Testen Prinzipien und Methoden
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- Sebastian Flater
- vor 10 Jahren
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Transkript
1 Testen Prinzipien und Methoden ALP 2 SS Natalie Ardet
2 Definition Im folgenden gilt: Software = Programm + Daten + Dokumentation
3 Motivation Software wird immer mehr in Bereichen eingesetzt, wo ein Versagen zu wirtschaftlichen Verlusten führt und Menschenleben gefährdet wird. 50 % der Ausfälle im industriellen Sektor sind auf Software-Fehler zurückzuführen Was sind die Folgen? => Zunehmende Qualitätsanforderungen
4 Beispiel Das akzeptieren eines 0,1%-Defektniveaus bedeutet: - Pro Jahr: fehlerhafte Medikamente 300 versagende Herzschrittmacher - Pro Woche: 500 Fehler bei med. Operationen - Pro Tag: verlorene Briefe in der Post 18 Flugzeugabstürze - Pro Stunde: Schecks nicht korrekt gebucht
5 Verifikation vs. Validation Mittels Verifikation wird festgestellt ob ein Programm seiner Spezifikation entspricht. => z.b. mit dem Hoare-Kalkül. Die Verifikation beantwortet die Frage: Erstellen wir das Produkt richtig? Boehm (1979) Wie beantworte ich die Frage Erstelle ich das richtige Produkt?? => Validierung
6 Problem V&V Formalisierung Validierung Implementierung Spezifikation Programm Verifikation
7 Das Testen Das Testen ist ein Validierungsverfahren, um festzustellen ob ein Programm/Komponente seinen Zweck erfüllt. Das Testen ist ein dynamisches Verfahren. Als Nebeneffekt kann das Vorkommen von Fehlern in dem Programm festgestellt werden. Die Fehlerbehebung ist ein Vorgang, der diese Fehler lokalisiert und korrigiert.
8 Prinzip Testdaten Spezifikation Programm Testorakel Testergebnisse Ist-Soll-Vergleich Erwartete Ergebnisse
9 Quiz Ein Programm wird getestet. Die Ausgaben entsprechen den Erwartungen. Ist das Programm fehlerfrei?
10 Kernaussage Tests zeigen das Vorhandensein, nicht die Abwesenheit von Programmfehlern. Erläuterung: Wirklich vollständige Tests, bei denen jeder denkbare Ablauf der Ausführung eines Programms getestet wird, sind praktisch undurchführbar.
11 Äquivalenzklassen Ein systematischer Ansatz des Testens beruht auf die Partitionierung der Eingabedaten in Klassen. Die Programme verhalten sich für alle Mitglieder einer Klasse auf vergleichbare Weise. Wegen dieses äquivalentes Verhalten werden diese Klassen Äquivalenzklassen genannt. Die Testfälle werden so entworfen, dass die Eingaben mindestens ein Element jeder Klasse beinhalten.
12 Grenzwerte Eine gute Richtlinie, an der man sich bei der Auswahl der Testdaten orientieren kann, besteht darin, zum einen Testdaten an den Grenzen von Klassen und zum anderen solche auszuwählen, die in der Mitte der Klasse liegen.
13 Beispiel Weniger als 4 Zwischen 4 und 10 Mehr als
14 Testverfahren Funktionales Testen Strukturelles Testen Kantenüberdeckungstest Pfadüberdeckungstest
15 Funktionales Testen Funktionale Tests stellen einen Testansatz dar, bei dem die Tests von der Programm- oder Komponentenspezifikation abgeleitet werden. Das System ist eine Black Box, deren Verhalten nur durch die Untersuchung ihrer Eingaben und der dazugehörigen Ausgaben festgestellt werden kann. Funktionales Testen beschäftigt sich nur mit der Funktionalität und nicht mit der Implementierung.
16 Strukturelles Testen Testansatz, bei dem die Tests aus der Kenntnis der Implementierung abgeleitet wird. Auch White-Box-Test, Glass-Box-Test oder Clear-Box-Test genannt. Für kleine Programmeinheiten geeignet (z.b. eine Methode) Der Code wird analysiert, dadurch wird die Ablaufstruktur bekannt. Die Testdaten werden aus der Ablaufstruktur abgeleitet.
17 Kantenüberdeckungstest Definition: Kantenüberdeckungstests sind eine Strategie des strukturellen Testens, deren Ziel darin besteht alle Anweisungen im Programm oder in der Komponente wenigstens einmal im Verlauf des Testprozesses auszuführen
18 Pfadüberdeckungstest Definition: Pfadüberdeckungstests sind eine Strategie des strukturellen Testens, deren Ziel in der Erprobung jedes einzelnen unabhängigen Ausführungspfades eines Programms oder einer Komponente besteht.
19 Fehlerbehebung Es muss sichergestellt werden, dass der vermeintlicher Fehler ein tatsächlicher Fehler ist. Es muss sichergestellt werden, dass die Fehlerbehebung keine neuen Fehler zur Folge hat => Regressionstest
20 Prioritätsebene eines Fehlers 1. Kritisch: Der Betrieb der Anwendung ist unterbrochen. 2. Hohe Priorität: ein signifikantes Problem, aber das Programm läuft noch. 3. Mittlere Priorität: Das Problem wirkt sich kaum auf den Betrieb der Anwendung aus. 4. Niedrige Priorität: Das Problem hat keinerlei Einfluss auf den Betrieb der Anwendung.
21 Fehlerlebenszyklusmodell NEU OFFEN ZUGEWIESEN ZURÜCKGESTELLT IN BEARBEITUNG KORRIGIERT ABGESCHLOSSEN
22 Dokumentation eines Fehlers Die Priorität des Fehlers bestimmen Jedem Fehler einen eindeutigen Bezeichner zuordnen Testverfahren und Softwareversion dem Fehler zuordnen Datum an dem der Fehler berichtet wurde Status des Fehlers protokollieren
23 Testaufwand Der Testaufwand lässt sich dadurch verringern, dass man die Fehler mittels Verfahren entdeckt die keine Fehlerlokalisierung benötigen, wie: Code-Inspektionen (Vier-Augen-Prinzip) und die Fehleranzahl reduziert: Selbstkontrolliertes Programmieren
24 Selbstkontrolliertes Programmieren Programmspezifikation Katalog von Programmierregeln Programmieren Fehleranalyse Programm Versagen Erfolg Der Regelkreis des selbstkontrolliertes Programmierens (nach Gram 1990)
25 Testphasen Komponententest (Entwickler) Integrationstest (Entwickler) Systemtest (Entwickler, Benutzer) Abnahmetest (Benutzer) Alpha-Test (für individuelle Software) Beta-Test (für Software Produkte)
26 Komponententest Eine logische Einheit wird getestet (z.b. eine Klasse). Ein Testtreiber muss implementiert werden um das System zu simulieren.
27 Integrationstest Das Zusammenspiel der getesteten Komponenten wird getestet. Der Integrationstest sollte inkrementell sein: keine Big-Bang Integration Fehlende Komponenten werden durch Testtreiber oder Stubs simuliert. Diese sind Platzhalter und verfügen über eine geringere Funktionalität als die fehlenden Komponenten.
28 Beispiel A verwendet B und A soll getestet werden => es wird ein Stub für B geschrieben, der das Verhalten von B simuliert. B verwendet A und A soll getestet => es wird ein Testtreiber geschrieben, der die Interaktion mit B simuliert.
29 Testplanung Reihenfolge der Testplanung 1. Abnahmetest 2. System & Integrationstest 3. Komponententest
30 Neue Testformen Ursprünglich diente das Testen der Validation einer Software im Ganzen: => Validation gegen Benutzeranforderungen Heutzutage wird Test-Driven Development betrieben, wo jede Komponente eines Programms intensiv getestet wird. => Validation/Verifikation gegen Entwickleranforderungen Beispiel: extreme Programming & Unit Testing
31 Literatur/Quellen Theorie: Software Engineering (Kap.7) W.Zuser et. Al., Pearson Studium Praxis: Effective Methods for Software Testing, W.E.Perry, Wiley 1999 Software: Junit,
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