MINISTRANTEN MÜSWANGEN

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1 MINISTRANTEN MÜSWANGEN Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 1

2 Geschichte der Ministranten Am Anfang der katholischen Kirche kamen erst wenige Leute zum Gottesdienst. Alle hatten an einem Tisch Platz. Sie hörten Geschichten über Jesus und teilten miteinander Brot. Mit der Zeit liessen sich immer mehr Leute taufen. Sie hatten nicht mehr alle an einem Tisch Platz. Darum wurden verschiedene Aufgaben (Dienste) für den Gottesdienst eingeführt: Einer davon ist der Ministrantendienst. Die Ministranten VERTRETEN die mitfeiernde Gottesdienstgemeinschaft am Altar. Andere Dienste sind der Sakristanen-, der Lektoren- und der Verwaltungsdienst. Feierliche Gestaltung des Gottesdienstes Jeder Gottesdienst ist ein kleines Fest, bei dem uns Jesus Christus im Wort und im Brot begegnen möchte. Die Ministranten helfen durch ihre feierlichen Handlungen, dass der Gottesdienst auch für die mitfeierenden Leute zu einem Fest wird. Bei wichtigen Feiertagen wie z.b. Oster, Weisser Sonntag, Pfingsten und Weihnachten werden die Gottesdienste besonders festlich gestaltet. Beim Einzug können die Ministranten das grosse Kreuz, die Kerzen, die Bibel und weitere Gegenstände mittragen, die sie oder der Gottesdienstvorsteher während der Feier einsetzen. Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 2

3 Was ist ministrieren? Vertreten, Dienen für die Leute im Gottesdienst. Du hilfst mit, das der Gottesdienst eine Feier wird und du vertrittst die Leute, welche nicht alle rund um den Altar stehen können. Ministrieren ist eine ganz wichtige Aufgabe. Durch deine Haltung (wie du stehst, gehst, sitzest, betest, singst und so weiter) bist du den Menschen in der Kirche auch Vorbild. Du spornst sie an zum Mitbeten und Mitsingen. Die Aufgaben der Ministranten 1. Tragen des grossen Kreuzes zum Einzug und zum Evangelium 2. Tragen von Kerzen, Evangelienbuch und Rauchfass mit Weihrauch um Einzug und während des Gottesdienstes 3. Manchmal einziehen des Opfers (Geld sammeln für gute Zwecke) 4. Bereitstellen von Brot und Wein bei der Gabenbereitung 5. Läuten bei der Wandlung (Segnung von Brot und Wein) 6. Holen der Hostien für die Kommunionfeier 7. Abräumen des Altares nach der Kommunion Ministranten Anlässe Liechtle im Advent: Im Advent gehen die Ministranten von Haus zu Haus und zünden das Adventslicht an. Das machen sie insgesamt vier Mal um Uhr Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 3

4 Was heissen die Buchstaben Ministrant M - für Mut. Die Familie, die Schule, die Welt mitgestalten und mutig für das Gute eintreten. I - für Interesse. Interesse zeigen für die Geheimnisse der Welt und des Lebens. N - für Nachdenken. Darüber nachdenken, wie unser Leben und das Leben der andern gut gelingen kann. I - für immer. Immer wieder neu beginnen, auch wenn einmal etwas nicht so gut gelingt. S - für Suchen. Gott im Leben suchen, uns von ihm finden lassen und fragen, was er uns sagen will. T - für Treue. Wir vertrauen, Gott bleibt uns treu, wie er versprochen hat. Auf sein Wort hören. R - für Ruf. Wir sind gerufen, im Geist von Jesus zu leben, seit unserer Taufe. A - für Altar. Der Altar und der Ambo sind in der Mitte. Hier, wo Jesus ist, tun wir unseren Dienst. N - für Nächste Nicht nur für Gott sind wir da, sondern auch für unsere Mitmenschen. T - für Tun. In der Gruppe, Gemeinschaft tun, was uns Freude macht und füreinander da sein. Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 4

5 Die Farben in der Kirche Der Priester hat je nachdem eine andere Farbe für sein Kleid. Herr Hornstein hat je nach dem einen anderen Dekorationsstreifen an seinem Kleid. Die Ministranten haben je nach dem einen anderen Gurt zu ihrem Kleid. Am grossen Altar und beim Lektionar sind je nach Zeit Kirche verschieden farbige Tücher. Die unterschiedlichen Farben haben eine bestimmte Bedeutung und gehören zu einer bestimmten Zeit im Kirchenjahr. Weiss oder Gold: diese Farbe weist auf Jesus hin und auf die Freude. Weihnachten und Weihnachtszeit Dreikönig Hoher Donnerstag Ostern, Osterzeit und Himmelfahrt Dreifaltigkeitssonntag Taufe, Kommunion und Hochzeiten Rot: Die rote Farbe ist für den Heiligen Geist (Feuer) und das Blut der Heiligen Frauen und Männer, welche für Jesus gestorben sind, beschrieben. Palmsonntag Karfreitag Pfingsten Firmung Violett: ist die Farbe für den Übergang, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, Ostern. Adventszeit Passionszeit Buss- und Bettag Beerdigungen Grün: bedeutet Wachsen und Hoffnung. Grün verwendet man für die Sonntage, und Werktage, an denen keine andere Farbe vorgesehen ist. Zeit nach Dreikönig bis Aschermittwoch Zeit nach Auffahrt / Himmelfahrt bis Advent Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 5

6 Ablauf der Ministranten während dem Gottesdienst Es ist ein normaler Sonntag. Am Morgen gehe ich eine Viertelstunde früher in die Kirche, weil ich heute ministriere. Es sind noch zwei andere Ministranten dabei. In der Sakristei ziehe ich weisse Schuhe und ein weisser Mantel mit einem Gurt an, Farbe des Gurtes je nach Anlass. Um den Hals trägt man ein Kreuz. Vor dem Kirchenanfang sagt man in der Sakristei ein Gebet: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Der Himmel und Erde erschaffen hat. Am Anfang läutet ein Ministrant für den Kirchenanfang. Einer nimmt das Buch - die anderen zünden die beiden Kerzen an. Dann kommt die Lesung. Der Lektor sagt: Lesung aus dem Evangelium nach Christus., Zum Abschluss sagt der Lektor: Wort des lebendigen Gottes. Antwort: Dank sei Gott. Die beiden Kerzenträger gehen mit dem Priester zum Ambo. Nachher kommt die Kommunionfeier. Herr Hornstein liest ein Gebet und anschliessend kommt die Uebertragung. Das heisst: das man die Hostien holt, danach stellt man die grossen Kerzen ab. Herr Hornstein zeigt Hostienschale und ein Ministrant schlägt den Gong an. Auf dem Altar zünden zwei Ministranten die kleinen Kerzen an, dann kommt das Gebet Vater Unser. Während dem Orgelspiel oder Gesang verteilt Herr Hornstein die Hostien an die Kirchenbesucher und die Kinder, welche noch nicht Erstkommunion gefeiert haben, bekommen ein Kreuzzeichen. Nachdem versorgt man die Hostien. Herr Hornstein sagt: es segne Euch Geht in Frieden. Zum Schluss gehen die Ministranten und Herr Hornstein in die Sakristei zurück. Dann sagen wir noch ein Gebet. Herr Hornstein sagt: Gelobt sei Jesus Christus. Wir Ministranten sagen als Antwort: Amen, Deo gratias. Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 6

7 Ausbildung Wenn man Erstkommunion gehabt hat, hat man die Auswahl Ministrant/in zu werden oder auch nicht. Ministranten helfen dem Pfarrer (Pfarrerleitung) unterstützen. Für eine Ministrantenausbildung braucht man 3-4 Mal je 90 Minuten. In der Ausbildung lernt man den Ablauf des Gottesdienstes. Ministranten Müswangen; Janine Wyss und Céline Schimon Seite 7

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