Humor im Krankenhaus

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1 Humor im Krankenhaus Clowndoctors im Einsatz zur Bewältigung von Kinderängsten Mag. Christine Außerwöger April 2009 Verlag VDM Dr. Müller

2 Inhaltsverzeichnis Vorwort...4 I. THEORETISCHER TEIL Humor Definitionen und Begriffe von Humor Humortheorien Überlegenheits- und Aggressionstheorien Psychoanalytische Theorien Psychophysiologische (kathartische) Theorien Soziale Theorien Inkongruenztheorien Spieltheorie Funktionen des Humors Die kommunikative Funktion Die soziale Funktion Die psychologische Funktion Therapeutischer Humor Lachen Definitionen von Lachen Gelotologie die Wissenschaft vom Lachen Physiologische Funktionen von Lachen Angst Definitionen und Begriffe von Angst Abgrenzung der Begriffe Angst, Furcht und Phobie Physiologische Auswirkungen von Angst Kinderängste Urangst Entwicklungsbedingte Ängste Ängste von 0-6 jährigen Kindern Ängste von 7-18 Jährigen Typische Kinderängste Angst vor der Dunkelheit Angst vor Tieren Angst vor Monstern und Geistern Angst vor dem Alleinsein Angst vor der Schule Verlassenheitsangst und Trennungsangst Entwicklungsstadien der kindlichen Trennungsangst Trennungsreaktionen Das Kind im Krankenhaus Die Situation des Kindes im Krankenhaus Psychischer Hospitalismus

3 3.3 Angst auslösende Faktoren im Krankenhaus Trennung von der Bezugsperson Krankenhausmilieu Medizinische und therapeutische Eingriffe Krankheitserleben des Kindes Angst reduzierende Bedingungen im Krankenhaus Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt Rooming-in Gestaltung der Station Humor im Krankenhaus Clowns im Krankenhaus Die Clownfigur Geschichte des Clowndoctoring Michael Christensen Patch Adams Die Clownvisite Die ROTE NASEN Clowndoctors Entstehung und Organisation Vision und Arbeitsweise Ausbildung zum Clowndoctor...72 II. PRAKTISCHER TEIL Empirische Untersuchung: Humor als Hilfe zur Bewältigung von Angst bei Kindern im Krankenhaus Fragestellung und Zielsetzung Hypothesen Methode und Durchführung der Untersuchung Methode: das qualitative Interview Der Interviewleitfaden Der Untersuchungsablauf Auswertung & Interpretation der Untersuchungsergebnisse Auswertungsmethode: Inhaltsanalyse nach Mayring Einteilung der altersgemäßen Entwicklungsstufen nach Piaget Die Periode des voroperationalen Denkens Die Periode der konkreten Operationen Ergebnisse der Untersuchung Auswertung der Detailfragen Zusammenfassung und Interpretation der einzelnen Ergebnisse Diskussion der Hauptfragestellung Conclusio & Anmerkungen Literaturverzeichnis

4 Vorwort Lachen ist die beste Medizin, so lautet eine alte Volksweisheit, der etwas Wahres anzuhaften scheint. Humor als dispositionelle Eigenschaft wurde und wird, besonders im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung, viel diskutiert und eingehend untersucht. Die Aktualität der Thematik zeigt sich auch in dessen steigender Präsenz in den Medien, insbesondere durch die Entwicklung der Gelotologie - der Wissenschaft vom Lachen - ist das mediale, aber auch das medizinische Interesse an dieser Thematik gewachsen. Die positiven Wirkungsweisen des Lachens, sowie ein maßgeblicher Zusammenhang zwischen Humor und körperlicher Gesundheit konnten in vorangehenden Studien bestätigt werden. Mit diesem Wissen entstand in Amerika die Idee, Clowns in Kinderkrankenhäusern einzusetzen, um kranke PatientInnen in ihren schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Seit 1991 sind die Krankenhausclowns auch in Österreichs und Deutschlands Spitälern unterwegs und versuchen den kleinen PatientInnen den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern, indem sie ihnen beim Umgang mit ihren Ängsten helfen, vom Alltag ablenken, Schmerzen vergessen lassen und Mut machen. Mit diesem Buch soll ein Beitrag zur Humorforschung geleistet und aufgezeigt werden, wie Humor zur Bewältigung von Ängsten bei Kindern im Krankenhaus eingesetzt werden kann. Langfristig soll dadurch der Krankenhausaufenthalt für die Kinder als auch für die Pflegschaft, die ÄrztInnen und Angehörigen der PatientInnen, erleichtert und angenehmer gestaltet werden. Es soll deutlich werden, dass Humor in der Pädagogik, genauso wie in der Psychologie und der Medizin, eine wichtige Rolle spielt. Die Grenze zwischen diesen drei Disziplinen ist fließend, jedoch soll der pädagogische Ansatz zum Thema Humor hier Priorität haben. Um mit Titze (1998) zu sprechen, erleben hospitalisierte Kinder eine bedrohliche Welt, in der sie sich zurückziehen, verlernen, fröhlich und unbeschwert zu sein und nicht fähig sind zu lachen. Von Angst und Stress überwältigt kann das Kind leicht die Fähigkeit zu spielen verlieren. Im erheiternden Spiel, so Titze, könne sich das Kind von den Auswirkungen seines Leidens distanzieren. Da der Zusammenhang von Spiel und Humor sehr eng ist, helfen die Clowns, wie Kuntz und Voglsinger (2004) wissen, den Kindern dabei, wieder spielen zu lernen und entlasten sie so auch etwas von der erdrückenden Ernsthaftigkeit der Situation. Für Speck (1996) ist das Spiel eine der elementarsten Aktivitäten des Menschen und einer der wichtigsten pädagogischen Zugänge zum Kind. 4

5 Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Humor eingesetzt werden kann, um im Krankenhaus auftretende Ängste von Kindern zu lindern. Insbesondere soll die Wirkung der ROTE NASEN Clowndoctors auf die Ängste von Kindern im Krankenhaus untersucht werden. Das macht es erforderlich, sich mit Humortheorien und der Funktion des therapeutischen Clowns, sowie mit den Themen Krankenhaus und Angst auseinander zu setzen, wobei der Verlassenheitsangst der Kinder im Krankenhaus besondere Beachtung geschenkt wird. Im ersten Kapitel wird eine Auswahl an Definitionen zum Begriff Humor präsentiert. Es werden verschiedene Humortheorien und Funktionen des Humors beschrieben und schließlich wird auf den therapeutischen Humor und das Lachen in Zusammenhang mit der Gelotologie eingegangen. Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Angst, wobei neben Definitionen und Begriffsabgrenzungen verschiedene Kinderängste, insbesondere entwicklungsbedingte Ängste und typische Kinderängste, wie z.b. Angst vor Dunkelheit oder Angst vor Monstern und Geistern, ausführlich behandelt werden. Ein eigener Teil ist der Verlassenheits- und Trennungsangst von Kindern gewidmet. Im dritten Kapitel wird auf das Thema Das Kind im Krankenhaus eingegangen. Neben einer Darstellung der Situation des Kindes im Krankenhaus wird auch das Phänomen des Psychischen Hospitalismus näher betrachtet. Der Hauptteil dieses Kapitels setzt sich aus der Erläuterung Angst auslösender und Angst reduzierender Bedingungen im Krankenhaus zusammen. Das letzte Kapitel des Theorieteils handelt von den Clowns im Krankenhaus. Neben der Beschreibung der Clownfigur wird außerdem auf die Entstehung des Clowndoctoring und den Ablauf einer Clownvisite eingegangen. Die LeserInnen erhalten einen Einblick in den Verein ROTE NASEN Clowndoctors, welche Gegenstand der Untersuchung sind, die im Praktischen Teil der Arbeit erläutert wird. Der empirische Teil beschäftigt sich mit den Fragen, welche Ängste Kinder im Krankenhaus haben und inwieweit Humor in der von den ROTE NASEN Clowndoctors praktizierten Form zur Bewältigung von Ängsten bei Kindern im Krankenhaus beitragen kann. Zentrales Forschungsthema ist die (vielfältige) Wirkung der Clowndoctors auf kranke Kinder. Die Methode der Untersuchung soll das Qualitative Interview sein, das in Form eines Leitfaden-Interviews mit den Eltern der Kinder im Krankenhaus geführt wird. Abschließend wird die Auswertung der Ergebnisse nach der Inhaltsanalyse nach Mayring beschrieben, und die Ergebnisse werden diskutiert und interpretiert. 5

6 I. THEORETISCHER TEIL 1. Humor 1.1 Definitionen und Begriffe von Humor Wer versucht, den Humor zu erklären, setzt sich dem Verdacht aus, keinen zu haben. (Hans-Dieter Gelfert 1998 zit. n. Schreiner 2003, 75) Der Begriff Humor stammt vom lateinischen humores ab und bedeutet soviel wie Feuchtigkeit, Körpersaft, Säftemischung (Dorsch Psychologisches Wörterbuch 1991, 289 zit. n. Kuntz/Voglsinger 2004, 13). Auch Schreiner (2003) stellt den Bezug zum lateinischen Wortstamm humor her, was soviel wie flüssig bedeutet. Diese ursprüngliche Bedeutung geht auf die Ansicht von Hippokrates, Galen und der mittelalterlichen Medizin zurück, die annahmen, dass die Temperamente der Menschen auf der unterschiedlichen Mischung der vier Körpersäfte Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle beruhten (Schreiner 2003, 69). Im Lexikon der Psychologie ist Humor nach antiker Vorstellung die Mischung der Lebenssäfte, die die Gemütsstimmung bewirkt. Seit dem 18. Jahrhundert wird eine menschliche Grundhaltung, die auch das Unzulängliche und Widrige der Wirklichkeit mit Liebe und Gelassenheit heiteren Darüberstehens betrachtet, als Humor bezeichnet (Lexikon der Psychologie 1995, 179). Humor ist die menschliche Haltung, die in allem Wirklichen, auch wo es unbedeutend und widrig ist, das Bedeutsame oder doch Liebenswerte erkennt, dadurch in ihm einen Beziehungsreichtum und eine Versöhnlichkeit aufdeckt, die die bloße Verständigkeit nicht sieht und denen sich insbesondere die Übellaunigkeit verschließt. (Der große Brockhaus 1954, 577 zit. n. Kuntz/Voglsinger 2004, 20f) Laut Schreiner (2003) ist Humor ein komplexes, facettenreiches Konstrukt, das oft als übergeordneter Begriff verwendet wird, um das Gesamtgebiet des Komischen oder Lustigen zu bezeichnen (Schreiner 2003, 76, 80). Titze (1995) beschreibt Humor als ein vielschichtiges, ja schillerndes Phänomen, was schon mit der Frage seiner Definition beginnt. Manche Autoren unterscheiden den Humor 6

7 vom Witz, andere verstehen ihn als einen Sammelbegriff, der mit verbalen als auch nonverbalen Mitteln versucht den physiologischen Reflex des Lachens auszulösen (Titze 1995, 287). Weiters schreibt er, dass der Humor nicht einseitig ausgerichtet ist, sondern im Spannungsverhältnis des Gegensinnigen entsteht. Humor als kreative Form geistiger Aktivität bricht aus dem starr Festgelegten aus und kann somit mehrere Ebenen in Anspruch nehmen. So stellt, laut Titze (1995), Humor ein grenzüberschreitendes Phänomen dar, das sich über Regeln hinwegsetzt, die unser normales Alltagsleben bestimmen, und zwar besonders dann, wenn deren Nichtbeachtung peinliche Konsequenzen hat (Titze 1995, 289). Das Wesen des Humors ist Empfindsamkeit, warmes, zartes Mitgefühl mit allen Formen des Daseins. (Thomas Carlyle zit. n. Bokun 1996 zit. n. Schreiner 2003, 77) Critchley (2004, 19), behauptet in seinem Werk Über Humor, dass man es beim Humor mit einer Form der Befreiung oder Erhebung zu tun hat, die etwas Wesentliches über die Menschlichkeit des Menschen (Plessner) zum Ausdruck bringt. Der Humor bringt eine Veränderung der Situation zustande, eine Surrealisierung des Realen. (zit. n. Critchley 2004, 20) Für Critchley (2004) verändert wahrer Humor die Situation, teilt uns etwas über uns selbst mit, über den Ort, an dem wir leben, und gibt uns vielleicht einen Hinweis darauf, wie dieser verändert werden könnte. Zudem verletzt wahrer Humor ein spezifisches Opfer nicht und beinhaltet immer, dass man sich selbst zum Gespött macht, wobei das Objekt des Lachens das lachende Subjekt ist (Critchley 2004, 21, 25). Nach Kuntz und Voglsinger (2004) löst Humor Freude, Erheiterung, Belustigung, Lächeln und Lachen aus, wodurch er in den Verdacht geraten könnte nicht ernst genug zu sein, sondern lächerlich. Der Humor tritt als Gegengewicht gegen das Ernste, Schwere und Würdevolle in Erscheinung, wobei er seinen eigenen Ernst bzw. seine eigene Lebensweisheit mitbringt. 7

8 Das ist das Wissen um die Unzulänglichkeiten und Unvollkommenheiten unserer Welt (Kiphard in: Kuntz/Voglsinger 2004, 59). Humor ist die Gabe eines Menschen, die Unzulänglichkeiten der Welt und der Menschen, den Schwierigkeiten und Missgeschicken des Alltages mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. (Drosdowski 1989, 294 zit. n. Kuntz/Voglsinger 2004, 21) Bei Robinson (1999) verlangt Humor Spontaneität und eine Prise Überraschung. Das Spiel, das für sie in gewisser Weise mit dem Humor verwandt ist, basiert auf der Balance zwischen Spontaneität und Wohlüberlegtheit. Sowohl Humor als auch Spiel beinhalten die Aspekte Freude, Phantasie und Freiheit, beide vermeiden den Realitätsbezug und gelten als trivial, obwohl sie nach strengen Regeln ablaufen und durchaus einen ernsten Unterton aufweisen (Robinson 1999, 5f). Humor ist in einer vorwiegend ernsten Situation normalerweise die einzig akzeptable Möglichkeit des Spiels. ( zit. n. Schreiner 2003, 6) Im Vergleich zum Witz sehen Kuntz und Voglsinger (2004) den Humor als nachdenklicher und tiefsinniger. Die lauteren und grelleren Witze entspringen dem Verstand, wohingegen der viel leisere Humor aus dem Herzen kommt. Er ist versöhnlich und betrachtet alles Widrige dieser Welt mit Nachsicht (Kiphard in: Kuntz/Voglsinger 2004, 59). Im Unterschied zu den vorwiegend intellektuellen Verhaltungsweisen der Ironie, der Satire, des Witzes, die dazu neigen, das Große als klein zu enthüllen, sind im Humor, der im Nichts das All sieht, alle Seelenkräfte wirksam, besonders die des Gemüts; in seinen höchsten Formen berührt er sich mit der Weisheit; (Der Große Brockhaus 1954, 577 zit. n. Kuntz/Voglsinger 2004, 13) Für Kiphard ist Humor feinsinniger als der Witz, weniger oberflächlich und leiser. Außerdem herzlicher und Ausdruck einer lebensbejahenden Grundhaltung (Kiphard 1999, 1 zit. n. Kuntz/Voglsinger 2004, 13f). Bachmaier (2000) versucht den Humor von den anderen Begrifflichkeiten der Komik, der Ironie und des Witzes abzugrenzen: 8

9 Beim Humor gehen wir meist davon aus, dass er etwas ist, was in der Disposition und der Haltung einer Person gewissermaßen im Leib, im Bauch angelegt ist, während Komik das Gelächter der Vernunft ausdrückt. Ironie ist dagegen eine kultivierte Form der Selbstrelativierung und der Distanzierung, um Toleranz zu verwirklichen, indem jedem und allem ein Eigenrecht zugebilligt wird. Wiederum in eine andere Richtung zielt der Witz: Er muss stets neu sein, und seine Innovation besteht darin, dass er Personen, Dinge und Sachverhalte, die eigentlich weit auseinander liegen, in der Pointe überraschend zusammenführt. (Bachmaier 2003, 3 zit. n. Schreiner 2003, 79) Den philosophischen Zugang legt Kuno Fischer (1898) indem er schreibt: Ich meine das Höchste und Tiefste, was der Mensch vollbringen kann: die volle und wahre Selbsterkenntnis, die nicht möglich ist ohne eine helle Erleuchtung der eignen Karikatur, ohne sich selbst lächerlich zu scheinen, ohne die komische Vorstellung der anderen heiter über sich ergehen zu lassen. Diese Selbsterkenntnis im heiteren Licht der ästhetischen Betrachtung ist nicht mehr Ironie, sondern Humor. (Fischer 1898, 112 zit. n. Schreiner 2003, 7) 1.2 Humortheorien Es existieren verschiedene Theorien darüber, warum Menschen lachen und welche Absichten und Funktionsweisen Humor beinhaltet. Im Folgenden wird näher auf Überlegenheits- und Aggressionstheorien, Psychoanalytische Theorien, Psychophysiologische Theorien, Soziale Theorien, Inkongruenztheorien und die Spieltheorie eingegangen Überlegenheits- und Aggressionstheorien Grundlage der Überlegenheitstheorie ist laut Robinson (1999) die Annahme, dass wir unsere Überlegenheit beweisen wollen, indem wir über die Unterlegenheit, die Dummheit oder das Pech anderer lachen. Diese Art der Freude über das Leid anderer haben bereits die griechischen Philosophen Platon und Aristoteles festgestellt (Robinson 1999, 18). Aristoteles beschreibt in seiner Degradationstheorie, dass die Wahrnehmung von Defekten, Deformierungen oder der Häßlichkeit eines Menschen zum Lachen anregt (Cooper 1922 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 39). Mit Schreiner (2003) ist das Lachen die Reaktion auf das Erleben eines unmittelbaren Triumphes über einen als minderwertig wahrgenommenen Menschen. Gross (1982 zit. n. Schreiner 2003, 101) sieht den Sinn des Komischen in einer Erhöhung des 9

10 Selbstwertgefühls. Durch den wahrgenommenen Kontrast zwischen einem Objekt, das von der Norm abweicht und der eigenen Beschaffenheit, empfindet man ein Gefühl der Erhebung und Erheiterung. Dieses Verlachen dient laut Gross der Kompensation von eigenen Minderwertigkeitsgefühlen (Schreiner 2003, 101). Nach Bergsons Theorie ist Humor das Lachen über stereotypes, unsoziales Verhalten anderer, und über törichtes Benehmen, wie beispielsweise der Marx Brothers oder Dick und Doof, was Spott und Gelächter erzeugt. Ein typisches Beispiel hierfür wäre die Torte im Gesicht oder das Ausrutschen auf einer Bananenschale (Robinson 1999, 18f). Diese Art des Humors enthält laut Rapp (1951 zit. n. Robinson 1999, 19) ein Stück Aggression, einen Aufschrei des Triumphes. Nach Ziv (1984 zit. n. Schreiner 2003, 100) ist das Lachen eine zivilisierte Form des Aggressionsausdrucks, der im Laufe der Evolution notwendig geworden ist, um Auseinandersetzungen nicht nur körperlich, sondern auch verbal auszutragen (Schreiner 2003, 100). Eibl-Eibesfeldt (1967 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 40) sieht das Lachen als eine ursprüngliche Drohgebärde, wobei sich das aggressive Zähnefletschen zu einer aggressiv entschärften Drohgebärde, einer Begrüßungszeremonie, gewandelt hat (Titze/Eschenröder 2003, 40). Schreiner (2003) erklärt, dass die Bedrohlichkeit der aggressiv humoralen Botschaft durch den Spielcharakter, den der Humor besitzt, und das meist begleitende Lachen wieder abgeschwächt wird, und es so nicht gleich zu feindseligen Handlungen durch den Getroffenen kommt. Außerdem gilt es als sozialer und persönlicher Makel, wenn man nicht über sich selbst lachen kann oder keinen Witz versteht. Die Überlegenheits- und Aggressionstheorien betonen den feindseligen, entwertenden, aggressiven Charakter des Humors, wie man ihn zum Beispiel im Zynismus und Sarkasmus findet (Schreiner 2003, 101). Titze und Eschenröder (2003) bezeichnen Ironie, Sarkasmus und Zynismus als Formen von Humor, die Ausdruck aggressiven Auslachens sind (Titze/Eschenröder 2003, 40) Psychoanalytische Theorien Sigmund Freud entwickelte eine psychoanalytische Humortheorie (Robinson 1999, 15), die ihre Wurzeln in der Veröffentlichung seines Werkes Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten aus dem Jahre 1905 hat (Schreiner 2003, 104). Freud unterscheidet den Witz vom Humor, wobei der Witz erst in der Interaktion mit dem Publikum witzig wird 10

11 (Schreiner 2003, 104). Es gibt zwei Arten von Witzen, den harmlosen Witz und den tendenziösen Witz, der von Freud in vier Hauptarten eingeteilt wird: der obszöne Witz, der aggressiv-feindselige Witz, der blasphemische Witz und der kritische Witz. Robinson (1999) sagt, dass laut Freud die Menschen gezwungen seien viele elementare Bedürfnisse zu verdrängen, und der Witz daher zu einer akzeptierten Form wurde, um solche Bedürfnisse zu befriedigen. Der Witz passiert unbewusst und dient dazu, psychische Energie zu sparen (Robinson 1999, 15). Nach Schreiner (2003) resultiert bei Freud der Lustgewinn des tendenziösen Witzes aus der Ersparung an Hemmungs- und Unterdrückungsaufwand. Der Witz ermöglicht eine Befreiung des Verdrängten, schafft Befriedigung durch Lustgewinn und hat eine soziale und psychische Ventilfunktion. Wolfenstein (1954 zit. n. Schreiner 2003, 105) führt aus, dass der Witz sexuelle und aggressive Impulse befriedigen kann ohne dabei Scham- und Schuldgefühle entstehen zu lassen und zudem dem Anderen es erschwert mit offener Missbilligung zu reagieren (Schreiner 2003, 105). Robinson (1999) erklärt, dass bei Freud Witz, Komik und Humor unterschieden werden, die alle auf demselben Prinzip des Einsparens von psychischer Energie basieren. Die Lust am Witz geht aus dem ersparten Hemmungsaufwand hervor, die an der Komik geht auf den ersparten Denkaufwand zurück und die Lust am Humor entsteht aus dem ersparten Gefühlsaufwand (Freud 1992, 249 zit. n. Robinson 1999, 15). das Wesen des Humors besteht darin, dass man sich die Affekte erspart, zu denen die Situation Anlass gäbe, und sich mit einem Scherz über die Möglichkeit solcher Gefühlsäußerung hinaussetzt. (Freud 1927, 348 zit. n. Schreiner 2003, 105) Psychophysiologische (kathartische) Theorien Nach Titze und Eschenröder (2003) wurde erstmals im 19. Jahrhundert von Spencer (1860), Darwin (1872) und Hecker (1873) auf die physiologisch positive Wirkung des Lachens hingewiesen. Dadurch, dass das Lachen zum homöostatischen Ausgleich innerhalb des Organismus beiträgt, hilft es den Blutdruck zu stabilisieren, den Kreislauf anzuregen und den Körper zu entspannen (Titze/Eschenröder 2003, 38). Feinberg (1978, 3ff zit. n. Lotze 2003, 31) bezeichnet Humor und Lachen als angeborenes adaptives Potential und Ventil für aufgestaute, überschüssige Energie, wobei dem Humor eine psychisch-physisch kathartische Eigenschaft zugesprochen wird. 11

12 Gregory (1924) schreibt dazu: Eine Befreiung (von Spannungen) wird dem physischen Akt des Lachens und seinen physiologischen Begleiterscheinungen zugeschrieben ( ) Ein Gelächter als Ausdruck reiner Befreiung könnte der Ursprung sämtlicher Formen des Lachens sein, die sich hieraus gebündelt abgeleitet haben ( ) Das Phänomen der Befreiung erklärt zwar nicht das ganze Lachen, es stellt aber seine Wurzel und seinen Entwurf dar. Die Erkenntnis, dass (das Lachen) zu einer abrupten Spannungslösung führt, steht am Anfang der Lachforschung. (Gregory 1924, 40 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 38) Gelfert (1998, 14 zit. n. Schreiner 2003, 98) nimmt an, dass im affektiven Verhalten des Menschen zwei Grundspannungen vorhanden sind, nämlich die Erwartung und die Befürchtung. Die Erwartung richtet sich auf das Angenehme und wird daher angestrebt (Appetenz), hingegen richtet sich die Befürchtung auf das, was unangenehm ist und wird daher abgelehnt (Aversion). Auf diesen Annahmen basiert seine Theorie der Spannungsabfuhr (Schreiner 2003, 98). Reik (1929, 113) und Strotzka (1976, 309) sehen das Lachen als einen innerpsychisch bedingten, gesunden als auch biologisch notwendigen Entlastungsprozess an (Titze/Eschenröder 2003, 38). Bokun (1996) meint hierzu: Indem wir diese Überernsthaftigkeit beseitigen, befreien wir uns von den durch sie geschaffenen Ängsten und schalten damit gleichzeitig die Quelle psychosomatischer Erregung aus. Die im Körper aufgestaute Erregung entlädt sich, und zwar meist durch das Lachen. Ohne jene Gefühlsregung, die durch Spannung und Stress entsteht, fühlen wir uns körperlich wohl, und dies äußert sich als Vergnügen und Freude. Physiologisch gesehen entstehen Vergnügen und Freude aufgrund eines gesünderen Ausgleichs zwischen den Reaktionen des sympathischen und des parasympathischen Nervensystems sowie durch geringere Adrenalinausschüttung wozu es wiederum durch Ausschalten der selbstgeschaffenen Ängste kommt. (Bokun 1996, 49 zit. n. Schreiner 2003, 98) Laut Titze und Eschenröder (2003) betrachtet Freud (1905/1982a, 118) das Lachen als ein Phänomen der Abfuhr seelischer Erregung, was auf dem Gedanken basiert, dass Triebunterdrückung zu einem Anstau nervöser Energie führt. Das Lachen ermöglicht schließlich die Befreiung dieser verdrängten Affekte (Titze/Eschenröder 2003, 38f). 12

13 1.2.4 Soziale Theorien Laut Schreiner (2003) wird in den sozialen Theorien der sozial verbindende Aspekt betont (Schreiner 2003, 103). Ziv (1984, 26 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 48) weist auf die doppelwertige soziale Funktion des Humors hin: Sie bezieht sich einerseits auf das gruppendynamische Innenleben eines sozialen Systems, auf die Qualität der Interaktionen innerhalb einer Gruppe, und andererseits können dadurch die Mitglieder einer sozialen Gruppe gegenüber Außenstehenden ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln, was als adaptive Funktion bezeichnet wird (Titze/Eschenröder 2003, 48). Chapman (1976 zit. n. Schreiner 2003, 102) betrachtet Humor und Lachen als Ausdrucks- und Interaktionsmittel, die hauptsächlich in spielerisch-sozialen Kontexten zu beobachten sind. Erheiterung und Lachen stärken die Kommunikation einer Gruppe und fördern auf eine positive Art und Weise die Entwicklung der sozialen Beziehungen (Titze/Eschenröder 1998 zit. n. Schreiner 2003, 103). Im gemeinsamen Lachen kann zwischen den Mitgliedern einer Gruppe eine starke emotionale Nähe hergestellt werden (Ziv 1984, 32 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 49) aus der ein Wir-Gefühl entsteht, das die Gruppenkohäsion festigen kann (Titze/Eschenröder 2003, 49). Humor kann bei Schreiner (2003) auch Gruppennormen und -hierarchien anzeigen. Kinder bemerken, was in der Gruppe als komisch gilt und entwickeln so soziale Gruppenregeln. Die Anpassungsbereitschaft der einzelnen ist groß, da vermieden wird wegen Regelverstößen ausgelacht zu werden. Oft werden verdeckte soziale Konflikte durch Sarkasmus und Zynismus ausgetragen, was den Konflikt aber nicht löst und letztlich kontraproduktiv ist (Schreiner 2003, 103). Soziale Theorien enthalten noch weitere Elemente, die unter Punkt Soziale Funktionen des Humors nachzulesen sind Inkongruenztheorien Schreiner (2003) schreibt, dass Inkongruenztheorien die kognitiven Vorraussetzungen und Abläufe von Humor betonen, und laut Martin (1998 zit. n. Schreiner 2003, 107) wurde deren Grundannahme bereits vor knapp 200 Jahren von Kant und Schopenhauer 13

14 vorweggenommen (Schreiner 2003, 107). Titze und Eschenröder (2003) erläutern näher, dass in der deutschen Philosophie Kant (1790/1976, 276) das Lachen als einen Affekt, der aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in Nichts entspringt, beschreibt und Schopenhauer (1819/1991, 122) die Wirkungsweise des Humors auf die paradoxe, unerwartete Subsumtion eines Gegenstandes unter einen ihm heterogenen Begriff zurückführt (Titze/Eschenröder 2003, 51f). Bariaud (1989 zit. n. Schreiner 2003, 108) erklärt, dass Humor ein normalerweise logisches Denken sprengen kann, indem er unsystematisch einen Rahmen mit einbezieht, in dem andere Logiken gelten. Inkongruenz geht daher mit einem Überraschungseffekt einher (Schreiner 2003, 108). Koestler (1990, 134 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 51) nennt dieses Phänomen Bisoziation und führt Paradoxien darauf zurück (Titze/Eschenröder 2003, 51). Beattie (1776) definiert seine Inkongruenz- oder Kontrasttheorie folgendermaßen: Lachen ergibt sich aus der Beachtung von zwei oder mehreren inkonsistenten, unpassenden oder inkongruenten Bestandteilen oder Sachverhalten, von denen man annimmt, dass sie eine gegenseitige Beziehung aufrechterhalten ( ) (Beattie 1776 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 51) Bei Lotze (2003) basieren die Inkongruenztheorien darauf, dass zwei oder mehrere inkonsistente Bezugssysteme zusammenprallen, woraus sich ein Kontrasterleben beim Menschen ergibt, welches wiederum im Lachen eine Lösungsmöglichkeit hat (Lotze 2003, 33). Titze und Eschenröder (2003) machen deutlich, dass sich die Inkongruenzempfindung dann ergibt, wenn der normale Lauf der Dinge jäh unterbrochen wird. Sie bezeichnen diesen unerwarteten Bruch einer logischen Verbindung auch als non sequitur (Titze/Eschenröder 2003, 52) Spieltheorie Die Spieltheorie von Siegel (2005) geht davon aus, dass Humor immer auch ein spielerisches Element beinhaltet. Für sie sind sowohl Humor als auch Spiel Formen zwischenmenschlicher Kommunikation, die mit Spontaneität und Wohlüberlegtheit zu tun haben (Siegel 2005, 22). 14

15 Sully (1902 zit. n. Robinson 1999, 20) schreibt, dass der Spaß am Komischen daher komme, dass gleichzeitig die Lust am Spiel als auch die Weigerung, die Situation ernst zu nehmen, angeregt werden. Humor und Spiel werden auch bei Eastman (1936 zit. n. Robinson 1999, 20) gleichgesetzt, wobei er erklärt, dass Humor nur dann möglich sei, wenn ein bestimmtes Maß an Spielerischem und Spielerei vorhanden ist (Robinson 1999, 20). Mc Ghee (1979 zit. n. Robinson 1999, 21) hat herausgefunden, dass die Entstehung des Sinnes für Humor mit der sozialen, emotionalen, intellektuellen und physischen Entwicklung des Kindes einher geht (Robinson 1999, 21). 1.3 Funktionen des Humors Nach Robinson (1999) erfüllt Humor drei Hauptfunktionen: eine kommunikative, eine soziale und eine psychologische Funktion. Humor kann wichtige Botschaften vermitteln, soziale Bindungen knüpfen und bei der Bewältigung heikler Situationen behilflich sein (Robinson 1999, 46) Die kommunikative Funktion Botschaften, die mit Humor übermittelt werden haben bei Robinson (1999) etwas Flüchtiges und Indirektes, werden aber dennoch von den anderen verstanden und es wird gelacht. Aufgrund des Humors müssen übermittelte Botschaften und deren implizite Bedeutung nicht diskutiert werden. Solche Botschaften können laut Robinson (1999) nur Vergnügen sein, können aber auch eine Erleichterung und Befreiung von der Realität darstellen. Oft jedoch steckt hinter einer komischen Äußerung eine ernste Botschaft. Da es nicht immer erwünscht und gut ist Gefühle, wie zum Beispiel Angst, Peinlichkeit, Wut, Sorge und Freude direkt auszudrücken, gibt Humor solche Emotionen unbeschwert und indirekt wieder und es kann je nach Situation fließend zwischen Ernst und Komik hin- und hergewechselt werden (Robinson 1999, 46f). Auch für Siegel (2005) dient Humor dazu, Botschaften, die auch ernster Natur sein können, auf eine amüsante und leicht verdauliche Weise zu übermitteln (Siegel 2005, 27). Emerson (1969 zit. n. Robinson 1999, 48) meint, dass man mit einem humorvollen Kommentar bequem zu wichtigen Belangen überleiten kann. Wenn der Übergang akzeptiert wird kann der 15

16 bedeutungsvollere Humor, hinter dem ein tieferer Sinn steckt, zu einem offenen Gespräch führen. Schreiner (2003) sagt, dass der erfrischende, entspannende, anregende Humor es vermag, einem Gespräch den unnötigen Ernst zu nehmen. Durch Humor entsteht eine Atmosphäre des Wohlwollens und der Unterstützung, darüber hinaus wird ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, einer gemeinsamen Handlungsintention signalisiert. Humor hilft laut Schreiner (2003) auch Erwartungsängste, Unsicherheiten und Vorurteile anzusprechen und zu bearbeiten (Schreiner 2003, 259f). Humor ist eine Kommunikations- und Interaktionsform, die schnell ein Gefühl der Vertrautheit aufkommen lässt, nicht beleidigend wirkt und leicht angewendet werden kann (Emerson 1963 zit. n. Robinson 1999, 47). Daher ist Humor sehr gut geeignet in Situationen, wo völlig Fremde, wie etwa ÄrztInnen und PatientInnen, plötzlich sehr eng miteinander in Beziehung treten müssen und kaum Zeit haben ein Vertrauensverhältnis aufzubauen (Robinson 1999, 47). Humor findet, ähnlich wie das Spiel, auf einer vergnüglichen Ebene statt und hilft dadurch das Gesicht zu wahren. Gerade deshalb wird der Gesprächspartner auch dann lachen, wenn er einen Scherz nicht lustig findet, um nicht als Spielverderber dazustehen (Robinson 1999, 47) Die soziale Funktion Robinson (1999) vertritt die Ansicht, dass Humor starke soziale Bindungen hervorbringen kann und in heiklen Situationen eine reibungslose Interaktion ermöglicht. Durch Humor können zum Beispiel PatientInnen, deren gewohnte Verhaltensweisen beeinträchtigt sind, besser mit sozialen Brüchen und äußeren Zwängen fertig werden. Der Humor hat bei Robinson (1999) in erster Linie vier soziale Funktionen: den Aufbau sozialer Beziehungen, den Umgang mit sozialen Konflikten, die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und soziale Kontrolle (Robinson 1999, 48f). Zum Aufbau sozialer Bindungen schreibt Robinson (1999), dass der Humor helfe das Eis zu brechen, dem Anderen die Angst vor dem Unbekannten nehme, ihm Vertrauen gäbe und ein Kameradschaftsgefühl entstehen lasse. Humor trägt im Krankenhaus zur Entschärfung der sozialen Situation bei, wirkt als ausgleichende Kraft, bringt die 16

17 Beteiligten einander näher und verringert so die Distanz (Robinson 1999, 49). Humor hilft also beim Aufbau sozialer Beziehungen, was bei Siegel (2005, 26) als Nähewirkung beschrieben wird. Coser (1959/1965 zit. n. Robinson 1999, 49) schreibt, dass Lachen oder andere zum Lachen zu bringen eine Ermutigung für die Anwesenden ist, näher zusammen zu rücken, mit dem Ziel soziale Schranken abzubauen. Schon ein kleines bisschen Lachen kann bewirken, daß den PatientInnen alles gleich nur mehr halb so schlimm erscheint (Robinson 1999, 49f). Humor kann aber auch trennend wirken, was sich Hirsch (2001, 164 zit. n. Siegel 2005, 26) damit erklärt, dass missverstandene humorvolle Äußerungen bei den GesprächspartnerInnen Gefühle des Ausgelachtwerdens, der Hilflosigkeit oder der Minderwertigkeit auslösen können (Siegel 2005, 26). Zum Umgang mit sozialen Konflikten meint Robinson (1999), dass der Humor die Eigenschaft besitze, Verlegenheit und soziale Konflikte aufzulösen. Im Krankenhaus werden die Regeln unseres normalen Sozialverhaltens, etwa welche Körperteile tabu sind und wie und wo wir unsere Notdurft verrichten, oft verletzt, indem PatientInnen zum Beispiel intime Prozeduren über sich ergehen lassen müssen. Es wird erwartet, dass die Betroffenen gelassen reagieren und keine Verlegenheit zeigen. Um mit dieser Verlegenheit umzugehen greifen ÄrztInnen als auch PatientInnen auf Humor zurück, was bedeutet, die Dinge zu übertreiben und ins Absurde zu ziehen, damit man darüber lachen kann (Robinson 1999, 51). Dass Humor die Eigenschaft besitzt das Gruppengefühl zu fördern erklärt sich bei Robinson (1999) dadurch, dass gemeinsame Erlebnisse umso mehr zusammen schweißen, wenn man sich in spaßiger Weise darüber unterhalten kann (Robinson 1999, 53). Berger drückt die Tatsache, dass Humor das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gruppe fördert, so aus: Wer zusammen lacht, gehört zusammen. (Berger zit. n. Siegel 2005, 26) Im Krankenhaus helfen witzige Bemerkungen, wie Ich bin froh, wenn ich endlich nach Hause komme und mich von dem Stress hier erholen kann, den PatientInnen Spannungen abzubauen, sich in den Krankenhausalltag einzuleben und in ihre Rolle hineinzufinden (Robinson 1999, 53). 17

18 Soziale Kontrolle als Humorfunktion bedeutet bei Robinson (1999), dass Humor einer Person das Gefühl gibt ein gewisses Maß an Kontrolle auszuüben, trotz unzähliger erlebter, unkontrollierbarer Situationen. Es wird ermöglicht Gefühle in Worte zu fassen und sich seine Selbständigkeit zu bewahren, ohne die bestehenden sozialen Beziehungen zu beeinträchtigen (Robinson 1999, 54). Siegel (2005) ist der Ansicht, dass Humor einiges über die soziale Struktur einer Gruppe verrät und widerspiegelt, wer in der Gruppe das Sagen hat. Somit verweist sie auf eine Verbindung zwischen Humor und Macht (Siegel 2005, 26f). In ihrer Studie Lachen in der Fakultät kam Coser (1996) zu dem Ergebnis, dass es den Mächtigen weit eher erlaubt (ist) als den Untergebenen, durch Witziges soziale Nähe herzustellen. Der Abbau sozialer Distanz ist immer an Status gebunden. (Coser 1996, 106 zit. n. Siegel 2005, 27) Die psychologische Funktion Robinson (1999) schreibt, dass PatientInnen im Krankenhaus sich mit zahlreichen inneren, seelischen Problemen auseinandersetzen müssen: sie müssen mit den Auswirkungen ihrer Krankheit zurechtkommen und vielleicht auch bleibende Schäden oder den Tod befürchten. Hier stellt Humor einen wichtigen Bewältigungsmechanismus dar und erfüllt laut Robinson (1999) vier Funktionen: die Entlastung von Ängsten, Stress und Anspannung, eine Ventilfunktion für Wut- und Hassgefühle, die Verleugnung der Realität und der Umgang mit Schicksalsschlägen, Behinderungen, Tod und Sterben (Robinson 1999, 55). Entlastung von Ängsten, Stress und Anspannung Zum Abbau von Spannungen und Ängsten meint Robinson (1999), dass Angst eine der häufigsten Ursachen ist, warum Menschen Humor anwenden. In ihren Witzen drücken PatientInnen ihre Ängste und Sorgen aus (Robinson 1999, 55f). Coser (1959 zit. n. Robinson 1999, 56) erkennt drei Arten von Angst, die durch Scherze von PatientInnen ausgedrückt werden: Existenzängste, Angst vor Anpassung an eine rigide Routine und Angst vor Unterwerfung unter eine Autoritätsstruktur. Humor hilft dabei diese Ängste zu reduzieren, indem er das Ich schützt und eine befreiende Wirkung hat (Robinson 1999, 56). 18

19 Jacob Levine (1950 zit. n. Robinson 1999, 57) hat herausgefunden, dass ein Witz Angst gleichzeitig wecken und dämpfen muss, um lustig zu sein. Wenn er keine Angst erregt, wird er die ZuhörerInnen kalt lassen, zerstreut er jedoch die ausgelöste Angst sofort wieder, werden die ZuhörerInnen lachen. Erzeugt ein Witz Angst, ohne sie wieder abzubauen, werden die ZuhörerInnen angeekelt, beschämt oder verschreckt reagieren (Robinson 1999, 57). Siegel (2005) schreibt dem Humor die Funktion zu, einen Perspektivenwechsel zu erzeugen und so schwierige, Stress auslösende Situationen zu erleichtern. Das bedeutet einen Schritt nach hinten zu treten und die Situation neu, aus einer anderen Perspektive, zu betrachten (Siegel 2005, 29). Offenbar ist Humor ein Elixier, welches gerade solche Distanznahme und Neuorientierung begünstigen und unterstützen kann. (Gruntz-Stoll 2002, 3 zit. n. Siegel 2005, 29) Ventilfunktion für Wut- und Hassgefühle Humor als Ventil für Wut- und Hassgefühle bedeutet bei Robinson (1999), dass Humor benutzt werden kann, um Wut, Feindseligkeiten und Frustration auszudrücken. Da ein offenes Abreagieren von Aggressionen in unserer Gesellschaft verpönt ist, bietet Humor die Möglichkeit das Gesicht zu wahren, aber dennoch die Sache auf den Punkt zu bringen. Diese Art des Humors kann jedoch sehr höhnisch und sarkastisch und daher auch verletzend sein (Robinson 1999, 58ff). Lotze (2003) erklärt sich die so genannte Ventilfunktion des Humors so, dass der Druck geregelt reduziert wird und daher eine Explosion von Unmut vermieden werden kann (Lotze 2003, 123). Fry (1977 zit. n. Robinson 1999, 60) erkannte, dass lachen die Muskeln entspannt und daher im Einklang mit einem Beschwichtigungsverhalten steht, sodass eine aggressive Handlung kaum möglich ist (Robinson 1999, 60). Moody (1979) betrachtet Humor und Lachen als Vermeidungsverhalten von aggressiven Gefühlen, indem er von der Annahme ausgeht, dass Humor, Lachen und Fröhlichkeit die Polarisation bestimmter negativer Gemütszustände wie Ärger, Rache und Aggressivität sind (Moody 1979, 27). Verleugnung der Realität Robinson (1999) schreibt, dass Humor auch die Wirkung hat die Realität heilsam zu verleugnen, und es so PatientInnen leichter fällt sich ihrer Krankheit oder einem 19

20 Schicksalsschlag zu stellen. Humor wird oft verwendet, um bedrohliche oder schmerzliche Gefühle zu vermeiden oder den Ernst der Lage zu verleugnen, besonders dann, wenn eigentlich nichts unternommen werden kann, um die Lage zu verbessern (Robinson 1999, 60f). Moody (1979) erklärt dies durch den Begriff der Regression, welche ein geistiger Mechanismus ist, durch den eine Person auf eine frühere Stufe ihrer emotionalen Reaktionen zurückfällt, um einer schmerzlichen oder erdrückenden Realität, der sie nicht gewachsen ist, zu entfliehen. Regression tritt laut Moody (1979) bei fast allen Krankheiten auf, denn wenn wir krank sind und unsere gewohnten Aufgaben nicht mehr ausführen können, kehren wir normalerweise zu Verhaltensweisen aus der Kindheit zurück (Moody 1979, 23f). Umgang mit Behinderungen, Schicksalsschlägen, Tod und Sterben Angesichts eines Schicksalsschlages, einer Behinderung oder einer tödlichen Krankheit ist laut Robinson (1999) Humor oft die einzige Methode, um das gefühlsgeladene Geschehen zu neutralisieren und die düstere Situation zu erhellen, indem er Perspektiven aufstellt und das Gleichgewicht wieder herstellt. Humor und Lachen sind in der Lage die Fesseln der Verzweiflung zu sprengen, die von der Angst absorbierten Kräfte wieder frei zu setzen und für einen Moment Hoffnung aufkeimen zu lassen (Robinson 1999, 61f). Zusätzlich zu den bereits genannten psychologischen Funktionen des Humors, weist Siegel (2005) darauf hin, dass Humor Lebensfreude schenkt, was ihrer Meinung nach der alltäglichste und wichtigste Effekt von Humor ist. Es tut einfach gut, herzhaft über einen Witz zu lachen oder sich prächtig über eine komische Situation zu amüsieren. Durch den Humor bekommt der Alltag oft das gewisse Etwas (Siegel 2005, 29). Es soll vielmehr ein Prozess angeregt werden, der zu einer selbst bejahenden, mutigen Einstellung führt, die mit Heiterkeit und Lebensfreude einher geht. (Lüthi 1999, 11 zit. n. Siegel 2005, 38) Moody (1979) nennt als wichtigste therapeutische Wirkung des Humors, dass er den Lebenswillen aufrüttelt. Er spricht von Fällen, wo die Mobilisierung des Lebenswillens von PatientInnen zum Wichtigsten gehört, was getan werden kann (Moody 1979, 136f). 20

21 Neben der kommunikativen, sozialen und psychologischen Funktion von Humor und Lachen ist eine weitere Hauptfunktion die physiologische Funktion, die unter Punkt ausführlich behandelt wird. 1.4 Therapeutischer Humor Der Clown als trotziger Gegenteiler, ist die Leitfigur des Therapeutischen Humors. Er ist das Sinnbild des un-verschämten Kindes, das seine aggressive Lebensenergie konstruktiv, im Sinne einer lustvoll-lustigen Selbstbehauptung, nutzen kann. (zit. n. Titze 1995, 211) Die spezifischen Wirkungen bzw. Funktionen des Humors, von denen unter Punkt 2.3 einige genannt wurden, können laut Moody (1979) unter günstigen Bedingungen therapeutisch anwendbar sein und vielleicht das Phänomen der Heilung durch Humor erklären (Moody 1979, 131). Die US-amerikanische Association for Applied and Therapeutic Humor, wo sich Therapeuten verschiedenster Berufsgruppen zusammengeschlossen haben, definiert therapeutischen Humor folgendermaßen, wobei dies die sinngemäße Übersetzung vom Englischen ins Deutsche durch den Autor ist: Als therapeutischer Humor wird jede Intervention definiert, die die Gesundheit oder das Wohlbefinden dadurch fördert, dass eine humorvolle Perspektive durch die Stimulation einer spielerischen Erfahrung eingenommen, ausgedrückt und wertgeschätzt werden kann. Die Absurditäten und Inkongruenzen von Lebenssituationen sollen so entdeckbar werden. Die Gesundheit wird dadurch direkt gefördert, oder der therapeutische Humor dient als komplementäre Behandlungsmethode zur Erleichterung der Heilung bzw. zur Bewältigung in körperlicher, emotionaler, kognitiver, sozialer oder spiritueller Hinsicht. (zit. n. Lotze 2003, 56f) Humor und Lachen haben bei Moody (1979) psychologische, physiologische als auch soziale Aspekte, die integriert werden, wodurch eine umfassende Perspektive über die Heiterkeit gewonnen werden kann. Um Humor als Therapie anwenden zu können, muss der Mensch als ganzheitliches Wesen begriffen werden (Moody 1979, 129). Titze (1995) nennt die Reduktion bzw. die Rückkehr zur Kindheit und den Gegensinn als die Leitideen des therapeutischen Humors, wobei darauf abgezielt wird, die für den 21

22 normalen Erwachsenen verbindliche normative Realitätsauslegung auszuklammern. Damit kann eine Grenzüberschreitung vom Erwachsensein zurück zur Kindheit vollzogen werden, und die PatientInnen können sich zwanglos und spielerisch in ihr Kindsein begeben, was einen befreienden Effekt hat (Titze 1995, 304). Moody (1979) charakterisiert an dieser Stelle den Humor als spielerische Regression, wobei insbesondere den Clowns ein regressives Verhalten gestattet ist, welches von diesen als ein Gefühl der Befreiung von üblichen sozialen Zwängen beschrieben wird (Moody 1979, 133). Der therapeutische Humor verwendet die Clownnase als ein Mittel für die Ausklammerung der Sphäre des Erwachsenseins. Sobald PatientInnen die rote Nase aufgesetzt haben, nehmen sie die Identität eines kleinen Kindes an, die Identität eines unverschämten Kindes, die vom Clown ständig vorgelebt wird (Titze 1995, 298). Er benimmt sich töricht, lässt sich nicht belehren und, was vielleicht das Wichtigste ist, er steht immer wieder auf, mit einem selbstüberzeugten Lachen auf dem Gesicht, steigt über Trümmerhaufen hinweg und versucht s auf Neue. (Fried/Keller zit. n. Titze 1995, 298) Der therapeutische Humor will also, so Titze (1995), die Rückkehr zur Kindheit anregen, und versucht daher einen Weg zu finden, der zum unverletzten Kindsein führt, wo die Quellen der Lebenslust und Selbstbehauptung liegen (Titze 1995, 286). Laut Titze (1995) kann Humor niemals einseitig sein, denn er akzeptiert keine normativ festgelegten Grenzen, bricht aus dem starr Festgelegten aus und nimmt mehrere Ebenen bzw. Bezugssysteme in Anspruch. Humor kann nur im Spannungsverhältnis des Gegensinnigen entstehen. Als grenzüberschreitendes Phänomen setzt sich Humor über Regeln hinweg, die unser Alltagsleben bestimmen, folgt aber selbst doch wieder eigenen Regeln (Titze 1995, 285, 289). Titze (1995) nennt eine wichtige Spielregel, die der therapeutische Humor gelten lässt, und zwar, dass nur das richtig ist, was in der Sphäre vernunftgeleiteten Erwachsenseins falsch ist (Titze 1995, 304f). Weiters schreibt Titze (1995), dass der Humor mit seiner relativierenden Kraft den Ernst des Lebens auf die Winzigkeit des Hier und Jetzt schrumpfen lassen kann, und beschämende Erinnerungen aus der Vergangenheit, sowie Zukunftsängste vergessen lässt. Denn alles was zählt sei der kräftige Pulsschlag des unmittelbar erlebten Lebens (Titze 1995, 319). 22

23 1.5 Lachen Definitionen von Lachen Lachen verbindet, überwindet Grenzen und schafft zwischenmenschliche Freiräume. Für eine solche Aussage bedarf es kaum einer wissenschaftlich empirischen Rechtfertigung, zu sehr ist sie allgemeiner Erfahrungswert. (zit. n. Schreiner 2003, 23) Laut Schreiner (2003, 90) wurde das Lachen nach den Lachäußerungen selbst benannt. Ruch (2000 zit. n. Schreiner 2003, 90) leitet das Verb lachen vom althochdeutschen lahhan ab und nennt als seinen Ursprung die Lautnachahmung. Lotze (2003) kritisiert die begriffliche Vermischung von Lachen und Humor, da diese beiden Begriffe keinesfalls deckungsgleich sind. Allerdings taucht das Lachen als Reaktion auf ein humorvoll empfundenes Erlebnis sehr häufig auf (Lotze 2003, 48). Siegel (2003) beschreibt das Lachen als eine primär körperliche Reaktion, die durch eine als humorvoll wahrgenommene Situation ausgelöst werden kann. Das Lachen ist mit dem Humor eng verbunden, aber dennoch von ihm abzugrenzen (Siegel 2003, 18). Lachen kann bei Giles und Oxford (1970 zit. n. Schreiner 2003, 90) von sieben Kontextbedingungen ausgelöst werden: Unvertrautheit, Angst, sozialer Kontext, Hohn, Verteidigung, Kitzeln und Humor (Schreiner 2003, 90). Über die Heiterkeit sagt Ruch (1993 zit. n. Schreiner 2003, 87), dass sie einer relativ stabilen, länger andauernden Gestimmtheit entspricht, die mit einer Grundstimmung vergleichbar ist (Schreiner 2003, 87). Der emotionale Prozess, der zum Lachen oder Lächeln führt wird bei Ruch (1993, 605f zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 16) als Erheiterung bezeichnet, was gewöhnlich nur von kurzer Dauer ist. Der Zustand der Erheiterung setzt unvermittelt ein, führt dann zum Höhepunkt und klingt allmählich wieder aus. Titze und Eschenröder (2003) definieren Erheiterung als ein emotionales Konstrukt, das sich aus dem Anwachsen einer heiteren Grundstimmung ergibt und zu Auswirkungen in vielen Bereichen des menschlichen Organismus führt (Titze/Eschenröder 2003, 16). 23

24 Das Lachen ist ganz offensichtlich ein Phänomen, das Körper und Geist gleichermaßen betrifft. (Berger zit. n. Birkenbihl 2003, 24) Titze und Eschenröder (2003, 17) beschreiben das Lachen als eine unwillkürliche, reflexartige Körperreaktion, die lustvolle, emotionale Zustände mit einbezieht. Rubinstein (1985) erklärt das folgendermaßen: Diese Körperreaktion besteht aus einer Reihe von kleinen, aber heftigen Atembewegungen, die von unwillkürlichen Kontraktionen der Gesichtsmuskeln abhängen. Sie werden immer von einer Vokalisierung begleitet, die durch heftiges Ein- und Ausatmen mit Hilfe des Zwerchfells gebildet wird. Gleichzeitig lockern sich die übrigen Muskeln mehr oder weniger stark. (Rubinstein 1985, 54 zit. n. Titze/Eschenröder 2003, 17) Koestler (1990 zit. n. Schreiner 2003, 91) hält Lachen für einen Luxusreflex, der nur dazu da ist, um den Menschen für kurze Zeit vom Stress zielgerichteter Tätigkeiten zu befreien (Schreiner 2003, 91). Kant (1790, 225 zit. n. Schreiner 2003, 91) wiederum sieht die Entstehung des Lachens in der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts (Schreiner 2003, 91). Schreiner (2003) beschreibt das Lächeln als die mildere, domestiziertere Form des Lachens, mit sehr unterschiedlichen Auslösern (Schreiner 2003, 92) Gelotologie die Wissenschaft vom Lachen Der Begriff Gelotologie leitet sich vom griechischen gelos (Lachen) ab und bedeutet Wissenschaft vom Lachen. Sie ist eine relativ neue Forschungsrichtung, die von Norman Cousins, einem amerikanischen Wissenschaftsjournalisten, initiiert wurde (Titze/Eschenröder 2003, 21). Dadurch dass Cousins sich in einem Selbstversuch, durch eine hohe Gabe von Lachen, von der schweren Krankheit Sondylarthritis, einer schmerzhaften Erkrankung der Grundsubstanz der Gelenke und der Wirbelsäule, heilte, erweckte er das Interesse der Wissenschaft am Lachen (Schreiner 2003, 92). Laut Lotze (2003) wusste Cousins 24

25 Bescheid, dass negative Emotionen im Körper negativ wirkende, chemische Veränderungen auslösen können. Im Umkehrschluss versuchte er durch den Einsatz positiver Emotionen und des daraus folgenden Lachens, positive körperliche Prozesse in Gang zu setzen (Lotze 2003, 46). Titze (1995) schreibt, dass Cousins nicht nur positiv denken wollte, sondern die Heiterkeit, die aus dem Bauch kommt und den gesamten Körper umfasst, unmittelbar erleben wollte. Da das im sterilen Krankenhauszimmer nicht möglich war, zog er in ein freundliches Hotelzimmer, wo er sich Slap-stick Filme vorführen und lustige Bücher vorlesen ließ. Cousins merkte bald, dass seine Schmerzen nachließen, wenn er zehn Minuten lauthals lachte. Diese allmähliche Genesung konnte auch durch Laborbefunde bestätigt werden. Er verfasste Zeitschriftenartikel und Bücher, wodurch seine Lachkur in Amerika publik wurde und sich die Gelotologie zu entwickeln begann (Titze 1995, 241f). Der amerikanische Neurologe und Arzt William Fry gilt bei Lotze (2003) als Pionier der gelotologischen Forschung. Fry vermutet in der Öffnung von Teilen der Medizin zu alternativen und holistischen Modellen einen wichtigen Grund für das wachsende Interesse an der Gelotologie. Er fand durch Experimente heraus, dass beim Lachen vermehrt Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet werden, was zur Steigerung der körpereigenen Immunabwehr führt (Lotze 2003, 47). Titze (1995) erläutert, dass Fry zunächst erkannte, dass Lachen ein Atmungsphänomen ist und der Lachvorgang daher als ein Atemtraining verstanden werden kann (Titze 1995, 243) Physiologische Funktionen von Lachen Viele AutorInnen untersuchten laut Robinson (1999) die allgemeinen physiologischen Auswirkungen des Lachens und erforschten das Geschehen in unserem Körper, wenn wir lachen. Fry (1986, 84 zit. n. Robinson 1999) untersuchte die physiologische Wirkung des Lachens am eingehendsten und kam zu dem Schluss, dass Lachen großen Einfluss auf die meisten physiologischen Systeme des Körpers hat und Fröhlichkeit sich sogar auf alle physiologischen Systeme auswirkt (Robinson 1999, 25). Fry (1969, 1971, 1977a, 1977b, 1979 zit. n. Robinson 1999, 25) vergleicht das Lachen aufgrund der ausgiebigen körperlichen Aktivität, mit der Wirkung einer sportlichen 25

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