Konfirmation und Alkohol
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- Gotthilf Feld
- vor 9 Jahren
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1 Konfirmation und Alkohol Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Alkoholkonsum Jugendlicher Fachstellen für Suchtprävention Fachstellen für Suchtprävention (FSP) in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, in Stadt und Landkreis Fulda sowie den Städten Hanau und Kassel Diakonie Hessen Diakonisches Werk in Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. (Referat Suchthilfe) Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Referat Kinder- und Jugendarbeit) Religionspädagogischen Institut der EKKW und EKHN Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.v. (HLS) 1
2 Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Alkohol in Deutschland Deutschland gehört zu den Ländern Europas mit einem hohen Alkoholkonsum. Jeder Bundesbürger nimmt im statistischen Mittel pro Jahr ca. 9 l reinen Alkohol zu sich. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit betragen etwa 26 Mrd. Euro im Jahr. Mehr als 9 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise. Davon mehr als 1,7 Mio. Menschen alkoholabhängig Konfirmation und Alkohol 2
3 Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Alkohol in Deutschland Mehr als sterben jährlich an den Folgen von Alkoholkonsum. Mehr als Säuglinge werden jährlich mit alkoholbedingten Fehlbildungen von Müttern, die in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben, geboren. Es gibt mehr als alkoholabhängige Kinder und Jugendliche. Die Werbeaufwendungen für alkoholische Getränke liegen bei 552 Mio. / Jahr. Alkoholwerbung verführt nachweislich zum frühzeitigen und exzessiven Alkoholkonsum. Quellen: DHS, Jahrbuch Sucht 2011, Geesthacht 2011 IFT - Nord, DAK Studie Jugendliche und Alkoholwerbung, Kiel 2010 Konfirmation und Alkohol 3
4 Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Jugendliche und Alkohol Das Durchschnittsalter, in dem die Jugendlichen ihr erstes Glas Alkohol trinken, ist 14,8 Jahre. Ihren ersten Alkoholrausch haben Jugendliche mit 16,2 Jahren Männliche Jugendliche konsumieren größere Mengen Alkohol als weibliche Jährige. Der Geschlechtsunterschied wird ab Jahren besonders deutlich. Viele Jugendliche kommen zum ersten Mal innerhalb ihrer Familie mit Alkohol in Kontakt, Familienfeiern, Konfirmation, etc. sind oft Anlässe. Quellen: BzgA, Alkoholsurvey 2014; WHO, Health Behavior in School-Aged Children 2008 Konfirmation und Alkohol 4
5 Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Jugendliche und Alkohol Die beliebtesten Getränke sind Bier, Biermischgetränke und Mixgetränke, Spirituosen/Softdrinks. 73 % der Jährigen hatten bereits ein - oder mehrmals einen Alkoholrausch. In diesem Alter ist der Alkoholkonsum bei Jugendlichen am höchsten ( Häufigkeit des Alkoholkonsums, getrunkene Menge, riskantes Alkoholtrinken) Der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist 2014 insgesamt leicht rückläufig. Riskanter Alkoholkonsum ist in allen Schul-, Ausbildungs-, und Tätigkeitsbereichen verbreitet. Ein steigender Anteil von Jugendlichen verzichtet ganz auf Alkohol. Quellen: BzgA, Alkoholsurvey 2014; WHO, Health Behavior in School-Aged Children 2008 Konfirmation und Alkohol 5
6 Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Thema Jugendliche und Binge-Drinking 2014 gaben 14,6% der Jugendlichen an, mindestens einmal in den letzten 30 Tagen gebingt zu haben, (2010: 16,7 %), bei den 18 bis 25 jährigen sind es fast 42 % (2010: 38 %) Bei den exzessiven Alkoholkonsumenten handelt es sich mehrheitlich nicht um die»typischen Problemjugendlichen«Der regelmäßige Alkoholkonsum und das Rauschtrinken ist bei männlichen Jugendlichen weiter verbreitet als bei weiblichen Die allgemeine Risikobereitschaft ist bei 14 jährigen Jungs am größten Nahezu alle Jugendlichen (93,6 %) mit häufigem Binge-Trinken geben an, dass die meisten bis alle ihrer Freunde und Bekannten Alkohol trinken Nach einem bundesweiten Anstieg der Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen von auf ( ), ist die Tendenz in den Folgejahren rückläufig Quellen: Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Drogen- und Suchtbericht 2011; BZgA, Alkoholsurvey 2014; WHO, Health Behavior in School-aged Children 2008 Konfirmation und Alkohol 6
7 Zahlen aus Hessen Konfirmation und Alkohol 7
8 Quelle unbekannt Konfirmation und Alkohol 8
9 Warum konsumieren Jugendliche Suchtmittel? Demonstration von Erwachsensein Zugehörigkeit zu einer Clique Symbol für die Teilhabe an bestimmten jugendkulturellen Lebensstilen Austesten von grenzüberschreitenden Erfahrungen Ausdrucksmittel von sozialem Protest und gesellschaftlicher Wertekritik Bewusste Verletzung der im Elternhaus geltenden Normen Bewältigungsstrategie z.b. bei Leistungsversagen oder um Stresssymptome zu unterdrücken Reaktion auf heftige psychische oder soziale Entwicklungsstörung Versuch, sich auf eine Weise Entspannung zu verschaffen Kompensation von Enttäuschungen Zusammenstellung nach Ergebnissen einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Universität Bielefeld: Drogenkonsum als problematische Lebensbewältigung im Jugendalter. In: Sucht 4/91 S Konfirmation und Alkohol 9
10 Trinkmotive von Jugendlichen Quelle: Sucht/Schweiz Warum konsumiert man Alkohol? Konfirmation und Alkohol 10
11 Allgemeine Ziele von Alkoholprävention Hinauszögern des Einstiegs in den Alkoholkonsum Konsequente Umsetzung des Jugendschutzgesetzes Vorbildverhalten von Eltern und Bezugspersonen Werbebeschränkungen für die Alkoholwerbung Ächtung von übermäßigem Alkoholkonsum Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol Förderung von Genuss und funktionalen Äquivalenten Gesundheitsverträgliche Fest- und Feierkultur Konfirmation und Alkohol 11
12 Was können Eltern tun? Abschreckung hat sich als Konzept der Vorbeugung nicht bewährt Im Gespräch bleiben Eltern sind Vorbilder Setzen Sie eine klare Grenze Rat und Hilfe annehmen Konfirmation und Alkohol 12
13 Was können Eltern im Blick auf die Konfirmation tun Keine Alkohol-Rituale Erwachsene sind Vorbild Alkohol nur in der Familie Schönes Fest ohne Exzesse Konsequent bleiben Alkoholfreie Mixgetränke Quelle: Elternbrief zur Konfirmation 2015 Konfirmation und Alkohol 13
14 Wo bekomme ich Hilfe? bei den Jugend-, Drogen- und Suchtberatungsstellen in Ihrem Landkreis bzw. Ihrer kreisfreien Stadt. bei den Erziehungsberatungsstellen in Ihrem Landkreis bzw. Ihrer kreisfreien Stadt bei einem Online Angebot für Jugendliche Konfirmation und Alkohol 14
15 Beschäftigt sich mit allgemeinen Erziehungsfragen und dem Vermeiden von Suchtgefahren bei Kindern und Jugendlichen. Kooperation der AOK Hessen der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen dem Arbeitskreis der hessischen Fachstellen für Suchtprävention Die hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat die Schirmherrschaft Beratung über das Netz von den Fachleuten der hessischen Fachstellen für Suchtprävention von Experten betreute Gesprächsforen zum Meinungsaustausch interaktive Spiele und Tests Konfirmation und Alkohol 15
16 Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt das Suchtpräventionsprojekt Das Internetangebot bietet anonyme Information und Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene, die Fragen zum Konsum von legalen und illegalen Substanzen haben. Konfirmation und Alkohol 16
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insgesamt 4,3 1,6 15 bis 20 0,4 0,7 20 bis 25 1,5 2,5 25 bis 30 1,9 4,1 30 bis 35 2,0 5,0 35 bis 40 2,3 5,9 40 bis 45 2,8 6,6 45 bis 50 3,0 7,0
Anteile der nach Altersgruppen und Geschlecht in Prozent, 2009* Männer regelmäßig stark Alter stark regelmäßig Frauen 30,5 26,4 4,3 1,6 17,6 21,2 19,9 15,5 0,7 15 bis 20 0,4 11,7 15,0 39,9 33,8 2,5 20
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