters und der alten Geschichten ist nicht das Meine. Ich wollte stattdessen das Muster ändern. Wendepunkt hatte ich das große Glück als Solosängerin für Phillip Glass and Robert Wilsons Einstein on the Beach engagiert zu werden. Diese Welttournee war für mich ein künstlerischer Wendepunkt. Die Verwendung eines zeitgenössischen Theaterbegriffes, die Fokussierung auf das Neue und auch die Gemeinschaft mit vielen unterschiedlichen KünstlerInnen und Genres inspirierte mich. Ich hatte das Glück ins Avantgarde Milieu von New York zu kommen und andere Projekte unternehmen zu können. Nach Einstein on the Beach konnte ich nicht mehr zurück in mein altes Schema und zur klassischen Oper. Ich suchte nach neuen Stücken. Aber immer wieder bin ich auf den gleichen Konflikt gestoßen, fand ich die gleichen traditionellen Muster in den neuen Kompositionen. Nach einer Arbeit mit Martha Clarke und dem Netherlands Dance Theatre einer sehr schönen Arbeit aber immerzu diese Opferkonflikte, hatte ich endgültig das Gefühl: Es muss anderes sein. Eine Opferrolle ist zwar eine Position von Ungerechtigkeit, aber es ist auch wichtig, zu schauen in welchem Rahmen die Ungerechtigkeit passiert. Für mich ist es interessant wie die Situation der Ungerechtigkeit präsentiert wird. Wenn wir eine schreckliche Situation nur so nehmen wie sie ist, anstatt zu fragen, was ist mit der Person die zum Opfer wird, wohin geht sie and was passiert im Prozess und wie überlebt die Person, mit welchen Strategien und wie verändert sie sich zuletzt, kann sich nichts ändern. Wenn du auf die großen Strukturen schaust, muss hinter diesen eine größere soziale Ursache stecken. Dieser Prozess passiert, wenn Menschen neue Sachen oder neue Dinge ausprobieren, aber das passiert im traditionellen Theater nicht sehr häufig. Vernetzung. Bei der International Conference on Music, Gender and Pedagogics 1996 in Göteborg traf ich auf Musikwissenschaftlerinnen, Musikerinnen, Performerinnen und kam mit sehr unterschiedlicher Musik in Berührung. Das erste Mal wurde ich als politisch engagierter und denkender Mensch, Theoretikerin, Musikerin und Performerin wahrgenommen. Wow, dachte ich, es gibt Lichtmöglichkeiten. Und ich kann mich auch erinnern, dass ich die Frage nach der Geschichte vieler experimenteller, lesbischer Aktivistinnen hatte. Wo ist ihre Geschichte niedergeschrieben? Sie sind nicht niedergeschrieben, die persönlichen Geschichten werden nur gewusst. Nach dem Kongress in Norwegen kam ich in Kontakt mit Pauline Oliveros und besuchte ihre Workshops in der Schweiz, Mexiko, den USA. Ich habe verstärkt nach persönlicher Zusammenarbeit gesucht. Mit Hannah Hänni arbeitete ich in der Schweiz, mit der Choreographin Katharina Vogel wurde ein Stück in Rumänien realisiert. Diese zwei habe ich nach Workshops in Berlin kennen gelernt. Und ich habe Opernstücke mit Ann LeBaron gemacht. Die Erfahrung mit ihrem Stück Pope Joan war eine sehr spannende und reiche Arbeit für mich, eine völlig neuartige Zusammenarbeit. Hier in Wien habe ich mit Renate Pittroff Theater gemacht, gleichzeitig meine eigene Musik mit Computer und Processing begonnen. Es gibt viele spannende Möglichkeiten der Zusammenarbeit, in New York sehr viel mit Tanztheater und Performance. Jetzt bin ich in der Position zu sagen: Ok, wir machen diese Stücke, es gibt Stücke mit kritischem Blick, interessanter Musik, Bewegung und Bühnenbild. Zwei, drei Szenen werden an einem Ort realisiert, doch es existieren immer noch zu wenig Gelegenheiten und Infrastruktur für diese Art von neuer Musik, für die Zusammenarbeit mit Frauen. Deshalb war ich sehr glücklich, als ich vom Festival her position in transition gehört habe. Ich bin auch glücklich über andere Szenekunst, über Multimediaperformance. Lesbische Identität. Ich meine, wir können nicht so leicht sagen, dass wir nicht lesbisch organisiert sind. Es ist klar, dass Organisation von Film- oder Frauenfestivals mit Unterhaltungsmusik und Tanz, Disco und so weiter stattfindet. Was ich sehe ist Kulturmachen. Die schwule Bewegung hat im Gegensatz dazu auch Avantgarde- und experimentelle Musik in ihre Identität übernommen. Sie existiert neben den unterschiedlichen schwulen Identitäten wie etwa Drag, Theater, Sinfonie, alter Musik usw. und ist selbstverständlich. Die lesbische kollektive Identität hingegen sehe ich viel stärker im Filmbereich, in der Autorinnenschaft, auf sehr hohem Niveau in der feministischen Theorie, in der Soloperformance, bildender Kunst in Kombination mit Performance. Aber die klassische Musik entspricht eigentlich sehr wenig dieser Identität. Und experimentelle Avantgardemusik noch weniger. Aber es sind viele spannende Frauen, die mit dieser Art von Musik arbeiten, in New York allein: ich, Ruth Anderson, Pauline Oliveros... Wir sind sichtbar, werden aber nicht als Teil einer lesbischen kollektiven Identität wahrgenommen. Wir kennen einander, wir haben eine Musikgemeinschaft, aber was ich vermisse ist das Verständnis einer großen lesbischpolitischen, feministischen Identität. Bei den Frauen denke ich, ist der Zugang zu Wissen eine Barriere. Sie schließen sich aber auch oft selbst aus. Es herrscht ein bestimmter Skeptizismus, die Schwierigkeit für sich selbst heraus zu filtern, was die Auseinandersetzung mit experimenteller Musik bringen soll. Dadurch, dass die elektronische Ausrüstung immer billiger wird, finden Frauen leichter Zugang und entdecken, dass es nicht höherer Bildung bedarf, sondern einer Offenheit im Denken und im Hören. Kristin Norderval Album: She Lost Her Voice That s How We Knew, (2004) Susan McClary: Feminine Endings: Music, Gender and Sexuality. University of Minneapolis, Kristin Norderval und Ausschnitte aus ihrer Performance im Aktionsradius Augarten sind ab eine Woche lang in an.schläge-tv zu sehen. 8.3., 21.00, an.schläge-tv auf OKTO, Kanal 8 märz 2006an.schläge 15

16 gleichgeschlechtlichepartnerinnenschaft Fo t o s : M a g d a l e n a B l a s zc z u k PartnerInnen mit beschränkten Rechten In Sachen Gleichstellung homosexueller Paare hat Österreich noch viel aufzuholen. Die unterschiedlichen Regelungen in Europa reichen vom Recht auf Eheschließung und Eingetragene PartnerInnenschaft bis zu punktuellen oder gar keinen Rechten. Eine Zusammenfassung von Gabi Horak Sollen wir auswandern, um endlich heiraten zu können? Viele lesbische Paare stolpern über diese Frage, betrachten sie von allen Seiten, erkundigen sich nach anderen legalen Möglichkeiten einer rechtlich anerkannten Partnerinnenschaft in Österreich. Manche lassen die Frage offen und leben einfach weiter als Partnerinnen, ohne sich ständig Gedanken über rechtliche Probleme zu machen. Andere lässt die Frage nicht mehr los, sie pochen auf gleiches Recht für gleiche Liebe. Isabel und ihre Freundin leben in einer gemeinsamen Wohnung und haben sich gegen die Sorgenfalten entschieden. Eigentlich ist für uns die Situation die gleiche wie für ein heterosexuelles Paar, meint Isabel. Ans Heiraten denken sie im Moment nicht, Kinder sind auch keine geplant. Dabei stünde den beiden noch eine andere Möglichkeit offen: Isabel kommt aus Belgien, eines der drei europäischen Länder, in dem Lesben und Schwule auch heiraten dürfen. Wenn wir in Belgien leben würden, würden wir vielleicht heiraten, überlegt Isabel, aber Heiraten hat Vor- und Nachteile, selbst wenn es erlaubt ist. Das ist Julia Gröblacher auch bewusst, trotzdem fordert sie volle rechtliche Gleichstellung durch die gleichgeschlechtliche Ehe. Die Studentin der Japanologie und Mitarbeiterin beim lesbischwulen TV-Magazin common!- motion! auf dem freien Wiener TV-Kanal OKTO will für ihr Recht auf Ehe kämpfen. Nur die Eingetragene PartnerInnenschaft für homosexuelle Paare wäre ihr zu wenig. Das kommt mir wie die Abspeisung von Lesben und Schwulen mit ein paar Rechten vor, damit sie endlich Ruhe geben und die wunderbare heilige Hetero-Ehe ja in Frieden lassen. Wie die Entwicklung der rechtlichen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften in Europa aber zeigt, gehen Wunsch und politische Machbarkeit oft meilenweit auseinander. Europa. In insgesamt 17 europäischen Ländern gibt es eine Form der rechtlichen Anerkennung und Absicherung für lesbische und schwule Paare, sei es durch das Recht auf standesamtliche Ehe, Eingetragene PartnerInnenschaften oder vergleichbare Gemeinschaftsformen. Österreich zählt nicht dazu. Beim Grad der Anerkennung ist ein deutliches West-Ost-Gefälle zu beobachten: In den meisten alten EU-Staaten gibt es gesetzlich geregelte Gemeinschaftsformen. Vor allem in den osteuropäischen Staaten gibt es aber meist gar keine rechtliche Anerkennung und in den meisten neuen EU-Mitgliedern in Osteuropa gibt es nur punktuelle Gleichstellung so auch in Italien, Griechenland, Irland und Österreich. Standesamtliche Ehe. Die ersten standesamtlichen Eheschließungen homosexueller Paare gab es 2001 in den Niederlanden, dem ersten europäischen Land, das die volle Gleichberechtigung im Recht auf eine zivile Ehe gesetzlich festgelegt hatte. Lesbische Ehepartnerinnen haben hier auch das Recht auf künstliche Befruchtung. 16 an.schlägemärz 2006

17 partnerinnenschaftgleichgeschlechtliche Geheiratet werden darf seit 2003 auch in Belgien und seit 2005 auch in Spanien. Rund um das Inkrafttreten des vom sozialistischen Ministerpräsidenten Zapatero eingebrachten Gesetzes kam in Spanien heftiger Widerstand von rechts. Zunächst stimmten im Parlament die Abgeordneten der oppositionellen Volkspartei gegen das neue Recht auf Ehe, das auch das Adoptionsrecht beinhaltet. Einige konservative Bürgermeister kündigten daraufhin an, die Trauungen in ihren Gemeinden zu verweigern. Der Bürgermeister von Pontos bei Barcelona erklärte die Homosexuellen zu erbkranken Personen, die mit physischen und psychischen Deformationen geboren seien. Der Kardinal i.r. von Barcelona verkündete: Wenn das Gesetz vor dem Gewissen kommt, dann führt das nach Ausschwitz. Allen Widerständen zum Trotz ist das Recht auf Ehe für homosexuelle PartnerInnen in Spanien nun gültiges Gesetz und das ist die beste Antwort auf derartige Aussagen. Eingetragene PartnerInnenschaft. Die sogenannte Eingetragene PartnerInnenschaft (EP) beinhaltet Rechte, die mit denen einer Ehe großteils vergleichbar sind. Unterschiedlich geregelt wird aber vor allem das Recht auf Adoption. Vorreiter bei der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften war Dänemark, das bereits 1989 als erstes Land der Welt die registrierte Partnerschaft geschaffen hat, die allerdings nur die Stiefkindadoption erlaubt. Kürzlich stimmte eine Mehrheit im dänischen Parlament dafür, lesbischen und alleinstehenden Frauen auch die künstliche Befruchtung zu erlauben. Eingetragene PartnerInnenschaft mit Recht auf Stiefkindadoption gibt es seit 1993 auch in Norwegen. In Schweden gilt die EP seit 1995 und sieht auch volles Adoptionsrecht vor, sogar die Fremdkindadoption ausländischer Kinder sowie das Recht auf künstliche Befruchtung. Keine Adoptionsrechte haben eingetragene PartnerInnen in Finnland. Zuletzt trat die gesetzliche Möglichkeit der EP in Großbritannien in Kraft, wo Ende Dezember zwei Frauen als erstes homosexuelles Paar den eheähnlichen Bund eingegangen sind. Wir haben beschlossen, unsere zivilen Rechte einzufordern und genauso anerkannt, respektiert und geschützt wie jedes andere menschliche Wesen zu sein, sagte die Nordirin Grainne Close vor der Zeremonie. In den ersten Monaten des Jahres 2006 meldeten rund homosexuelle Paare auf der Insel ihren Wunsch nach dem Ja-Wort an. Medialen Wind erzeugte vor allem ein prominenter Bräutigam : Popstar Elton John ging eine zivile Partnerschaft mit seinem langjährigen Freund ein. Einen längeren Anlauf hat die Regelung der EP in unserem Nachbarland Tschechien gebraucht: Seit 1998 wurde der fraktionsübergreifende Entwurf vier Mal abgelehnt. Ende Jänner 2006 haben das tschechische Abgeordnetenhaus und der Senat nun das Gesetz zur Eintragung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften verabschiedet, das jedoch keine Adoption vorsieht. Noch Anfang Jänner hatten sich die höchsten Repräsentanten der zehn Kirchen in Tschechien in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen diese Regelung ausgesprochen. Dabei verwiesen sie auf die niedrige Geburtenrate im Land, weshalb es umso wichtiger sei, dass der Familie Achtung und Respekt entgegengebracht werde.weder Parlament noch Senat haben dem Wunsch der Kirche entsprochen und auch Präsident Vaclav Klaus lässt sich davon voraussichtlich nicht beeindrucken:wenn er dem Gesetz nun zustimmt, dann wäre Tschechien bald das erste postkommunistische Land mit dem Recht auf EP für lesbische und schwule Paare. Ab 2007 können sich gleichgeschlechtliche Paare auch in der Schweiz eintragen lassen. Erstmals wurde vor Schaffung einer diesbezüglichen gesetzlichen Regelung das Volk selbst befragt: 58 Prozent der SchweizerInnen stimmten bei der Volksbefragung im Juni 2005 für die Eingetragene PartnerInnenschaft. Geht es nach der Stimmung im Volk, wäre die Zeit auch in Österreich längst reif für eine Regelung wie der EP. Von der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) letzten Sommer präsentierte Umfragen zeigen, dass sich annähernd sechzig Prozent der Menschen für die Eingetragene PartnerInnenschaft aussprechen. Weniger Rechte. Gemeinschaftsformen ähnlich der EP, aber mit geringeren Rechten in wichtigen Bereichen, sind seit 1999 in Frankreich, seit 2001 in Portugal und Deutschland, seit 2004 in Luxemburg und seit 2005 in Slowenien möglich. Gleichstellung von Lebensgemeinschaften, allerdings ohne behördliche Eintragung, gibt es schon seit 1996 in Ungarn und seit 2003 in Kroatien. Das 2001 in Deutschland in Kraft getretene Lebenspartnerschaftssgesetz sah anfangs wesentliche Ungleichbehandlungen vor. Einiges davon, etwa bei der gegenseitigen Unterhaltspflicht oder der Erbschaftssteuer, wurde mittlerweile geändert. In Bayern müssen Lesben und Schwule aber weiterhin statt zum Standesamt zu einer/einem NotarIn gehen, um sich registrieren zu lassen. Die volle steuerliche Anerkennung der PartnerInnenschaften ist bisher am Widerstand der CSU gescheitert, genauso wie das Recht auf Adoption. Das Lebenspartnerschaftsgesetz sieht nur ein kleines Sorgerecht vor, das heißt der/die LebenspartnerIn ist etwa gegenüber Schule und Kindergarten vertretungsbefugt, hat aber im Falle einer Trennung keine Rechte. Dabei wachsen dem Statistischen Bundesamt zufolge bereits in jeder achten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft Kinder auf. Der ideologische Widerwille der konservativen CSU, homosexuelle PartnerInnen als gleichberechtigt anzuerkennen, zeigte sich erst kürzlich wieder: Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler forderte Ende Jänner ein neues Familienbild, das auch homosexuelle Eltern einbeziehe. Der bayrische Landtagspräsident Alois Glück (CSU) meinte daraufhin: Hier hat die Union ein klares Bild: Unser Ideal ist eine gelungene Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Und aus einer anderen Richtung der CSU war zu vernehmen: Das ist keine normale Lebensform. So verhallt auch die Forderung der Grünen nach dem vollen Recht auf Adoption ungehört. Rückschritte. In vielen europäischen Ländern geht der zähe Kampf um Gleichberechtigung weiter manchmal müssen auch Rückschritte in Kauf genommen werden. So hat das Parlament in Lettland Ende 2005 eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach künftig die Ehe zwischen Mann und Frau von der Vermärz 2006an.schläge 17

18 gleichgeschlechtlichepartnerinnenschaft Stand der Gleichstellung in Europa Standesamtliche Ehe: Spanien (seit 2005), inkl. Adoption Niederlande (seit 2001), auch Recht auf künstliche Befruchtung Belgien (seit 2003) Eingetragene PartnerInnenschaft (EP): Dänemark (seit 1989), nur Stiefkindadoption, bald auch Recht auf künstliche Befruchtung Norwegen (seit 1993), nur Stiefkindadoption Schweden (seit 1995), auch Fremdkindadoption ausländischer Kinder und Recht auf künstliche Befruchtung Großbritannien (seit 2005), inkl. Adoption Finnland (seit 2002), keine Adoption, künstliche Befruchtung nicht gesetzlich geregelt, daher möglich Schweiz (ab 2007), keine Adoption Tschechien (2006 beschlossen), keine Adoption Andere Gemeinschaftsformen mit geringeren Rechten: Frankreich (seit 1999) Portugal (seit 2001) Deutschland (seit 2001) Luxemburg (seit 2004) Slowenien (seit 2005) Gleichstellung von Lebensgemeinschaften (ohne behördliche Eintragung): Ungarn (seit 1996) Kroatien (seit 2003) Nur punktuelle Gleichstellung: Österreich, Irland, Italien, Griechenland, Zypern, Malta, Slowakei, Polen, Lettland, Litauen, Estland Keine rechtliche Anerkennung: Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien,Türkei, Ukraine,Weißrussland, Russland fassung ausdrücklich geschützt ist. Die lettische Lesben- und Schwulenorganisation ILGA Latvija kündigte rechtliche Schritte dagegen an, auch bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Schon im Juli wurde Lettland für seine Politik kritisiert, als die Stadt Riga die Parade zum Gay Pride Day durch die Innenstadt verbieten wollte, unterstützt von Ministerpräsident Kalvitis. Die Parade fand nach einem Gerichtsbescheid schließlich doch statt, unter starkem Polizeiaufgebot und begleitet von wütenden GegendemonstrantInnen. Den Lesben und Schwulen in Portugal geht die teilweise Gleichstellung in Form von De-Facto-Lebensgemeinschaften auch nicht weit genug. Anfang Februar suchten zwei Lesben in einem Standesamt in Lissabon um Eheschließung an, was entsprechend der gesetzlichen Lage abgelehnt wurde. Die zwei Frauen, Teresa und Helena, bezeichnen das als verfassungswidrig: Laut Verfassung darf in Portugal niemand wegen seiner/ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Sie wollen nun beim Verfassungsgerichtshof klagen und notfalls auch zum Europäischen Menschengerichtshof gehen. Rückenwind bekommen sie von portugiesischen Homosexuellen-Verbänden, die ein Recht auf Ehe wie im Nachbarland Spanien fordern. Sonst kommt aber wenig Unterstützung im streng katholischen Portugal. Die sozialistische Regierung und der konservative Präsident Cavaco Silva sind sich bei diesem Thema einig: Die Homosexuellen-Ehe sei nicht dringend. EU verurteilt Homophobie. Das Europäische Parlament hat am 18. Jänner mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die jegliche Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung scharf verurteilt. Höchste Zeit, meinen VertreterInnen des europäischen Lesben- und Schwulenverbandes ILGA-Europa. In den letzten Monaten waren beispielsweise immer wieder beunruhigende Meldungen aus Polen gekommen, wo Lesben und Schwulen in mehreren Städten die Abhaltung der traditionellen Regenbogen-Parade verboten worden war. Die Entschließung betrifft aber auch Österreich, sagt Bettina Nemeth, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, weil Diskriminierung und Ungleichbehandlung an der Tagesordnung sind und immer noch ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz und die rechtliche Anerkennung und Gleichstellung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaft fehlen. Außerdem könne Österreich als EU-Ratsvorsitzland in den kommenden Monaten durch entsprechende Initiativen ein EU-weites Verbot von Diskriminierung vorantreiben. Derzeit sind Lesben und Schwule durch EU- Gesetzgebung nur in der Arbeitswelt vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung geschützt. Österreich. Die Homosexuellen Initiative (HOSI) setzt sich seit über 15 Jahren für die Schaffung von verbindlichen PartnerInnenrechten für Lesben und Schwule ein. Nachdem nicht nur in Österreich die so genannte Lesben- und Schwulenehe mediale Sommerlöcher füllte und Parlamentsdebatten verursachte, sei die Zeit längst überreif für eine Angleichung an die bisher Heterosexuellen vorbehaltene Ehe. Das bestehende Eherecht eins zu eins für Homosexuelle zu übernehmen, halten die VertreterInnen der HOSI jedoch nicht für zielführend. Sie fordern im Gegenteil, dass im Zuge der Schaffung einer Eingetragenen PartnerInnenschaft auch gleich das Eherecht reformiert werden müsse. Die EP soll weder ein Äquivalent zur Ehe noch zur Lebensgemeinschaft werden. Die HOSI Wien ist für eine EP nach nordeuropäischem Muster, die ausschließlich gleichgeschlechtliche Paare eingehen können. Eine Ehe light sei nicht wünschenswert und wäre außerdem politisch kaum umsetzbar. Eine gänzliche Gleichstellung zur Lebensgemeinschaft würde darüber hinaus wichtige Fragen für Homosexuelle nicht berücksichtigen, etwa das Erbrecht oder das Fremdenrecht. Die Lebensgemeinschaft steht in Österreich zwar eigentlich allen Paaren zur Verfügung, aber es gibt einige wesentliche Punkte in denen immer noch gleichgeschlechtliche LebensgefährtInnen diskriminiert werden. (siehe Kasten) Urteil: Menschenrechtswidrig. Ein bahnbrechendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zwingt die österreichische Bundesregierung faktisch zur Gleichstellung, praktisch hat diese das aber bis jetzt ignoriert. Im Juli 2003 veröffentlichte der EGMR sein Urteil in einer von der HOSI Wien unterstützten Beschwerde gegen das österreichische Mietrecht: Die homosexuellendiskriminierende Auslegung des Mietrechtsgesetzes stellt eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention dar. Seither müssen zumindest beim Eintrittsrecht gleich- und verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen gleichbehandelt werden: Hinterbliebene LebensgefährtInnen dürfen in den Mietvertrag des /der verstorbenen PartnerIn eintreten. Dieses Urteil ist nicht nur deshalb so außergewöhnlich, weil es die erste Entscheidung des EGMR in einem Fall gewesen ist, der die Gleichstellung homo- und heterosexueller Lebensgemeinschaften betrifft, sondern auch, weil sich aus der Urteilsbegründung ableiten lässt, dass diese über den Anlassfall hinausgeht und für alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen analog 18 an.schlägemärz 2006

19 gleichgeschlechtlichepartnerinnenschaft zutrifft, also gleich- und verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften in allen rechtlichen Aspekten gleich zu behandeln sind, so die HOSI Wien auf ihrer Homepage. Nach dem richtungsweisenden Urteil des Europäischen Menschengerichtshofs reagierte zumindest der österreichische Verfassungsgerichtshof und befand die Einschränkung bei der Mitversicherung von LebensgefährtInnen auf andersgeschlechtliche PartnerInnen in der Sozialversicherung auch als verfassungswidrig. Im Juli 2004 wurde dann auch in Österreich die EU- Richtlinie im Gleichbehandlungsgesetz umgesetzt, sodass nun verschiedenwie gleichgeschlechtliche LebensgefährtInnen in der Arbeitswelt gleich zu behandeln sind, beispielsweise in punkto Dienstfreistellung, wenn ein/e kranke oder sterbende/r Angehörige/r zu pflegen ist. Aktuelle Positionen. Durch einen Vorstoß von Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) wurde die fehlende Gleichstellung homosexueller Paare in Österreich wieder ein paar Wochen lang öffentlich diskutiert: Sie überlegte ein staatliches Partnerschaftsmodell, das vor einer/m NotarIn geschlossen werden solle, zog ihren Vorschlag nach heftigem koalitionsinternen Widerstand im Jänner aber zurück. Stattdessen könnte ein Lebensgemeinschaften-Gesetz geschaffen werden, das die generelle Gleichstellung von Lebensgemeinschaften vorsieht. Für die Homosexuellen Initiative würde Gastingers Vorschlag die Diskriminierung lesbischer und schwuler Paare gegenüber Ehepaaren fortschreiben, erklärte Bettina Nemeth, Obfrau der HOSI Wien. Kritik an Gastingers Partnerschaftsmodell kam auch von SPÖ- Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. Es sei zu befürchten, dass am Ende nur mehr eine verwässerte Pseudo-Gleichberechtigung übrig bleibt. Die SPÖ hatte schon im Frühjahr 2005 einen Gesetzesentwurf für eine EP eingebracht. Sie wäre der erste Schritt eines Drei-Stufen-Plans: Nach der EP mit Ehe-ähnlichen Rechten für LebenspartnerInnen wäre der nächste Schritt die Öffnung dieser EP auch für heterosexuelle Paare und schließlich eine Reform des Familienrechts. Für die Grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek war Gastingers Vorstoß ein Stehenbleiben auf halbem Weg. Auch eine Gleichstellung bei Lebensgemeinschaften sei nur halbherzig, solange es keine Gesamtregelung gibt. Und weil für die Grünen die Verweigerung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare eindeutig Menschenrechtsverletzung ist, sieht ihr Vorschlag für eine Gesamtregelung so aus: Neben der Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule soll ein so genannter Zivilpakt für homo- und heterosexuelle Paare geschaffen werden. Dieser wird wie die Ehe am Standesamt geschlossen, ist aber leichter und ohne Unterhaltsansprüche aufzulösen. Wie in der Ehe soll es gleiche Rechte und Pflichten bei Erbschaftssteuer, Fremdenrecht, Krankenversicherung und Adoption geben. Wollen wir überhaupt heiraten? Diese Frage stellen sich LebenspartnerInnen abseits der Diskussionen und Kämpfe um gleiche Rechte. Der Begriff Ehe hat natürlich immer so einen reaktionären, patriarchalen Beigeschmack, überlegt Fernsehmacherin Julia Gröblacher, aber das muss sich jede und jeder überlegen, ob sie oder er mit der Eheschließung gleich alle symbolischen Elemente und Werte mitkaufen muss. Letztlich geht es im Bemühen um rechtliche Gleichstellung nicht darum, grundsätzliche Kritik an der Ehe als patriarchale Institution abzuschmettern. Niemand soll gezwungen werden zu heiraten, aber jede und jeder soll das Recht haben, sich aus freien Stücken dafür entscheiden zu können. Mitarbeit: Bettina Surtmann Rechtliche Situation in Österreich Möglichkeiten der zivilen PartnerInnenschaft: - Singles trotz PartnerInnenschaft: keine Verpflichtungen, keine Rechte (für alle Paare möglich) - Zusammenleben als Lebensgemeinschaft: rechtlich definiert aber nicht behördlich eingetragen, weniger Rechte und Pflichten als bei der Ehe (für alle Paare möglich; theoretisch gleichgestellt, aber noch immer praktische Diskriminierungen homosexueller LebenspartnerInnen) - Standesamtliche Ehe: weitreichendste Rechte für PartnerInnen in Österreich (nur für heterosexuelle Paare möglich) Diskriminierungen homosexueller Paare/Lebensgemeinschaften (eine Auswahl): - Adoptionsrecht: Gleichgeschlechtliche Paare können keine Kinder adoptieren, weil laut Gesetz die Adoptiveltern verheiratet sein müssen. Als Einzelperson kann eine Lesbe oder ein Schwuler allerdings, wie jede andere Person auch, theoretisch ein Kind adoptieren. - Fortpflanzungsmedizin: Künstliche Befruchtung und In-Vitro-Fertilisation sind derzeit auf Ehepaare und heterosexuelle LebenspartnerInnen, die mindestens drei Jahre zusammengelebt haben, beschränkt. Auch alleinstehenden Frauen und Frauen in einer lesbischen Beziehung ist die künstliche Befruchtung untersagt. - Erbrecht: Während verheiratete PartnerInnen ein gesetzliches Erbrecht haben, gibt es das für LebenspartnerInnen nicht. Sie müssen in jedem Fall ein Testament einrichten. Beim Erben von der/dem LebensgefährtIn muss bis zu sieben Mal so viel Erbschaftssteuer gezahlt werden. - Fremdenrecht: Als Kernfamilie mit Anspruch auf Familienzusammenführung definiert das Fremdengesetz nur Kinder und EhepartnerIn nen. Für lesbische und schwule Paare besteht keine Möglichkeit, der/dem PartnerIn durch Heirat einen legalen Aufenthalt zu ermöglichen. märz 2006an.schläge 19

20 Fo t o : A rc h i v Betty Friedan feministisch, kontrovers Betty Friedan war eine zentrale Figur der amerikanischen Frauenbewegung. Am 4. Februar, ihrem 85. Geburtstag, starb sie in Washington D.C. an Herzversagen. Ein Nachruf von Eva Steinheimer Wir kennen das Bild aus alten US-amerikanischen Filmen. Sauberer Vorort mit gleichförmigen Einfamilienhäusern. Die hübsch frisierte, gut geschminkte Hausfrau in Stöckelschuhen wirft einen letzten Blick in den Ofen, bevor sie die Schürze abbindet, um ihrem gerade nach Hause kommendem Ehemann freudestrahlend entgegen zu eilen, ihm die Zeitung zu bringen und die Kinder zur Ruhe, damit ein idyllischer Abend beginnen kann. Familie. Das Leben in diesem Milieu der 1950er und 60er Jahre prägte Betty Friedan und war der Grund für ihr Aufbegehren. Als Elizabeth Naomi Goldstein 1921 in Peoria, Illinois, in eine gut situierte Mittelklassefamilie hinein geboren, hatte sie Zugang zu höherer Bildung am Smith College, einem prestigereichen Frauencollege. Nach einem ausgezeichneten Abschluss erhielt sie ein Stipendium für weitere Studien in Berkeley, das sie jedoch wegen ihres damaligen Freundes ausschlug. Als die Beziehung aber dennoch zerbrach, zog sie nach New York und wurde Journalistin bei einer Gewerkschaftszeitung heiratete sie Carl Friedan, mit dem sie 22 Jahre zusammen blieb. Als sie 1952 zum zwei-ten Mal schwanger wurde, verlor sie ihren Job und wurde in die heile Welt der Vorstadt- Hausfrauen versetzt. Damit glich ihr Schicksal sehr dem ihrer Mutter, die ebenfalls eine journalistische Karriere aufgeben musste, als sie Kinder bekam. Beruf(ung). Doch Betty Friedan schrieb weiterhin als freie Journalistin, eckte mit ihren unangepassten Themen bei konservativen Redaktionen, gerade auch bei Frauenzeitschriften, an. Zum 15-jährigen Jubiläum ihres College-Abschlusses machte sie eine Umfrage unter Kommilitoninnen. Das Ergebnis war schockierend: Alle diese gut ausgebildeten Frauen waren letztendlich Hausfrauen geworden. Die meisten waren frustriert und unbefriedigt, viele nahmen Beruhigungsmittel, um die Fassade aufrechterhalten zu können. Diese Erkenntnisse waren Grundlage für Friedans 1963 erschienenes Buch The Feminine Mystique ( Der Weiblichkeitswahn oder die Mystifizierung der Frau ), das sich millionenfach verkaufte, Wellen von Protest und Zustimmung auslöste und ein Anstoß für die zweite Frauenbewegung in den USA wurde. In ihrem Buch diskutierte Friedan das Problem ohne Namen, unter dem all die Frauen litten, die ihre Potentiale nicht ausschöpfen konnten. Als Reaktion auf die Untätigkeit der Regierung, den Civil Rights Act auch in Bezug auf das Geschlecht durchzusetzen, gründete Friedan 1966 die National Organization for Women (NOW), deren Präsidentin sie bis zum großen Frauenstreik 1970 war. Außerdem war sie an der Gründung der National Abortion Rights League beteiligt. Entfremdung. Anfang der 1980er Jahre, mit zunehmender Ausdifferenzierung der Frauenbewegung, kam es immer mehr zu Spannungen. In ihrem Buch The Second Stage ( Der zweite Schritt ) distanzierte sich Friedan von radikaleren Feministinnen; sie wollte die Frauenbewegung innerhalb des amerikanischen Mainstreams sehen und forderte die Miteinbeziehung der Männer, die sie auch als Opfer der gesellschaftlichen Verhältnisse sah. Die junge bra-burning, anti-man, politics-of-orgasm school lehnte sie ab. Auch die Gleichsetzung von Feminismus mit Lesbianismus bestritt sie vehement. Sie unterstützte zwar Resolutionen und Aktivitäten zum Schutz von Lesbenrechten, persönlich hatte sie aber eine große Unsicherheit gegenüber Homosexualität. Schließlich widmete sie sich einem anderen großen Thema, dem Altern, und veröffentlichte 1993 The Fountain of Age. Betty Friedan wird als starke, energiegeladene und energische Frau beschrieben, die aber mit ihrer bestimmenden, sturen Art ihren Mitstreiterinnen oft wenig Raum ließ sich einzubringen. Ihre Bedeutung wurde sehr konträr wahrgenommen:während mann sie in konservativen Kreisen gar als Femi-Nazi beschimpfte, war sie für andere DIE Begründerin der Frauenbewegung. Auch sie selbst sah in The Feminine Mystique den Beginn der Frauenbewegung und verstand nicht, wie Germaine Greer es in einem Nachruf in The Guardian ausdrückt, that she was lifted on an existing wave. Ihre feministischen Kritikerinnen waren zahlreich. Susan Brownmiller warf ihr vor hoffnungslos bourgeois zu sein und Susan Faludi meinte sogar, sie kehre mit The Second Stage die Revolution um. Friedans Konsequenz war der Rückzug aus der Frauenbewegung, doch trotz aller Differenzen bezeichnete sie sich bis an ihr Lebensende stolz als Feministin. 20 an.schlägefebruar 2006

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