Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss)

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1 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Am 9. Oktober 1944 wurde in Hamburg-Steinwerder auf dem Werftgelände von Blohm & Voss ein Außenlager des KZ Neuengamme eingerichtet. Ausgangspunkt für den Einsatz von KZ-Häftlingen auf den Hamburger Werften war die beabsichtigte Steigerung der U-Boot-Produktion im zweiten Halbjahr Infolge der Bombenangriffe der Alliierten waren die Werften von diesem Ziel jedoch weit entfernt. Die Häftlinge unter ihnen eine größere Gruppe aus Polen und der Sowjetunion waren von einem Firmenbeauftragten im Konzentrationslager Neuengamme für die Werftarbeit ausgewählt worden. Etwa 600 Gefangene sollen für Blohm & Voss gearbeitet haben. Ungefähr ein Fünftel von ihnen wurde als Facharbeiter eingestuft und arbeitete in der Maschinenfabrik I als Dreher, Maschinenbauer, Hobler und Kranführer. Außerdem mussten die Häftlinge auf dem Gelände Aufräumungsarbeiten verrichten. Leiter des Außenlagers war SS-Oberscharführer Peitz. Etwa 60 Marinesoldaten waren als Wachmänner eingesetzt. Überlebende bezeugten regelmäßige Misshandlungen und Schikanierungen der Häftlinge sowohl während als auch vor und nach der Arbeit. Das Außenlager Blohm & Voss hatte eine sehr hohe Todesrate. Besonders innerhalb der letzten Wochen wurden kranke und arbeitsunfähige Häftlinge nach Neuengamme zurücktransportiert. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht mehr feststellbar. Es muss aber von mindestens 250 Toten ausgegangen werden. Am 12. April 1945 ließ die SS das Außenlager auf Wunsch der Firma Blohm & Voss räumen und transportierte die Häftlinge zurück ins Hauptlager Neuengamme.

2 2 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss)

3 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 3 Luftaufnahme des Werftgeländes von Blohm & Voss, Anfang der 1930er-Jahre. Aus: Andreas Meyhoff: Blohm & Voss im Dritten Reich. Eine Hamburger Großwerft zwischen Geschäft und Politik, Hamburg 2001, S. 73.

4 4 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Ein ehemaliger Häftling berichtet 500 Leute wurden in einem Block in der Form eines Bügeleisens direkt an der Elbe einquartiert, daneben war ein großes Werk, in dem Schlosser-, Drechsel- und andere Arbeiten verricht wurden. Das ganze war doppelt mit Draht eingezäunt und Wachen wurden aufgestellt. Gearbeitet wurde von 6 Uhr morgens bis in die tiefe Dunkelheit hinein. Die Verpflegung war folgendermaßen: 1 Stück Brot (200 g), Suppe mit Steckrübe, manchmal eine faule Kartoffel, 10 g Margarine und ein Stück Wurst. [ ] Einmal zeigte sich auch stärkere internationale Solidarität der Gefangenen. Es war eine Aktion durchgeführt worden und die Mörder wurden in die Mitte des Lagers geschafft, wo deutsche Kommunisten ihnen gaben, was sie verdienten. [ ] Unser Lager schmolz zusammen. Jeden Tag 3 4 Tote. Im April hielten sich nur noch wenige auf den Beinen. Hunger und Durchfall sie tranken Wasser aus der Elbe. Durst quälte alle, besonders nach der Ration gesalzener Fischpaste. Zu dieser Zeit starben von 500 Menschen die Hälfte; dies geschah innerhalb von 4 Monaten. Miron Tschernoglasow. Bericht, nicht datiert. (ANg)

5 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 5 Notiz aus den Firmenakten der Werft Blohm & Voss zur Errichtung eines Außenlagers auf dem Werftgelände vom 1. Oktober Diese Aufzeichnungen wurden von Direktor Rudolf Blohm maschinenschriftlich kommentiert und handschriftlich abgezeichnet (siehe Kürzel R Bl ). (StA HH)

6 6 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Kurznotiz in den Firmenakten von Blohm & Voss vom 2. Oktober (StA HH)

7 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 7

8 8 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Aufzeichnung aus den Firmenakten von Blohm & Voss vom 20. Oktober 1944 über die Ergebnisse der Besichtigung des KZ Neuengamme am 19. Oktober 1944 durch Vertreter der Werft und den Vertreter des KZ Neuengamme, SS-Hauptsturmführer Otto Thümmel. Thümmel, ein ehemaliger Wehrmachtsangehöriger, war auch Leiter des Außenlagers Alter Banter Weg in Wilhelmshaven, in dem die Häftlinge ebenfalls auf einer Werft Zwangsarbeit verrichten mussten. (StA HH)

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10 10 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Die Verantwortlichen bei Blohm & Voss 1946 Die Werftleitung hatte sich bis Herbst 1944 mit Erfolg geweigert, KZ-Häftlinge zu beschäftigen, erhielt aber in der Nachtsitzung des Rüstungsstabes am 14. August 1944 unter Einsetzung eines Werkbeauftragten, welcher der Betriebsleitung gegenüber unbeschränkte Anweisungsbefugnis hatte, strikten Befehl, [ ] KZ-Häftlinge zu beschäftigen. [ ] In Anschluß an [diese] Nachtsitzung hatte ich mit den Herren Rud. [Rudolf] und W. [Walter] Blohm eine Unterredung, in welcher eine Stellungnahme zu den Beratungen erfolgte. Es wurde als Hauptpunkt der nunmehr offizielle Befehl der Beschäftigung von KZ-Häftlingen besprochen. Beide Herren Blohm bezeichneten die Beschäftigung von KZ-Häftlingen auf den Werften als etwas Furchtbares. [ ] Von Herrn Walter Blohm ist mir folgende Äußerung erinnerlich: Nicht einen Nagel gebe ich für die Errichtung eines KZ- Lagers auf der Werft her. Die Durchführung der Aktion lag in den Händen des Rüstungsbeauftragten des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion. [ ] Die Unterbringung [von KZ-Häftlingen] am Dessauer Ufer war nach langen Verhandlungen auch von allen Stellen, einschl. Neuengamme, zugesagt worden, wurde aber Ende September von Neuengamme doch abgelehnt wegen der Schwierigkeiten beim Hin- und Rücktransport. Die Werft erhielt dann die Auflage, die Häftlinge in der Malerei unterzubringen. [ ]

11 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 11 [ ] Jeder auf der Werft war entsetzt, als nach langem Hin und Her die Beschäftigung von KZ-Häftlingen Tatsache wurde, und es ist eine eindeutige Wahrheit, daß weder die Herren Blohm noch irgendein Angestellter etwas zu Gunsten dieser Angelegenheit getan haben. [ ] Nach der Belegung durfte das Lager in der Malerei durch Angehörige der Werft nicht mehr betreten werden. In der Nähe der Arbeitsstelle wurde ein Essensraum eingerichtet, in dem die Häftlinge schichtweise von der Werft verpflegt wurden. Neuengamme wollte das Essen durch Fernküche liefern lassen. Die Werft hat aber darauf bestanden, daß die Häftlinge das Essen wie die deutschen und ausländischen Arbeiter aus der Werksküche erhielten, wodurch sie auch in den Genuß der bewilligten Zusatzlebensmittelkarten kamen [ ]. Hierfür hatte sich Herr Rud. Blohm besonders eingesetzt. [ ] Die Stellung einer Wachmannschaft [ ] wurde [ ] vom Oberkommando der Kriegsmarine gestellt. [ ] Im Zusammenhang mit der weiteren Unterbringung von Häftlingen war etwa um die gleiche Zeit ein Kommando [gemeint ist vermutlich die Besichtigung unter Mitwirkung von SS-Hauptsturmführer Otto Thümmel am 2. Oktober 1944] aus Neuengamme auf der Werft. [ ]

12 12 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Nach starker Beschädigung des Malereilagers durch Luftangriff am hat die Werft auf sofortige Zurückziehung der Häftlinge bestanden. Diese wurde am durchgeführt. Ich muß noch besonders anmerken, daß beide Herren Blohm in ihrer Ablehnung bei Besprechungen betr. Beschäftigung von KZ-Häftlingen so weit gingen, daß man darin eine ernste Gefahr für sie erblickte. Personen, die in der KZ-Angelegenheit mit der Werft zu tun hatten, bezw. der Werft Befehle erteilten, soweit ich das noch erinnern kann: Rüstungsstab: Sauer [aus] Berlin, Desch [aus] Blankenburg, Dr. Wolff [aus] Hamburg, Sen. Synd. Tegeler [aus] Hamburg, Hauptausschuss Schiffbau: Merker [aus] Berlin, Schliephake [aus] Hamburg, Becker [aus] Berlin, Neuengamme: Pauly, Wiedemann, Thumann. [ ] Bericht des Betriebsleiters von Blohm & Voss, W. Franzenburg, (BA (Berlin))

13 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 13 Bericht der Brüder Rudolf und Walter Blohm vom 21. Oktober (BA (Berlin))

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16 16 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) Berichte von Angestellten der Firma Blohm & Voss für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Hamburg Im Sommer 1944 wurden cirka 50 rumänische Offiziere und Anwärter bei Blohm & Voss (Btlg. Flugzeugbau) vom OKW über dem Arbeitsamt zur Arbeit überwiesen. Dieselben wurden in einem Gebäude am Worthdamm als Gefangene untergebracht und militärisch bewacht. Diese Rumänen verweigerten die Arbeit auf Grund der Genfer Konfession [Konvention]. Nach mehrfachem Auffordern der Wachmannschaften, welche von dem Oberingenieur Gaats und dem Herrn Stuhr zur Arbeit gedrängt wurden. [ ] Hierauf wandte sich die Wachmannschaft über ihre Obrigkeit [ ] welche dann die Androhung des Erschießens als Befehl durchgab, was auch nicht zur Arbeitsaufnahme wirkte. Hierauf kam der direkte Schießbefehl. Die Wachmannschaften nahmen dann die Exekution während der Mittagszeit auf dem Gelände der Gießerei Blohm & Voss vor, indem sie willkürlich einen Offizier aus den Reihen der Kameraden herausnahm und erschoss. Daraufhin sind die anderen rumänischen Offiziere an die ihnen zugewiesene Arbeit gegangen. Hugo Wollny aus Hamburg-Altona. Bericht, (BA (Berlin))

17 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 17 Bericht von Heinrich Güthing vom 14. Februar (BA Berlin)

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21 Hamburg-Steinwerder (Blohm & Voss) 21 Da ich von 1938 bis Ende des Krieges bei Blohm & Voss als E-Schweißer KW [kriegswichtig] 2 war und in dem letzten Jahr Botengänge machte, kam ich auch in das KZ-Lager. Ich war täglich mehrmals im KZ-Lager und habe dort mit eigenen Augen gesehen, wie die Häftlinge geschlagen und getreten worden sind von der SS und den Kapo-Männern. Die Gelegenheit hatten, sich aufzuhängen, haben es gemacht, denn die Zustände waren unerträglich. Die Leichen wurden in Packpapier eingewickelt und nachts mit dem Auto abgeholt. Was mit den Leichen geschehen ist, weiß ich nicht. Habe einmal mit einem Wachposten gesprochen, der sagte mir, daß täglich ungefähr 10 starben. Das Essen war furchtbar. Es wurde von 18 Sträflingen mit dem Wagen geholt. Und habe auch öfters das Essen gesehen, es war nur Wassersuppe, mit etwas Kohl oder Rüben. Das Wasser hat im Sommer oft drei Tage gestanden und war somit ungenießbar. [ ] Habe einem Gefangenen mein Brot gegeben und wurde dabei überrascht von der Bewachung, da wurde mir gesagt, ob ich auch da rein will. Vom Sehen kenne ich sehr viele von der Bewachung, mit Namen ist mir keiner bekannt von der SS. Das Lager wurde jeden Donnerstagmorgen 9 Uhr vom Lagerkommandanten und Direktor Franzenburg besichtigt. Vor der Besichtigung wurden die Häftlinge furchtbar geschlagen. Das Quartier der Häftlinge habe ich gesehen, sie haben auf dem Fußboden mit einer Decke geschlafen ohne Strohsack. Bruno Grumm. Bericht, (BA (Berlin))

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