Alles gender oder was?

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1 Alles gender oder was? Zur Situation straffälliger Frauen im europäischen Vergleich Fachtagung 28. und 29. September 2010, Berlin

2 Einleitung Der Anteil der weiblichen Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten liegt im europäischen Durchschnitt bei ca. 5 Prozent. Obwohl sich Haftgründe, Haftdauer und Verhalten von straffälligen Frauen während des Gefängnisaufenthaltes zum Teil erheblich von denen der Männer unterscheiden, spielt der Frauenstrafvollzug nur eine untergeordnete Rolle. Die spezifischen Bedürfnisse von Frauen im Hinblick auf Unterbringung, Sicherheit, soziale Kontakte oder Gesundheit werden nur selten angemessen berücksichtigt. Lediglich für den Fall der Schwangerschaft kennt das Strafvollzugsgesetz eigene Regelungen. Auch das Europäische Parlament ist zu der Auffassung gelangt, dass die besondere Situation von Frauen in Gefängnissen genauer beleuchtet werden muss und vorhandene Defizite abgebaut werden müssen. Das Europäische Parlament hat daher am 13. März 2008 mit der Entschließung zur besonderen Situation von Frauen im Gefängnis und die Auswirkungen der Inhaftierung von Eltern auf deren Leben in Familie und Gesellschaft zahlreiche Forderungen verknüpft. In unserer Fachtagung wollen wir die besondere Situation von Frauen im Strafvollzug in Deutschland und in Europa beleuchten. Darüber hinaus wollen wir uns der Frage stellen, wie ein an der Lebenslage und den Bedarfen ausgerichteter Umgang mit straffälligen Frauen erreicht Fachw 2

3 werden kann und welche Strategien hier wirkungsvoll sein können. Dabei geht es um spezifische sozialtherapeutische Angebote und die berufliche Wiedereingliederung ebenso wie um den Erhalt familiärer Bindungen und sozialer Beziehungen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei auf die Situation der Kinder inhaftierter Frau- oche Wohnungslosenhilfe gerichtet werden. Dabei soll April auch 2010 untersucht Augsburg werden, welche Anforderungen und welche Impulse von der Europäischen Ebene für einen verbesserten Strafvollzug für Frauen in Deutschland ausgehen können. Mehrere Projektpräsentationen sollen in der Fachtagung praktisch aufzeigen, wie mit kreativen Ansätzen die Lebenssituation und die Perspektiven von inhaftierten Frauen deutlich verbessert werden können. Die gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Caritasverbandes und des Sozialdienst katholischer Frauen ist ein Beitrag zum Europäischen Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Alles gender oder was? September 2010 Berlin 3

4 Programm Dienstag, 28. September 2010 ab 13:00 Uhr 13:30 Uhr Anreise der Teilnehmer(innen) Imbiss und Kaffee Begrüßung und Eröffnung Lydia Halbhuber-Gaßner, München Renate Walter-Hamann, Freiburg Europa als Raum des Rechts Gestaltungsmöglichkeiten der Europäischen Union im Bereich der Justiz Prof. Dr. Sabine Gless, Basel (angefragt) Die Empfehlungen des Europäischen Parlaments zu der besonderen Situation von Frauen im Gefängnis und die Auswirkungen auf die Familie Forderungen und Perspektiven Gabriele Grote-Kux, Berlin Diskussion der beiden Vorträge Fachw 4 Moderation: Renate Walter-Hamann

5 Dienstag, 28. September :30 Uhr Pause Diskussion der beiden Beiträge 16:00 Uhr Gender Justice und der Frauenstrafvollzug in Europa oche Wohnungslosenhilfe Prof. Dr Regina April Harzer, 2010 Bielefeld Augsburg Geschlechtsspezifische Merkmale und Behandlung von Frauen im Strafvollzug in Deutschland Dr. Rita Haverkamp, Freiburg 18:00 Uhr Ende des ersten Veranstaltungstages. Alles gender oder was? September 2010 Berlin 5

6 Mittwoch, 29. September :00 Uhr Projektpräsentationen Kid mobil Begleitdienst des SkF Berlin für Kinder zum Besuch ihrer inhaftierten Mütter Petra Sühring-Vaughan, Berlin HaftCouture im Frauenknast Häftlinge machen Mode Günter Rieger, Aichach 11:00 Uhr 12:00 Uhr Frauengefängnis Repy im Kloster des Hl. Karl Borromäus (CSR) Qualifikation in Kooperation mit einem Seniorenpflegeheim N.N., Prag Pause mit Imbiss 10:30 Uhr Pause 6 Moderation: Lydia Halbhuber-Gassner

7 Mittwoch, 29. September :00 Uhr Podiumsdiskussion Moderation: Claudia Beck, Berlin Gender-Ansatz in Strafrecht, Justiz und Strafvollzug was bedeutet Gender-Arbeit mit straffälligen Frauen konkret und was können wir in Deutschland von Europa lernen? 14:15 Uhr 14:30 Uhr Teilnehmer(innen): Gabriele Grote-Kux, Berlin Prof. Dr. Regina Harzer, Bielefeld Dr. Rita Haverkamp, Freiburg Oliver Weßels, Vechta Vertreter(in) des Bundesministeriums für Justiz (angefragt) Resümee der Veranstalter Ende der Fachtagung Alles gender oder was? September 2010 Berlin 7

8 Referent(inn)en Beck, Claudia Pressesprecherin, Deutscher Caritasverband e.v., Berliner Büro, Reinhardtstraße 13, Berlin Gless, Sabine, Prof. Dr. Ordianria für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität Basel, juristische Fakultät, Peter-Merian-Weg 8, CH-4002 Basel Grote-Kux, Gabriele Oberregierungsrätin, Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, Salzburger Straße 21 25, Berlin-Schöneberg Halbhuber-Gaßner, Lydia Sozialdienst katholischer Frauen Landesstelle Bayern e.v., Referentin, Vorsitzende der Katholischen Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe im Deutschen Caritasverband, Bavariaring 48, München Harzer, Regina, Prof. Dr. Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie, Vorstandsmitglied des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung, Universität Bielefeld, Fakultät für Rechtswissenschaft, Postfach , Bielefeld Fachw 8

9 Haverkamp, Rita, Dr. Wissenschaftliche Referentin, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Günterstalstraße 73, Freiburg oche Wohnungslosenhilfe April 2010 Augsburg Rieger, Günter Leiter der Arbeitsverwaltung und der Service- und Koordinierungsstelle, Justizvollzugsanstalt Aichach, Münchener Straße 33, Aichach Sühring-Vaughan, Petra Dipl. Sozialarbeiterin, Dipl. Sozialpädagogin, Beratungsstelle Tamar, Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Berlin, Nazarethkirchstr Berlin Walter-Hamann, Renate Referatsleiterin, Deutscher Caritasverband e.v., Referat Basisdienste und Besondere Lebenslagen, Karlstraße 40, Freiburg Weßels, Oliver Anstaltsleiter, Ltd. Regierungsdirektor, Justizvollzugsanstalt für Frauen, Vechta, An der Propstei 10, Vechta Alles gender oder was? September 2010 Berlin 9

10 Organisatorische Hinweise Tagungsort: Berliner Büro des Deutschen Caritasverbandes e.v., Reinhardtstraße 13, Berlin, Tel.: 030 / Organisation der Fachtagung Brigitte Meidinger, Deutscher Caritasverband e.v., Referat Basisdienste und Besondere Lebenslagen, Karlstraße 40, Freiburg Tel.: 0761 / , Fax; 0761 / , [email protected]. Anmeldung Bitte melden Sie sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular schriftlich an, gerne auch per Fax unter 0761 / Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine Teilnahmebestätigung und die Rechnung über die entstehenden Kosten. Die Anmeldung ist damit verbindlich. Anmeldeschluss ist der 10. September 2010 Unterkunft Für die Übernachtung vom 28. / stehen im Hotel Augustinenhof, Auguststraße 82, Berlin 40 Zimmer zum ermäßigten Preis von EUR 93,00 (incl. Frühstück) zur Verfügung. Sie können dort auch ein Doppelzimmer zum Preis von EUR 111,00 (incl. Frühstück) buchen. 10

11 Bitte melden Sie sich für die Übernachtung direkt im Hotel Augustinenhof unter Angabe des Stichworts Deutscher Caritasverband Straffällige Frauen an: Tel.: 030 / , Fax.: 030 / , [email protected]. Das Zimmerkontingent steht uns bis 20. August 2010 zur Verfügung. Kosten Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 75,00. Darin sind die Kosten für die Verpflegung enthalten. Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der Fachtagung kein Abendessen am vorgesehen ist. Teilnehmer(innen) Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt. Das Hotel Augustinenhof liegt ca. 6 Gehminuten vom Veranstaltungsort in der Reinhardtstraße entfernt. Eine Anreiseskizze erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung. Alles gender oder was? September 2010 Berlin 11

12 Veranstalter Deutscher Caritasverband e.v., Referat Basisdienste und Besondere Lebenslagen, Karlstraße 40, Freiburg Sozialdienst katholischer Frauen e.v. Bundeszentrale, Agnes- Neuhaus-Straße 5, Dortmund Organisation Brigitte Meidinger Tel / , Fax 0761 / , [email protected]

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