Wir sind Gottes Kinder Das Kirchenjahr in unserer KiTa erleben Heute ist ein Festtag hier im Haus zu uns kommt der Bischof Nikolaus

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1 Wir sind Gottes Kinder Das Kirchenjahr in unserer KiTa erleben Heute ist ein Festtag hier im Haus zu uns kommt der Bischof Nikolaus Wir sind eine KiTa in katholischer Trägerschaft, und so gehört es für uns selbstverständlich dazu, dass wir zu gewissen Anlässen Gottesdienste feiern. Unser Jahreskreis ist geprägt von Festen unseres Glaubens. Dazu gehört auch der Namenstag des heiligen Nikolaus. Bereits in den Tagen vorher haben die Kinder im Morgenkreis oder in Kleingruppen einiges über das Leben des Nikolaus erfahren. Es gibt viele verschiedene Legenden über seine guten Taten Nikolaus half aus einer Hungersnot, als er Korn von Schiffen bekam, ohne dass diese leichter wurden er half einem Schiff in Seenot er rettete eine Familie indem er in drei Nächten je einen Sack mit Brot, Kleidern, Stiefeln vor die Tür stellte. Das sind wohl die drei bekanntesten. Jedes Jahr wählen wir reihum eine davon aus, die wir dann in verschiedenen Aktivitäten vertiefen: dazu malen, basteln, Lieder singen, Bilderbücher und Geschichten vorlesen. In diesem Jahr (2015) war die Legende von den drei Säcken an der Reihe.

2 Ein Mann, dessen Frau gestorben war, wurde krank. So konnte er nicht mehr arbeiten und bekam deshalb auch kein Geld. Heutzutage bekommt man seinen Lohn weiter gezahlt, auch wenn man krank ist. Doch damals war das noch nicht so. Und weil es kein Geld gab, konnte der Vater seinen drei Kindern auch nichts mehr kaufen: kein Essen keine warmen Kleider für den Winter erst recht keine Süßigkeiten und kein Spielzeug aber auch kein Holz für den Ofen. Und als der Winter kam mussten sie frieren und Hunger leiden. Abends wenn die Kinder zu Bett gingen, weinten sie oft: Wir haben solchen Hunger. Wir können gar nicht einschlafen. Ach wenn wir nur ein Stück Brot hätten. Der Vater sagte: Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren! Lasst uns beten, vielleicht erhört uns Gott. Und so sprachen sie: Lieber Gott, bitte erhöre uns. Wir haben solchen Hunger. Bitte, Bitte hilf uns doch. In dieser Stadt wohnte auch ein Bischof Namens Nikolaus. Wo er nur konnte kümmerte er sich um die Menschen und half ihnen in ihrer Not. Bischof Nikolaus erfuhr auch von den drei armen Kindern und ihrem Vater. Und so machte er sich noch in dieser Nacht auf den Weg. Er klopfte an die Türe, stellte einen Sack davor und ging schnell wieder weiter. Der Vater wachte von diesem Klopfen auf und ging nachschauen wer das wohl sei, aber es war niemand mehr da. Nur ein Sack stand vor der Tür. Und als er den Sack hereinholte und ihn mit seinen Kindern öffnete, fand er darin leckere duftende Brote und Mehl. Da freuten sie sich sehr. Endlich etwas zu essen. Sie knieten sich hin und beteten zu Gott: Lieber Gott, wir danken dir, dass du uns erhört hast. Wir danken dir, dass du uns Hilfe geschickt hast. In der nächsten Nacht wollten die Kinder wach bleiben. Sie wollten sehen, wer da klopft. Aber an diesem Abend waren sie seit langer Zeit zum ersten Mal wieder satt. Und so sind sie selig eingeschlafen. Nur der Vater hörte die Schritte vor der Tür. Er hörte auch das Klopfen. Aber als er die Tür öffnete war es schon zu spät. Keiner mehr da. Nur ein Sack stand wieder davor. Als er diesen öffnete waren lauter warme Wintersachen darin: Jacken, Mützen, Schals, Handschuhe endlich mussten sie nicht mehr frieren. Auch heute Abend beteten sie wieder: Lieber Gott wir danken dir. Und dann kam die dritte Nacht. Heute schafften es die Kinder wach zu bleiben. Als sie Schritte hörten vor dem Haus, rannten sie schnell zu Tür und entdeckten den Bischof Nikolaus, wie er gerade wieder einen Sack davor stellte. Sie nahmen ihn mit in die Stube und sagten: Lieber guter Bischof Nikolaus wir danken dir. Er aber sagte: Dankt nicht mir. Dankt Gott. Und als sie diesmal den Sack auspackten, waren für jeden ein Paar Stiefel darin. Aber als sie sie anziehen wollten, kamen sie nicht hinein. Etwas steckte in den Stiefeln. Und als sie nachschauten, war in jedem Stiefel ein Apfel. Und deshalb gehören Äpfel zum Nikolausfest dazu.

3 Schritt für Schritt wurde die Legende in einem Bodenbild nachgelegt. Vor vielen Jahren, in einer Stadt namens Myra, wohnte ein Vater mit seinen drei Kindern. In dieser Stadt kümmerte sich Bischof Nikolaus um die Menschen. Er erzählte ihnen von Gott und seiner großen Liebe zu den Menschen. Er feierte mit ihnen Gottesdienst. Er sagte immer wieder: schaut nach euren Nachbarn, geht zu den Kranken, kümmert euch um die Armen. Und er selber machte es auch so: er gab, wo er nur konnte und teilte alles was er hatte. Eines Tages wurde der Vater krank. Er bekam kein Geld mehr. Und so konnte er nichts zu Essen mehr kaufen. Sie hatten auch keine Kleider für den kalten Winter. Sie mussten hungern und frieren. In dem Haus war bittere Armut: es war dunkel und kalt.

4 Das erfuhr Bischof Nikolaus und stellte einen Sack vor die Tür. Als sie ihn öffneten freuten sie sich sehr über das Mehl und das Brot. In dem Haus wurde es wieder hell und warm. Wir singen dazu: Nikolaus teilt Freude aus Nikolaus bringt Licht. Nikolaus hat Namenstag wir fürchten uns nicht. Noch zwei weitere Nächte kam Bischof Nikolaus und brachte einen Sack. Einmal mit warmer Kleidung und in der dritten Nacht mit Stiefeln. Und als die Kinder sie anziehen wollten, kamen sie nicht hinein. Es steckte ein Apfel darin. Und deshalb gehören Äpfel zum Nikolausfest dazu. Dieses Lied singen wir schon viele Jahre zum Nikolausfest: Heute ist ein Festtag hier im Haus, zu uns kommt der Bischof Nikolaus. Nikolaus teilt Freude aus, Nikolaus bringt Licht. Nikolaus hat Namenstag wir fürchten uns nicht. Gerne half er Menschen in der Not, teilte mit den Armen auch sein Brot. Nikolaus teilt Freude aus, Nikolaus bringt Licht. Nikolaus hat Namenstag wir fürchten uns nicht. Alle Kinder kennen diesen Mann, der schon viel, viel gutes hat getan. Nikolaus teilt Freude aus, Nikolaus bringt Licht. Nikolaus hat Namenstag wir fürchten uns nicht. Da der echte Nikolaus schon vor vielen Jahren gestorben ist und zu Gott in den Himmel gekommen ist, haben wir bei Udo Hartmann angefragt, ob er nicht zu uns kommt und die Vertretung für den Nikolaus machen mag. Dabei haben wir auch gesehen, wie ein Bischof gekleidet ist: Das weiße Gewand heißt Albe.

5 Die Bischofsmütze heißt Mitra. Auch einen Bischofsstab hat er dabei. Solch einen Stab haben auch Hirten. Sie können damit die wilden Tiere verjagen und mit dem gebogenen Teil die Schafe die weglaufen wollen wieder einfangen. Der Bischof will für uns ein guter Hirte sein und uns vor Bösem schützen und uns zusammenhalten.

6 Udo teilt nicht nur die Säckchen vom Nikolaus aus. Er bringt uns auch noch etwas besonderes mit: Gottes Segen. Dazu bekommen wir ein Weihwasser-Kreuz auf die Stirn.

7 Nicht nur die Kleinen, auch die Großen können es gebrauchen: alle Erzieherinnen bekommen auch ein Weihwasser-Kreuz. So eine Nikolausfeier ist doch furchtbar anstrengend. so manch einer wird vom Schlafe überrascht.

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