Block 1 Allgemeine Anatomie

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1 Block 1 Allgemeine Anatomie Block 1 Themen der 10 Vorlesungsstunden Anatomie Block 1: Allgemeine Anatomie des Bewegungsapparats 4 Vorlesungsstunden In dieser Lehrveranstaltung werden Sie eingeführt in die: Fachbegriffe der Abschnitte des menschlichen Körpers Definition der Achsen und Ebenen Grundbegriffe der Richtungsbezeichnungen am Rumpf Grundbegriffe der Richtungsbezeichnungen an Arm und Bein Orientierungsbezeichnungen an Kopf und Hals In dieser Lehrveranstaltung erwerben Sie Kenntnisse über: allgemeine Anatomie des Bewegungsapparates Aufbau, Wachstum und Reifung des Skeletts allgemeine Anatomie der Knochenverbindungen allgemeine Anatomie von Gelenken Gelenktypen, Freiheitsgrade und Definition von Bewegungen allgemeine Einführung in die Neutral-Null-Methode Collum Caput Abschnitte des Körpers EBENEN und ACHSEN Thorax Abdomen Membrum superius Sagittalachse Pelvis Membrum inferius Transversalachse Vertikalachse Sagittalebene Transversalbzw. Axialebene Frontalbzw. Koronalebene 1

2 Richtungsbezeichnungen entlang der Hauptachsen Orientierung am Arm Orientierung am Bein proximalis Anatomische Normalstellung: Hohlhand sieht nach ventral proximalis distalis radialis fibularis bzw. peronealis Dorsum manus ulnaris Palma manus distalis Dorsum pedis tibialis dorsalis plantaris Terminologie Beispiele (aus Feneis) 2

3 Ossifikation und Wachstum Chondrale Ossifikation Knorpel Embryonalzeit um die Zeit Der Geburt nach der Geburt Cranium: chondrale und desmale Ossifikation Cranium: chondrale und desmale Ossifikation Cranium eines Neugeborenen 3

4 Knochen: Innerer Aufbau Substantia spongiosa Substantia spongiosa 4

5 Lamellenknochen Lamellenknochen - Trajektorien Generallamellen Osteone Kollagenfasern Periost Havers Kanal Osteone quer Biegebelastung Reduktion durch Zuggurtung (ZG) Havers scher Kanal Osteozyten ist auftrennbar in Druck- und Zugbelastung Tractus iliotibialis Nicht gelenkige Knochenverbindungen Bindegewebe Knorpel Knochen 5

6 Bindegewebige Knochenverbindungen Synchondrose Synchondrosis sternocostalis Rippen (Costae) Sutura Brustbein (Sternum) Cartilago costae Symphyse: Discus intervertebralis Aufbau eines Gelenks Fingergelenk (Articulatio interphalangea) Capsula fibrosa Plica synovialis Cartilago articularis Membrana synovialis 6

7 Gelenkknorpel Ausrichtung der Chondrone und der Kollagenfasern Gelenktypen: A Kugelgelenk B Eigelenk C Sattelgelenk D Scharniergelenk E Radgelenk Definition und Dokumentation von Achsen und Bewegungen Transversale Achse Sagittale Achse Vertikale Achse Sagittale Bewegung (S) Frontale Bewegung (F) Rotationsbewegung (R) 7

8 Allgemeine Anatomie des Eingeweidesystems Block 1: Allgemeine Anatomie des Eingeweidesystems 2 Vorlesungsstunden In dieser Lehrveranstaltung werden Sie eingeführt in die: Fachbegriffe zum Bau der parenchymatösen Organe Fachbegriffe der Hohlorgane Allgemeine Bauprinzipien von Eingeweiden Wandbau von Hohlorganen Schichten von Schleimhäuten allgemeines Bauprinzip und Erscheinungsformen von Drüsen Aufbau, Anordnung und Vorkommen von serösen Membranen Bauchfell, Mesenterien und Darmentwicklung primäres und sekundär parietales Peritoneum Eingeweide Innere Organe sind entweder parenchymatöse Organe oder Hohlorgane Nach ihrer Funktion ordnet man sie meist zu komplexen Organsystemen zu: Atmungs-, Kreislauf-, Verdauungs-System etc. Parenchymatöse Organe An der Grenze zur äußeren Haut erfolgt der Übergang des trockenen, verhornten Epithels der Haut zu einem feuchten Epithel. Haut-Schleimhautübergänge befinden sich bei Lippenrot Nasenvorhof Anus Urethra Vagina Die Befeuchtung erfolgt über Sekrete von Drüsen. Feuchte innere Oberflächen werden als Schleimhäute bezeichnet. Fachausdruck: Tunica mucosa Hohlorgan 8

9 Tunica mucosa Typischer Wandbau eines Hohlorgans Die dicht abschließende Deckschicht der Schleimhäute wird von Epithelzellen gebildet. Die bindegewebige Trägeschicht wird als Lamina propria bezeichnet Epithel Lamina propria Die Lamina propria wird von Blutgefäßen und viszeralen Nervenfasern durchzogen Sekretionstypen und Drüsenformen intra-und extraepitheliale Drüse Zusammengesetzte seröse und gemischte Drüsen Endokrine Drüsen 3 Hypophyse 4 Glandulae parathyroideae 5 Glandula thyroidea 9 Glandula suprarenalis 10 Pancreas (Inselorgan) 11 Ren 12 Ovarium bzw. Testis 13 Intestinum 9

10 Seröse Höhlen Zahlreiche inneren Organe sind von einer gleitfähigen feuchtenoberflächenmembran umhüllt, wodurch Größen-, Form- und Lageveränderungen möglich sind (Lamina visceralis). Derartige zarte, glatte und glänzenden Membranen bezeichnet man als Tunica serosa Der Raum, in dem sich diese Organe befinden, wird ebenfalls von einer Serösen Membran ausgekleidet (Lamina parietalis) Seröse Höhlen Pleura Pericardium Diaphragma Peritoneum Lunge Serosa-Spalt Peritoneum Im kleinen Becken Peritoneum Peritoneum im Oberbauch dorsales Mesogastrium Aorta Peritoneum parietale Peritoneum viscerale Magen Meso Darm Peritonealspalt Ligamentum falciforme Leber Mesogastrium dorsale Mesogastrium ventrale Anlage des Magens ventrales Mesogastrium viszerales Peritoneum parietales Peritoneum Situs des Oberbauches Projektion der inneren Organe Lunge Magen Leber Milz Niere Dickdarm Dünndarm Appendix vermiformis Mastdarm 10

11 Situs von Dünndarm und Dickdarm Pulmo Cor Splen Ventriculus Hepar Duodenum Colon Appendix Rectum Darmentwicklung 11

12 Definitiver Bauchsitus Leber Oberbauch (Drüsenbauch) Magen Mesocolon transversum (Radix) Dickdarm (Colon( Colon) Omentum majus (großes Netz) Unterbauch (Darmbauch) Freier Dünndarm (Jejunum & Ileum) 12

13 Herz und Kreislaufsystem Block 1: Allgemeine Anatomie des Herz-Kreislaufsystems 2 Vorlesungsstunden In dieser Lehrveranstaltung werden Sie eingeführt in die: Grundprinzip eines geschlossenen Kreislaufes Begriffverständnis großer und kleiner Kreislauf Grundbauplan des Fetalkreislaufes Definition der einzelnen Abschnitte des Blutgefäßsystems typische Unterschiede im Wandbau von Arterien und Venen Einrichtungen zur Regulation der Durchblutung Gliederung des Herzens in Atrien und Ventrikel allgemeine Prinzipien des lymphatischen Systems Lymphgefäße und regionale Lymphknoten Haupt-Lymphstränge und deren Mündung in Venen Schema großer und kleiner Kreislauf Projektion des Herzens auf die vordere Brustwand Kreislaufsystem des Fetus 13

14 Wandbau einer Arterie ARTERIEN: A. subclavia A. brachialis A. carotis communis Aorta abdominalis A. radialis A. femoralis A. dorsalis pedis VENEN: V. subclavia V. cephalica V. basilica V. jugularis interna V. cava superior V. brachialis V. cava inferior V. saphena magna V. femoralis 14

15 Lymphbahnen und Lymphknoten Hauptlymphgefäße Lymphographie Allgemeine Anatomie des Nervensystems Block 1: Allgemeine Anatomie des Nervensystems 2 Vorlesungsstunden In dieser Lehrveranstaltung werden Sie eingeführt in die: Fachbegriffe der Abschnitte des menschlichen Nervensystems Definition und Abschnitte des Zentralnervensystems Prinzipien der Entwicklung des Nervensystems Grundbegriffe der Leitungsrichtung von Nervenfasern Wechselbeziehung von zentralem und peripherem Nervensystem Definition von Hirnnerven und Spinalnerven Unterscheidung zwischen somatischen und viszeralen Nerven Prinzip und Funktion von Ganglien im peripheren Nerven 15

16 Wechselwirkung zwischen dem Zentralnervensystem (ZNS) und dem peripheren Nervensystem (PNS) Zentralnervensystem Encephalon Gehirn Medulla spinalis Rückenmark afferent efferent Richtungsbezeichnungen am Gehirn: Entwicklungsgeschichte von Schädel und Gehirn Gehirn: vergleichende Anatomie Das ZNS entwickelt sich aus dem Neuralrohr 16

17 Gehirnabschnitte Großhirn Zwischenhirn Hirnstamm Cerebellum Mediansagittalschnitt Ventrikel Großhirn Zentralnervensystem Gliederung Telencephalon Zwischenhirn Hirnstamm Cerebellum Diencephalon Mesencephalon Pons Medulla oblongata Medulla spinalis Graue und weiße Substanz 17

18 Neuron und Glia Peripherer Nerv (Querschnitt) Myelinisierung Marklose und markhaltige Nervenfaser Afferente Neurone primäres afferentes Neuron Rezeptor Medulla spinalis bipolar pseudounipolar 18

19 Schema: pseudounipolares Neuron Soma Stofftransport Afferente Neurone (blau) liegen immer außerhalb, efferente Neurone (rot) liegen immer innerhalb des ZNS Plexusbildung Plexusbildung Plexus cervicalis Plexus brachialis (Pars supraclavicularis): Truncus superior Truncus medius Truncus inferior C8 C5 C6 C7 Clavicula Pexus brachialis 19

20 Plexus brachialis (Pars infraclavicularis): Fasciculus lateralis Fasciculus medialis Viszerales Nervensystem A. axillaris N. musculocutaneus N. medianus Fasciculus posterior N. thoraco- dorsalis N. ulnaris Nervi intercostales Grenzstrang Costa V. intercostalis A. intercostalis N. intercostalis Rami communicantes Ramus interganglionaris Ganglion sympathicum (Grenzstrangganglion) N. splanchnicus major 20

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