6 Speicherorganisation
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- Clemens Bergmann
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Der Speicher des Programms ist in verschiedene Speicherbereiche untergliedert Speicherbereiche, die den eigentlichen Programmcode und den Code der Laufzeitbibliothek enthalten; einen Speicherbereich für globale/statische Variablen; einen Speicherbereich Heap, und einen Speicherbereich Stack. Variablen werden üblicherweise auf dem Heap oder dem Stack gespeichert. Adressraum. Heap Stack Globale Variablen Bibliotheksfunktionen Program.
2 Heap vs. Stack vs. statisch Heap Auf dem Heap können zur Laufzeit zusammenhängende Speicherbereiche angefordert werden, und in beliebiger Reihenfolge wieder freigegeben werden. Stack Der Stack ist ein Speicherbereich, auf dem neue Elemente oben gespeichert werden, und Freigaben in umgekehrter Reihenfolge (d.h. oben zuerst) erfolgen müssen (LIFO = Last In First Out). Statische Variablen Statische Variablen werden zu Beginn des Programms angelegt, und zum Ende des Programms wieder gelöscht. In Java müssen Elemente auf dem Heap nicht explizit wieder freigegeben werden. Diese Freigabe übernimmt der Garbage Collector. Harald Räcke 143
3 Statische Variablen Statische Variablen (auch Klassenvariablen) werden im Klassenrumpf ausserhalb einer Funktion definiert. Jede Funktion der Klasse kann dann diese Variablen benutzen; deshalb werden sie manchmal auch globale Variablen genannt. Harald Räcke 144
4 Beispiel Statische Variablen 1 public class GGT extends MiniJava { 2 static int x, y; 3 static void readinput() { 4 x = read(); 5 y = read(); 6 } 7 public static void main (String[] args) { 8 readinput(); 9 while (x!= y) { 10 if (x < y) 11 y = y - x; 12 else 13 x = x - y; 14 } 15 write(x); 16 } 17 } Harald Räcke 145
5 Verwendung des Heaps Speicherallokation mit dem Operator new: i n t [ ] [ ] arr ; arr = new i n t [ 1 0 ] [ ] ; // array mit int - Verweisen Immer wenn etwas mit new angelegt wird, landet es auf dem Heap. Wenn keine Referenz mehr auf den angeforderten Speicher existiert kann der Garbage Collector den Speicher freigeben: i n t [ ] [ ] arr ; arr = new i n t [ 1 0 ] [ ] ; // array mit int - Verweisen arr = null ; // j e t z t koennte GC freigeben Harald Räcke 146
6 Verwendung des Heaps Beispiel: 1 public static int[] readarray(int number) { 2 // number = Anzahl zu lesender Elemente 3 int[] result = new int[number]; 4 for (int i = 0; i < number; ++i) { 5 result[i] = read(); 6 } 7 return result; 8 } 9 public static void main(string[] args) { 10 readarray(6); 11 } Da die von readarray zurückgegebene Referenz nicht benutzt wird, kann der GC freigeben. Harald Räcke 147
7 Verwendung des Heaps Beispiel: 1 public static void main(string[] args) { 2 int[] b = readarray(6); 3 int[] c = b; 4 b = null; 5 } Da c immer noch eine Referenz auf das array enthält erfolgt keine Freigabe. Harald Räcke 148
8 Verwendung des Stacks Bei Aufruf einer Funktion (auch main()) werden lokale Variablen (d.h. auch Werte von aktuellen Parametern) und die Rücksprungadresse als Frames auf dem Stack gespeichert. Während der Programmausführung sind nur die Variablen im obersten Frame zugreifbar. Bei der Beendigung einer Funktion wird der zugehörige Stackframe gelöscht. Harald Räcke 149
9 Parameterübergabe Call-by-Value public s t a t i c void setvar ( i n t z ) { z = 1; } setvar() setvar() public s t a t i c void main ( String [ ] args ) z{ 0 kopiere den Wert i n t x ; ret 0FDA von x in die lokale x = 0; Animation ist nur in der main() Variable z setvar ( x ) ; Vorlesungsversion der Folien x 0 args 2B80 vorhanden. write ( "x == " + x ) ; main() } x args 2B80 z ret 1 0FDA Stack Das ist die einzige Form der Parameterübergabe, die Java unterstützt. Die Variable, die wir bei dem Aufruf übergeben, verändert ihren Wert nicht. Harald Räcke 150
10 Parameterübergabe Call-by-Reference ret 0FDA public s t a t i c void setvar ( i n t &z ) { z = 1; setvar() } &z 0DA7 ret 0FDA kopiere die Adresse public s t a t i c void main ( String [ ] args main() ) { von x in die lokale i n t x ; Referenzvariable z Animation ist nur in der x 1 args 2B80 x = 0; Vorlesungsversion der Folien main() setvar ( x ) ; vorhanden. x 0 args 2B80 } write ( "x == " + x ) ; setvar() &z main() x 0DA7 args Stack 2B80 Diese Form der Parameterübergabe ist in Java nicht möglich, aber z.b. in C++. Harald Räcke 151
11 Parameterübergabe Referenzvariablen Auch Referenzvariablen werden per call-by-value übergeben. Man kann den Inhalt des zugehörigen Objekts/Arrays aber verändern. public s t a t i c void setvar ( i n t [ ] a ) { a [ 1 ] = 1; } arr a public s t a t i c void main ( String [ ] args ) { // i n i t i a l i z e array elements to 0 i n t [ ] arr = new i n t [ 3 ] ; } setvar ( arr ) ; write ( " arr [ 1 ] == " + arr [ 1 ] ) ; Ausgabe: arr[1] == 1
12 Parameterübergabe Referenzvariablen Wenn man das Objekt selber verändert, ist die Änderung nicht nach aussen sichtbar. public s t a t i c void setvar ( i n t [ ] a ) { a = new i n t [ 3 ] ; a [ 1 ] = 1; } public s t a t i c void main ( String [ ] args ) { // i n i t i a l i z e array elements to 0 i n t [ ] arr = new i n t [ 3 ] ; setvar ( arr ) ; write ( " arr [ 1 ] == " + arr [ 1 ] ) ; } arr a Ausgabe: arr[1] == 0
13 Rekursive Funktionen ret 17B2 tmp 2 n 3 fak() ret 17B2 tmp n 3 Rekursive Funktionen sind Funktionen, die sich selber aufrufen fak() (eventuell über Umwege). ret 17B2 tmp 24 n 4 Beispiel: Fakultätsberechnung fak() { ret 17B2 tmp 6 n 4 1 n = 0 n! = fak() n (n 1)! sonst ret 17B2 tmp n 4 Animation ist nur in der public s t a t i c long fak ( i n t n ) { fak() Vorlesungsversion der Folien long tmp; ret 0FDA tmp 120 n 5 vorhanden. fak() i f ( n > 0) { ret 0FDA tmp 24 n 5 tmp = fak ( n- 1 ) ; fak() tmp *= n ; ret 0FDA tmp n 5 return tmp; } else return 1; } Stack
14 Vollständiger Code 1 public class Fakultaet { 2 public static long fak(int n) { 3 if (n > 0) 4 return n*fak(n-1); 5 else 6 return 1; 7 } 8 public static void main(string args[]) { 9 System.out.println(fak(20)); 10 } 11 } Harald Räcke 155
15 Fibonaccizahlen { n 0 n 1 F n = F n 1 + F n 2 n
16 Vollständiger Code 1 public class Fibonacci { 2 public static long fib(int n) { 3 if (n > 1) 4 return fib(n-1)+fib(n-2); 5 else 6 return n; 7 } 8 9 public static void main(string args[]) { 10 System.out.println(fib(50)); 11 } 12 } Harald Räcke 157
17 Fibonaccizahlen Programmlauf benötigt mehr als 1min. Warum ist das so langsam? Fn Fn 1 Fn 2 Fn 2 Fn 3 Fn 3 Fn 4 Fn 3 Fn 4 Fn 4 Fn 5 Fn 4 Fn 5 Fn 5 Fn 6 Fn 4 Fn 5 Fn 5 Fn 6 Fn 5 Fn 6 Fn 6 Fn 7 Fn 5 Fn 6 Fn 6 Fn 7 Fn 6 Fn 7 Fn 7 Fn 8 Wir erzeugen viele rekursive Aufrufe für die gleichen Teilprobleme!
18 Fibonaccizahlen Lösung Speichere die Lösung für ein Teilproblem in einer globalen Variable. Wenn das Teilproblem das nächste mal gelöst werden soll braucht man nur nachzuschauen... Harald Räcke 159
19 Vollständiger Code 1 public class FibonacciImproved { 2 // F 93 does not fit into a long 3 static long[] lookup = new long[93]; 4 5 public static long fib(int n) { 6 if (lookup[n] > 0) return lookup[n]; 7 8 if (n > 1) { 9 lookup[n] = fib(n-1)+fib(n-2); 10 return lookup[n]; 11 } else 12 return n; 13 } 14 public static void main(string args[]) { 15 System.out.println(fib(50)); 16 } 17 }
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Heap vs. vs. statisch Der Speicher des Programms ist in verschiedene Speicherbereiche untergliedert Speicherbereiche, die den eigentlichen Programmcode und den Code der Laufzeitbibliothek enthalten; einen
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