4 Kontrollfluss-Diagramme
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- Reinhold Junge
- vor 9 Jahren
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1 4 Kontrollfluss-Diagramme In welcher Weise die Operationen eines Programms nacheinander ausgeführt werden, läßt sich anschaulich mithilfe von Kontrollfluss-Diagrammen darstellen. Ingredienzien: Start Stop Startkten Endkten 84
2 x = read(); write(y); x = x - y; Eingabe Ausgabe Zuweisung 85
3 x < y bedingte Verzweigung Kante Zusammenlauf 86
4 Beispiel: Start x = read(); y = read(); "! # $ &% $ write(x); x!= y x < y ' ( )* + Stop x=x y; y=y x; 87
5 Die Ausführung des Programms entspricht einem Pfad durch das Kontrollfluss-Diagramm vom Startkten zum Endkten. Die Deklarationen von Variablen muss man sich am Startkten vorstellen. Die auf dem Pfad liegenden Kten (außer dem Start- und Endkten) sind die dabei auszuführenden Operationen bzw. auszuwertenden Bedingungen. Um den Nachfolger an einem Verzweigungskten zu bestimmen, muss die Bedingung für die aktuellen Werte der Variablen ausgewertet werden. == operationelle Semantik 88
6 Start x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 89
7 Start x == 18, y == 24 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 90
8 Start x == 18, y == 24 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 91
9 Start x == 18, y == 24 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 92
10 Start x == 18, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 93
11 Start x == 18, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 94
12 Start x == 12, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 95
13 Start x == 12, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 96
14 Start x == 6, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 97
15 Start x == 6, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 98
16 Start x == 6, y == 6 x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 99
17 Start x = read(); y = read(); x!= y write(x); x < y Stop x=x y; y=y x; 100
18 Achtung: Zu jedem MiniJava-Programm lässt sich ein Kontrollfluss-Diagramm konstruieren :-) die umgekehrte Richtung gilt zwar ebenfalls, liegt aber nicht so auf der Hand. 101
19 Beispiel: Start Stop 102
20 5 Mehr Java Um komfortabel programmieren zu können, brauchen wir mehr Datenstrukturen; mehr Kontrollstrukturen :-) 103
21 5.1 Mehr Basistypen Außer, stellt Java weitere Basistypen zur Verfügung. Zu jedem Basistyp gibt es eine Menge möglicher Werte. Jeder Wert eines Basistyps benötigt die gleiche Menge Platz, um ihn im Rechner zu repräsentieren. Der Platz wird in Bit gemessen. (Wie viele Werte kann man mit n Bit darstellen?) 104
22 Es gibt vier Sorten ganzer Zahlen: Typ Platz kleinster Wert größter Wert ) % Die Benutzung kleinerer Typen wie ) oder % spart Platz. Achtung: Java warnt nicht vor Überlauf/Unterlauf!! 105
23 Es gibt vier Sorten ganzer Zahlen: Typ Platz kleinster Wert größter Wert ) % Die Benutzung kleinerer Typen wie ) oder % spart Platz. Achtung: Java warnt nicht vor Überlauf/Unterlauf!! 106
24 Beispiel: &%%( )&% ' ( )* +... liefert $... :-( In realem Java kann man bei der Deklaration einer Variablen ihr direkt einen ersten Wert zuweisen (Initialisierung). Man kann sie sogar (statt am Anfang des Programms) erst an der Stelle deklarieren, an der man sie das erste Mal braucht! 107
25 Es gibt zwei Sorten von Gleitkomma-Zahlen: Typ Platz kleinster Wert größter Wert!& 32 ca. -3.4e+38 ca. 3.4e+38 7 signifikante Stellen 64 ca. -1.7e+308 ca. 1.7e signifikante Stellen Überlauf/Unterlauf liefert die Werte $! (.! ( bzw. Für die Auswahl des geeigneten Typs sollte die gewünschte Genauigkeit des Ergebnisses berücksichtigt werden. Gleitkomma-Konstanten im Programm werden als aufgefasst :-) Zur Unterscheidung kann man an die Zahl! (oder ) bzw. (oder ) anhängen. 108
26 ... weitere Basistypen: Typ Platz Werte " 1,! &% 16 alle Unicode-Zeichen Unicode ist ein Zeichensatz, der alle irgendwo auf der Welt gängigen Alphabete umfasst, also zum Beispiel: die Zeichen unserer Tastatur (inklusive Umlaute); die chinesischen Schriftzeichen; die ägyptischen Hieroglyphen... -Konstanten schreibt man mit Hochkommas:,,. 109
27 5.2 Mehr über Arithmetik $ Die Operatoren,,, und gibt es für jeden der aufgelisteten Zahltypen :-) Werden sie auf ein Paar von Argumenten verschiedenen Typs angewendet, wird automatisch vorher der speziellere in den allgemeineren umgewandelt (impliziter Type Cast)
28 !& Gleitkomma-Zahlen % ganze Zahlen ) 111
29 Beispiel: % '% ' ( )* '%... liefert den -Wert... :-)!& '%! ' ( )* '%... liefert den!& -Wert... :-)... vorausgesetzt, ' ( )* kann Gleitkomma-Zahlen ausgeben :-) 112
30 Beispiel: % '% ' ( )* '%... liefert den -Wert... :-)!& '%! ' ( )* '%... liefert den!& -Wert... :-)... vorausgesetzt, ' ( )* kann Gleitkomma-Zahlen ausgeben :-) 113
31 Achtung: Das Ergebnis einer Operation auf!& von!& herausführen, d.h. ein kann aus dem Bereich liefern. Das Ergebnis einer Operation auf Basistypen für ganze Zahlen kann einen Wert aus einem größeren ganzzahligen Basistyp liefern (mindestens aber ). Wird das Ergebnis einer Variablen zugewiesen, sollte deren Typ dies zulassen :-) Mithilfe von expliziten Type Casts lässt sich das (evt. unter Verlust von Information) stets bewerkstelligen. 114
32 Beispiele: %!& + $ liefert! ( liefert (d.h. den größten -Wert) liefert (d.h. den größten -Wert) liefert -1 liefert liefert 1 liefert
33 5.3 Strings Der Datentyp ' für Wörter ist kein Basistyp, sondern eine Klasse (dazu kommen wir später :-) Hier behandeln wir nur drei Eigenschaften: Werte vom Typ ' haben die Form Man kann Wörter in Variablen vom Typ ' abspeichern. Man kann Wörter mithilfe des Operators konkatenieren. 116
34 Beispiel: ' % ' % ' % ' % ' ( )* % % % %... schreibt auf die Ausgabe :-) 117
35 Beachte: Jeder Wert in Java hat eine Darstellung als '. Wird der Operator auf einen Wert vom Typ ' und einen anderen Wert x angewendet, wird x automatisch in seine ' -Darstellung konvertiert... ==... liefert einfache Methode, um!& auszugeben!!! oder Beispiel: $ ' ( )* && ( )$ +... schreibt :-) && ( )$ $ 118 auf die Ausgabe
36 5.4 Felder Oft müssen viele Werte gleichen Typs gespeichert werden. Idee: Lege sie konsekutiv ab! Greife auf einzelne Werte über ihren Index zu! Feld: Index:
37 Beispiel: Einlesen eines Felds &&% % # 120
38 type name deklariert eine Variable für ein Feld (array), dessen Elemente vom Typ type sind. Alternative Schreibweise: type name Das Kommando legt ein Feld einer gegebenen Größe an und liefert einen Verweis darauf zurück: a a 121
39 Der Wert einer Feld-Variable ist also ein Verweis. Variable : kopiert den Verweis der Variablen in die a a b 122
40 Die Elemente eines Felds sind von 0 an durchnumeriert. Die Anzahl der Elemente des Felds name ist name Auf das i-te Element des Felds name greift man mittels name zu. Bei jedem Zugriff wird überprüft, ob der Index erlaubt ist, d.h. im Intervall {0,..., name -1} liegt. Liegt der Index außerhalb des Intervalls, wird die &! ) % + ausgelöst ( Exceptions).. 123
41 Mehrdimensionale Felder Java unterstützt direkt nur ein-dimensionale Felder. Ein zwei-dimensionales Feld ist ein Feld von Feldern... a a 124
42 5.5 Mehr Kontrollstrukturen Typische Form der Iteration über Felder: Initialisierung des Laufindex; -Schleife mit Eintrittsbedingung für den Rumpf; Modifizierung des Laufindex am Ende des Rumpfs. 125
43 Beispiel (Forts.): Bestimmung des Minimums &% ( &% # "! # &% &% "! ' ( )*&% 126
44 Mithilfe des -Statements: &%! # "! # &% &% ' ( )*&% 127
45 Allgemein:! init; cond; modify stmt... entspricht: init cond stmt modify... wobei äquivalent ist zu :-) 128
46 Warnung: Die Zuweisung +$ ist in Wahrheit ein Ausdruck. Der Wert ist der Wert der rechten Seite. Die Modifizierung der Variable erfolgt als Seiteneffekt. Der Semikolon hinter einem Ausdruck wirft nur den Wert weg... :-) ==... fatal für Fehler in Bedingungen... "! &% "! ' ( )* % %( " 129
47 Die Operatoranwendungen und inkrementieren beide den Wert der Variablen. tut das, bevor der Wert des Ausdrucks ermittelt wird (Pre-Increment). tut das, nachdem der Wert ermittelt wurde (Post-Increment). entspricht: entspricht: 130
48 Oft möchte man Teilprobleme separat lösen; und dann die Lösung mehrfach verwenden; == Funktionen, Prozeduren Beispiel: Einlesen eines Felds 131
49 & %( & &% & ) ) &&%! # % 132
50 Die erste Zeile ist der Header der Funktion. & sagt, wo die Funktion verwendet werden darf ( kommt später :-) %( wird. kommt ebenfalls später :-) gibt den Typ des Rückgabe-Werts an. ist der Name, mit dem die Funktion aufgerufen Dann folgt (in runden Klammern und komma-separiert) die Liste der formalen Parameter, hier:. Der Rumpf der Funktion steht in geschwungenen Klammern. expr beendet die Ausführung der Funktion und liefert den Wert von expr zurück. 133
51 Die Variablen, die innerhalb eines Blocks angelegt werden, d.h. innerhalb von und, sind nur innerhalb dieses Blocks sichtbar, d.h. benutzbar (lokale Variablen). Der Rumpf einer Funktion ist ein Block. Die formalen Parameter können auch als lokale Variablen aufgefasst werden. Bei dem Aufruf den Wert. erhält der formale Parameter 134
52 Weiteres Beispiel: Bestimmung des Minimums & %( ) &%! # "! # &% &% &% 135
53 ... daraus basteln wir das Java-Programm + : & %% + ) % + & %( & %( ) % & %( " ' '% &% ) ' ( )*&%!! %% + 136
54 Manche Funktionen, deren Ergebnistyp " keine Werte zurück im Beispiel: Funktionen heißen Prozeduren. ' ( )* ist, geben gar. Diese und Das Hauptprogramm hat immer als Parameter ein Feld '% von ' -Elementen. In diesem Argument-Feld werden dem Programm Kommandozeilen-Argumente verfügbar gemacht. & %% )&%( ) % + & %( " ' '% ' ( )* '% % '! %% )&%( 137
55 Dann liefert der Aufruf: )&%(... die Ausgabe: Hello World! 138
56 Um die Arbeitsweise von Funktionen zu veranschaulichen, erweitern/modifizieren wir die Kontrollfluss-Diagramme: f(x,y) x = f(7,z); return 42; Startkten der Funktion f Funktionsaufruf Endkten Für jede Funktion wird ein eigenes Teildiagramm erstellt. Ein Aufrufkten repäsentiert eine Teilberechnung der aufgerufenen Funktion. 139
57 Teildiagramm für die Funktion : min(a) result = a[0]; i = 1; i<a.length return result; a[i]<result result = a[i]; i = i+1; 140
58 Insgesamt erhalten wir: min(a) readarray(n,s) main(args) write("..."); n = read(); return result; return a; a = readarray(n,"..."); result = min(a); write(...); return; 141
59 main(args) min(a) readarray(n,s) Aufruf write("..."); n = read(); return result; return a; Rückkehr a = readarray(n,"..."); result = min(a); write(...); return; 142
60 main(args) min(a) readarray(n,s) Aufruf write("..."); n = read(); a = readarray(n,"..."); result = min(a); return result; return a; Rückkehr write(...); return; 143
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