DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG
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- Frank Bieber
- vor 9 Jahren
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1 DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG PETZEn hilft. Prävention von Missbrauch für Schulen von Ursula Schele Dokument aus der Internetdokumentation des Deutschen Präventionstages Herausgegeben von Hans-Jürgen Kerner und Erich Marks im Auftrag der Deutschen Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS) Zur Zitation: Ursula Schele: PETZEn hilft. Prävention von Missbrauch für Schulen, in: Kerner, Hans-Jürgen u. Marks, Erich (Hrsg.), Internetdokumentation des Deutschen Präventionstages. Hannover 2010,
2 PETZEn hilft Prävention von Missbrauch für Schulen
3 Angebote der Petze Fortbildung für Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern Konzeption und Versand von schulischem Präventionsmaterial Unterstützung bei der Planung von Projekttagen und -wochen Einzelfallberatung bei sexuellen Missbrauch im schulischen Kontext Verleih von Büchern, Medien, Materialien und Ausstellungen ECHT KLASSE! für Grundschulen ECHT STARK! für Förderschulen ECHT FAIR! für weiterführende Schulen ECHT KRASS! für weiterführende Schulen ab 2011
4 Risikofaktoren mangelndes Wissen fehlende Zuwendung geringes Selbstwertgefühl strenge Gehorsamkeitserziehung unklares Körpergefühl Erziehung nach Rollenklischees kaum Sexualerziehung unaufmerksames Umfeld
5 Täter und Täterinnen TäterInnen gibt es in allen Schichten Sie kommen meist aus Familie oder sozialem Umfeld Man kann es ihnen nicht ansehen Sie haben häufig mehrere Opfer Übergriffe geschehen schnell und unbemerkt Sie gehen oft strategisch vor: Annäherung Abhängigmachen Einschüchtern
6 Das Dilemma des Opfers besteht in widersprüchlichen Gefühlen schuldig im Mittelpunkt schmutzig geschmeichelt Zuneigung allein abhängig abnormal Ekel wahnsinnig schlecht schamvoll wertlos bevorzugt unterlegen beherrscht gelähmt hilflos tot verwirrt sexuell anerkannt verzweifelt
7 Traditionelle Prävention Gekennzeichnet durch Verbote und Gebote - Geh nicht mit Fremden mit - Bleib in meiner Nähe! Lassen die Kinder im Unklaren wovor sie sich konkret hüten sollen Andeutungen und verängstigende Beschreibung Konzept der Abschreckung unwirksam, da die Übergriffe von Erwachsenen verübt werden, die aus dem sozialen Nahbereich des Kindes stammen.
8 Programme der achtziger Jahre Mein Körper gehört mir Ich sag Nein! Greift zu kurz: Schutz und Verantwortung wird den Kindern zugeschrieben
9 Die heutige Prävention Prävention setzt bei Erwachsenen an Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte Enttabuisierung des Themas i. d. Schule Aufbau eines Hilfenetzes und kommt als Lebenskompetenzförderung zu den Kindern oder Jugendlichen Im Einzelfall: Interventionsbegleitung Geschlechtsreflektierende Arbeit mit den Mädchen und Jungen Alters- und entwicklungsangemessene Sexualpädagogik Sexualisierte Gewalt alters- und entwicklungsangemessen thematisieren Informationen über Hilfemöglichkeiten geben
10 Die sechs Präventionsprinzipien: Mein Körper gehört mir! Ich kenne gute und schlechte Gefühle. Es gibt gute und schlechte Geheimnisse Es gibt gute und schlechte Berührungen Ich darf NEIN! sagen Ich kann mir Hilfe holen!
11 Das Ausstellungsprinzip JA zum NEIN Klärung aller organisatorischen Fragen 2-4 Wochen vor der Ausleihe Informationsveranstaltung und Fortbildung für alle Lehrkräfte Kontaktaufnahme mit der regionalen Fachberatungsstelle
12 Prinzip_2 Öffnung der Ausstellung für Eltern und Interessierte Klassen besuchen die Ausstellung mit Lehrkraft und ggf. Begleitperson Während der Ausleihe 2-4 Wochen Elternabend für alle Eltern der Klassen durch die regionale Beratungsstelle Präventionsarbeit im Unterricht mit den Informationsblättern und dem Unterrichtsmaterial
13 Sofort Rückmeldung der Schulen Verankerung der sechs Präventionsprinzipien im Curriculum danach Pflege der Vernetzungskontakte vor Ort Interventionsplan für die Schule und Hilfsangebote für betroffene SchülerInnen 1 Jahr Evaluation des Gesamtprojekts
14 ECHT KLASSE!
15
16 Jubelthron Besonders beliebt ist der Jubelthron.
17 ECHT STARK!
18 ECHT FAIR!
19 Notfallkarten
20 Unterrichtsmaterial
21 SchülerInnen-Informationen
22 Elterninformationen
23 Diagramm_1 Evaluationsergebnisse zu ECHT KLASSE! Wie hast du dich nach der Ausstellung gefühlt? neugierig 37% ängstlich; 2% stark; 47% unsicher; 7% komisch; 19% fröhlich; 64% mutig; 46%
24 Diagramm_2 Wenn dich jemand auf eine Art berührt, die du nicht magst, dann....sage ich laut: "Nein! Hör auf!"...warte ich bis es vorbei ist....kann ich nichts machen....laufe ich weg.
25 PETZE-Merksätze I Du bist nicht allein! Das passiert vielen Mädchen und Jungen! Du bist nicht schuld! Verantwortlich ist immer der Erwachsene! Ich (die Lehrerin/der Lehrer) weiß Bescheid und nehme Mädchen und Jungen ernst! Du darfst darüber reden, was dir passiert ist, wenn du es willst! Wir suchen gemeinsam einen Weg, damit der Missbrauch aufhört! Ich werde nichts ohne dein Wissen tun!
26 PETZE-Merksätze II Nicht anfangen aufzuhören! Nicht aufhören, anzufangen! Mitfühlen heißt nicht Mitleiden Keine Prävention ohne Interventionswissen und Bereitschaft zur Intervention Verbote sind verboten!
27 N.I.N.A. Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt mo. 9:00-13:00 do. 13:00-17:
28 Herzlichen Dank! Ursula Schele PETZE-Institut für Gewaltprävention besuchen Sie uns im Hauptfoyer Stand 531
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