Die Realtime Big Data OTTO
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- Jens Roth
- vor 10 Jahren
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1 Die Realtime Big Data OTTO Conny Dethloff Dortmund, 17. September 2014 Weg vom»denken in BI-Anwendungen«hin zum»denken in fachlichen Use Cases«.
2 Anliegen des heutigen Dialogs Über mich Inhalt des Dialogs Ziel des Dialogs Conny Dethloff Kurze knappe Gedanken Die OTTO Sicht auf Otto GmbH & Co KG zu Big Data. Herausforderungen und Abteilungsleiter OTTO Herausforderungen und Lösungsoptionen im Business Intelligence Lösungsoptionen im Kontext Big Data sind 15 Jahre praktische Kontext Big Data. bekannt. Erfahrung im Thema Die OTTO BI Architektur Die Gründe sind offen Business Intelligence als Konsequenz zu den gelegt, warum die OTTO BI Lösungsoptionen. Architektur so gewählt wurde. Seite 2 Logbuch meiner Reise des Verstehens:
3 Agenda Big Data: Auch nur ein Hype, der wieder verwelkt? Herausforderungen und Lösungsoptionen Die Realtime Big Data OTTO Seite 3
4 Big Data gibt es weil wir Menschen es können. IT ist der Treiber, nicht der zu erwartende Mehrwert aus Daten. Stete Weiterentwicklung der IT Alle Menschen können sich im Internet äußern (Web 2.0) Die Daten verbreiten sich in rasend schneller Geschwindigkeit um den Globus. Verbesserte Messverfahren, um Daten zu messen (Sensoren). Verbesserte Speicherverfahren. Speicherplatz wird immer billiger. Big Data Seite 4
5 Big Data : Die drei berühmten V`s. Volume Viele Daten entstehen,... München Berlin 57,5 Mrd. ipads mit 32 GB Speicher, die diese Daten speichern, ausgelegt 1. Velocity... in hoher Geschwindigkeit und Variety... in vielen unterschiedlichen Formaten. 1 Zu Beginn des Jahres 2013 Seite 5
6 Der Hype um Big Data wurde eingeläutet. Alles und Jeder fokussiert sich auf IT. IT wird es richten. Reicht das? 1 Nutzen wir bereits alle Small Data, um Geschäftspotentiale zu heben? ( Technikzentrierte Ansätze Habe Lösung, suche Problem! ) 2 Was sagen Daten aus? Wie kommt man von vielen Daten zu relevanten Daten? ( Datenqualität, Single Point of truth vs. Single point of trust, Wahrnehmung der Umwelt durch Menschen, Modellbildung, Wahrheit und Objektivität) 3 Wie wird ein Unternehmen data-driven? Was bedeutet eigentlich data-driven? ( Unternehmen vs. Internet: Business Case Betrachtungen, Prozessreiterei, Beschäftigung mit sich selber, Umgang mit Fehlern, Verantwortungsübergabe an Mitarbeiter, Hierarchien Unreflektierte interne Komplexitätsreduzierung) Werden diese Fragen nicht ausreichend thematisiert und beantwortet, bleibt Big Data ein Hype, wie viele andere IT-Themen vorher auch! Seite 6
7 Agenda Big Data: Auch nur ein Hype, der wieder verwelkt? Herausforderungen und Lösungsoptionen Die Realtime Big Data OTTO Seite 7
8 3 Ansätze des Nutzens von Daten um Geschäftspotentiale zu heben. Typische erste Gespräche 1. Generierung von Daten 2. Irgendwas mit Daten 3.??? 4. Profit!!! Typischer Big Data Ansatz 1. Generierung von Daten 2. Hypothesen 3. Testing Optimaler Big Data Ansatz 1. Hypothese 2. Hypothesenbasierte Generierung von Daten 3. Testing 1. Man startet bei Hypothesen. Hypothesen werden durch Erfahrung geleitet, Was passiert wenn keine Erfahrungen da sind, wie bei Big Data? Ersetze Business Case durch Glaube. 2. Herstellen eines geschlossenen Testzyklus (Closed Loop). 3. BI muss in diesem Sinne operationalisiert werden. Seite 8
9 Der geschlossene Testzyklus ( Closed Loop ) Markt Agieren/ Reagieren Beobachten/ Reflektieren Entscheiden/ Handeln Unternehmen Erkenntnisse gewinnen Es besteht keine Option, den geschlossenen Testzyklus bereichsübergreifend im Unternehmen nicht zu operationalisieren. Dieser ist nämlich gleichbedeutend mit der Unternehmensführung an sich. Seite 9
10 Herausforderungen beim Operationalisieren des geschlossenen Testzyklus (Details siehe Backup) Wahrnehmung der Menschen von der Umwelt geht nur über Modelle. Komplexitätsreduzierung Der Mensch unterliegt Wahrnehmungsstörungen Single Point of trust vs. Single Point of truth (Die eine Wahrheit?). Viele Daten im Zugriff zu haben bedeutet nicht gleich Wissen und Erkenntnis zu haben. Relevante Daten sind von Nöten. Datenqualität (Mensch kann Daten nutzen, er versteht sie und diese haben Bezug zum Business). Seite 10
11 Herausforderungen beim Operationalisieren des geschlossenen Testzyklus (Details siehe Backup) Entscheiden geht nur unter Unsicherheit und Ungewissheit. Eine Entscheidung unter 100% Gewissheit ist keine Entscheidung mehr. Es ist bereits entschieden. Mehr Wissen bedeutet mehr Unsicherheit beim Entscheiden. Der Markt hat stets mehr Freiheitsgrade im Agieren. Komplexität des Marktes ist stets größer als die des Unternehmens. Reduzierung von Komplexität im Unternehmen ist Gift. Keine Prozessreiterei. Seite 11
12 Agenda Big Data: Auch nur ein Hype, der wieder verwelkt? Herausforderungen und Lösungsoptionen Die Realtime Big Data OTTO Seite 12
13 Fachliches BI Zielbild: Der Kunde steht im Fokus, nicht mehr und nicht weniger! Onlineshop Katalog/ Print Relation Center ing Offsite Kanäle Entscheiden Was wird dem Kunden angeboten, wann und wie? Was treibt den Kunden gerade in diesem Zeitpunkt ( State )? Stöbern vs. Direktkauf Closed Loop Welche zeitstabilen Persönlichkeitsmerkmale schreiben wir dem Kunden zu? ( Trait ) Markenaffinität Realtime Daten Wie hat der Kunde in Abhängigkeit seines jeweiligen Kontextes reagiert? Historische Daten OTTO muss sich als Händler in die Lage versetzen, in Echtzeit Entscheidungen zu treffen, um zielgerichtet User Verhalten über die gesamte Customer-Journey zu beeinflussen. Seite 13
14 Fachliches BI Zielbild: Die folgenden Leitlinien sind zwingend zu beachten! 1 Es muss grundsätzlich möglich sein Aktionen und Reaktionen der Kunden/ User in real-time zu erfassen und auszuwerten (Kontextermittlung) und auf dieser Basis in real-time Entscheidungen auszuspielen. 2 Alle Aktionen und Reaktionen der Kunden/ User in Abhängigkeit seines jeweiligen Kontextes müssen kanalübergreifend in alle Entscheidungen am Kunden/ User einfließen. 3 4 Bei der Kontextermittlung der Kunden/ User dürfen Systemgrenzen kein Hemmnis darstellen. An dieser Stelle ist besonderes auf das Einbinden von gekauften Tools (Prudsys, Fredhopper, Adobe, ) Beobachtung zu schenken. Alle Daten, die aus den Interaktionen mit den Kunden/ User gesammelt werden können, werden auch gesammelt und konsolidiert. Jedes Datum könnte für eine Entscheidung am Kunden/ User wichtig sein. 5 6 Die P&I-Maßnahmen bedienen sich hochgradig einer algorithmischen Optimierung mit modernen Technologien. Es muss technisch möglich sein, alle gesammelten Daten in die Algorithmen einfließen lassen zu können. Der Kontext der Kunden/ User ist niemals objektiv wahrnehmbar. Die alleinige Wahrheit gibt es nicht. Ein stetes und agiles Testen und darauf aufbauendes Anpassen der Algorithmen muss sicher gestellt werden. Seite 14
15 Bereits bekannte Use Cases sind auf der gesamten Bandbreite von Reaktion und Bereitstellung vorhanden. Datenbereitstellung Historische Daten Real-Time Daten Batch Use Cases (Capture later, act later) Near-Time Use Cases (Capture now, act later) Reaktionszeit Batch Real-Time Beispiele: ing, Kampagnen, Print Adhoc Use Cases (Capture later, act now) Beispiele: DMC auf statistischen Profilen (offsite, onsite, newsletter) Beispiele: Shoppingcart abandons, fraud detection, keyword bidding Real-Time Use Cases (Capture now, act now) Beispiele: Last Minute Defense (NBA), Product Recommendations (NBO), Dynamic Pricing, Retargeting Seite 15
16 BI im fachlichen Zusammenspiel innerhalb der Gesamtarchitektur in Analogie zum Menschen. Intuitive Ad-Hoc Entscheidungen Rationale Entscheidungen Ein Mensch fasst auf die heiße Herdplatte und zieht die Hand sofort wieder zurück, ohne nachzudenken. Die Fähigkeit, dies tun zu können resultiert aus gemachten Erfahrungen. Ein Mensch plant seinen Urlaub. Dafür stellt er reifliche Überlegungen an. Er recherchiert im Netz, fragt Bekannte und Freunde zu ihren Erfahrungen. Er trifft eine reiflich überlegte Entscheidung. Seite 16
17 Die Fachliche BI OTTO schließt den Testkreislauf. Onlineshop Katalog/ Print Relation Center ing Offsite Datentransfer Datentransfer Decision Engine Modell Deployment Weitere Kanäle Realtime Layer- Architektur Datentransfer Datentransfer Weitere Quellen Datentransfer Neartime & Batch Layer-Architektur Datentransfer Modell-Management und Advanced Analytics Datentransfer Reporting und Business Analytics Seite 17
18 Take Aways: Lassen Sie uns endlich Big Data entmystifizieren! 1 Big Data beginnt im Kopf, nicht in der IT! 2 Big Data vs. Small Data : Die zu lösenden Herausforderungen sind gleich! 3 Den Menschen in den Mittelpunkt stellen, nicht die IT! Seite 18
19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! DISKUSSION Seite 19
20 Seite 20 Backup
21 Details zu Beobachten/ Reflektieren Menschen können nur anhand von Modellen wahrnehmen. Diese Modelle bilden Menschen durch gemachte Erfahrungen und durch ihr Wissen. Dadurch simplifizieren Menschen aber auch ihre Umwelt. Das Abbild der Umwelt ist niemals identisch zur Umwelt an sich. Die Umwelt an sich können Menschen niemals wahrnehmen. Es gibt also nicht die genau eine Wahrheit. Wahrheit ist stets subjektiv. Des Weiteren unterliegen Menschen stets Wahrnehmungsstörungen. Weitere Quellen aus meinem Logbuch der Reise des Verstehens Wie das Messparadigma uns in die Irre führen kann (Link) Welche Bedeutung hat die Wahrnehmungsfähigkeit der Menschen für Business Intelligence? (Link) Kennzahlen in Unternehmen eine Versöhnung ist angebracht (Link) Seite 21
22 Details zu Erkenntnisse gewinnen Viele Daten vorrätig zu haben, bedeutet nicht, viel Wissen zu haben. Aus den Daten müssen Information und daraus Wissen generiert werden. Relevanz in Daten muss erhöht werden, das heißt der Bezug zum Business. Datenqualität für Menschen bedeutet, dass sie die Daten verstehen, diese nutzen können und diese Daten ein Bezug zum Business haben. Weitere Quellen aus meinem Logbuch der Reise des Verstehens Funktionierendes Wissensmanagement (Link) Ein aktives Bejahen von Nichtwissen in Unternehmen ist Basis für Erfolg (Link) Der Datenirrglaube Wir leben (noch) nicht in einer Informationsgesellschaft (Link) Seite 22
23 Details zu Entscheiden/ Handeln Entscheiden geht nur unter Unsicherheit und Ungewissheit, sonst wäre es keine Entscheidung mehr. Nicht Entscheiden geht nicht. Auch wenn man glaubt nicht zu entscheiden entscheidet, dann in der Regle für den Tod. Mehr Wissen ist gleich bedeutend mit mehr Unsicherheit. Weitere Quellen aus meinem Logbuch der Reise des Verstehens Entscheidungsprozesse in Unternehmen unterliegen oft einer unangemessenen Trivialisierung (Link) Entscheidungen: Mit System Dynamics dem BI Wirkkreis Leben einhauchen (Link) Denken und Handeln nach der Kostensicht zerstört die Identität von Unternehmen (Link) Seite 23
24 Details zu Agieren/ Reagieren Je komplexer eine Situation ist, desto größer ist die Anzahl möglicher Zustände dieser in der Zukunft. Der Markt hat stets mehr Freiheitsgrade als das Unternehmen. Durch Prozesse in Unternehmen werden Freiheitsgrade eingedämmt. Unreflektierte Komplexitätsreduktion ist also Gift für das Unternehmen. Komplexitätsreduktion ist aber auf der anderen Seite wichtig für das Bilden einer Identität innerhalb eines Unternehmens. Weitere Quellen aus meinem Logbuch der Reise des Verstehens Muss man einen Wettlauf mit der Komplexität eingehen? (Link) Manuskript meines Vortrages auf dem Modeler Camp 2013 in Berlin (Link) Dialog zu den Themen Komplexität, Entropie, (Nicht)Wissen und ihre Auswirkungen auf Ethik und Entscheidungen (Link) Seite 24
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