Betriebsstoffvorschrift
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- Jakob Gehrig
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1 Betriebsstoffvorschrift Dieselgeneratoraggregate mit MTU-Motoren der Baureihe 1600 A001068/00D
2 2016 Copyright MTU Friedrichshafen GmbH Diese Veröffentlichung einschließlich aller ihrer Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung oder Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der MTU Friedrichshafen GmbH. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung, Übersetzung, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und/oder Verarbeitung in elektronischen Systemen, einschließlich Datenbanken und Online-Diensten. Alle Informationen dieser Veröffentlichung stellen den zum Zeitpunkt des Erscheinens jeweils neuesten Stand dar. MTU Friedrichshafen GmbH behält sich das Recht vor, bei Bedarf Änderungen, Löschungen oder Ergänzungen der bereitgestellten Informationen oder Daten durchzuführen.
3 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort 1.1 Allgemeines 4 2 Schmierstoffe 2.1 Anforderungen und Ölwechselintervalle Viskositätsklassen Baureihenbezogene Verwendbarkeit für Motoröle MTU Advanced Fluid Management System für Motoröle Testpaket für Nordamerika 10 3 Kühlmittel 3.1 Allgemeines Baureihenbezogene Verwendbarkeit von Kühlmittelzusätzen Ungeeignete Werkstoffe im Kühlmittelkreislauf Frischwasseranforderungen Betriebsüberwachung Lagerstabilität der Kühlmittelkonzentrate Farbzusätze zur Erkennung von Leckagen im Kühlmittelkreislauf MTU Advanced Fluid Management System für Kühlmittel Testpaket für Nordamerika 19 4 Kraftstoffe 4.1 Dieselkraftstoffe - Allgemeines Baureihenbezogene Dieselkraftstofffreigaben für MTU-Motoren Dieselkraftstoffe für Motoren mit Abgasnachbehandlung (AGN) Biodiesel - Biodieselbeimischung Heizöl EL Kraftstoffzusatzadditive NOx-Reduktionsmittel AUS 32 für SCR- Anlagen Mikroorganismen im Kraftstoff Ungeeignete Werkstoffe im Dieselkraftstoffkreislauf Maßnahmen bei Stilllegung von Motoren bei einer Dauer >1 Monat MTU Advanced Fluid Management System für Kraftstoffe Testpaket für Nordamerika 38 5 Freigegebene Motoröle und Schmierfette 5.1 Mehrbereichsöle Kategorie Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 (Low SAPS) Mehrbereichsöle Kategorie Mehrbereichsöle Kategorie 3.1 (Low SAPS) Schmierfette für Komponenten des Dieselgeneratoraggregats 55 6 Freigegebene Kühlmittel 6.1 Korrosions-Gefrierschutzmittel Konzentrate auf Basis Ethylenglykol Korrosions-Gefrierschutzmittel Fertigmischungen auf Basis Ethylenglykol 58 7 Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe 7.1 Allgemeines Freigegebene Reinigungsmittel Motorkühlmittelkreisläufe spülen Motorkühlmittelkreisläufe reinigen Baugruppen reinigen Kühlkreisläufe mit Bakterien-, Hefen-, Pilzbefall 65 8 Index 8.1 Index 66 DCL-ID: A001068/00D Inhaltsverzeichnis 3
4 1 Vorwort 1.1 Allgemeines Verwendete Symbole und Darstellungsmittel Folgende, im Text hervorgehobene Anweisungen sind zu beachten: Hinweis: Dieses Symbol weist auf Anweisungen, Arbeiten und Tätigkeiten hin, die einzuhalten sind, um die Gefährdung von Personen sowie die Beschädigung oder Zerstörung des Materials zu vermeiden. Ein Hinweis informiert darüber, wenn bei der Durchführung einer Arbeit etwas Besonderes zu beachten ist. Betriebsstoffe Lebensdauer, Betriebssicherheit und Funktion der Antriebsanlagen sind in starkem Maße von den verwendeten Betriebsstoffen abhängig. Die richtige Auswahl und Pflege der Betriebsstoffe sind deshalb außerordentlich wichtig. Prüfnorm DIN EN ISO ASTM IP Bezeichnung Deutsches Institut für Normung Europäische Normung Internationale Norm American Society for Testing and Materials Institute of Petroleum Tabelle 1: Prüfnormen für Betriebsstoffe Gültigkeit des vorliegenden Dokuments Diese Betriebsstoffvorschrift spezifiziert Betriebsstoffe für Dieselgeneratoraggregate von MTU Onsite Energy mit folgenden MTU-Motoren: Baureihe 1600Gx0 Hinweis: Verweise auf andere Baureihen in diesem Dokument bitte nicht beachten. Aktualität des vorliegenden Dokuments Die Betriebsstoffvorschrift wird bei Bedarf geändert oder ergänzt. Stellen Sie vor Gebrauch sicher, dass Sie die aktuellste Version vorliegen haben (Publikationsnummer A001068/..). Die aktuellste Version finden Sie unter: im Bereich ERSATZTEILE & SERVICE > MTU ValueCare für Dieselaggregate > Technische Dokumentation > Vorschriften für Betriebsstoffe. Gewährleistung Die Verwendung der freigegebenen Betriebsstoffe, entweder nach der namentlichen Nennung oder entsprechend der aufgeführten Spezifikation, ist Bestandteil der Gewährleistungsbedingungen. Der Lieferant der Betriebsstoffe ist verantwortlich für die weltweit gleichbleibende Qualität der genannten Produkte. TIM-ID: Betriebsstoffe für Dieselgeneratoraggregate können Gefahrstoffe sein. Beim Umgang mit diesen Stoffen sowie bei deren Lagerung und Entsorgung sind gewisse Regeln zu beachten. 4 Vorwort A001068/00D
5 Diese Regeln ergeben sich aus den Herstellerangaben, gesetzlichen Bestimmungen und technischen Regelwerken, die in dem jeweiligen Land gültig sind. Da von Land zu Land große Unterschiede bestehen können, ist eine allgemeingültige Aussage über die zu beachtenden Regeln im Rahmen dieser Betriebsstoffvorschriften nicht möglich. Der Anwender der hierin genannten Produkte ist daher verpflichtet, sich über die geltenden Bestimmungen selbst zu informieren. MTU übernimmt keine Haftung bei unsachgemäßer oder gesetzwidriger Verwendung der von ihr freigegebenen Betriebsstoffe. MTU Onsite Energy empfiehlt Rücksprache mit den Lieferanten sämtlicher Betriebsstoffe, um vor deren Einlagerung, Handhabung und Verwendung die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter anzufordern. Sichere Entsorgung Um Umweltverschmutzung und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften zu vermeiden, sind gebrauchte Betriebsstoffe unter Beachtung der örtlichen Vorschriften zu entsorgen. Altöl im Kraftstofftank nie entsorgen oder verbrennen. Vorschriften für die Entsorgung von Betriebsstoffen sind je nach Ort unterschiedlich. Der Umweltschutz ist eines der grundlegenden Unternehmensziele von MTU Onsite Energy. Deshalb empfehlen wir, Betriebsstoffe nach Möglichkeit einer Wiederverwertung zuzuführen. Falls eine Wiederverwertung nicht möglich ist, empfiehlt MTU Onsite Energy, vor dem Entsorgen von Betriebsstoffen die örtliche Abfallentsorgungsbehörde zu konsultieren, um die beste Option zu bestimmen. Der Anwender der hierin genannten Produkte ist daher verpflichtet, sich über die geltenden Bestimmungen selbst zu informieren. MTU übernimmt keine Haftung bei unsachgemäßer oder gesetzwidriger Verwendung der von ihr freigegebenen Betriebsstoffe. Eingetragene Warenzeichen Alle Markennamen sind eingetragene Warenzeichen des jeweiligen Herstellers. Konservierung Im Dokument "Konservierungs- und Nachkonservierungsvorschrift" für Dieselgeneratoraggregate mit MTU- Motoren der Baureihen 1600, 2000 und 4000 (Publikationsnummer A001071/..) finden Sie alle Informationen über: Konservierung Nach- und Entkonservierung Zugelassene Konservierungsstoffe Die aktuellste Version finden Sie unter: im Bereich ERSATZTEILE & SERVICE > MTU ValueCare für Dieselaggregate > Technische Dokumentation. TIM-ID: A001068/00D Vorwort 5
6 2 Schmierstoffe 2.1 Anforderungen und Ölwechselintervalle Verbrauchte Betriebsstoffe entsprechend den am Einsatzort geltenden Vorschriften entsorgen! Altöl darf generell nicht über den Kraftstofftank entsorgt werden! Anforderungen an Motoröle für die MTU-Freigabe Die MTU-Bedingungen für die Freigabe von Motorölen für Dieselmotoren sind in der MTU-Norm MTL 5044 festgelegt und unter dieser Nummer erhältlich. Die Freigabe eines Motoröles wird dem Hersteller schriftlich bestätigt. Die für die Baureihe 1600 freigegebenen Dieselmotoröle sind in folgende MTU-Qualitätsgruppen unterteilt: Ölkategorie 2: erhöhtes Qualitätsniveau / Mehrbereichsöle Ölkategorie 2.1: Mehrbereichsöle mit niedrigem Gehalt an aschebildenden Additiven (Low SAPS-Öle) Ölkategorie 3: höchstes Qualitätsniveau / Mehrbereichsöle Ölkategorie 3.1: Mehrbereichsöle mit niedrigem Gehalt an aschebildenden Additiven (Low SAPS-Öle) Low SAPS-Öle sind Öle mit niedrigen Schwefel- und Phosphorgehalten und einem Gehalt an aschebildenden Additiven von 1 %. Sie sind nur zugelassen, wenn der Schwefelgehalt im Kraftstoff 50 mg/kg nicht überschreitet. Abhängig von der eingesetzten Abgasnachbehandlung ist die Verwendung aschearmer Öle vorgeschrieben ( Seite 9). Die Wahl eines geeigneten Motoröls richtet sich nach der Kraftstoffqualität, der vorgesehenen Ölbetriebszeit und den klimatischen Bedingungen am Einsatzort. Derzeit gibt es keinen internationalen Industriestandard, der für sich allein all diesen Kriterien Rechnung trägt. Die Verwendung von Motorölen, die nicht von MTU freigegeben sind, können zu erhöhten Verschleiß führen und dass die gesetzliche Emissionsgrenzwerte nicht mehr eingehalten werden. Dies kann strafbar sein. Besonderheiten für Rolls Royce Power Systems (RRPS)/MTU Motoröle Bei MTU / MTU Detroit Diesel sind folgende Mehrbereichsöle regionenabhängig erhältlich. Hersteller Produktname SAE-Klasse & Ölkategorie MTU Friedrichshafen Europe Middle East Africa MTU Asia Asia MTU Asia Indonesia MTU India Pvt. Ltd. India Power Guard DEO SAE 15W-40 Fascination of Power DEO SAE 15W-40 Diesel Engine Oil -Cat. 2 Fascination of Power DEO SAE 10W-40 Diesel Engine Oil -Cat. 2 Diesel Engine Oil - DEO 15W-40 Diesel Engine Oil - DEO 15W-40 15W-40 Kat. 2 15W-40 Kat. 2 10W-40 Kat. 2 15W-40 Kat. 2 15W-40 Kat. 2 Materialnummer 210 l drum: X l pail: X IBC: X l pail: 91818/P 200 l drum: 92727/D 18 l pail: 82626/P 200 l drum: 83535/D 20 l pail: 62242/P 205 l drum: 20 l pail: 63333/P 205 l drum: TIM-ID: Schmierstoffe A001068/00D
7 Hersteller Produktname SAE-Klasse & Ölkategorie MTU America Americas MTU Detroit Diesel Australia Power Guard SAE 15W-40 Off Highway Heavy Duty MTU Premium Plus 15W-40 15W-40 Kat W-40 Kat. 2 Materialnummer 5 G pail: G pail: IBC: Tabelle 2: Mehrbereichsöle von RRPS/MTU Ölwechselintervall Das Ölwechselintervall beträgt Betriebsstunden bzw. max. 1 Jahr bei Verwendung von Motorölen der Ölkategorien 3 und 3.1 sowie freigegebenen Kraftstoffen ( Seite 21). Das Ölwechselintervall beträgt 500 Betriebsstunden bzw. max. 1 Jahr bei Verwendung von Motorölen der Ölkategorien 2 und 2.1 sowie freigegebenen Kraftstoffen ( Seite 21). Bei Verwendung von nicht freigegebenen Kraftstoffen sind verkürzte Ölwechselintervalle zu erwarten. Vor Verwendung nicht freigegebener Kraftstoffe, müssen die Ölwechselintervalle mit MTU Friedrichshafen GmbH abgestimmt werden. Das Mischen von Motorölen ist grundsätzlich nicht zulässig! Wenn im Ausnahmefall das im Motor eingefüllte Motoröl nicht verfügbar ist, ein anderes mineralisches oder synthetisches Motoröl nachfüllen. Darauf achten, dass dieses für MTU-Produkte freigegeben ist ( Seite 9). Folgendes beachten: Wenn Sie ein Motoröl mit geringerer Qualität nachfüllen, ist das Wartungsintervall entsprechend der geringeren Qualität (Ölkategorie) anzuwenden. Das Wartungsintervall wird reduziert. Wenn Sie ein Motoröl mit höherer Qualität nachfüllen, bleibt das Wartungsintervall bestehen. Die Angaben im Wartungsheft beachten. Im Rahmen eines Motorölwechsels ist das Umölen auf ein anderes freigegebenes Motoröl möglich. Die dabei im Motorölkreislauf verbleibende Restmenge ist unbedenklich. Dieses Vorgehen gilt auch für die MTU eigenen Motoröle der Regionen Europe, Middle East, Africa, America und Asia. Beim Umölen auf ein Motoröl der Kategorie 3 ist zu beachten, dass es auf Grund der besseren Reinigungswirkung dieser Motoröle zu einem Ablösen von Motorverunreinigungen (z. B. Ölkohleablagerungen) kommen kann. Aus diesem Grund ist bei Bedarf das Ölwechselintervall und die Ölfilterstandzeit zu reduzieren (beim Wechsel einmalig). TIM-ID: A001068/00D Schmierstoffe 7
8 2.2 Viskositätsklassen Die Wahl der Viskositätsklasse richtet sich primär nach der Umgebungstemperatur, in der der Motor gestartet und betrieben werden soll. Die Abbildung ( Abbildung 1) zeigt Richtwerte für die Temperaturgrenzen der einzelnen Viskositätsklassen. Die Temperaturangaben der SAE-Klasse beziehen sich immer auf Frischöle. Im Fahrbetrieb altert Motoröl durch Ruß- und Kraftstoffrückstände. Dadurch verschlechtern sich besonders bei niedrigen Außentemperaturen die Eigenschaften des Motoröls deutlich. MTU empfiehlt dringend, bei Außentemperaturen unter -20 C Motoröle der SAE-Klasse 5W-30 oder - sofern freigegeben - 0W-30 zu verwenden. Bei zu niedrigen Temperaturen muss das Motoröl vorgewärmt werden. Abbildung 1: Viskositätsklassen TIM-ID: Schmierstoffe A001068/00D
9 2.3 Baureihenbezogene Verwendbarkeit für Motoröle Baureihenbezogene Verwendbarkeit für Motoröle der MTU-Ölkategorien Baureihe Freigegebene Motoröle MTU-Ölkategorie 2 und 2.1 (Low SAPS) 1600Gx0 Mehrbereichsöle ( Seite 39) Mehrbereichsöle (Low SAPS) ( Seite 46) MTU-Ölkategorie 3 und 3.1 (Low SAPS) Mehrbereichsöle ( Seite 48) Mehrbereichsöle (Low SAPS) ( Seite 52) TIM-ID: A001068/00D Schmierstoffe 9
10 2.4 MTU Advanced Fluid Management System für Motoröle Testpaket für Nordamerika In Nordamerika ist ein anspruchsvolles System für die Diagnose und vorbeugende Instandhaltung verfügbar, das folgendes ermöglicht: Optimierte Ölwechselintervalle Verlängerte Motorlebensdauer Erkennung kleinerer Probleme, bevor sie größere Ausfälle nach sich ziehen Maximierung der Zuverlässigkeit des Dieselgeneratoraggregats Höherer Wiederverkaufswert des Dieselgeneratoraggregats Für vollständige Informationen über das in Nordamerika verfügbare MTU Advanced Fluid Management System, wenden Sie sich bitte an einen autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partner. Folgende Testpakete vom MTU Advanced Fluid Management System können bei autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partnern in Nordamerika bestellt werden: BMP32 Erweiterter Test Überwachung von Verschleiß und Verschmutzung AMP51R Erweiterter Test Plus Verlängerung der Ölwechselintervalle Folgende Motorölparameter sind bestimmbar: Motorölparameter BMP32 AMP51R 24 elementare Metalle * Prozent Wasser * Viskosität bei 40 C für ISO-Motoröle Viskosität bei 100 C für SAE-Motoröle Prozent Kraftstoffverdünnung ** Prozent Ruß ** Oxidation/Nitrierung Gesamtbasenzahl ** Gesamtsäurezahl * Proben von Nicht-Motorölen, die mit Bestell-Nr. BMP32 eingehen, werden nur spektrometrisch auf Metalle untersucht und es werden Wassergehalt und Viskosität bestimmt. ** Proben von Nicht-Motorölen, die mit Bestell-Nr. AMP51R eingehen, werden nicht auf Kraftstoffverdünnung, Rußgehalt und Basenzahl untersucht. Das MTU Advanced Fluid Management System mit Trendanalyse liefert Informationen zur Maximierung der Anlagenzuverlässigkeit. Um beste Ergebnisse zu erhalten, müssen die folgenden Richtlinien beachtet werden. Die Probenentnahme muss erfolgen: Während der Motor unter normalen Bedingungen in Betrieb ist oder sofort nach dem Abstellen, während der Motor noch betriebswarm ist Alle 250 Stunden an der gleichen Stelle Mittels Saugpumpe über Peilstabrohr oder Probenentnahmehahn im Filterrücklauf Hinweis: Die von MTU angebotene Software zur Online-Berichterstattung mit Trendanalysen zeigt die Vorgehensweise zur bestmöglichen Auswertung der gewonnenen Informationen nach Abschluss der Analyse. Hinweis: Das MTU Advanced Fluid Management System arbeitet mit unabhängigen und nach ISO A2LA akkreditierten Prüflabors zusammen. Diese Akkreditierung ist der höchste Qualitätsgrad, den ein Prüflabor in Nordamerika erwerben kann. TIM-ID: Schmierstoffe A001068/00D
11 3 Kühlmittel 3.1 Allgemeines Definition Kühlmittel Kühlmittel = Kühlmittelzusatz (Konzentrat) + Frischwasser in vorgegebenem Mischungsverhältnis einsatzfertig für die Anwendung im Motor. Die Kühlmittelfüllung ist aus geeignetem Frischwasser und einem von MTU Friedrichshafen GmbH freigegebenen Kühlmittelzusatz aufzubereiten. Die Aufbereitung des Kühlmittels ist außerhalb des Motors vorzunehmen! Mischungen verschiedener Kühlmittelzusätze sowie Zusatzadditive sind nicht zugelassen! Fertigmischungen sind Kühlmittel für die direkte Anwendung im Motor. Sie dürfen nicht mit Frischwasser verdünnt werden. Vor jedem Wechsel von einem silikathaltigen Korrosions-Gefrierschutzmittelprodukt (Fertigmischung oder Konzentrat) auf ein silikatfreies Produkt ist ein Spüllauf mit Frischwasser durchzuführen! Gleiches gilt bei einem Wechsel von silikatfrei auf silikathaltig. Die Freigabebedingungen für Kühlmittelzusätze sind in der MTU-Liefernorm MTL 5048 / Korrosions-Gefrierschutzmittel festgelegt. Emulgierbare Korrosionsschutzöle sowie wasserlösliche Korrosionsschutzmittel sind für die BR 1600 nicht zugelassen. Die Freigabe eines Kühlmittelzusatzes wird dem Hersteller schriftlich bestätigt. Zulässige Anwendungskonzentrationen der Kühlmittel Anwendungskonzentration Kühlmittelzusatz Frischwasser Gefrierschutz bis ca. Minimum 40 Vol.-% 60 Vol.-% -27 C 50 Vol.-% 50 Vol.-% -40 C Maximum 55 Vol.-% 45 Vol.-% -45 C Tabelle 3: Mischungsverhältnis und Grenzwerte Kühlmittel Welche Kühlmittelkonzentration eingesetzt wird, hängt vor allem von der gestellten Gefrierschutzanforderung ab. TIM-ID: Hinweis: Die Anwendungskonzentration eines Kühlmittels oder einer Fertigmischung ist so anzugeben, dass der Anteil an Kühlmittelzusatz immer zuerst genannt wird. Beispiel: Kühlmittelkonzentration 40 Vol.-% = 40 Vol.-% Kühlmittelzusatz + 60 Vol.-% Frischwasser Bei Fertigmischungen wird der Anteil an Kühlmittelzusatz (Konzentrat) immer zuerst genannt. Beispiel: Power Cool Universal 50/50 mix = 50 Vol.-% Kühlmittelzusatz / 50 Vol.-% Frischwasser A001068/00D Kühlmittel 11
12 MTU Motorkühlmittel bzw. Kühlmittelzusätze Folgende Kühlmittel/Kühlmittelzusätze sind im Rahmen des MTU ValueCare erhältlich. Hersteller &Vertriebsregion Produktname Typ MTU Friedrichshafen, MTU Asia Europe Middle East Africa Asia MTU-America Americas Tabelle 4: MTU Motorkühlmittel / Kühlmittelzusätze Power Cool Universal 50/50 mix Vermeidung von Schäden im Kühlmittelsystem Coolant AH 100 Antifreeze Concentrate Coolant AH 50/50 Antifreeze Premix Coolant AH 40/60 Antifreeze Premix Korrosions-Gefrierschutzmittel- Konzentrat Korrosions-Gefrierschutzmittel- Fertigmischung Korrosions-Gefrierschutzmittel- Fertigmischung Korrosions-Gefrierschutzmittel- Fertigmischung Beim Nachfüllen (nach Kühlmittelverlust) ist darauf zu achten, dass nicht nur mit Wasser sondern auch mit Konzentrat nachgefüllt wird. Der vorgeschriebene Frostschutz bzw. Korrosionsschutz muss erreicht sein. Nicht mehr als 55 Vol.-% (max. Gefrierschutz) Korrosionsschutzmittel verwenden. Die Gefrierschutzeigenschaft wird sonst verringert und die Wärmeabfuhr verschlechtert. Das Kühlmittel darf keine Öl- oder Kupferrückstände (in fester oder gelöster Form) aufweisen. Eine korrosionsschützende Wirkung der Kühlmittel wird nur durch einen voll gefüllten Kühlkreislauf gewährleistet. Ansonsten bieten nur die zugelassenen Korrosionsschutzmittel zur Innenkonservierung des Kühlmittelkreislaufs auch bei abgelassenem Medium einen ausreichenden Korrosionsschutz. Das heißt, dass nach Ablassen des Kühlmittels eine Konservierung des Kühlkreislaufs erfolgen muss, wenn keine Kühlmittelneubefüllung erfolgt. Die Vorgehensweise ist in der MTU-Konservierungsvorschrift A001070/.. beschrieben. Ein Kühlmittelkreislauf kann i. d. R. nicht vollständig entleert werden, d. h. Restmengen an gebrauchtem Kühlmittel bzw. Frischwasser eines Spülvorgangs bleiben im Motor zurück. Diese Restmengen können bei einem einzufüllenden Kühlmittel (angemischt aus Konzentrat bzw. Verwendung einer Fertigmischung) einen Verdünnungseffekt hervorrufen. Dieser Verdünnungseffekt wird umso größer sein je mehr Anbauteile sich am Motor befinden. Auf eine Überprüfung und ggf. Anpassung der Kühlmittelkonzentration im Kühlmittelkreislauf ist zu achten. Alle in dieser Betriebsstoffvorschrift freigegebenen Kühlmittel beziehen sich generell nur auf den Kühlmittelkreislauf von MTU-Motoren. Bei kompletten Antriebsanlagen ist zusätzlich die Betriebsstofffreigabe der Komponentenhersteller zu beachten! Aus Korrosionsschutzgründen ist es nicht zulässig, einen Motor mit reinem Wasser, ohne Zusatz eines freigegebenen Korrosionsschutzinhibitors, in Betrieb zu nehmen! TIM-ID: Kühlmittel A001068/00D
13 3.2 Baureihenbezogene Verwendbarkeit von Kühlmittelzusätzen Baureihe Kühlsystem leichtmetallhaltig Freigabe für wasserlösliche Korrosionsschutzmittel 1600Gx0 Ja Keine baureihenseitige Anwendungsfreigabe für wasserlösliche Korrosionsschutzmittel Tabelle 5: Wasserlösliche Korrosionsschutzmittel Baureihe Kühlsystem leichtmetallhaltig Freigegebene Korrosionsschutz- und Gefrierschutzmittel 1600Gx0 Ja Konzentrate auf Basis Ethylenglykol, siehe ( Seite 56) Fertigmischungen auf Basis Ethylenglykol, siehe ( Seite 58) Tabelle 6: Korrosions- und Gefrierschutzmittel TIM-ID: A001068/00D Kühlmittel 13
14 3.3 Ungeeignete Werkstoffe im Kühlmittelkreislauf Bauteile aus Kupfer-, Zink- und Messingwerkstoffen Bauteile aus Kupfer-, Zink- und Messingwerkstoffen im Kühlmittelkreislauf können, wenn verschiedene Voraussetzungen nicht beachtet werden, in Verbindung mit unedleren Metallen (z.b. Aluminium), eine elektrochemische Reaktion bewirken. In Folge werden Bauteile aus unedleren Metallen von Korrosion oder gar Lochfraß befallen. Der Kühlmittelkreislauf wird an diesen Stellen undicht. Anforderungen Folgende Werkstoffe und Beschichtungen dürfen, nach heutigem Kenntnisstand, in einem Motorkühlmittelkreislauf nicht eingesetzt werden, da auch mit freigegebenen Kühlmittelzusätzen negative Wechselwirkungen auftreten können. Metallische Werkstoffe keine verzinkten Oberflächen Das komplette Kühlsystem muss zinkfrei sein. Eingeschlossen sind Kühlmittelzu- und Ableitungen sowie Lagerbehälter keine Kupfer-Basislegierungen als Werkstoff bei Verwendung von nitrithaltigen Kühlmitteln, mit Ausnahme der folgenden beiden Legierungen: CuNi10Fe1Mn entspricht CW-352-H CuNi30Mn1Fe entspricht CW-354-H keine messinghaltigen Bauteile im Kühlmittelkreislauf (z.b. Kühler aus CuZn30) verwenden bei Einwirkung von ammoniakalischen Lösungen (z.b. Amine, Ammonium,...) und nitrit- oder sulfidhaltigen Lösungen. Bei Auftreten von Zugspannungen und Vorhandensein eines kritischen Potentialbereichs kann es zu Spannungsrisskorrosion kommen. Unter Lösungen werden Reiniger, Kühlmittel und ähnliches verstanden. Nichtmetallische Werkstoffe kein EPDM- und keine Silikonelastomere verwenden bei Einsatz von emulgierbaren Korrosionsschutzölen bzw. sonstigen Öleinträgen in den Kühlmittelkreislauf. Information: Bei Unklarheiten zur Werkstoffverwendung an Motor und Anbauteilen / Bauteilen in Kühlmittelkreisläufen, ist Rücksprache mit der jeweiligen MTU Fachabteilung zu halten. TIM-ID: Kühlmittel A001068/00D
15 3.4 Frischwasseranforderungen Zur Aufbereitung des Kühlmittels darf nur sauberes und klares Wasser mit Werten aus nachfolgender Tabelle verwendet werden. Wenn die Grenzwerte des Wassers überschritten wird, kann entsalztes Wasser zugemischt werden um die Härte bzw. der Salzgehalt herabzusetzen. Summe der Erdalkalien *) (Wasserhärte) Minimum 0 mmol/l 0 d ph-wert bei 20 C 6,5 8,0 Chlorid-Ionen Sulphat-Ionen Summe Anionen Bakterien Pilze, Hefen sind unzulässig! Tabelle 7: Anforderungen an Frischwasser zur Kühlmittelaufbereitung Maximum 2,7 mmol/l 15 d 100 mg/l 100 mg/l 200 mg/l *) Gebräuchliche Bezeichnungen für die Wasserhärte in verschiedenen Ländern: 1mmol/l = 5,6 d = 100 mg/kg CaCO ³ 1 d = 17,9 mg/kg CaCO ³, USA Härte 1 d = 1,79 französische Härte 1 d = 1,25 englische Härte 10 3 KBE (Kolonie bildende Einheit) TIM-ID: A001068/00D Kühlmittel 15
16 3.5 Betriebsüberwachung Die Überprüfung des Frischwassers und laufende Überwachung des Kühlmittels sind für einen störungsfreien Motorbetrieb sehr wichtig. Die Überprüfung des Frischwassers und des Kühlmittels sollte mindestens einmal jährlich bzw. bei jeder Befüllung erfolgen und kann mit Hilfe des MTU-Prüfkoffers durchgeführt werden. Der MTU-Prüfkoffer enthält alle hierfür erforderlichen Geräte, Chemikalien und eine Gebrauchsanweisung. Folgende Untersuchungen können mit dem MTU-Prüfkoffer durchgeführt werden: Bestimmung der Gesamthärte ( d) Bestimmung des ph-wertes Bestimmung des Chloridgehaltes bei Frischwasser Bestimmung der Korrosions-/Gefrierschutzmittelkonzentration Die Untersuchung des Frischwassers und der Kühlmittel kann bei MTU Friedrichshafen GmbH beauftragt werden. Anzuliefern sind mindestens 0,25 l. Ein Kühlmittel muss folgenden Anforderungen genügen: Wert Minimum Maximum ph-wert bei Korrosions-/Gefrierschutzmittel Silicium (gültig für SI-haltige Kühlmittel) Tabelle 8: Kühlmittelanforderungen Bei Nichteinhaltung ist das Kühlmittel zu wechseln. Hinweis: 7,0 9,0 25 mg/l Zur ganzheitlichen Beurteilung einer Kühlmittelfunktionalität sind neben den oben genannten Grenzwerten auch die jeweils kühlmittelspezifischen Kenndaten sowie die verwendete Frischwasserqualität zu berücksichtigen. TIM-ID: Kühlmittel A001068/00D
17 3.6 Lagerstabilität der Kühlmittelkonzentrate Die Angabe der Lagerstabilität basiert auf original verschlossenen und luftdichten Gebinden bei einer Lagertemperatur bis max. 30 C. Kühlmittelkonzentrat Grenzwert Markenname / Bemerkungen Korrosions-Gefrierschutzmittel ca. 3 Jahre Herstellerangaben beachten Tabelle 9: Lagerstabilität Eine Lagerung darf aus Korrosionsschutzgründen nicht in verzinkten Behältern erfolgen. Dies ist bei etwaigen Umfüllerfordernissen zu berücksichtigen. Behälter sind dicht verschlossen an einem kühlen, trockenen Ort zu lagern. Im Winter ist auf ausreichenden Frostschutz zu achten. Weitere Informationen sind den Produkt- und Sicherheitsdatenblättern der einzelnen Kühlmittel zu entnehmen. TIM-ID: A001068/00D Kühlmittel 17
18 3.7 Farbzusätze zur Erkennung von Leckagen im Kühlmittelkreislauf Der nachfolgend aufgelistete fluoreszierende Farbstoff ist freigegeben als Zusatz für wässrige Korrosionsschutzmittel und Korrosions-Gefrierschutzmittel zur Erkennung von Leckagen. Hersteller Chromatech Inc. Chromatech Europe B.V. Produktbezeichnung D11014 Chromatint Uranine Conc Materialnummer Gebindegröße Lagerstabilität 1) X kg 2 Jahre Tabelle 10: Freigegebene Farbzusätze 1) = bezogen auf original und luftdicht verschlossene Gebinde bei frostfreier Lagerung (> 5 C) Anwendung: Es sind ca. 40 g Farbstoff auf 180 l Kühlmittel zuzugeben. Diese Farbstoffmenge ist großzügig ausgelegt und nicht zu überschreiten. Die Fluoreszenz (gelber Farbton) ist bei Tageslicht gut erkennbar. In dunklen Räumen kann UV-Licht mit einer Wellenlänge von 365 nm verwendet werden. TIM-ID: Kühlmittel A001068/00D
19 3.8 MTU Advanced Fluid Management System für Kühlmittel Testpaket für Nordamerika In Nordamerika ist ein anspruchsvolles System für die Diagnose und vorbeugende Instandhaltung verfügbar, das folgendes ermöglicht: Optimierung der Kühlmittelwechselintervalle Bewertung der Metallwanderung Bewertung der korrosiven Eigenschaften des Kühlmittels Erkennung der Ursachen von Problemen an der Kühlanlage im Zusammenhang mit durchgebrannten Zylinderkopfdichtungen, elektrischen Masseproblemen, örtlicher Überhitzung und Verunreinigungen innerhalb und außerhalb der Anlage Für vollständige Informationen über das in Nordamerika verfügbare MTU Advanced Fluid Management System, wenden Sie sich bitte an einen autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partner. Folgende Testpakete vom MTU advanced Fluid Management System können bei autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partnern in Nordamerika bestellt werden: C-P92 Basistest Zur Überwachung der Korrosivität des Kühlmittels und zur Erkennung von Metallwanderung C-P94 Erweiterter Test Identifizierung der Ursachen für Undichtigkeiten im Verbrennungssystem, Erdungsprobleme und Verunreinigungen in der Anlage C-P93 Erweiterter Test Plus Überwachung der Korrosivität und der Metallwanderung, darüber hinaus HPLC- Analyse und IC-Analyse zur Bestätigung der ermittelten Verschmutzung des Korrosionsschutzmittels Folgende Kühlmittelparameter sind bestimmbar: TIM-ID: Kühlmittelparameter C-P92 C-P94 C-P93 15 elementare Metalle Glykolanteil in Prozent Gefrierpunkt Siedepunkt ph-wert Gesamthärte SCA-Nummer Nitrite Spezifische Leitfähigkeit Carboxylsäure Sensorische Parameter (Farbe, Öl, Kraftstoff, magnetischer Niederschlag, amagnetische Niederschläge, Geruch und Schaum) Verschmutzung und Korrosionsschutzmittel durch IC (Chlorid, Sulfat, Nitrit, Nitrat, Phosphat und Glycolat) HPCL Das MTU Advanced Fluid Management System mit Trendanalyse liefert Informationen zur Maximierung der Anlagenzuverlässigkeit. Um beste Ergebnisse zu erhalten, müssen die folgenden Richtlinien beachtet werden. Die Probenentnahme muss erfolgen: Während der Motor unter normalen Bedingungen in Betrieb ist oder sofort nach dem Abstellen, während der Motor noch betriebswarm ist Alle 250 Stunden an der gleichen Stelle Hinweis: Die von MTU angebotene Software zur Online-Berichterstattung mit Trendanalysen zeigt die Vorgehensweise zur bestmöglichen Auswertung der gewonnenen Informationen nach Abschluss der Analyse. A001068/00D Kühlmittel 19
20 Hinweis: Das MTU Advanced Fluid Management System arbeitet mit unabhängigen und nach ISO A2LA akkreditierten Prüflabors zusammen. Diese Akkreditierung ist der höchste Qualitätsgrad, den ein Prüflabor in Nordamerika erwerben kann. TIM-ID: Kühlmittel A001068/00D
21 4 Kraftstoffe 4.1 Dieselkraftstoffe - Allgemeines Verbrauchte Betriebsstoffe entsprechend den am Einsatzort geltenden Vorschriften entsorgen! Wahl eines geeigneten Dieselkraftstoffes Die Qualität des Kraftstoffes hat Einfluss auf die Motorleistung, Motorlebensdauer sowie die Abgasemissionen. Dieselkraftstoffe stehen nicht weltweit in der geforderten Qualität zur Verfügung. Die Kraftstoffeigenschaften sind abhängig von vielen Faktoren, insbesondere von Region, Jahreszeit und Lagerung. Ungeeigneter Kraftstoff führt in der Regel zur Verkürzung der Lebensdauer der Motorkomponenten und kann darüber hinaus Motorschäden verursachen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die gesetzlichen Abgasemissionen nicht mehr eingehalten werden. Nähere Angaben zu Kraftstoffqualitäten, Tankpflege und Filtration sind in der Druckschrift "Wissenswertes über Kraftstoffe, Tankanlagen und Filtration" zu finden (Publikationsnummer A060631/..). Um eine optimale Motorleistung und befriedigende Standzeiten für das gesamte Kraftstoff- und Einspritzsystem zu erreichen, sind bei allen zugelassenen Kraftstoffqualitäten die Grenzwerte für Wasser, Gesamtverschmutzung (ungelöste Feststoffe) und Partikelverteilung bereits im Fahrzeugtank einzuhalten. Grenzwerte für Wasser und Verschmutzungen TIM-ID: Gesamtverschmutzung (= kraftstoffunlösliche Bestandteile) Flammpunkt (geschlossener Tiegel) Wassergehalt: (absolut, kein freies Wasser) Schmierfähigkeit bei 60 C (HFRR-Wert) Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP) Prüfmethoden ASTM Grenzwerte max. D6217 EN mg/kg min. D93 EN ISO C (60 C für SOLAS) 1) max. D6304 EN ISO mg/kg max. D6079 EN ISO µm D6371 DIN EN 116 Siehe Bemerkung 2) Cloud Point D2500 DIN EN Siehe Bemerkung 3) Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen letztem Tank vor Motor und Vorfilter (siehe Abb. 2 Pkt.6) D7619 Codierung der Partikelanzahl gemäß ISO 4406 Common Rail: max. ISO-Code 18/17/14 für 4/6/14 µm Partikelgröße 4) Tabelle 11: Prüfmethoden und Grenzwerte 1) Für Marineanwendungen gilt ein min. Flammpunkt von 60 C (SOLAS = Safety of life at sea). A001068/00D Kraftstoffe 21
22 2) Grenzwert der Filtrierbarkeit oder Cold Filter Plugging Point (CFPP) bezeichnet die Temperatur, bei der ein Prüffilter unter definierten Bedingungen durch ausgefallene Paraffine verstopft. Bei Dieselkraftstoffen nach DIN EN 590 werden mit dieser Kenngröße die klimatischen Anforderungen (z. B. Sommer- und Winterdiesel) beschrieben. 3) Der Cloud Point ist die Temperatur, bei der sich durch Paraffinausscheidung im Testglas die erste Trübung zeigt. Dieser darf nicht höher sein als die Umgebungstemperatur. 4) Die genannten Grenzwerte sind bereits in der Zuleitung zwischen dem letzten Tank vor Motor und Vorfilter (ggf. mit Wasserabscheider) einzuhalten. Hinweis: Für einen sicheren und effizienten Motorbetrieb, sind bei allen zugelassenen Kraftstoffqualitäten die genannten Grenzwerte insbesondere für Wasser, Gesamtverschmutzung spätestens an der in Abbildung Punkt 6 gekennzeichneten Schnittstelle einzuhalten. Es liegt in der Verantwortung des Kraftstofflieferanten, dafür zu sorgen, dass der Kraftstoff bei den unter den gegebenen geographischen und sonstigen örtlichen Bedingungen zu erwartenden Tiefsttemperaturen noch soweit verwendbar ist, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb des Motors gewährleistet ist. Der Betreiber muss dafür Sorge tragen, dass stets der für die entsprechenden klimatischen Anforderungen benötigte Kraftstoff eingesetzt wird. Anmerkung: 1 Gew.-% = mg/kg = ppm Bei Anlagen ohne Vorfilter ist die Zuleitung zwischen dem letzten Tank und dem MTU-Lieferumfang gemeint. Für die Analyse der Kraftstoffqualität ist eine Schnittstelle (Probeentnehmehahn) zur Probenentnahme im Betrieb vorzusehen. Bei Bestandsanlagen ohne zugängliche Zuleitung ist eine Probenentnahme im letzten Tank vor dem MTU-Lieferumfang zulässig. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
23 Abbildung 2: Schema Kraftstoffsystem 1 Kraftstofftank 2 Kraftstoffaufbereitung (Option) 3 Letzter Tank vor Motor 4 Tankbelüftungsfilter 5 Probenentnahme 18/17/14 6 Schnittstelle für Kraftstoffspezifikation 7 Kraftstoffvorfilter mit Wasserabscheider 8 Kraftstoff-Niederdruckpumpe 9 Hauptfilter 10 Einspritzsystem 11 Motorumfang Hinweis: Bei schlechterer Partikelverteilung ist es erforderlich, weitere/ optimiertere Filterstufen im Kraftstoffsystem zu integrieren, um die Lebensdauer von Kraftstofffiltern und Komponenten des Einspritzsystems zu erreichen. Für die an der Schnittstelle genannten Grenzwerte ist für durch MTU freigegebenen Vorfiltern eine ausreichende Filtrierung nachgewiesen. Schäden und Nachteile an Motoren, die aufgrund der Verwendung von nicht von MTU freigegebenen Kraftstoffqualitäten entstehen, sind Mängel, für den die MTU-Friedrichshafen GmbH nicht gewährleistungspflichtig ist. TIM-ID: Baureihenbezogene Einspritz-/ und Abgasnachbehandlungssysteme Baureihe Dieselspeichereinspritzsystem (Common Rail) Abgasnachbehandlungssystem 1600 C/A Ja Nein Ja 1600 G Ja Nein Nein 1600 M Ja Nein Nein Abgasrückführung A001068/00D Kraftstoffe 23
24 Baureihe 1600 R70, R70L, R80, R80L Dieselspeichereinspritzsystem (Common Rail) Abgasnachbehandlungssystem Ja SCR Nein 1600 R50 Ja DOC Ja Tabelle 12: Übersicht Baureihe 1600 Einspritz-/ und Abgasnachbehandlungssysteme Laboruntersuchungen Die Untersuchung des Kraftstoffs kann bei MTU beauftragt werden. Anzugeben sind: Kraftstoffspezifikation Entnahmestelle Entnahmedatum Seriennummer des Motors aus dem der Kraftstoff entnommen wurde Durchzuführende Laboruntersuchungen Auftraggeber/Ansprechpartner Anzuliefern sind: 0,5 Liter Kraftstoff 1,5 Liter Kraftstoff (bei zusätzlicher Bestimmung der Cetanzahl) Es wird dringend empfohlen, eine zusätzliche Filterung ins Kraftstoffsystem zu integrieren. Abgasrückführung Die Verwendung nicht freigegebener Kraftstoffe kann zu erheblichen Abweichungen der Motorleistung und zu kapitalen Motorschäden führen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die gesetzlichen Abgasemissionen nicht mehr gehalten werden. Vor Verwendung nicht freigegebener Kraftstoffe ist mit MTU Friedrichshafen GmbH Rücksprache zu halten! Bei Verwendung von nicht freigegebenen Kraftstoffen sind verkürzte Ölwechselintervalle zu erwarten. Vor Verwendung nicht freigegebener Kraftstoffe müssen die Ölwechselintervalle mit MTU Friedrichshafen GmbH abgestimmt werden! Verbrauchte Betriebsstoffe entsprechend den am Einsatzort geltenden Vorschriften entsorgen! Schwefelarme Dieselkraftstoffe Schwefel ist in chemisch gebundener Form im Rohöl und somit auch im Kraftstoff in unterschiedlicher Konzentration enthalten. In der Europäischen Union ist seit dem ein Schwefelgehalt von max. 50 bzw. 10 mg/kg vorgeschrieben. Als schwefelfrei werden seit Dieselkraftstoffe mit einem Schwefelanteil von max. 10 mg/kg bezeichnet. Schwefelarme Dieselkraftstoffe (mit max. 50 mg/kg) sind aus Umweltschutzgründen zu empfehlen. Winterbetrieb Bei tiefen Außentemperaturen kann das Fließvermögen des Dieselkraftstoffes infolge Paraffinausscheidung ungenügend werden. Um Betriebsstörungen (z. B. verstopfte Filter) zu vermeiden, sind in den Wintermonaten Dieselkraftstoffe mit geeignetem Kältefließverhalten zu verwenden. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
25 Biodiesel und Biodieselbeimischung B20 Zur Beschreibung von Biodieselkraftstoffen wird nachfolgend der in der Normung stehende Oberbegriff "FA ME" (Fettsäuremethylester, Fatty Acid Methyl Esters) verwendet. Die Motoren der Baureihe 1600 sind für den Betrieb mit 100 % FAME gemäß DIN EN 14214: nicht freigegeben. Weitere Hinweise zu B20 - Kraftstoffen ( Seite 30). TIM-ID: A001068/00D Kraftstoffe 25
26 4.2 Baureihenbezogene Dieselkraftstofffreigaben für MTU- Motoren Für den Betrieb sind handelsübliche Dieselkraftstoffe nach folgenden Spezifikationen zugelassen: Destillatkraftstoffe DIN EN 590 und ASTM D975 Freigegebene Kraftstoffe Kraftstoffspezifikation DIN EN 590: Sommer- und Winterqualität Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 ASTM D975-14a Grade 1-D S 15 und S 500 Wassergehalt: max. 200 mg/kg Gesamtverschmutzung: max. 24 mg/kg Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 ASTM D975-14a Grade 2-D S 15 und S 500 Wassergehalt: max. 200 mg/kg Gesamtverschmutzung: max. 24 mg/kg Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 Schwefelarme Dieselkraftstoffe (Smax. 50 mg/kg), die in ihren Eigenschaften Kraftstoffen gem. DIN EN entsprechen Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 Baureihe 1600Gx0 Freigabe Freigabe Freigabe Freigabe Heizöl Freigegebene Kraftstoffe Kraftstoffspezifikation DIN : , Heizöl EL Standard Cetanzahl min. 45 oder Cetanindex min. 42 Schmierfähigkeit max. 520 µm Bei Abgasnachbehandlung: Schwefelgehalt max. 15 mg/kg Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 bzw. 21/20/17 DIN : , Heizöl EL schwefelarm Cetanzahl min. 45 oder Cetanindex min. 42 Schmierfähigkeit max. 520 µm Bei Abgasnachbehandlung: Schwefelgehalt max. 15 mg/kg Partikelverteilung für Kraftstoff zwischen Tank und Filtersystem: max. ISO-Code 18/17/14 bzw. 21/20/17 Baureihe 1600Gx0 Freigegeben für nicht emissionszertifizierte Motoren1) Freigegeben für nicht emissionszertifizierte Motoren1) TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
27 1) = Für die korrekte steuerrechtliche Behandlung der Heizölnutzung ist der Betreiber verantwortlich. Ebenso wie für die Zulassung für den Betrieb mit Heizöl TIM-ID: A001068/00D Kraftstoffe 27
28 4.3 Dieselkraftstoffe für Motoren mit Abgasnachbehandlung (AGN) Motoren mit Abgasnachbehandlung stellen besondere Ansprüche an die verwendeten Kraftstoffe, um Betriebssicherheit und Standzeit der Abgasanlage und des Motors zu gewährleisten. Abhängig von der eingesetzten Technologie zur Abgasnachbehandlung dürfen die folgenden Kraftstoffe verwendet werden: Abgastechnologie Einschränkungen: Oxidationskatalysator DOC (ohne Partikelfilter) Keine Freigabe Partikeloxidationskatalysator (POC) SCR-System mit Vanadiumkatalysatoren (kein Partikelfilter) SCR-System mit Zeolith- Katalysatoren (kein Partikelfilter) Keine Freigabe Geschlossener Partikelfilter (DPF) Keine Freigabe Kombinationssystem SCR+ Partikelfilter Technische Freigabe für DIN EN 590: Keine Einschränkung Asche <10 mg/kg Keine Einschränkung Keine Einschränkung Asche <10 mg/kg Asche <10 mg/kg ASTM D975-14a Grade 1-D ASTM D975-14a Grade 2-D DMX gemäß DIN ISO 8217: S15 S15 Keine Freigabe S15 Asche <10 mg/kg S15 S<500 mg/k g mit Einzelfallfreigabe S15 Asche <10 mg/kg S15 S<500 mg/k g mit Einzelfallfreigabe Keine Freigabe Einzelfallfreigabe S15 S15 Keine Freigabe S15 Asche <10 mg/kg S15 Asche <10 mg/kg S15 Asche <10 mg/kg S15 Asche <10 mg/kg Einzelfallfreigabe Einzelfallfreigabe DMA gemäß DIN ISO 8217: Keine Freigabe Keine Freigabe Keine Freigabe Heizöl gemäß DIN : EL schwefelarm Keine Freigabe Keine Freigabe Tabelle 13: Dieselkraftstoffe für Motoren mit Abgasnachbehandlung Werden die Vorgaben aus den Tabellen nicht eingehalten kann die vorgegebene TBO nicht gewährleistet werden. Gewährleistungsfälle die auf nicht zugelassene Kraftstoffqualität zurückzuführen sind, werden abgelehnt. Wenn ein Kraftstoff vorhanden ist, welcher nicht den Vorgaben entspricht, kann MTU unter Umständen zur Auswahl von entsprechenden Verbesserungsmaßnahmen unterstützen. Gegebenenfalls vorhandene Einschränkungen aufgrund der Anforderungen des Motors sind zusätzlich zu beachten. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
29 Der Einsatz von Dieselkraftstoff mit einem Anteil an Biodiesel (FAME, Fettsäuremethylester) von max. 7% gemäß DIN EN 590: ist unbedenklich. Die Verwendung von Kraftstoffen mit höherem Anteil an Biodiesel ist für Anlagen mit Abgasnachbehandlung nicht zulässig, da die darin möglicherweise vorhandenen Spurenelemente als Katalysatorgifte wirken und zu einer Verstopfung von Filtern führen. Handelsübliche Dieselkraftstoffe enthalten normalerweise wesentlich weniger Aschebildner als von den relevanten Normen zugelassen (typischer Aschegehalt max. 0,001 % = 10 mg/kg). Die Partikelfilter sind entsprechend auf diese geringen Frachten ausgelegt, da das Abgassystem ansonsten völlig überdimensioniert wäre. Die von der MTU angegebenen maximalen Aschegehalte im Kraftstoff sind so spezifiziert, dass der Partikelfilter die zugesicherte Standzeit erreicht ohne dass der Gegendruck des Filters für den Motor zu hoch wird. Verwendung von Kraftstoffadditiven zur Verschleißminimierung sind bei Anlagen mit Abgasnachbehandlung nicht zugelassen! Verwendung von Kraftstoffadditiven zur Absenkung der Rußregenerationstemperatur bei Anlagen mit Partikelfilter Kraftstoffadditive zur Absenkung der Rußregenerationstemperatur (FBC, Fuel Born Catalyst) sind generell nicht freigegeben. Die Abgasnachbehandlungssysteme von MTU sind so ausgeführt, dass die Rußregeneration ohne Additive stattfindet. TIM-ID: A001068/00D Kraftstoffe 29
30 4.4 Biodiesel - Biodieselbeimischung Zur Beschreibung von Biodieselkraftstoffen wird nachfolgend der in der Normung verwendete Oberbegriff FAME (Fettsäuremethylester, Fatty Acid Methyl Esters) verwendet. Allgemeine Hinweise Über die FAME-Beständigkeit der nicht zu unserem Lieferumfang gehörigen Kraftstoffanlage können von uns keine Aussagen gemacht werden. FAME ist ein sehr effektives Lösungsmittel. Deshalb ist ein Kontakt z. B. mit Lack zu vermeiden. Der typische Geruch der FAME-Abgase, insbesondere bei langem Leerlaufbetrieb, wird gelegentlich als unangenehm empfunden. Durch den Einsatz eines Oxydationskatalysators in Eigenverantwortung des Fahrzeug-/ Geräteherstellers kann die Geruchsbelästigung gemildert werden. Unser Haus übernimmt keine Gewährleistung für Schäden, die in ursächlichem Zusammenhang mit dem Einsatz von FAME minderer Qualität oder durch Nichtbeachtung unserer Vorschriften für den FAME-Betrieb stehen. Auch daraus resultierende Unregelmäßigkeiten und Folgeschäden fallen nicht in unseren Verantwortungsbereich. Verwendung von B20 - Kraftstoffen Informationen zur Verwendung von B20-Kraftstoffen ist in der Druckschrift A060632/.. zu finden. Für den Betrieb mit 100% FAME gemäß DIN EN 14214: sind Motoren der Baureihe 1600 nicht freigegeben. Motoröl und Wartung Der Einsatz von Dieselkraftstoff mit einem FAME-Gehalt von max. 7% gemäß DIN EN 590: ist unbedenklich. Dieser Kraftstoff kann auch in Motoren eingesetzt werden, die für den Betrieb von FAME nicht freigegeben sind und hat auch keinen Einfluss auf die Ölwechselintervalle. Über Kolben und Zylinder gelangt immer ein gewisser Anteil Kraftstoff in das Motoröl. Aufgrund seines hohen Siedepunktes verdunstet FAME nicht und bleibt vollständig im Motoröl enthalten. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu chemischen Reaktionen zwischen FAME und dem Motoröl kommen. Das kann zu Motorschäden führen. Daher sind im FAME-Diesel-Mischbetrieb die Wechselintervalle für Motoröl und Ölfilter zu verkürzen. Auswirkungen auf den Motorölwechselintervall beim Betrieb mit 100% FAME Etwa 25 Betriebsstunden nach der Umstellung auf FAME sollte wegen der Gefahr des Verstopfens durch gelöste Ablagerungen (FAME hat eine hohe Reinigungswirkung) ein Kraftstoff- und Motorölwechsel erfolgen. Bei Kraftstofffiltern ist eine reduzierte Filterstandzeit über einen längeren Zeitraum möglich, wenn Altablagerungen aus dem Kraftstoffsystem in den Filter gespült werden. Motorstillstand Vor längeren Motorstillstandszeiten ist das Kraftstoffsystem zur Vermeidung von Verklebungen durchzuspülen. Dazu ist der Motor mindestens 30 Minuten mit FAME freiem Dieselkraftstoff zu betreiben. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
31 4.5 Heizöl EL Das Heizöl unterscheidet sich im wesentlichen vom Dieselkraftstoff durch folgende nicht spezifizierte Eigenschaften: Cetanzahl Schwefelgehalt Oxidationsstabilität Korrosionswirkung auf Kupfer Schmierfähigkeit Kälteverhalten Wenn die Anforderungen des Heizöles der Spezifikation des Dieselkraftstoffes DIN EN 590: (Sommer- und Winterqualität) entspricht, kann es aus technischer Sicht im Dieselmotor verwendet werden TIM-ID: A001068/00D Kraftstoffe 31
32 4.6 Kraftstoffzusatzadditive Kraftstoffzusatzadditive Die Motoren sind so ausgelegt, dass ein zufriedenstellender Betrieb mit handelsüblichen Dieselkraftstoffen gewährleistet ist. Viele dieser Kraftstoffe enthalten bereits leistungsverbessernde Additive. Diese Additivierung wird vom Lieferanten als Verantwortlichen für die Produktqualität vorgenommen. Eine Ausnahme bilden die Verschleißschutzadditive und Biozide( Seite 32). Es wird darauf hingewiesen, dass die Verwendung anderer als in den MTU-Betriebsstoffvorschriften angegebenen Dieselkraftstoffe bzw. Zusätze grundsätzlich in eigener Verantwortung des Betreibers erfolgt! Dieselkraftstoffe mit Schwefelgehalten < 500 mg/kg Bei den Baureihen 362, 396, 538, 652, 595, 956, , -03 mit Zylinderköpfen ohne Ventilsitzringe tritt bei Verwendung von schwefelarmem Kraftstoff (Schwefelgehalt < 500 mg/kg) erhöhter Ventilsitzverschleiß auf. Dieser Verschleiß kann durch Zumischung von Verschleißschutzadditiven reduziert werden. Die freigegebenen Zusatzadditive müssen dem Kraftstoff in vorgegebener Konzentration zugemischt werden. Das Additiv ist vor jeder Betankung einzufüllen. Mikroorganismen im Kraftstoff Bei ungünstigen Bedingungen kann im Kraftstoff Bakterienbefall und Schlammbildung auftreten. In diesem Fall ist der Kraftstoff mit Bioziden nach Herstellervorschrift zu behandeln. Überkonzentrationen sind generell zu vermeiden. Die bei MTU freigegebenen Biozide sind in Tabelle aufgeführt. Freigegebene Verschleißschutzadditive Hersteller Markenname Einsatzkonzentration The Lubrizol Corporation Lakeland Boulevard Wickliffe, Ohio USA Tel Tunap Industrie GmbH Bürgermeister-Seidl-Str Wolfratshausen Tel. +49 (0) Fax. +49 (0) Tabelle 14: ADX 766 M Tunadd PS mg/kg mg/kg Die Verwendung von Verschleissschutzadditiven sind bei Motoren/Anlagen mit Abgasnachbehandlung nicht zugelassen! TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
33 Freigegebene Biozide Hersteller Markenname Einsatzkonzentration ISP Biochema Schwaben GmbH Ashland Specialty Ingredients Luitpoldstrasse Memmingen Tel. +49 (0) Fax. +49 (0) Maintenance Technologies Paddy s Pad 1056 CC t/a Maintenance Technologies Tel Cell Adolf Würth GmbH & Co. KG Reinhold Würth-Straße Künzelsau Tel. +49 (0) Schülke und Mayr Norderstedt Tel. +49 (0) Fax. +49 (0) Supafuel Marketing CC PO Box 1167 Allens Nek 1737 Johannesburg South Africa Tel Fax Wilhelmsen Ships Service AS Willem Barentszstraat AB Rotterdam-Albrtandswaard Tel Fax Nederland Tabelle 15: Bakzid Dieselcure Fuel Decontainment Dieselcure Fuel Decontainment grotamar 71 grotamar 82 StabiCor 71 Dieselfix / Supafuel Biocontrol MAR ml / 100 l 1 : 1200 (833mg/kg) 1 : 1200 (833mg/kg) 0,5 l / Tonne 1,0 l / 1000 l 0,5 l / Tonne 1:1200 (833 mg/kg) 333 ml / Tonne TIM-ID: Fließverbesserer Fließverbesserer können das Ausscheiden von Paraffin nicht verhindern, sie nehmen jedoch Einfuß auf die Größe der Kristalle und somit kann der Dieselkraftstoff den Filter passieren Die Wirksamkeit vom Fließverbesserer ist nicht bei jedem Kraftstoff garantiert. Sichere Aussagen können nur labormäßige Überprüfungen der Filtrierbarkeit erbringen. Dosierungen und Zumischungen müssen gemäß den Herstellerangaben beachtet werden. A001068/00D Kraftstoffe 33
34 4.7 NOx-Reduktionsmittel AUS 32 für SCR-Anlagen Allgemeines Zur Verringerung der NO x -Emission können SCR-Katalysatoren (Selective Catalytic Reduction) eingesetzt werden. Diese reduzieren mit Hilfe eines Reduktionsmittels (Harnstofflösung mit 32,5 % Harnstoffanteil) die Stickoxidemissionen. Zur Sicherung der Wirksamkeit der Abgasnachbehandlungsanlage ist es zwingend erforderlich, dass das Reduktionsmittel den Qualitätsanforderungen der DIN / ISO entspricht. In Europa wird dieses Reduktionsmittel häufig mit dem Markennamen AdBlue bezeichnet. Die Prüfverfahren zur Bestimmung von Qualität und Charakteristik des Reduktionsmittels werden in den Normen DIN / ISO beschrieben. Lagerung von Reduktionsmittel Hinweise zur Lagerung/Verpackung/Transport sind der Norm ISO zu entnehmen. Herstellerangaben sind zu beachten. Bei -11 C kristallisiert das Reduktionsmittel aus. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da diese das Aufkommen von Mikroorganismen und die Zersetzung des Reduktionsmittels begünstigt. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
35 4.8 Mikroorganismen im Kraftstoff Bei ungünstigen Bedingungen kann im Kraftstoff Bakterienbefall, Pilzbefall und Schlammbildung auftreten. In diesem Fall ist der Kraftstoff mit Bioziden nach Herstellervorschrift zu behandeln. Überkonzentrationen sind generell zu vermeiden. Bei prophylaktischem Einsatz muss die Konzentration mit dem jeweiligen Hersteller abgeklärt werden. Freigegebene Biozide Hersteller Markenname Einsatzkonzentration ISP Biochema Schwaben GmbH Ashland Specialty Ingredients Luitpoldstrasse Memmingen Tel. +49 (0) Fax. +49 (0) Maintenance Technologies Paddy s Pad 1056 CC t/a Maintenance Technologies Tel Cell Adolf Würth GmbH &Co. KG Reinhold Würth-Straße Künzelsau Tel. +49 (0) Schülke und Mayr Norderstedt Tel. +49 (0) 40/ Fax. +49 (0) 40/ Supafuel Marketing CC PO Box 1167 Allens Nek 1737 Johannesburg South Africa Tel Fax Wilhelmsen Ships Service AS Willem Barentszstraat AB Rotterdam-Albrtandswaard Nederland Tel Fax Bakzid Dieselcure Fuel Decontainment Dieselcure Fuel Decontainment Grotamar 71 Grotamar 82 StabiCor 71 Dieselfix / Supafuel Biocontrol MAR ml / 100 l 1 : 1200 (833 mg/kg) 1 : 1200 (833 mg/kg) 0,5 l / Tonne 1,0 l / 1000 l 0,5 l / Tonne 1:1200 (833 mg/kg) 333 ml / Tonne TIM-ID: Tabelle 16: Freigegebene Biozide A001068/00D Kraftstoffe 35
36 4.9 Ungeeignete Werkstoffe im Dieselkraftstoffkreislauf Bauteile aus Kupfer- und Zinkwerkstoffen Bauteile aus Kupfer- und Zinkwerkstoffen im Kraftstoffkreislauf zu verwenden, ist untersagt. Sie können zu chemischen Reaktionen im Kraftstoff und dadurch zu Belagsbildung im Kraftstoffsystem führen. Anforderungen Folgende Werkstoffe und Beschichtungen dürfen, nach heutigem Kenntnisstand, in einem Dieselkraftstoffkreislauf, speziell bei der Verwendung von Kraftstoffen mit Biodieselanteil, nicht eingesetzt werden, da auch mit freigegebenen Kraftstoffen negative Wechselwirkungen auftreten können. Metallische Werkstoffe Zink, auch als Oberflächenschutz Zinkbasislegierungen Kupfer Kupferbasislegierungen mit Ausnahme von CuNi10 und CuNi30 (Seewasserkühler) Zinn, auch als Oberflächenschutz Magnesium-Aluminiumlegierungen Nichtmetallische Werkstoffe Elastomere: Nitrilkautschuk, Naturkautschuk, Chloroprenkautschuk, Butylkautschuk, EPDM Silikonelastomer Fluorsilikonelastomer Polyurethan Polyvinyl Information: Bei Unklarheiten zur Werkstoffverwendung an Motor und Anbauteilen / Bauteilen in Kraftstoffkreisläufen, ist Rücksprache mit der jeweiligen MTU Fachabteilung zu halten. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
37 4.10 Maßnahmen bei Stilllegung von Motoren bei einer Dauer >1 Monat Allgemeines Im Dieselkraftstoff nach EN 590 sind aktuell Biodieselanteile der 1. Generation (FAME) bis zu 7% zugelassen. Diese Biodieselanteile können bei längerer Stilllegung eines Motors zu Ablagerungen führen. Diese Ablagerungen können zu Problemen bei der Wiederinbetriebnahme führen, Schädigungen von Bauteilen im Kraftstoffkreislauf sind nicht auszuschließen. Zur Vermeidung von Ablagerungen und daraus resultierenden Schäden am Kraftstoffsystem durch den 7%igen Biodieselanteil im Dieselkraftstoff sind bei der Stilllegung von Motoren bis zu einer Dauer von 6 Monaten daher folgende Maßnahmen zu beachten: Monatlich muss der Motor ca. 15 Min. bei ca. 900 min -1 mit zugeschalteten Nebenverbrauchern betrieben werden, um das Kraftstoffsystem sicher durchzuspülen. Vorab muss unbedingt die einwandfreie Funktion des Motors insbesondere bzgl. Kühlmittelstand und Ölstand geprüft werden. Bei Kraftstofffiltersystemen mit Wasserabscheidern sind diese vor dem Start zu Entleeren. Während den Starts sowie dem Motorlauf sind die Betriebsparameter sorgfältig zu kontrollieren. Vor der finalen Wiederinbetriebnahme des Motors ist bei Motoren welche mit B7-Kraftstoff eingelagert werden eine Beprobung des Kraftstoffs notwendig, um die Verwendbarkeit und Qualität (nach EN 590) zu kontrollieren. Bei Kraftstoffen außerhalb der EN 590 ist ein Austausch des Kraftstoffs erforderlich. Hinweis: Auch fahrzeugseitige Anlagen mit Kraftstoffversorgung können durch Ablagerungen aus den Biodieselanteilen geschädigt werden. Auch für diese Anlagen ist eine ausreichende Spülung erforderlich. Der monatliche Motorstart kann entfallen, wenn das Motorsystem vor dem Stilllegen mit FAME-freiem Kraftstoff (B0-Kraftstoff) mindestens 30 Min. gespült wurde. Hierfür wird der handelsübliche EN 590 Kraftstoff mit 7% FAME-Anteil aus dem Tank entfernt und anschließend mit B=-Kraftstoff ohne FAME-Anteil befüllt. Es muss sichergestellt werden dass alle kraftstoffführenden Teile des Motorsystems am Spülvorgang teilnehmen. Kraftstoffe welche aktuell die Anforderungen für die B0-Spezifikation erfüllen sind beispielsweise ARAL Ultimate Diesel und BP Ultimate Diesel. Hinweis: Der Bioanteil im Kraftstoff ist stark hygroskopisch, was bedeutet dass der Bioanteil der Umgebung Wasser entzieht und dieses bindet. Dies führt zu einem erhöhten Wasseranteil auch im Tank bei langen Stillstandsphasen und den damit verbundenen Problemen wie Belagsbildung, Bakterienbefall oder Korrosion die bei der Wiederaufnahme des Motorbetriebs ggf. zu Schäden am Fahrzeug/Motor und der Kraftstofffiltration führen können. TIM-ID: A001068/00D Kraftstoffe 37
38 4.11 MTU Advanced Fluid Management System für Kraftstoffe Testpaket für Nordamerika In Nordamerika ist ein anspruchsvolles System für die Diagnose und vorbeugende Instandhaltung verfügbar. Für vollständige Informationen über das in Nordamerika verfügbare MTU Advanced Fluid Management System, wenden Sie sich bitte an einen autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partner. Folgende Testpakete vom MTU Advanced Fluid Management System können bei autorisierten MTU Onsite Energy Service-Partnern in Nordamerika bestellt werden: F-PDFM1 Basistest Zur Prüfung des Verschmutzungsgrads des Dieselkraftstoffs. Der Test bestimmt vorhandene metallische Elemente und untersucht den Wassergehalt sowie die Verschmutzung mit Bakterien und Partikeln F-PDFM2 Erweiterter Test Umfasst den Basistest plus eine Untersuchung zur Ermittlung des Verschmutzungsgrads, eventueller Filterverschmutzung und des Zündverhaltens des Motors. F-PDFM3 Erweiterter Test Plus Umfasst den Erweiterten Test und eine Schmierfähigkeitsanalyse. Die Aufrechterhaltung der korrekten Schmierfähigkeit wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Komponenten des Kraftstoffsystems des Motors aus. Folgende Kraftstoffparameter sind bestimmbar: Kraftstoffparameter F-PDFM1 F-PDFM2 F-PDFM3 24 elementare Metalle Viskosität bei 40 C Prozent Schwefel Wasser und Sediment Fließpunkt Thermische Stabilität Bakterien, Pilze und Schimmel Flammpunkt nach Pensky-Marten Berechneter Cetanindex Destillation Trübungspunkt Prozent Wasser nach Karl Fischer Partikelgehalt Dichte nach API Schmierfähigkeit Das MTU Advanced Fluid Management System mit Trendanalyse liefert Informationen zur Maximierung der Anlagenzuverlässigkeit. Um beste Ergebnisse zu erhalten, müssen die folgenden Richtlinien beachtet werden. Die Probenentnahme muss erfolgen: Während der Motor unter normalen Bedingungen in Betrieb ist oder sofort nach dem Abstellen, während der Motor noch betriebswarm ist Alle 250 Stunden an der gleichen Stelle Hinweis: Die von MTU angebotene Software zur Online-Berichterstattung mit Trendanalysen zeigt die Vorgehensweise zur bestmöglichen Auswertung der gewonnenen Informationen nach Abschluss der Analyse. Hinweis: Das MTU Advanced Fluid Management System arbeitet mit unabhängigen und nach ISO A2LA akkreditierten Prüflabors zusammen. Diese Akkreditierung ist der höchste Qualitätsgrad, den ein Prüflabor in Nordamerika erwerben kann. TIM-ID: Kraftstoffe A001068/00D
39 5 Freigegebene Motoröle und Schmierfette 5.1 Mehrbereichsöle Kategorie 2 Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Motoröle ( Seite 6). Die zugelassenen Mehrbereichsöle Kategorie 2 entsprechen den SAE-Klassen 10W-40, 15W-30 und 15W-40 für Dieselmotoren. MTU - Mehrbereichsmotoröle Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen MTU Friedrichshafen GmbH Power Guard DEO SAE 15W-40 15W-40 X 20 l Gebinde: X l Gebinde: X IBC: X MTU Asia Fascination of Power DEO SAE 15W-40 Diesel Engine Oil - Cat. 2 MTU Asia China Fascination of Power DEO SAE 10W-40 Diesel Engine Oil - Cat. 2 15W-40 X 18 l Gebinde: 91818/P 200 l Gebinde 92727/D erhältlich über MTU Asia 10W-40 X 18 l Gebinde: 82626/P 200 l Gebinde 83535/D erhältlich über MTU Asia Diesel Engine Oil - DEO 15W-40 15W-40 X 20 l Gebinde: 64242/P 200 l Gebinde: erhältlich über MTU Indonesia Diesel Engine Oil - DEO SAE 15W-40 15W-40 X erhältlich über MTU Suzhou Diesel Engine Oil - DEO SAE 10W-40 10W-40 X erhältlich über MTU Suzhou MTU Detroit Diesel Australia MTU Premium Plus 15W-40 15W-40 X MTU India Pvt. Ltd. Diesel Engine Oil - DEO 15W-40 15W-40 X 20 l Gebinde: 63333/P Vertrieb nur im indischen Markt vorgesehen Tabelle 17: MTU - Mehrbereichsmotoröle TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 39
40 Weitere Mehrbereichsmotoröle Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen Adnoc Distribution Adnoc Voyager Plus 15W-40 X Aegean Oil S.A. Vigor Turbo SD 15W-40 15W-40 X Addinol Lube Oil Addinol Super Longlife MD W-40 X Addinol Diesel Longlife MD W-40 X Anomina Petroli Italiana IP Tarus 15W-40 X IP Tarus Turbo 15W-40 X IP Tarus Turbo Plus 15W-40 X API D Multi Diesel Turbo 15W-40 X Arabi Enertech KSC Burgan Ultra Diesel CH-4 15W-40 X Aral AG Aral Turboral 10W-40 X Atak Madeni Yag Lubricants Turbot Fleetmax W-40 X BayWa AG Tectrol Super Truck W-40 X Tectrol Super Truck Plus W-40 X Tectrol Turbo 4000 A 10W-40 X Belgin Madeni Yaglar Lubex Marine M 15W-40 X Bharat Petroleum MAK MB SHPD 15W-40 15W-40 X Bölünmez Petrocülük A-S MOIL Dizel 15W-40 15W-40 X BP p.l.c. BP Vanellus C6 Global Plus 10W-40 X BP Vanellus Multi-Fleet 15W-40 X BP Multi Mine 15W-40 X BP Vanellus Longdrain 15W-40 X BP Vanellus Multi A 10W-40 X BP Vanellus Agri 10W-40 X BP Vanellus Multi A 15W-40 X BP Vanellus Agri 15W-40 X BP Vanellus Max Extra 15W-40 X Castrol Ltd. Castrol Vecton 15W-40 DH-1 15W-40 X Cepsa Cepsa Euromax SHPD 15W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
41 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen TIM-ID: Chevron Lubricants Caltex Delo SHP Multigrade 15W-40 X Caltex Delo Gold Multigrade 15W-40 X Caltex Delo Gold [ISOSYN] Multigrade 15W-40 X Caltex Delo Gold Ultra 15W-40 X Caltex Delo 400 Multigrade 15W-40 X Chevron Delo 400 Multigrade 15W-40 X Chevron Delo Gold Multigrade 15W-40 X Chevron Ursa Premium TDX Plus 15W-40 X Chevron Ursa Super Plus 15W-40 X Delo Gold Multigrade 15W-40 X OEC SAE 15W-40 15W-40 X Texaco Ursa Super Plus 15W-40 X Texaco Ursa Super TD 15W-40 X Texaco Ursa Super TDS 10W-40 X Texaco Ursa Premium TD 10W-40 X Texaco Ursa Premium TD 15W-40 X Texaco Ursa Premium TDX 15W-40 X Texaco Ursa Premium TDX Plus 15W-40 X Texaco Ursa Ultra MG 15W-40 X Ursa Premium TD 10W-40 10W-40 X Ursa Premium TD 15W-40 X Ursa Premium TDX 15W-40 X Chinese Petroleum Company CPC Superfleet CG-4 Motor Oil 15W-40 X Cubalub Cubalub Extra Diesel MX 15W-40 X Cubalub Extra Diesel 15W-40 X Cyclon Hellas Cyclon D Super 15W-40 X Delek Delkol Super Diesel 15W-40 X EKO Eko Forza Extra 15W-40 X Engen Petroleum Ltd. Dieselube 700 Super 15W-40 X eni S.p.A. Agip Blitum T 15W-40 X eni i-sigma super fleet 15W-40 X Exol Lubricants Ltd. Taurus Extreme M 15W-40 X Taurus Extreme HST 15W-40 X A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 41
42 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen Exxon Mobil Corporation Mobilgard 1 SHC 20W-40 X bei schnellen kommerziellen Schiffen bis 1500h zugelassen Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH Mobil Delvac Super 1400 E 15W-40 X Mobil Delvac Super W-40 X Mobil Delvac XHP 15W-40 X Fuchs Titan Truck Plus 15W-40 X Titan Unimax Ultra MC 10W-40 X Titan Formel Plus 15W-40 X Fuchs Titan Truck 15W-40 X Titan Unimax Plus MC 10W-40 X Fuchs Titan Universal HD 15W-40 X Gazpromneft Lubricants Ltd. G-Profi MSI 10W-40 10W-40 X German Mirror Lubricants and Greases Co. FZE G-Profi MSI 15W-40 15W-40 X G-Profi MSH 15W-40 15W-40 X G-Profi MSI Plus 15W-40 X Gazpromneft Diesel Premium 15W-40 X Mirr Turbo Plus Diesel Engine Oil API CI-4 SAE 10W-40 Mirr Turbo Plus Diesel Engine Oil API CI-4 SAE 15W-40 Mirr Turbo Diesel Engine Oil API CI-4 SAE 15W-40 10W-40 X 15W-40 X 15W-40 X GS Caltex India Private Limited Kixx Dynamic Gold 15W-40 X Gulf Oil International Gulf Super Duty VLE 15W-40 X Gulf Superfleet LE 10W-40 X Gulf Superfleet LE 15W-40 X Gulf Superfleet Supreme 10W-40 X Gulf Superfleet Supreme 15W-40 X Gulf Superfleet Plus 15W-40 X Gulf Western Oil, Australia Gulf Western TOP DOG XDO 10W-40 X Hessol Lubrication GmbH Hessol Turbo Diesel 15W-40 X Hitachi Construction Machinery CO., Ltd. Hitachi Premium Orange 15-W40 X Huiles Berliet S.A. RTO Maxima RD 15W-40 X RTO Maxima RLD 15W-40 X Hyrax Oil Sdn Bhd Hyrax Admiral 15W-40 15W-40 X Igol, France Protruck 100X 15W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
43 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen TIM-ID: Kuwait National Lube Oil MfgCo (KNLOC) Burgan Ultra Diesel CH-4 15W-40 X Kuwait Petroleum Q8 T W-40 X Q8 T W-40 X Q8 T W-40 X Kocak Petrol Ürünleri San Speedol SHPD Tirot 15W-40 15W-40 X Liqui Moly Liqui Moly Touring High Tech SHPD 15W-40 X LLK Finland Oy Teboil Power Plus 15W-40 X Teboil Super HPD 10W-40 X Teboil Super HPD 15W-40 X Lotos Oil Turdus Powertec CI-4 15W-40 15W-40 X Lubrisa Gulf Superfleet Supreme 15W-40 X Mega Lube Marketers cc. Megalube Diesel Engine Oil 15W-40 X Meguin GmbH megol Motorenoel SHPD 15W-40 X MOL-LUB Kft.. MOLDynamic MK9 15W-40 X MOL Mk-9 15W-40 X Mol Dynamic Super Diesel 15W-40 X Mol Dynamic Transit 10W-40 X Morris Lubricants Ring Free V.S. plus 15W-40 X Motor Oil, Hellas EMO SHPD Plus 15W-40 X Orlen Platinum Ultor 15W-40 X Platinum Ultor Plus 15W-40 X OMV Refining & Marketing GmbH OMV eco truck extra 10W-40 X OMV truck LD 15W-40 X OMV Petrol Ofisi PO Maximus Turbo Diesel Extra 15W-40 X OOO LLK-International BELAZ CI-4 15W-40 X Lukoil Avantgarde Extra 15W-40 X Lukoil Avantgarde Ultra 15W-40 X Teboil Super HPD 15W-40 X Avantgarde Ultra 15W-40 X Panolin AG Panolin Universal SFE 10W-40 X Panolin Diesel Synth 10W-40 X Pertamina Meditran SMX 15W-40 X Meditran SX Plus 15W-40 X Petrobras Distribuidora S.A. Lubrax Nautica Diesel 15W-40 X A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 43
44 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen Petro-Canada Lubricants Duron 15W-40 X Petroleos de Portugal, Petrogal S.A. Petrolimex Petrochmical Joint- Stock Company Duron XL Synthetic Blend 15W-40 X Galp Galaxia LD star 15W-40 X PLC Diesel SHPD 15W-40 15W-40 X Petronas Lubricants International Urania LD7 15W-40 X Petronas Urania ID 7 10W-40 X Petronas Urania Supremo CI-4 15W-40 X Petromin Corporation Petromin Turbo Master XD 15W-40 X Phillips 66 Lubricants Conoco Hydroclear Power D 15W-40 X Prista Oil AD Prista SHPD 15W-40 X Prista Turbo Diesel 15W-40 X PTT Public Limited Navita Plus SAE 15W-40 15W-40 X Qatar Lubricants Company Ltd. QALCO Topaz HMF 15W-40 X Ravensberger Schmierstoffvertrieb GmbH RAVENOL Expert SHPD 10W-40 X RAVENOL Mineralöl Turbo Plus SHPD 15W-40 X Raj Petro Specialities P Ltd. Zoomol Rforce 3100 RF 1 15W-40 X Repsol Lubricantes y Especialidades, S.A. Repsol Extra Vida MT 15W-40 X Repsol Neptuno S-Turbomar 15W-40 X ROWE Mineralölwerk GmbH ROWE Hightec Formula GT SAE 10W-40 HC 10W-40 X S.A.E.L. Gulf Gulfleet Long Road 15W-40 X Shell International Petroleum Company Singapore Petroleum Company Limited Shell Rimula MV 15W-40 X Shell Rimula R3 MV 15W-40 X Shell Rimula R3 X 15W-40 X Shell Rimula R4 15W-40 X Shell Rimula R4 X 15W-40 X Shell Rimula RT4 15W-40 X Shell Rimula RT4 X 15W-40 X Shell Rimula X 15W-40 X Shell Rotella T2 15W-40 X Shell Rotella T Multigrade 15W-40 X Shell Sirius 15W-40 X SPC SDM 900 SAE 15W40 15W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
45 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen SRS Schmierstoff Vertrieb GmbH SRS Motorenöl O W-40 X erhöhter Korrsionsschutz SRS Multi-Rekord top 15W-40 X SRS Multi Rekord plus 15W-40 X SRS Turbo Rekord 15W-40 X SRS Turbo Diesel Plus 15W-40 X SRS Cargolub TFX 10W-40 X Statoil Lubricants MaxWay 10W-40 X MaxWay W-40 X Tesla Technoproducts FZE Denebola Saheli Ultra XS W-40 X Total Antar Milantar PH 15W-40 X Antar Milantar PX 15W-40 X Elf Performance Trophy DX 15W-40 X Fina Kappa Optima 15W-40 X Fina Kappa Extra Plus 15W-40 X Total Caprano Energy FE 15W-30 X Total Caprano TDH 15W-40 X Total Caprano TDI 15W-40 X Total Disola SGS 15W-30 X Total Disola W 15W-40 X Total Genlub TDX 15W-40 X Total Rubia TIR 7200 FE 15W-30 X Total Rubia Works W-40 X Unil Opal Medos W-40 X Valvoline All Fleet Extra SAE 15W-40 15W-40 X All Fleet Plus 15W-40 X Wunsch Öle GmbH Wunsch Rekord TLM-TU 10W-40 10W-40 X Tabelle 18: Weitere Mehrbereichsmotoröle TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 45
46 5.2 Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 (Low SAPS) Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Motoröle ( Seite 6). Die zugelassenen Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 Low SAPS entsprechen den SAE-Klassen 5W-40, 10W-30, 10W-40 und 15W-40 für Dieselmotoren. MTU - Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen MTU America Power Guard SAE 15W-40 Off-Highway Heavy Duty 15W-40 X 5 Gallonen: Gallonen: IBC: erhältlich über MTU America Tabelle 19: MTU - Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 Weitere Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse Bucher AG Langenthal Motorex Focus CF 15W-40 X Castrol Ltd. Castrol CRB Mining 15W-40 15W-40 X Castrol CRB Turbo G4 15W-40 15W-40 X TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Castrol Hypuron 10W-30 X Castrol Rivermax RX+ 15W-40 15W-40 X Chevron Lubricants Caltex Delo 400 LE 15W-40 X Chevron Delo 400 LE 15W-40 X Texaco Ursa Ultra LE 15W-40 X ExxonMobil Corporation Mobil Delvac 1 ESP 5W-40 X Mobil Fleet 15W-40 X Fuchs Europe Fuchs Titan Cargo 15W-40 X Gulf Oil International Gulf Supreme Duty XLE 15W-40 X Kuwait Petroleum Q8 T W-30 X Lotos Oil Turdus Powertec W-40 X Morris Lubricants Ring Free Ultra Plus 15W-40 X OMV Refining & Marketing GmbH OMV truck blue GS 10W-30 X OMV truck blue GS 10W-40 X Panolin AG Panolin Universal LA-X 15W-40 X Bemerkungen TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
47 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Pennzoil Products Pennzoil Long-Life Gold 15W-40 X Petro-Canada Duron -E 15W-40 X Phillips 66 Lubricants Fleet Supreme EC 15W-40 X Repsol Lubricantes Y Especialidades, S.A. Shell International Petroleum Company Guardol ECT 15W-40 X Kenndall Super-D XA 15W-40 X Repsol Diesel Turbo THPD Mid Saps 15W-40 X Shell Rimula Super 15W-40 X Shell Rimula RT4L 15W-40 X Shell Rotella T 15W-40 X Shell Rotella T3 15W-40 X Shell Rotella T5 10W-30 X Shell Rotella T5 10W-40 X Shell Rimula R5LE 10W-30 X Shell Rimula R5LE 10W-40 X Shell Rotella T Triple Protection 15W-40 X SK energy ZIC XQ W-40 X SRS Schmierstoff Vertrieb GmbH SRS Turbo Rekord plus 15W-40 X SRS Turbo Rekord plus FE 10W-40 X Statoil Lubricants MaxWay E9 15W-40 15W-40 X Total Total Rubia TIR W-40 X Trinidad & Tobago National Petroleum Marketing Company Ltd. (NPMC) Total Rubia Works 2000 FE 10W-30 10W-30 X Ultra Duty 15W-40 Engine Oil 15W-40 X Valvoline Valvoline All Fleet Extra LE SAE 15W-40 15W-40 X Tabelle 20: Weitere Mehrbereichsöle Kategorie 2.1 Bemerkungen TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 47
48 5.3 Mehrbereichsöle Kategorie 3 Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Motoröle ( Seite 6). Die zugelassenen Mehrbereichsöle Kategorie 3 entsprechen den SAE-Klassen 5W-30, 5W-40, und 10W-40 für Dieselmotoren. MTU - Mehrbereichsöle Kategorie 3 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen MTU Asia China Diesel Engine Oil - DEO 5W-30 5W-30 X erhältlich über MTU Suzhou Tabelle 21: MTU - Mehrbereichsöle Kategorie 3 Weitere Mehrbereichsöle Kategorie 3 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen Addinol Lube Oil Addinol Ultra Truck MD W-30 X Addinol Super Truck MD W-40 X Aral AG Aral Mega Turboral 10W-40 X Aral Super Turboral 5W-30 X Avia Mineralöl AG Avia Turbosynth HT-E 10W-40 X Avia Turbosynth HT-U 5W-30 X BayWa AG Tectrol Super Truck 530 5W-30 X Tectrol Super Truck W-40 X BP p.l.c. BP Energol IC-MT 10W-40 10W-40 X BP Vanellus Max 5W-30 X Bucher AG Langenthal Motorex MC Power PLus 10W-40 X Castrol Ltd. Castrol Enduron MT 10W-40 X Castrol Enduron Plus 5W-30 X Castrol Elixion HD 5W-30 X Castrol Vectron Long Drain 10W-40 X Castrol Vectron Long Drain E7 10W-40 10W-40 X Castrol Vectron 5W-30 Arctic 5W-30 X Castrol Vectron Fuel Saver 5W-30 5W-30 X Cepsa Cepsa Eurotrans SHPD 5W-30 X Cepsa Eurotrans SHPD 10W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
49 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen TIM-ID: Chevron Lubricants Caltex Delo XLD Multigrade 10W-40 X Chevron Delo XLD Multigrade 10W-40 X Texaco Ursa HD 10W-40 X Texaco Ursa Premium FE 5W-30 X Texaco Ursa Super 10W-40 X Texaco Ursa Super TDX 10W-40 X Ursa TDX 10W-40 X ENI S.p.A. Agip Sigma Trucksint TFE 5W-40 X Agip Sigma Super TFE 10W-40 X Enoc Enoc Vulcan 770 SLD 10W-40 X Exxon Mobil Corporation Mobil Delvac XHP Extra 10W-40 X Mobil Delvac XHP Ultra 5W-30 5W-30 X Mobil Delvac 1 SHC 5W-40 5W-40 X Exol Lubricants Ltd. Taurus Extreme M3 10W-40 X Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH Titan Cargo SL 5W-30 X Titan Cargo MC 10W-40 X Gulf Oil International Gulf Fleet Force synth. 5W-30 X Gulf Superfleet ELD 10W-40 X Gulf Superfleet XLD 10W-40 X Huiles Berliet S.A. RTO Extensia RXD ECO 5W-30 X Iranol Oil Co. Iranol D W-40 X Kuwait Petroleum Q8 T W-40 X Q8 T W-40 X LLK Finland Oy Teboil Super XLD-2 5W-30 X Lotos Oil Turdus Semisynthetic XHPDO 10W-40 X Meguin Turdus Powertec W-40 X Megol Motorenöl Super LL Dimo Premium 10W-40 X MOL-LUB Kft MOL Synt Diesel 10W-40 X MOL Dynamic Synt Diesel E4 10W-40 X OMV Refining & Marketing GmbH OMV super truck 5W-30 X OMV super truck 10W-40 X Orlen Oil Sp.o.o. Platinum Ultor Max 5W-30 X OOO LLK International Lukoil Avantgarde Professional M5 10W-40 X Panolin Panolin Diesel HTE 10W-40 X A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 49
50 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Bemerkungen Petroleos de Portugal, Petrogal S.A. Galp Galaxia Extreme 5W-30 X Galp Galaxia Ultra XHP 10W-40 X Petronas Lubricants International Petronas Akros Synt Gold 10W-40 X Arexons HD-Truck E7 10W-40 X Urania Maximo 10W-40 X Petronas Urania Optimo 10W-40 X Urania 100 K 10W-40 X Urania FE 5W-30 X Petronas Urania Maximo 5W-30 X PHI OIL GmbH Motordor Silver 10W40 10W-40 X Raj Petro Specialities P Ltd. Zoomol Rforce 8200 RF1 10W-40 X Ravensberger Schmierstoff Vertrieb GmbH Repsol Lubricantes y Especialidades S.A. RAVENOL Super Performance Truck 5W-30 X RAVENOL Performance Truck 10W-40 X Repsol Turbo UHPD 10W-40 X Repsol Diesel Turbo VHPD 5W-30 X Repsol Diesel Turbo UHPD Urban 10W-40 X ROWE Mineralölwerk GmbH ROWE Hightec Formula GT SAE 10W-40 HC Shell International Petroleum Company 10W-40 X Shell Normina Extra 10W-40 X Shell Rimula R5 M 10W-40 X Shell Rimula R6 M 10W-40 X Shell Rimula R6 ME 5W-30 X Shell Rimula R6 MS 10W-40 X SMV GmbH JB German Oil JB German Oil Hightech Truck 10W-40 X SRS Schmierstoff Vertrieb GmbH SRS Cargolub TFF 10W-40 X SRS Cargolub TFL 5W-30 X SRS Cargolub TFG 10W-40 X SRS Cargolub TFG plus 10W-40 X Statoil Lubricants MaxWay Ultra 5W-30 5W-30 X MaxWay Ultra E4 10W-40 10W-40 X Total Antar Maxolia 10W-40 X Fina Kappa Syn FE 5W-30 X Gulf Gulfleet Highway 10W-40 10W-40 X Total Rubia TIR W-40 X Total Rubia TIR 9200 FE 5W-30 X Transnational Blenders B. V. Engine Oil Super EHPD 10W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
51 Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Unil Opal LCM W-40 X Valvoline EMEA All Fleet Superior 10W-40 X Profleet 10W-40 X Yacco SAS Yacco Transpro 45 10W-40 X Tabelle 22: Weitere Mehrbereichsöle Kategorie 3 Bemerkungen TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 51
52 5.4 Mehrbereichsöle Kategorie 3.1 (Low SAPS) Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Motoröle ( Seite 6). Die zugelassenen Mehrbereichsöle Kategorie 3.1 Low SAPS entsprechen den SAE-Klassen 5W-30, 10W-30 und 10W-40 für Dieselmotoren. TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse Bemerkungen/Materialnummer Addinol Lube Oil Addinol Extra Truck MD 1049 LE 10W-40 X Aral AG Aral Mega Turboral LA 10W-40 X BayWa AG Tectrol Super Truck Plus W-40 X Bucher AG Langenthal Motorex Focus QTM 10W-40 X Motorex Nexus FE SAE 5W-30 5W-30 X BP p.l.c. BP Vanellus Max Drain Eco 10W-40 X BVG Vertriebsgesellschaft AG Castrol Ltd. BP Vanellus Max Eco 10W-40 10W-40 X Alpha Advanced Eco-Efficiency low SAPS Castrol Vecton Long Drain10W-30 E6/E9 Castrol Vecton Long Drain10W-40 E6/E9 10W-40 X 10W-30 X 10W-40 X Castrol Vecton Fuel Saver 5W-30 E6/E9 5W-30 X Cepsa Comercial Petroleo, SA Cepsa Eurotech LS 10W40 Plus 10W-40 X Chevron Lubricants Caltex Delo XLE Multigrade 10W-40 X Delo 400 LE Synthetic 5W-30 X Delo 400 XLE Synthetic 5W-30 X Texaco Ursa Premium TDX (E4) 10W-40 X Texaco Ursa Ultra 10W-40 X Texaco Ursa Ultra X 10W-30 X Texaco Ursa Ultra X 10W-40 X Ursa Ultra XLE 5W-30 X De Oliebron B.V. Tor turbosynth LSP Plus 10W40 10W-40 X eni S.p.a. eni i-sigma top MS 10W-40 X Enoc International Sales L.L.C. Vulkan green 10W-40 X Exxon Mobil Mobil Delvac 1 LE 5W-30 X Mobil Delvac XHP LE 10W-40 X 55 Gallonen: Mobil Delvac XHP Ultra LE 5W-30 5W-30 X Fuchs Titan Cargo Maxx 5W-30 X Titan Cargo Maxx 10W-40 X TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
53 TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse Bemerkungen/Materialnummer TIM-ID: Gulf Oil International Gulf Superfleet ULE 5W-30 X Gulf Superfleet XLE 10W-40 X Gulf Superfleet Synth XLE 10W-30 X Gulf Superfleet Synth XLE 10W-40 X Helios Lubeoil Helios Premium KMXX 10W-40 10W-40 X Huiles Berliet S.A. RTO Extensia FP 10W-40 X Igol Protruck 200 X 10W-40 X INA Maziva d.o.o. INA Super W-30 5W-30 X INA Rfinerija nafte Rjeka INA Super W-40 X JB German Oil GmbH & Co. KG JB German Oil Truckstar 10W-40 X Kuwait Petroleum R&T Q T W-40 X Q W-40 X Q8 T W-40 X Q8 T W-40 X Q8 T 910 5W-30 X LLK finland Oy Teboil Super XLD-2 5W-30 X Morris Lubricants Ring Free Ultra 10W-40 X Oel-Brack AG Midland maxtra 10W-40 X OMV Petrol Ofisi A.Ş Maximus HD-E 5W-30 X OMV Refining & Marketing GmbH OMV truck blue ET 5W-30 X OMV truck blue ET 10W-40 X OOO LLK International Lukoil Avantgarde Professional LS 10W-40 X Orlen Oil Platinum Ultor Progress 10W-40 X Panolin Panolin Diesel Synth EU-4 10W-40 X Panolin Ecomot 5W-30 X Petro-Canada Lubricants Inc. Duron-E UHP 5W30 5W-30 X Petróleos de Portugal Galp Galaxia Ultra LS 10W-40 X Petronas Lubricants International Duron UHP 10W-40 10W-40 X Petronas Urania FE LS 5W-30 X Petronas Urania Ecotech 10W-40 X PHI OIL GmbH Motodor LSP Gold 5W30 5W-30 X Prista Oil Ad Prista UHPD 10W-40 X Repsol Lubricantes y Especialidades, S.A. Repsol Diesel Turbo UHPD Mid Saps 10W-40 X Repsol DieselTurbo VHPD Mid Saps 5W-30 X Rowe MIneralölwerk GmbH Rowe Hightec Truckstar SAE 10W-40 HC-LA 10W-40 X A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 53
54 Shell International Petroleum Company Shell Rimula R6 LM 10W-40 X Shell Rimula R6 LME 5W-30 X SK energy ZIC XQ W-40 X SRS Schmierstoff Vertrieb GmbH SRS Cargolub TLA 10W-40 X TBN 8 10 mgkoh/g mgkoh/g >12 mgkoh/g SRS Cargolub TLS 5W-30 X SRS Cargolub TLS plus 5W-30 X SRS Turbo Diesel LA 10W-40 X SRS Cargolub Leichtlauf- Motorenöl LA 10W-40 X Statoil Lubricants MaxWay Ultra E6 10W-40 10W-40 X Total Elf Performance Experty LSX 10W-40 X Total Rubia TIR W-40 X Total Rubia Works W-40 X Transnational Blenders B. V. Engine Oil Synthetic UHPD E6 10W-30 X Engine Oil Synthetic UHPD E6 10W-40 X Motor oil SCR 10W-40 X Valvoline EMEA Valvoline ProFleet LS 5W-30 X Valvoline ProFleet LS 10W-40 X Wibo Schmierstoffe GmbH Wibokraft Ultra AF 10W40 10W-40 X Yacco SAS Yacco Transpo 65 10W-40 X Tabelle 23: Zugelassene Mehrbereichsöle Kategorie 3.1 (Low SAPS) Hersteller Markenname SAE Viskositätsklasse Bemerkungen/Materialnummer TIM-ID: Freigegebene Motoröle und Schmierfette A001068/00D
55 5.5 Schmierfette für Komponenten des Dieselgeneratoraggregats Mischungen verschiedener Schmierfette sind nicht zugelassen! Hersteller Markenname Anmerkungen Exxon Mobil Corporation Mobil Polyrex EM Hochtemperaturfett: Schmierfähig im Bereich von -30 bis 250 C (-22 bis 482 F) Für: Generatorlager von Marathongeneratoren Generatorlager von Leroy-Somer-Generatoren Lüfterrad und Riemenscheibenlager am elektrisch angetriebenen Kühlmittelkühler Baureihe 4000 Shell GADUS S3 V220C Für Generatorlager von Leroy-Somer-Generatoren *) SKF Mehrzweckfett LGMT2 Für Generatorlager von HM-Generatoren ROCOL Limited Rocol RTD-Compound Für Riemenspanner am elektrisch angetriebenen Kühlmittelkühler Baureihe 4000 ASCO Power Technologies Lubrication Kit Für Automatisches Netzumschaltgerät (ATS) ASCO *) HINWEIS: Bei Leroy-Somer-Generatoren das zutreffende Schmierfett bitte dem Typschild am Generator entnehmen. Für die Information über Schmierfette für Generatoren anderer Hersteller bitte MTU Onsite Energy Service- Partner kontaktieren. TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Motoröle und Schmierfette 55
56 6 Freigegebene Kühlmittel 6.1 Korrosions-Gefrierschutzmittel Konzentrate auf Basis Ethylenglykol Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Kühlmittel ( Seite 11). Korrosions-Gefrierschutzmittel-Konzentrate Hersteller Markenname Inhibitoren Betriebszeit Stunde / Jahr MTU Friedrichshafen GmbH MTU Detroit Diesel Australia Coolant AH100 Antifreeze Concentrate Power Cool - HB500 Coolant Concentrate Organisch Silizium Nitrit Phosphat Molybdat Bemerkungen / Materialnummer X X 9000 / 5 X (20l) X (210l) auch erhältlich über MTU Asia X X 9000 / 3 Avia Mineralöl AG Antifreeze APN X X 9000 / 5 BASF SE Glysantin G30 X 9000 / 3 X (Kanister) X (Fass) Glysantin G40 X X 9000 / 3 X (20l) X (210l) Glysantin G48 X X 9000 / 5 X (25l) X (210l) BayWa AG Tectrol Coolprotect X X 9000 / 5 BP Lubricants ARAL Antifreeze Extra X X 9000 / 5 Castrol Heavy Duty Extended Life Coolant X X 9000 / 3 Bucher AG Langenthal Motorex Coolant G48 X X 9000 / 5 Castrol Castrol Antifreeze NF X X 9000 / 5 Castrol Radicool NF X X 9000 / 5 Clariant Genantin Super X X 9000 / 5 Classic Schmierstoff GmbH + Co KG Classic Kolda UE G48 X X 9000 / 5 CCI Corporation L 415 X X 9000 / 3 CCI Manufacturing IL Corporation Comma Oil & Chemicals Ltd. C 521 X X 9000 / 3 Comma Xstream G30 X 9000 / 3 Comma Xstream G48 X X 9000 / 5 Detroit Diesel Corp. Power Cool Plus Coolant X X 9000 / 3 TIM-ID: Freigegebene Kühlmittel A001068/00D
57 Hersteller Markenname Inhibitoren Betriebszeit Stunde / Jahr ExxonMobil Mobil Delvac Extended Life Coolant Mobil Antifreeze Advanced Organisch Silizium Nitrit Phosphat Molybdat X X 9000 / 3 X 9000 / 3 Mobil Antifreeze Extra X X 9000 / 5 Esso Antifreeze Advanced X 9000 / 3 Esso Antifreeze Extra X X 9000 / 5 Fuchs Petrolub SE Maintain Fricofin X X 9000 / 5 Maintain Fricofin G12 Plus Ginouves York 716 X X 9000 / 5 Bemerkungen / Materialnummer X 9000 / 3 X (Kanister) X (Fass) Krafft S.L.U. Refrigerante ACU 2300 X X 9000 / 3 X (Fass) INA Maziva Ltd. INA Antifriz Al Super X X 9000 / 5 Nalco Australia Nalcool NF 48 X X 9000 / 5 Old World Industries Inc. Blue Mountain Heavy Duty Extended Life Coolant Final Charge Global Extended Life Coolant Antifreeze X X 9000 / 3 X X 9000 / 3 OMV OMV Coolant Plus X X 9000 / 5 OMV Coolant SF X 9000 / 3 Panolin AG Panolin Anti-Frost MT325 X X 9000 / 5 Recochem Inc. R542 X X 9000 / 3 SMB - Sotagal / Mont Blanc Antigel Power Cooling Concentrate X X 9000 / 5 Total Glacelf MDX X X 9000 / 5 Valvoline Zerex G-30 X 9000 / 3 Zerex G-40 X X 9000 / 3 Zerex G-48 X X 9000 / 5 Tabelle 24: Korrosions-Gefrierschutzmittel-Konzentrate TIM-ID: A001068/00D Freigegebene Kühlmittel 57
58 6.2 Korrosions-Gefrierschutzmittel Fertigmischungen auf Basis Ethylenglykol Zu Einzelheiten und Besonderheiten siehe Kühlmittel ( Seite 11). Hersteller MTU Friedrichshafen GmbH MTU America Inc. MTU Detroit Diesel Australia Bantleon BayWa AG BP Lubricants Bucher AG Langenthal Castrol Coolant AH 50/50 Antifreeze Premix Coolant AH 40/60 Antifreeze Premix Power Cool Universal 50/50 mix Power Cool - HB500 Premix 50/50 Avilub Antifreeze Mix (50%) Tectrol Coolprotect Mix-3000 Castrol Heavy Duty Extended Life Prediluted Coolant (50/50) Motorex Coolant G48 ready to use (50/50) Castrol Antifreeze NF Premix (45%) Castrol Radicool NF Premix (45%) Organisch Silizium Inhibitoren Nitrit Phosphat Molybdat Markenname Betriebszeit Stunde / Jahr X X 9000 / 5 X X 9000 / 5 Bemerkungen / Materialnummer X X 9000 / (1Gallone) (5 Gallonen) (55 Gallonen) X X 9000 / 3 X X 9000 / 5 X (210l) X 9000 / 3 X X 9000 / 3 X X 9000 / 5 X X 9000 / 5 X X 9000 / 5 TIM-ID: Freigegebene Kühlmittel A001068/00D
59 Hersteller Organisch Silizium Inhibitoren Nitrit Phosphat Molybdat Markenname Betriebszeit Stunde / Jahr Bemerkungen / Materialnummer CCI Corporation L 415 (50%) X X 9000 / 3 CCI Manufacturing IL Corporation C 521 (50%) X X 9000 / 3 Detroit Diesel Corp. Power Cool Plus Prediluted Coolant (50/50) X X 9000 / 3 Exxon Mobil Mobil Delvac Extended Life Prediluted Coolant (50/50) X X 9000 / 3 Old World Industries Inc. Blue Mountain Heavy Duty Extended Life Prediluted Coolant (50/50) X X 9000 / 3 Final Charge Global Extended Life Prediluted Coolant/Antifreeze (50/50) X X 9000 / 3 SMB - Sotragal / Mont Blanc L.R.-30 Power Cooling (44%) X X 9000 / 5 L.R.-38 Power Cooling (52%) X X 9000 / 5 Total Coolelf MDX (40%) X X 9000 / 5 TIM-ID: Tosol-Sintez Glysantin Alu Protect G30 Ready Mix Glysantin Alu Protect Plus G48 Ready Mix X 9000 / 3 X X 9000 / 5 Tabelle 25: Korrosions-Gefrierschutzmittel Fertigmischungen auf Basis Ethylenglykol A001068/00D Freigegebene Kühlmittel 59
60 7 Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe 7.1 Allgemeines In den Kühlmittelkreisläufen können im Laufe der Zeit durch Alterung des Kühlmittelzusatzes Schlammablagerungen entstehen. Die Folge können verminderte Kühlleistung, verstopfte Entlüftungsleitungen und Wasserablassstellen sowie verschmutzte Wasserstandsschaugläser sein. Bei ungenügender Wasserqualität oder unzulänglicher Aufbereitung kann der Kühlkreislauf ebenfalls stark verunreinigt sein. Treten solche Störungen auf, ist der Kühlmittelkreislauf mit Frischwasser ggf. mehrmals zu spülen. Bewirken diese Spülvorgänge zu wenig oder ist der Kühlmittelkreislauf zu stark verschmutzt, sind der Kühlmittelkreislauf und die betroffenen Baugruppen zu reinigen. Zum Spülen ist ausschließlich sauberes Frischwasser zu verwenden (kein Fluss- oder Seewasser). Zum Reinigen dürfen nur die von MTU-Friedrichshafen GmbH freigegebenen oder entsprechende Produkte ( Seite 61) in der vorgeschriebenen Anwendungskonzentration verwendet werden. Die vorgeschriebene Verfahrensweise ist einzuhalten. Kühlmittelkreisläufe sind immer unmittelbar nach dem Spülen bzw. Reinigen mit aufbereitetem Motorkühlmittel entsprechend diesen MTU-Betriebsstoffvorschriften ( Seite 11) zu befüllen. Ansonsten besteht Korrosionsgefahr! Betriebsstoffe (aufbereitetes Motorkühlmittel), gebrauchtes Spülwasser, Reinigungsmittel und Reinigungslösungen können Gefahrstoffe sein. Beim Umgang mit diesen Stoffen sowie bei deren Lagerung und Entsorgung sind gewisse Regeln zu beachten. Diese Regeln ergeben sich aus den Herstellerangaben, gesetzlichen Bestimmungen und technischen Regelwerken, die im Land gültig sind. Da von Land zu Land große Unterschiede bestehen können, ist eine allgemeingültige Aussage über die zu beachtenden Regeln im Rahmen dieser Spül- und Reinigungsvorschriften nicht möglich. Der Anwender der hierin genannten Produkte ist daher verpflichtet, sich über die geltenden Bestimmungen selbst zu informieren. MTU übernimmt keinerlei Haftung bei unsachgemäßer oder gesetzwidriger Verwendung der von ihr freigegebenen Betriebsstoffe und Reinigungsmittel. Ölwärmetauscher von Motoren mit Lagerfressern oder Kolbenfressern/-reibern sind zu verschrotten! Prüfgeräte, Hilfsmittel und Betriebsstoffe MTU-Prüfkoffer oder elektrisches ph-wert-messgerät Frischwasser aufbereitetes Motorkühlmittel Heißdampf Druckluft TIM-ID: Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe A001068/00D
61 7.2 Freigegebene Reinigungsmittel Hersteller Produktbezeichnung Anwendungskonzentration Bestellnummer Für Kühlmittelkreisläufe: Kluthe Hakutex 111 1, 7, 8) 2 Vol.-% Flüssigkeit X Hakupur , 9) 2 Vol.-% Flüssigkeit X Nalco Maxi Clean 2 1, 7, 8) 2 Vol.-% Flüssigkeit 6) Für Baugruppen: Henkel P3-FD 2) 3 bis 5 Gew.-% Pulver 6) Porodox 3) 5 bis 10 Gew.-% Pulver 6) Kluthe Hakutex Vol.-% Flüssigkeit X (25kg) Für Kühlkreisläufe mit Bakterien-, Hefen-, Pilzbefall (sogenannte Systemreiniger): Schülke & Mayr GmbH Grotan WS Plus 4, 7) 0,15 Vol.-% Flüssigkeit X (10kg) Grotanol SR2 5, 7) 0,25 Vol. -% Flüssigkeit X (10kg) 1) bei leichtem Kalkbelag, leichter Korrosion 6) wird bei MTU nicht am Lager geführt 2) bei fettem Kalkbelag 7) nicht geeignet für verzinkte Oberflächen 3) bei starkem Kalkbelag, vorzugsweise 8) saurer Reiniger 4) Bakterienbefall bis ) alkalischer Reiniger 5) Bakterienbefall > 10 4, Pilz- und Hefenbefall TIM-ID: A001068/00D Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe 61
62 7.3 Motorkühlmittelkreisläufe spülen 1. Motorkühlmittel ablassen. 2. ph-wert des Frischwassers mittels MTU-Prüfkoffer oder elektrischem ph-wert-messgerät messen 3. Frischwasser in den Kühlmittelkreislauf füllen. Niemals kaltes Wasser in einen heißen Motor füllen! 4. Motor vorwärmen, anlassen und warmfahren. 5. Motor ca. 30 min. mit erhöhter Drehzahl fahren. 6. Spülwasserprobe an der Motorkühlmittelprobe-Entnahmestelle entnehmen. 7. Motor abstellen. 8. Spülwasser ablassen. 9. ph-wert der Spülwasserprobe mittels MTU-Prüfkoffer oder elektrischem ph-wert-messgerät messen und mit dem ph-wert des Frischwassers vergleichen. a) ph-wert-differenz < 1: Aufbereitetes Motorkühlmittel einfüllen und Motor in Betrieb nehmen. b) ph-wert-differenz > 1: Frisches Spülwasser einfüllen und Spüllauf wiederholen. c) Ist die ph-wert-differenz auch nach 4- bis 5-maligem Spülen immer noch > 1: muss der Kühlmittelkreislauf gereinigt werden, siehe ( Seite 63). Die Baugruppen müssen eventuell auch gereinigt werden, siehe ( Seite 64). Für ergänzende Hinweise siehe Motorbetriebsanleitung. TIM-ID: Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe A001068/00D
63 7.4 Motorkühlmittelkreisläufe reinigen 1. Als konzentrierte Vorlösung in warmen Frischwasser werden Reinigungsmittel für Kühlmittelkreisläufe angesetzt, siehe ( Seite 61). 2. Bei Pulverprodukten solange rühren, bis sich das Reinigungsmittel vollkommen aufgelöst hat und kein Bodensatz mehr vorhanden ist. 3. Vorlösung zusammen mit Frischwasser in den Kühlmittelkreislauf füllen. 4. Motor anlassen und warmfahren. 5. Motor ca. 2 Stunden mit erhöhter Drehzahl fahren. 6. Motor abstellen. 7. Reinigungsmittel ablassen und Motorkühlmittelkreislauf mit Frischwasser spülen. 8. Spülwasserprobe an der Motorkühlmittelprobe-Entnahmestelle entnehmen. 9. ph-wert der Spülwasserprobe mittels MTU-Prüfkoffer oder elektrischem ph-wert-messgerät messen und mit dem ph-wert des Frischwassers vergleichen. a) ph-wert-differenz < 1: Aufbereitetes Motorkühlmittel einfüllen und Motor in Betrieb nehmen. b) ph-wert-differenz > 1: Baugruppen reinigen, siehe ( Seite 64). Für ergänzende Hinweise siehe Motorbetriebsanleitung. TIM-ID: A001068/00D Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe 63
64 7.5 Baugruppen reinigen 1. Baugruppen, die stärkeren Schlammablagerungen ausgesetzt sind, z. B. Ausgleichsbehälter, Vorwärmaggregate, Wärmetauscher (Wasserrückkühler, Ölwärmetauscher, Ladeluftkühler, Ladeluftvorwärmer, Kraftstoffvorwärmer, usw.) und tiefliegende Rohrleitungen, abbauen, demontieren und reinigen. 2. Vor dem Reinigen die Verschmutzung der Wasserseiten untersuchen. 3. Bei fetten Kalkbelägen zuerst die Wasserseite entfetten. 4. Festhaftende, durch Ölnebel verursachte Niederschläge in Ladeluftkühlern können mit Kluthe Hakutex 60 entfernt werden. 5. Harte Kalkbeläge mit einem Kalklösemittel entfernen. Bei hartnäckigen Kalkbelägen ist ggf. eine 10-%ige inhibierte Salzsäurelösung zu verwenden. 6. Ablagerungen an und in Wärmetauschereinsätzen in einem aufgeheizten Reinigungsbad lösen. Herstellerangaben beachten und nur freigegebene Reinigungsmittel in zulässiger Anwendungskonzentration verwenden, siehe ( Seite 61) Ablagerungen auf der Ölseite können auch in einem Petroleumbad gelöst werden. Die Verweildauer im Reinigungsbad hängt von Art und Stärke der Verschmutzung sowie der Temperatur und Aktivität des Bades ab. 7. Einzelne Bauteile, wie z. B. Gehäuse, Deckel, Leitungen, Schaugläser, Wärmetauschereinsätze, mit Heißdampf, Nylonbürste (weiche Bürste) und kräftigem Wasserstrahl reinigen. Um Beschädigungen zu vermeiden: Keine harten und scharfkantigen Werkzeuge (Stahlbürste, Schaber u.ä.) verwenden (Oxydschutzschicht). Druck des Wasserstrahls nicht zu hoch einstellen (Beschädigung z. B. von Kühlerlamellen). 8. Wärmetauschereinsätze nach dem Reinigen entgegen der Betriebsdurchflussrichtung mit Niederdruckdampf durchblasen, mit klarem Wasser spülen (bis ph-wert-differenz < 1) und mit Druckluft ausblasen oder mit Warmluft trocknen. 9. Alle Bauteile auf einwandfreien Zustand prüfen, ggf. instandsetzen oder ersetzen. 10. Wärmetauscher ölseitig und motorkühlmittelseitig mit Korrosionsschutzöl spülen. Dieser Schritt kann entfallen, wenn der Wärmetauscher unmittelbar nach dem Reinigen angebaut und in Betrieb genommen wird. 11. Nach Anbau aller Baugruppen Motorkühlmittelkreislauf einmal spülen, siehe ( Seite 62). 12. Bei Motorinbetriebnahme den Kühlmittelkreislauf auf Dichtheit prüfen. Für ergänzende Hinweise siehe Handbuch für Wartung und Instandhaltung des Motors. TIM-ID: Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe A001068/00D
65 7.6 Kühlkreisläufe mit Bakterien-, Hefen-, Pilzbefall Systemreinigung Grundlage für eine wirksame Reinigung und Desinfektion des Kühlmittelsystems ist, dass das komplette Kühlsystem ausreichend lange vom Systemreiniger durchströmt wird. Vor Ablassen wird dem verunreinigten Kühlmittel die vorgegebene Menge des freigegebenen Systemreinigers zugesetzt, siehe ( Seite 61). Es ist zu gewährleisten, dass die Mischung min. 24 Stunden, max. 48 Stunden umgepumpt wird. Spülung Nach Ablassen des Kühlmittels und Systemreinigers wird mit Frischwasser so lange gespült bis keine sichtbaren Verunreinigungen mehr vorhanden sind und das Spülwasser dem ph-wert des verwendeten Frischwassers entspricht (max. ph-wert-differenz < 1). Neubefüllung Vor Neubefüllung ist sicherzustellen, dass das Kühlsystem frei von Verunreinigungen ist. Eine Neubefüllung muss unmittelbar nach dem Spülen erfolgen da ansonsten Korrosionsgefahr besteht! TIM-ID: A001068/00D Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe 65
66 8 Index 8.1 Index Freigegebene Betriebsstoffe Kraftstoff 26 A Aktualität der vorliegenden Publikation 4 Anforderungen Kraftstoffkreislauf 36 Kühlmittelmittelkreislauf 14 B Baugruppen reinigen 64 Benutzerhinweise 4 Betriebsüberwachung 16 Biozide 35 D Destillatkraftstoff 21 Dieselkraftstoff siehe Kraftstoff 21 F Farbzusätze Leckagen 18 Fließverbesserer 21 Freigegebene Betriebsstoffe Korrosions-Gefrierschutzmittel 56, 58 Kühlmittel 13 Motoröle 9 Motoröle Kategorie 2 39 Motoröle Kategorie 2.1 (Low SAPS) 46 Motoröle Kategorie 3 48 Motoröle Kategorie 3.1 (Low SAPS) 52 Schmierfette für Komponenten des Dieselgeneratoraggregats 55 Freigegebene Reinigungsmittel 61 K Konservierung 4 Korrosions-Gefrierschutzmittel Fertigmischungen 58 Konzentrate 56 Kraftstoff 26 Grenzwerte 21 Mikroorganismen 35 NOx-Reduktionsmittel 34 Stilllegung >1 Monat 37 Kraftstoffe MTU Advanced Fluid Management System 38 Kraft-/Brennstoffe Biodiesel 30 Dieselkraftstoffe 28 Heizöl EL 31 Kraftstoffzusatzadditive 32 Kühlmittel 13 Anwendungskonzentrationen 11 Aufbereitung 15 Betriebsüberwachung 16 Frischwasseranforderungen 15 Konzentrate 17 MTU Advanced Fluid Management System 19 L Lagerstabilität der Kühlmittelkonzentrate 17 M Mikroorganismen im Kraftstoff 35 Motoröl MTU Advanced Fluid Management System 10 Motoröle 9 Anforderungen 6 Kategorie 2 39 Kategorie 3 48 Kategorie 3.1 (Low SAPS) 52 Viskositätsklassen 8 Wechselintervalle 6 MTU Advanced Fluid Management System Kraftstoffe 38 Kühlmittel 19 Motoröl 10 N NOx-Reduktionsmittel AUS 32 für SCR-Anlagen 34 O Ölwechselintervalle 6 S Schmierfett ATS 55 Generator 55 Kühlmittelkühler 55 SCR-Anlagen 34 Spül-, Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe Allgemeines 60 DCL-ID: Index A001068/00D
67 Spül- und Reinigungsvorschrift für Motorkühlmittelkreisläufe Baugruppen reinigen 64 Freigegebene Reinigungsmittel 61 Kühlkreisläufe mit Bakterien-, Hefen-, Pilzbefall 65 Motorkühlmittelkreisläufe reinigen 63 spülen 62 T Testpaket für Nordamerika Kraftstoffe 38 Kühlmittel 19 Motoröl 10 V Viskositätsklassen 8 DCL-ID: A001068/00D Index 67
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Betriebsstoffvorschrift Alle kommerziellen MTU-Baureihen (einschließlich Marine), DDC S60 Off-Highway und Zweitaktmotoren Nicht beinhaltet sind MTU-Baureihen 1000-1600, 1800 A001061/38D 2018 Copyright
G05 Datenblatt D/EVO 016 d Juni 2015 Ersetzt Ausgabe vom April 2015
Seite 1 von 5 Glysantin G05 ist ein Kühlerschutzmittel auf Basis Ethylenglykol, das vor der Verwendung mit Wasser verdünnt werden muss. Glysantin G05 ist nitrit-, borat- und silikathaltig, amin- und phosphatfrei.
Betriebsstoffvorschrift
Betriebsstoffvorschrift Dieselgeneratoraggregate mit MTU-Motoren der Baureihen 1600, 2000 und 4000 A001064/05D Gedruckt in Deutschland 2014 Copyright MTU Friedrichshafen GmbH Diese Veröffentlichung einschließlich
G33 Datenblatt. Eigenschaften. D/EVO 091 d November 2012
Seite 1 von 5 Glysantin G33 ist ein Kühlerschutzmittel auf Basis Ethylenglykol, das vor der Verwendung mit wasser verdünnt werden muss. Glysantin G33 enthält ein Inhibitorenpaket auf Basis von Salzen organischer
TECHNISCHE INFORMATIONEN
Premium Protect M48 ist ein Kühlerschutzmittel auf Basis Ethylenglykol, das vor der Verwendung mit Wasser verdünnt werden muss. Premium Protect M48 enthält ein Inhibitorenpaket auf Basis von Silikat, Borat
G30 Datenblatt. Eigenschaften. TI/EVO 1425 d November 2012 Ersetzt Ausgabe vom September 2005
Seite 1 von 5 Glysantin G30 ist ein Kühlerschutzmittel auf Basis Ethylenglykol, das vor der Verwendung mit Wasser verdünnt werden muss. Glysantin G30 enthält ein Inhibitorenpaket auf Basis von Salzen organischer
Glysantin G05. Kühlerschutzmittel. Datenblatt. Eigenschaften
Datenblatt Kühlerschutzmittel D/EVO 016 d April 2010 Ersetzt Ausgabe vom März 2008 Seite 1 von 5 =reg. Marke der BASF SE Glysantin G05 Glysantin G05 ist ein Kühlerschutzmittel auf Basis Ethylenglykol,
Kühlsystem. zur Beseitigung von Motorölverunreinigungen im Kühlsystem (z. B. nach einem Dichtungsausfall oder einer Motorreparatur).
COOLING SYSTEM CLEANER Konzentrat zur schnellen und einfachen Reinigung des Kühlers und des Heizsystems. Geeignet für alle Kühlsysteme von Benzin- und Dieselmotoren. Wirksame Reinigung Entfernt und bindet
Technisches Rundschreiben
Ersatz für: Datum: Autor: Tel.: Fax: 01.06.2010 Rudolf Fischer, TE-FI +49 (0) 221 822-3008 +49 (0) 221 822-15 3008 DEUTZ AG Ottostraße 1 51149 Köln www.deutz.com DEUTZ Motoren Alle aktuellen DEUTZ Motoren
Im Vorgriff auf die EU-Normung bezeichnet DaimlerChrysler Biodiesel grundsätzlich als FAME.
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