Advance Care Planning
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- Berthold Diefenbach
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4 Michael Coors, Ralf J. Jox, Jürgen in der Schmitten (Hrsg.) Advance Care Planning Von der Patientenverfügung zur gesundheitlichen Vorausplanung Verlag W. Kohlhammer
5 Gefördert von der Deutschen PalliativStiftung ( Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind. Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt. 1. Auflage 2015 Alle Rechte vorbehalten W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart Print: ISBN E-Book-Formate: pdf: ISBN epub: ISBN mobi: ISBN Für den Inhalt abgedruckter oder verlinkter Websites ist ausschließlich der jeweilige Betreiber verantwortlich. Die W. Kohlhammer GmbH hat keinen Einfluss auf die verknüpften Seiten und übernimmt hierfür keinerlei Haftung.
6 Inhalt Geleitwort... 9 Annette Widmann-Mauz 1 Advance Care Planning: eine Einführung Michael Coors, Ralf J. Jox, Jürgen in der Schmitten 2 Defizite bisheriger Vorausverfügungen Ethische Grenzen und Defizite der Patientenverfügung Ralf J. Jox, Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann 2.2 Juristische Fragen und Kritik am Instrument der Patientenverfügung Gunnar Duttge 2.3 Grenzen der Vorausverfügung in der Intensivmedizin Christiane S. Hartog 2.4 Wirkungslosigkeit von Patientenverfügungen in der stationären Altenpflege Einflussfaktoren und Postulate Annette Riedel 3 Theoretische Grundlagen von Advance Care Planning Was ist Advance Care Planning? Internationale Bestandsaufnahme und Plädoyer für eine transparente, zielorientierte Definition Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann 3.2 Philosophisch-ethische Gründe für Advance Care Planning Bernard J. Hammes, Thomas D. Harter 3.3 Gesundheitliche Vorausplanung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive Maria Wasner 3.4 Vorausplanung für nicht-einwilligungsfähige Personen»Vertreterverfügungen« Jürgen in der Schmitten, Ralf J. Jox, Stephan Rixen, Georg Marckmann 5
7 Inhalt 3.5 Gespräche über Leben und Tod: Ethische Beratung zur gesundheitlichen Vorausplanung Michael Coors 3.6 Gesellschaftliche und ethische Herausforderungen des Advance Care Plannings Gerald Neitzke 3.7 Rechtliche Aspekte der vorausschauenden Behandlungsplanung (Advance Care Planning) Stephan Rixen 4 Advance Care Planning in der internationalen Praxis Das»Respecting Choices«Advance-Care-Planning-Programm in den USA: ein nachgewiesener Erfolg Bernard J. Hammes, Linda Briggs 4.2 Implementierung von Advance Care Planning in Australien: das Programm»Respecting Patient Choices« Karen Detering, William Silvester 4.3 Das Erfolgsmodell»Our Voice tō tātou reo«: Advance Care Planning in Neuseeland Leigh Manson, Shona Muir, Barry Snow 4.4 Dialog als Vorsorge Ist die Vorbereitung auf die Krisensituation in Pflegeheimen möglich? Erfahrungen aus Österreich Sigrid Beyer, Regina Ertl, Karl Bitschnau 4.5 Das Pilotmodell beizeiten begleiten Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann 4.6 Implementierung von beizeiten begleiten in einer Senioreneinrichtung: Ein Erfahrungsbericht Inga Lücke 4.7 Advance Care Planning im Krankenhaussektor Erfahrungen aus dem Zürcher»MAPS«Trial Tanja Krones, Theodore Otto, Isabelle Karzig und Barbara Loupatatzis für das MAPS-Trial-Team 5 Advance Care Planning in speziellen Kontexten Vorausplanung in der Notfall- und Intensivmedizin Jürgen in der Schmitten, Stephan Rixen, Georg Marckmann 5.2 Vorausschauendes Planen in der Palliativmedizin Bernd Alt-Epping 5.3 Vorausschauende Behandlungsplanung in der Kinderheilkunde Julia D. Lotz, Monika Führer 6
8 Inhalt 5.4 Vorausplanung und Vorausverfügung in der Psychiatrie Katja Kühlmeyer, Raoul Borbé 5.5 Krankheitsspezifische Vorausplanung am Beispiel der Herzinsuffizienz Lena Werdecker 6 Advance Care Planning: Perspektiven für Wissenschaft, klinische Praxis und Gesundheitspolitik... Jürgen in der Schmitten, Michael Coors, Ralf Jox 354 Autorenverzeichnis
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10 Geleitwort Annette Widmann-Mauz Wir sind durch das Grundgesetz dem Schutz der Würde, der körperlichen Unversehrtheit und des Lebens jedes Einzelnen verpflichtet. Das gilt in jeder Lebensphase gleichermaßen, gerade auch am Lebensende. Dies bedeutet für mich, dass sich schwerstkranke und sterbende Menschen darauf verlassen können müssen, dass sie auch in ihrer letzten Lebensphase bis zuletzt gut betreut, versorgt und begleitet werden. Deshalb hat die Bundesregierung das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung auf den Weg gebracht, das die Versorgung und Begleitung schwerstkranker Menschen deutlich verbessern wird. Ziel ist ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland. Wir stärken die Palliativversorgung und die Hospizkultur an den Orten, an denen Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen sei es zu Hause, in Pflegeheimen oder in Krankenhäusern. Wichtig ist, dass jeder Mensch die Hilfe und Unterstützung bekommt, die er in der letzten Lebensphase wünscht und benötigt. Deshalb schaffen wir individuelle Beratungs- und Betreuungsangebote. Hierzu gehört die gesetzliche Grundlage, dass vollstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine individuelle und ganzheitliche Beratung über Hilfen und Angebote zur medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und seelsorgerischen Betreuung in der letzten Lebensphase anbieten können. Dies kann helfen, Ängste vor Hilfsbedürftigkeit, Isolation oder vor dem Sterben zu mindern und die Selbstbestimmung und Lebensqualität der Menschen in der letzten Lebensphase zu stärken. In Deutschland liegen noch nicht viele Erfahrungen mit einem solchen Angebot vor. Wie diese Veröffentlichung aufzeigt, haben aber andere Länder gute Erfahrungen mit einem solchen im englischen Sprachraum als»advance Care Planning«bezeichneten Beratungsangebot gemacht. Im Kern geht es darum, dass Menschen mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und umfassend über bestehende Angebote informiert sind, bevor sie z. B. eine Patientenverfügung verfassen und detailliert über ihre künftige persönliche medizinische und pflegerische Behandlung und Versorgung entscheiden mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt oder qualifizierten nicht-ärztlichen Gesprächsbegleitern und mit ihren nächsten Angehörigen, von denen sie sich im Fall des Falles vielleicht vertreten wissen wollen. Denn Entscheidungen von dieser Tragweite fällen wir in aller Regel nicht, ohne uns mit anderen, die uns wichtig sind und die wir für kompetent erachten, gründlich auszutauschen. Es geht auch darum, die Strukturen unseres Gesundheitswesens so zu verändern, dass gründlich überlegte und aussagekräftige Vorausplanungen in Klinik 9
11 Geleitwort und Praxis auch zuverlässig wahrgenommen werden und Beachtung finden. Dazu sind an vielen Stellen Veränderungen nötig. Vor allem aber müssen die Teams, die Menschen an unterschiedlichen Orten im Gesundheitswesen behandeln, ob in Pflegeeinrichtungen, im Rettungswagen, auf der Aufnahmestation oder im OP, sich so miteinander vernetzen, dass im Voraus geäußerte Behandlungswünsche der richtigen Person im richtigen Augenblick bekannt sind und von ihr berücksichtigt werden können. Nach den im Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland vorgesehenen Regelungen haben Einrichtungen, die ein solches Beratungsangebot einführen, dies durch Koordinierung der verschiedenen Versorgungsangebote und Kooperation mit den dafür zuständigen Leistungserbringern und Einrichtungen sicherzustellen. Die Beratung, die situations- und bedarfsgerecht auch in mehreren Terminen oder mit verschiedenen Beteiligten durchgeführt werden kann, soll wegen des medizinisch-pflegerischen Schwerpunkts von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden. Ärztlicher Sachverstand ist zwingend einzubeziehen, damit Fragen z. B. über medizinische Abläufe, Ausmaß, Intensität und Grenzen medizinischer Interventionen und auch Konsequenzen eines etwaigen Therapieverzichts umfassend im Rahmen der Beratung beantwortet werden. Denn nur wer gut und umfassend informiert ist, kann selbstbestimmt individuelle Entscheidungen treffen. Ich hoffe, dass viele Einrichtungen dieses Angebot wahrnehmen und in Vernetzung mit Hausärzten, Rettungsdiensten, Krankenhäusern und anderen Versorgungspartnern inhaltlich im Sinne ihrer Bewohner ausgestalten. Denn die Politik kann nur Rahmenbedingungen setzen. Es sind die Verantwortlichen vor Ort in den Städten und Regionen, die die neuen Regelungen mit Leben füllen und ausgestalten. Deshalb begrüße ich es sehr, dass Advance Care Planning, ein bisher vor allem in angloamerikanischen Ländern etabliertes Konzept, erstmals in einem deutschsprachigen Buch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ich wünsche diesem Buch viele interessierte und engagierte Leser unterschiedlichster Berufe und Tätigkeitsfelder und hoffe, dass die Lektüre mit dazu beiträgt, in Deutschland das Beratungsangebot zur Vorausplanung am Lebensende in die Fläche zu bringen. 10
12 Autorenverzeichnis Alt-Epping, Bernd, PD Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie/ Onkologie, Leitender Oberarzt Klinik für Palliativmedizin, Universitätsmedizin Göttingen. Beyer, Sigrid, Dr.in phil. Mag.a, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dachverband Hospiz Österreich, Autorin. Bitschnau, Karl, Dr. DSA MAS, Vizepräsident Hospiz Österreich, Leiter Hospiz Vorarlberg. Borbé, Raoul, Dr. med., MHBA, Chefarzt am ZfP Südwürttemberg, Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie, Ravensburg. Briggs, Linda, Associate Director of Respecting Choices, Gundersen Health System, La Crosse, Wisconsin, USA. Coors, Michael, Dr. theol., Theologischer Referent am Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG), Pastor der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Hannover. Detering, Karen, Dr. med., Clincal Leader, Austin Health Respecting Patient Choices program. Duttge, Gunnar, Prof. Dr. iur., Direktor der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht sowie Vorstandsmitglied des Zentrums für Medizinrecht, Georg-August-Universität Göttingen. Ertl, Regina, DGKS, Akad. Soz. Man., Hospiz- und Palliative Care Beauftragte Bundesverband der Alten- und Pflegeheime, Qualitätsbeauftragte Caritas der Erzdiözese Wien. Führer, Monika, Prof. Dr. med., Professorin für Kinderpalliativmedizin, Koordinationsstelle Kinderpalliativmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital, Klinikum der Universität München. 361
13 Autorenverzeichnis Hammes, Bernard J., Dr. phil., Director of Humanities and Respecting Choices, Gundersen Health System, La Crosse, Wisconsin, USA. Harter, Thomas D., Dr. phil., Gundersen Health System, Associate Clinical Ethicist, La Crosse, Wisconsin, USA. Hartog, Christine S., PD Dr. med., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klink für Anästhesie und Intensivmedizin, IFB (Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum) Sepsis und Sepsisfolgen, Universitätsklinikum Jena. Jox, Ralf J., PD Dr. med. Dr. phil., Stellvertretender Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München. Karzig-Roduner, Isabelle, Pflegefachfrau Notfall, MAE, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinische Ethik Universität Zürich am UniversitätsSpital Zürich. Krones, Tanja, PD Dr. med., Dipl. soz., Leitende Ärztin Klinische Ethik/Geschäftsführerin des Klinischen Ethikkomitees Universitätsspital Zürich/Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich. Kühlmeyer, Katja, Dr. rer. biol. hum., Dipl.-Psych., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Ludwig- Maximilians-Universität München (LMU). Lotz, Julia D., Dipl. Psych., Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Koordinationsstelle Kinderpalliativmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital, Klinikum der Universität München. Loupatatzis, Barbara, Dr. med., MSc Palliative Care, Oberärztin Kompetenzzentrum Palliative Care, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinische Ethik Universität Zürich am UniversitätsSpital Zürich. Lücke, Inga, Dipl.-Sozialpädagogin, Wegberg, zertifizierte Gesprächsbegleiterin für beizeiten begleiten. Manson, Leigh, Facilitator of the National ACP Cooperative, Program Director of the Strategic Project Office at the Auckland District Health Board, Auckland, New Zealand. Marckmann, Georg, Prof. Dr. med., MPH, Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München. 362
14 Autorenverzeichnis Muir, Shona, National Advance Care Planning (ACP) Training Program Manager, Northern Region ACP Project Manager, Auckland District Health Board, Auckland, New Zealand. Neitzke, Gerald, Dr. med., kommissarischer Leiter des Instituts für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover. Otto, Theodore, Dipl. Sozialarbeiterin FH, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinische Ethik Universität Zürich am UniversitätsSpital Zürich. Riedel, Annette, Prof. Dr. phil. M.Sc., Professorin mit den Lehrschwerpunkten Pflegewissenschaft und Ethik, Hochschule Esslingen. Rixen, Stephan, Prof. Dr. iur., Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Sozialwirtschafts- und Gesundheitsrecht, Universität Bayreuth. in der Schmitten, Jürgen, Prof. Dr. med., MPH, Professur für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Lehre und Lehrforschung, Institut für Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Silvester, William, Associate Professor, Director of Respecting Patient Choices, President of Advance Care Planning & End of Life Care (ACPEL), Melbourne, Australia. Snow, Barry, Clinical Lead, National ACP Cooperative, Neurologist, Director of Adult Medical Services, Auckland District Health Board, Auckland, New Zealand. Wasner, Maria, Prof. Dr. rer. biol. hum., Professorin für Soziale Arbeit in Palliative Care, Katholische Stiftungsfachhochschule München (KSFH) und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Koordinationsstelle Kinderpalliativmedizin, Dr. von Haunersches Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität München. Werdecker, Lena, M.Sc. Public Health, Doktorandin am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover. Widmann-Mauz, Annette, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Berlin. 363
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