Beschlussvorlage Gemeinderat

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1 Beschlussvorlage Gemeinderat am TOP öffentlich Aktenzeichen: Beratungsgegenstand Stadtbücherei 1. Bericht der Büchereileiterin 2. Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung zum Beschlussvorschlag: 1. Der Bericht der Büchereileiterin wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung wird zugestimmt. Kosten und Finanzierung: einmalig: laufend: Haushaltsmittel sind vorhanden: HHST: Finanzierungsvorschlag: 3. Bei der Beratung ist voraussichtlich befangen: 4. Der Beschluss wird vorlagepflichtig: 5. Beschlussauszüge erhalten: Aufgestellt: Sachbearbeiter Amtsleiter Stadtkämmerer Bürgermeister Nathalie Wild Reiner Striebel Hans-Dieter Freytag Jörg Seibold 1 von 5

2 Sachvortrag: 1. Bericht der Büchereileiterin Die Stadtbücherei kann erneut auf eine erfolgreiche Arbeit der letzten eineinhalb Jahre blicken. Mit dem zur Verfügung stehenden Etat wurde erfolgreich gewirtschaftet und mit dem zur Verfügung stehenden Personal wurden der Ausleihbetrieb und die stark frequentierten Samstagsöffnungszeiten bewältigt. Eine Ausleihsteigerung konnte für das Jahr 2010 erstmals nicht verzeichnet werden. Wo steht die Stadtbücherei Blaubeuren? Lagebericht 2010 Die Stadtbücherei Blaubeuren hat einen Medienbestand von Medieneinheiten. Dieser wird von 2 Personalstellen verwaltet, die sich 4 Halbtagskräfte teilen, davon eine Bibliothekarin wurde eine Ausleihe von erreicht, die Ausleihquote beträgt 4,79. Von Januar 2011 bis einschließlich September 2011 kann eine Ausleihe von verzeichnet werden stand der Stadtbücherei ein Medienetat von Euro zur Verfügung. Die Entwicklung der Ausleihzahlen und des Medienetats ergibt sich aus den folgenden Tabellen: Jahr Ausleihzahlen Jahr Medienetat mit Spenden Seit zwei Jahren machen Spenden eine erfolgreiche Veranstaltungsarbeit möglich konnten 4 Autorenlesungen durchgeführt werden, die 211 Kinder erreichten. Die Vorlesereihe Lies-mir-mal (pro Veranstaltung im Durchschnitt 14 Kinder) ist zu einem regelmäßigen Veranstaltungsprogramm der Stadtbücherei geworden. Bestandsanalyse Sinkende Ausleihzahlen erfordern eine Analyse der Bibliothekssituation, insbesondere des Medienbestands: Eine Bestandsermittlung ergab, dass 30% des Gesamtbestands älter als 10 Jahre ist. Diese Quote ist zu hoch. Die Fachstelle schlägt hier eine Quote von maximal 20% vor. Im Erstleserbereich stehen zu viele Bücher, die die neue Rechtschreibung nicht berücksichtigen (Rechtschreibreform 2006). Von 868 Kinderbüchern im Erstleserbereich sind 457 noch in der alten Rechtschreibung geschrieben. Dieser Anteil ist bei den Büchern für ältere Kinder (ab 10 Jahren) noch höher. 2 von 5

3 Die Bücher für Kinder ab 10 Jahren stagnieren, dieser Trend zeichnet sich auch in anderen Bibliotheken ab. Die konventionelle Regalaufstellung wird den Lesegewohnheiten dieser Altersgruppe nicht mehr gerecht. Hier sollen Interessenkreise (Fantasy, Pferde, Abenteuer usw.) in einer lockeren Buchpräsentation neue Leselust wecken. Positiv hat sich die Veranstaltungsarbeit für die Stadtbücherei ausgewirkt. Die Nachfrage der Schulen und Kindergärten nach Lesungen ist wesentlich höher als das Angebot. Ein neues Konzept Sofortmaßnahmen Jahr 2012 Langfristige Maßnahmen Altbestand wird verstärkt aussortiert Höhere Investitionen in den Medienbestand mit Schwerpunkt auf Erstleser- und Kinderbücher Erneuerungsquote eines Medienbestands liegt laut Fachstelle bei 8 12 % Altbestand in Grenzen halten Neue, interessante Medien werden angeschafft Tiptoi Wii-Spiele Neue Medien berücksichtigen Umstrukturieren des Kinderbestands. Aufstellung nach Interessenkreisen. Neue Medien berücksichtigen Veranstaltungsarbeit wird intensiviert Planung Literatursommer 2012 zusammen mit Urgeschichtlichem Museum und VHS Regelmäßige Veranstaltungsarbeit, die durch einen festen Etat abgesichert ist Lesungen und Kindertheater als regelmäßiges Angebot für Schulen und Kindergärten Durchführung des Literatursommers 2012 Kooperationsvertrag mit den Schulen (nach Langenauer Modell) Welche Schulen haben welchen Bedarf an Lesungen und Veranstaltungen. Koordinierte Zusammenarbeit Regelmäßige Zusammenarbeit mit VHS, Urgeschichtlichem Museum, Theater in der Talmühle und anderen möglichen Kooperationspartnern 3 von 5

4 2. Mittelanmeldungen für das Haushaltsjahr Anschaffung von Büchern Buchetat auf Euro erhöhen Der Grundbestand (insbesondere der Sachbuchbestand) veraltet. 1992/93/94 wurde dieser aufgebaut, diese Bände werden jetzt aussortiert, sollten aber wieder neu angeschafft werden. Tendenz bleibt weiterhin bestehen und kann nur über mehrere Jahre aufgefangen werden. Bei weiterhin stagnierendem Etat kann diese Entwicklung nicht aufgehalten werden, die Tendenz zeichnet sich jetzt schon ab: sinkende Bestandszahlen und sinkende Ausleihzahlen. Es ist erforderlich zu den Medien die entsprechenden Fremddaten einzukaufen. Ein Datensatz kostet bei der EKZ 0,60, noch werden fast alle Medien selbst erfasst, dies stellt einen erheblichen Zeitaufwand dar, der auf Dauer nicht mehr geleistet werden kann hatte man einen Medienneuzugang von Medien, dafür hätte man 1.612,00 in Fremddaten investieren müssen Anschaffung von Büchern/Anschaffung von CDs und CD-ROM Anfangs wurden CDs und CD-ROM vom Buchetat finanziert. Dann wurde die Erlaubnis erteilt, diese Medien auch vom erwirtschafteten DVD-Etat zu finanzieren, damit der Buchetat entlastet wird. Der Bedarf an CD-ROM, DVD-ROM und CDs ist aber steigend, somit ist es nicht mehr möglich, diesen Bestand ständig mit dem DVD-Etat auszugleichen. Deshalb wird ein eigener Etat von Euro beantragt oder wenn eine eigene Haushaltsstelle nicht möglich ist, den Buchetat um diesen Betrag weiter aufzustocken einmaliger Aufbauetat für Erstleserbücher Besonders im Kinderbereich wird der Altbestand aussortiert, damit die Erstleserkinder Bücher in der richtigen Rechtschreibung vorfinden. (Rechtschreibreform 2006) von 868 Kinderbücher im Erstleserbereich sind 457 noch in der alten Rechtschreibung. Diese Quote ist bei den Büchern für ältere Kinder noch viel höher. Geht man von einem Durchschnittspreis von 10,00 pro Buch aus, dann werden rund 4.500,00 benötigt, um in diesem Jahr nur die Erstleserbücher auf den nötigen Stand zu bekommen. Für den Medienetat 2012 werden deshalb insgesamt ,00 beantragt Anschaffung von Videos + CD-ROM Auf diese Haushaltsstelle werden die Einnahmen verbucht, die mit der DVD-Ausleihe erwirtschaftet werden (ab 2012 erhöhen sich diese Einnahmen von 1,50 pro DVD/Woche auf 2,00 ). Die Gelder werden für neue DVDs ausgegeben. Diese Einnahmen werden auch zur Finanzierung der CDs und CD-ROM verwendet. Für 2012 sollten ca ,00 angesetzt werden. 4 von 5

5 6680 Vermischte Ausgaben Es wird ein fester Veranstaltungsetat benötigt, der die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Theater in der Talmühle und den Literatursommer 2012 (gemeinsame Veranstaltung mit dem Urgeschichtlichen Museum und der VHS) abdeckt. Dafür werden 5.000,00 beantragt Die EDV-Wartung der Firma Sontheimer beträgt im Jahr: 2.400,00. Für EDV-Ersatzteile und Reparaturen: 1.000,00. Die Verwaltung möchte diese Mittelanmeldungen so in den Haushaltsplan 2012 einbringen. 3. Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung Die Benutzungs- und Gebührenordnung vom mit Änderung vom wird wie folgt geändert: 5. Ausleihe 5.1 Gegen die Vorlage des Büchereiausweises werden Bücher vier Wochen, Zeitschriften, mit Ausnahme der neuesten Nummern, Spiele, Wii-Spiele, CDs und CD-ROMs für zwei Wochen entliehen. DVDs werden eine Woche entliehen. In begründeten Ausnahmefällen kann die Leihfrist verkürzt oder verlängert werden. Präsenzbestände werden nicht verliehen. Die Ausleihe von DVDs und Wii-Spielen ist kostenpflichtig und beträgt 2,00 pro Ausleihe. 7. Gebühren 7.1 Die Jahresgebühr beträgt für Erwachsene ab 18 Jahren 15,00, eine Tageskarte kostet 1,50. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren werden keine Jahresgebühren erhoben. Kostenpflichtig ist die Ausleihe von DVDs und Wii-Spielen (2,00 pro Ausleihe), alle anderen Medien können kostenlos entliehen werden. 7.3 Die Versäumnisgebühr beträgt 1,00 je ausgeliehenem Medium und angefangener Woche. 11. In-Kraft-Treten Diese Benutzungs- und Gebührenordnung tritt am in Kraft. Die Versäumnisgebühr wird unter der Haushaltsstelle Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte eingenommen. Diese soll von 0,50 auf 1,00 erhöht werden. Im Haushaltsplan 2012 wurden bei dieser Haushaltsstelle wie 2011 Einnahmen i.h.v ,00 veranschlagt, da die Verwaltung nicht davon ausgeht, dass sich die Einnahmen aufgrund der Erhöhung der Versäumnisgebühr verdoppeln. Vielmehr möchte man durch diese Erhöhung eine Verringerung der nicht rechtzeitig zurückgegebenen Medien erreichen. 5 von 5

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